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Test: GeForce FX 5900 - Roundup

von Michael Slomma

Einleitung

Es ist nicht allzulange her, dass nVidia mit dem GeForce FX5950 (Codename: NV38) eine runderneuerte Version des bisherigen Grafikchips NV35 auf den Markt gebracht hat und schon sinken die Preise für die "alten" FX5900-Karten. Was bisher absolute HighEnd-Ware war, das geht jetzt teilweise im Bereich der MidRange-Karten oder gar als Budget-Lösung über den Ladentisch der Hardwarehändler.

In Anbetracht dieser Preisentwicklung kommt wohl nichts gelegener, als sich einen Überblick über eine ganze Reihe solcher Karten der unterschiedlichsten Hersteller zu verschaffen.

So verirrten sich sechs teilweise sehr unterschiedliche Grafikkarten dieser Art in unser Testlabor. Ihnen gemein war nur eines - der Grafikprozessor. Auf allen Karten schlägt das Herz in Form des GeForce FX5900, der Rest konnte jedoch unterschiedlicher kaum sein.

Logo Groß
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So kämpfen in unserem Test eine GeForce FX5900 SE, zwei GeForce FX5900 mit 128MB und eine GeForce FX5900 mit 256MB gegen zwei GeForce FX5900 Ultra. Als kleinen Vergleich haben wir noch eine Gainward 5700 Ultra/960 hinzugezogen um zu sehen, ob der neue Midrange-Chip, der GeForce FX5700 Ultra, in der Lage ist, die mittlerweile recht preiswerte Konkurrenz in Schach zu halten.

Die Kontrahenten

Leadtek A350TDH LX

Die Leadtek A350 TDH LX überzeugt weniger durch ihre technischen Daten als durch ihr interessantes Erscheinungsbild. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie aus einem Metallblock geschnitzt und wenn man sie anhebt, erscheint sie auch so schwer. Damit ist Leadtek ein eindeutiger Anwärter auf den Designpreis in unserer Runde. Der Grafikchip ist ein FX 5900 non Ultra und die Karte begnügt sich mit 128 MB Grafikspeicher.

Die massive Metallverkleidung suggeriert eine beachtliche Kühlleistung; die beiden eingelassenen Lüfter unterstützen diese Annahme. Die Hoffnung, ein sehr leises System zu bekommen, bleibt aber reines Wunschdenken. Die Leadtek ist so ziemlich der lauteste Vertreter im Test. Selbst im 2D-Modus macht der Blechkollos einen Lärm, als wäre der Leibhaftige hinter ihm her. Ein Blick auf die Lüftergitter erklärt den Krach. Hier stellen sich massive Metallstreben dem Luftstrom in den Weg und sorgen für ordentlich Verwirbelung und Widerstand.

Leadtek A350TDH LX Lieferumfang
Leadtek A350TDH LX Lieferumfang
Leadtek A350TDH LX  Anschlussleiste
Leadtek A350TDH LX Anschlussleiste
Leadtek A350TDH LX
Leadtek A350TDH LX

Das mitgelieferte Zubehör ist recht ordentlich. So befinden wir neben dem Spannungsadapter und dem TV-Out Kabel noch eine CD mit den Treibern sowie einer DVD-Wiedergabesoftware im Karton. Als Spielebundle finden sich "Big Mutha Trucker" und "Gun Metal" in dem Paket. Abgerundet wird die Sache durch eine Reihe von Tuning-Tools.

Kleines Manko: die "LX" ist eine abgespeckte GeForce FX 5900 - also eine GeForce FX 5900 SE. Mit lediglich 350MHz Speichertakt hinkt sie somit den anderen Testteilnehmern etwas hinterher. Mit einem Preis ab ca. 222 Euro ist sie jedoch die preiswerteste GeForce FX 5900 im Test.

Die Dokumentation ist identisch zu der großen Schwester, die als nächstes vorgestellt werden soll.

Leadtek A350TDH MyVIVO

Die Leadtek A350TDH MyVIVO ist weitestgehend baugleich mit der zuvor vorgestellten Leadtek A350TDH LX. Auf ihr finden sich jedoch schnellere Speichermodule, sodass die MyViVo im Gegensatz zur kleinen Schwester mit der vollen Taktfrequenz arbeiten darf. Als entscheidende Änderung befindet sich auf ihr aber ein Video-Eingang, über den ein externes Video-Signal eingespeist und am PC bearbeitet werden kann. Entsprechend umfangreicher ist die mitgelieferte Software. Zu dem zuvor genannten Softwarepaket gesellen sich nun noch die DVD Movie Factory 2, VideoStudio 7.0 und Cool3D aus dem Hause Ulead. Winfast liefert darüber hinaus den Videorecorder Winfast PVR.

Das ausschließlich in englischer Sprache verfasste Handbuch umfasst ganze 55 Seiten und ist sehr umfangreich. Eilige Naturen können aber auch hier auf ein Quickinstall in Form eines Faltblattes zurückgreifen.

Für die Leadtek A350TDH MyVIVO sind derzeit mindestens 282 Euro zu berappen. Der Lärmpegel ist mit dem der Leadtek A350TDH LX identisch.

Leadtek A350TDH myViVo Lieferumfang
Leadtek A350TDH myViVo Lieferumfang
Leadtek A350TDH MyViVo Anschlussleiste
Leadtek A350TDH MyViVo Anschlussleiste
Leadtek A350TDH MyViVo
Leadtek A350TDH MyViVo

Als einzige Karten im Testfeld haben die beiden Leadtek Karten - bedingt durch ihre einzigartige Bauform - den Stromanschluss gerade nach hinten heraus geführt. Normalerweise kein Problem, doch in manchen Gehäusen ist dann schon mal ein Laufwerk oder ein Lüfter im Weg. Alle anderen Hersteller haben den Stromanschluss orthogonal zum PCB ausgerichtet. Andererseits macht genau dieses Verfahren in Shuttles XPCs massive Probleme.

ABIT Siluro FX 5900

Als dritte Karte im Bunde, die mit 128MB auskommen muss, gesellt sich die ABIT Silurio FX 5900 dazu.

Ausgerüstet mit einem GeForce FX 5900 non ultra und dem OTES-Kühlsystem sind für dieses Prachtstück satte 337 Euro fällig. Gut 55 Euro mehr als bei der Leadtek, die zwar über ein anderes Kühlsystem, aber sonst identische Leistungsdaten und zudem über Video-In verfügt. Weiteres Manko: durch das OTES-Kühlsystem beansprucht die Siluro nicht weniger als zwei Slotbleche für sich, was auf dem Mainboard einen weiteren PCI-Slot unbrauchbar macht.

Der Packungsinhalt ist auch hier recht übersichtlich, wenn auch ausreichend. Neben den Treibern, einem Demo zum Spiel "Soldiers of Fortune 2", einer Demo des "Earthviewer 3D" finden wir nur noch die NV-Edition des Programms "WindowBlinds". Als Abspielprogramm für DVDs legt ABIT eine spezielle Version von WinDVD4 bei. Die Software hört zwar auf den Namen "SiluroDVD4", ist aber ein waschechtes WinDVD4. Auch ansonsten gibt sich die Karte recht unspektakulär. Die Lautstärke im Betrieb hält sich im Rahmen. Im 2D-Betrieb ist sie kaum zu hören, im 3D-Betrieb wird sie dann schon etwas lauter. Alles in Allem aber ein Niveau, was wir von der GeForce FX 5900er Reihe gewöhnt sind.

ABIT FX5900 Siluro
ABIT FX5900 Siluro
ABIT FX 5900 Siluro
ABIT FX 5900 Siluro
ABIT Siluro Anschlussleiste
ABIT Siluro Anschlussleiste

Als Dokumentation liefert ABIT ein Faltblatt zur näheren Erläuterung des OTES Kühlsystems und ein 24 seitiges, englischsprachiges Handbuch. Die darin enthaltenen Quickinstall-Anweisungen finden wir jedoch in Deutsch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch und Japanisch, wobei jeder Sprache eine Doppelseite gewidmet wurde.

MSI FX5900 SP VTD256

Die MSI ist die erste Karte, die mit 256MB Speicher antritt. Der Chip ist zwar immer noch ein GeForce FX 5900 non ultra. Aber der zusätzliche RAM verspricht zumindest in Benchmarks ein kleines Leistungsplus.

Die Kühlung erfolgt mittels zweier Lüfter, von denen je einer von oben bzw. unten gegen sehr massive Kühlkörper bläst. Sollte der Lärm-Terror weitergehen?

Nein, weit gefehlt. Die MSI ist mit riesigem Abstand die leiseste im Test. Im 2D-Betrieb hört man sie überhaupt nicht und auch bei 3D-Applikationen hält sie sich dezent zurück. MSI bewirbt sein eigens entwickeltes "TwinFlow" Coolingsystem mit einem Geräuschpegel von maximal 28dB. und so wie es aussieht wird MSI der eigenen Werbung gerecht.

MSI FX5900SP VTD256 Lieferumfang
MSI FX5900SP VTD256 Lieferumfang
MSI FX5900SP Draufsicht
MSI FX5900SP Draufsicht
MSI FX5900SP Anschlussleiste
MSI FX5900SP Anschlussleiste
MSI FX5900SP von unten
MSI FX5900SP von unten
MSI FX5900SP VTD256
MSI FX5900SP VTD256

Auf einen Video-Eingang hat man bei MSI nicht verzichtet und macht die Karte damit zum universell einsetzbaren Begleiter in Sachen Grafik und Video. Einen weiteren Pluspunkt sammelt MSI beim Zubehör. Neben allen nötigen Kabeln und Treibern findet sich eine schier unerschöpfliche Menge an Software im Karton.

Alles zusammen 21 Programme auf 11 CDs. Das ganze garniert MSI mit einem Preis, der zum Testzeitpunkt rund 325 Euro betrug.

Inno3D FX5900 Ultra

Als erster Vertreter der Ultra-Liga verirrte sich die Karte von Inno3D in unser Testlabor. Die edle Verpackung ist königlich in Blau und Silber gehalten. Hier sieht man gleich: Was man hier in Händen hält, ist ein wahrlich edles Produkt.

Der Verpackungsinhalt hat uns nicht enttäuscht. Außer der Karte und den nötigen Treibern finden sich weiteres Zubehör im Lieferumfang. Von Intervideo liegt WinDVD4 und der WinDVD Creator bei. Als Spiele-Vollversion gibt es Comanche 4. Des Weiteren liegt der Karte noch eine CD mit dem 3DMark03 und eine CD mit Demos der Spiele "Black Hawk Down", "Ghost Recon", "Red Faction", "Serious Sam Second Encounter" und "Vietcong" bei. Im Vergleich zur MSI reißt Inno3D damit zwar keine Bäume aus, aber MSI hat die Messlatte auch verdammt hoch angesetzt. Im großen Ganzen sind wir mit dem Packungsinhalt zufrieden.

Inno3D FX5900 Ultra Verpackungsinhalt
Inno3D FX5900 Ultra Verpackungsinhalt
Inno3D FX5900 Ultra Anschlussleiste
Inno3D FX5900 Ultra Anschlussleiste
Inno3D FX5900 Ultra
Inno3D FX5900 Ultra
Inno3D FX5900 Ultra Detailansicht
Inno3D FX5900 Ultra Detailansicht
Inno3D FX5900 Ultra von unten
Inno3D FX5900 Ultra von unten

Die Karte macht keinen Hehl aus ihrer Leistung. Nicht weniger als zwei Slotblenden werden durch dieses Grafikmonster verdeckt und ein massiver, bulliger Kühlkörper thront auf der GPU. Die produzierte Lautstärke ist erfreulich gering. Nicht so leise wie die MSI, aber dennoch im Bereich des Erträglichen. Im 2D-Bereich ist sie - wie ihre Artgenossen - kaum wahrzunehmen. Im 3D-Bereich rauscht es dezent aus Richtung Gehäuse.

Mit 499 Euro, nur erhältlich über einen einzigen Shop [1] in Deutschland, ist sie nicht gerade in die Kategorie "Schnäppchen" einzuordnen. Selbst für eine "Ultra" ist der Preis recht stattlich und bewegt sich damit auf dem Niveau der neuen Karten mit GeForce FX 5950 Chipsatz.

Asus V9950 Ultra

Als letzte Kandidatin mischt sich die Asus V9950 Ultra unter das Volk. Wie der Name vielleicht vermuten lässt, verbirgt sich hinter dem dicken Kühlkörper jedoch keine GeForce FX 5950, sondern eine normale GeForce FX 5900 Ultra mit kräftigen 256MB Grafikspeicher.

Im Gegensatz zur Inno3D muss der User keine zweite Slotblende opfern. Der Kühlkörper ist auch wesentlich kleiner. Die Geräuschentwicklung ist dennoch in etwa auf dem Niveau der Inno3D, also wahrnehmbar aber absolut in Ordnung.

ASUS V9950 Ultra Verpackungsinhalt
ASUS V9950 Ultra Verpackungsinhalt
ASUS V9950 Ultra Anschlussleiste
ASUS V9950 Ultra Anschlussleiste

ASUS V9950 Ultra
ASUS V9950 Ultra
ASUS V9950 Ultra von unten
ASUS V9950 Ultra von unten

Der Preis von rund 470 Euro ist zwar ebenfalls nicht von schlechten Eltern, relativiert sich aber, wenn man das Zubehör betrachtet. Asus packt dem Käufer ein sehr umfangreiches Softwarepaket bei. Auf sechs CDs tummeln sich die Treiber, das DVD-Abspielprogramm AsusDVD XP, drei Spiele (GunMetal, Black Hawk Down und Battle Engine Aquila) und ein Spielebundle mit sechs Demoversionen der Spiele Splinter Cell, Warcraft III, Big Mutha Truckers, BREED, Colin McRae Rally3 und TOCA Race Driver.

Ein Quickstart Guide in 14 Sprachen und eine allgemeine Grafikkartenbeschreibung in Englisch sorgen für problemlosen Einsatz der Grafikkarte.

Gainward 5700 Ultra/960

Zum Schluss kommen wir zu unserem Vergleichsmodell, das wir in einem bald folgenden Review noch einmal gegen die Chipinterne Konkurrenz antreten lassen werden.

Mit GeForce FX 5700 Ultra-Chip und einem Preis von ca. 220 Euro setzt sich die Karte zumindest auf dem Papier an's Ende des Vergleiches, was beim Preis als durchaus positiv angesehen werden kann. Das "Goldensample" wäre bereits mit 475MHz Chiptakt und 450MHz Speichertakt die nominal schnellste im Test. Gainward hat jedoch auch hier einmal mehr an der Taktschraube gedreht und liefert das Modell mit 500 MHz für den Chip und 500 MHz beim Speicher aus. Ob die Karte durch den hohen Takt die Defizite der nur 128 Bit breiten Speicheranbindung ausgleichen kann, werden die Messergebnisse zeigen müssen.

Als einzige im Test wartet die Gainward mit zwei DVI-Anschlüssen auf, um zwei TFT-Monitore digital anzuschließen zu können. Aber auch an die Nutzer eines herkömmlichen CRT-Monitors wurde gedacht; für beide Anschlüsse ist jeweils ein passender Adapter dabei.

Gainward FX5700 Ultra/960 Verpackungsinhalt
Gainward FX5700 Ultra/960 Verpackungsinhalt
Gainward FX5700 Ultra/960
Gainward FX5700 Ultra/960
Gainward FX5700 Ultra/960 von unten
Gainward FX5700 Ultra/960 von unten

Die Geräuschemissionen der Karte überfordern unsere Ohren nicht, auch wenn die Gainward ganz kräftig mitmischt. Hier sind wir zuvor durch die Leadtek-Karten etwas desensibilisiert worden.

Der Verpackungsinhalt ist der übersichtlichste von allen. Außer den Treibern und WinDVD4 finden wir keinerlei weitere Software. Wenigstens beim Handbuch hat man nicht gespart. Es ist zwar ausschließlich in Englisch verfasst, dafür aber 50 Seiten lang und bietet Antworten auf jede erdenkliche Frage

Die Karten im Vergleich

Grafikkarten im Vergleich
Leadtek
A350 TDH LX
Leadtek
A350 TDH MyVIVO
Abit
Siluro FX 5900
Chip FX 5900 FX 5900 FX 5900
Chiptakt 400MHz 400MHz 400MHz
Speicher 128MB 128MB 128MB
Speichertakt 350MHz 425MHz 425MHz
Speicherbus 256 Bit 256 Bit 256 Bit
D-SUB 1 1 1
DVI 1 1 1
TV-Out Integriert (MV) Integriert (MV) Integriert (MV)
Video-In - + -
Software - Winfast DVD
- WinFox II
- Coloreal
- Cult3D
- Big Mutha Truckers
- Gun Metal
- Winfast DVD
- Winfast PVR
- Ulead VideoStudio 7.0 SE
- Ulead DVD Movie Factory 2 SE
- Cool3D
- WinFox II
- Coloreal
- Cult3D
- Big Mutha Truckers
- Gun Metal
- Demo: Soldier Of Fortune 2
- Demo: Earthviewer 3D
- WindowBlinds NV-Edition
- Intervideo SiluroDVD4
Preis 222 Euro 282 Euro 337 Euro
Grafikkarten im Vergleich
MSI
FX 5900SP VTD 256
Inno3D
FX 5900 Ultra
Asus
V9950 Ultra
Gainward
5700 Ultra/960
Chip FX 5900 FX 5900 Ultra FX 5900 Ultra FX 5700 Ultra
Chiptakt 400MHz 450MHz 450MHz 500MHz
Speicher 256 MB 256 MB 256 MB 128 MB
Speichertakt 425 MHz 425MHz 425MHz 500MHz
Speicherbus 256 Bit 256 Bit 256 Bit 128 Bit
D-SUB 1 1 1 0
DVI 1 1 1 2
TV-Out Philips 7108A Philips 7108A Integriert (MV) Integriert (MV)
Video-In + - - -
Software - 21 Spiele und
Applikationen auf
11 CDs
- Intervideo WinDVD4
- Intervideo WinDVD Creator
- Commanche4
- 3DMark03
- 5 Spieledemos
- AsusDVD XP
- GunMetal
- Black Hawk Down
- Battle Engine Aquila
- 6 Spieledemos
- WinDVD4
Preis 325 Euro 499 Euro 470 Euro 220 Euro

Soweit eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten des Testfeldes. Wie wir sehen, ist sowohl preislich als auch ausstattungsmäßig für jeden etwas dabei. Doch kommen wir nun zu den Benchmarks. Mal schauen ob hier die Unterschiede immernoch so gewaltig sind.

Testsystem

Als Testsystem haben wir mit Absicht kein High-End System ausgewählt, vielmehr war es geplant, den Spagat zwischen einem topaktuellen System und einem halbwegs preiswerten Mainstream-System zu bewerkstelligen. Der Pentium 4C mit 2,4 GHz ist wohl der am meisten gekaufte Intelprozessor der letzten Monate, der Springdale-Chipsatz (i865PE) immer noch eine hervorragende Wahl und 512 MB derzeit Klassenstandard. Auf Windows XP wurde wohlwollend verzichtet. Auch wenn Windows XP eines der verbreitetsten Systeme ist und mit Hyper-Threading wesentlich besser zurecht kommt, ist Windows 2000 immer noch auf einer Vielzahl von Rechnern zu finden und die Relationen zwischen den Grafikkarten sollten auf dem jeweiligen OS sowieso identisch sein.

In diesem Test soll es auch nicht in erster Linie um Benchmarkrekorde gehen, sondern der direkte Vergleich der Testkandidaten steht im Vordergrund. Somit können wir bei diesem Test auch auf das letzte zehntel Frame/s verzichten. Begnadete Overclocker und Hardware-Enthusiasten mögen von daher die Benchmarkergebnisse nicht überbewerten. Was die einzelnen Karten auf einer High-End Plattform zu leisten im Stande sind, haben wir in früheren Reviews [2] bereits besprochen.

Gestestet wurde mit folgendem System:

Benchmarks

3DMark 2001 SE


3DMark2001SE

Inno3D FX5900 Ultra
12.082
Asus FX 5950 Ultra
11.933
Leadtek A350 TDH MyVIVO
11.818
ABIT Siluro 5900
11.797
MSI VTD256
11.788
Leadtek A350 TDH LX
11.706
Gainward 5700 Ultra/960
11.322
Angaben in Punkten

Alle Karten liegen von der Sache her gleichauf. Weder 256MB Grafikspeicher noch eine höhergetaktete GPU bringen einen spürbaren Leistungschub. Das ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Grafikkarte mitnichten den limitierenden Faktor darstellt. Vielmehr sind die Kandidaten derart leistungsfähig, dass die CPU kaum noch hinterher kommt

3DMark03


3DMark03

Inno3D FX5900 Ultra
5.525
Asus FX 5950 Ultra
5.525
ABIT Siluro 5900
5.085
Leadtek A350 TDH MyVIVO
5.082
MSI VTD256
4.944
Leadtek A350 TDH LX
4.803
Gainward 5700 Ultra/960
3.747
Angaben in Punkten

Beim neueren, DirectX9 basierenden 3DMark03 sieht das Bild schon etwas anders aus. Die Grafikkarten mit dem Ultra-Chip können sich etwas distanzieren. Die drei waschechten FX5900 bilden ein gutes Mittelfeld. Mit einigem Abstand folgt dann die heruntergetaktete Leadtek A350 TDH LX, die Gainward spielt in dieser Liga nicht mehr mit.

Aquamark 3


Aquamark 3

Inno3D FX5900 Ultra
39.150
Asus FX 5950 Ultra
38.971
Leadtek A350 TDH MyVIVO
37.565
ABIT Siluro 5900
37.401
MSI VTD256
34.344
Leadtek A350 TDH LX
33.539
Gainward 5700 Ultra/960
32.191
Angaben in Punkten

Ein ganzes DirectX 9 Feuerwerk bietet der Aquamark 3. Das Bild des 3DMark03 ist hier noch deutlicher weiderzufinden. Erstaunlich und etwas unerklärlich ist nur der starke Abfall der MSI. Das gute Ergebnis der Leadtek A350 TDH MyVIVO repräsentiert deutlich, dass auch mit 128MB Grafikspeicher noch erstaunliche Ergebnisse zu Tage gefördert werden können.

Unreal Tournament 2003

Ihre reale Leistung in aktuellen Spielen müssen die Karten an zwei ausgesuchten Engines beweisen. Für den Bereich Direct3D muss Unreal Tournament 2003 herhalten. Getestet wurde in zwei Auflösungen. Jeweils einmal ohne Antialiasing oder anisotropischer Filterung, für maximale Performance, einmal in einer üblichen und sehr sinnvollen Einstellung, die ein gesundes Maß aus Qualität und Performance darstellt, und zum Schluss mit maximaler Qualitätseinstellung, um den Karten das Allerletzte abzuverlangen.

Unreal Tournament 2003 - FlyBy

 1024x786x32:
Inno3D FX5900 Ultra
151,46
ABIT Siluro 5900
150,99
MSI VTD256
150,95
Asus FX 5950 Ultra
150,60
Leadtek A350 TDH LX
150,54
Leadtek A350 TDH MyVIVO
150,01
Gainward 5700 Ultra/960
145,19
 1024x786x32, 2xAA, 4xAF:
Inno3D FX5900 Ultra
133,26
Asus FX 5950 Ultra
131,91
ABIT Siluro 5900
125,07
Leadtek A350 TDH MyVIVO
124,66
MSI VTD256
123,32
Leadtek A350 TDH LX
118,43
Gainward 5700 Ultra/960
98,11
 1024x786x32, 8xAA, 8xAF:
Asus FX 5950 Ultra
40,56
Inno3D FX5900 Ultra
40,47
Leadtek A350 TDH MyVIVO
36,20
ABIT Siluro 5900
36,20
MSI VTD256
34,92
Leadtek A350 TDH LX
33,61
Gainward 5700 Ultra/960
26,73
 1280x960x32:
Inno3D FX5900 Ultra
149,40
Asus FX 5950 Ultra
148,58
ABIT Siluro 5900
145,57
MSI VTD256
144,99
Leadtek A350 TDH MyVIVO
144,84
Leadtek A350 TDH LX
141,28
Gainward 5700 Ultra/960
111,86
 1280x960x32, 2xAA, 4xAF:
Asus FX 5950 Ultra
104,65
Inno3D FX5900 Ultra
104,47
ABIT Siluro 5900
93,69
Leadtek A350 TDH MyVIVO
93,68
MSI VTD256
90,99
Leadtek A350 TDH LX
85,83
Gainward 5700 Ultra/960
67,24

Im Botmatch, dem Benchmark, der dem realistischen Spielgeschehen am nächsten kommt, ist klar zu sehen, dass es bei moderaten Qualitätseinstellungen keinen Sieger gibt. Der Spitzenreiter ist nicht mal 1 Frame/s vom letztplatzierten entfernt. Interessant ist vielleicht, dass sich die Gainward an die Spitze setzen kann. Zumindest hier ist die 128Bit breite Speicheranbindung noch konkurrenzfähig.

Setzt man die Qualitätseinstellung aber auf das Maximum, stellt sich plötzlich wieder die erwartete Reihenfolge her. Sobald die Grafikkarte wieder mehr gefordert wird als die CPU, reihen sich unsere Kandidaten an ihren Platz ein, der ihnen durch ihre Rohleistug vorgegeben wurde.

Auf die Einstellung 8xAA/8xAF bei einer Auflösung von 1280x960 mussten wir leider verzichten, da der Treiber diese Qualitätseinstellung unter Direct3D scheinbar nicht korrekt auswertete. Das optische Ergebnis war nicht nur sichtbar schlechter als erwartet, auch die Messergebnisse waren jenseits von glaubhaften Werten.


Unreal Tournament 2003 - FlyBy

 1024x786x32:
Inno3D FX5900 Ultra
151,46
ABIT Siluro 5900
150,99
MSI VTD256
150,95
Asus FX 5950 Ultra
150,60
Leadtek A350 TDH LX
150,54
Leadtek A350 TDH MyVIVO
150,01
Gainward 5700 Ultra/960
145,19
 1024x786x32, 2xAA, 4xAF:
Inno3D FX5900 Ultra
133,26
Asus FX 5950 Ultra
131,91
ABIT Siluro 5900
125,07
Leadtek A350 TDH MyVIVO
124,66
MSI VTD256
123,32
Leadtek A350 TDH LX
118,43
Gainward 5700 Ultra/960
98,11
 1024x786x32, 8xAA, 8xAF:
Asus FX 5950 Ultra
40,56
Inno3D FX5900 Ultra
40,47
Leadtek A350 TDH MyVIVO
36,20
ABIT Siluro 5900
36,20
MSI VTD256
34,92
Leadtek A350 TDH LX
33,61
Gainward 5700 Ultra/960
26,73
 1280x960x32:
Inno3D FX5900 Ultra
149,40
Asus FX 5950 Ultra
148,58
ABIT Siluro 5900
145,57
MSI VTD256
144,99
Leadtek A350 TDH MyVIVO
144,84
Leadtek A350 TDH LX
141,28
Gainward 5700 Ultra/960
111,86
 1280x960x32, 2xAA, 4xAF:
Asus FX 5950 Ultra
104,65
Inno3D FX5900 Ultra
104,47
ABIT Siluro 5900
93,69
Leadtek A350 TDH MyVIVO
93,68
MSI VTD256
90,99
Leadtek A350 TDH LX
85,83
Gainward 5700 Ultra/960
67,24

Im FlyBy wird die reine Grafikleistung gemessen, die CPU-Leistung ist eher unwichtig. Hier zeigt sich von Anfang an die erwartete Reihenfolge - "Ultra" vor "non Ultra" gefolgt von der "SE", wobei die Karten bei deaktivierten Qualitätseinstellungen immer noch sehr dicht beieinander sind. Bei höheren Qualitätseinstellungen steigt die Vormachtsstellung der Ultra-Karten. Erstmals kann sich die Asus teilweise sogar vor die Inno3D schieben.

RTCW Enemy Territory

RtCW Enemy Territory

 1024x786x32:
Inno3D FX5900 Ultra
47,4
MSI VTD256
47,2
Asus FX 5950 Ultra
46,7
Gainward 5700 Ultra/960
46,6
ABIT Siluro 5900
46,6
Leadtek A350 TDH LX
46,5
Leadtek A350 TDH MyVIVO
46,2
 1024x786x32, 2xAA, 4xAF:
Inno3D FX5900 Ultra
46,6
Asus FX 5950 Ultra
45,8
ABIT Siluro 5900
45,5
Leadtek A350 TDH MyVIVO
45,4
Gainward 5700 Ultra/960
45,0
MSI VTD256
44,7
Leadtek A350 TDH LX
44,2
 1024x786x32, 8xAA, 8xAF:
Asus FX 5950 Ultra
29,0
ABIT Siluro 5900
26,9
Inno3D FX5900 Ultra
26,6
Leadtek A350 TDH MyVIVO
24,5
MSI VTD256
24,0
Gainward 5700 Ultra/960
23,7
Leadtek A350 TDH LX
23,4
 1280x1024x32:
Inno3D FX5900 Ultra
47,1
Asus FX 5950 Ultra
46,5
ABIT Siluro 5900
46,1
MSI VTD256
46,0
Leadtek A350 TDH MyVIVO
45,6
Leadtek A350 TDH LX
45,5
Gainward 5700 Ultra/960
45,0
 1280x1024x32 2xAA, 4xAF:
Asus FX 5950 Ultra
43,9
Leadtek A350 TDH MyVIVO
42,8
Inno3D FX5900 Ultra
42,8
ABIT Siluro 5900
42,8
MSI VTD256
39,5
Gainward 5700 Ultra/960
38,6
Leadtek A350 TDH LX
38,2
 1280x1024x32 8xAA, 8xAF:
Asus FX 5950 Ultra
22,0
ABIT Siluro 5900
20,6
Inno3D FX5900 Ultra
20,4
Leadtek A350 TDH MyVIVO
18,3
MSI VTD256
17,7
Leadtek A350 TDH LX
17,2
Gainward 5700 Ultra/960
16,2

Unter OpenGL zeigt sich schon ein etwas differenzierteres Ergebnis. Interessanterweise schiebt sich die ABIT, trotz ihrer technisch bedingten Handycaps, ganz weit nach vorne und auch die Gainward schlägt sich wacker. Die Speichermenge der Grafikkarten scheint demnach noch ziemlich unwichtig. Das könnte sich in Zukunft aber ändern. Aber auch hier zeigt sich wieder ganz deutlich, die Ultras können sich erst in hohen Auflösungen und hohen Qualitätseinstellungen vom Testfeld absetzen. Bei moderaten Settings und Auflösungen sind im gesamten Testfeld lediglich Unterschiede von 1-2 Frames/s zu verzeichnen. Zu wenig um hier schon einen Testsieger zu küren.

Fazit

nVidia GeForce  FX Logo Ein Fazit zu ziehen, das ist schwieriger denn je. Zu dicht liegen die Karten leistungsmäßig beieinander. Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass gute Leistung in hohen Auflösungen und ordentlichen Qualitätseinstellungen nur mit einer "Ultra" und 256MB Grafikspeicher zu bewerkstelligen ist. Bei üblichen Auflösungen und moderaten Settings ist zwischen allen Kontrahenten der Unterschied jedoch derartig minimal, dass andere Präferenzen herangezogen werden müssen.

Die MSI ist die leiseste von allen Testkandidaten und bietet das üppigste Zubehör. Sie verfügt zudem über satte 256MB RAM, VideoIn und ist mit rund 325 Euro nicht mal übermäßig teuer. Das alles macht sie in unseren Augen zum Testsieger, auch wenn ihr die anderen sechs Mitstreiter ganz dicht auf den Fersen sind.

Als teuerste im Test schlagen sich die beiden Kandidaten aus dem Hause Asus und Inno3D leistungsmäßig am besten und auch der Lieferumfang ist recht beachtlich. Wer bereit ist, ca. 500 Euro für eine Grafikkarte an's Bein zu binden, darf sich selbst vor die schwierige Wahl stellen. Für die Asus spricht natürlich die kompaktere Bauform, dafür hat die Inno3D in den meisten Anwendungen die Nase immer ein kleines Stückchen vor der Asus. Wir liegen hier jedoch im Milli-Frame-Bereich.

Im mittleren Preissegment ist die Frage schon etwas leichter zu beantworten. Möchte man eine preiswerte Karte, dann ist die Leadtek A350TDH LX die richtige Wahl, dafür muss man allerdings auf ein wenig Leistung verzichten. Mag man lieber etwas mehr Leistung und möchte auf die Vorzüge des VideoIn nicht verzichten, schiebt sich die Leadtek A350TDH in den Vordergrund. Lediglich für die ABIT Siluro sehen wir kaum Vorteile. Die MSI ist preiswerter, verfügt über mehr Zubehör und wartet mit VideoIn und 256MB Speicher auf. In den Benchmarks ist sie zwar teilweise geringfügig langsamer als die ABIT, das rechtfertigt in unseren Augen jedoch nicht den Preis der ABIT.

Etwas außer Konkurrenz lief in diesem Test die Gainward 5700 Ultra/960. Wir werden uns dieser Karte schon in den kommenden Tagen noch einmal inmitten einer Konkurrenz von anderen NV36-Karten annehmen und hier sicherlich einen faireren Sparring-Partner finden, obwohl die Leadtek-Karte mit GeForce FX5900 SE durchaus in die selbe Preisregion fällt. Die Karte stand uns schlichtweg praktischer Weise auch für dieses Review zur Verfügung und ein Leistungsvergleich der neuen Mittelklasse mit der alten Luxus-Garde schien verlockend.

Kurz und knapp, die 128bittige Speicheranbindung ist im Vergleich zur 5900er-Serie - und dort gerade im Vergleich mit der nur 2 € teureren SE - nicht mehr zeitgemäß und die hohen Taktfrequenzen der Karte machen zudem eine sehr laute Kühlung nötig. In den Benchmarks ist sie, bis auf vereinzelte Ausnahmen, absolut abgeschlagen. Für die gebotene Leistung ist der preisliche Abstand zur Leadtek zu gering. Aber, es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben und Gainward ist und bleibt ein Synonym für leistungsmäßig gut bestückte und übertaktet Karten, auch wenn wir in diesem Fall einen kleinen Dämpfer bekommen haben.

Leadtek A350TDH LX Lieferumfang
Leadtek A350TDH LX Lieferumfang
Leadtek A350TDH myViVo Lieferumfang
Leadtek A350TDH myViVo Lieferumfang
Preis-HammerDen Computerbase-Award für das beste Preis-/Leistungsverhältnis bekommen die beiden Karten von Leadtek. Für knapp über 200 Euro bekommt man hier absolut konkurrenzfähige Grafikleistung, für 60 Euro mehr sogar einen Video-Eingang. Wer einen relativ günstigen Einstieg in die aktuelle Oberklasse der Grafikkarten sucht und über ein tolerantes Gehör verfügt, macht hier garantiert keinen Fehler.

MSI FX5900SP VTD256 Lieferumfang
MSI FX5900SP VTD256 Lieferumfang
Hardware-HammerAls Testsieger geht, wie oben schon erwähnt, die MSI hervor. Leistungsmäßig im guten Mittelfeld bietet sie jedoch die meiste Grafik für's Geld. Das mitgelieferte Zubehör ist in seiner Vielseitigkeit nicht zu schlagen und auch ein Video-Eingang fehlt ihr nicht. Darüber hinaus ist sie mit Abstand die leiseste Vertreterin ihrer Art. Der Preis mit guten 320 Euro ist der Leistung und dem Lieferumfang absolut angemessen. Dieses Ergebnis ist uns den beliebten Hardwarehammer wert.

URL-Liste:

  1. http://www.mb-it.de/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/nvidia_geforce_fx5900_ultra/
  3. http://www.futuremark.com/products/3dmark2001/
  4. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark2001_se/
  5. http://www.futuremark.com/products/3dmark03/
  6. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark03/
  7. http://www.aquamark3.com/
  8. http://www.aquamark3.com/am3-mirrors.htm
  9. http://www.unrealtournament2003.com/news.php
  10. http://www.us.atari.com/demos/
  11. http://www.enemy-territory.com/
  12. http://enemy-territory.4players.de:1041/modules.php?name=Downloads&d_op=getit&lid=68
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