Einleitung
Wenn ein Hersteller ein Produkt mit dem Namen „Super Mega“ auf den Markt bringt, darf man als Kunde respektive als objektiver Betrachter wohl einiges erwarten. Wenn dieses Produkt dann auch noch aus dem Hause Prolimatech stammt, ist erfahrungsgemäß erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Denn mit dem Super Mega CPU-Kühler schickt sich der Kühlerspezialist an, auf verbesserter Basis des Erfolgsgaranten Megahalems [1] nun einen weiteren Gipfelstürmer am Markt zu platzieren. Mit einer gezielten Mischung aus Kupfer- und Aluminiumlamellen, gewohnt hoher Material- und Verarbeitungsgüte und einem überarbeiteten Montagesystem, das neue Möglichkeiten beim leistungsmitbestimmenden Thema Anpressdruck eröffnet, sollen die herausragenden Eigenschaften des Magahalems noch einmal verbessert und die Spitzenposition im Kühlervergleich gefestigt werden. ComputerBase konnte eines der ersten Serienmodelle des Super Mega ergattern und exklusiv ersten Testläufen unterziehen.
Lieferumfang
Der Lieferumfang des Super Mega gestaltet sich überschaubar. Neben dem Kühlkörper gibt es das entsprechende Montagezubehör für die unterstützten Intel-Plattformen, eine knappe Installationsanleitung mit deutscher Sprachfassung sowie eine Spritze Prolimatech-Wärmeleitpaste. Abgerundet wird das Paket durch vier Drahtbügelhalter zur optionalen Fixierung von bis zu zwei Lüftern im 120- respektive 140-mm-Format.
Technische Eckpunkte
- Prolimatech Super Mega CPU-Kühler
- Hybrid-Towerkühler mit Doppeltower-Design
- Sechsfach 6-mm-U-Heatpipe
- Abmessungen (ohne Lüfter): 130 x 74 x 159 mm
- Abmessungen (mit 120-mm-Lüfter): 130 x 98 x 159 mm
- 45 Aluminiumlamellenebenen (inkl. 2 x 8 Cu-Halblamellen)
- Lamellenabstand: ca. 2 mm
- Optional bis zu zwei 120-/140-mm-Lüfter
- Befestigung per Drahtbügel
- Kühlkörpergewicht: 976 Gramm
- Kompatibilität: Intel Sockel 775, 1156 und 1366 per Rückeplattenverschraubung
- Herstellerhomepage [2]
- Vertrieb und Preis: Caseking.de [3] (69,90 Euro, ab August)
Kühler im Detail
Mit dem Megahalems gelang dem damaligen Neuling Prolimatech Anfang des Jahres 2009 etwas unerwartet der Sprung an die Spitze der Kühlercharts. Seitdem beißt sich die Konkurrenz die Zähne am unscheinbaren 120-mm-Towerkühler aus und kann, etwa mit Noctuas NH-D14-Kühlkoloss [4] oder dem Thermalright Venomous X [5], lediglich Teilerfolge verbuchen. Offenbar ist Prolimatechs einzigartige Kombination aus absolut hochwertiger Material- und Verarbeitungsqualität sowie konstruktiver Finesse nur schwer zu überflügeln. Mit diesem Problem hat möglicherweise auch Prolimatech selbst zu kämpfen und versucht daher zunächst gar nicht erst, eine gänzlich neue Konstruktion zu etablieren, sondern optimiert in Form des Super Mega die erfolgreichen Linien des Megahalems gezielt.




So finden wir am reinen Kühlkörper nur wenige Änderungen zum Erfolgsprodukt. Sechs 6-mm-U-Heatpipes entspringen sauber verlötet der vernickelten Bodenkonstruktion, welche mit der Kontaktfläche zur CPU auch beim Super Mega eine ganz leichte Konvex-Wölbung aufweist, und fädeln zwei separate Lamellentürme auf. Insgesamt sind wie beim Megahalems 45 Lamellenebenen, überwiegend aus vernickeltem Aluminium, vorhanden. Der Abstand zwischen den Kühleinheiten ist mit knapp zwei Millimetern kompromissvoll zwischen großer Kühloberfläche und guter Abstimmung auf niedrige Luftgeschwindigkeiten bemessen. Neu ist der partielle Einsatz von Kupfer-Lamellen beim Super Mega. Vier mal acht Halblamellen an den Außenpositionen der Türme wurden aus dem wärmeleitfähigeren Schwermetall gefertigt und sollen für bessere Kühlergebnisse sorgen.
Die gesamte Konstruktion des Super Mega präsentiert sich absolut robust und verwindungssteif. Alle Lamellen sind fest miteinander verbunden und an den Heatpipes sauber verlötet. Das Gewicht ohne Belüftung konnte durch die Kupfereinbringung von 790 Gramm beim Megahalems auf üppige 976 Gramm gesteigert werden. Wie kaum einem anderen Hersteller gelingt es Prolimatech dennoch einen gefälligen Spagat aus roher, leistungsfokussierter Anmutung und qualitativer sowie konstruktiver Feinheit zu schaffen.




Eine weitere Änderung neben der Materialwahl der Lamellen betrifft die Anbringung der Lüfter. Hier hat Prolimatech die prinzipiell gelungenen Drahtbügel des Magahalems gegen kompaktere, seitlich zu befestigende Modelle ersetzt (siehe Bilder). Diese ermöglichen nun das einfache Einrasten am Kühlkörper mit einem Daumendruck, sind obendrein noch recht unkompliziert zu demontieren und fixieren den Lüfter dennoch ausgesprochen stramm. Neben dem Komfortgewinn können nun nicht nur Ventilatoren mit 120-mm-, sondern auch solche mit 140-mm-Kantenlänge montiert werden. Die Rahmenbreite der Ventilatoren muss dabei allerdings 25 mm betragen. Leider kann es je nach Lüfter- und Rotorblatt-Desgin jedoch vorkommen, dass die Überstände der Drahtbügel in den Drehbereich des Ventilators hineinragen und die Rotorblätter blockieren (beispielsweise bei Scythe S-Flex-Lüftern). Hier muss Prolimatech ansetzen und die Klammern noch einmal verbessern, um uneingeschränkte Lüfterkompatibilität zu gewährleisten.
Montagebesonderheiten
Das Montagekonzept wird bei Prolimatech mit dem Super Mega in eine ganz neue Richtung geführt. Während einige Hersteller nicht viele Gedanken an eine möglichst ideale Installationsform verschwenden und zum Teil abenteuerliche Montagekonstruktionen aufbieten, setzt Prolimatech hier gezielt und leistungsorientiert an. Leider, und das ist bei einem High-End-Produkt dieser Preisklasse nur schwer verständlich, bezieht sich die Unterstützung nur auf die aktuellen Intel-Plattformen 775, 1156 und 1366. AMD-Anwender werden in der Serienauslieferung wiederum nicht bedient und müssen zum optionalen AMD-Montagekit [6] greifen, das nochmals mit beachtlichen Kosten aufwartet.
Der lüfterlos knapp ein Kilogramm schwere Super Mega wird erwartungsgemäß per Direktverschraubung mit dem Motherboard montiert. Dazu ist natürlich der Ausbau der Hauptplatine erforderlich. Im Folgenden wird auf Basis der mitgelieferten Metall-Stege, Rändelschrauben und -Muttern sowie der Rückplatte ein Halterahmen für den Kühler aufgebaut. Dies geschieht ohne Werkzeug innerhalb weniger Minuten. Nun wird der Super Mega entsprechend ausgerichtet auf die mit Wärmeleitpaste benetzte CPU aufgesetzt, der zentrale Haltesteg eingeschoben und positioniert.



Mit Hilfe zweier Federschrauben, die wechselseitig mit einem entsprechnenden Kreuzschraubendreher bis zum Anschlag fixiert werden, wird der Kühlkörper nun mit dem Halterahmen verbunden. Dabei hat der Anwender die Wahl zwischen den silbernen und den schwarzen Modellen (siehe Foto oben Mitte). Prolimatech weist ausdrücklich darauf hin, dass die schwarzen Schrauben mit ihrer engeren Feder auf eigenes Risiko zu verwenden sind, denn sie überschreiten die Intel-Sockelspezifikationen im Hinblick auf den generierten Anpressdruck. Während der Sockel 1366 mit einer maximalen statischen Belastung von etwa 27,2 kg (60 lbs) spezifiziert ist, wird durch die Nutzung der schwarzen Schrauben ein Anpressgewicht von 31,75 kg (70 lbs) erzeugt. Die Verwendung dieser Schrauben ist daher wirklich nur erfahrenen Anwendern zuzusprechen, die um das letzte Kelvin kämpfen. Im Allgemeinen sollten die silbernen Standard-Ausführungen Einsatz finden. Wie groß sich die Leistungsunterschiede zwischen beiden Schraub-Varianten darstellen, untersuchen wir im entsprechenden Kapitel.



Ist der Super Mega arretiert, wird noch die gewünschte Belüftung angebracht und verkabelt. Insgesamt ist die Montageweise des Prolimatech-Boliden als anprechend und leicht verständlich zu beschreiben. Der Mainboard-Ausbau stellt dabei die größte Komfort-Hürde dar, ist aber im Sinne einer sicheren Installation heutzutage kaum noch zu vermeiden.
Mit seiner Bauhöhe von 159 mm zählt der Super Mega zu den hochbauenden Kühlern, die eventuell Inkompatibilitäten mit schmalen Gehäusen verursachen. Dieser Umstand ist entsprechend vor dem Kauf des Kühlers respektive des Chassis zu prüfen.
Testsystem
Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [7]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [8] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.



Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [9] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.
Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:
- Intel Core i7 920 „Bloomfield“ (4 x 2,66 GHz)
- Intel DX58SO „Smackover“ Motherboard
- 3 x 2 GByte OCZ DDR3-1066 XTC Platinum
- Asus ATI Radeon X850 XT (gekühlt per Zalman VF-900Cu)
- Lian Li Silent Force 650 Netzteil (mit 140-mm-Belüftung)
- Silverstone TemJin-SST-TJ09S Gehäuse (Gehäuselüfter: Scythe S-Flex 800)
- Samsung SpinPoint F1 HD322HJ HDD
- Wärmeleitpaste: Arctic-Cooling MX-2
- Raumtemperatur: 23°C
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.



Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.
Testsystem und -Modi
Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:
| Modus | Standard | Performance | Passiv 1 | Passiv 2 |
|---|---|---|---|---|
| Belüftung | Aktiv | Aktiv | Semipassiv | Semipassiv |
| CPU Takt | 2,66 GHz | 3,4 GHz | 2,66 GHz | 2,66 GHz |
| V-Core (BIOS) | 1,2 V | 1,4 V | 1,0 V | 1,0 V |
| V-Core (Real) | 1,08 V | 1,35 V | 0,94 V | 0,94 V |
| Gehäuselüfter | 840 U/min | 840 U/min | 840 U/min | 510 U/min |
Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [10] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
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Die dargestellten Verbrauchsangaben beziehen sich auf das gesamte Testsystem. Die jeweiligen Differenzen zwischen CPU-Last- und -Leerlauf lassen dabei auf die Prozessor-Leistungen schließen. Entsprechend ist der Anspruch an den Kühler im Performancemodus zum Teil immens.
Kühlleistung
Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz. Darüber hinaus ziehen wir mit dem Noctua NF-P14 einen 140-mm-Lüfter zur Leistungseinschätzung zu Rate.
| Scythe S-Flex „D“ | Noctua NF-P12 | Scythe S-Flex „G“ | Noctua NF-P14 |
|---|---|---|---|
| 120 mm | 120 mm | 120 mm | 140 mm |
| 840 U/min (12 Volt) | 1.380 U/min (12 Volt) | 1.860 U/min (12 Volt) | 1.260 U/min |
| v(Luft) = 4,7 km/h | v(Luft) = 8,1 km/h | v(Luft) = 17,3 km/h | v(Luft) = 11,0 km/h |
| 51,6 m³/h* | 98,1 m³/h* | 147,1 m³/h* | 144,6 m³/h* |
| minimal wahrnehmbar | akzeptabel | starkes Rauschen | wahrnehmbar |
| < 30,4 dB(A)** | 37,0 dB(A)** | 45,4 dB(A)** | 38,4 dB(A)** |
| < 30,4 dB(A)*** | 33,9 dB(A)*** | 41,1 dB(A)*** | 35,7 dB(A)*** |
| * aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen, *** liegend auf Scythe Orochi gemessen | |||
Eine Frage der Schrauben
Mit der Option, durch die Verwendung verschiedener Schrauben Einfluss auf den Anpressdruck bei der Kühlermontage zu nehmen, bietet Prolimatech mit dem Super Mega eine absolute Besonderheit. Vor den üblichen Temperaturtests wollen wir daher kurz in Erfahrung bringen, wie groß der Leistungsunterschied zwischen den beiden Schrauben-Versionen tatsächlich ist.
Wir testen den Super Mega daher im übertakteten „Performance-Modus“ mit Scythe S-Flex-Belüftung bei 1.200 U/min respektive 1.860 U/min.
Leistungsvergleich: Schrauben
Angaben in °C
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Gemäß unserer Messungen ist eine leichte Verbesserung der Kühlleistungen durch die schwarzen Schrauben zu bescheinigen. Ein signifikanter Unterschied besteht jedoch nicht. Ob dieser geringe Leistungszuwachs die Gefahr einer beschädigten CPU egalisiert, muss jeder Super-Mega-Käufer für sich entscheiden und entsprechend handeln. Wir führen alle weiteren Tests auf den folgenden Seiten mit den schwarzen Schrauben durch.
Referenzbelüftung 120 mm
Die beeindruckenden Leistungen des Prolimatech Megahalems können durch unser Vorserienmodell des Super Mega nochmal gesteigert werden. Dabei ist der Gewinn durch die geringen Änderungen am Erfolgskühler jedoch in moderaten Regionen angesiedelt. Nichts desto trotz erobert der Super Mega mit einzelner 120-mm-Belüftung die Spitzenposition knapp zurück.
Standardmodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Performancemodus mit Referenzlüftern
Angaben in °C
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Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
Doppel-120-mm-Belüftung
Auch mit zwei 120-mm-Lüftern bestückt präsentiert sich der Super Mega von seiner Schokoladenseite. Selbst die wuchtigen Doppel-Turm-Kühler NH-D14 und Arrow können den Prolimatech-Tower nicht stoppen. Jedoch ist das Feld der High-End-Protagonisten in diesem Modus ohnehin sehr eng beieinander, sodass Kleinigkeiten über die Platzierungen entscheiden. Tendenziell nistet sich jedoch auch hier der Super Mega auf dem Platz an der Sonne ein.
Performancemodus mit Doppelbelüftung
Angaben in °C
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Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
Semipassiv-Betrieb
Eine kleine Überraschung bietet die Passivleistung des Super-Mega. Der eigentlich auf moderate bis leistungsstarke Aktivbelüftung ausgelegte Towerkühler präsentiert sich auch ohne direkt angeschnallten 120-mm-Fan bärenstark. Zwar ist die entsprechende Konkurrenz auf diesem Gebiet mitunter besser aufgestellt, die gute Leistung in semipassiver Verwendung unterstreicht jedoch die hohe Flexibilität des Prolimatech-Boliden.
Semipassivmodus mit Gehäuselüfter
Angaben in °C
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Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
140-mm-Referenzbelüftung
Selbst mit 140-mm-Belüftung macht der Super Mega eine ausgesprochen gute Figur. Lediglich bei sehr hoher thermischer Belastung oder sehr niedrigen Drehzahlen sind die auf Lüfter dieser Bauform spezialiasierten Konkurrenten besser aufgestellt.
| [°C] | Prolimatech Super Mega |
Prolimatech Armageddon |
Noctua NH-D14 |
Thermalright IFX-14 |
|---|---|---|---|---|
| Lüfter [U/min] | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 |
| 1.200 | 52 | 53 | 52,25 | 53 |
| 1.000 | 53 | 54 | 53,25 | 55 |
| 800 | 55 | 56 | 56 | 57,25 |
| 600 | 58,75 | 59,5 | 58,25 | 61,75 |
| 400 | 67,75 | 64 | 65 | 69,5 |
| [°C] | Prolimatech Super Mega |
Prolimatech Armageddon |
Noctua NH-D14 |
Thermalright IFX-14 |
|---|---|---|---|---|
| Lüfter [U/min] | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 | 1x Noctua NF-P14 |
| 1.200 | 83,5 | 82 | 82,5 | 87 |
| 1.000 | 86,5 | 85 | 85,75 | 92,25 |
| 800 | 92,5 | 90 | 90,75 | 98,25 |
| 600 | Absturz | 99 | 98,75 | Absturz |
Die Temperaturwerte dieser Seite stellen das arithmetische Mittel der vier Prozessorkerntemperaturen unter Volllast dar.
Fazit
Mit dem Super Mega versetzt Kühlerspezialist Prolimatech der versammelten Konkurrenz, die gerade mühevoll den Leistungsvorsprung des Megahalems abknabbern konnte, erneut einen herben Schlag. Mit nur wenigen gezielten Veränderungen zum Erfolgskühler ist es Prolimatech dabei gelungen, die beeindruckende Charakteristik des Megahalems noch einmal zu verbessern.
Konkret konnten die Kühlleistungen im aktiven sowie semipassiven Betrieb nochmals gesteigert werden. Während mit einzelner sowie doppelter 120-mm-Belüftung die unangefochtenen Spitzenpositionen durch den Super Mega zurück erkämpft werden, präsentiert sich der Prolimatech-Bolide nun auch semipassiv mit spürbar verbesserter Grundleistung. Auch der Einsatz von 140-mm-Ventilatoren kann bei entsprechender Abstimmung gewagt werden. In Anbetracht der vergleichsweise kompakten Abmessungen ein beeindruckendes Zeugnis für einen Towerkühler mit breitem Einsatzspektrum.
Bei aller Euphorie darf jedoch nicht vergessen werden, dass der Löwenanteil der Leistungsverbesserung in Relation zum Megahalems durch die Verwendung der schwarzen Montageschrauben erzielt wird, welche außerhalb der Intel-Spezifikationen arbeiten und damit einen Verlust der Herstellergarantie bedingen. Doch selbst beim Verzicht auf diese Schrauben zählt der Super Mega zu den besten Prozessorkühlern auf Luftbasis.
Trotz dieser Superlative gibt es auch Unerfreuliches zu berichten. Zunächst sollten die Lüfterklammern unbedingt noch einmal überarbeitet werden, da wohl eine Vielzahl an Ventilatoren mit ihnen nicht problemlos genutzt werden können. Zum anderen wiegt die Ausgrenzung der AMD-Plattformen in der Serienauslieferung bei einem Produkt dieser Preisklasse schwer. Zwar können auch AMD-Anwender durch den Kauf eines optionalen Montagekits in den Super-Mega-Genuss kommen, der zusätzliche Griff ins Portemonnaie hätte hier jedoch nicht sein müssen. Andere Hersteller wie Noctua gehen hier mit entsprechend positivem Beispiel voran.
Abseits davon ist der Prolimatech Super Mega in seiner Flexibilität, seiner Kompaktheit und seiner Leistungsfähigkeit der wohl derzeit beste Luftkühler für Prozessoren und damit ein würdiger Nachfolger des Megahalems. Unsere ComputerBase-Empfehlung soll ihm dafür, zumindest für Intel-Anwender mit gehobenem Leistungsanspruch, nicht verwehrt bleiben. Ab August wird der Prolimatech Super Mega zum Preis von 69,90 Euro exklusiv bei Caseking [2] erhältlich sein.
Nützliche Links
- Prolimatech-Vertrieb [2]
- Prolimatech-Herstellerhomepage [1]
- ComputerBase-Kühlertestsystem vorgestellt [11]
Weitere Empfehlungen
- Towerkühler
- Scythe Mugen 2 [12] (hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Noctua NH-U12P [13] (hohe Leistung, super Gesamtpaket, leise, etwas teuer)
- Thermolab Baram [14] (hohe Kühlleistung, flexibel, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- EKL Alpenföhn Nordwand [15] (für hohe Drehzahlen, auf AMD-Sockeln „richtig“ montierbar)
- Noctua NH-D14 [16] (Aktiv- und Passivleistung, sehr gutes Gesamtpaket, teuer und groß)
- Prolimatech Megahalems [17] (Aktiv- und Passivleistung, ohne Lüfter, recht teuer)
- Coolink Corator DS [18] (Aktiv- und Passivleistung, Doppeltower mit gutem Gesamtpaket)
- Scythe Yasya [19] (sehr hohe Performance aktiv, Towerkühler mit gutem Gesamtpaket)
- Prolimatech Armageddon [20] (120- und 140-mm-Lüfter, klasse Qualität, ohne Lüfter geliefert)
- Alpenföhn Matterhorn [21] (Hohe Leistung und gutes Gesamtpaket)
- Scythe Mugen 2 [12] (hohe Leistung, vielseitig einsetzbar, sehr groß)
- Top-Blow-Kühler
- Thermalright AXP-140 [22] (Low-Profile für HTPCs geeignet, für 120- und 140-mm-Lüfter)
- Noctua NH-C12P [23] (hohe Leistung als Top-Blow-Kühler, super Gesamtpaket, etwas teuer)










