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Test: 5950/5700 Ultra gegen 9800/9600XT

von Christoph Becker

Einleitung

Weihnachten steht vor der Tür, die Kinder schreiben fleißig Wunschzettel, der Weihnachtsmann holt seine Rentiere aus dem Sommerurlaub in der Tundra zurück und seit einigen Jahren nutzen dies die beiden großen Grafikchip-Hersteller ATi und nVidia traditionell aus, um der Weltöffentlichkeit eine Reihe neuer Produkte zu präsentieren. Anders geschah es natürlich auch in diesem Jahr nicht, so dass nVidia und ATi jeweils gleich zwei neue Chips ins Rennen schickten. Während nVidia mit dem nV38 die Enthusiasten ansprechen und mit dem nV36 endlich wieder auf die Konkurrenz im Mittelklassesegment aufholen möchte, präsentiert ATi mit dem R360 eine optimierte Variante der Radeon 9800 Pro und mit dem RV360 die generalüberholte Mainstreamvariante der Radeon 9600 Pro.

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Wie sich die neue Herbstkollektion der Grafikkartenhersteller gegenüber dem alten Eisen schlägt und wo nun genau die Unterschiede zu den Vorgängern liegt, wollen wir in unserem heutigen Artikel genauer klären. Interessant dürfte neben dem Kampf zwischen Radeon 9800 XT und GeForce FX 5950 Ultra an der Spitze auch der neu ausgebrochene Wettstreit im Mainstream-Markt zwischen Radeon 9600 XT und der brandneuen GeForce FX 5700 Ultra sein. Diesem wollen wir dann auch nochmals einen separaten Teil widmen. Am Ende weiß man dann vielleicht doch, welche der Grafikkarten auf dem diesjährigen Wunschzettel stehen wird.

Lesezeichen

Bis jetzt eher von unseren Prozessor- und TFT-Artikeln bekannt, wollen wir in Zukunft unser wohl bekanntes Lesezeichen auch in unseren Grafikkartentests etablieren. Wir verzichten hier jedoch auf eine chronologische Anordnung und legen vielmehr Wert auf Hintergrundinformationen zu unserem jeweiligen Artikel.

Jede Menge Material, um sich bereits vorher weiterzubilden, denn im heutigen Artikel wollen wir nur oberflächlich auf die einzelnen Chips und ihre Technik eingehen; schließlich wurden so gut wie alle schon mal von uns ausführlicher behandelt und so bedarf es keiner weiteren Erklärung.

nVidia nV38 und nV36

Technische Daten

Den Anfang machen in diesem Artikel die Grafikchips aus dem Hause nVidia. In der nachfolgenden Tabelle wollen wir einmal genauer auf die Unterschiede der einzelnen Chips eingehen.

nVidia-Chips im Überblick
FX5950 Ultra FX5900 Ultra FX5800 Ultra FX5700 Ultra FX5600 Ultra
Chip nV38 nV35 nV30 nV36 nV31
Taktung (MHz) 475 450 500 475 400
Renderpipelines* 4(8) 4(8) 4(8) 4 4
Pixelfüllrate 1900MPix/s 1800MPix/s 2000MPix/s 1900MPix/s 1600MPix/s
TMUs je Pipe 2 2 2 1 1
Texelfüllrate 3800 MTex/s 3600 MTex/s 4000 MTex/s 1900MTex/s 1600MTex/s
Vertexshader DX9 VS2.0+
Vertexpipes (3) (3) (3) (3) (1)
Dreiecksdurchsatz ~356MT/s ~337MT/s ~375MT/s ~356MT/s ~100MT/s
Texturen pro Pass 8 (16)
Pixelshader PS 2.0+
Speicher 256MB 256MB 128MB 128MB 128MB
Anbindung 256Bit DDR 256Bit DDR 128Bit DDR-II 128Bit DDR-II 128Bit DDR
Speichertakt (MHz) 475 425 500 450 400
Bandbreite 30400 MB/s 27200 MB/s 16000 MB/s 14400 MB/s 12800 MB/s
Single-Pass Texturop.** 16(D3D) / 4(oGL)
FSAA/AF-Technik° IntelliSample HCT IntelliSample IntelliSample HCT IntelliSample
RAMDAC 2x400MHz
TV-Encoder integriert
Genauigkeit pro Kanal°° 128Bit (FP32)
FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°°°
Min. Instr./s 0+3800M 0+3600M 0+2000M 0+1900M 0+800
Max. Instr./s 3800+1900M 3600+1800M 4000+0M 1900+950M 1600+0
Peak Instr./s 5700M 5400M 4000 2850M 1600M
* nVidia gibt zwar ein Maximum von 8 Pixeln pro Takt an, dies trifft aber nur für Z- und Stenciloperationen
zu. Ansonsten verhalten sich nV30, nV35 und auch der nV38 wie ein Design mit vier Pipelines à zwei TMUs
** Stand: Detonator 52.16
° Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF.
Bei nVidia kommt beim FSAA bis 2x ein gedrehtes Raster zum Einsatz. Das AF
von nVidia ist nur sehr gering winkelabhängig. Zusätzlich bewirbt nVidia beim nV35, nV36
und nV38 eine Kompressionstechnologie für hohe Auflösungen (HCT), die verlustbehaftet,
aber laut nVidia, nicht sichtbar, den gesamten Content komprimiert.
°° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann.
Es gibt bei nVidia zusätzlich noch FP16 (64Bit) und FX12 (altes Integer-Format).
°°° Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [8]
dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisungen pro Takt
und Pipeline verarbeiten, der nV30 kann bis zu acht Texturanweisungen verarbeiten und dabei je zwei
Texturanweisungen gegen eine Arithmetik-Op eintauschen und nV35 und nV38 können ebenfalls acht
Textur-Ops plus vier Arithmetik-Ops pro Takt und Pipeline ausführen und sind zu demselben Tauschgeschäft,
wie der nV30 in der Lage.

Eklatante Unterschiede zwischen GeForce FX 5900 und 5950 Ultra? Fehlanzeige, denn letztendlich handelt es sich beim nV38 nur um eine aufgebohrte Version des nV35, die dann auch nur 25 MHz mehr Chiptakt garantiert. Offensichtlich ist auch hier die Architektur bereits weitestgehend ausgereizt, so dass nVidia wohl keinen Nachfolger mehr auf Basis des nV35 präsentieren können wird.

Die wirkliche Neuentwicklung erwartet uns dann doch erst im Mainstream-Segment mit dem nV36, besser bekannt als GeForce FX 5700 Ultra. So ist dies die erste Grafikkarte von nVidia für den mittleren Preissektor, die nicht mehr auf der berühmt berüchtigten Architektur des nV30 (GeForce FX 5800 Ultra) basiert. Vorteile: Neben drei Vertexpipes bietet die GeForce FX 5700 Ultra auch die Intellisample HCT-Technik, produziert weniger Hitze und kann dank 0,13µm breiten Strukturen mit einem Takt von 475 MHz betrieben werden. Wie sich dieser Chip gegenüber der Konkurrenz schlägt, klären wir später noch in den Benchmarks.

Die Karten

Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra

Die Firma InnoVision [9] schickte eine GeForce-Grafikkarte der neuesten Generation ins Rennen. Die unter dem Namen "Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra" vertriebene Karte gehört sicherlich zu den schnellsten momentan erhältlichen Pixelbeschleunigern und hat auch sonst einiges zu bieten. So setzt InnoVision auf das sehr opulente Referenzdesign von nVidia und bewegt sich somit auf einem schmalen Grat zwischen gutem Aussehen und Funktionalität. Ein kurzer Preisvergleich auf Geizhals.at ergab leider kein Ergebnis. Auf dieser Preisvergleichs-Website wurde die Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra schlichtweg nicht gelistet.

Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra

Wie alle anderen neuen Grafikkarten der GeForce FX-Serie ab der Versionsnummer 5700 kommt auch die brandneue 5950 Ultra mit einem sehr langen PCB daher, das unter Umständen in einigen Gehäusen durchaus für Probleme sorgen könnte. Wie bereits erwähnt, vertraut InnoVision voll und ganz dem Referenzdesign von nVidia und verbaut daher auch die üblichen Anschlüsse. So schmücken die Platine neben einem D-Sub-Anschluss für analoge Monitore auch ein DVI-Ausgang für digitale TFT-Displays und ein TV-Ausgang mit der immer wieder gern gesehenen VIVO-Funktion. Der Stromanschluss für das Extra an Leistung wurde nach oben hin weggeführt.

Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra

Während das durchweg grüne PCB keinerlei Sensation darstellt - andere Hersteller setzen hier auf weitaus auffälligere Farben - steckt das wahre Tüpfelchen auf dem i vielmehr in der von nVidia entwickelten Kühlapparatur, die in ihrer Größe sicherlich so schnell nicht getoppt wird. Unweigerlich erinnert die FlowFX II getaufte Kühllösung an die GeForce FX 5800 Ultra, die vor einigen Monaten nicht umsonst den Beinamen "Fön" erhielt. Obwohl Ähnlichkeiten nicht zu leugnen sind, muss man jedoch von vorne herein Entwarnung geben: einen neuen Fön hat man bei nVidia, Gott sei Dank, nicht entwickelt. Anstatt die Luft aus dem Gehäuse heraus zu befördern, wird nun Frischluft von außen nach innen geführt. Dies hat den klaren Vorteil, dass ein eventueller Hitzestau im Gehäuse nicht die Kühlleistung hemmt. Um die 475 MHz Taktfrequenz des nV38-Chips zu zügeln, wird die Luft durch einen Kanal über eine Vielzahl an Kühlrippen geblasen, die sich unmittelbar über der GPU befinden. Diese Aufgabe übernimmt ein geregelter Radiallüfter, der leider dafür sorgt, dass bei diesem Design immer noch der erste PCI-Slot blockiert wird. Der Einsatz der Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra in einem Barebone-System fällt damit wohl oder übel flach.

Ein weiterer Nachteil dieser durchaus effektiven Konstruktion: Der schnelle und ebenso heiße DDRII-Speicher bekommt leider keine aktive Kühlung. Auf der Vorderseite muss so aus Platzmangel eine schlichte, vom Rest entkoppelte Aluminiumplatte als Passivkühler herhalten. Diese hat unter Dauerlast dann auch ihre Probleme, die 475 MHz des Speichers thermisch unter Kontrolle zu halten. Auch der Speicherkühler auf der Rückseite wird während des Betriebes sehr heiß, so dass diese Grafikkarte nur in einem gut belüfteten Gehäuse betrieben werden sollte. Alles in allem hält sich die Effizienz aber auch die Lautstärke der FlowFX II in Grenzen. Dass es auch anders geht, beweisen zur Zeit Firmen wie MSI und Asus, die ihre Grafikkarten mit einem eigenen, platzsparenden und ebenso effektiven Kühlsystem ausstatten. Während die transparente Plastikabdeckung doch etwas billig wirkt, setzt man bei der Arretierung auf Qualität und verschraubt alle Bauteile feinsäuberlich miteinander.

Nachdem man den Speicherkühler beidseitig entfernt hat, kommen darunter DDRII-Module aus dem Hause Hynix zum Vorschein, die auch schon im Referenzdesign von nVidia verbaut worden sind. Diese haben eine minimale Zugriffszeit von 2 ns und erlauben somit eine maximale Taktfrequenz von 500 MHz.

Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra
Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra

Neben einer besonders schnellen Grafikkarten möchte die Firma InnoVision mit der Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra wohl auch einen durchaus guten Lieferumfang an den Mann bringen. Folgendes fanden wir im Karton der Grafikkarte:

Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra

Neben einem bekannten Referenzdesign und der zwiespältigen Kühllösung bleibt eine sehr gute Leistung und ein durchaus überzeugender Lieferumfang. Dieser kommt leider nicht an die Konkurrenz von MSI heran, schlägt sich aber auch nicht weiter tragisch im Preis nieder.

Leadtek WinFast A380 Ultra TDH

Auch Leadtek, seit geraumer Zeit aktiv auf dem Grafikkarten-Markt vertreten, schickt eine neue Produktreihe auf Basis der nVidia-Chips ins Rennen. Für unseren Artikel bekamen wir mit der WinFast A380 Ultra 256 MB das momentane Flaggschiff der Firma Leadtek, ausgerüstet mit einem GeForce FX 5950 Ultra-Chip und 256 MB Texturspeicher. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von rund 440 Euro.

Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Leadtek WinFast A380 Ultra TDH

Neben dem sehr langen PCB hielt sich Leadtek auch weiterhin an den allgemeinen Standard, der mittlerweile seit einiger Zeit von vielen Grafikkartenherstellern geteilt wird. So finden sich auf der WinFast A380 Ultra neben einem D-Sub- auch ein DVI-Ausgang sowie ein TV-Ausgang. Letzterer wurde zusätzlich mit der funktionalen VIVO-Funktion ausgestattet. Auch der zusätzliche Stromanschluss fehlt natürlich nicht. Dieser wird nach hinten weggeführt und könnte somit unter Umständen in ohnehin engen Gehäusen für weitere Probleme sorgen.

Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Leadtek WinFast A380 Ultra TDH

Während man sich bei der Anordnung der Bauteile und der grünen Farbe des PCBs noch strikt an die Vorgaben nVidias hielt, setzte Leadtek beim Kühler auf eine Eigenentwicklung. Als Basis dient ein Lüfter mit einem Durchmesser von rund 6 cm. Dieser ist aufgrund seiner Größe nicht nur in der Lage, verhältnismäßig viel Luft zu bewegen, er ist zudem auch noch sehr leise. Mit dem neuesten, von Leadtek bereitgestellten Bios brachte es der Lüfter nicht einmal mehr auf 30 db; nahezu unhörbar. Selbst ein geschultes Ohr vermag die WinFast A380 Ultra so nicht mehr von den Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden. Hier leisteten die Ingenieure ganze Arbeit, ist das entwickelte Kühlsystem zudem noch recht effektiv. So saugt der Lüfter von oben durch einen Staubfilter kühle Luft an und transportiert diese auf der Vorderseite an insgesamt drei Öffnungen wieder hinaus. Zuvor muss die Luft neben der Kühlfläche für den nV38-Chip auch noch die Speicherkühler aus Kupfer passieren. Um zudem noch die Rückseite der Grafikkarte mit Frischluft zu versorgen, platzierte Leadtek an den oberen Rand der WinFast A380 Ultra eine Art Windkanal, der die heranströmende Luft nach hinten zur Rückseite ableitet, wo sie über einen opulenten Speicherkühler aus Aluminium strömt. Darüber hinaus verpasste man der Rückseite des Chips ein Wärmeleitpad, das zusätzliche Wärme abführt und diese an den Speicherkühler abgibt. Selten zuvor haben wir ein solch durchdachtes und intelligentes Kühlsystem angetroffen und ziehen so demonstrativ vor den Designern bei Leadtek den Hut. Für ein Silentsystem könnte die Leadtek A380 Ultra TDH also genau die richtige Wahl sein, wenn es um eine nVidia-Karte mit GeForce FX 5950 Ultra-Chip geht.

Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Leadtek WinFast A380 Ultra TDH
Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Leadtek WinFast A380 Ultra TDH

Natürlich möchte auch Leadtek ihren Kunden etwas bieten und dimensionierte den Lieferumfang dementsprechend ansprechend. Folgendes fanden wir im Karton der WinFast A380 TDH:

Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Leadtek WinFast A380 Ultra TDH

Mit der WinFast A380 Ultra TDH scheint Leadtek der große Wurf gelungen zu sein. Neben einer sehr guten Performance bietet diese Grafikkarte ein sehr einfallsreiches und ebenso effektives Kühlsystem und einen nahezu unschlagbaren Preis. Im Gegensatz zu allen anderen ebenbürtigen Testkandidaten mit einem nV38-Chip ist die WinFast A380 Ultra TDH schon fast als günstig zu bezeichnen und hat dennoch einen sehr ansprechenden Lieferumfang, der neben allen nötigen Kabeln auch zwei gute Spiele und jede Menge andere nützliche Software beinhaltet. Der niedrige Geräuschpegel von gerade einmal knapp 30 db prädestiniert die Karte geradezu für einen Einsatz in einem durchweg auf niedrige Geräuschbelastungen getrimmten System.

MSI GeForce FX 5950 Ultra

Auch MSI hat die neuen Grafikchips von nVidia im Portfolio und ließ das momentane Topmodell, die GeForce FX 5950 Ultra VTD256, in unserem Roundup gegen die Konkurrenz antreten. Da Top-Leistung schon immer recht teuer war, ist der von uns bei Geizhals.at ermittelte Preis von rund 520 bis 550 Euro nicht weiter verwunderlich. Gerade gegenüber der Karte von Leadtek jedoch deutlich in der Geldbörse zu spüren. Die Konkurrenz aus dem Hause ATi ist jedoch auch nicht viel günstiger.

MSI GeForce FX 5950 Ultra MSI GeForce FX 5950 Ultra

Seit einer ganzen Weile präsentieren sich die Top-Modelle aus dem Hause nVidia nun schon in einer ganz beachtlichen Größe. Mittlerweile ist man bei diesen Superlativen auch schon im Mittelklasse-Segment angelangt, denn auch die GeForce FX 5700 Ultra hat eine stattliche PCB-Länge. Die MSI GeForce FX 5950 Ultra macht da natürlich keine Ausnahme, basiert ihr PCB doch auch größtenteils auf dem Referenzdesign von nVidia. Natürlich bietet auch MSI dem Käufer neben einem altbekannten D-Sub-Ausgang einen DVI-Anschluss, passend zur steigenden Verbreitung digitaler TFT-Monitore. Der ebenfalls präsente TV-Ausgang bietet die immer wieder gern gesehenen VIVO-Funktionen, der Stromanschluss wurde nach oben ausgerichtet. Bei der Länge des PCBs auch durchaus angebracht, denn in unserem Testgehäuse kam die Grafikkarte der Festplatte gefährlich nahe.

MSI GeForce FX 5950 Ultra MSI GeForce FX 5950 Ultra

Während das Referenzdesign von nVidia wohl keinen Preis für das beste Aussehen gewinnen würde, stattete MSI die GeForce FX 5950 Ultra mit einem eigenen Kühler aus. Dieser bedeckt auf der Vorderseite sowohl den nV38-Chip als auch den schnellen DDRII-Speicher, der bei solch hohen Taktraten durchaus Kühlung benötigt. Der Lüfter ist so gestaltet worden, dass er während des Betriebes auch Luft über die Speichermodule scheffelt. Da es sich bei unserer Grafikkarte um ein Modell der TwinFlow-Serie handelt, wird auch die Rückseite der Grafikkarte aktiv gekühlt. Natürlich haben auch die rückseitigen Speichermodule einen passiven Kühlkörper verpasst bekommen. Rechnet man beide Lüfter samt PCB zusammen, so kommt die MSI GeForce FX 5950 Ultra auf eine Tiefe von rund 3,5 cm. Ein PCI-Slot wird nicht blockiert. Dafür bereitete der Kühler auf der Rückseite uns einige Kopfschmerzen. So war eine Montage auf unserem Abit IC7-G nicht möglich, da der Kühler der Northbridge im Weg war. Allerdings handelt es sich bei diesem um einen der neuesten Revision, der gegenüber der alten Kühllösung beachtlich an Höhe gewonnen hat. Der selbe Kühlkörper wird auch auf dem Abit IC7-MAX3 verbaut. Dieses Problem konnten wir jedoch durch eine Demontage des hinteren Lüfters der Grafikkarte lösen. Als hätte man solche Probleme erahnt, legt MSI für diesen Fall sogar eine detaillierte Anleitung bei, die anhand von Bildern die Demontage des Lüfters erklärt. Inwiefern dies die Übertaktbarkeit der MSI GeForce FX 5950 Ultra einschränkt, wollen wir später klären.

Bei den Taktraten hält man sich strikt an die Vorgaben nVidias. Neben einem Chiptakt von 475 MHz bietet die MSI GeForce FX 5950 Ultra eine Speicherbestückung mit effektiven 950 MHz und einem 256 Bit breiten Bus. Des Weiteren ermöglicht MSI auch bei dieser Grafikkarte die produktübergreifende D.O.T.-Technologie, die in diesem Fall eine Übertaktung der Grafikkarte unter Volllast zulässt. Hierzu hält MSI insgesamt sechs verschiedene Modi parat, die Speicher und Chip zwischen zwei und zehn Prozent übertakten. In unseren Benchmarks wollen wir die schnellste Stufe, "Commander", berücksichtigen. MSI garantiert dem Käufer derweil Stabilität bei allen Übertaktungsstufen.

MSI GeForce FX 5950 Ultra - Rückseite MSI GeForce FX 5950 Ultra - Vorderseite MSI GeForce FX 5950 Ultra
MSI GeForce FX 5950 Ultra MSI GeForce FX 5950 Ultra

Neben Asus gehört sicherlich auch MSI zu den Firmen, die ihren Produkten eine ganze Reihe Extras mit auf den Weg zum Kunden geben. Die GeForce FX 5950 Ultra fällt als momentanes Top-Produkt hier nicht aus der Reihe und so enthält der sehr große Karton folgende Dinge:

MSI GeForce FX 5950 Ultra MSI GeForce FX 5950 Ultra MSI GeForce FX 5950 Ultra

Vom Umfang her nahezu uneinholbar, so präsentierte sich uns der Packungsinhalt der MSI GeForce FX 5950 Ultra. Neben der äußerst opulenten und schnellen Grafikkarte fanden sich auch solch nützliche Dinge wie diverse Kabel, ein gut illustriertes Handbuch und ein ganzer Haufen an Software wieder. Frei nach dem Motto "die Mischung macht's" präsentiert MSI mit der GeForce FX 5950 Ultra wieder einmal das Optimum und bietet dem Käufer eine Vielzahl an Software, die neben insgesamt drei Spiele-Vollversionen auch eine Reihe an Demos und anderen Tools umfasst. Hut ab, MSI, denn auch dank des hervorragenden Lieferumfanges spielt man mit der GeForce FX 5950 Ultra im Konzert der Großen ganz vorne mit. Der Preis unterstreicht dieses Vorhaben auch auf dem Kassenbon.

AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra

AOpen schickt mit der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra die erste Karte aus nVidias neuem Mittelklassesegment ins Rennen. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von rund 210 Euro. Sicherlich kein Schnäppchen, kostet die direkte Konkurrenz von ATi doch eine ganze Menge weniger. Was die GeForce FX 5700 Ultra von AOpen im Stande ist zu leisten, wollen wir jedoch erst in den Benchmarks klären.

AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra

Fast schon selbstverständlich setzt auch AOpen auf das von nVidia etablierte Standard-Design und verbaut so auf der Platine der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra neben einem D-Sub-Anschluss auch einen DVI-Ausgang für digitale TFT-Monitore und einen TV-Ausgang für die Wiedergabe von bewegten Bildern auf dem heimischen Fernseher. Mittlerweile hat er auch schon bei nVidias Mittelklasse Einzug gehalten, der zusätzliche Stromanschluss, der den nV36 mit dem Extra an Strom versorgt. Leider führte man diesen nach hinten weg, so dass es in engen Gehäusen eventuell zu Komplikationen kommen könnte. Barebone-Besitzer könnten hier jedoch das Rettende Ufer sehen. Dort macht oft der nach oben gerichtete Anschluss Probleme.

AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra

Auch beim Kühler vertraut AOpen den Vorgaben des Chipproduzenten. Nicht weiter verwerflich, liefert dieser doch recht gute Leistungen in Sachen Kühlung. Die Lautstärke hielt sich ebenfalls in Grenzen und bewegt sich auf dem Niveau des Durchschnitts. Eine solche gute Kühlung ist derweil auch bitter nötig, verbaut AOpen auf der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra schnellen DDR2-Speicher mit einer Zugriffszeit von 2,2 ns. Dieser kommt von Samsung, trägt die Kennnummer K4N26323AE-GC22 und ist für eine maximale Taktfrequenz von 450 MHz zertifiziert. Leider ließ man hier für eventuelle Overclockingversuche keinen sonderlich großen Spielraum nach oben. Während des Betriebes erzeugen diese Module extrem viel Hitze, die nur mit passiven Speicherkühlkörpern unter Kontrolle zu bekommen ist. Auf eine passive Kühlung der Rückseite des Chips verzichtete nVidia bei der Entwicklung des Referenzdesign. Offensichtlich entwickelt der nV36, besser bekannt als GeForce FX 5700 Ultra, nicht sonderlich viel Verlustwärme und dies trotz gleichen Taktraten wie beim großen Bruder, dem nV38 der GeForce FX 5950 Ultra, der einer weitaus aufwendigeren Kühlung bedarf.

AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra
AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra

In der Mittelklasse ist der Preiskampf besonders hart. Diesem musste offensichtlich auch AOpen Tribut zollen und legte folgendes der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra bei:

AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra

Leider gestaltete AOpen den Lieferumfang der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra recht spärlich. Für einen Kaufpreis von rund 210 Euro bekommt der Käufer letztendlich fast nur die eigentliche Grafikkarte und InterVideos WinDVD. Für unseren Geschmack zu wenig, bietet doch die Konkurrenz oftmals mehr. Verglichen mit anderen 5700 Ultras ist die Karte von AOpen dafür recht günstig und nicht jeder benötigt neben der eigentlichen Hardware eine softe Beilage.

Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960

Gainward offerierte schon in den vergangenen Jahren oftmals bereits vom Hersteller übertaktete Karten, die garantiert außerhalb der Serienspezifikationen liefen. Die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 "Golden Sample" ist eine davon. Gut 220 Euro muss man für solch eine Grafikkarte laut Geizhals.at berappen, etwas mehr als die direkte Konkurrenz in Form der AOpen Aeolus und ATis Radeon 9600 XT. Wie sich die beiden Kontrahenten in den Benchmarks schlagen und welche Auswirkungen die erhöhten Taktraten haben, wollen wir später klären.

Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960

Ziemlich groß kommt sie daher, die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960. Um genau zu sein fast 4,5 cm länger als eine vergleichbare Radeon 9600 XT. So erreicht sie dann auch die beachtliche Größe einer GeForce FX 5950 Ultra und beansprucht eine ganze Menge Platz im Gehäuse. Entgegen des allgemeinen Trends spendiert Gainward der Karte zwei DVI-Ausgänge, die den Anschluss zweier digitaler TFT-Monitore ermöglichen. Lobenswert, denn die Konkurrenz verbaut so gut wie ausschließlich noch die alten D-Sub-Ausgänge in Zusammenarbeit mit einem einzigen DVI-Ausgang. Bei der GeForce FX 5600 Ultra noch abstinent, musste man offensichtlich der Nähe zum nV38 und den 500 MHz Chiptakt Tribut zollen und verpasste so auch der Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 einen extra Stromanschluss.

Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960

Wie man es bereits von Gainward gewohnt ist, stattete man die hauseigene GeForce FX 5700 Ultra mit dem feuerroten PCB aus. Während sich der Referenztakt bei 475 MHz für den Chip und 450 MHz für den Speicher bewegt, legte Gainward noch eine Schippe nach und spendierte der Karte kurzerhand einen Chiptakt von 500 MHz und einen RAM-Takt von ebenfalls 500 MHz (effektiv 1000 MHz). Aufgrund des 128 Bit breiten Speicherinterfaces kommt man dank der brutalen MHz-Power auf einen maximalen Speicherdurchsatz von 16,0 GB/s - Rekord in der Mittelklasse. Dass der DDR-II-Speicher bei diesen Geschwindigkeiten eine ganze Menge Wärme erzeugen wird, dürfte eigentlich klar sein. Um diesem Problem Herr zu werden, installierte Gainward kurzerhand passive Kühlkörper auf Vorder- und Rückseite. Offensichtlich braucht der nV36 architekturbedingt weniger aufwendige Kühlung als der große Bruder nV38, denn die Kühlapparatur für den Chip fiel trotz höherer Taktfrequenz wesentlich kleiner aus. Gegenüber dem Referenzdesign der GeForce FX 5950 Ultra ist der hier verbaute Kühler sogar recht leise. Auch er bewegt sich größtenteils auf durchschnittlichen Niveau, dürfte jedoch keinerlei Kopfzerbrechen bereiten. Um dem feurigen Image gerecht zu werden, ziert eine Aluminiumabdeckung in Form einer Flamme den Kühlkörper, der von einem recht kleinen Lüfter mit Frischluft versorgt wird. Die Verarbeitungsqualität ist ohne Fehl und Tadel.

Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960
Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960

Natürlich ist auch Gainward nicht von gestern und versucht sich in erster Linie mit den erhöhten Taktraten von der Einheits-Konkurrenz abzusetzen. Ob ihnen dies gelingt, klären wir später in den Benchmarks. Folgendermaßen sieht der Lieferumfang der Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 aus:

Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960

Gainward wird auch mit dem FX PowerPack! Model Ultra/960 dem eigenen Ruf einmal mehr gerecht. Diese GeForce FX 5700 Ultra präsentierte sich nicht nur in einem äußerst feurigen Gewand, sondern konnte auch durch ihre Leistung überzeugen. Gegenüber dem Standard-Modell kann sie einige Prozentpunkte gutmachen und bewahrt dem Käufer die Garantie innerhalb des angegebenen Übertaktungsmaximums von 500 MHz für den Chip und 1000 MHz für den Speicher. Leider präsentierte sich der gebotene Lieferumfang weniger bravourös. So legte Gainward dem FX PowerPack! Model Ultra/960 leider kein Spiel bei und belässt es bei InterVideos WinDVD 4. Hier hätten wir gerne mehr gesehen, kostet diese GeForce FX 5700 Ultra doch mehr als die Konkurrenz. Sehr lobenswert fanden wir jedoch die Implementierung zweier DVI-Ausgänge, die Besitzer zweier TFT-Displays mit Sicherheit zu schätzen wissen.

ATi R360 und RV360

Technische Daten

Auch ATi hat in diesem Herbst seine neuen Produkte vorgestellt, die wir im Rahmen dieser Tabelle nochmals mit den Vorgängern vergleichen wollen.

ATi-Chips im Überblick
Radeon 9800 Pro Radeon 9800 XT Radeon 9600 Pro Radeon 9600 XT
Chip R350 R360 RV350 RV360
Taktung (MHz) 380 412 400 500
Renderpipelines 8 8 4 4
Füllrate (Pixel=Texel) 3040MPix/s 3296MPix/s 1600MPix/s 2000MPix/s
TMUs je Pipe 1
Vertexshader DX9 VS2.0
Vertexpipes 4 4 2 2
Dreiecksdurchsatz ~380MT/s ~412MT/s ~200MT/s ~250MT/s
Texturen pro Pass 8 (16)
Pixelshader PS 2.0
Speicher 256MB 256MB 128MB 128MB
Anbindung 256Bit DDR-II 256Bit DDR-II 128Bit DDR 128Bit DDR(-II)
Speichertakt (MHz) 350 365 300 300
Bandbreite 22400 MB/s 23360 MB/s 9600 MB/s 9600 MB/s
Single-Pass Texturops 16(D3D) / 8(oGL) mit Catalyst 3.8
FSAA/AF-Technik** SmoothVision 2.1
RAMDAC 2x400MHz
TV-Encoder integriert
Genauigkeit pro Kanal° 96Bit (FP24)
FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°°
Min. Instr./s 3040M+3040M 3296M+3296M 1600+1600M 2000+2000M
Max. Instr./s 3040M+3040M 3296M+3296M 1600+1600M 2000+2000M
Peak Instr./s 6080M 6592M 3200M 4000M
** Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. ATi verwendet
für 2x und 4x-FSAA ein gedrehtes, für 6x FSAA ein sparsely sampled Raster, bei dem pro Achse
sechs Samples erzeugt werden, die aber niemals Achsenkongruent sind. Das AF von ATi verwendet hier
eine relativ starke Winkeloptimierung, die bei geringem Verzicht auf Bildqualität der Leistung zugute kommt.
° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann.
°° Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [7]
dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisung pro Takt
und Pipeline verarbeiten.

ATi Radeon 9800 Pro/XT ATi Radeon 9600 Pro/XT

Richtig Neues gibt es auch bei ATi nicht zu berichten. So sind auch Radeon 9600 XT und 9800 XT nichts anderes als aufgebohrte Versionen der Vorgängerchips. So wird der R360 weiterhin von TSMC in 0,15µm breiten Strukturen gefertigt, während man im Mittelklassesegment mittlerweile seit einiger Zeit auch auf die 0,13µm-Fertigung vertraut. Dieser ist es wohl auch zu verdanken, dass der RV360 mit brachialen 500 MHz ans Werk geht, dennoch aber immer noch mit den alten 300 MHz Speichertakt daherkommt. Vorteile? Neben einer erhöhten Füllrate kann die Radeon 9600 XT nun auch mehr Shaderopterationen ausführen. Die demnächst kommende Spielegeneration auf Basis von DirectX 9 wird sich freuen. Ein weiteres neues Feature beider Chips ist die integrierte Hardwareüberwachung, die es vormals nur bei Konkurrent nVidia gab. Diese ist dann auch Grundlage für die neue Overdrive-Funktion des Catalyst 3.8, die eine dynamische, temperaturgesteuerte Übertaktung des Grafikchips erlaubt.

Die Karten

Asus Radeon 9800 XT

Ein neuer Stern am Himmel war geboren, als Asus vor einigen Wochen bekannt gab, dass man von nun an auch Grafikkarten auf Basis von ATi-Chips produzieren wird. Die allgemeine Euphorie war groß, denn schließlich gehört die Firma zu den renommiertesten der Welt und ist für die besonders umfangreiche Ausstattung der hauseigenen Produkte bekannt. So gehört die Asus Radeon 9800 XT zu den teuersten Grafikkarten ihrer Klasse und kostet laut Geizhals.at durchschnittlich saftige 530 Euro.

Asus Radeon 9800 XT Asus Radeon 9800 XT

Wie man es von Asus ja bereits hinlänglich gewohnt ist, verzichtet man auch bei den neuen Radeon-Karten auf eine Adaption des Referenzdesigns von ATi und verpasst den Pixelbeschleunigern einen eigens hergestellten und einfach wunderbar anzusehenden Kühler. Natürlich verzichtete auch Asus nicht auf den D-Sub- und DVI-Ausgang. Auch ein TV-Ausgang ist vorhanden, der durch den beigelegten Adapter diverse Ausgabesignale unterstützt.

Asus Radeon 9800 XT Asus Radeon 9800 XT

Neben einem eigenen Kühlsystem wurde auch die Farbe des PCB angepasst und ist nun anstatt in Rot in einem schicken Orange gehalten - die Anordnung der einzelnen Bauteil wurde vom Referenzdesign übernommen. Allerdings verwendet man zum Hardware-Monitoring einen Winbond-Chip, der vom Catalyst-Treiber nicht erkannt wird und somit das Overdrive-Feature über diesen Weg nicht aktivierbar ist. Asus half hier jedoch nach und präsentierte einen eigenen Treiber mit einer ähnlichen Funktion. Unter der massiven Kühllösung bleibt hingegen alles beim alten. So verbaut auch Asus DDR-II-Speicher mit einer Taktfrequenz von 365 MHz und auch der R360-Chip von ATi findet sich in Wärmeleitpaste eingehüllt wieder. Der Speicher kommt von Hynix ist hat eine Zugriffszeit von 2,5 ns, die eine maximale Taktfrequenz von 400 MHz erlauben. Hier ließ man also etwas Raum nach oben, um auch Overclockern einen gewissen Handlungsspielraum gewährleisten zu können. Gekühlt wird der RAM beidseitig von massiven Kupferplatten, die letztendlich auch für das Gesamtgewicht der Karte von fast 500 Gramm verantwortlich sind. Sowohl das Referenzdesign als auch die Lösung von Asus sind beide sehr effizient. Asus verbaut zwei kleine Lüfter mit einem Durchmesser von 4 cm, Sapphire und PowerColor hingegen einen mit einem Durchmesser von 6,5 cm. Dennoch sind auch die der Asus Radeon 9800 XT sehr leise und lassen sich mit dem Tool SmartDoctor noch zusätzlich der Temperaturentwicklung der GPU anpassen. Die Verwendung des ATi Rage Theater-Chips sollte ebenfalls erwähnt werden.

Wie man es von einer solch teuren Grafikkarte wohl auch erwarten kann, hinterließ die Verarbeitungsqualität einen sehr guten Eindruck. Das hohe Gewicht der Asus Radeon 9800 XT macht es dann wohl auch notwendig, alle Komponenten fein säuberlich zu verschrauben. Während der AGP-Port unter dem Gewicht ächzt und stöhnt, freut sich der Hardware-Redakteur über eine leichte Demontage. Hat man die Asus Radeon 9800 XT einmal eingebaut, so fällt beim ersten Blick in die Treibermenüs auf, dass ein Eintrag fehlt. So lässt sich die relativ neue Overdrive-Funktion - wie bereits erwähnt - nicht treiberseitig nutzen und kann nur durch den Asus-eigenen Treiber aktiviert werden.

Asus Radeon 9800 XT Asus Radeon 9800 XT Asus Radeon 9800 XT
Asus Radeon 9800 XT & 9600 XT Asus Radeon 9800 XT

Für einen so hohen Kaufpreis, kann man dann durchaus auch einige Erwartungen an den Lieferumfang stellen. Und, was sollen wir sagen, Asus erfüllt sie voll und ganz. Folgende Dinge fanden sich im größten Grafikkarten-Karton der Welt:

Asus Radeon 9800 XT Asus Radeon 9800 XT Asus Radeon 9800 XT
Asus Radeon 9800 XT Asus Radeon 9800 XT

Angesichts anderer Hersteller muss man Asus geradezu huldigen, denn selten fand man soviel Zubehör bei einer ATi-Grafikkarte. Die letzten Jahre ließen einen Hersteller wie Asus, der viel Wert auf Qualität legt, vermissen. Begeisterung ist das was uns bleibt, jedoch leider mit einem nicht ganz unerheblichen Nachteil: der Preis. Wer nicht auf den Euro achten muss, der sollte nach der Asus Radeon 9800 XT Ausschau halten, denn besser geht es wohl im Moment nicht mehr. Die wohl größte Grafikkarten-Verpackung der Welt versprach nicht zu viel, denn sie beherbergte neben der wohl schwersten Grafikkarte der Welt auch den größten Lieferumfang der Welt. Letzteren Titel muss man sich wohl leider mit der MSI GeForce FX 5950 Ultra teilen, denn auch diese Grafikkarte bietet einen ähnlich ausladenden Lieferumfang.

Asus Radeon 9600 XT

Auch die Radeon 9600 XT ist brandneu und wird natürlich auch von Asus vertrieben. Neben der großen Radeon 9800 XT ist dies das zweite neue Produkt im Portfolio. Da sie hauptsächlich für das mittlere Preissegment entwickelt wurde, kostet sie laut einem Preisvergleich bei Geizhals.at dennoch stolze 220 Euro und gesellt sich somit genau zwischen Radeon 9600 Pro und Radeon 9800 Pro, die die jeweils vorige Chipgeneration verwenden. Auf den Vergleich mit dem RV350 werden wir später nochmals genauer eingehen.

Asus Radeon 9600 XT Asus Radeon 9600 XT

Sieht man einmal vom orangen PCB ab, so setzt auch Asus bei der Radeon 9600 XT auf das Referenzplatinenlayout und verpasst diesem lediglich einen individuellen Kühlkörper. Neben dem alt eingesessenen D-Sub-Ausgang findet sich natürlich auch ein digitaler DVI-Ausgang für TFT-Monitore und ein TV-Ausgang wieder, der über einen mitgelieferten Adapter diverse Signale ausgeben kann. Zur Unterstützung steht ihm der ATi Rage Theater Chip zur Seite.

Asus Radeon 9600 XT

Natürlich möchte Asus auch mit der kleinen XT einen Hauch von Individualität verbreiten und stattet diese mit einer doch recht außergewöhnlichen Kühllösung aus. Während man den RV360-Chips mit einem aktiven Lüfter kühlt, verpasste man auch dem Speicher auf der Vorderseite passiven Kühlelemente aus Aluminium. Der eine der beiden wurde so gefräst, dass er bei der Seitenansicht den Asus-Schriftzug darstellt. Sicherlich nicht alltäglich, brachte es uns auf den ersten Blick doch zum Schmunzeln. Der Nutzen dieser Kühler sei dagegen dahingestellt, da der Speicher auf der Rückseite nicht weiter passiv gekühlt wird. Verbaut werden acht Module im FBGA-Format der Firma Samsung mit einer maximalen Taktfrequenz von 350 MHz und einer Zugriffszeit von 2,8 ns. Angesichts der Referenzkonformen Taktung von 300 MHz wird hier eine passive Kühlung auch gar nicht benötigt, denn selbst unter Last werden die Speicherbausteine nur lauwarm. Auch der verbaute Lüfter mit einem Durchmesser von geradezu niedlich wirkenden 3,5 cm kommt gut mit der vom RV360 produzierten Wärme zurecht und verkraftet die 500 MHz Taktfrequenz ohne weitere Komplikationen. Zu einer alten Radeon 9600 Pro sind kaum äußerliche Unterschiede zu erkennen. Allerdings verwendet man zum Hardware-Monitoring einen Winbond-Chip, der vom Catalyst-Treiber nicht erkannt wird und somit das Overdrive-Feature nicht aktivierbar ist. Asus half hier jedoch nach und präsentiert einen eigenen Treiber mit einer ähnlichen Funktion, dessen Funktionstüchtigkeit wird später in den Benchmarks nochmals überprüfen wollen.

Asus Radeon 9600 XT Asus Radeon 9600 XT Asus Radeon 9600 XT
Asus Radeon 9600 XT Asus Radeon 9600 XT

Natürlich möchte sich Asus auch mit der Radeon 9600 XT von der Konkurrenz absetzen und präsentiert diese Grafikkarte mit dem gewohnt umfangreichen Lieferumfang.

Asus Radeon 9600 XT Asus Radeon 9600 XT Asus Radeon 9600 XT

Hatte man es bei der Radeon 9800 XT bereits vorgemacht, versagte Asus auch bei der kleineren Radeon natürlich nicht. Sieht man einmal von der anderen Grafikkarte ab, so unterscheidet sich der Lieferumfang der Asus Radeon 9600 XT nicht von dem des großen Bruders. Besonders die mitgelieferte Software kann dabei auf ganzer Linie überzeugen. Neben zwei Spiele-Vollversionen bietet Asus seinen Kunden auch eine Spiele-Compilation und diverse andere Helferleinchen, die das Leben am PC vereinfachen sollten. So kann man zum Beispiel mit SmartDoctor die Lüfterdrehzahl der Grafikkarte regulieren und mit Digital VCR beliebige Video-Files aufzeichnen. Alles in allem bietet Asus auch mit der Radeon 9600 XT ein abgerundetes Paket an, das so schnell keine Wünschen offen lassen sollte.

PowerColor Radeon 9800 XT

Auch PowerColor bietet im Rahmen des eigenen Produktportfolios ATis neues Top-Modell an. Die PowerColor Radeon 9800 XT sollte also Top-Performance bieten; leider auch zu einem sehr hohen Preis. Denn laut Geizhals.at muss der geneigte Käufer rund 520 Euro auf den Tisch legen, um eine solche Grafikkarte zu erstehen.

PowerColor Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT

Während Asus ein eigenes Design entwickelt hat, setzt PowerColor auf das von ATi entwickelte Referenzdesign. Dies ist nicht weiter verwerflich, liefert es doch eine tadellose Kühlleistung bei sehr geringer Geräuschkulisse ab. Wie auch der Rest der Konkurrenz bietet PowerColor natürlich neben einem altbekannten D-Sub-Ausgang einen mittlerweile obligatorischen DVI-Ausgang, der Besitzer von digitalen TFT-Displays freudig stimmen wird. Ein TV-Ausgang sowie der extra Stromanschluss, der den R360-Chip mit der Extraportion Strom versorgt, dürfen natürlich nicht fehlen.

PowerColor Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT

Im Gegensatz zu den nVidia-Karten der GeForce FX 5950 Ultra-Serie, die leider wenig durch Schönheit glänzen kann, schuf ATi ein sehr ansprechendes Design, welches von vielen Grafikkartenherstellern adaptiert wird und auch bei den Konsumenten großen Anklang findet. Leider verpasste PowerColor der Abdeckung des Speicherkühlkörpers keinen eigenen Aufkleber. Was wir bei der Radeon 9800 Pro schon gerne hätten gesehen, wurde bei der Radeon 9800 XT endlich eingeführt: eine passive Kühlung für die Kartenrückseite, explizit für die Rückseite des Grafikchips, die unter Last doch recht heiß wird. Auch die Kühlung auf der Vorderseite hat beachtlich an Größe zugelegt, wird der R360 doch immer noch im 0,15µm-Verfahren gefertigt und erzeugt somit eine ganze Menge Abwärme, die gebändigt werden will. Der verbaute Lüfter mit einem Durchmesser von rund 6,5 cm bewältigt diese Aufgabe jedoch mit Bravour und ist dabei sogar noch sehr leise. Auch die Verarbeitungsqualität verdient zusätzliches Lob. Feinsäuberlich verschraubt wird die Kühllösung der PowerColor Radeon 9800 XT zum Traum eines jeden Hardwareredakteurs, der aus purer Neugier einen Blick drunter werfen möchte.

Während Sapphire auf Speicher aus dem Hause Samsung setzt, verbaut PowerColor Module von Hynix im BGA-Format. Diese haben eine Zugriffszeit von 2,5 ns und sind somit für eine maximale Taktrate von 400 MHz zugelassen. Hier ließ man also für Overclocker ein gutes Stück Raum nach oben, denn standardmäßig taktet die Karte nur mit 365 MHz.

PowerColor Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT
PowerColor Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT

Während sich die Ausstattung vieler Radeon 9800 Pro-Karten eher spärlich gestaltete, fangen die vielen Hersteller bei den 9800 XTs langsam wieder mit dem Kleckern an. Den Kunden wird's freuen, denn der bekommt "Gratis"-Spiele und andere Software. Der Lieferumfang der PowerColor Radeon 9800 XT sieht wie folgt aus:

PowerColor Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT

Für den Kaufpreis von rund 520 Euro erhält der Kunde also neben einer außerordentlich guten Performance auch einen guten Lieferumfang, der zwar nicht ganz an die Konkurrenz von Asus oder MSI herankommt, sich aber dennoch positiv im niedrigeren Preis niederschlägt. Der für XT-Karten typische Gutschein für das heiß erwartete Half-Life 2 fehlt natürlich auch bei der PowerColor Radeon 9800 XT nicht und die übrigen Spiele sind immer wieder gern gesehene Beilagen. Vergleicht man diese Grafikkarten mit der Konkurrenz, so bietet sie für den zweithöchsten Preis den zweitbesten Lieferumfang. Wer mehr möchte, der soll zur Asus Radeon 9800 XT greifen. Minimalisten und Puristen greifen hingegen zur aktuellsten Radeon aus dem Hause Sapphire; der Rest kaufe bitte die PowerColor Radeon 9800 XT ;-)

Sapphire Atlantis Radeon 9800 XT

Natürlich bietet auch Sapphire eine Radeon 9800 XT an und rundet somit das hauseigene Produktportfolio nach oben hin ab. Selbstverständlich hat diese Leistung ihren Preis. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Preis von rund 500 Euro für dieses Prunkstück. Sicherlich kein Schnäppchen, dennoch erhält der Käufer für sein Geld auch eine ganze Menge Features und eine Performance, die momentan ihres Gleichen sucht.

Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT

Vergleicht man die Karte mit dem Modell der Firma PowerColor, so fallen auf den ersten Blick nur wenig Differenzen auf. Natürlich platziert auch Sapphire auf ihrer Radeon 9800 XT neben einem D-Sub-Ausgang für analoge Monitore auch einen digitalen DVI-Ausgang. Der TV-Ausgang fehlt ebenso wenig wie der in der Oberklasse obligatorische Stromanschluss.

Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT

Um sich von der zahlreichen Konkurrenz zu distanzieren, verpasst Sapphire der Plastik-Abdeckung der Kühlkonstruktion einen eigenen Aufkleber, der das Firmenlogo und das firmeneigene Alien zeigt. Unter dem Kühlkörper befinden sich jeweils vier Speicherchips, die von Samsung im BGA-Faktor hergestellt werden und den Spezifikationen des DDR-II-Standards entsprechen. Sie besitzen eine Zugriffszeit von 2,26 ns und können somit maximal 440 MHz verkraften, takten jedoch nur mit 365 MHz. Hier ließ man also für Overclocker Raum nach oben, den es gilt auszunutzen. Nach der doch schon sehr heißen Radeon 9800 Pro, hat sich ATi nun bekanntlich auch entschlossen die Rückseite der Platine mit einem passiven Kühlkörper aus Kupfer zu versehen. Auch die Grundplatte der vorderen Kühleinheit besteht aus massiven Kupfer und verhilft der Karte zu einem Gesamtgewicht von fast 500 Gramm. Angesichts der 412 MHz Taktfrequenz des R360-Chips sind diese Kühlmethoden allerdings auch bitter nötig, denn der in 0,15µm breiten Strukturen produzierte Grafik-Chip entwickelt während des Betriebes eine beachtliche Wärmemenge.

Die verbaute Kühllösung verdient zusätzliches Lob. Man entschied sich für einen relativ großen Lüfter mit 6,5 cm Durchmesser, der dank seiner niedrigen Drehzahl so gut wie gar nicht zu hören ist, dennoch aber genug Luft fördert, um den Chip und den Speicher auf der Vorderseite auf erträglicher Temperatur zu halten. Auch die Verarbeitungsqualität ist ohne Fehl und Tadel. Während bei der Konkurrenz oftmals billiges Plastik vorherrscht, wird bei den Radeon 9800 XT-Karten alles feinsäuberlich verschraubt. Den Hardware-Redakteur freut“s, denn selten zuvor konnte man eine Kühlapparatur so einfach demontieren. Der AGP-Port wird allerdings ächzen und stöhnen.

Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT PowerColor Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT
Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT

Für einen Kaufpreis von immerhin rund 550 Euro kann der Käufer natürlich auch etwas erwarten. So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass Sapphire die Radeon 9800 XT in einem sehr schicken Karton mit Sichtfenster auf der Rückseite ausliefert. Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:

Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT
Sapphire Radeon 9800 XT Sapphire Radeon 9800 XT

Ausgewogen, so präsentierte sich uns der gebotene Lieferumfang der Sapphire Radeon 9800 XT. Neben den zum guten Ton gehörenden Kabeln und Adaptern liefert Sapphire das mittlerweile altbekannte Tomb Raider - The Angel of Darkness aus, welches eines der ersten Spiele ist, die wirklich Shader nach den DirectX 9-Spezifikationen nutzt. Ein weiteres Highlight ist natürlich der beigelegte Gutschein für Half-Life 2, welcher nach Erscheinen des Spieles eine Kopie für den Käufer sichert. Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns die schicke und vor allem sehr aufgeräumte Verpackung, die auffallend klein ist, dennoch aber frei nach dem Motto "klein, aber fein" viel in sich verbirgt. Ob das Paket dann knapp 500 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst klären. In unserem Test war die Sapphire Atlantis Radeon 9800 XT die günstigste Karte ihrer Klasse, bietet jedoch aber auch den kleinsten Lieferumfang.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition

Nachdem Sapphire bereits mit der Atlantis Radeon 9800 XT ein neues Top-Produkt auf den Markt gebracht hat, verpasst man auch der hauseigenen Mittelklasse einen Neuanstrich und veröffentlicht eine Radeon 9600 XT in der schnelleren Fireblade Edition. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von etwas mehr als 170 Euro. Für eine Grafikkarte mit solch einer guten Leistung kann der angegebene Preis schon durchaus als Schnäppchen geltend gemacht werden.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition

Auch Sapphire fällt mit der Radeon 9600 XT nicht aus dem Rahmen und verbaute auf dem PCB neben einem altbewährten D-Sub-Ausgang einen solchen digitalen DVI-Anschluss und den wohl mittlerweile obligatorischen TV-Ausgang. Während Asus noch zusätzlich einen Rage Theater Chip verbaut, verzichtete Sapphire leider auf dieses immer wieder gern gesehene Feature.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition

Wie schon von der alten Atlantis Radeon 9600 Pro bekannt, setzt Sapphire bei der Fireblade Edition nicht auf das Standard-Design von ATi. Während das Built-by-ATi-Modell durchweg rot daherkommt, setzt man bei Sapphire auf ein schickes Schwarz, behält ansonsten die Anordnung der einzelnen Bauteile aber bei. Um sich weiterhin von der Masse der Mitbewerber abzuheben, verpasste man auch der 9600 XT den bekannten Kühlkörper, der zwar besser aussieht als das Pendant von ATi, dennoch aber nicht viel leiser ist und auch nicht viel mehr Leistung erbringt. Auf weitere passive Speicherkühler verzichtete man. Waren diese bei einer GeForce FX 5700 Ultra noch bitter nötig, kommt auch die Radeon 9600 XT weiterhin ohne diese aus. Dies liegt in erster Linie wohl an dem verhältnismäßig geringen Speichertakt von rund 325 MHz (effektiv 650 MHz). Wie von Sapphire bereits bekannt, verbaute man auch in diesem Fall Speicher aus dem Hause Samsung im FBGA-Format. Dieser trägt die Seriennummer K4D263238E-GC2A und ist für eine maximale Taktfrequenz von 350 MHz ausgelegt. Da die Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT in der Fireblade Edition mit 325 MHz Taktfrequenz ausgestattet ist, ließ man hier insgesamt 25 MHz Raum nach oben für weitere Übertaktungsversuche. So muss man Sapphire also durchweg Lob für die Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition aussprechen.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition
Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition

Vor allem in der grafischen Mitteklasse setzten die meisten Hersteller in erster Linie vor allem auf eine Kostenersparnis, denn besonders der Markt der Grafikkarten zwischen 100 und 200 Euro ist heftig umkämpft. Folgendes präsentiert Sapphire dem Käufer einer Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition:

Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition

Mit einem durchschnittlichen Straßenpreis von rund 170 Euro war die Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition mit die günstigste aller getesteten 9600 XTs. Für einen solch niedrig angesetzten Preis sollte man dann auch keine Weltwunder vom Lieferumfang erwarten. Dennoch wird der durchschnittliche Käufer vom Gebotenen sicherlich nicht enttäuscht sein. So sind neben allen nötigen und nützlichen Kabeln auch mit Tomb Raider - Angel of Darkness und einem Gutschein für Half-Life 2 noch zwei weitere Extras mit von der Partie. Entgegen der Einheitstristesse setzt Sapphire auf ein Eigendesign beim Kühlkörper und spendierte dem Speicher zusätzlich effektiv 50 MHz mehr Takt. Wer eine günstige und schnelle Grafikkarte sucht, der könnte mit der Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT am Ziel angelangt sein.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro

Doch nicht nur die brandneuen Grafikkarten des Herbstes fanden den Weg in unseren Artikel. Nein, denn auch ein altbekanntes Gesicht fand sich erneut im Aufgebot dieses Tests wieder: die Radeon 9600 Pro. Dieses Mal in persona der Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro mit 128 MB Speicher. Nachdem wir bereits in einem früheren Artikel die etwas ausgebohrte Fireblade Edition [10] begutachten konnten, folgt nun die normale Variante. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Preis von knapp 145 Euro.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro

Wie man es mittlerweile von so gut wie allen Grafikkarten gewohnt ist, bietet natürlich auch Sapphire an der Atlantis Radeon 9600 Pro eine Reihe von Anschlussmöglichkeiten, die sicherlich keine Wünschen offen lassen sollten. So bietet die Karte neben dem altgedienten D-Sub-Ausgang für analoge TFT- oder CRT-Monitore auch den digitalen DVI-Ausgang zum Anschluss eines digitalen Flat-Panels. Ebenfalls mit von der Partie ist der TV-Ausgang, der bewegte Bilder vom PC auf den Fernseher transportiert. Aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Stromverbrauches konnte man bei den Radeon 9600 Pro-Karten auf einen Stromanschluss verzichten.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro

Sapphire vertraut bei der Produktion der Atlantis Radeon 9600 Pro auf das bewährte Referenzdesign und liefert dies mit einem schicken, schwarzen PCB aus. Im Sinne der Markenidentifikation verbaut man einen hübsch anzusehenden Lüfter, der zudem noch sehr leise zu Werke geht und gegenüber dem Modell der Radeon 9800 Pro noch etwas kleiner ist. Dies liegt in erster Linie am allgemein kleineren RV350 Chip, der bereits in 0,13µm breiten Strukturen bei TSMC gefertigt wird. Der R350 der Radeon 9800 Pro wird derweil noch in 0,15µm produziert. Beim Speicher vertraut Sapphire auf acht Speicherchips mit einer Gesamtdichte von 128 MB. Dieser besitzt eine Zugriffszeit von 3,3ns und ist somit für Taktraten von bis zu 300 MHz geeignet; gefertigt wird er im TSOP-II Package. Leider ließ man hier keinen Spielraum für Übertaktungsversuche, denn der Speicher wird auf einer Radeon 9600 Pro standardgemäß mit eben diesen 300 MHz betrieben. Während des Betriebes unter Last wurde der verbaute DDR1-Speicher nur lauwarm. Der Chiptakt beträgt 400 MHz.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro
Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro

Was Sapphire mit der Atlantis Radeon 9600 Pro in Sachen Performance zu bieten hat, klären wir später. Doch wie sieht es mit dem Lieferumfang aus? Folgendes legt Sapphire der Karte bei:

Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro

Nichts Berauschendes aber dennoch für den gebotenen Kaufpreis eine solide Leistung. Neben der guten Performance bietet die Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro einen als gut zu bezeichnenden Lieferumfang, der zwar nicht an die Konkurrenz von Asus heranreicht, jedoch auch preislich auch nicht so stark ins Gewicht fällt. Wer eine gute und günstige Grafikkarte sucht, der könnte hier an der richtigen Stelle sein.

nVidia vs. ATi

Nachdem wir bereits im Vorfeld genauer auf die einzelnen Karten und die Features der darauf verbauten Grafikchips eingegangen sind, wollen wir nun nochmals die aktuellen Top-Modelle der beiden Kontrahenten gegenüberstellen und ihre Stärken und Schwächen hervorheben.

Die aktuelle Herbstkollektion
FX5950 Ultra FX5700 Ultra Radeon 9800XT Radeon 9600XT
Chip nV38 nV36 R360 RV360
Taktung (MHz) 475 475 412 500
Renderpipelines* 4(8) 4 8 4
Pixelfüllrate 1900MPix/s 1900MPix/s 3296MPix/s 2000MPix/s
TMUs je Pipe 2 1 1 1
Texelfüllrate 3800 MTex/s 1900MTex/s 3296MTex/s 2000MTex/s
Vertexshader DX9 VS2.0+
Vertexpipes (3) (3) 4 2
Dreiecksdurchsatz ~356MT/s ~356MT/s ~412MT/s ~250MT/s
Texturen pro Pass 8 (16)
Pixelshader PS 2.0+
Speicher 256MB 128MB 256MB 128MB
Anbindung 256Bit DDR 128Bit DDR-II 256Bit DDR-II 128Bit DDR(-II)
Speichertakt (MHz) 475 450 365 300
Bandbreite 30400 MB/s 14400 MB/s 23360 MB/s 9600 MB/s
Single-Pass Texturop.** 16(D3D) / 4(oGL) 16(D3D) / 8(oGL)
FSAA/AF-Technik IntelliSample HCT° SmoothVision 2.1°°
RAMDAC 2x400MHz
TV-Encoder integriert
Genauigkeit pro Kanal°°° 128Bit (FP32) 96Bit (FP24)
FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°°°°
Min. Instr./s 0+3800M 0+1900M 3296M+3296M 2000+2000M
Max. Instr./s 3800+1900M 1900+950M 3296M+3296M 2000+2000M
Peak Instr./s 5700M 2850M 6592M 4000M
* nVidia gibt zwar ein Maxium von 8 Pixeln pro Takt an, dies trifft aber nur für Z- und Stenciloperationen
zu. Ansonsten verhalten sich nV30, nV35 und auch der nV38 wie ein Design mit vier Pipelines à zwei TMUs
** Stand: ForceWare 52.16 und Catalyst 3.8
° Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF.
Bei nVidia kommt beim FSAA bis 2x ein gedrehtes Raster zum Einsatz. Das AF
von nVidia ist nur sehr gering winkelabhängig. Zusätzlich bewirbt nVidia beim nV35, nV36
und nV38 eine Kompressionstechnologie für hohe Auflösungen (HCT), die verlustbehaftet,
aber laut nVidia, nicht sichtbar, den gesamten Content komprimiert.
°° Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF.
ATi verwendet für 2x und 4x-FSAA ein gedrehtes, für 6x FSAA ein sparsely sampled Raster, bei
dem pro Achse sechs Samples erzeugt werden, die aber niemals Achsenkongruent sind.
Das AF von ATi verwendet hier eine relativ starke Winkeloptimierung, die bei geringem Verzicht
auf Bildqualität der Leistung zugute kommt.
°°° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann.
°°°° Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [7]
dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisungen pro Takt
und Pipeline verarbeiten, der nV30 kann bis zu acht Texturanweisungen verarbeiten und dabei je zwei
Texturanweisungen gegen eine Arithmetik-Op eintauschen und nV35 und nV38 können ebenfalls acht
Textur-Ops plus vier Arithmetik-Ops pro Takt und Pipeline ausführen und sind zu demselben Tauschgeschäft,
wie der nV30 in der Lage.

Betrachtet man diese Daten genauer, so fällt schnell auf, dass sowohl die Produkte von nVidia als auch von ATi ihre Vorteile haben. So kann nVidia vor allem durch eine hohe Speicherbandbreite glänzen, die bei der GeForce FX 5950 Ultra rekordverdächtige 30400 MB/s erreicht. ATis Top-Produkt, die Radeon 9800 XT, bringt es gerade einmal auf 23360 MB/s. Wie sich dieser vermeintliche Nachteil in der Praxis auswirkt, wollen wir später in den Benchmarks nochmals ausführlich klären. Eine Stärke beider Chips von ATi ist hingegen die Shaderleistung, die die Konkurrenz von nVidia jeweils übertrumpft. Dies wird wohl vor allem im Hinblick auf shaderlastige DirectX 9-Spiele immer wichtiger werden, so dass die Chips aus Kanada hier einen leichten Vorteil verbuchen können. Auch bei der Qualität des Anti-Aliasing und der anisotropen Filterung hat ATi mit der SmoothVision 2.1-Technik die Nase vorn; hier kann nVidia leider nicht mithalten. So kann man als kleine Zusammenfassung feststellen, dass GeForce FX 5950 und 5700 Ultra in erster Linie durch ihre hohen Taktraten glänzen können, während ATi mehr auf Effizienz baut und ihren Chips durch mehr Renderingpipelines einen Vorteil verschafft.

Shaderdiskussionen

Gerade in den vergangenen Monaten war es vielerseits und vielerorts eines der Top-Gesprächsthemen, wenn es um aktuelle Grafikprozessoren ging. Die Rede ist natürlich von der Shader-Leistung der Sprösslinge der beiden Marktanteilsriesen ATi und nVidia. Alles fing mit den ersten Benchmarkwerten von Half-Life 2 an und gipfelte kurze Zeit später in Tomb Raider - Angel of Darkness. Während man bei Lara Crofts neuestem Abenteuer Shader und DirectX 9-Effekte eher sporadisch einsetzt, basiert die Source-Engine von Half-Life 2 zu einem sehr großen Teil auf modernen Shadern und sieht auch dementsprechend atemberaubend aus. Doch diese Shader, egal ob Version 1, 1.4 oder 2.0, stellen hohe Anforderungen an die Hardware, so dass die Grafikkarten der Zukunft vor allem hier an Leistung gewinnen müssen.

Erste Vergleiche der zwei großen Konkurrenten ergaben ein für nVidia erschreckendes Bild. Das damalige Spitzen-Produkt, die GeForce FX 5900 Ultra, musste sich selbst einer vermeintlich schwachen Radeon 9600 Pro geschlagen geben und wurde von der Radeon 9800 Pro ungeahnt krass deklassiert. Viele suchten den Sündenbock in einer Optimierung für ATi-Karten, andere aber tauchten tiefer in die Materie ein und kamen zu dem Schluss, dass nVidias Shader-Hardware der von Erzkonkurrent ATi in vielerlei Hinsicht unterlegen sei. Während dieser Diskussion kam vor allem die Rohleistung, die sogenannte Raw-Performance, der nVidia-Karten unter die Räder. Hier hatte man offensichtlich erhebliche Defizite gegenüber ATi und versucht seitdem durch neue Treiber diesem ingenieur'schen Fauxpas entgegen zu wirken. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in einem Artikel der Kollegen vom 3DCenter, die der Architektur [7] des nV3x einmal genauer auf den Zahn gefühlt haben, sowie in unserer Kolumne CineFX - Fehlschlag oder Fiasko [11].

Auch wir wollen zu diesem Thema ein wenig Licht ins Dunkel bringen und der Shader-Leistung der vier neuen Grafikchips beider großen Hersteller auf die Finger schauen. Zu diesem Zweck nutzen wir mit ShaderMark 2.0 ein aktuelles Direct X9-Benchmarkprogramm, welches anhand von insgesamt 22 verschiedenen Tests die Shader-Leistung von Grafikkarten ermittelt. Natürlich sind diese Shader konform den Normen von Microsofts DirectX 9 und sollten somit besonders interessant im Hinblick auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Shadern der Version 2.0 sein.

ShaderMark v2.0 ShaderMark v2.0 ShaderMark v2.0

ShaderMark 2.0

 Shader 1:
Radeon 9800 XT
152,00
Radeon 9600 XT
91,00
GeForce FX 5950 Ultra
86,00
GeForce FX 5700 Ultra
42,00
 Shader 2:
Radeon 9800 XT
104,00
Radeon 9600 XT
62,00
GeForce FX 5950 Ultra
58,00
GeForce FX 5700 Ultra
30,00
 Shader 3:
Radeon 9800 XT
106,00
Radeon 9600 XT
63,00
GeForce FX 5950 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
GeForce FX 5700 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
 Shader 4:
Radeon 9800 XT
84,00
Radeon 9600 XT
51,00
GeForce FX 5950 Ultra
50,00
GeForce FX 5700 Ultra
25,00
 Shader 5:
Radeon 9800 XT
110,00
Radeon 9600 XT
66,00
GeForce FX 5950 Ultra
54,00
GeForce FX 5700 Ultra
26,00
 Shader 6:
Radeon 9800 XT
95,00
Radeon 9600 XT
57,00
GeForce FX 5950 Ultra
52,00
GeForce FX 5700 Ultra
26,00
 Shader 7:
Radeon 9800 XT
82,00
Radeon 9600 XT
50,00
GeForce FX 5950 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
GeForce FX 5700 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
 Shader 8:
Radeon 9800 XT
74,00
Radeon 9600 XT
45,00
GeForce FX 5950 Ultra
29,00
GeForce FX 5700 Ultra
15,00
 Shader 9:
Radeon 9800 XT
155,00
Radeon 9600 XT
92,00
GeForce FX 5950 Ultra
88,00
GeForce FX 5700 Ultra
31,00
 Shader 10:
Radeon 9800 XT
134,00
GeForce FX 5950 Ultra
87,00
Radeon 9600 XT
80,00
GeForce FX 5700 Ultra
43,00

Shaderdiskussionen (Fortsetzung)


ShaderMark 2.0

 Shader 11:
Radeon 9800 XT
90,00
Radeon 9600 XT
55,00
GeForce FX 5950 Ultra
54,00
GeForce FX 5700 Ultra
25,00
 Shader 12:
Radeon 9800 XT
63,00
Radeon 9600 XT
32,00
GeForce FX 5950 Ultra
30,00
GeForce FX 5700 Ultra
15,00
 Shader 13:
Radeon 9800 XT
58,00
GeForce FX 5950 Ultra
21,00
Radeon 9600 XT
20,00
GeForce FX 5700 Ultra
14,00
 Shader 14:
Radeon 9800 XT
84,00
Radeon 9600 XT
48,00
GeForce FX 5950 Ultra
47,00
GeForce FX 5700 Ultra
17,00
 Shader 15:
Radeon 9800 XT
62,00
GeForce FX 5950 Ultra
39,00
Radeon 9600 XT
38,00
GeForce FX 5700 Ultra
16,00
 Shader 16:
Radeon 9800 XT
9,00
GeForce FX 5950 Ultra
8,00
GeForce FX 5700 Ultra
5,00
Radeon 9600 XT
5,00
 Shader 17:
Radeon 9800 XT
66,00
Radeon 9600 XT
38,00
GeForce FX 5950 Ultra
5,00
GeForce FX 5700 Ultra
3,00
 Shader 18:
Radeon 9800 XT
23,00
Radeon 9600 XT
14,00
GeForce FX 5950 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
GeForce FX 5700 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
 Shader 19:
Radeon 9800 XT
37,00
Radeon 9600 XT
22,00
GeForce FX 5950 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
GeForce FX 5700 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
 Shader 20:
Radeon 9800 XT
41,00
Radeon 9600 XT
24,00
GeForce FX 5950 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
GeForce FX 5700 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
 Shader 21:
Radeon 9800 XT
23,00
Radeon 9600 XT
14,00
GeForce FX 5950 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
GeForce FX 5700 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
 Shader 22:
Radeon 9800 XT
35,00
Radeon 9600 XT
26,00
GeForce FX 5950 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich
GeForce FX 5700 Ultra
0,00
Hinweis: keine Messung möglich

Während es die Benchmarkergebnisse von Half-Life 2 damals haben erahnen lassen, bestätigen unsere, in ShaderMark 2.0 ermittelten, Werte die Befürchtungen. Die von nVidia entwickelten Shader sind offensichtlich ohne die sehr starke Optimierung seitens des Treibers und der Spieleentwickler nicht die schnellsten. Konform mit den Richtlinien von DirectX 9, ermittelten wir im ShaderMark für nVidia nahezu desaströse Ergebnisse. So muss sich das momentane Flaggschiff, die GeForce FX 5950 Ultra, in der Shaderleistung oftmals einer Radeon 9600 XT aus dem Hause ATi geschlagen geben. Die Radeon 9800 XT ist teilweise mehr als doppelt oder dreimal so schnell wie der nV38. Die GeForce FX 5700 Ultra liegt hoffnungslos auf dem letzten Platz, und das trotz der hohen Speicherbandbreite und dem recht hohen Chiptakt. Sie bringt nur knapp 30 bis 50 Prozent der Leistung einer Radeon 9600 XT.

Offensichtlich scheint dieses Tool den nVidia-Karten nicht alle Tests zumuten zu wollen, denn einige Shader konnten schlichtweg auf nVidia-Hardware nicht dargestellt werden. Dies liegt allerdings nicht an einer fehlenden DirectX 9-Kompatibilität, sondern vielmehr daran, dass der Shadermark zur Darstellung einiger Shader von FP-Render Targets Gebrauch macht, die unter DX9 allerdings optional sind und zur Zeit von den nVidia-Treibern nicht unterstützt werden. Die Radeon 9600 XT ist jeweils immer knapp halb so schnell wie der große Bruder und freut sich über den Chiptakt von satten 500 MHz, der Abstriche wie z.B. nur vier Renderingpipelines mehr als gut kaschiert. Auch die interne Rechengenauigkeit von 96 bit reicht vollkommen aus, um alle DirectX-Effekte darzustellen.

Die von nVidia entwickelte CineFX-Architektur scheint mit DirectX 9 nicht so gut zurechtzukommen, wie man es sich ursprünglich bei nVidia gewünscht hätte. Derweil ist auch die Rohleistung der Shader der nVidia-Karten der Konkurrenz von ATi unterlegen, so dass die GeForce FX-Reihe mit Sicherheit noch einige Optimierungen über sich ergehen lassen muss. ATi ist bis dahin fein raus, denn Microsoft hatte damals die DirectX 9-API aus Mangel an Alternativen auf die eigenen Grafikchips zugeschnitten und somit einen nicht zu vernachlässigen Trumpf für die Kanadier erschaffen. Um zumindest dieses Problem aus der Welt zu schaffen, arbeitet nVidia zur Zeit angeblich mit Microsoft an DirectX 9.1, das wesentlich besser mit der CineFX-Architektur umgehen können soll. Allerdings müssen erst einmal Spiele erscheinen, die auf die neue Revision der API zugeschnitten sind (oder überhaupt DirectX 9 voraussetzen). Bis dahin muss nVidia wohl das Wort "Zukunftssicherheit" aus dem eigenen Wortschatz streichen, denn die oben angegebenen Ergebnisse stimmen uns nicht gerade optimistisch, was Half-Life 2 und Co. angeht.

Testsystem

Benchmarks

Kleines Vorwort zu den Benchmarks: Da wir im Vorfeld bereits auf das Gros der heute vertretenen Grafikkarten eingegangen sind, präsentieren wir euch im Rahmen dieses Artikels keinen so ausführlichen Benchmarkparcours. Auf den äußerst interessanten Kampf zwischen ATi Radeon 9600 XT und nVidia GeForce FX 5700 Ultra wollen wir dennoch nochmals separat eingehen und hoffen anhand der bereitgestellten Benchmarkergebnisse eine zutreffende Aussage zur jeweiligen Performance geben zu können. Auch der Vergleich zwischen Radeon 9800 XT und GeForce FX 5950 Ultra wird von uns natürlich nicht unkommentiert gelassen. Dazu jedoch später mehr. Bei allen Radeon 9800 XT-Karten aktivierten wir im Treiber das Overdrive-Feature, fügten jedoch zusätzlich noch einen Wert ohne dieses Feature ein. Um die Aussagekräftigkeit unserer Ergebnisse zu bewahren, testeten wir die Produkte beider Hersteller bei gleichen Bildqualitätseinstellungen. Eigentlich hatten wir ursprünglich geplant, sowohl den Catalyst- als auch den Detonator-Treiber auf die schnellsten Settings zu trimmen, mussten aber von diesem Vorhaben nach einigen Testdurchläufen aber absehen. Was uns dabei auffiel, das gibt es im Abschnitt "Bildqualität" [13].

Wirft man einen Blick auf die Seitenabrufzahlen unserer Artikel, so fällt auf, dass trotz einiger Kontroversen die Produkte aus dem Hause Futuremark stets großen Anklang bei unseren Lesern finden. Diese Tatsache im Hinterkopf, beschlossen wir auch in diesem Artikel 3DMark 03 Version 340 zum Zuge kommen zu lassen. Im Vergleich zur Version 330 ergaben sich bei ATi-Karten keine Verschiebungen, ganz im Gegenteil zu nVidia. Hier hatte man offensichtlich im 52.15 ForceWare-Treiber einige Optimierungen diesbezüglich eingebaut. 3DMark 2001 strichen wir aus dem Programm, da dort langsam aber sicher eine immer größer werdende CPU-Limitierung greift. Bei der Auswahl der Spiele griffen wir auf Altbewährtes zurück und nahmen gleichzeitig mit Enemy Territory einen relativ neuen Vertreter der OpenGL-Fraktion auf Basis der Quake 3-Engine mit ins Programm. AquaNox 2 - Revelation ist sogar seit dem neuesten Patch um einige DirectX 9-Effekte reicher und unterstützt ebenso Intels HyperThreading-Technologie. Halo gehört ebenfalls zur neuen Spiele-Generation und unterstützt einige Effekte nach Pixel-Shader 2.0. Bei Unreal Tournament 2003 griffen wir nicht auf die altbewährte eingebaute Benchmarkfunktion zurück, sondern bedienten uns der Pyramid-Demo der Kollegen vom 3DCenter. Diese simuliert unser Meinung nach besser echtes Gameplay und wirkt viel weniger synthetisch als der Flyby-Modus des normalen Benchmarks.

Synthetische Benchmarks

3DMark 03


3DMark 03

 1024x768x32:
Sapphire Radeon 9800 XT OD
6.631
PowerColor Radeon 9800 XT OD
6.622
Asus Radeon 9800 XT
6.537
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
6.108
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
5.904
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
5.860
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
5.642
MSI GeForce FX 5950 Ultra
5.640
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
5.634
GeForce FX 5900 Ultra
5.296
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
4.177
Asus Radeon 9600 XT
3.922
Gainward FX PowerPack!
3.695
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
3.486
Sapphire Radeon 9600 Pro
3.445
 1024x768x32 4xAA/8xAF:
Sapphire Radeon 9800 XT OD
3.130
PowerColor Radeon 9800 XT OD
3.126
Asus Radeon 9800 XT
3.087
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
3.072
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
2.804
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
2.800
MSI GeForce FX 5950 Ultra
2.799
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
2.748
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
2.701
GeForce FX 5900 Ultra
2.627
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
1.937
Gainward FX PowerPack!
1.863
Asus Radeon 9600 XT
1.807
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
1.723
Sapphire Radeon 9600 Pro
1.601
 1280x1024x32:
PowerColor Radeon 9800 XT OD
5.025
Sapphire Radeon 9800 XT OD
5.015
Asus Radeon 9800 XT
4.945
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
4.544
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
4.411
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
4.364
MSI GeForce FX 5950 Ultra
4.158
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
4.156
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
4.149
GeForce FX 5900 Ultra
3.914
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
2.978
Asus Radeon 9600 XT
2.800
Gainward FX PowerPack!
2.646
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
2.487
Sapphire Radeon 9600 Pro
2.461
 1280x1024x32 4xAA/8xAF:
PowerColor Radeon 9800 XT OD
2.302
Sapphire Radeon 9800 XT OD
2.299
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
2.244
Asus Radeon 9800 XT
2.236
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
2.042
MSI GeForce FX 5950 Ultra
2.041
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
2.039
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
1.996
GeForce FX 5900 Ultra
1.900
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
1.884
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
1.307
Gainward FX PowerPack!
1.269
Asus Radeon 9600 XT
1.225
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
1.174
Sapphire Radeon 9600 Pro
1.086
Angaben in Punkten

Seit dem neuesten Patch auf die Version 340 zeigt sich im 3DMark03 für nVidia ein eher trauriges Bild auf. So liegt das momentane Flaggschiff, die GeForce FX 5950 Ultra, nur weit abgeschlagen hinter der Radeon 9800 XT und muss sich oftmals sogar einer Radeon 9800 Pro geschlagen geben. Erst das Zuschalten von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung bringt die FX 5950 Ultra wieder näher an die Konkurrenz heran. Leider gelingt nVidia aber auch an dieser Stelle nicht der Sprung an die Spitze.

ATis Overdrive-Funktion fruchtet im 3DMark03 hingegen kaum. Im Schnitt legen die Radeon 9800 XTs unter Verwendung dieses Features lediglich 50 bis 100 Punkte zu. Weitaus effektiver zeigt sich hingegen MSIs D.O.T.-Funktion, die der hauseigenen GeForce FX 5950 Ultra Beine macht. Diese Effektivität kommt wohl in erster Linie vom weit gesteigerten Speicherdurchsatz, der jede Radeon 9800 XT in die Schranken verweist. Besonders mit hohen Qualitätseinstellungen könnte dieser Umstand ein klarer Vorteil sein, da die aktuellen Bildoptimierungstechniken oftmals stark von der Speicherbandbreite abhängen. Dennoch geht die Radeon 9800 XT klar als Sieger aus diesem Benchmark hervor.

Auch der Kampf in der Mittelklasse ist durchaus interessant. Hier kann sich eine Radeon 9600 XT trotz nur 300 MHz Speichertakt gut gegen eine GeForce FX 5700 Ultra behaupten und gewinnt fast jedes Duell für sich. Einzig das übertaktete Modell von Gainward ist in der Lage, die Standard-Radeon 9600 XT in die Schranken zu weisen und dies wohl nicht zuletzt dank der enormen Bandbreite - resultierend aus 1000 MHz Speichertakt. Die Radeon 9600 Pro belegt den letzten Platz. Auch den Kampf in der Mittelklasse entscheidet ATi mit der 9600 XT also für sich.

AquaMark 3

AquaMark 3

 1024x768x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
54,69
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
51,61
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
51,59
MSI GeForce FX 5950 Ultra
51,54
GeForce FX 5900 Ultra
49,33
Sapphire Radeon 9800 XT OD
48,64
PowerColor Radeon 9800 XT OD
48,60
Asus Radeon 9800 XT
48,36
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
45,94
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
45,93
Gainward FX PowerPack!
37,74
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
36,20
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
35,34
Asus Radeon 9600 XT
34,47
Sapphire Radeon 9600 Pro
29,39
 1024x768x32 4xAA/8xAF:
PowerColor Radeon 9800 XT OD
40,06
Sapphire Radeon 9800 XT OD
40,02
Asus Radeon 9800 XT
39,59
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
36,99
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
36,70
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
36,63
MSI GeForce FX 5950 Ultra
33,41
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
33,33
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
33,32
GeForce FX 5900 Ultra
30,96
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
26,62
Asus Radeon 9600 XT
25,02
Gainward FX PowerPack!
21,67
Sapphire Radeon 9600 Pro
21,54
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
20,07
 1280x1024x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
47,52
MSI GeForce FX 5950 Ultra
43,95
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
43,90
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
43,85
GeForce FX 5900 Ultra
41,50
PowerColor Radeon 9800 XT OD
41,23
Sapphire Radeon 9800 XT OD
41,17
Asus Radeon 9800 XT
40,91
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
38,45
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
38,38
Gainward FX PowerPack!
29,26
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
27,38
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
27,24
Asus Radeon 9600 XT
25,82
Sapphire Radeon 9600 Pro
21,81
 1280x1024x32 4xAA/8xAF:
Sapphire Radeon 9800 XT OD
30,67
PowerColor Radeon 9800 XT OD
30,65
Asus Radeon 9800 XT
30,21
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
28,01
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
27,73
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
27,43
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
24,85
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
24,81
MSI GeForce FX 5950 Ultra
24,81
GeForce FX 5900 Ultra
23,04
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
19,65
Asus Radeon 9600 XT
18,44
Sapphire Radeon 9600 Pro
15,87
Gainward FX PowerPack!
15,56
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
14,37
Angaben in Punkten

AquaMark 3 hinterließ bei uns einen sehr gespaltenen Eindruck. Beginnen wollen wir wieder mit dem Kampf an der Spitze. Betrachtet man die Ergebnisse ohne zusätzliche Qualitätseinstellungen, so stechen die Grafikkarten aus dem Hause nVidia positiv hervor. Hier ist selbst eine mittlerweile betagte GeForce FX 5900 Ultra teilweise schneller als eine brandneue Radeon 9800 XT. Schaltet man Anti-Aliasing und anisotrope Filterung hinzu, ändert sich das Bild drastisch. Die nVidia-Karten brechen sehr stark ein und sehen sich plötzlich nur noch auf Rang zwei. Während die Radeons nur rund acht Bilder pro Sekunden verlieren, sind es bei den GeForce-Karten fast derer 20. Auch die um zehn Prozent übertaktete 5950 Ultra von MSI muss sich nun einer ATi Radeon 9800 Pro geschlagen geben. Angesichts der Tatsache, dass auch die Frameraten unter Verwendung von den von uns gewählten Qualitätseinstellungen durchaus als gut spielbar zu bezeichnen sind, gewinnt die ATi Radeon 9800 XT auch diesen Benchmark.

Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn man die beiden Kontrahenten in der Mittelklasse vergleicht. Ohne Anti-Aliasing und anisotrope Filterung kann vor allem die übertaktete GeForce FX 5700 Ultra von Gainward überzeugen, muss den erarbeiteten Vorsprung unter aktivierten Qualitätseinstellungen jedoch wieder abgeben. Hier ist die 5700 Ultra plötzlich langsamer als eine ATi Radeon 9600 Pro, die doch mittlerweile schon einige Monate auf dem Buckel hat. Frameraten-Puristen kaufen die GeForce FX 5700 Ultra. Liebhaber guter Bildqualität und Anti-Aliasing sowie anisotroper Filterung kaufen derweil eine Radeon 9600 XT.

Spielebenchmarks

Unreal Tournament 2003

Unreal Tournament 2003 - Pyramid

 1024x768x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
66,15
Sapphire Radeon 9800 XT OD
63,95
PowerColor Radeon 9800 XT OD
63,91
Asus Radeon 9800 XT
63,87
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
63,53
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
63,24
MSI GeForce FX 5950 Ultra
62,10
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
62,08
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
62,06
GeForce FX 5900 Ultra
60,53
Gainward FX PowerPack!
59,89
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
58,65
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
58,01
Asus Radeon 9600 XT
56,00
Sapphire Radeon 9600 Pro
52,43
 1024x768x32 4xAA/8xAF:
Sapphire Radeon 9800 XT OD
56,91
PowerColor Radeon 9800 XT OD
56,90
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
56,63
Asus Radeon 9800 XT
55,92
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
54,91
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
54,10
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
54,09
MSI GeForce FX 5950 Ultra
54,01
GeForce FX 5900 Ultra
53,02
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
52,44
Gainward FX PowerPack!
42,92
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
40,60
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
39,15
Asus Radeon 9600 XT
36,67
Sapphire Radeon 9600 Pro
33,32
 1280x960x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
62,05
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
60,51
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
60,48
MSI GeForce FX 5950 Ultra
60,39
GeForce FX 5900 Ultra
58,46
PowerColor Radeon 9800 XT OD
57,41
Sapphire Radeon 9800 XT OD
57,39
Asus Radeon 9800 XT
57,38
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
56,75
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
55,74
Gainward FX PowerPack!
47,04
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
45,35
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
44,56
Asus Radeon 9600 XT
42,54
Sapphire Radeon 9600 Pro
38,27
 1280x960x32 4xAA/8xAF:
Sapphire Radeon 9800 XT OD
45,50
PowerColor Radeon 9800 XT OD
45,49
Asus Radeon 9800 XT
45,02
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
44,64
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
42,71
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
41,49
MSI GeForce FX 5950 Ultra
41,49
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
41,41
GeForce FX 5900 Ultra
39,20
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
36,69
Gainward FX PowerPack!
27,88
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
26,47
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
26,40
Asus Radeon 9600 XT
25,29
Sapphire Radeon 9600 Pro
22,91

Unreal Tournament 2003 spricht eine eindeutige Sprache. Vergleicht man den Kampf an der Frameraten-Spitze, so geht die Radeon 9800 XT wieder einmal als Sieger hervor. Einzig und allein die um zehn Prozent übertaktete GeForce FX 5950 Ultra von MSI kann die Pharlanx der Radeon 9800 XTs an der Spitze zerstören und schiebt sich zumindest in der niedrigsten Auflösung vor die Konkurrenz. Verkehrte Welt war in 1280x960 zu sehen. Hier lagen urplötzlich die GeForce FX-Karten aus dem Hause nVidia vorn und verwiesen die schnellen Radeons auf die Plätze. Schaltet man hingegen in dieser Auflösung wieder Anti-Aliasing und anisotrope Filterung hinzu, so müssen sich die Standard-FX 5950 Ultras sogar einer ATI Radeon 9800 Pro mit 256 MB Texturspeicher geschlagen geben. Alles in allem ist man mit einer Radeon 9800 XT wohl auch in Unreal Tournament 2003 besser bedient. D.O.T. ist auch in diesem Spiel effektiver als ATis Overdrive.

Etwas anders sieht es in der Mittelklasse aus. Hier hat wieder einmal die GeForce FX 5700 Ultra von Gainward die Nase vorn. Dies ändert sich auch unter Verwendung der Qualitätseinstellungen nicht. Hier profitiert die Grafikkarte von nVidia wohl schlichtweg von der weitaus größeren, maximalen Speicherbandbreite. Die Radeon 9600 XT kommt mit verhältnismäßig anachronistischen 300 MHz Speichertakt einfach nicht an solche Taktmonster wie etwa die Gainward-Karte heran. Trotz alledem bietet auch die Radeon 9600 XT durchweg gute Ergebnisse und muss sich keineswegs hinter der starken Konkurrenz verstecken, schon gar nicht hinter der GeForce FX 5700 Ultra von AOpen. In 1280x960 bieten leider alle drei Mainstream-Kandidaten kaum mehr spielbare Frameraten.

RtCW - Enemy Territory

RtCW - Enemy Territory

 1024x768x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
79,9
MSI GeForce FX 5950 Ultra
79,3
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
79,2
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
79,1
GeForce FX 5900 Ultra
79,0
Gainward FX PowerPack!
76,7
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
74,8
PowerColor Radeon 9800 XT OD
72,3
Sapphire Radeon 9800 XT OD
72,2
Asus Radeon 9800 XT
72,1
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
72,1
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
70,7
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
67,2
Asus Radeon 9600 XT
66,9
Sapphire Radeon 9600 Pro
63,0
 1024x768x32 4xAA/8xAF:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
70,3
Sapphire Radeon 9800 XT OD
68,0
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
67,9
PowerColor Radeon 9800 XT OD
67,9
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
67,8
MSI GeForce FX 5950 Ultra
67,7
Asus Radeon 9800 XT
67,4
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
66,2
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
65,2
GeForce FX 5900 Ultra
65,1
Gainward FX PowerPack!
54,9
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
52,5
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
46,8
Asus Radeon 9600 XT
43,6
Sapphire Radeon 9600 Pro
39,5
 1280x1024x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
76,1
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
73,9
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
73,7
MSI GeForce FX 5950 Ultra
73,6
GeForce FX 5900 Ultra
72,4
Sapphire Radeon 9800 XT OD
69,8
PowerColor Radeon 9800 XT OD
69,7
Asus Radeon 9800 XT
69,7
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
69,4
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
68,7
Gainward FX PowerPack!
63,2
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
60,1
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
53,3
Asus Radeon 9600 XT
50,3
Sapphire Radeon 9600 Pro
45,8
 1280x1024x32 4xAA/8xAF:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
57,3
Sapphire Radeon 9800 XT OD
55,7
PowerColor Radeon 9800 XT OD
55,5
Asus Radeon 9800 XT
54,8
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
53,5
MSI GeForce FX 5950 Ultra
53,5
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
53,4
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
51,9
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
51,1
GeForce FX 5900 Ultra
50,4
Gainward FX PowerPack!
43,9
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
41,3
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
32,0
Asus Radeon 9600 XT
29,7
Sapphire Radeon 9600 Pro
26,7

OpenGL-Land ist nVidia-Land. Diese These trifft weiterhin zu. Aber mit einigen Einschränkungen. Betrachtet man die Ergebnisse genauer, so fällt auf, dass die GeForce FX 5950 Ultra vor allem ohne weitere Qualitätseinstellungen die Konkurrenz aus dem Hause ATi auf Distanz halten kann. Schaltet man hingegen Anti-Aliasing und anisotrope Filterung hinzu, ändert sich dieses Bild wieder einmal drastisch. Der Vorsprung der nVidia-Karten löst sich in Luft auf, so dass die mit Overdrive ausgestatteten Radeon 9800 XTs neben der MSI 5950 Ultra mit D.O.T. die Spitze übernehmen. ATi holt auf und schafft es mit nVidia gleichzuziehen. Je höher die Auflösung wird, desto größer wird auch der Vorsprung der konventionellen Radeon 9800 XT gegenüber der konventionellen GeForce FX 5950 Ultra. Wer ohne weitere Qualitätseinstellungen in niedrigen Auflösungen spielt, der sollte zur 5950 Ultra greifen. Liebhaber hoher Auflösungen und Anti-Aliasings sowie anisotroper Filterung greifen derweil zu einer Radeon 9800 XT. MSIs D.O.T. entpuppte sich auch hier wieder als die effektivste Übertaktungsmethode und verweist ATis Overdrive einmal mehr in die Schranken.

Wirft man nun einen Blick auf die Mittelklasse, so ergibt sich erneut ein gänzlich anderes Bild. Hier hat die GeForce FX 5700 Ultra durchweg die Nase vorn. In der niedrigsten von uns getesteten Auflösung überholt sie sogar eine viel teurere ATi Radeon 9800 XT. Gegenüber der direkten Konkurrenz von ATi kann man sich durchweg absetzen und profitiert auch hier von der hohen Speicherbandbreite, die momentan in der graphischen Mittelklasse ihres Gleichen sucht. Die Radeon 9600 XT kann hier aufgrund des 300 MHz Speichertakts nur wenig anrichten und so muss man nVidia die Krone überlassen.

AquaNox 2 - Revelation

AquaNox 2 - Revelation

 1024x768x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
144,9
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
142,6
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
142,5
MSI GeForce FX 5950 Ultra
142,4
GeForce FX 5900 Ultra
139,8
Sapphire Radeon 9800 XT OD
119,3
PowerColor Radeon 9800 XT OD
119,1
Asus Radeon 9800 XT
118,1
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
114,6
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
112,1
Gainward FX PowerPack!
107,9
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
101,3
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
91,4
Asus Radeon 9600 XT
86,4
Sapphire Radeon 9600 Pro
79,9
 1024x768x32 4xAA/8xAF:
PowerColor Radeon 9800 XT OD
97,2
Sapphire Radeon 9800 XT OD
97,1
Asus Radeon 9800 XT
94,4
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
89,1
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
88,0
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
80,1
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
73,6
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
73,5
MSI GeForce FX 5950 Ultra
73,5
GeForce FX 5900 Ultra
68,7
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
64,2
Asus Radeon 9600 XT
60,6
Sapphire Radeon 9600 Pro
53,2
Gainward FX PowerPack!
47,6
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
43,7
 1280x1024x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
118,0
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
109,8
MSI GeForce FX 5950 Ultra
109,8
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
109,6
GeForce FX 5900 Ultra
103,8
Sapphire Radeon 9800 XT OD
94,0
PowerColor Radeon 9800 XT OD
93,9
Asus Radeon 9800 XT
91,5
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
87,2
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
85,7
Gainward FX PowerPack!
75,4
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
70,1
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
65,1
Asus Radeon 9600 XT
61,6
Sapphire Radeon 9600 Pro
56,5
 1280x1024x32 4xAA/8xAF:
PowerColor Radeon 9800 XT OD
70,1
Sapphire Radeon 9800 XT OD
70,0
Asus Radeon 9800 XT
68,1
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
64,3
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
62,8
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
53,6
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
48,7
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
48,6
MSI GeForce FX 5950 Ultra
48,5
GeForce FX 5900 Ultra
47,4
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
43,1
Asus Radeon 9600 XT
40,4
Sapphire Radeon 9600 Pro
35,1
Gainward FX PowerPack!
30,2
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
27,8

Wie schon im AquaMark 3 zeigte auch AquaNox 2 - Revelation ein sehr geteiltes Bild. Während die GeForce FX 5950 Ultra ohne weitere Qualitätseinstellungen ungehindert die Spitze übernehmen kann, muss sich die ATi-Fraktion unter diesen Einstellungen der nahezu übermächtigen Konkurrenz geschlagen geben. In höheren Auflösungen verringert sich dieser Abstand jedoch spürbar. Schaltet man nun Anti-Aliasing und anisotrope Filterung hinzu, so übernehmen die Radeons unangefochten die Spitze. Vorne weg die 9800 XT mit Overdrive, dicht gefolgt von der Asus 9800 XT und der Radeon 9800 Pro mit 256 MB. Die GeForce FX 5950 Ultra muss einen Performanceinbruch von nahezu 50 Prozent hinnehmen. Für solch eine moderne Grafikkarte viel zu viel, verliert die Konkurrenz im Vergleich doch weitaus weniger Bilder pro Sekunde. Unserer Meinung nach ist man auch in AquaNox 2 mit einer Radeon 9800 XT besser bedient, da die durchweg hohen Frameraten geradezu zur Aktivierung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung einladen.

Vergleicht man nun die Kontrahenten der Mittelklasse, ergibt sich ein ähnliches Bild. Auch hier liegt die GeForce FX 5700 Ultra gegenüber dem ATi-Pendant unter konventionellen Bedingungen nahezu uneinholbar vorn. Nach dem Zuschalten der üblichen Qualitätseinstellungen verliert aber auch die 5700 Ultra weit über 50 Prozent ihrer Leistung und fällt sogar hinter eine ATi Radeon 9600 Pro zurück. Angesichts der von den Kontrahenten gebotenen Frameraten wollen wir keinen eindeutigen Sieger hervorheben. Hier sollte sich jeder selbst ein Bild von den Leistungen und den eigenen Bedürfnissen machen. Im Kampf der beiden Übertaktungsmodi hat sich D.O.T. wieder einmal als Sieger hervorgetan.

X2 - The Threat


X2 - The Threat

 1024x768x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
111,53
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
108,94
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
108,86
MSI GeForce FX 5950 Ultra
108,80
GeForce FX 5900 Ultra
107,03
Gainward FX PowerPack!
92,29
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
89,77
Sapphire Radeon 9800 XT OD
84,41
PowerColor Radeon 9800 XT OD
84,40
Asus Radeon 9800 XT
84,20
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
83,69
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
82,88
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
82,30
Asus Radeon 9600 XT
80,75
Sapphire Radeon 9600 Pro
73,46
 1024x768x32 4xAA/8xAF:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
88,47
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
85,91
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
85,84
MSI GeForce FX 5950 Ultra
85,79
GeForce FX 5900 Ultra
83,91
PowerColor Radeon 9800 XT OD
80,13
Sapphire Radeon 9800 XT OD
80,11
Asus Radeon 9800 XT
79,61
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
78,90
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
77,98
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
68,89
Gainward FX PowerPack!
65,87
Asus Radeon 9600 XT
65,32
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
62,11
Sapphire Radeon 9600 Pro
58,39
 1280x1024x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
97,08
MSI GeForce FX 5950 Ultra
93,27
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
93,24
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
93,20
GeForce FX 5900 Ultra
90,76
PowerColor Radeon 9800 XT OD
75,66
Sapphire Radeon 9800 XT OD
75,62
Asus Radeon 9800 XT
75,14
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
73,37
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
73,13
Gainward FX PowerPack!
71,73
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
68,08
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
65,46
Asus Radeon 9600 XT
62,22
Sapphire Radeon 9600 Pro
53,90
 1280x1024x32 4xAA/8xAF:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
74,64
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
71,32
MSI GeForce FX 5950 Ultra
71,31
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
71,30
Sapphire Radeon 9800 XT OD
69,01
PowerColor Radeon 9800 XT OD
68,97
Asus Radeon 9800 XT
68,49
GeForce FX 5900 Ultra
67,93
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
66,21
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
66,07
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
50,18
Asus Radeon 9600 XT
47,09
Gainward FX PowerPack!
46,56
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
42,70
Sapphire Radeon 9600 Pro
41,75

In der Demo von X2 - The Threat stießen wir auf ein ähnliches Bild, wie wir es auch schon bei Enemy Territory zuvor gesehen hatten. Verwendet man kein Anti-Aliasing oder anisotrope Filterung, so können sich die schnell getakteten GeForce FX-Karten einen Vorteil gegenüber der ATi Radeon 9800 Pro und XT herausarbeiten. Setzt man hingegen auf diese qualitätsfördernden Maßnahmen, so schmilzt der Vorsprung der GeForce FX 5950 Ultra dahin wie Eis am Stiel im Sommer, so dass die Radeon 9800 XT nahezu aufschließen kann und vom vormals gigantischen Framerate-Vorteil nicht mehr viel übrig bleibt. Im Kampf der beiden Übertaktungsmodi geht wieder einmal MSIs D.O.T. als Sieger vom Platz. Overdrive ist in X2 - The Threat leider wenig effektiv und beschert lediglich einen Framegewinn von rund einem halben Bild pro Sekunde.

Der Kampf in der Mittelklasse ist ähnlich hart. Während die GeForce FX 5700 Ultra - explizit wieder einmal das Modell von Gainward - sich vorallem ohne Anti-Aliasing und anisotrope Filterung an der Spitze behaupten kann, schmilzt der erabeitete Vorsprung unter Verwedung dieser Modi dahin. Je höher die Auflösung ist, desto mehr holt die Radeon 9600 XT auf und kann die 5700 Ultra in 1024x768 und 1280x1024 letztendlich überholen. In 1024x768 ist die GeForce FX 5700 Ultra hingegen sogar schneller als eine Radeon 9800 XT von ATi. Obgleich ihres Alters liefert auch die Radeon 9600 Pro noch durchaus gute Ergebnisse ab und muss sich der Konkurrenz nur knapp geschlagen geben.

Halo - Combat Evolved


Halo - Combat Evolved

 1024x768x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
64,89
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
61,15
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
61,12
MSI GeForce FX 5950 Ultra
61,08
Sapphire Radeon 9800 XT OD
58,24
PowerColor Radeon 9800 XT OD
58,20
Asus Radeon 9800 XT
57,55
GeForce FX 5900 Ultra
56,72
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
53,52
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
53,46
Gainward FX PowerPack!
36,57
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
34,68
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
34,65
Asus Radeon 9600 XT
33,81
Sapphire Radeon 9600 Pro
28,37
 1280x1024x32:
MSI GeForce FX 5950 Ultra DOT
43,26
MSI GeForce FX 5950 Ultra
39,49
Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
39,47
Leadtek GeForce FX 5950 Ultra
39,45
PowerColor Radeon 9800 XT OD
39,20
Sapphire Radeon 9800 XT OD
39,12
Asus Radeon 9800 XT
38,56
GeForce FX 5900 Ultra
38,40
ATi Radeon 9800 Pro 256MB
35,62
ATi Radeon 9800 Pro 128MB
35,52
Sapphire Radeon 9600 XT FE OD
24,66
Gainward FX PowerPack!
24,27
AOpen GeForce FX 5700 Ultra
22,81
Asus Radeon 9600 XT
21,14
Sapphire Radeon 9600 Pro
18,27

Ursprünglich für die Xbox von Microsoft entwickelt, stellte sich heraus, dass die Grafikkarten von nVidia zumindest in niedrigen Auflösungen der Konkurrenz von ATi überlegen sind. Vor allem die GeForce FX 5950 von MSI mit aktivierter D.O.T.-Technologie kann hier die Spitze für sich beanspruchen. Aber auch die Standard-Versionen können die ATi Radeon 9800 XT in 1024x768 rund drei Bilder pro Sekunde hinter sich halten. Dass dies letztendlich nur ein verschwindend geringer Vorsprung ist, zeigt sich spätestens in 1280x1024. Hier liegen alle Hauptkonkurrenten nahezu gleich auf und werden nur von wenigen Zehntel Bildern pro Sekunde getrennt. Die Ausnahme macht wieder einmal die MSI-GeForce FX 5950 Ultra, die dank ihrer Übertaktung um 10 Prozent die Spitze für sich behaupten kann.

In der Mittelklasse geht es da schon weitaus enger zu sich. Hier sind in 1024x768 alle Hauptkonkurrenten gleich auf; einzig allein die Radeon 9600 Pro verliert rund sechs Bilder pro Sekunde auf den Rest der Kontrahenten. An die Spitze kann sich die übertaktete GeForce FX 5700 Ultra von Gainward setzen. In 1280x1024 wendet sich das Blatt und plötzlich belegt die Radeon 9600 XT in der Fireblade Edition von Sapphire den ersten Rang. Die Radeon 9600 Pro belegt wiederum den letzten Platz.

Bildqualität

Nachdem wir nun in den zahlreichen Benchmarks erfahren haben, wie die Leistungen der einzelnen Kontrahenten untereinander anzusiedeln ist, wollen wir nun nochmals auf die visuelle Qualität eingehen. Zu diesem Zweck nahmen wir eine ATi Radeon 9800 XT sowie eine nVidia GeForce FX 5950 Ultra und verglichen die Filterqualität in zwei verschiedenen Testumgebungen. Zum einen kam das relativ neue Max Payne 2 zum Einsatz, zum anderen die Commercial-Verison von AquaMark 3, die es erlaubt, in einem bestimmten Frame jeweils einen Screenshots zu schießen. Während wir in Max Payne 2 trilineares Filtering untersuchten und vier- sowie achtfach anisotrope unter die Lupe nehmen konnten, bot uns AquaMark 3 die Möglichkeit, trilineares und anisotropes Filtering ausgiebig anhand einer passenden Szene zu testen. Die Radeon 9800 XT ermöglichte zusätzlich 16-faches anisotrope Filtering. Um keine qualitativen Einbußen hinnehmen zu müssen, beließen wir die Screenshots im unkomprimierten PNG-Format mit einer daraus resultierenden Größe von jeweils knapp 1,3 MB.

Da uns vergleichbare Werte sehr am Herzen lagen, verwendeten wir in beiden Treibern die jeweils schnellsten Einstellungen, wie wir es bereits in der Einleitung zu unseren Benchmarks erwähnt haben. Mit diesem Abschnitt wollen wir verdeutlichen, dass wir im Detonator-Treiber qualitativ bessere Einstellungen wählen mussten, um die annähernd gleiche Bildqualität wie bei den Grafikkarten der Firma ATi zu erreichen. Unter diesem Umstand litt die Performance der GeForce FX-Karten leider.

Qualitätsvergleich Spiel: Max Payne 2 Auflösung: 1280x1024 Farbtiefe: 32bit
GeForce FX 5950 Ultra - ForceWare 52.16
Tri 4x AF 8x AF
FX5950 Tri - MaxPayne FX5950 Tri - 4xAF MaxPayne FX5950 Tri - 8xAF MaxPayne
Original: Bilder im PNG-Format, 1280x1024 jeweils knapp 1,3MB groß
MP2 FX 5950 - Trilineare Filterung MP2 FX 5950 - 4xAF MP2 FX 5950 - 8xAF
ATi Radeon 9800 XT - Catalyst 3.9
Tri 4x AF 8x AF 16x AF
9800XT Tri - MaxPayne 9800XT Tri 4x - MaxPayne 9800XT Tri 8x - MaxPayne 9800XT Tri 16x - MaxPayne
Original: Bilder im PNG-Format, 1280x1024 jeweils knapp 1,3MB groß
MP2 9800 XT - Trilineare Filterung MP2 9800 XT - 4xAF MP2 9800 XT - 8xAF MP2 9800 XT - 16xAF
Qualitätsvergleich Spiel: Aquamark 3 Auflösung: 1280x1024 Farbtiefe: 32bit
Aquamark Vergleich bei 4x AF Differenz 4x AF (aufgehellt)
Original: Bilder im PNG-Format, 1280x1024 jeweils knapp 1,3MB groß
GeForce FX 5950 Ultra 4x AF ATi Radeon 9800XT 4x AF
FX 5950 Ultra AM3 4xAF Radeon 9800 XT AM3 - 4xAF
Aquamark Vergleich bei 8x AF Differenz 8x AF (aufgehellt)
Original: Bilder im PNG-Format, 1280x1024 jeweils knapp 1,3MB groß
GeForce FX 5950 Ultra 8x AF ATi Radeon 9800XT 8x AF ATi Radeon 9800XT 16x AF
FX 5950 Ultra AM3 8xAF Radeon 9800 XT AM3 - 8xAF Radeon 9800 XT AM3 - 16xAF

Vergleicht man das trilineare Filtering beider Konkurrenten, so wird schnell offensichtlich, wer hier die Nase vorn hat. Während die Radeon 9800 XT alles fast sauber filtert, muss man mit der GeForce FX 5950 Ultra einige Einbußen hinnehmen, die nicht gerade für die Treibereinstellungen oder die Grafikkarte sprechen. Wie bereits unsere Kollegen vom 3DCenter.org festgestellt haben, handelt es sich beim von nVidia verwendeten Verfahren vielmehr um einen brilinearen Filter [30]. Von der Qualität eines echten trilinearen Filters ist man weit entfernt. So ist das Tri-Band beim "brilinearen" Filter wesentlich kleiner als bei einem echten trilinearen, so dass weite Teile immer noch bilinear gefiltert werden. Das Resultat sind keine weichen Übergänge zwischen den einzelnen Texturstages. ATi bietet hier auch bei schnellsten Treibereinstellungen eine weitaus bessere Qualität. Da man bei heutigen GPUs zwei Takte oder zwei TMUs braucht, um trilineares Filtering anzuwenden, verschafft sich nVidia mit ihrem "brilinearen" Filter einen Performancevorteil, da bei ihrer Filtertechnik größtenteils noch bilinear gerechnet wird. In der Realität bringt der "brilineare" Filter trotz verbesserter Füllrate jedoch nur einen kleinen Leistungszuwachs. Rügen muss man nVidia dennoch, da man dem Kunden keinerlei Möglichkeit gibt, den echten trilinearen Filter zu aktivieren.

Um die Texturqualität weiter zu verbessern, bleibt eigentlich nur noch der anisotrope Filter übrig. Dieser ist in der Regel in der Lage, noch bessere Ergebnisse zu erzielen, als die trilineare Technik; von nVidias "brilinearem Filter" wollen wir an dieser Stelle erst gar nicht sprechen. Leider Gottes zeigte nVidia in den von uns gewählten Treibereinstellungen auch unter diesem Gesichtspunkt nur durchschnittliche bis gute Leistungen; eine Erhöhung der Qualitäts-Einstellungen schuf hier jedoch etwas Abhilfe. Aber auch ATi bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm. Dem Catalyst 3.9 merkte man vor allem bei einigen Winkeln eine relativ schlechte anisotrope Filterqualität an. Dieser Umstand beruht darauf, dass ATi hardwareseitig den AF-Graden je nach Winkel eine Priorität zuordnet. Fällt ein Objekt aus dem normalen Rahmen, wird es weniger gut gefiltert.

Die schlechte Filterqualität wird besonders offensichtlich, wenn man die Texturqualität in AquaMark 3 mit vierfachem Filter vergleicht. Während die Radeon 9800 XT von ATi viel schärfere Texturen bietet, zeigt sich bei nVidia ein trauriges Bild. Auch achtfache anisotrope Filterung bringt nicht den erhofften Qualitätsschub. ATi scheint hier aus der Sicht nVidias hoffnungslos weit vorne zu liegen, denn oftmals sieht ATis echter trilinearer Filter besser aus als die anisotrope Filterung von nVidia (siehe Max Payne 2). Die erreichte Bildqualität mit 16-fachem Filtering liegt für nVidia derweil in unerreichbaren Sphären. Erzwingt man bei nVidia AF durch den Treiber, so ergibt sich ein ebenso konfuses Bild. Hier kann der Treiber plötzlich tun und lassen, was er will, und filtert dementsprechend schlechter (Texturstages 1 bis 7). In 3DMark03 nimmt die Punktzahl unter Verwendung der Einstellungen des Treibers um knapp 500 Punkte zu. Ist man Besitzer einer ATi-Grafikkarte, so scheint vierfache anisotrope Filterung die beste Wahl zu sein, denn dieser Grad verbindet sehr gute Filterqualität mit einer durchaus akzeptablen Performance. Allerdings optimiert auch ATi fröhlich vor sich hin. Dennoch setzt man hier nicht im Treiber sondern schon in der Hardware an. Aktiviert man 16-faches AF, so werden manche Winkel nur zweifach anisotrop gefiltert. Um Transistoren bei der Fertigung zu sparen, ließ man die Einheit zur Berechnung des AF-Winkels schlichtweg weg und ersetze diese durch eine simple Erweiterung, die allerdings nicht so leistungsfähig und ergiebig ist. Mehr zu diesem Thema gibt in einem Artikel [31] der Kollegen von 3DCenter.org. Eines jedoch vorweg: Die Simplifizierung der Filtering-Methode wirkt sich in der Realität kaum sichtbar aus.

Fazit: Um eine annehmbare Filterqualität zu erreichen, sollte nVidia endlich wieder auf einen echten trilinearen Filter setzen. Der "brilineare" hat zwar Vorteile, wenn es um die Performance geht. Er bietet jedoch auch eine weitaus schlechtere Bildqualität, da große Teile immer noch bilinear gefiltert werden. Und dass diese Filtermethode vollkommen anachronistisch ist, braucht man wohl niemandem mehr zu erzählen. Auch unter Verwendung von anisotroper Filterung wird die erreichte Texturqualität nicht viel besser. ATi zeigt hier, wie man es macht, und bietet im Gegensatz zur Konkurrenz von nVidia auch unter schnellsten Treibereinstellungen einen visuellen Leckerbissen. Des Weiteren wünschten wir uns von nVidia eine Option den brilinearen Filter zu deaktivieren und den echten trilinearen Filter zum Zuge kommen zu lassen. Auch der anisotrope Filter sollte einigen Verbesserungen unterzogen werden, denn ATi bietet oftmals einfach das bessere´ visuelle Endergebnis. Hier jedoch aber auch mit einigen Einschränkungen, die wir ja bereits näher beschrieben haben.

Zu den Benchmarks sei noch gesagt: Wir wiederholten unsere Messungen der nVidia-Karten, nachdem uns aufgefallen war, dass die Bildqualität signifikant schlechter war als bei der Konkurrenz. nVidia erarbeitete sich unter schnellen Treibereinstellungen so einen Vorteil gegenüber ATi. Leider aber mit von uns unerwünschten Mitteln, denn selten sahen wir auch mit schnellen Settings eine solch schlechte Filterqualität. Nur für Benchmarks die Leistung auf Kosten der Bildqualität zu trimmen, ist unserer Meinung nach leider der falsche Weg - selbst wenn der Markt es in den heutigen Zeiten wohl leider verlangt. Auch wenn wir im Treiber die Einstellungen auf die höchstmögliche Qualität stellten, erreichten Bilder nicht die Qualität einer ATi Radeon 9800 XT mit qualitativ hochwertigen Einstellungen. Allerdings bricht die Performance der GeForce FX-Karten je nach Applikation deutlich ein, wenn man versucht, die schlechte Qualität durch treiberseitige Einstellungen zu kompensieren.

Overdrive, D.O.T. & Co.

ATi hat mit der neuesten Generation der Pixelbeschleuniger nicht nur eine reine Megahertz-Steigerung vorgenommen. Auch das Innenleben der beiden neuen Grafik-Chips wurde etwas modifiziert und um ein wichtiges Features ergänzt. Endlich, Monate nach der Konkurrenz von nVidia, bietet nun auch ATi Hardwaremonitoring an. Um dieses neue Feature dann letztendlich auch effektiv nutzen zu können, entwickelten die Softwareingenieure der kanadischen Firma 'ATi Overdrive'. Seit dem Catalyst-Treiber 3.8 ist diese Funktion an Board und sorgt seither für vom Hersteller subventionierte und mit Garantie abgedeckte Übertaktung. Einmal in den Treibermenüs aktiviert, lotet die Software in Zusammenarbeit mit dem Hardwaremonitoring automatisch aus, wie weit der Chip sich unter Last übertakten lässt. So gibt es insgesamt drei verschiedene Stufen, aus denen der Treiber automatisch wählen kann. Je kühler der Chip ist, desto höher wird er ganz automatisch bis zu einer festgesetzten Grenze übertaktet.

Mittlerweile hat auch MSI dieses Feature für die eigene GeForce-Produktreihe übernommen und präsentiert es im Rahmen der eigenen D.O.T.-Serie, die von MSI-Mainboards bekannt ist. Gehört man zu den glücklichen Besitzern einer Asus Radeon 9800 XT, muss man derzeit leider noch immer auf die treiberseitige Aktivierung des Overdrive-Features verzichten. Um diese Funktion dennoch nutzen zu können, entwickelt Asus zur Zeit eine spezielle Version des Catalyst-Treibers, welche die Aktivierung des dynamischen, temperaturabhängigen Overclocking ermöglicht, leider aber noch nicht verfügbar ist.

Da es sich bei diesem Feature letztendlich um nichts anderes als hardwareseitige Übertaktung handelt, haben wir uns entschlossen, die Overdrive-Funktion in unseren normalen Benchmarks zwar zu berücksichtigen, dennoch aber auch einen Wert ohne Overdrive einzubinden. Bei der Radeon 9600 XT, die ebenfalls Hardwaremonitoring beherrscht, funktionierte dieses Feature unter Verwendung des Catalyst 3.8 leider noch nicht. Besitzer einer solchen Karte mussten in den letzten Wochen erst auf den Release des Catalyst mit der Versionsnummer 3.9 warten. Ab diesem Release funktionierte Overdrive aber dann auch endlich auf der neuen Mittelklasse ATis. In späteren Treibern möchte man laut ATi die Overdrive-Funktion auch auf den Speicher ausweiten, da bis jetzt bei ATi nur die GPU übertaktet wird und somit die Speicherbandbreite zum Flaschenhals wird. Setzt man dieses Vorhaben eventuell um, dürfte sich Overdrive noch effektiver darstellen. Wie unsere Benchmarks gezeigt haben, bringt ATis Übertaktungs-Technik nicht den erhofften Sprung, ist aber dennoch in der Lage, einige Bilder pro Sekunde gegenüber der Standardversion zu gewinnen. Sobald man zusätzlich zu Overdrive manuell noch den Speichertakt anhebt, sind noch größere Leistungssprünge zu erwarten, als sie Overdrive je hätte hervorrufen können.

ATi OverdriveMSI D.O.T.

MSI bietet ein ähnliches Feature für die hauseigenen Grafikkarten an. Allerdings nutzt man keinerlei Temperatur-Überwachung, um den Rahmen des maximalen Overclockings festzustellen. So bietet die D.O.T. (Dynamic Overclocking Technology) insgesamt sechs verschiedene Stufen an, die neben der GPU auch den Speicher der Grafikkarte übertakten. Die Handlungsspanne reicht von 2 bis 10 Prozent des jeweiligen Taktes. Maximal kann zum Beispiel eine GeForce FX 5950 Ultra mit 522 MHz Chip- und Speichertakt betrieben werden. Bis zu dieser magischen Grenze garantiert MSI dann auch den reibungslosen Betrieb der Grafikkarte sowie sämtliche Garantieleistungen. Wie unsere Benchmarks gezeigt haben, ist diese Methode der Übertaktung effektiver als zum Beispiel ATis Overdrive. Dies liegt in erster Linie an der erhöhten Speicherbandbreite, über die sich vor allem einige ältere Spiele freuen. Erst zukünftige Spiele wie Half-Life 2 oder Doom 3 werden nicht mehr so auf die Bandbreite des Speicherinterfaces angewiesen sein, da ihr Schwerpunkt weniger auf Füllrate sondern auf der Shadergeschwindigkeit liegt.

Ergebnisse

9800 XT vs. 5950 Ultra

Nachdem wir uns nun einige Benchmarks zu Gemüte geführt haben und ebenso auf die Shader-Performance und Bildqualität der einzelnen Kontrahenten eingegangen sind, wollen wir zu einem ersten, differenzierten Fazit kommen. Den Anfang machen die ATi Radeon 9800 XT und die nVidia GeForce FX 5950 Ultra. Hier einen wirklichen Performance-Sieger zu küren fällt uns sichtlich schwer, denn beide Grafikkarten liefern durchweg gute Leistungen. Oftmals entschieden in den Benchmarks nur wenige Bilder pro Sekunde über Sieg oder Niederlage; bei der GeForce FX 5950 Ultra allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

So war die gebotene Bildqualität [32] mit den schnellsten Treibereinstellungen mehr als dürftig. Um diesen visuellen Fauxpas zum umgehen, mussten wir im Detonator-Treiber die Qualitätseinstellungen drastisch erhöhen. So erhielten wir dann zwar ein besseres Bild, aber auch einen damit verbundenen Leistungseinbruch, der der Grafikkarte vor allem unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung zu schaffen machte. Lässt man die Finger vom Treiber-Tuning, liegt die GeForce FX 5950 Ultra in allen Benchmarks mit der ATi Radeon 9800 XT nahezu gleich auf und kann nur unter OpenGL (Enemy Territory) wirklich auftrumpfen. Allerdings schwindet in diesem Spiel der Vorsprung der nVidia-Karten, wenn man zusätzlich Anti-Aliasing oder anisotrope Filterung hinzuschaltet sowie die Auflösung erhöht. Geht es um die qualitative Bildausgabe, so hat die Radeon 9800 XT gegenüber der GeForce FX 5950 Ultra klar die Nase vorn. Die Karte verliert trotz geringerem Speicherdurchsatz unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung weitaus weniger Leistung als der direkte Kontrahent von nVidia.

Betrachtet man zusätzlich die Shaderleistung [33], so können wir explizit der ATi Radeon 9800 XT eine wirkliche Empfehlung aussprechen. Die GeForce FX 5950 Ultra wird gegenüber der Konkurrenz von ATi wohl erst wieder unter einem bis jetzt noch nicht veröffentlichten DirectX 9.1 in diesem Bereich aufschließen können. Bis dahin muss man sich bei nVidia in der Shaderleistung einer ATi Radeon 9800 XT geschlagen geben.
Update 1: Es muss natürlich Radeon 9800XT nicht Radeon 9600XT heissen, wie auch aus unserer Tabelle [34] hervorgeht.
Update 2: Ein DirectX9.1 wird es nach derzeitigem Stand der Dinge nicht geben und die FX-Serie wird darauf angewiesen bleiben, daß die Entwickler zumindest den aktuellen MS-Compiler verwenden, der 2.X-Shaderprofile generieren kann. Für wirklich optimale Ausnutzung der Hardware muss aber wohl gute alte Handarbeit herhalten.

Wer eine wirklich zukunftssichere Grafikkarte erstehen möchte und bereit ist dafür rund 500 Euro zu zahlen, der fährt mit einer Radeon 9800 XT wohl am besten. Diese scheint zu diesem Zeitpunkt das beste Allround-Paket zu sein, denn sie verbindet neben einer guten Leistung in aktuellen Spielen auch sehr gute Bildqualität und eine attraktive Zukunftssicherheit. Wer jedoch in aktuellen Spielen, ohne weitere Qualitätseinstellungen, viel FPS haben möchte und kein Interesse an zukünftigen Spieletiteln hat, der könnte auch mit einer GeForce FX 5950 Ultra gut bedient sein. All diejenigen, die in Zeiten von flauer Konjunktur und Geiz-ist-geil-Werbekampagnen Geld sparen möchte, greifen zu einer ATi Radeon 9800 Pro mit 128 oder 256 MB Texturspeicher, die in ihrer Leistung durchaus mit den beiden neuen Top-Modellen mithalten kann. Einen Gedanken wert ist auch die GeForce FX 5900 Ultra, die es mittlerweile zu durchaus humanen Preisen überall zu kaufen gibt. Auch sie ist nur geringfügig langsamer als das neue Führungs-Duo von ATi und nVidia.

9600 XT vs. 5700 Ultra

Auch der Vergleich der beiden neuen Mittelklasse-Grafikkarten, der ATi Radeon 9600 XT und der nVidia GeForce FX 5700 Ultra, hätte enger nicht ausfallen können. Durch unseren gesamten Benchmarkparcours hindurch liefern sich nV36 und RV360 einen heißen Kampf um Bilder pro Sekunde und den Platz an der Sonne. Besonders beeindruckend ist dabei die gute Performance in OpenGL-Applikationen der GeForce FX 5700 Ultra. Allerdings wusste man sich bei ATi zu helfen und stattete die Radeon 9600 XT mit einer sehr guten Leistung im Bereich des Anti-Aliasings und der anisotropen Filterung aus. Die Ingenieure der Kanadier haben hier ganze Arbeit geleistet, kommt die Radeon 9600 XT doch nur mit verhältnismäßig wenigen MHz für den Speichertakt daher. Bei nVidia gilt es im Gegenzug keine Kosten und Mühen zu scheuen und so stattete man die GeForce FX 5700 Ultra mit teurem und leider sehr heißem DDRII-Speicher aus, dessen theoretisch höhere Bandbreite der nV36 auch ab und an nutzen kann - oftmals leider aber auch nicht. Trotz alledem präsentierte nVidia mit der GeForce FX 5700 Ultra seit langem wieder eine konkurrenzfähige Grafikkarten der mittleren Preisklasse, die es sogar schafft, die Radeon 9600 XT in einigen Benchmarks zu überholen; dies wohl nicht zuletzt dank brachialer MHz-Power. Von ATi hätten wir uns für die 9600 XT neben einer Erhöhung des Chiptaktes um insgesamt 100 MHz auch eine solche für den Speichertakt gewünscht. So kann man den mit effektiven 600 MHz getakteten Speicherbus durchaus als Schwäche gegenüber der Konkurrenz bezeichnen.

Als einzigen wirklichen Schwachpunkt der GeForce FX 5700 Ultra könnte man neben der relativ bescheidenen Anti-Aliasing- und anisotropen Filtering-Performance auch die schlechte Shaderperformance und die leider bescheidene Bildqualität nennen. Hier liegt der nV36 trotz der verhältnismäßig hohen Taktfrequenz weit hinter der Radeon 9600 XT und erreicht oftmals nicht einmal die Hälfte der Leistung der ATi-Karte. Dieser Umstand lässt sich nun unterschiedlich deuten. Wir gehen jedoch davon aus, dass eine GeForce FX 5700 Ultra in zukünftigen DirectX 9-Spielen weitaus schlechter abschneiden wird als eine vor Shaderstärke strotzende Radeon 9600 XT. Plant man jedoch weniger für die Zukunft und spielt lieber alte oder momentan aktuelle Spiele, so dürfte neben der Radeon 9600 XT letztendlich auch die GeForce FX 5700 Ultra in Frage kommen. Beide Grafikkarten liefern durchweg gute Leistungen und konnten bis auf wenige Ausnahmen so gut wie immer überzeugen. Auch beim Mittelklassevergleich gelten ähnliche Umstände wie bei den Topmodellen. Wer den need for speed besitzt, wenig Wert auf Bildqualität setzt und eine Affinität für große, heiße und laute Grafikkarten hat sowie wenig Interesse an zukünftigen Spieletiteln zeigt, ist mit einer GeForce FX 5700 Ultra gut bedient. Der Rest möge bitte eine Radeon 9600 XT kaufen.

Den Kostenvorteil hat auf jeden Fall die ATi Radeon 9600 XT auf ihrer Seite. Das Gros der angebotenen Modell kostet weitaus weniger als die Konkurrenz in persona der nVidia GeForce FX 5700 Ultra. Für den kleinen oder rational denkenden Geldbeutel könnte eine Radeon 9600 XT genau das richtige Weihnachtsgeschenk sein. Eine weitere Alternative könnten die kleinen Varianten der GeForce FX 5900 sein. Diese kosten oftmals nur ein paar Euro mehr als eine 5700 Ultra, leisten aber dank voller 256 KBit-Speicheranbindung mehr als das eigentliche Mittelklasse-Modell von nVidia.

Fazit

nVidia

Von drauß', vom Walde komm ich her und ich muss euch sagen, dass uns die finalen Entscheidungen letztendlich wieder recht schwer gefallen sind. Um bei dieser Masse an verglichenen Grafikkarten den Überblick zu behalten, entschieden wir uns auch dieses Mal dafür, das Fazit in zwei separate Teile zu teilen. Nachdem wir ja im Vorfeld bereits auf den Kampf der einzelnen Grafikchips eingegangen sind, wollen wir nun die Karten untereinander vergleichen. Den Anfang machen die Produkte aus dem Hause nVidia.

Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra Mit der Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra erreichte uns ein wahrlich gewichtiges Stück Hardware. Entgegen vieler Konkurrenten entschied sich InnoVision für das Referenzdesign von nVidia und wird mit dieser Entscheidung sicherlich die Lager spalten. Design hin oder her. Das, was letztendlich übrig bleibt und zählt, ist die Performance dieser Grafikkarte. Wie auch die anderen GeForce FX 5950 Ultra-Karten kann die Tornado FX vor allem in älteren Spielen gegenüber der Konkurrenz von ATi überzeugen. Schaltet man Anti-Aliasing oder anisotrope Filterung hinzu, so verliert sie überdurchschnittlich viel Performance und auch die Shaderleistung spricht eine deutliche Sprache. Trotz alledem ist die Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra eine höllisch schnelle Grafikkarte, die auch beim Lieferumfang durchaus überzeugen kann. Die Konkurrenz bietet hier zwar oftmals mehr, aber auch zu einem höheren Preis.

Leadtek WinFast A380 Ultra TDH Hardware-Hammer Die Leadtek WinFast A380 Ultra TDH konnte vor allem aufgrund ihrer innovativen Kühlung punkten. Diese ist mit einem Geräuschpegel von unter 30db alles andere als laut und somit auch ohne weiteres für das eine oder andere Silent-System zu gebrauchen. Es muss also nicht immer passiv sein, denn auch verhältnismäßig große Lüfter können bei niedrigen Umdrehungszahlen genug Luft befördern, um selbst eine GeForce FX 5950 Ultra im Zaum zu halten. Weiterhin gab es auch an der Performance wenig zu meckern. Wie alle anderen Grafikkarten dieses Typs konnte die Leadtek WinFast A380 Ultra TDH durch ihre sehr gute Rohleistung überzeugen, hat bei der Shaderperformance gegenüber der Konkurrenz allerdings klar das Nachsehen. Gegenüber der Konkurrenz kann sie zudem noch mit einem relativ niedrigen Preis von rund 440 Euro auf sich aufmerksam machen und verfügt dennoch über einen ansehnlichen Lieferumfang, der kaum einen Wunsch offen lässt. Aufgrund der sehr guten Kühlleistung und der durchaus guten Spieleperformance verleihen wir der WinFast A380 Ultra TDH den Hardware-Hammer im nVidia-Lager.

AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra Die AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra könnte für nVidia-Fans durchaus eine gute Wahl darstellen. Sie verbindet gute Performance mit einem akzeptablen Preis, der aber leider immer noch über dem Niveau der ATi Radeon 9600 XT liegt. Gegenüber der getuneten GeForce FX 5700 Ultra von Gainward verliert das Modell von AOpen zwar etwas, ob dieser Vorsprung den Mehrpreis allerdings wert ist, muss jeder für sich selbst klären. Leider bietet AOpen dem Kunden nur einen sehr spärlichen Lieferumfang, der jedoch in etwa mit dem der Gainward-Karte zu vergleichen ist. Die Konkurrenz von ATi bietet hier oftmals mehr und dies zu einem günstigeren Preis. Den recht hohen Preis von rund 210 Euro können wir uns eigentlich nur durch den schnellen und teuren DDR2-Speicher erklären. Trotz alledem bietet AOpen mit der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra eine durchaus gute Grafikkarte mit einer absolut überzeugenden Performance, leider aber mit einer relativ schlechten Shaderleistung. Hinter der Zukunftssicherheit einer GeForce FX 5700 Ultra steht also weiterhin ein großes Fragezeichen, das vor allem von einer überarbeiteten DirectX 9.1 Version abhängt, die auch den Shadercode von nVidia beschleunigt.
Update: Ein DirectX9.1 wird es nach derzeitigem Stand der Dinge nicht geben und die FX-Serie wird darauf angewiesen bleiben, daß die Entwickler zumindest den aktuellen MS-Compiler verwenden, der 2.X-Shaderprofile generieren kann. Für wirklich optimale Ausnutzung der Hardware muss aber wohl gute alte Handarbeit herhalten.

MSI GeForce FX 5950 Ultra Hardware-Hammer Unter den schnellsten GeForce FX-Karten nimmt die MSI GeForce FX 5950 Ultra wohl eine ganze besondere Position ein. Nicht zuletzt dank ihrer sehr opulenten und schicken Kühllösung kann diese Grafikkarte nicht nur optisch Punkte gut machen. So bringt die von MSI entwickelte D.O.T.-Funktion das letzte Extra an Performance gegenüber den zahlreichen Konkurrenten und verhilft der MSI-Grafikkarte zum ersten Platz unter den nVidia-Karten. Auch der umfangreiche Lieferumfang ist immer wieder eine gern gesehen Beilage, die unsere Entscheidung sicherlich mit beeinflusst hat. Leider spiegelt sich diese Exklusivität auch im Preis nieder. Satte 550 Euro muss man für die MSI GeForce FX 5950 Ultra ausgeben. Ob die Grafikkarte diesen Preis wert ist, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Wir waren jedoch von dem Gesamtkonzept der MSI-Grafikkarte durchaus beeindruckt - in Zeiten der Referenz-Design-Adaptionen einer der wenigen Lichtblicke. Unsere Euphorie wurde allerdings von der im Vorfeld bereits beschriebenen Kollision zwischen dem rückseitigen Lüfter und dem Northbridge-Kühler gebremst. Hier sollte man im Voraus klären, ob beim eigenen Mainboard Probleme auftreten könnten.

Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 Die schnellste GeForce FX 5700 Ultra in unserem Test kam aus dem Hause Gainward. So hat man es wieder einmal geschafft, sich mit einer vom Hersteller subventionierten Übertaktung von der Konkurrenz abzuheben und die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 zu einer der schnellsten Mittelklasse-Grafikkarten auf dem Markt zu machen. Leider hat dieses Plus an Leistung auch seinen Preis, da die 5700 Ultra aus dem Hause Gainward mehr kostet als die Grafikkarten der Konkurrenz. Dennoch stellte die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 dank ihrer 500 MHz Speichertakt einen neuen Speicherbandbreiten-Rekord in der Mittelklasse auf und konnte vor allem in OpenGL-Anwendungen und durch eine sehr hohe Rohleistung glänzen. Wie alle 5700 Ultras verliert auch dieser Kontrahent leider unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung viel Performance und muss sich oftmals einer Radeon 9600 XT geschlagen geben. Auch die schlechte Shaderleistung sollte nochmals erwähnt werden, ist sie doch für die Zukunft sehr wichtig. Auch der gebotene Lieferumfang präsentierte sich im Hinblick auf den recht hohen Preis recht spartanisch und hinterlässt einen faden Beigeschmack.

ATi

Im zweiten Teil unseres Fazits wollen wir nun einmal näher auf die vielen Grafikkarten aus dem Hause ATi eingehen.

Asus Radeon 9800 XT Hardware-Hammer Die Asus Radeon 9800 XT beeindruckte uns sehr. Während die Konkurrenz auf das Referenzdesign setzt, entwickelte Asus eine eigene Kühllösung, die nicht nur effektiv und regelbar ist, sondern auch schön aussieht. Die massiven Kupferplatten verhelfen ihr dann - wie allen anderen Radeon 9800 XT-Karten übrigens auch - zu einem neuen Gewichtsrekord, was Mainstream-Grafikkarten angeht. Natürlich überzeugte auch die Performance der Asus Radeon 9800 XT, die besonders unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung ihre Stärke zeigen konnte und in unseren Shadertests die Konkurrenz weit hinter sich ließ. Besonders beeindrucken war jedoch der gebotene, nahezu riesige Lieferumfang, der für Grafikkarten mit ATi-Chip schon beinahe einmalig ist; hat man hier doch in der Vergangenheit schmerzlich einen Hersteller wie Asus oder MSI vermisst. Einziger Wehrmutstropfen: Die Asus Radeon 9800 XT nutzt zur Temperaturüberwachung einen Winbond-Chip, der eine Zusammenarbeit mit ATis Overdrive-Funktion unmöglich macht und einen entsprechenden Treiber hat der Hersteller aus Taiwan immer noch nicht zu bieten.

Asus Radeon 9600 XT Auch die Asus Radeon 9600 XT konnte uns wohl gesonnen stimmen. Neben einer guten Alltags-Performance verfügte diese Grafikkarten-Serie über die zweitbeste Shaderleistung in unserem Test und verwies somit die Grafikkarten aus dem Hause nVidia auf die Plätze. Einmalig für die Mittelklasse ist der gebotenen Lieferumfang, der dem der Asus Radeon 9800 XT gleicht. Während andere Hersteller in der Mittelklasse hier den Rotstift ansetzen, verbreitet Asus mit der Radeon 9600 XT einen Hauch von Exklusivität im mittleren Preissegment und bedient die Kunden, die trotz gesetzter Leistung auf extravagante Beilagen nicht verzichten wollen. Gegenüber der GeForce FX 5700 Ultra liegen auch ihre Stärken in der guten Umsetzung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung sowie der besonders guten Rendering-Qualität. Leider setzt Asus auch bei der Radeon 9600 XT auf einen Winbond-Hardwaremonitoring-Chip und macht somit ebenfalls bei diesem Modell eine Zusammenarbeit mit ATis Overdrive unmöglich.

PowerColor Radeon 9800 XT Leistung-Hammer Die PowerColor Radeon 9800 XT konnte uns ebenfalls durchweg positiv stimmen. Analog zur 9800 XT von Asus liegen auch ihre Stärken vornehmlich im Bereich der Bildqualität und der Qualitätsoptimierung durch Anti-Aliasing und anisotroper Filterung. Hier kann sie sich gegenüber der GeForce FX 5950 Ultra von nVidia sehr gut behaupten und bietet die weitaus bessere Shaderleistung. Da die PowerColor Radeon 9800 XT auf dem durchaus schicken Referenzdesign von ATi basiert, unterstützt sie natürlich alle Funktionen des Catalyst-Treibers. Leider führt die Aktivierung der Overdrive-Technologie zu keinem sonderlich großen Performanceschub, so dass man diese Grafikkarte lieber manuell übertakten sollte, sofern dies denn überhaupt notwendig ist. Gemessen an der Konkurrenz bietet die Karte von PowerColor den zweitbesten Lieferumfang aller 9800 XTs und überzeugt ebenfalls durch einen für diese Grafikkarten-Klasse angemessenen Preis. Für die derzeit schnellste Grafikkarten-Leistung im Desktop-Bereich erhält auch diese 9800 XT den Leistungs-Award.

Sapphire Radeon 9800 XT Leistung-Hammer Wie nicht anders zu erwarten war, konnte auch die Sapphire Atlantis Radeon 9800 XT mit guten Eigenschaften glänzen. Wie schon bei den vorherigen Karten dieses Typs, verliehen wir der Sapphire Radeon 9800 XT den Leistungs-Hammer vor allem wegen ihrer sehr guten Leistung in Verbindung mit Anti-Aliasing und anisotroper Filterung. Die durchweg exzellente Shaderleistung verleiht der Grafikkarte ebenfalls das Prädikat "zukunftssicher", so dass Käufer einer solchen Karte wohl auch in den nächsten Monaten, wenn die ersten richtigen DirectX 9-Spiele erschienen sind, noch viel von ihrem besten Stück haben werden. Von allen drei getesteten ATi Radeon 9800 XTs ist die Sapphire die günstigste, besitzt aber auch den kleinsten Lieferumfang. Von einem Preis-Leistungs-Award sahen wir ab, da auch diese Grafikkarte noch verhältnismäßig viel Geld kostet und wohl nicht für jeden Geldbeutel erschwinglich ist.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition Preis-Hammer Die Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition reiht sich fast nahtlos neben dem Asus-Pendant ein. Als einziges Manko könnte man den relativ langsamen Speichertakt aufzählen, der der Radeon 9600 XT jedoch allgemein zu schaffen macht und gegenüber der GeForce FX 5700 Ultra des Öfteren für Probleme sorgt. Sapphire schuf hier jedoch mit der Erhöhung um 50 MHz Abhilfe und hievte das hauseigene Modell somit auf Platz 1 aller getesteten 9600 XTs. So zeigte die Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition durchweg gute Leistungen und dürfte aufgrund ihrer sehr guten Shaderperfomance auch noch in Zukunft ihren Dienst verrichten. Diese gute Leistung und der verhältnismäßig günstige Preis von gerade einmal rund 170 Euro prädestinieren die 9600 XT aus dem Hause Sapphire geradezu für unseren "Preis Hammer". PC-Spieler mit einem kleinen Konto sollten nach dieser Grafikkarte Ausschau halten, verbindet sie doch wie keine andere einen niedrigen Preis mit sehr guter Leistung und entsprechender Zukunftssicherheit.

Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro Schon im Vorfeld unseres Artikels galt die Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro als Außenseiter und vermeintlich schwächster Kontrahent in unserem Testfeld. Allen Unkenrufen zum Trotz zeigte sie dann aber doch noch, was in ihr steckt, und erbrachte in unseren Benchmarks durchweg gute Ergebnisse, von denen zum Beispiel eine nVidia GeForce FX 5600 Ultra oftmals nur träumen kann. Im Zuge der Verbreitung der Radeon 9600 XT-Karten könnte die 9600 Pro in den nächsten Monaten zum Geheimtipp für jedes kleine Sparschwein werden, denn gegenüber der neueren Variante sieht sie immer noch recht gut aus und kostet deutlich weniger. Der Lieferumfang der Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro präsentierte sich uns in einem für den Preis durchaus angemessenen Rahmen und hatte mit Tomb Raider - The Angel of Darkness noch einen recht aktuellen Spieletitel mit im Gepäck.

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  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/ati_radeon_9800_pro_roundup/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/radeon_7500_9800_pro/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/nvidia_geforce_fx5950_ultra/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/nvidia_geforce_fx5900_ultra/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/asus_v9560_videosuite/
  7. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/inno3d_fx5600_procardex_ti42008x/
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  11. http://80.237.216.146/article.php?id=257
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/canterwood_roundup/4/#abit_ic7_g
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