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Test: Inno3D Tornado GeForce3 Ti500

von Jan-Kristian Parpart

Vorwort

Die GeForce3 Ti 500 ist eigentlich nur eine aufgebohrte und verbesserte GeForce3 und direkter Konkurrent der ATI Radeon 8500. Wir haben uns die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 genauer unter die Lupe genommen, und sie gegen die GeForce3, GeForce3 Ti 200 sowie gegen die ATI PowerMagic Radeon 8500 (LE) antreten lassen.Ob die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 der Radeon 8500 Paroli bieten kann, und wieviel schneller sie als ihre Schwestern ist, werdet ihr auf den nächsten Seiten erfahren.

Lieferumfang

Wie üblich legt Inno3D seinen Karten reichhaltig Software und Zubehör bei. Auch bei der Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 wurde hier nicht gespart. Ganz im Gegenteil, in der Box befinden sich ausser der Karte:

Ti 500 3D Ansicht
Ti 500 3D Ansicht
Ti 500 Box
Ti 500 Box
Bundle
Bundle

Das Innovision MegaPack Bundle enthält hier:

Doch schauen wir uns die Karte einmal im Detail an:

Inno3D GeForce3 Ti500 Front
Inno3D GeForce3 Ti500 Front
Inno3D GeForce3 Ti500 Back
Inno3D GeForce3 Ti500 Back
Speicherkühler mit Inno3D Logo
Speicherkühler mit Inno3D Logo

InnVision setzt einmal mehr auf schwarz-blau. Das Besondere an der Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 ist jedoch, dass die blauen Kühlkörper nun mit eigenem Inno3D Schriftzug versehen sind. Auch das PCB besteht inzwischen aus acht anstatt den bei GeForce3 Karten sonst üblichen sechs Layern. Als GPU Kühler wird wieder ein Blue Orb eingesetzt, der die Karte sehr gut kühlt. Aufgefallen ist uns auch die sehr gute Verarbeitung der Karte. Im Gegensatz zur Inno3D Tornado GeForce3 liegen die Kühlkörper näher an den Speicherchips, was wohl aus einer geänderten Befestigungsmethode resultiert. Die Kühlleistung sollte durch diese Methode eindeutig verbessert worden sein.

Technik

Als erstes wollen wir die technischen Daten der Kontrahenten vergleichen:

Leistungsdaten GeForce3 GeForce3 Ti 200 GeForce3 Ti 500 Radeon 8500
Chiptakt 200 Mhz 175 Mhz 240 Mhz 275 Mhz
Speichertakt 460 Mhz 400 Mhz 500 Mhz 550 Mhz
Speicherzugriff 3,8 ns 3,8 ns 3,8 ns 3,6 ns
Speicherbandbreite 7,36 GB/s 6,4 GB/s 8,0 GB/s 8,8 GB/s
Rendering Pipelines 4 4 4 4
Pixelpipelines 2 2 2 2
Pixelfüllrate 800 MPixel/s 700 MPixel/s 960 MPixel/s 1100 MPixel/s
Texelfüllrate 1600 MTexel/s 1400 MTexel/s 1920 MTexel/s 2200 MTexel/s
Grafikengine nFiniteFX Engine DX 8.0 nFiniteFX Engine DX 8.0 nFiniteFX Engine DX 8.0 Smartshader DX 8.1
Vertexshader ja ja ja ja
Pixelshader ja ja ja ja
Anti - Aliasing Methoden Multisampling, Quincunx Multisampling, Quincunx Multisampling, Quincunx Smoothvision
Dual Display support nein nein nein ja
RAMDAC 350 Mhz 350 Mhz 350 Mhz 400 Mhz

Die Unterschiede bei den GeForce3 Karten liegen im wesentlichen im unterschiedlichen Chip und Speichertakt, daraus resultieren eine höhere Speicherbandbreite, Pixel und Texelfüllrate. Die Radeon 8500 hat jedoch noch den höchsten Chip- und Speichertakt und daher auch die größte Speicherbandbreite. Daher resultiert anscheinend auch die höhere Pixel- und Texel Füllrate. Die Radeon 8500 bringt ihre eigene Grafikengine mit, die auf DirectX 8.1 ausgelegt ist und nutzt wie die GeForce3 Karten Pixel- und Vertexshader. Beim Antialiasingverfahren benutzt die Radeon 8500 ihr eigenes Verfahren, Smoothvision.

Testsystem

Als Testsystem diente ein 1,4Ghz Athlon mit 266Mhz FSB, der auf einem Asus A7V133 zum Einsatz kam. Als Betriebssystem fand erneut Windows98SE Verwendung, wie bei unserem PowerMagic Radeon 8500 Review, da die Radeon 8500 Treiber noch nicht genügend Performance unter XP zeigten und einige der Benchmarks schlicht mit dieser Karte einen Absturz verursachten und ein Vergleich mit der GeForce3 mit dem bis dato relativ ausgereiften Detonator XP 21.83 unter Windows XP einfach nicht aussagekräftig genug gewesen wäre. Getestet wurden die GeForce3 Karten nun aber mit dem inzwischen erschienenen Detonator 23.11. Es wurde der Via 4in1 Treiber 4.35 installiert, sowie sichergestellt, dass alle Bios-Einstellungen auf höchster Performance standen, lediglich Fast Write wurde auf disabled gesetzt. Für die Grafikkarten galt immer die Einstellung der optimalsten Bildqualität, nur Vsync wurde deaktiviert.

Benchmarks

Auch dieses Mal verwendeten wir besonders viele Benchmarks, um uns einen grossen Gesamtüberblick über die tatsächlichen Performanceunterschiede der Karten zu verschaffen, lediglich Unreal Tournament fiel aus der Serie heraus, besonders Wert legte ich wie immer auf die Genauigkeit der Messergebnisse - so wurde jeder Benchmark mindestens 3 bis 5 mal durchlaufen, um exakte Mittelwerte zu bekommen. Um möglichst praxisnahe Ergebnisse zu erhalten, kamen nicht nur synthetische Benchmarks wie die 3DMarks, sondern auch Benchmarks beliebter Spiele wie Max Payne zum Einsatz. Die verwendeten Benchmarks decken DirectX 7 und 8 sowie OpenGL ab. Auf Benchmarks, die nur die 2D Leistung ermitteln, wurde gänzlich verzichtet, da es an der 2D Performance aktueller Grafikkarten nichts mehr zu bemängeln gibt.

3DMark 2000

Der 3DMark 2000 von Madonion.com ist ein beliebter, aber rein synthetischer DirectX 7.0 Benchmark und sagt nur relativ wenig über die tatsächliche Spielperformance aus. Er hat inzwischen zwar einen Nachfolger im 3DMark2001 gefunden, ist aber nach wie vor noch ein Maßstab in puncto Performance für Grafikkarten.

3DMark 2000 16Bit
3DMark 2000 16Bit

In 16 Bit Farbtiefe liegt die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 bis zu einer Auflösung von 1024x768 nahezu gleichauf mit der PowerMagic Radeon 8500 LE, überholt sie darüber aber eindeutig. Deutlich abgeschlagen hier im Testfeld die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 200, die in höheren Auflösungen aufgrund des wesentlich geringeren Taktes an Performance verliert. Doch an eine Radeon 8500 mit Retailtakt (275Mhz/275Mhz), kommt die GeForce3 Ti 500 nicht heran.

3DMark 2000 32Bit
3DMark 2000 32Bit

In 32 Bit Farbtiefe sehen die Ergebnisse schon wieder ganz anders aus, hier zieht die GeForce3 Ti500 an ihrer Konkurrenz vorbei, lediglich bei einer Auflösung von 800x600 wird sie von der Radeon 8500 mit 275 Mhz Takt geschlagen. In den darüber liegenden Auflösungen ist sie bis zu 10% schneller als der bisherige Spitzenreiter!

VillageMark

Dieser Benchmark wurde von PowerVR entwickelt und dient ihnen dazu, die Vorzüge des Kyro2 zu verdeutlichen, da im VillageMark der Overdraw besonders groß ist. D.h. die meisten Grafikkarten berechnen hier auch die Gegenstände, die durch andere verdeckt sind und daher nicht berechnet werden müssten.

Village Mark 16Bit
Village Mark 16Bit
Village Mark 32Bit
Village Mark 32Bit

Hier vollbringt die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 keine neuen Performance-Wunder. Sie hebt sich zwar eindeutig von der normalen Geforce3 und der Geforce3 Ti 200 ab, kommt jedoch längst nicht an die Leistung der Radeon 8500 heran

3DMark 2001

Da der 3DMark 2001 wie der 3DMark 2000 ein rein synthetischer Benchmark ist, sagt dieser ebenfalls relativ wenig über die zu erwartende Spielperformance aus, ist jedoch ein guter Anhaltspunkt für zukünftige Spiele, da dieser voll auf DirectX 8 aufbaut, insbesondere DX8 Karten wie GeForce3 oder Radeon 8500 heben sich hier deutlich vom Rest ab.

3DMark 2001 16Bit
3DMark 2001 16Bit
3DMark 2001 32Bit
3DMark 2001 32Bit

Die GeForce 3 Ti 500 hebt sich zwar deutlich von der normalen GeForce3 und der Ti 200 ab, kommt jedoch erst spät bei 1280x1024 überhaupt an die Performance der Radeon 8500 LE heran und an die Radeon 8500 mit Retailtakt sogar erst bei einer Auflösung von 1600x1200, kann diese aber nicht übertrumpfen. Der Leistungsunterschied zwischen den Spitzenkandidaten GeForce3 Ti 500 und der Radeon 8500 LE sowie der Retail betragen bei 16 Bit maximal 13% (800x600). Darüber hinaus sind es jedoch nur wenige Prozent. Die GeForce3 liegt knapp (6-13%) hinter der Ti 500, die GeForce3 Ti 200 schon wesentlich deutlicher (10-23%).

Max Payne

Max Payne nutzt die Max-FX Engine, wie sie auch schon im 3DMark2001 verwendet wurde. Es werden knallharte Anforderungen an die Hardware gestellt, da sehr komplexe und aufwendige 3D Effekte verwendet werden. Trotz einiger verwendeter DirectX 8.0 Funktionen, wird jedoch noch statisches T&L gemäß DirectX 7.0 verwendet. Zum Einsatz kam der PCGH-Benchmark Mod mit dem VGA Demo als Timedemo, gebencht wurde ausschliesslich in 32 Bit Farbtiefe, mit 32 Bit Texturen. Dem einen oder anderen mögen die erzielten Frameraten etwas niedrig erscheinen - der Bench ist wirklich so knallhart!

Max Payne 32 Bit HQ++
Max Payne 32 Bit HQ++

Merkwürdigerweise wurden auf dem Testsystem mit dem Detonator 23.11 wesentlich schlechtere Werte für Max Payne erzielt als mit dem Detonator 21.83, daher übernimmt die Radeon 8500 die Führung in diesem Benchmark. Interessant sind aber die geringen Leistungsunterschiede zwischen den GeForce3 Karten. Lediglich ab einer Auflösung von 1280x1024 fällt der Unterschied aufgrund der unterschiedlichen Taktfrequenzen deutlicher aus. Hier übertumpft die GeForce3 Ti 500 auch die Radeon 8500 LE.

Aquamark

Aquamark ist ein DirectX 8.0 Benchmark aus dem Hause Massive und basiert ebenso wie Aquanox auf der Krass-Engine. Dargestellt wird eine detailreiche Unterwasserwelt. AquaNox nutzt die GeForce3 nFiniteFX Engine. Mit mehr als 160 Vertex Shaders werden Spezialeffekte wie Layered Fog, Caustics, fotorealistische Materialien, Radiosity Lighting und Shadows in Echtzeit erzeugt. Higher Order Surfaces wurden zur Erstellung der organischen Feinde eingesetzt, Pixel Shader werden für Bump Mapping und maßgeschneiderte Lighting Effekte verwendet. Die Frameraten aus dem Aquamark liegen jedoch deutlich unterhalb der aus Aquanox.

Aquamark 16Bit
Aquamark 16Bit

Aquamark 32Bit
Aquamark 32Bit

Auch in dieser Benchmarkdisziplin zeigt die Ti 500 in durchaus eine sehr gute Performance. Während die Radeon 8500 ab einer Auflösung von 1280x1024 eindeutiger Spitzenreiter ist, zieht darunter die GeForce3 Ti 500 eindeutig an der Radeon 8500 vorbei. Die GeForce3 liegt zwischen 4,5 % und ca. 19% hinter der Ti 500. Die Ti 200 sogar zwischen 14,3% und 35,8% hinter der Ti 500!

Quake 3

Quake3 Arena verwendet ausschließlich OpenGL. Der Ego-Shooter zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Polygonen und komplexen Szenarien aus. Ab einer Auflösung von 1024x768x32 ist die Anforderung an die Speicherbandbreite der Grafikkarte besonders hoch. Da viele Spiele auf der Quake III Engine basieren, sind die Tests mit Quake III sehr praxisnah. Getestet wurde mit den Einstellungen Normal, Max und High mit Release 1.17. Anzumerken sei hier, dass der neue ATI Radeon 4.13.7206 Treiber keine Quake3 Optimierung mehr beinhaltet.

Quake 3 Normal Detail Settings
Quake 3 Normal Detail Settings

Die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 schafft das, was die GeForce3 nicht schaffte, nämlich der Radeon 8500 den Rang abzulaufen, wenn auch nur knapp. Die GeForce3 und die GeForce3 Ti200 fallen bei einer Auflösung von 1280x1024 bereits deutlich vom Rest ab.

Quake 3 High Detail Settings
Quake 3 High Detail Settings

Bei den High Detail Settings ist die Ti 500 konstanter Sieger, man beachte aber mal den Leistungsunterschied zwischen den GeForce3 Karten. Gegenüber der Ti 500 liegt die GeForce3 rund 10% und die Ti 200 sogar 20% bei einer Auflösung von 1280x1024 hinter ihr.

Quake 3 Max Detail Settings
Quake 3 Max Detail Settings

Bei den Max Detail Settings gibt es keine grösseren Leistungsunterschiede mehr, als sie auch bei den High Detail Settings zu sehen waren.

Serious Sam

Serious Sam ist ebenfalls ein beliebter OpenGL Ego Shooter mit eigener 3D-Engine. Getestet wurde hier mit dem Benchmarking Script 32 Bit HQ++ von 3DCenter (alles 32 Bit Max,32 Bit Texturen, etc.) und dem „Friedliche Nacht in Karnak“ als Timedemo.

Serious Sam 32Bit HQ++
Serious Sam 32Bit HQ++

Interessantes Ergebnis in Serious Sam: Die Ti 500 ist lediglich bei einer Auflösung von 1280x1024 marginal schneller als der Rest der Konkurrenz. Ansonsten kann sie nur die Radeon 8500 LE einholen. Die GeForce3 Ti 200 liegt bei den hohen Auflösungen mal wieder deutlich hinter GeForce3 und GeForce3 Ti 500.

Vulpine GLMark

Der GLMark ist von der deutschen Softwareschmiede Vulpine entwickelt worden und ist ebenso wie 3DMark2000 und 3DMark2001 für DirectX ein rein synthetischer Benchmark für OpenGL. Der Benchmark ist hochkomplex und kann schon einige der neuen GeForce3 Features nutzen. Da die Radeon 8500 leider nicht unter den GeForce3 Settings gebencht werden kann, haben wir hier ausschliesslich die 3 GeForce3 Karten gegeneinander antreten lassen, um die Performanceunterschiede der speziellen GeForce3 Features zu testen.

Vulpine GLMark 32 Bit
Vulpine GLMark 32 Bit

Die Leistungsunterschiede zwischen den drei GeForce3 Karten werden hier ganz deutlich. Die Ti 500, wie soll es auch anders sein, an der Spitze. Sie hat einen Vorsprung von ca 6,5% -11% vor der GeForce3 und sogar ca. 13,6% - 27% vor der Ti 200. Aber selbst die GeForce3 liegt noch zwischen ca. 6,8% - 13,6% vor der Ti 200.

Dronezmark

Der Dronezmark ist im Demo sowie in der Vollversion von Dronez enthalten und ist ein OpenGL Spiel, welches einigen GeForce3 Karten als Bundle beiliegt. Im Demo werden überwältigende Effekte gezeigt, jedoch scheint es arg GeForce3 optimiert, daher konzentrieren wir uns hier ganz allein auf die GeForce3 Karten und haben daher unter den GeForce3 High Quality Settings gebencht.

Dronezmark 32 Bit GeForce3 HQ
Dronezmark 32 Bit GeForce3 HQ

Schaut man sich einmal das Diagramm an, so fällt doch schnell auf das die Ti 500 immerhin zwischen 8% und 16% schneller als die GeForce3 und zwischen ca 19% und 33% schneller als die GeForce3 Ti 200 ist.

GL Excess

GL Excess ist ein OpenGL-Benchmark, der sehr geringe Anforderungen an die Hardware stellt. Szenen mit über 200 oder gar 400 Bildern pro Sekunde sind hier keine Seltenheit. Er bietet aber einige sehenswerte Effekte.

GL Excess 16Bit
GL Excess 16Bit

In 16 Bit erreicht die GeForce3 Ti 500 in diesem Benchmark erst bei einer Auflösung von 1280x1024 die Performance einer Radeon 8500 LE. Aber auch hier werden die Leistungsunterschiede zwischen den GeForce3 Karten überaus deutlich!

GL Excess 32Bit
GL Excess 32Bit

In 32 Bit Farbtiefe ist die GeForce3 Ti 500 unangefochtener Sieger und circa 10% schneller als die GeForce3. Hierbei sei aber nochmals anzumerken, dass sie einen 20% höheren GPU Takt besitzt.

Overclocking

Ganz besonders interessiert haben uns natürlich die Overclockingeigenschaften der Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500. Tatsächlich bekamen wir anfangs 275Mhz GPU Core und 575 Mhz Speichertakt stabil zu laufen. Nach etlichen Benchmarks fror das System jedoch ein, so dass wir im Endeffekt mit 270Mhz GPU und 565 Mhz Speichertakt absolut stabil testeten. Das entspicht einer Steigerung des GPU Taktes um 14,6% sowie einer 13% Steigerung des Speichertaktes. Um die Erfolge unserer Overclockingversuche zu ermitteln, benutzten wir für OpenGL Quake3 und für DirectX den VillageMark.

Quake3

Quake 3 Normal Detail Settings OC
Quake 3 Normal Detail Settings OC

Bei den 'Normal Detail Settings' macht sich die Übertaktung der Karte erst richtig bei einer Auflösung von 1280x1024 bemerkbar und schlägt dort mit 6,25% zu Buche. Eine Auflösung höher sind es schon 11,5%.

Quake 3 Max Detail Settings OC
Quake 3 Max Detail Settings OC

Bei den Max 'Detail Settings' ein ähnliches Bild. Erst ab einer Auflösung von 1280x1024 kann die Ti 500 @ 270/265Mhz mit 6,8% deutlich an Performance gewinnen. In 1600x1200 sind es sogar 9,8% Performancesteigerung.

VillageMark

VillageMark 16Bit OC
VillageMark 16Bit OC

Village Mark 32Bit OC
Village Mark 32Bit OC

Hier macht sich das Overclocking der Karte schon wesentlich deutlicher bemerkbar. Aber auch die übertaktete GeForce3 Ti 500 kommt nicht an die Radeon heran. Immerhin wird die Leistung um bis zu 14% gesteigert.

Schlussfolgerung: Die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 lässt sich zwar schön übertakten. Allerdings lohnt sich das nur für Punktejäger, da sich die Karte sowieso schon in Performancebreichen bewegt, die keine Wünsche mehr offen lassen.

Fazit

Die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 ist eine wirkliche High End Grafikkarte, die dem HardCore Gamer keine Wünsche mehr offen lässt. Absolut schnell, stabil und ohne einen wirklich negativen Aspekt. Allerdings ist das TV Bild der Radeon 8500 besser und auch die Dual Head Funktion sucht man bei nVidia vergebens. Auch wenn sie nicht in allen Disziplinen die Radeon 8500 schlagen kann, darf sie sich sie in punkto Performance doch die bessere Karte nennen. Die Treiber sind vollkommen ausgereift. Systemabstürze konnten wir unter keinem Betriebssystemen beobachten. Im Vergleich mit den anderen GeForce3 Karten wird schnell klar, dass der Unterschied zur Ti 200 gewaltig ist, sich aber der Umstieg von einer "normalen" GeForce3 Karte kaum lohnt. Die Karte kostet zur Zeit rund 749 DM und ist unter anderem bei Compuflash [4] erhältlich. Man sollte trotz der guten Leistung aber nicht vergessen, das die Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500 rund 200 DM teurer ist als die PowerMagic Radeon 8500 und somit ein schlechteres Preis/Leitungsverhältnis bietet. Die 200 DM Mehrpreis zahlen sich jedoch momenten recht schnell durch Stabiliät, Kompatibilität und ein nicht kurze Intervalle bei der Treiberentwicklung aus.

Für Fragen ist wie immer das Forum [5] zuständig.

Inno3D Tornado GeForce3 Ti 500
Positive Eigenschaften
  • Stabilität
  • Performance
  • TV-Out und Zubehör
  • Design
Negative Eigenschaften
  • kein Dual-Head Support
  • mäßige TV-Out Qualität im Vergleich zur Radeon 8500


URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/inno3d_tornado_geforce3_ti200/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/inno3d_tornado_geforce3/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/powermagic_ati_radeon_8500/
  4. http://www.compuflash.org/
  5. http://www.forumbase.de/
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