Einleitung
Silverstone entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem Hersteller, der weltweit mit Computergehäusen, Netzteilen und Zubehör vertreten ist. Nachdem wir im April 2008 bereits das SG03-Sugo unter die Lupe genommen haben [1], widmen wir uns in diesem Test nun dem SG04B-FH. Das kompakte Gehäuse verbindet schlichtes Design und, dank des massiven Tragegriffs, maximale Mobilität mit dem eigenen Wunschsystem basierend auf einem Micro-ATX-Mainboard. Der heutige Test wird zeigen, ob Silverstone mit dem SG04B-FH an die Erfolge des Vorgängers anknüpfen kann.
Lieferumfang und Daten
- Material: Außenhülle aus Stahl, Front aus Aluminium
- Abmessungen: ca. 417 x 200 x 347 mm (H x B x T)
- Gewicht: etwa 6,01 kg
- ein 5,25"-Front-Laufwerkschacht und ein 3,5"-Laufwerkschacht (intern)
- zwei 3,5"-Laufwerkschächte (intern)
- zwei 120-mm-Lüfter (1.200 U/min) mit Drehzahlüberwachung
- Mainboard-Formfaktoren: Micro-ATX
- zwei USB-, zwei Audio- und ein FireWire-Anschluss in der Front
Neben den üblichen Schrauben und einer Anleitung gehören eine Abdeckung für den 5,25"-Laufwerkschacht, ein Verlängerungskabel für den Stromanschluss des Prozessors, zwei Paar Haltestreben für 3,5"-Festplatten, sowie zwei aufklebbare Kabelhalterungen und ein doppelseitiges Klebeband zum Lieferumfang.
Ausstattung außen
Silverstone geht bei vielen Produkten gestalterisch einen eigenen Weg. Oftmals überrascht der Hersteller, der seinen Hauptsitz in Taiwan hat, mit innovativen Konzepten und Designs. Das hat nicht zuletzt unser Test zum Raven 2 gezeigt [2].
Auf den ersten Blick wirkt das SG04B-FH sehr kompakt und gleichzeitig massiv. Für letzteres sorgt in erster Linie der Tragegriff. Gefertigt aus drei Millimeter starkem Aluminium und von Vorne nach Hinten in der Breite deutlich abnehmend, sorgt er dafür, dass man das gesamte System stets fest im Griff hat. Optisch passt dieser Griff mit seinen fünf gefrästen Löchern leider absolut nicht in das ansonsten so schlichte Design des Sugo.




Die Front bietet im oberen Bereich Platz für ein 5,25"-Laufwerk und wird von einer kleinen seitlichen Tür und einer großen festgeschraubten Tür gebildet. Zunächst wirkt der Laufwerkschacht etwas klein, jedoch entpuppt sich dieser als weitere Klappe, die sich seitlich öffnet. Das Laufwerk wird dann dahinter montiert. Mit dem beiliegenden doppelseitigen Klebeband und der Abdeckung aus gebürstetem Aluminium integriert sich ein optisches Laufwerk in das Design der Front. Hinter der kleinen Tür an der linken Seite befinden sich neben dem Port-Kit, welches zusätzlich zu den inzwischen standardmäßigen zwei USB- und Audioanschlüssen sogar einen FireWire-Anschluss enthält. Auch der Resetschalter und ein externer 3,5"-Laufwerkschacht sind nur zu erreichen, wenn diese Tür zur Seite geklappt wird – praktisch wie wir finden, so bleibt das schlichte Design des Gehäuses in der Regel erhalten.
Werden die beiden Schrauben der großen Tür gelöst, öffnet sich der freie Blick auf die hinter der Front eingebauten zwei 120-mm-Lüfter, welche für ausreichend Luftzufuhr im Innenraum sorgen sollen. Beide Lüfter sind an einer Kunststoff-Konstruktion befestigt, die maximal zwei 120-mm-Lüfter aufnehmen kann. Damit der Innenraum nicht unnötig verstaubt, ist die gesamte Fläche der Lüfterkonstruktion mit einem Nylon-Staubfilter abgedeckt.
Was recht schnell beim Erkunden auffällt (und das ist aktuell ein häufig vertretenes Phänomen), ist das wahllose Misch-Masch aus werkzeuglosen Konzepten und jenen, die den Einsatz von Werkzeug unverzichtbar machen. So müssen bei der Tür in der Front zunächst zwei Schrauben gelöst werden, um dann praktischer Weise per Clip und somit ohne Werkzeug die Lüfterkonstruktion vom Chassis zu lösen.







An der Rückseite erhält der Käufer bereits eine Antwort auf die Frage, wie bei der geringen Größe dieses Gehäuses ein ATX-Netzteil untergebracht werden soll: Es befindet sich im eingebauten Zustand neben dem Prozessor. Der obere Bereich bildet eine weitere Besonderheit, denn dort ist eine zusätzliche Slotblende angebracht, wie sie sonst für die Erweiterungsslots des Mainboards eingesetzt wird. Ein pfiffiges Konzept, denn dort kann eine eventuell mit dem Prozessorlüfter mitgelieferte Lüftersteuerung bequem untergebracht werden. Darunter befinden sich die bereits erwähnte Öffnung für das Netzteil nebst ATX-Blende des Mainboards und vier zusätzliche Erweiterungsslots hinter einer angeschraubten Abdeckung. Alle freien Flächen wurden von Silverstone mit Entlüftungslöchern ausgestattet und auch die vorinstallierten Slotblenden lassen die Wärmeabfuhr aus dem Inneren zu.



Die Seitenwände bestehen genau wie der Deckel und die Front aus gebürstetem Aluminium und wirken nach der Demontage wie Spielzeug. Da sie nur geringe Abmaße haben und dem Gehäuse keinerlei Stabilität verleihen müssen, sind die Seitenwände sehr dünn und somit leicht. Ein großer Teil der linken Seitenwand besteht aus Lochgitter, sodass das dahinter montierte Netzteil kalte Luft von der Außenseite beziehen kann. Aufgrund der Tatsache, dass hochgezüchtete Prozessoren und Grafikkarten eine relativ große Wärmeentwicklung aufweisen, kann das Netzteil im SG04B-FH Sugo aber auch mit dem Lüfter zum Prozessor gerichtet angebracht werden und sorgt auf diese Weise für die Entlüftung des Innenraums. Zu guter Letzt ist die rechte Seitenwand aus Vollmaterial gefertigt und das schwarze gebürstete Aluminium macht optisch richtig was her.
An der Verarbeitung gibt es beim SG04B-FH Sugo rein gar nichts auszusetzen. Das Gehäuse ist durch und durch in hochwertigen Produktionsverfahren hergestellt, äußerst stabil, beide Seitenwände rasten fest und zuverlässig am Chassis ein und so macht auch dieser Sprössling aus dem Hause Silverstone durchweg eine gute Figur.
Ausstattung innen
Nachdem die Außenhülle des Silverstone Micro-ATX Gehäuses mit edlen Materialien und einer hochwertigen Verarbeitung überzeugen konnte, zeigt sich der Innenraum, der baugleich mit dem des SG03 ist, zumindest in Bezug auf die Materialien eher von der diskreten Seite. Er besteht zu einem Großteil aus Stahl und erscheint in der dafür typischen Farbe: Stahlgrau.
Damit das Netzteil neben dem Mainboard zuverlässig in seiner Position gehalten werden kann, befinden sich sowohl an der Rückseite als auch an der Unterseite des 5,25"-Laufwerkschacht Führungsschienen, sodass zum Festschrauben bequem beide Hände genutzt werden können, da das Netzteil auf den Schienen aufliegt und nicht festgehalten werden muss.
Der Boden wird durch die beiden Festplattenhalterungen gebildet, welche zum Ein- und Ausbau der 3,5"-Festplatten von der Unterseite aus abgeschraubt und schließlich nach unten herausgenommen werden. Die Halterungen sind aus ein Millimeter starkem Aluminium gefertigt und bilden gleichzeitig jeweils einen „Standfuß“ des SG04B-FH. Auch hier ist wieder eine Mischung aus werkzeugloser und Werkzeug benötigender Installation zu finden, so müssen an beiden Festplattenhaltern zunächst zwei Schrauben gelöst werden, um sie vom Chassis zu trennen. Anschließend können die Speichermedien mit Hilfe zweier Seitenleisten, die sich im Lieferumfang befinden, eingeschoben werden.







Bevor jedoch überhaupt ein Mainboard eingebaut werden kann, ist erst der verbaute Halter für ein extern gerichtetes 3,5"-Laufwerk zu demontieren. Dieser Haltebügel ermöglicht es, versteckt hinter der kleinen Tür in der Front beispielsweise eine dritte Festplatte, einen Kartenleser, eine kleine Lüftersteuerung oder noch ein Diskettenlaufwerk zu verbauen.
Leider wird im vollständig montierten Zustand der gesamte Innenraum von der Hardware belegt, sodass zum Beispiel im Mainboard-Tray keinerlei Öffnungen zur versteckten Kabelführung zu finden sind. Somit lässt sich ein gewisses Maß an „Kabelsalat“ leider nicht vermeiden.
In der Front befinden sich schlussendlich die bereits erwähnten 120-mm-Lüfter, welche durch ein Lüftergitter sicher vor sich im Innenraum befindenden Kabeln geschützt sind. Wird nur ein Lüfter verwendet, so kann dieser in sieben verschiedenen Positionen von oben nach unten angebracht werden. Somit ist sichergestellt, dass er stets richtig auf die Komponenten ausgerichtet ist, die die meiste Kühlung benötigen. Auch wenn zwei Lüfter verwendet werden, ist es immerhin noch möglich beide Lüfter etwas höher oder tiefer anzubringen.






Grundsätzlich bestätigt der Innenraum das, was die Außenhülle bereits versprochen hat: hohe Verarbeitungsqualität und interessante Konzepte, die sich im weiteren Testverlauf von der praktischen Seite aus beweisen müssen.
Erfahrungen
Angesichts der kompakten Bauweise sind kleinere Probleme beim Einbau der Hardware wohl vorprogrammiert. Diese Vermutung bewahrheitet sich bereits bei der Installation des Mainboards. So können nicht alle Schrauben optimal angezogen werden, da zum Beispiel die Innenkonstruktion des 5,25"-Laufwerks der Auflagefläche für das Netzteil im Wege stehen. Ähnlich setzt sich dies beim Einbau der Grafikkarte fort. Wird eine Karte installiert, welche die volle Länge des SG04B-FH ausnutzt, muss zunächst die Front-Tür aufgeschraubt und anschließend die Lüfterkonstruktion entnommen werden, erst dann kann man die Grafikkarte einsetzen. Bei unserem Testsystem ergab sich genau an dieser Stelle ein weiteres Problem rund um die Grafikkarte – oder eher gesagt am Ende der Grafikkarte. So stand dem Einbau der untere Lüfter in der Front im Wege. Da die beiden Stromanschlüsse unserer Karte in Richtung der Gehäusefront platziert sind, war es nicht möglich, beide Lüfter und die Grafikkarte gleichzeitig zu betreiben.
Ein grundlegendes Platzproblem tritt auch bei der Wahl des Prozessorkühlers auf, denn dieser darf wegen des daneben befindlichen Netzteils maximal 80 mm hoch sein. Zwar gibt es eine Vielzahl an Prozessorkühlern auf dem Markt, die diese Spezifikationen erfüllen, allerdings geht dabei schnell ein stimmiges Verhältnis zwischen Kühlleistung und Geräuschentwicklung verloren.



Einen durchweg positiven Eindruck hinterlässt das Port-Kit. Auf der einen Seite bietet es mit den bekannten zwei USB- und Audioanschlüssen und dem zusätzlichen FireWire-Anschluss ein hohes Maß an Komfort, auf der anderen Seite können aber alle nicht benötigten Ports im Innenraum entfernt werden. Wer also keinen FireWire-Anschluss auf seinem Mainboard zur Verfügung hat, kann dieses Kabel einfach von der Platine abziehen und reduziert auf diese Art und Weise die zwangsläufig im Innenraum entstehende Unordnung.



Viele Käufer möchten gerne ein High-End-System auf engstem Raum betreiben, weshalb sich ein Gehäuse durch den verfügbaren Platz für Grafikkarten auszeichnen kann. Gerade auch in Hinblick auf die kürzlich erschienene neue Grafikkartengeneration wird dieses Testkriterium fortwährend wichtiger. Mit etwa 29,6 cm Platz könnte das SG04B-FH Sugo problemlos mit seinen großen Konkurrenten mithalten. Diese Länge steht allerdings nur dann zur Verfügung, wenn die Grafikkarte ihre Stromanschlüsse an der oberen Längsseite besitzt und in der Front kein Lüfter diesen Bereich blockiert. Werden beide Frontlüfter betrieben, reduziert sich der vorhandene Platz um etwa zweieinhalb Zentimeter plus etwa drei weitere Millimeter durch das mitgelieferte Lüftergitter, sodass das Sugo letztlich 26,8 cm Platz für Grafikkarten bietet.
Länge aktueller Grafikkarten
Angaben in Zentimeter (cm)
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Um einen Gesamtüberblick über alle bisher getesteten Gehäuse zu geben, befindet sich eine vollständige Liste im unten angefügten Klapptext.
Ewige Liste Grafikkarten
Angaben in Zentimeter (cm)
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Testsystem im Betrieb
Das Testsystem im Detail:
AMD Phenom II X4 940 Black Edition mit Scythe Big Shuriken (1.800 U/min)
Gigabyte MA785GM-US2H
2 x 1.024 MB Corsair XMS2 DDR2-800
GeForce 9800 GTX+ mit Scythe Musashi
Western Digital Caviar SE16 320GB
Enermax MODU-82+ 425 W
Die Temperaturen wurden gemessen, während das System den 3DMark Vantage [3] (Download [4]) als Dauerschleife und parallel Prime95 [5] ausführte. Die Lautstärkemessungen wurden mit einem „Voltcraft Digitales Schallpegelmessgerät 320“ durchgeführt, das Schallpegel im Bereich von 30 bis 120 Dezibel misst. Die Grundlautstärke des Messraumes lag bei subjektiv empfundener Stille unterhalb des Messbereiches, also bei weniger als 30 Dezibel. Die Entfernung betrug hierbei einen halben Meter – um der üblichen geringsten Distanz zwischen Benutzer und System nahezukommen.
Messungen
Die Voraussetzungen beim SG04B-FH Sugo mit optional zwei 120-mm-Lüftern in der Front, absaugendem Netzteil und von Entlüftungslöchern geprägter Rückwand scheinen sehr gut. Wie der Erfahrungsteil allerdings gezeigt hat, war es nicht möglich die Messungen mit beiden Lüftern in der Front durchzuführen, da es zu einer Kollision mit den Stromanschlüssen unserer Grafikkarte gekommen ist.
Die Seitenwand ist prädestiniert dafür, dem Netzteil frische Luft von der Außenseite zuzuführen. Auch wenn diese Konfiguration in den unten stehenden Messergebnissen nicht auftaucht, haben wir sie durchgeführt. Allerdings musste dieser Testdurchlauf nach wenigen Minuten abgebrochen werden, da die Grafikkarte in kürzester Zeit die Marke von 90°C überschritten hatte und erste Grafikfehler lieferte. Da es im Zusammenhang mit unserer langen Grafikkarte nicht möglich war mit beiden Frontlüftern zu testen, entschieden wir uns dafür das Netzteil warme Luft, welche ansonsten vom unteren vorderen Lüfter durch die Rückwand nach außen geführt worden wäre, absaugen zu lassen.
Doch auch diese Tests zeigen: Das Sugo hat ein Problem mit der Wärmeabfuhr. In der Konfiguration, bei der das Netzteil absaugend über dem Prozessor angebracht ist, regelte unser Netzteil-Lüfter von sonst üblichen 500 U/min auf bis zu 1.800 U/min hoch und schaffte es erst dann genügend Luft aus dem Innenraum abzusaugen. Die im Lieferumfang enthaltenen Lüfter geben bei zwölf Volt und etwa 1.200 U/min ein deutliches Rauschen von sich. Dabei ist der Luftstrom relativ stark, allerdings muss der Käufer darauf achten im Innenraum alle Kabel sorgfältig zu verlegen, um den Luftstrom nicht zu unterbrechen. Verringert man die Spannung der Lüfter auf fünf Volt, arbeitet das Silverstone SG04B-FH Sugo angenehm leise, allerdings lässt die Kühlleistung des Lüfters dann etwas zu wünschen übrig. Die Lager der Frontlüfter sind sehr gut verarbeitet und hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck – ohne nervige Schleif- oder Brummgeräusche.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Für einen Gesamtüberblick über alle bisher mit unserem Schallpegelmessgerät getesteten Gehäuse befindet sich eine vollständige Liste im Klapptext.
Ewige Liste Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Weiter oben wurde die grundlegende Problematik bei einem Gehäuse dieser Größe bereits ausführlich erläutert, dennoch liegen die Temperaturen in einem durchaus akzeptablen Bereich. Besonders im Vergleich zu den vier Midi-Towern aus dem Artikel Ende des vergangenen Jahres [6] kann das SG04B-FH auf hohem Temperaturniveau mithalten.
Systemtemperaturen
Angaben in °C
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Um einen Gesamtüberblick über alle bisher getesteten Gehäuse zu erhalten, befindet sich auch hier eine vollständige Liste im Klapptext.
Ewige Liste Systemtemperaturen
Angaben in °C
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Fazit
Mit dem SG04B-FH Sugo hat Silverstone dem Markt ein kleines handliches Gehäuse spendiert, das mit hochwertigen Materialien, einer äußerst soliden Verarbeitung und einem recht umfangreichen Lieferumfang für ordentlich Wirbel sorgt. Viele Konzepte, und dabei sind vor allem die Festplattenhalterungen hervor zu heben, sind auf intelligente Weise in das spartanische Platzangebot eingegliedert und erfüllen ihren Zweck. Über das Design lässt sich sicherlich wie so oft streiten; wer jedoch ein mobiles Gehäuse benötigt, das mit wenigen Handgriffen transportfähig ist, trifft mit dem Sugo eine gute Wahl. Unser Testsystem war rückblickend zwar etwas überdimensioniert für dieses kleine Gehäuse, dennoch war es letztendlich auch nach langen Phasen der Belastung möglich, einen wirklich kritischen Temperaturanstieg zu vermeiden.
Bei so viel Lob seien auch einige Punkte angesprochen, die negativ aufgefallen sind beziehungsweise bei denen der Käufer einen Kompromiss zwischen hardwareseitiger Leistung und gehäuseseitiger Kühlung eingehen muss. So ist es beispielsweise beliebig schwierig keinen Kabelsalat im Inneren zu verursachen (gerade auch weil die Festplatten platzsparend am Boden des Gehäuses angebracht sind und eine lange Grafikkarte unweigerlich den Weg für benötigte Anschlusskabel versperrt). Zusätzlich sollte beim Kauf neben der Grafikkartenlänge dringend auf einen geeigneten Prozessorkühler geachtet werden, um Kollisionen mit dem Netzteil zu verhindern.
Im Großen und Ganzen hat das Silverstone SG04B-FH Sugo dennoch einen positiven Gesamteindruck hinterlassen und sollte vordergründig die Käufer ansprechen, die sich auf geringstem Raum den Wunsch nach maximaler Rechenleistung erfüllen möchten und die angesprochenen Probleme dafür in Kauf nehmen wollen. Und den hohen Preis zahlen, denn der liegt mit 125 Euro fern ab von günstig.
Tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeiten:


