7 Top-Blow-Kühler im Test: Alles Gute kühlt von oben

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Martin Eckardt
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Scythe Shuriken B

Komplettiert wird unser Testfeld durch den Shuriken B aus dem Hause Scythe. Der Japaner, der für kompakte AMD- und Intel-Systeme gleichermaßen geeignet ist, stellt mit gut 20 Euro Anschaffungskosten das potentielle Schnäppchen in unserem Vergleich dar.

Als Gegenleistung erhält der Käufer einen kompakten Top-Blow-Kühler mit vorinstalliertem 100-mm-Serienlüfter, Montageclips für die gängigen Desktop-Plattformen, eine mehrsprachige Installationsanleitung sowie eine Tüte Wärmeleitpaste für den Ersteinsatz.

Scythe Shuriken Rev. B – Verpackung
Scythe Shuriken Rev. B – Verpackung
Überschaubarer Lieferumfang beschränkt sich auf Montageteile
Überschaubarer Lieferumfang beschränkt sich auf Montageteile
Scythe Shuriken Rev. B als günstiger Low-Profile-Kühler
Scythe Shuriken Rev. B als günstiger Low-Profile-Kühler

Um den vergleichsweise niedrigen Verkaufspreis realisieren zu können, reduziert Scythe den Materialeinsatz in Form dünn geschnittener Aluminiumlamellen und einer relativ flach gestalteten 2-mm-Bodenplatte aus Kupfer. Damit wiegt der Shuriken B ohne Lüfter lediglich 300 Gramm (mit Lüfter 360 Gramm), während der von seinen Abmessungen her nahezu gleich aufgestellte Prolimatech Samuel 17 immerhin 100 Gramm mehr auf die Waage bringt.

Der Shuriken B wartet mit drei nicht vernickelten 6-mm-Heatpipes auf, welche in U-Aufbiegung zentral zwischen der Bodenplatte und dem zusätzlichen Aluminiumkühlkörper eingebracht sind und ihre jeweiligen Enden als Träger des Lamellenkörpers formieren. Dieser besteht aus 56 Aluminiumeinheiten im 1,5-mm-Abstand, die halbseitig mit den Heatpipe-Ausläufern verlötet sind. Der Hauptradiator besitzt Abmessungen von 105 × 100 × 15 mm und kann mit 92- oder 100-mm-Lüftern bestückt werden.

Scythe vernickelt die Kupferbodenplatte seiner Kühler
Scythe vernickelt die Kupferbodenplatte seiner Kühler
Die Lüfterbefestigung wird über sehr stramme Drahtbügel realisiert
Die Lüfterbefestigung wird über sehr stramme Drahtbügel realisiert
Drei Heatpipes genügen dem Shuriken
Drei Heatpipes genügen dem Shuriken

Das verwendete Serienmodell (SY1012SL12H) besitzt bei einer Höhe von nur 12 mm das entsprechend größere 100-mm-Kantenformat. Der Lüfter wird mit Hilfe von sehr stramm sitzenden Drahtbügeln an den Kühlkörper gepresst, wobei auf Möglichkeiten zur Schwingungsentkopplung verzichtet wird.

Im PWM-Betrieb agiert der Lüfter aus der „Kaze-Jyu-Slim“-Serie im Drehzahlbereich zwischen 650 und 2.200 U/min und fördert dabei laut Datenblatt maximal 54 m³/h.

Flacher Lüfter mit vielen kleinen Rotorblättern
Flacher Lüfter mit vielen kleinen Rotorblättern
Scythe setzt als einziger noch auf Push-Pins
Scythe setzt als einziger noch auf Push-Pins
Scythe Shuriken nimmt wenig Platz im Gehäuse ein
Scythe Shuriken nimmt wenig Platz im Gehäuse ein

Scythe verzichtet bei der Befestigung des Shuriken B auf eine direkte Verschraubung des Kühlers mit der Hauptplatine. Stattdessen wird der Japaner mit spezifischen Clips ausgestattet, welche für AMD-Sockel auf 2-Punkt-Ösen in Kombination mit dem Serien-Retention-Modul und für neuere Intel-Plattformen auf den Push-Pin-Mechanismus zurückgreifen. Damit entfällt für die Montage des Shuriken B ein potentieller Ausbau der Hauptplatine aus dem Gehäuse.