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Test: ELSA Gladiac 920

von Steffen Weber

Vorwort

Nachdem wir schon vor einigen Wochen eine GeForce3 aus dem Hause Inno3D einem Test unterzogen haben, kommt nun eine GeForce3 aus der renommierten Grafikkarten-Schmiede Elsa in unsere Testlabors. Dabei ist vor allem interessant, wie sich Elsa, der offizielle Partner von nVidia, gegen die noch recht unbekannte Firma Inno3D mit Sitz in Hongkonk behaupten kann. Zudem werden wir noch eine GeForce2 Ultra zum Vergleich bei den Benchmarks heranziehen. Da wir schon in dem Review der GeForce3 von Inno3D ausführlich auf die neuen Features des GeForce3 eingegangen sind, werden wir uns hier ausschließlich auf den Test der Grafikkarte konzentrieren.

Lieferumfang

Hinter der optisch ansprechenden Verpackung verbirgt sich für Elsa typisch auch einiges an Inhalt. Man findet ein Mauspad, ein Handbuch, einen Beipackzettel mit Support-Informationen (und veralteten Telefonnummern), einen TV-Out auf Video-In Adapter, das Spiel Giants in einer für den GeForce3 optimierten Version, die DVD-Abspielsoftware ElsaMovie 2000, eine AOL-Werbe-CD und natürlich die Grafikkarte selbst in der Verpackung vor. Das Handbuch ist in 8 Sprachabschnitte aufgeteilt, trotzdem ist die Anleitung vollständig und unkompliziert. Von dem Einbau der Grafikkarte über das Installieren der Treiber und der Zuweisung eines freien Interrupts bis zu dem Aufspielen einiger AGP-Patches für Mainboards ohne Intel-Chipsatz wird alles beschrieben. Windows95-Benutzer bleiben außenvor, Linux-Anwender müssen sich mit dem Hinweis zufrieden geben, dass es im Internet jede Menge Informationen zur Treiber-Installation unter dem freien Betriebssystem gibt. Andere Hersteller verzichten hier jedoch teils ganz auf einen Hinweis. Der TV-Out auf Video-In Adapter erfüllt seinen Zweck, bei einer Länge von 10cm ist jedoch der Zukauf einer Verlängerung Pflicht und belastet somit das Portemonnaie des Kunden zusätzlich.

Die folgende Beschreibung der Treiber-CD kann leicht von dem Inhalt der heute zu erwerbenenden Grafikkarte abweichen, da es sich bei unserer Treiber-CD um eine Vorab-Version handelte. Neben den eigentlichen Treibern (nVidia Detonator-Treiber 12.00) findet man folgendes auf der CD vor: Eine Vorab-Version von 3DMark 2001, den Acrobat Reader in Version 4.0, Intel Indeo Video 5, den Windows Media Player 7.0, DirectX 8.0a, zwei Bildschirmschoner, zwei Videos zum Action-Spiel Giants, ein 46 Seiten langes allerdings englischsprachiges Handbuch im PDF-Format, einige Datenblätter und 3D-Demos wie zum Beispiel Aquanox, Chameleon und Inferno. Auf drei weiteren CDs befindet sich wie gesagt das Action-Spiel Giants (2 CDs) und ElsaMovie2000.

Die Gladiac 920 selbst sieht im Vergleich zu manchen anderen GeForce3-Grafikkarten zwar relativ unspektakulär aus, darauf kommt es aber auch nicht an. Dafür glänzt sie durch einen TV-Ausgang. Für diesen ist auf der eigentlichen Grafikkarte sogar noch eine kleine zusätzliches Platine montiert worden. Natürlich hat Elsa der Gladiac einen aktiven Lüfter für eine bessere Wärmeabfuhr spendiert. Auf diesen werden wir auf der nächsten Seite noch zu sprechen kommen. Die 64MB DDR-Speicher sind komplett an der Oberseite angebracht und haben wie alle anderen GeForce3-Grafikkarten eine Zugriffszeit von 3,8ns.

A3 vs. A5

Vor den Test haben wir überprüft, ob es sich bei dem uns von Elsa zur Verfügung gestellten Testgerät um eine GeForce3 mit dem Stepping A5 handelt. Es gab viele Spekulationen, was nVidia dazu bewegt hat, ein weiteres Stepping einzuführen. So waren zum Beispiel Gerüchte im Umlauf, dass es beim A3-Stepping Probleme mit FSAA (Full Scene Anti-Aliasing) gibt, nVidia ist bis heute bei seiner Version geblieben, dass das A3-Stepping lediglich zur Verbesserung der Chipausbeute eingeführt wurde. Bei unserer Elsa Gladiac 920 handelte es sich jedenfalls noch um ein A3-Modell, wie der nebenstehende Screenshot aus Powerstrip beweist. Von diesem Stepping sind angeblich auch noch einige Grafikkarten in den Handel gekommen und werden von vielen als Betaprodukte angesehen. Wie sich jedoch später herausstellen wird, gibt es keinen Performance-Unterschied zwischen der A3-Elsa und der A5-Inno3D-Grafikkarte.

Es gab bei dem A3-Stepping der Elsa Gladiac 920 auch keine Probleme mit FSAA, z.B. dass 4xFSAA nur die Qualität von 2xFSAA erreicht. Folgende um den Faktor 2 vergrößerte Screenshots aus dem Game 1 des 3DMark 2001 in 640x480 können dies beweisen. Auch in Sachen Performance tun sich das A3- und das A5-Stepping unter Verwendung von FSAA nichts.

Kein FSAA
Kein FSAA
2x FSAA
2x FSAA

Quincunx
Quincunx
4x FSAA
4x FSAA

GPU-Kühler

Beim Betrachten der Grafikkarten von Elsa und Inno3D fällt sofort auf, dass beide unterschiedliche Kühlkörper für den Grafikchip verwendet haben. Während der von Elsa verbaute Standard-Kühler auf eine glatte Fläche bläst, macht sich Inno3D die Vergrößerung der Oberfläche durch seitliche Aussparungen zu nutze, um die entstehende Wärme besser abführen zu können. Somit sollte der GeForce3 auf der Inno3D-Grafikkarte eine bessere Kühlung als sein Pendant auf der Elsa-Karte erhalten.

Spezifikationen

Da beide von uns verglichenen GeForce3-Grafikkarten die gleichen Spezifikationen aufzuweisen haben, soll folgende Tabelle noch mal die Unterschiede zu dem GeForce2 Ultra verdeutlichen, dessen Werte wir in unsere Benchmark-Diagramme mit einfließen werden lassen.

Vergleich der Grafikchips
Leistungsdaten GeForce2 Ultra GeForce3
Fertigungsprozess 0,18µm 0,15µm
Rendering Pipelines 4 4
Textureinheiten 2 2
Chiptakt 250 MHz 200 MHz
Speichertakt 460MHz 460MHz
Speicherinterface DDR DDR
Speicherbandbreite 7,3 GB/s 7,3 GB/s
Speicherbus 128Bit 128Bit
Speicherzugriff 4ns 3,8ns
Pixelfüllrate 1000 MPixel/s 800 MPixel
Texelfüllrate 2000 MTexel/s 3200 MTexel/s
Polygon/sec 31 Mio. 31 Mio.
T&L Engine 31 Mio. Dreiecke/s 60 Mio. Dreiecke/s
GFlops 45 76
Stromverbrauch 9W 15W

Wie man der Tabelle entnehmen kann, wird der GeForce in der fortschrittlichen 0,15µm-Fertigungstechnik produziert. Auch die Prozessor-Hersteller gehen gerade erst zu diesem Schritt über. Wie der GeForce2 verfügt der GeForce3 über 4 Rendering Pipelins und 2 Textureinheiten. Auch der Speichertakt und die damit verbundene Speicherbandbreite blieben unangetastet. nVidia liefert den Grafikkartenherstellern bei dem GeForce3 mit dem eigentlichen Grafikchip auch gleich den passenden Speicher. Dieser hat eine Zugriffszeit von 3,8 und ist somit eigentlich auch für höhere Taktraten als 460MHz ausgelegt. nVidia spezifiziert ihn aber mit 460MHz, woran sich Elsa und Inno3D halten. Erwähnenswert ist zudem, dass der GeForce3 nicht zuletzt durch die gigantische Anzahl von 57 Millionen Transistoren mit 15Watt wieder viel mehr Strom verbrät als sein Vorgänger.

Testsystem

Als Testsystem kam unser bewährter AMD Athlon 1GHz auf einem Asus A7V zum Einsatz. Als Betriebssystem wurde wieder einmal Windows 2000 mit dem neuen ServicePack 2 und den Via 4in1-Treibern in Version 4.32 verwendet. Um eventuellen Fragen betreffs des Einsatzes von Windows 2000 vorzubeugen sei hier nochmals gesagt, dass auf der WindowsNT4 bzw. der Windows2000-Architektur das bald erscheinende Windows XP aufbaut und diese Werte daher viel mehr Aussagekraft für die Zukunft haben. Zudem wird Windows 2000 auch heute schon von vielen Spielern verwendet. DirectX wurde wie zu erwarten in Version 8.0a aufgespielt. Als Grafikkarten-Treiber kamen die offiziellen Detonatoren in Version 12.41 zum Einsatz. Alle Grafikkarten wurden mit dem Takt getestet, mit dem sie ausgeliefert werden. In diesem Test entspricht dieser in allen Fällen dem von nVidia empfohlenen Chip- und Speichertakt.

Benchmarks

Um möglichst viele aktuelle und zukünftige Spiele-Engines abzudecken, haben sowohl Benchmarks, die auf DirectX 7 aufbauen als auch Benchmarks, die auf DirectX 8 aufbauen Verwendung gefunden. Natürlich kamen auch OpenGL-Benchmarks zum Einsatz, ein bekannter Vertreter dieser Gattung ist Quake 3 Arena. Man sieht, dass immer ein synthetischer und ein praxisnaher Benchmark zum Einsatz gekommen sind. Da die 2D-leistung aller GeForce-Grafikkarten bekanntlich keine Wünsche offen lässt, haben wir hier auf einen Test mit SystemMark verzichtet.

3DMark 2000

Obwohl der 3D Mark 2000 schon durch die Version 2001 ersetzt wurde, ist er als DirectX-7-Benchmark immer noch sehr gut zu gebrauchen. Er spiegelt die Leistung der Grafikkarten bei den aktuellen Spielen zwar nicht richtig wieder, gehört jedoch zu jeder Benchmark-Serie dazu.

3DMark 2000 16 Bit
3DMark 2000 16 Bit

Die beiden GeForce3-Grafikkarten liegen wie erwartet gleich auf. Die GeForce2 Ultra kann erst in höheren Auflösungen wieder das Niveau des GeForce3 erreichen, da dort das restliche System die Gesamtperformance drückt. Da der 3DMark 2000 keinen Gebrauch der GeForce3 Features macht, kann er sich keinen großen Vorsprung herausarbeiten.

3DMark 2000 32 Bit
3DMark 2000 32 Bit

Unter Verwendung von 32Bit Farbtiefe hingegen trennt sich die Spreu vom Weizen. Die GeForce2 Ultra fällt vor allem in hohen Auflösungen deutlich zurück und muss dem GeForce3 die Performance-Krone überlassen.

3DMark 2001

Der neueste Spross aus MadOnions 3D-Benchmark-Serie ist der 3DMark 2001, welcher auch Gebrauch von DirectX-8-Funktionen macht und somit auf den GeForce3 zugeschnitten ist. Dieser Benchmark ist ein Anhaltspunkt für die Leistung der Grafikkarten in zukünftigen Spielen.

3DMark 2001 16 Bit
3DMark 2001 16 Bit

Im 3DMark 2001 zeigt sich im Gegensatz zur 2000er-Version schon bei 16Bit ein deutlicher Unterschied zwischen GeForce3 und GeForce2 Ultra. Die beiden GeForce3-Grafikkarten liegen auch hier gleich auf, was dafür spricht, dass nVidia mit der A5-Revision tatsächlich nur die Chip-Ausbeute verbessert hat.

3DMark 2001 Game3 16 Bit
3DMark 2001 Game3 16 Bit

Auch wenn man nur die Werte des dritten Tests berücksichtigt liegen die GeForce3-Modelle deutlich vorne, auch wenn die Differenz nicht so groß ist wie bei der Betrachtung der vergebenen 3DMarks. In höheren Auflösungen steigt der Unterschied bis auf 13,5 Prozent an.

3DMark 2001 32 Bit
3DMark 2001 32 Bit

Bei 32Bit Farbtiefe offeriert das Diagramm wie zu erwarten war eine noch größere Differenz zwischen GeForce3 und GeForce2 Ultra. Letzterer kann durch seinen um 50Mhz höheren Chiptakt nicht so viel profitieren wie der GeForce3 durch seine DirectX8-Funktionen.

3DMark 2001 Game3 32 Bit
3DMark 2001 Game3 32 Bit

Auch beim Blick auf die Werte des Game3-Tests zeigt sich eine zunehmend größere Differenz zwischen den beiden Kontrahenten. Die 1600x1200 sind die beiden Grafikkartena uf GeForce3-Basis um knappe 37% schneller als der GeForce2 Ultra.

Aquamark

Das auf der Krass-Engine basierende Aquanox bzw. der hier zum Einsatz kommende Benchmark Aquamark machen exzessiven Gebrauch von den neuen DirectX-8-Funktionen, was vor allem der GeForce2 Ultra zu schaffen machen dürfte, welche noch auf DirectX 7 ausgerichtet ist. Die Aquanox-Programmierer versprechen, dass die Performance des fertigen Spiels nicht so mäßig sein wird wie die Frameraten aus diesem Benchmark. Daher sollte man mit einer GeForce3 oder einer der "höheren" GeForce2-Modelle in der Lage sein, Aquanox zu spielen. Die Pixel-Shader-Effekte waren während der GeForce3-Tests aktiviert.

Aquamark 16 Bit
Aquamark 16 Bit

Die in den verschiedenen Auflösungen nur minimal abnehmenden Werte der GeForce2 Ultra zeigen, dass der Grafikchip eigentlich genügend Power für diesen anspruchsvollen Benchmark hat. Seine fehlenden DirectX8-Funktionen machen ihm dabei jedoch einen Strich durch die Rechnung, sodass der GeForce3 sich sehr deutlich absetzen kann.

Aquamark 32 Bit
Aquamark 32 Bit

Unter Verwendung von 32Bit Farbtiefe zeigt sich eine ähnliche Konstellation. Auffallend ist, dass bei der GeForce3 kaum Einbrüche gegenüber 16Bit zu verzeichnen sind. Gleiches gilt für die GeForce2 Ultra.

GL Excess

GL Excess ist ein OpenGL-benchmark, der sehr geringe Anforderungen an die Hardware stellt. Szenen mit über 100 oder gar 200 Bildern pro Sekunde sind hier keine Seltenheit. Er bietet aber einige sehenswerte Effekte.

GL Excess 16 Bit
GL Excess 16 Bit

Bei 16Bit Farbtiefe kann die GeForce2 Ultra sich deutlich von den GeForce3-Modellen absetzen. Da GL Excess keinen Gebrauch von DirectX8 macht, kann die GeForce2 Ultra hier ihren um 50MHz höheren Takt in pure Performance ummünzen.

GL Excess 32 Bit
GL Excess 32 Bit

Unter 32Bit wandelt sich jedoch das Blatt. Schon in 1024x768 liegen die beiden GeForce3 knapp vorne und können diesen Vorsprung mit steigender Auflösung wenn auch nur geringfügig weiter ausbauen.

Vulpine GL Mark

Der Vulpine GL Mark ist ein streckenweise recht beeindruckender Benchmark, der, wie man aufgrund des Namens schon vermuten kann, auf OpenGL basiert. Bei diesen Tests wurden bei beiden GeFoce3-Modellen die GeForce3-Features aktiviert, welche für diese Grafikkarten neben einer besseren Darstellung einen kleinen Performance-Schub bringen.

Vulpine GL Mark 16 Bit
Vulpine GL Mark 16 Bit

Die Differenz der Frameraten der GeForce3 zur GeForce2 Ultra ist deutlich zu erkennen, wird jedoch mit steigender Auflösung nicht größer und stagniert somit. Wie in allen anderen bisher durchgeführten benchmarks liegen die Elsa Gladiac 920 (A3-Vorserien-Modell) und die Inno3D Tornado GeForce3 (A5) gleich auf.

Vulpine GL Mark 32 Bit
Vulpine GL Mark 32 Bit

Die GeForce3-Grafikkarten haben in 32Bit kaum Einbrüche gegenüber 16Bit aufzuweisen, die GeForce2 Ultra fällt hingegen weiter zurück, womit sich die Differenz auf bis zu 74% bei einer Auflösung von 1600x1200 erhöht.

Quake 3 Arena

Quake 3 Arena ist ein OpenGL-Action-Shooter mit beeindruckender Grafik. Die heutigen Grafikkarten haben keine Probleme, bei diesem Spiel hohe Frameraten zu erreichen. Selbst eine GeForce2 MX würde hier für nahezu alle Belange ausreichen.

Quake 3 Normal Details
Quake 3 Normal Details

Unter normalen Konfigurationseinstellungen kann die GeForce2 Ultra die GeForce3 in allen Auflösungen schlagen, auch wenn der Vorsprung relativ knapp ausfällt.

Quake 3 High Details
Quake 3 High Details

In 1024x768 liegen die Grafikkarten in dieser Disziplin nahezu gleich auf. Je höher man dann aber die Auflösung einstellt, desto mehr tun sich hier Unterschiede hervor, die mit 38 Prozent in 1600x1200 schon sehr deutlich ausfallen.

Quake 3 Maximum Details
Quake 3 Maximum Details

Die Max-Werte weichen erfahrungsgemäß nur minimal von den Werten mit hohen Details ab, sodass dieses Diagramm nahezu das selbe Bild wie das obenstehende offeriert. In 1024x768 liefern alle Grafikkarten in etwa wieder die selben Werte, dann kann sich aber die GeForce3 deutlich absetzen.

Unreal Tournament

Unreal Tournament basiert auf DirectX 7 und gilt als sehr CPU-lastig, die Grafikkarten haben also einen eher geringen Einfluss auf die Spielgeschwindigkeit. Dieser Ego-Shooter ist übrigens ein gutes Beispiel für Spiele, die unter Windows 9x viel schneller als unter Windows 2000 laufen. Das kann uns in diesem Fall aber egal sein, da wir ja die Leistungen der Grafikkarten untereinander auf dem gleichen System vergleichen.

Unreal 16 Bit
Unreal 16 Bit

Im UTbench kann die GeForce2 Ultra über alle Auflösungen hinweg einen minimalen Vorsprung herausholen, der jedoch fast schon nicht mehr messbar ist.

Unreal 32 Bit
Unreal 32 Bit

Auch unter Verwendung von 32Bit Farbtiefe liegt die GeForce2 Ultra sehr knapp vorne, muss sich dann aber in 1600x1200 relativ deutlich geschlagen geben. Bei allen Grafikkarten sind bis auf die oben genannte Ausnahme kaum Unterschiede zu den Werten bei 16Bit Farbtiefe auszumachen.

Overclocking

Das Übertakten einer bis aufs Letzte ausgereizten HighEnd-Grafikkarte fällt immer schwerer als das Übertakten einer künstlich beschnittenen LowEnd-Lösung à la GeForce2 MX. Daher waren unsere Erwartungen von vornherein sehr niedrig gesteckt. Nicht umsonst hat nVidia ja bei der GeForce3 den Chiptakt von 250MHz (GeForce2 Ultra) auf 200MHz herabgesetzt. Als wir dann jedoch feststellen mussten, dass wir kein einziges Megahertz mehr aus dem Grafikchip der GeForce3 heruaskitzeln konnten, waren wir schon etwas enttäuscht. Eventuell ist ja der eingangs erwähnte Standard-Kühlkörper der Gladiac 920 für diese Ursache mit verantwortlich.

Etwas mehr Glück erhofften wir uns daher beim Übertakten des Speichers. Dieser ist ja mit einer Zugrifsszeit von 3,8ns ohnehin zu höherem berufen, als mit 460MHz (DDR) sein Dasein zu fristen. Diesen konnten wir auch ohne Probleme auf 515MHz hochtakten, was immerhin einer Steigerung von 11,96 Prozent entspricht. Wie sich das auf die Performance auswirkt, sollen folgende Diagramme veranschaulichen.

Overclocking Ergebnis
  Standard Übtertaktet Steigerung
Chip-Takt 200 MHz 200 MHz 0,00%
Speicher-Takt 460 MHz 515 MHz 11,96%

Benchmarks

Die Steigerung der Bilder pro Sekunde bzw. die vergebenen Punkte haben wir bei allen verwendeten Benchmarks in den folgenden zwei Diagrammen zusammengefasst. Lediglich auf den UTBench haben wir verzichtet, da bei diesem Geschwindigkeitssteigerungen durch Overclocking fast nicht messbar sind.

Overclocking Direct 3D
Overclocking Direct 3D

Insgesamt gesehen fällt die Steigerung bei den DirectX-Benchmarks enttäuschend aus. Offenbar stellt der Speichertakt beim GeForce3 keinen Engpass dar. Eine Erhöhung des Grafikchip-Taktes hätte eventuell mehr gebracht. Lediglich in 1600x1200 ist ein deutlicher Performance-Zuwachs messbar, Aquanox kann hingegen in keiner Auflösung wirklich profitieren.

Overclocking OpenGL
Overclocking OpenGL

In OpenGL zeigt sich ein ähnliches Bild, auch hier gibt es bis auf Quake 3 keine wirklich großen Performance-Schübe. Während der Vulpine GLMark bei jeder Erhöhung der Auflösung mehr von dem gesteigerten Speichertakt profitiert, kann GExcess in 1600x1200 kaum noch Pofit daraus schlagen.

Fazit

Insgesamt gesehen ist die Elsa Gladiac 920 eine solide GeForce3-Grafikkarte, die hauptsächlich durch ihrem Lieferumfang auf sich aufmerksam macht. Neben dem TV-Out wird auch gleich ein passendes Kabel mitgeliefert. Nach dem Zukauf eines Verlängerungskabels steht dem TV-Vergnügen am PC nichts mehr im Wege. Das Actionspiel Giants wird wohl bei jedem für lange anhaltenden Spielspass sorgen. Negativ fällt jedoch die schlechte Übertaktbarkeit ins Gewicht, der Grafikchip scheint schon jetzt mit seinen 200MHz am Limit zu laufen. Die Inno3D Tornado GeForce3 ließ sich besser übertakten, Elsa hingegen überzeugt wie erwähnt durch den Lieferumfang - Punktegleichstand. Obwohl es sich bei unserem Testobjekt um eine GeForce3 Revision A3 handelte, konnten wir keine Probleme feststellen. In den Handel sollten sowieso nur A5-Modelle kommen. Mit einem Preis von 1000,- DM ist die Elsa Gladiac 920 aber sicherlich wie alle GeForce3-Grafikkarten für einen Großteil der Käufer zu teuer.

Elsa Gladiac 920
Positive Eigenschaften
  • Sehr gute 3D-Performance
  • Sehr guter Lieferumfang
  • TV-Out inkl. Adapter
Negative Eigenschaften
  • Schlechte Overclocking-Eigenschaften
  • Hoher Preis


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