ComputerBase

Test: Scythe Yasya CPU-Kühler

von Martin Eckardt

Einleitung

Seit dem Mugen 2 [1] vor gut einem Jahr konnte der japanische Traditionshersteller Scythe nicht mehr nennenswert im Kampf um die Kühlerkrone eingreifen. Dennoch begeistert der Mugen 2 trotz nicht mehr referenzträchtiger Grundleistung noch heute die Anwender durch sein gut abgestimmtes, qualitativ ansprechendes Gesamtpaket, den hochwertigen, leisen Serienlüfter, die plattformübergreifende Montierbarkeit und nicht zuletzt den im Vergleich zur Konkurrenz sehr günstigen Preis. Pünktlich zur Cebit 2010 legen die Japaner nun nach und präsentieren mit dem Yasya einen neuen potentiellen Gipfelstürmer im 120-mm-Towergewand. Seine außergewöhnlichen Lamellenformen, sechs Heatpipes und ein spezieller, in verschiedenen Drehzahlbereichen PWM-regulierter Slip-Stream-Lüfter sollen ihm dabei helfen. Ob der Scythe Yasya die aktuellen Spitzenreiter Prolimatech Magahalems und Noctua NH-D14 ins Schwitzen bringen kann, wollen wir in gewohnter Manier herausfinden.

Lieferumfang

Scythe Yasya Lieferumfang
Scythe Yasya Lieferumfang

Im Lieferumfang des neuen Scythe Yasya befinden sich neben dem Kühlkörper ein Scythe-Lüfter aus der Slip-Stream-Serie im 120-mm-Format inklusive Slotblenden-Potentiometer zur Bestimmung des PWM-Arbeitsbereiches, das Montagematerial für AMD (Halteklemmern) und Intel (Push-Pins), eine Installationsanleitung mit deutschem Sprachteil sowie eine kleine Tüte Wärmeleitpaste.

Technische Eckpunkte

Kühler im Detail

Mit dem Yasya hat sich Scythe wieder etwas einfallen lassen und stattet den Neuling auf Basis etablierter Towerbauweise mit sehr extravaganter Lamellenbestückung aus. Insgesamt 54 Aluminiumeinheiten bilden eine wellenartig gezackte Angriffsoberfläche für die auftreffende Luft. Dadurch erhofft sich Scythe ein effizienteres Einströmen der Luft ohne Verwirbelungen, sodass trotz des geringen Lamellenabstands von etwa 1,5 Millimetern auch bei geringen Drehzahlen noch gute Kühlleistungen erreicht werden können.

Scythe Yasya Verpackung
Scythe Yasya Verpackung
Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler

Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler

Sechs zueinander leicht versetzte 6-mm-Heatpipes bilden in gewohnter U-Aufbiegung den Grundstein für den Wärmetransport von der spiegelnd vernickelten, dünnen Vollkupferbasis zum Radiator. Ihre oberen Enden wurden stilvoll mit zum kantigen Gesamtdesign passenden Heatpipe-Kappen versehen. Ein kleiner Zusatzkühlkörper über der Basis erhöht die effektive Kühlfläche und verleiht dem etwa 850 Gramm schweren Boliden einen niedrigen Schwerpunkt. Im Allgemeinen wirkt der Scythe Yasya sehr robust und präsentiert sich qualitativ auf hochwertigen Niveau.

Ungewöhnliche Lamellenfront
Ungewöhnliche Lamellenfront

Aufgrund der symmetrischen Grundgestalt können bis zu zwei 120-mm-Lüfter am Yasya montiert werden. Die Anbringung erfolgt dabei mit Hilfe von Drahtbügeln, welche am Lamellenkörper sowie am Lüfterrahmen eingespannt werden. Leider sitzen diese dünnen Drähte beim Yasya sehr straff und lassen sich daher nur unter größerer Anstrengung mit Nervenstärke nicht wirklich komfortabel einrasten. Hier hat die Konkurrenz, beispielsweise Noctua beim NH-D14 [4], zum Teil deutlich leichtgängigere und anwenderfreundlichere Lösungen vorgestellt.

Vernickelt verspiegelte Basis
Vernickelt verspiegelte Basis
Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler

PWM-Lüfter mit Slot-Blenden-Potentiometer
PWM-Lüfter mit Slot-Blenden-Potentiometer
Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler

Neben der ungewöhnlichen Lamellengestaltung zählt die Serienbelüftung klar zu den Besonderheiten des Yasya. Hier setzt Scythe auf ein neu gestaltetes Modell aus der Slip-Stream-Familie, das auf Basis des beigefügten Slotblenden-Drehpotentiometers motherboardseitige PWM-Regulierung in verschiedenen Drehzahlbereichen zulässt. So arbeitet der 120-mm-Lüfter in der „Low“-Position des Potentiometers in einem PWM-Spektrum von leisen 470 und 1.340 U/min. Mit „High“-Einstellung kommen leistungsorientierte Anwender zwischen 740 und 1.900 U/min auf ihre Kosten. Natürlich können stufenlos auch die Bereiche zwischen diesen Extremen gewählt werden, sodass der Kunde dem Yasya ein auf die persönlichen Wünsche zugeschneidertes Regelkonzept verleihen kann.

Montagebesonderheiten

Haltebügel für AMD und Intel
Haltebügel für AMD und Intel

Beim Montagekonzept vertraut Scythe wieder auf einen werkzeuglosen Mechanismus, bei welchem die Halterungen für AMD oder Intel einfach an der Kühlerbasis eingeklickt werden. Das geht zwar etwas schwergängig, erfordert jedoch keine weiteren Hilfsmittel und ist schnell erledigt. Mit lediglich zwei Systemen bedient man darüber hinaus alle aktuellen und eine Vielzahl vergangener AMD- sowie Intel-Sockel. Möglich machen dies das bewährte Klammersystem für AMDs Retentionmodule sowie diagonalenveränderliche Push-Pins für die symmetrischen Intel-Plattformen. Leider ist eine freie Ausrichtung wieder nur bei Intel gegeben, während AMD-Anwender an die Motherboardposition des Sockels gebunden sind, welche meist eine in den meisten Fällen etwas leistungsschwächere Arbeitsrichtung des Kühlers respektive Blasrichtung des Lüfters zum Gehäusedeckel bzw. zur Grafikkarte vorgibt.

Cliphalterungen ohne Werkzeug
Cliphalterungen ohne Werkzeug
Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler

Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler
Lüfterhalterung per Drahtbügel
Lüfterhalterung per Drahtbügel

Die Montage selbst sollte aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse bei ausgebautem Motherboard stattfinden. Dabei wird zunächst der Kühlkörper ohne Lüfter auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt und entsprechend des Haltemechanismus' fixiert. Bei den Intel-Push-Pins signalisiert ein klares Einrastgeräusch den sicheren Sitz der Pins, während die AMD-Klammern ihren vollen Anpressdruck durch Umlegen zweier Hebel generieren.

Mit einer Bauhöhe von etwa 160 mm passt der Scythe Yasya nicht in jedes Gehäuse. Vor dem Kauf sollte man sich daher über etwaige Inkompatibilitäten informieren.

Testsystem

Taktgeber unserer aktuellen, realen Messplattform ist Intels Core i7 920 „Bloomfield“ [5]. Die beliebte Quad-Core-CPU generiert im Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt V-Core) laut Datenblatt 130 Watt bei voller Auslastung und liegt damit auf dem Niveau unseres Vorgänger-Prozessors, dem Intel Core 2 Extreme QX6700 „Kentsfield“ (2,66 GHZ, 1,35 Volt V-Core). Als Hauptplatine kommt dazu passend Intels DX58SO „Smackover“ zum Einsatz, das wir ebenfalls bereits im Bericht [6] zum Intel Core i7 vorgestellt haben.

Großzügige Sockel 1366-Testplattform
Großzügige Sockel 1366-Testplattform
Intel DX58SO Extreme Motherboard und Intel Core i7-920 CPU
Intel DX58SO Extreme Motherboard und Intel Core i7-920 CPU
Abgeschottetes Netzteil: Lian Li Silent Force 650
Abgeschottetes Netzteil: Lian Li Silent Force 650

Als passendes Gehäuse für die Testzusammenstellung im geschlossenen, stehenden ATX-System stellt uns Caseking mit dem Silverstone TJ-09S [7] eine räumlich üppig dimensionierte Basis zur Verfügung. Neben dem großzügigen Platzangebot ist dabei vor allem die Position des Netzteils am Gehäuseboden entscheidend für faire Testbedingungen, da der Lüfter unseres 650-Watt starken Lian-Li-Silent-Force-Netzteils dort keine mitbelüftende Wirkung auf die Prozessorkühler entfalten kann. So arbeitet als einziger Gehäuselüfter mit dem Scythe-S-Flex 800 ein leises 120-mm-Modell rückseitig ausblasend und unterstützt die CPU-Kühlung in den aktiven sowie semipassiven Testmodi.

Damit sind die wichtigsten Eckpfeiler des Systems, das sich in der Gesamtübersicht wie folgt darstellt, zunächst umrissen:

Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.

Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Voltcraft Schallpegelmessgerät 320
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit
Anemometer zur Bestimmung der Luftgeschwindigkeit
Neue Referenzlüfter von Scythe und Noctua
Neue Referenzlüfter von Scythe und Noctua

Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers (der Lüfter wird von einem Passivnetzteil gespeist) im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich bis sehr deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.

Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Aus diesem Wert lassen sich Rückschlüsse über das vom Lüfter generierte Luftfördervolumen gewinnen.

Testsystem und -Modi

Um ein möglichst aussagekräftiges Bild über die Kühleigenschaften des Probanden zu erhalten, testen wir die jeweiligen Kühler in verschiedenen CPU-Modi, die aufgrund unterschiedlicher Taktraten und Arbeitsspannungen sowie Gehäusebelüftungsintensitäten manigfaltige Aufgaben an die jeweiligen Produkte richten. Während beispielsweise im „Standardmodus“ die Ansprüche an einen Retailkühler noch relativ vertretbar sind, können nur wenige Top-Kühler den Anforderungen im „Performancemodus“ bei geringer Aktivdrehzahl standhalten. Ergänzt wird die Übersicht vom „Semipassivtest“, bei welchem der CPU-Lüfter deaktiviert und lediglich die Belüftungshilfe vom einzigen Gehäuselüfter bei verschiedenen Drehzahlen gewährleistet wird. Die einzelnen Testmodi stellen sich wie folgt dar:

Modus Standard Performance Passiv 1 Passiv 2
Belüftung Aktiv Aktiv Semipassiv Semipassiv
CPU Takt 2,66 GHz 3,4 GHz 2,66 GHz 2,66 GHz
V-Core (BIOS) 1,2 V 1,4 V 1,0 V 1,0 V
V-Core (Real) 1,08 V 1,35 V 0,94 V 0,94 V
Gehäuselüfter 840 U/min 840 U/min 840 U/min 510 U/min

Abseits davon greifen wir, in Analogie zu unseren Prozessortests, zur Auslastung der CPU auf Prime95 [8] zurück, das in acht Instanzen des SmallFFT-Tests laufend zur höchsten Heizauslastung der Core i7-Test-CPU führt. Dabei geht jedem etwa halbstündigen Messlauf bis zum thermischen Gleichgewicht eine Aufwärmphase von 45 Minuten voraus. In diesen werden die Systemtemperaturen vom Diagnosetool Everest dokumentiert, wobei zur Bewertung das Mittel der Kerntemperaturmaxima über den gesamten Testlauf genutzt wird.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem

 CPU-Last (Prime95):
Passivmodus (2,66 GHz, 1,0 Volt)
168
Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt)
195
Performancemodus (3,4 GHz, 1,4 Volt)
340
 CPU-Leerlauf (Desktop):
Passivmodus (2,66 GHz, 1,0 Volt)
124
Standardmodus (2,66 GHz, 1,2 Volt)
130
Performancemodus (3,4 GHz, 1,4 Volt)
184
Angaben in Watt (W)

Die dargestellten Verbrauchsangaben beziehen sich auf das gesamte Testsystem. Die jeweiligen Differenzen zwischen CPU-Last- und -Leerlauf lassen dabei auf die Prozessor-Leistungen schließen. Entsprechend ist der Anspruch an den Kühler im Performancemodus zum Teil immens.

Lüfter und Lautstärke

Scythe Slip-Stream-Belüftung
Scythe Slip-Stream-Belüftung

Der Serienlüfter des Scythe Yasya bietet ein enorm breites Drehzahlband von etwa 470 bis 1.900 U/min. Dabei überzeugt der Bolide subjektiv mit einem insgesamt sehr harmonischen Klangbild, das auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht negativ durch aufdringliche Antriebsgeräusche auffällt. Naturgemäß dominieren oberhalb der 1.200-U/min-Marke relativ intensive Luftumschlagsgeräusche. Unter diesem Level arbeitet das Slip-Stream-Pendant jedoch sehr angenehm und generiert kaum störende Nebengeräusche. Unter etwa 900 U/min kann man aus geringen Abständen ein ganz leichtes Klackern des Rotors wahrnehmen, durch geschlossene Gehäusewände wird dieses jedoch in keinem Fall dringen. Ansonsten beweist der Lüfter nahezu lautlos und nebengeräuschsfrei agierend absolute Silent- bis Super-Silent-Fähigkeiten bei niedrigen Drehzahlen.

Die messtechnische Bewertung der Serienbelüftung fördert zwei Dinge zu Tage. Zunächst wird der Lüfter im Drehbereich unter 1.000 U/min als sehr leise bis nahezu lautlos bewertet. Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Schalldruck, auch aufgrund der zunehmenden Verwirbelungen der Luft, recht stark an.

Schalldruck / Drehzahl (frei stehend)
Schalldruck / Drehzahl (auf Kühlkörper liegend)

Die gemessenen Luftgeschwindigkeiten, generiert durch die neun Rotorblätter des Slip-Stream-Lüfters, liegen im oberen Bereich aller bisher getesteten Ventilatorexemplare. Speziell über 1.600 U/min legt der Serienlüfter des Scythe Yasya noch einmal enorm zu, was darauf hindeutet, dass das Design des Lüfters auf hohe Drehzahlen optimiert ist.

Luftgeschwindigkeit / Drehzahl

Auf Basis der Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der 120-mm-Scythe-Slip-Stream-Lüfter mit einem Außenradius von 5,8 cm und einem Rotorradius von 2,0 cm besitzt eine Durchströmfläche von etwa 93,1 cm². Daraus ergibt sich bei maximaler Drehzahl von freistehend etwa 1.900 U/min und den gemessenen 19,4 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 180,6 m³/h (Herstellerangabe: ca. 187 m³/h bei Maximaldrehzahl).

Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).

Performancevergleich

Traditionell nutzen wir zur Leistungsbewertung unserer Test-Probanden Referenzlüfter verschiedener Leistungsklassen, um die Rohperformance der Kühler bei vergleichbaren Bedingungen und Belüftungen gegenüber zu stellen. Für CPU-Kühler im 120-mm-Format kommen folgende drei Referenzlüfter zum Einsatz.

Scythe S-Flex „D“ Noctua NF-P12 Scythe S-Flex „G“
120-mm-Scythe-Referenz mit 800 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 800 U/min
120-mm-Noctua-Referenz mit 1380 U/min
120-mm-Noctua-Referenz mit 1380 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 1860 U/min
120-mm-Scythe-Referenz mit 1860 U/min
120 mm 120 mm 120 mm
840 U/min (12 Volt) 1380 U/min (12 Volt) 1860 U/min (12 Volt)
v(Luft) = 4,7 km/h v(Luft) = 8,1 km/h v(Luft) = 17,3 km/h
51,6 m³/h* 98,1 m³/h* 147,1 m³/h*
minimal wahrnehmbar akzeptabel starkes Rauschen
< 30,4 dB(A)** 37,0 dB(A)** 45,4 dB(A)**
< 30,4 dB(A)*** 33,9 dB(A)*** 41,1 dB(A)***
* aus Lüfterbauweise und v(Luft) errechnet, ** frei stehend gemessen,
*** liegend auf Scythe Orochi gemessen

Referenzbelüftung 120 mm

Mit unseren Referenzlüftern positioniert sich der Scythe Yasya etwa im Mittelfeld der getesteten Spitzenkühler. Dabei ist zu beobachten, dass der Mugen 2 bei niedrigen Drehzahlen noch leicht die Nase vorn hat, während der Yasya bei höheren Drehgeschwindigkeiten seinem Vorreiter davon zieht. Der Abstand zur absoluten Spitze bleibt im Rahmen der Messtoleranzen sowohl bei Standardtakt als auch übertaktet stets sehr gering und ist im Alltagsbetrieb kaum nennenswert.

Standardmodus mit Referenzlüftern

 Scythe S-Flex (840 U/min):
Noctua NH-D14 (zentral)
57,75
Prolimatech Megahalems
58,00
Coolink Corator DS
58,00
Corsair H50
58,25
Xigmatek Thor's Hammer
58,50
Noctua NH-U12P
58,50
EKL Nordwand
58,50
Thermalright IFX-14 (zentral)
58,50
Scythe Orochi (Tower)
58,75
Zalman CNPS 10X Quiet
58,75
CM Hyper 212 Plus
58,75
Tuniq Tower 120 Extreme
58,75
Scythe Mugen 2
59,00
Scythe Yasya
59,00
Zalman CNPS 10X Extreme
59,25
EKL Brocken
59,50
Thermolab Baram
59,50
Noiseblocker Twintec
59,50
Cogage True Spirit
60,00
Scythe Zipang 2
63,25
Thermalright AXP-140
63,50
Scythe Grand Kama Cross
63,50
 Noctua NF-P12 (1380 U/min):
Prolimatech Megahalems
54,00
Noctua NH-D14 (zentral)
54,25
Corsair H50
54,50
Xigmatek Thor's Hammer
54,75
Thermalright IFX-14 (zentral)
55,00
Noctua NH-U12P
55,25
EKL Nordwand
55,25
Coolink Corator DS
55,25
Scythe Yasya
55,25
Thermolab Baram
55,50
Tuniq Tower 120 Extreme
55,50
Scythe Mugen 2
55,75
Scythe Orochi (Tower)
55,75
Zalman CNPS 10X Extreme
55,75
CM Hyper 212 Plus
55,75
Zalman CNPS 10X Quiet
56,50
Noiseblocker Twintec
56,75
Cogage True Spirit
57,00
EKL Brocken
57,50
Scythe Zipang 2
58,75
Thermalright AXP-140
59,25
Scythe Grand Kama Cross
59,50
 Scythe S-Flex (1860 U/min):
Prolimatech Megahalems
50,25
Thermalright IFX-14 (zentral)
51,00
EKL Nordwand
51,25
Tuniq Tower 120 Extreme
51,25
Noctua NH-D14 (zentral)
51,25
Coolink Corator DS
51,25
Scythe Yasya
51,75
Zalman CNPS 10X Extreme
52,00
Corsair H50
52,00
Xigmatek Thor's Hammer
52,75
Thermolab Baram
52,75
Zalman CNPS 10X Quiet
52,75
Scythe Mugen 2
53,00
Noctua NH-U12P
53,00
Cogage True Spirit
53,25
CM Hyper 212 Plus
53,25
Scythe Orochi (Tower)
53,75
Noiseblocker Twintec
53,75
EKL Brocken
54,25
Thermalright AXP-140
54,50
Scythe Zipang 2
55,00
Scythe Grand Kama Cross
55,00
Angaben in °C

Performancemodus mit Referenzlüftern

 Scythe S-Flex (840 U/min):
Prolimatech Megahalems
94,75
Noctua NH-D14 (zentral)
95,00
Thermalright IFX-14 (zentral)
98,25
 Noctua NF-P12 (1380 U/min):
Corsair H50
86,00
Prolimatech Megahalems
86,25
Noctua NH-D14 (zentral)
86,50
Thermalright IFX-14 (zentral)
87,25
Scythe Yasya
87,25
Scythe Mugen 2
87,50
Xigmatek Thor's Hammer
87,50
Noctua NH-U12P
87,50
EKL Nordwand
87,50
Coolink Corator DS
87,75
Thermolab Baram
88,00
Tuniq Tower 120 Extreme
89,25
Zalman CNPS 10X Extreme
90,00
Zalman CNPS 10X Quiet
90,00
EKL Brocken
90,25
Cogage True Spirit
90,50
Thermalright AXP-140
95,50
Noiseblocker Twintec
97,25
Scythe Grand Kama Cross
99,00
 Scythe S-Flex (1860 U/min):
Prolimatech Megahalems
77,50
Noctua NH-D14 (zentral)
79,50
Zalman CNPS 10X Extreme
80,00
Thermolab Baram
80,00
EKL Nordwand
80,25
Corsair H50
80,50
Scythe Yasya
80,50
Thermalright IFX-14 (zentral)
80,75
Coolink Corator DS
81,00
Xigmatek Thor's Hammer
81,25
Noctua NH-U12P
81,25
EKL Brocken
81,75
Tuniq Tower 120 Extreme
82,00
Scythe Mugen 2
82,25
Cogage True Spirit
82,50
Zalman CNPS 10X Quiet
82,75
Thermalright AXP-140
86,50
Noiseblocker Twintec
88,50
Scythe Grand Kama Cross
91,50
Scythe Orochi (Tower)
93,00
CM Hyper 212 Plus
95,50
Scythe Zipang 2
99,00
Angaben in °C

Semipassiv-Betrieb

Hinsichtlich seiner Gesamtauslegung mit den vielen, eng gestaffelten Lamellen und der bei Bedarf sehr drehstarken Serienbelüftung ist der Scythe Yasya schon von den Papierdaten kein für den Lüfterlosbetrieb prädestinierter CPU-Kühler. Folgerichtig hat die Konkurrenz, und auch der Mugen 2, in diesem Modus zum Teil klare Vorteile. Es bleibt also festzuhalten, dass der Scythe Yasya für die semipassive Kühlung nur sehr bedingt geeignet ist.

Semipassivmodus mit Gehäuselüfter

 Gehäuselüfter bei 840 U/min:
Scythe Orochi (Tower)
64,75
Noctua NH-D14
67,50
Coolink Corator DS
70,75
Thermalright IFX-14
73,00
Tuniq Tower 120 Extreme
76,00
Scythe Mugen 2
79,50
Xigmatek Thor's Hammer
85,50
Noiseblocker Twintec
86,00
Scythe Yasya
88,00
Prolimatech Megahalems
88,50
Zalman CNPS 10X Quiet
89,00
Noctua NH-U12P
91,25
EKL Brocken
93,50
EKL Nordwand
94,50
Thermolab Baram
98,00
Cogage True Spirit
99,00
 Gehäuselüfter bei 510 U/min:
Scythe Orochi (Tower)
81,75
Noctua NH-D14
82,00
Coolink Corator DS
82,25
Thermalright IFX-14
87,00
Tuniq Tower 120 Extreme
89,00
Scythe Mugen 2
96,75
Angaben in °C

Serienbelüftung Verlauf

Die beste Figur, und so sollte es auch sein, macht der Scythe Yasya mit der Serienbelüftung des Herstellers. Bei gleicher Drehzahl zeigt er mit der Slip-Stream-Ausstattung etwa ein bis zwei Kelvin niedrigere CPU-Temperaturen, als mit unseren Referenzlüftern. Diese Tatsache katapultiert den Japaner in der Gegenüberstellung ein ganzen Stück nach vorne, sodass nur Megahalems (mit Scythe S-Flex-Ausstattung) und NH-D14 (mit 140-mm-Zentrallüfter) einzeln belüftet noch bessere Werte abliefern.

Standardmodus mit Serienbelüftung / Drehzahl
Performancemodus mit Serienbelüftung / Drehzahl

Fazit

Angesichts relativ stagnierender technischer Entwicklungen bei den Towerkühlern war es für Scythe gewiss nicht einfach, die großen Fußstapfen, die ein Mugen 2 durch sein gelungenes Gesamtpaket und seine gute Performance hinterlassen hat, mit einer Neuentwicklung noch zu erweitern. Mit dem Yasya hat man es dennoch geschafft, einen charakteristischen CPU-Kühler zu kreieren, der vielseitig einsetzbar ist und durchaus das Potential besitzt, an die Beliebtheit des Mugen 2 anzuknüpfen.

Für diese Einschätzung zeichnet sich in erster Linie die sehr gute Kühlleistung in Zusammenarbeit mit dem Serienlüfter verantwortlich. Über ein enorm breites Drehzahlspektrum liefert der Yasya niedrige Temperaturen auch bei hoher thermischer Belastung. Dabei liegen seine absoluten Stärken im Drehzahlbereich über 1.000 U/min, jedoch bricht er auch darunter nicht übermäßig ein, sodass dem Anwender ein sehr flexibler Kühler zur Seite steht, der lediglich den Semipassivbetrieb, also ein Agieren ohne direkt am Kühlkörper fixierten Lüfter, nicht so gern mag.

Apropos Lüfter: Mit der besonderen Slip-Stream-Serienausstattung haben die Japaner ein weiteres Argument für den Yasya geschaffen. Mit Hilfe eines Slotblenden-Drehpotentiometers kann zwischen imposanten 470 und 1.900 U/min grob das Geschwindigkeitsspektrum bestimmt werden, in welchem PWM-gesteuert gearbeitet werden soll. Abseits davon ist natürlich mit einer externen Lüftersteuerung die Drehzahl auch ohne PWM manuell veränderbar. Damit werden von Scythe nahezu alle Geschmäcker, vom Leisetreter bis zum Performanceliebhaber, bedient. Darüber hinaus arbeitet der Serienlüfter angenehm laufruhig und nebengeräuschsarm.

Scythe Yasya CPU-Kühler
Scythe Yasya CPU-Kühler

Kritikpunkte lassen sich zum einen an der Drahtbügel-Befestigung des Lüfters, die doch sehr stramm sitzt und deutlich montagefreundlicher geformt sein könnte, sowie an der Art der Sockel-Installation anbringen. Letztere ist zwar auf Basis weniger Bauteile für eine große Bandbreite an Plattformen ingenieurtechnisch durchaus clever gelöst, angesichts von über 800 Gramm Kühlergewicht würden sich viele Intel-Anwender jedoch eine mit dem Motherboard verschraubende Rückplattenlösung, AMD-Besitzer eine auf ihren Hauptplatinen ideal auszurichtende Installationsform wünschen.

Abseits dieser Charaktereigenschaften hat Scythe mit dem Yasya einen wirklich sehr guten, qualitativ überzeugenden Prozessorkühler in einem harmonischen Gesamtpaket nachgelegt, der auch Dank der fairen Preisgestaltung unsere ComputerBase-Empfehlung einstreichen kann. Der Yasya wird ab Mitte März zu Straßenpreisen von unter 40 Euro zu erstehen sein.

Empfehlung (03/10)
Empfehlung (03/10)

Nützliche Links

Weitere Empfehlungen

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_scythe_mugen_2_cpu-kuehler/
  2. http://www.scythe-eu.com/
  3. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a510765.html
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_noctua_nh-d14_cpu-kuehler/2/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2008/test_intel_core_i7_920_940_965_extreme_edition/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2008/test_intel_core_i7_920_940_965_extreme_edition/4/#abschnitt__mainboards
  7. http://www.caseking.de/shop/catalog/Gehaeuse/Silverstone/SST-TJ09-Serie/Silverstone-TemJin-SST-TJ09S-silver::5964.html
  8. http://www.computerbase.de/downloads/software/systemueberwachung/prime95/
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_sechs_high-end-kuehler/
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_scythe_mugen_2_cpu-kuehler/
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_noctua_cpu-kuehler_nh-u12p/
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_thermolab_baram_cpu-kuehler/
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_ekl_alpenfoehn_nordwand_cpu-kuehler/
  14. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_noctua_nh-d14_cpu-kuehler/
  15. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_prolimatech_megahalems_cpu-kuehler/
  16. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2010/test_coolink_corator_ds_cpu-kuehler/
  17. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2009/test_thermalright_axp-140_cpu-kuehler/
  18. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2008/test_noctua_nh-c12p_cpu-kuehler/
Copyright © 1999–2012 ComputerBase GmbH