Test: Asus V8440 TD und V8460 ultra TD (8/21)

Zwei "Ti"-tanen unter sich
Autor: Carsten Spille

Templemark D3D

Der Templemark ist, genau wie der folgende Villagemark, ursprünglich ein Demonstrationsprogramm von PowerVR gewesen. Da er jedoch eine Menge aktuelle Features, wie Hardware-TnL, Bump Mapping und bis zu 6 Texturlagen in einem Durchgang unterstützt, eignet er sich auch gut als unabhängiger Benchmark, der garantiert nicht auf nVidia-Chips optimiert ist.

TempleMark D3D v1.06

 1024x768x32:
Asus V8460 ultra
132,8
Asus V8440
123,6
GF4 Ti4200 (250/222MHz)
109,2
GF4 Ti4200 (225/250MHz)
106,4
GeForce3
88,4
GeForce3 Ti200
77,9
GeForce4 MX440
57,0

Der Benchmark läuft leider nicht in anderen Auflösungen, also muss in diesem Falle ein einziger Wert ausreichen. Ohne großartige Polygonmengen wirken hier hauptsächlich die Speichercontroller und die generell zur Verfügung stehende Bandbreite, sowie das Entfernen nicht sichtbarer Flächen (HSR Hidden Surface Removal) auf die erreichte Framerate. Diese hängt allerdings vom Chiptakt ab, und so ist auch zu erklären, das auf den hinteren Plätzen, die Ti4200 mit dem niedrigeren Speichertakt, also das 128MB-Modell, unsere "Prototypen"-Version der Ti4200 mit niedrigem Chip- und hohem Speichertakt die rote Laterne zuweisen kann.

Extra für diesen Test, der offenbar sehr gut geeignet ist, um die Effizienz des Speichersubsystems und des HSR zu beurteilen, haben wir einmal die GeForce4 auf dem Taktniveau der GeForce3 laufen lassen, um die Verbesserungen der LMA-II netto zu erfassen.

TempleMark D3D v1.06

 Effizienz-Vergleich:
GF4 Ti @200/230MHz
95,1
GeForce3
88,4

7 Bilder pro Sekunde gewinnt man also in einem Texturintensiven Szenario nur durch die Optimierungen in der LMA-II gegenüber dem Vorgänger im GeForce3 hinzu. Dazu kommt natürlich noch der üblicherweise deutlich höhere Takt der GeForce4 Ti-Karten. Insgesamt also ein recht positives Bild, wird der höhere Takt doch sehr gut in höhere Leistung umgesetzt.

Villagemark D3D

Dieser Benchmark wurde von PowerVR entwickelt und dient ihnen dazu, die Vorzüge des Kyro2 zu verdeutlichen, da im VillageMark der Overdraw mit einem Faktor von bis zu 10 besonders groß ist. Die meisten Grafikkarten berechnen hier auch die Gegenstände, die durch andere verdeckt sind und daher eigentliche nur verschwendete Bandbreite bedeuten.

Villagemark D3D v1.19

 1024x768:
Asus V8460 ultra
96
Asus V8440
87
GF4 Ti4200 (250/222MHz)
78
GF4 Ti4200 (225/250MHz)
72
GeForce3
63
GeForce3 Ti200
55
GeForce4 MX440
45
 1152x864:
Asus V8460 ultra
79
Asus V8440
71
GF4 Ti4200 (250/222MHz)
63
GF4 Ti4200 (225/250MHz)
59
GeForce3
52
GeForce3 Ti200
46
GeForce4 MX440
37
 1280x1024:
Asus V8460 ultra
61
Asus V8440
56
GF4 Ti4200 (250/222MHz)
49
GF4 Ti4200 (225/250MHz)
46
GeForce3
42
GeForce3 Ti200
37
GeForce4 MX440
28
 1600x1200:
Asus V8460 ultra
44
Asus V8440
40
GF4 Ti4200 (250/222MHz)
35
GF4 Ti4200 (225/250MHz)
33
GeForce3
30
GeForce3 Ti200
26
GeForce4 MX440
20

Zunächst sieht alles nach einem eindeutigen Sieg für die beiden Asus-Karten aus, aber diese Resultate sind interessanter, als es zunächst den Anschein hat. Erst einmal zum Treiber. Die mit den Karten ausgelieferten Treiber der 27.42er Serie erzielten bis zu 20fps höhere Werte für die GeForce4 Ti-Karten, die sich mit den verwendeten offiziellen 28.32er Treibern auf die in dem Diagramm angegebenen Werte absenkten. Seltsamerweise war dies nur unter D3D der Fall, unter OpenGL, für das es ebenfalls diesen Villagemark gibt, blieben sie konstant bei 118fps für die V8460 in 1024x768 und 32Bit. Die neueren inoffiziellen Treiber der 28.90er-Reihe bringen ebenfalls wieder die Werte der 27.xx.

Weiterhin ist sehr interessant, dass wiederum die GeForce4 Ti nicht allzusehr von der Speichergeschwindigkeit abzuhängen scheint, wenn ein hoher Overdraw ins Spiel kommt. Hier liegt der Flaschenhals eindeutig im Chip und seiner Fähigkeit, HSR ausreichend schnell durchführen zu können. Also läge man auch in diesem Szenario mit einer Ti4200 mit 128MB niedriger getakteten RAMs nicht falsch.