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Vorschau: nVidia GeForce FX5900 Ultra

von Carsten Spille

Vorwort

Nach der reichlichen Verspätung, mit der die GeForceFX 5800 Ultra als letztes Spitzenmodell am Markt eintraf, wollte nVidia es mit der nV35, auch bekannt als GeForceFX 5900 (Ultra), besser machen. Und in der Tat konnten die Boardhersteller in sehr kurzer Zeit nach dem Launch die Karte am Markt platzieren.

Ein Vorserienmodell der Top-Karte FX5900 Ultra mit großzügigen 256MB lokalen Speichers wurde uns freundlicherweise von nVidias PR-Agentur zur Verfügung gestellt und wir konnten sie einem kurzen Vorabtest unterziehen und haben sie dabei gegen eine GeForce FX5800 sowie eine Radeon 9800 Pro antreten lassen.

Logo groß
Logo groß

Wie sich das auf dem Papier drastisch verbesserte Flaggschiff aus Kalifornien gegen die Konkurrenz aus eigenem Hause wie auch gegen die aus Kanada behauptet, testeten wir erstmal mit einem neuen Testsystem, da der 2,53GHz-Pentium4 schon hier und da die Karten an der freien Entfaltung ihrer Möglichkeiten gehindert hat. Nun stellt ein P4 3,0GHz mit Hyperthreading und Canterwood-Mainboard die nötigen Daten zur Grafikberechnung bereit.

Die Karte

High-End Karten, insbesondere mit Chips von nVidia, waren schon immer ein wenig anders als andere. Meist bezog sich dies auf die Größe des lokalen Speichers, auf die Kühllösung oder schlicht und ergreifend auf das Boardlayout.

Nun, die GeForce FX5900 Ultra erfüllte in herausragendem Maße alle diese Kriterien. Es wurden 256MB hochgezüchtetes DDR-SDRAM verbaut, die Kühllösung, obgleich nicht mehr so extravagant wie die der urplötzlich wie ausgestorben erscheinenden GeForce FX5800 Ultra, belegt noch immer den ersten PCI-Slot mit und das Printed-Circuit Board (PCB) ist auch nicht gerade geringzuschätzen.

nV GFFX5900u Karte Vorderseite
nV GFFX5900u Karte Vorderseite
nV GFFX5900u Karte Slotblech
nV GFFX5900u Karte Slotblech
nV GFFX5900u Karte Rückseite
nV GFFX5900u Karte Rückseite

Der nV35-Chip, dessen Muskeln der FX5900 Ultra zu neuen Höhenflügen verhelfen soll, wird von einem sicher montierten Kühler bedeckt, der schon auf der QuadroFX und der FX5800 zum Einsatz kam.

nV GFFX5900u Karte Kühlervergleich vs. FX5800
nV GFFX5900u Karte Kühlervergleich vs. FX5800
nV GFFX5900u Karte Kühlervergleich vs. FX5800 II
nV GFFX5900u Karte Kühlervergleich vs. FX5800 II

nV GFFX5900u Karte RAM-Kühler
nV GFFX5900u Karte RAM-Kühler
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800 Rückseite
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800 Rückseite

Lediglich die mit 425MHz realem Takt sehr schnellen 256MB DDR-SDRAM benötigen offenbar ein wenig mehr Aufmerksamkeit bei der Kühlung, als die 400MHz-DDR-II Bausteine, die noch auf der FX5800 verbaut worden sind. Allerdings waren die Temperaturunterschiede im Betrieb recht deutlich. Insbesondere die unbelüftete Rückseite der Karte heizte sich deutlich weniger auf als die der FX5800 und wurde dabei gerade einmal etwas mehr als handwarm.

nV GFFX5900u Karte Vorderseite RAM-Anordnung
nV GFFX5900u Karte Vorderseite RAM-Anordnung
nV GFFX5900u Karte GPU-Bereich Rückseite ohne Kühler
nV GFFX5900u Karte GPU-Bereich Rückseite ohne Kühler

nV GFFX5900u Karte Rückseite GPU-Bereich
nV GFFX5900u Karte Rückseite GPU-Bereich
nV GFFX5900u RAM-Detail
nV GFFX5900u RAM-Detail

Nachdem wir zumindest die verschraubten RAM-Kühler nach unseren Tests einmal entfernt hatte, bot sich uns das erwartete Bild. Je acht Chips auf Vorder- und Rückseite im aktuellen BGA-Format in einer Anordnung um den Chip herum, die möglichst gleichkurze Signalwege für den 256Bit-Speichercontroller garantieren sollen. Der Kühler auf der GPU selber war nicht risikolos zu entfernen, so daß wir hiervon Abstand nehmen mussten.

nV GFFX5900u Karte DVI-Chip
nV GFFX5900u Karte DVI-Chip
nV GFFX5900u Karte TV-out Chip
nV GFFX5900u Karte TV-out Chip
nV GFFX5900u Karte Revisionsaufkleber
nV GFFX5900u Karte Revisionsaufkleber

Da bei der GeForceFX-Reihe der TV-Encoder in den Chip integriert worden ist, wird ein externer Chip nur noch für etwaige Video-In Funktionen benötigt. Im Falle unseres Referenzboards zeichnete hierfür ein Philips SAA7108AE verantwortlich. Der DVI-Ausgang wurde mit dem schon von vielen anderen Boards bekannten und bewährten Sil164CT64 von Silicon Image realisiert. Wie auf dem letzen Bild zu sehen, sitzt auf unserem Referenzsample ein nV35 im A1-Stepping, also einer sehr sehr frühen Version. Dies läßt entweder auf eine relative Problemlosigkeit beim Design schließen oder auf nur geringe Veränderungen im Gegensatz zum nV30. Ganz anders scheint die Entwicklung beim Board an sich verlaufen zu sein, trägt es doch die Revisionsnummer "G". Hier scheint man einige Probleme im Vorfeld gehabt zu haben, die nun behoben sein dürften.

nV GFFX5900u Karte Stromversorgung
nV GFFX5900u Karte Stromversorgung
nV GFFX5900u Karte Vergleich Stromversorgung vs. FX5800
nV GFFX5900u Karte Vergleich Stromversorgung vs. FX5800

Einen nicht unerheblichen Teil dieser Probleme dürfte die Regulierung der Stromversorgung beigetragen haben, denn der ohnehin nicht lapidare Teil des PCB, der schon bei der FX5800 für Spannungsregler verwandt wurde, ist noch einmal deutlich angewachsen, um eine gleichbleibend stabile Versorgung der üppigen 256MB Grafikspeicher gewährleisten zu können. Interessant scheint weiterhin der im Gegensatz zum Vorgänger abgewinkelte Anschluss für den 5,25"-Netzteilstecker. Wir werden gleich sehen, warum das so ist.

Schauen wir uns das ohne Zweifel schon durch seine schiere Größe beeindruckende PCB einmal näher und vor allem in Relation zu etwas Bekanntem an.

nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. R9800p
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. R9800p
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800

Radeon 9800 Pro und GeForce FX5800 wirken ein wenig zwergwüchsig im Vergleich zum nV35-Riesen. Bei diesem Anblick kam uns der Gedanke, die Karte mal mit einem anderen, urzeitlichen Riesen zu vergleichen.

nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800 vs. V5 5500 II
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800 vs. V5 5500 II
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800 vs. V5 5500
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. FX5800 vs. V5 5500
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. V5 5500
nV GFFX5900u Karte Größenvergleich vs. V5 5500

Was auf den ersten Blick wie ein knapper Gleichstand aussieht, entpuppt sich dann doch als ein hauchdünner Sieg für die 3dfx Voodoo5 5500 AGP. Ungefähr zwei Millimeter länger als die GeForce FX5900 ist das mit zwei Grafikprozessoren bestückte, letzte Aufbäumen von 3dfx. Dafür muss man aber schon recht genau hinsehen.

Dies bringt uns zu der Frage, an der sich damals schon die Voodoo5-Käufer den Kopf zerbrachen (und viele der Gehäuseindustrie reichhaltige Umsätze bescherten): Passt so ein Monstrum überhaupt in meinen PC? Im Midi-Tower unseres Testsystem hatten wir trotz etwas beengter Zustände kein Problem damit, die FX5900 Ultra einzupassen. Wäre der Stromanschluss allerdings nach hinten heraus angelegt, wie bei der Radeon 9800 Pro oder GeForce FX5800, wir hätten ein Problem mit unseren Festplattenkühlern gehabt.

nV GFFX5900u Karte Einbau Vogelperspektive
nV GFFX5900u Karte Einbau Vogelperspektive
nV GFFX5900u Karte Einbau Detail
nV GFFX5900u Karte Einbau Detail
nV GFFX5900u Karte Einbau PCI-Slots
nV GFFX5900u Karte Einbau PCI-Slots

Ein PCI-Slot geht verloren, wie auch schon bei der FX5800. Ob das ein Problem ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, da die allgemeine Empfehlung, den ersten PCI-Slot zwecks besserer Luftzufuhr für die AGP-Karte auch für andere Karten gilt und es auch zunehmend Boards gibt, die entweder den AMR-Riser oder sogar eine Blindfläche zwischen AGP und PCI-I haben, hat sich nVidia unserer Meinung nach nur dazu ermächtigt, die vormalige Empfehlung zwingend vorauszusetzen.

Technische Daten

Werfen wir einen Blick auf die Features der GeForce FX in neuester Inkarnation.

Features der FX5900 Ultra
  FX5900 Ultra FX5800 Ultra FX5800 Radeon9800 Pro
Chip nV35 nV30 nV30 R350
Herstellungsprozess 0,13µ 0,13µ 0,13µ 0,15µ
Chiptakt in MHz (3D/2D) 450/300 500/300 400/300 380/380
Rendering Pipelines* 4 (8) 4 (8) 4 (8) 8
Pixelfüllrate 1800 MPix/s 2000 MPix/s 1600 MPix/s 3040 MPix/s
TMUs je Pipeline 2 2 2 1
max. Texelfüllrate 3600 MTex/s 4000 MTex/s 3200 MTex/s 3040 MTex/s
realer Speichertakt (3D/2D) 425MHz 500/300MHz 400/300MHz 340MHz
Speicheranbindung/ -typ 256Bit DDR 128Bit DDR-II 128Bit DDR-II 256Bit DDR
Speicherbandbreite 27200 MB/s 16000 MB/s 12800 MB/s 21760 MB/s
unterstütze Speicherstandards DDR / DDR-II DDR-II DDR-II DDR / DDR-II
Shaderhardware VS/PS 2.0+ VS/PS 2.0+ VS/PS 2.0+ VS/PS 2.0 (+)
interne Genauigkeit 128Bit (32Bit fp) 128Bit (32Bit fp) 128Bit (32Bit fp) 96Bit (24Bit fp)
max. Vertexdurchsatz 338 MVert/s. 375 MVert/s 300 MVert/s 380 MVert/s
Single-Pass Texturoperationen** 16(D3D) / 4(oGL) 16(D3D) / 4(oGL) 16(D3D) / 4(oGL) 16(D3D) / 8(oGL)
FSAA/AF-Technik° Intellisample HCT Intellisample Intellisample Smoothvision 2.1
RAMDAC 2x400MHz 2x400MHz 2x400MHz 2x400MHz
TV-Encoder integriert integriert integriert integriert
max. FP-Shaderops/s°° 3600 2000 1800 3040 (9120)
* nVidia gibt zwar ein Maxium von 8 Pixeln pro Takt an, dies trifft aber nur für Z- und
Stenciloprationen zu. Ansonsten verhalten sich nV30 und nV35 wie ein Design mit vier
Pipelines à zwei TMUs
** Mit den zum Test verwendeten Treibern Detonator 44.03 und Catalyst 3.5
° Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und
optimiertes AF. Bei nVidia kommt beim FSAA bis 2x ein gedrehtes Raster zum Einsatz,
ATi verwendet für 2x und 4x-FSAA ebenfalls ein solches, für 6x FSAA in
sparsely sampled Raster, bei dem pro Achse sechs Samples erzeugt werden, die
aber niemals Achsenkongruent sind. Das AF von nVidia ist nur sehr gering
winkelabhängig, ATi verwendet hier eine stärkere Optimierung, die bei geringem Verzicht
auf Bildqualität der Leistung zugute kommt. Zusätzlich bewirbt nVidia beim nV35 eine
Compressionstechnologie für hohe Auflösungen (HCT), was genau sich dahinter verbirgt,
bleibt allerdings im Dunkeln.
°° Diese Angaben stammen aus Marketingunterlagen von nVidia. FP-Shaderops sind dabei
sehr gedehnt definierbar, so daß ATi gemäß eigener Definition drei solcher Operation
pro Pipeline und pro Takt erreicht. Die Werte für den nV30 sind heruntergerechnet aus
den Angaben für den nV35

Allein aufgrund der Spezifikationen sollte man meinen, daß man einen Test überhaupt nicht erst zu beginnen braucht, zu drückend scheint die Überlegenheit der GeForce FX 5900 ultra. Einzig bei den Vertex-Oprationen und bei der Pixelfüllrate kann ATi Bestmarken vorlegen.*

Die maximalen Instruktionslängen, Flow-Control-Angaben und sonstige Interna finden sich nicht in der Tabelle, da sie diejenigen, die sich wirklich mit so etwas beschäftigen müssen sowieso schon kennen und für uns normale User nicht wirklich interessant ist, ob die Radeon 9800 Pro wirklich eine unbegrenzte Anzahl von Pixelshaderinstruktionen verarbeiten oder ob die GeForce FX wirklich Vertexshader mit 1024 Befehlsslots ausführen kann, denn für solche Unterfangen sind beide im Echtzeitbereich um Größenordnungen zu langsam. Diese Features zielen vielmehr auf den Offline-Rendering Bereich, in dem sich damit zum Beispiel die Produktion von computeranimierten Kinofilmen beschleunigen liesse.

*Update 07.10.2003: In der Tabelle ist uns leider ein Fehler unterlaufen. Die Werte für den Vertexdurchsatz der beiden FX-Modelle sind nun korrekt.

Testsystem

Wie Eingangs schon erwähnt, haben wir uns schweren Herzens zu einem neuen Testsystem durchringen müssen.

Schweren Herzens deswegen, weil dadurch erstens jeder Benchmark natürlich komplett neu gefahren werden musste und wir keine Vergleichsmöglichkeit mehr zu den älteren Tests haben. Das bedeutet natürlich auch, dass für unsere Leser ebenfalls diese Vergleichsmöglichkeit entfällt!

Hier also ein Überblick über das neue System:

P4-3,0c GHz
P4-3,0c GHz
Intel Mainboard
Intel Mainboard

Corsair XMS-Speicher
Corsair XMS-Speicher
CPU-Kühler
CPU-Kühler

Für alle, die es noch genauer wissen möchten, haben wir noch ein paar Screenshots mit SiSoft Sandra angefertigt.

CPU Settings
CPU Settings
Memory and AGP Settings
Memory and AGP Settings
Memory and AGP Settings II
Memory and AGP Settings II
IRQ Settings
IRQ Settings
Running Tasks
Running Tasks
VGA-Settings
VGA-Settings

Benchmarks

Für unsere kleine Leistungsschau verwenden wir folgende Programme:

Lautstärke & Bildqualität

Das Design des nV35 wurde neben der Shaderoptimierung und UltraShadow vor allem in Hinblick auf Verlustleistung optimiert. So benötigt auch die größte Version der FX5900 keinen Gehäuse-Fön à la FlowFX mehr, sondern begnügt sich mit einer verhältnismäßig zivilen Kühlung. Die Boardhersteller werden ihr übriges tun, um vielleicht auch noch die eine oder andere Lösung herauszubringen, die keinen PCI-Slot mehr blockiert.

Durch diese Optimierung ist es auch möglich geworden, die Lautstärke des Lüfters selbst gegenüber einer regulären FX5800 zu senken. In unserem Test haben wir es nicht geschafft, den Lüfter einmal auf maximaler Lautstärke zu erleben, er säuselte höchstens in der zweiten von drei Stufen vor sich hin, wenn er richtig gefordert wurde.

Der Ton ist kein unangenehm hochfrequentes Sirren mehr, sondern passt sich recht gut der üblichen Geräuschkulisse, die ein PC produziert an, ohne unangenehm aufzufallen. Es gibt sicherlich leisere Lüfter, aber einen Hinderungsgrund stellt das Kühlsystem der FX5900 Ultra wohl nur für absolute Silent-PC Fans dar, die auf passive Kühlung aus sind.

Die 2D-Bildqualität war im Rahmen unseres Testmonitors, eines Illyama Vision Master 451 Pro, bis hin zur Auflösung von 1280x1024 mit 100Hz gut und lag damit in etwa auf einem Level mit der FX5800 und der Radeon9800. Ein minimal besseres Bild haben uns bislang nur eine Matrox G400, die Inno3D FX5200 und die Radeon7500 direkt von ATi geboten.

Unter 3D gab es einige Auffälligkeiten, was die Bildwiedergabe unseres Samples betraf. Die normale Darstellung entsprach unseren Erwartungen und auch Bild sowie Screenshots mit aktiviertem 2xFSAA und 4xAF waren so, wie man es von nVidia-basierten Karten gewohnt ist.

Sobald man jedoch auf 4xFSAA schaltete, war auf Screenshots eine deutliche Unschärfe zu erkennen, die uns während des laufenden Betriebs allerdings nicht störend auffiel.

Da wir eine vollständige Erklärung nicht anbieten können, wollen wir hier zwei unserer Spekulationen nebeneinanderstellen. Einerseits könnte, da es sich bei Screenshots stets um Framebuffer-Grabs (der ausgelesene Inhalt des gerade gerenderten Bildes) handelt, könnte hier die von nVidia als nV35-Novum beworbende HCT (High-Resolution Compression Technology) verantwortlich sein, die die Dekompression möglicherweise erst nach dem Auslesen aus dem Framebuffer auf dem Weg zum RAMDAC anwendet, um zusätzlich Bandbreite zu sparen.

Auch wäre es möglich, dass das Zusammenmischen der Multisample-Buffer erst im RAMDAC stattfindet, wodurch sich zwar die Probleme, die wir bei Screenshots in einigen Games hatten, nicht, aber die Unschärfe, die an Quincunx-FSAA erinnert, erklären liessen.

Dieses Quincunx-FSAA wäre unsere zweite Spekulation für die Unschärfe, dass anstelle des verlangten 4xFSAA das bisher nur über externe Tweakprogramme wie den aTuner [4] mögliche 4x+9tap-FSAA ausgewählt wird, welches das 4x-Analogon von Quincunx-AA darstellt.

Weiterhin trat das Problem nur unter OpenGL auf, namentlich bei Quake3, Alice und RtCW. Hier haben wir davon mal einen kleinen Screenshot zu Verdeutlichung:

Alice 1280x960x32 0xAA 0xAF
Alice 1280x960x32 0xAA 0xAF

Und nun, von links nach rechts mit 8xAF, 2xAA/4xAF und schlußendlich mit 4xAA/8xAF. Am deutlichsten wird der Unterschied, wenn man sich die Bilder herunterlädt (Rechtsklick, Bild speichern unter) und sich dann z.B. mit IrfanView [5] oder ACDSee [6] schnell vor- und zurückwechselt.

Alice Crop 0xAA 8xAF
Alice Crop 0xAA 8xAF
Alice Crop 2xAA 4xAF
Alice Crop 2xAA 4xAF
Alice Crop 4xAA 8xAF
Alice Crop 4xAA 8xAF

Das Thema FSAA kann man ansonsten getrost und kurz abhaken: Bis auf architekturbedingte Beschleunigung der einzelnen Modi bekommt man hier seit der GeForce3 nichts Neues. Eine gelungene Übersicht und eine etwas technische Erklärung dazu hat das 3DCenter [7] veröffentlicht.

Det.44.03 00xAA Qualität
Det.44.03 00xAA Qualität
Det.44.03 02xAA Qualität
Det.44.03 02xAA Qualität
Det.44.03 04xAA Qualität
Det.44.03 04xAA Qualität
Det.44.03 06xAA Qualität
Det.44.03 06xAA Qualität
Det.44.03 06xSxAA Qualität
Det.44.03 06xSxAA Qualität
Det.44.03 08xAA Qualität
Det.44.03 08xAA Qualität

Die Bilder zeigen im rechten Quadrat die Textursample-Positionen (bei Multisampling nur eine einzige, bei Supersampling mehrere) und im linken Quadrat die Sample-Positionen der Kantenpixel. Je höher die Anzahl der separaten Bildpunkte pro Achse ist, desto höher ist im Allgemeinen die Bildqualität. Gut zu sehen ist, dass z.B. beim Sprung 2xAA auf 4xAA die Anzahl der Samplepositionen pro Achse nicht erhöht, sondern nur zusätzliche Redundanz erzeugt wird. Daraus resultiert der nur geringe Anstieg der Bildqualität beim Wechsel von 2xFSAA auf 4xFSAA bei GeForce-Karten.

2xFSAA R300a.PNG
2xFSAA R300a.PNG
4xFSAA R300a.PNG
4xFSAA R300a.PNG
6xFSAA R300a.PNG
6xFSAA R300a.PNG

Hier zum Vergleich 2x, 4x und 6xFSAA der R300 (und höher). Die Qualität von nVidias FSAA kann nur im 2x-Modus etwa mithalten, auch wenn hier schon die Gamma-Gegenkorrektur zur Radeon fehlt. Einen Bonus gegenüber dieser kann man mit den Hybrid-Modi verbuchen, die Multisampling mit Supersampling verknüpfen, was allerdings so viel Geschwindigkeit kostet, das aktuelle Games damit meist zu langsam werden.

Anisotrope Filterung
Auch hier hat sich nichts weltbewegendes im Hinblick auf die Bildqualität getan. Zumindest gilt dies, wenn man die maximal erreichbare Qualität als Maßstab nimmt.

Um der drückenden Überlegenheit ATis in Sachen AF-Geschwindigkeit Herr zu werden, hat man sich bei nVidia nun auch dazu durchgerungen, leistungsoptimierte Modi zusätzlich zu der bereits bekannten trilinear-anisotropen Filterung anzubieten.

Det.44.03 00xAF Qualität
Det.44.03 00xAF Qualität
Det.44.03 02xAF Qualität
Det.44.03 02xAF Qualität
Det.44.03 04xAF Qualität
Det.44.03 04xAF Qualität
Det.44.03 08xAF Qualität
Det.44.03 08xAF Qualität
Det.44.03 00xAF Leistung
Det.44.03 00xAF Leistung
Det.44.03 02xAF Leistung
Det.44.03 02xAF Leistung
Det.44.03 04xAF Leistung
Det.44.03 04xAF Leistung
Det.44.03 08xAF Leistung
Det.44.03 08xAF Leistung
Det.44.03 00xAF Hohe Leistung
Det.44.03 00xAF Hohe Leistung
Det.44.03 02xAF Hohe Leistung
Det.44.03 02xAF Hohe Leistung
Det.44.03 04xAF Hohe Leistung
Det.44.03 04xAF Hohe Leistung
Det.44.03 08xAF Hohe Leistung
Det.44.03 08xAF Hohe Leistung

Von links nach rechts dargestellt sind hier trilineare Filterung (0xAF), 2xAF, 4xAF und schließlich 8xAF. Deutlich zu sehen ist, dass im Leistungs-Modus nur noch ein sehr schmales Band in den Genuß zumindest trilinearen Ditherings (einer leistungsparenden Annäherung an echte trilineare Filterung, wie sie auch schon die Voodoo-Chips von 3dfx nutzten) kommt. Der Hohe-Leistungs-Modus bietet zusätzlich noch das Zusammenfassen der ersten beiden Miplevel und einen höheren Grad an Winkelabhängigkeit.

Unsere Tests führen wir ausschließlich im Qualitäts-Modus durch, einen Worst-Case sozusagen.

Treibereien

Zusätzlich zu den oben angesprochenen Optimierungen und/oder Verschlimmbesserungen beim FSAA und AF verdichten sich die Anzeichen, dass nVidia nun mit ihrer Intellisample-Technologie ernst macht und unabhängig vom gewählten Grad an Filterung, besonders wenn dieses im Treiber und nicht über die Anwendung oder das Spiel eingestellt wird, Optimierungen vornimmt, die momentan manchmal leider noch zu Lasten der Bildqualität gehen.

So wird zum Beispiel von einem starken Abfall der Leistung mit achtfach anisotroper Filterung berichtet, wenn man die ausführbare Datei der 3DMark03 umbenennt und der Treiber hier keine Anpassung der Filterung mehr vornehmen kann.

Solange diese Optimierungen aber zu Lasten der Bildqualität gehen, sollte man, wenn irgend möglich, die anisotrope Filterung ausschließlich über die Applikation anfordern.

Ein paar zusätzliche Sorgen bereitete der ansonsten sehr stabile und zuverlässige Detonator 44.03 uns in Verbindung mit dem 3DMark03. Bei höheren Auflösungen als 640x480 war es nicht möglich, einen kompletten Benchmark durchlaufen zu lassen, ohne das die integrierte Temperaturüberwachung vermeldete, in Aktion getreten zu sein. Wie auf der nächsten Seite zu sehen, lag es offenbar nicht an der Kühlung unseres Exemplares, da ein späterer Versuch mit den inoffiziellen 44.65er Treibern erfolgreich verlief.

Auch sonst konnte das Gespann aus FX5900 Ultra und Deto44.03 nicht immer überzeugen. Besonders mit 4xFSAA und 8xAF in sehr hohen Auflösungen trat in der UT2003-Demo und bei Comanche4 derselbe Fehler auf, wie mit dem 3DMark03. In jedem Falle schuf der 44.65er-Treiber hier Abhilfe.

Der Hauptkonkurrent ATi scheint in Sachen Optimierungen noch einen anderen Weg zu gehen. Die seit dem 3.0 Catalyst zu beobachtenden Sprünge in der Leistung unter FSAA und AF scheinen auf eine recht simple, aber gerade angesichts der 8-Pipeline Designs unglaublich effiziente Optimierung zurückzuführen zu sein. In einigen Spiele, wenn nicht generell, wird selbst bei ausgewählter Qualitäts-Option des anisotropen Filters nur die Basis-Textur, die man am deutlichsten und detailliertesten sieht, trilinear-anisotrop gefiltert. Weitere Texturstages, in denen oftmals die Detailtexturen liegen, werden anscheinend per se nur bilinear gefiltert. ATi scheint hier darauf zu setzen, dass dies in hohen Auflösungen und mit hohen Leveln der Anisotropie kaum auffällt und tatsächlich sieht man dieses Verhalten am deutlichsten unterhalb von 1024 und mit höchstens 8xAF.

R9800p 128MB Cat3.5 Aquanox bilineare Detail Texturen
R9800p 128MB Cat3.5 Aquanox bilineare Detail Texturen
R9800p 128MB Cat3.5 Aquanox Crop
R9800p 128MB Cat3.5 Aquanox Crop

R9800p 128MB Cat3.5 UT2003 bilineare Detail Texturen
R9800p 128MB Cat3.5 UT2003 bilineare Detail Texturen
R9800p 128MB Cat3.5 UT2003 Crop
R9800p 128MB Cat3.5 UT2003 Crop

Deutlich zu sehen sind die Mip-Übergänge in den Detailtexturen, hervorgerufen durch bilineare Filterung. Behoben werden kann dieses unter Umständen unerwünschte Verhalten durch die Aktivierung des anisotropen Filters direkt in der Anwendung oder durch das rTool [8], eines praktischen und übersichtlichen Tweakers von Aleksander Nowak.

Auch wenn es eigentlich nicht in dieses First-Look passt, wollen wir noch einen kurzen Blick auf den möglichen Leistungsgewinn werfen.

Optimierungen

 Aquanox, 1024x768, 2x/4x:
Radeon9800 Pro optimiert
94,70
Radeon9800 Pro unoptimiert
84,70
 Aquanox, 1280x960, 4x/8x:
Radeon9800 Pro optimiert
49,10
Radeon9800 Pro unoptimiert
45,20
 UT2003 Demo FlyBy, 1024x768, 2:
Radeon9800 Pro optimiert
181,08
Radeon9800 Pro unoptimiert
145,51
 UT2003 Demo FlyBy, 1280x960, 2:
Radeon9800 Pro optimiert
109,44
Radeon9800 Pro unoptimiert
88,61

Leider liessen sich die Optimierungen von nVidia nicht so leicht aushebeln, sind allerdings in Aquanox und UT2003 auch nicht so offensichtlich. Gerüchte besagen, dass nVidia hier mit einer ausgeklügelten Texturanalyse arbeitet, während ATi eher die Holzhammermethode wählte.

Besonders die starken Schwankungen der Leistung im Vergleich zur Radeon 9800 Pro verleiten zu der Annahme, dass momentan noch jede Game-spezifische Optimierung per Hand in den Treiber integriert werden muss, wie es z.B. bei UT2003 geschehen ist. In Aquanox, welches offenbar eine geringe Priorität geniesst, oder RtCW als anderes Beispiel, sieht die in UT2003 glänzende FX5900 Ultra kaum einen Stich gegen die von der Spezifikation her deutlich unterlegene Radeon.

Wieviel Wert man angesichts solcher Optimierungen, die zusätzlich zu den vormals als Cheats bekannten unerlaubten Optimierungen im 3DMark03 und sicher nicht nur in diesen beiden Games vorhanden sind (Serious Sam SE soll angeblich auch von der Optimierung durch eine festgelegte Kamerafahrt profitieren), noch auf reine Benchmarkwerte legen will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Eine letzte Bemerkung vorweg: Aufgrund der kurzen Zeit, die uns die GeForce FX5900 Ultra zur Verfügung stand, haben wir mit den Standard-Settings, also inklusive eventuell möglicher Optimierungen getestet. Dies gilt selbstverständlich auch für die Vergleichskarten.

Synthetische Benchmarks

3DMark03

Leider wollte der Benchmark nur in 640x480 und mit viel gutem Zureden (Einzeltests der Game-Tests 1-4 und manuelles Ausrechnen der Punkte) einen Wert ausspucken. Ansonsten vermeldete der Treiber fröhlich beim Game Test 2, dass er nun seiner Aufgabe nachgekommen sei und den Takt der Grafikkarte gedrosselt habe, um Schäden an der Hardware zu vermeiden.

Der nachträglich installierte inoffizielle Detonator 44.65 hatte dieses Problem nicht mehr, so daß wir nicht an einen Defekt unseres Testsamples glauben mögen. Das Problem mit dem 44.65er ist allerdings, dass nVidia den Patch von Futuremark umgangen hat und die, nach intensiven Gesprächen (wahrscheinlich der Rechtsabteilungen von nVidia und Futuremark) nun als unerlaubte Optimierungen bezeichneten Anpassungen wieder wirksam sind.

Nach soviel der Vorrede wollen wir aber trotzdem einen kleinen Graphen präsentieren, auch wenn der nicht sehr positiv für nVidia ausfallen wird.

3DMark03 Build 330

 640x480x32:
R9800 Pro
8.298
FX5900 Ultra
7.018
Hinweis: (44.65: 8423)
FX5800
5.950
R9800 Pro 2x/4x
5.939
FX5800 2x/4x
4.420
R9800 Pro 4x/8x
4.396
FX5800 4x/8x
3.523
FX5900 Ultra 2x/4x
0
Hinweis: (44.65: 6313 )
FX5900 Ultra 4x/8x
0
Hinweis: (44.65: 5475)
 1024x768x32:
R9800 Pro
5.426
FX5900 Ultra
4.769
Hinweis: (44.65: 5936)
FX5800
3.847
R9800 Pro 2x/4x
3.670
R9800 Pro 4x/8x
2.626
FX5800 2x/4x
2.572
FX5800 4x/8x
1.963
FX5900 Ultra 2x/4x
0
Hinweis: (44.65: 4056)
FX5900 Ultra 4x/8x
0
Hinweis: (44.65: 3343)
 1280x960x32:
R9800 Pro
4.176
FX5800
2.920
R9800 Pro 2x/4x
2.784
R9800 Pro 4x/8x
1.968
FX5800 2x/4x
1.879
FX5800 4x/8x
1.403
FX5900 Ultra
0
Hinweis: (44.65: 4695)
FX5900 Ultra 2x/4x
0
Hinweis: (44.65: 3037)
FX5900 Ultra 4x/8x
0
Hinweis: (44.65: 2460)
 1600x1200x32:
R9800 Pro
3.093
FX5800
2.167
R9800 Pro 2x/4x
2.037
R9800 Pro 4x/8x
1.416
FX5800 2x/4x
1.316
FX5800 4x/8x
850
FX5900 Ultra
0
Hinweis: (44.65: 3520)
FX5900 Ultra 2x/4x
0
Hinweis: (44.65: 2208)
FX5900 Ultra 4x/8x
0
Hinweis: (44.65: 1770)
Angaben in Punkten

Mit etwa anderthalb Werten, die man als Ergebnis zählen könnte und die auch noch deutlich hinter dem größten Konkurrenten Radeon 9800 Pro liegen, erweist sich die FX5900 Ultra mit den unoptimierten Treibern als wenig erbaulich.

Neben dem glatten Sieg auf ganzer Linie für die ATi-Karte läßt sich hier vor allem eines festhalten: Wie schon die Diskussion um Cheats oder Optimierungen auf diesen Benchmark in den vergangenen Wochen zeigte, kann die GeForceFX-Reihe mit Treibern, die zumindest die Reihenfolge der Shaderinstruktionen in eine für sie passende Weise umgestalten (ohne dabei jedoch die Shader an sich zu verändern!) hier noch sehr stark zulegen, wie die ausser Konkurrenz angegebenen Werte mit den optimierten 44.65-Treibern, die allerdings inoffiziell sind und daher nicht zum Test verwendet werden, zeigen.

Auch zeigt sich im 3DMark03, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. So zeigt ATis applikationsunabhängige Optimierung der anisotropen Filterung auch hier Wirkung und die Werte, die oben angegeben sind, beziehen sich auf durch den 3DMark03 selbst angefordertes FSAA und AF. Per Control Panel eingestellt wären die Punkte bei den Quality-Tests je nach Test noch einmal um 113 (1600x1200 4x/8x) bis 306 (1024x768 2x/4x) Punkte höher.

3DMark2001SE


3DMark2001 SE Build 330

 1024x768x32:
R9800 Pro
17.845
FX5900 Ultra
17.011
FX5800
15.615
R9800 Pro 2x/4x
15.026
FX5900 Ultra 2x/4x
14.234
Hinweis: *
FX5900 Ultra 4x/8x
12.960
Hinweis: *
FX5800 2x/4x
12.518
Hinweis: *
R9800 Pro 4x/8x
12.037
FX5800 4x/8x
9.965
Hinweis: *
 1280x1024x32:
R9800 Pro
15.706
FX5900 Ultra
15.369
FX5800
13.577
R9800 Pro 2x/4x
12.439
FX5900 Ultra 2x/4x
12.198
Hinweis: *
FX5900 Ultra 4x/8x
10.447
Hinweis: *
FX5800 2x/4x
10.015
Hinweis: *
R9800 Pro 4x/8x
9.505
FX5800 4x/8x
7.092
Hinweis: *
 1600x1200x32:
FX5900 Ultra
13.079
R9800 Pro
12.814
FX5800
10.843
FX5900 Ultra 2x/4x
10.074
Hinweis: *
R9800 Pro 2x/4x
9.429
FX5900 Ultra 4x/8x
8.171
Hinweis: *
FX5800 2x/4x
7.520
Hinweis: *
R9800 Pro 4x/8x
6.945
FX5800 4x/8x
4.379
Hinweis: *
Angaben in Punkten

*Bildfehler in "Dragothic High Detail"

Der 3DMark2001 lief im Gegensatz zu seinem Nachfolger anstandslos durch und die Werte lassen sich in etwa vergleichen, da hier auch bei der Radeon 9800 Pro die optimierten AF-Routinen verwandt wurden. Ohne diese wären Einbußen von bis zu 1086 Punkten (1024x768 2x/4x) zu verzeichnen gewesen. Da sich aber die Optimierungen der GeForce nicht so einfach deaktivieren liessen, haben wir darauf verzichtet, die Radeon weiter zu benachteiligen.

In geringen Auflösungen liegt die Radeon sowohl was Rohleistung als auch niedrige Qualitätssettings angeht, vorne. Das Blatt wendet sich jedoch, sobald 4xFSAA aktiviert wird. Hier zeigen die höheren Taktraten der GeForce FX5900 Ultra ihre Wirkung und sie verliert im Vergleich zu den 2x/4x-Settings nur noch wenig an Leistung. Allerdings bewirkt insbesondere das Ordered Grid-MSAA, dass auch die Qualitätssteigerung im Bereich der Kantenglättung nur mäßig ausfällt.

Anzumerken wäre noch, dass im Game-Test 2 High Detail Dragothic sowohl der Drache als auch die vor ihm fliehenden Dorfbewohner mit zunehmenden Settings flackerten und schließlich kaum noch zu sehen waren. Sicherlich ein Fall von etwas zu starker Optimierung der HSR-Einheit oder ein Bug in der Vertex-Verarbeitung, der hoffentlich in den nächsten Treibern behoben wird.

TempleMark

Templemark D3D v1.06

 1024x768x32:
FX5900 Ultra
194,7
R9800 Pro
179,0
FX5800
172,6
R9800 Pro 2x/4x
141,4
FX5900 Ultra 2x/4x
134,6
R9800 Pro 4x/8x
124,6
FX5900 Ultra 4x/8x
122,0
FX5800 2x/4x
114,4
FX5800 4x/8x
89,0

Auf diesen offenbar unbedeutenden Benchmark scheinen auch die Treiber nur wenig optimiert zu sein, denn nach der deutlichen Führung in Bezug auf die Rohleistung hat die GeForceFX schwer zu kämpfen und liegt in den beiden Qualitätssettings jeweils knapp hinter der Radeon.

Anzumerken ist noch, dass dieser Test sowohl auf der Radeon (Beleuchtung, Flammen) als auch auf den GeForceFX-Karten (Texturkompression, Flammen mit AF) Bildfehler aufwies. Bei der Radeon besteht dieses Problem schon seit den ersten Treibern und läßt sich durch das Abschalten von Hardware-TnL in der Registry oder per Tweaker umgehen, während die GeForceFX zumindest die fehlerhafte Dekompression der Flammentextur erst seit dem 44.03er-Treiber zeigt.

FableMark


FableMark D3D v1.0

 1024x768x32:
R9800 Pro
73,9
FX5900 Ultra
69,4
R9800 Pro 2x/4x
58,9
FX5800
52,5
FX5900 Ultra 2x/4x
44,6
FX5900 Ultra 4x/8x
39,3
R9800 Pro 4x/8x
34,9
FX5800 2x/4x
25,8
FX5800 4x/8x
25,1
 1280x1024x32:
R9800 Pro
48,6
FX5900 Ultra
45,3
R9800 Pro 2x/4x
39,8
FX5800
34,3
FX5900 Ultra 2x/4x
28,8
FX5900 Ultra 4x/8x
25,3
R9800 Pro 4x/8x
24,1
FX5800 4x/8x
16,5
Hinweis: kein 4xAA aktiv)
FX5800 2x/4x
16,4
 1600x1200x32:
FX5900 Ultra
29,8
R9800 Pro
26,6
FX5800
22,7
R9800 Pro 2x/4x
22,1
FX5900 Ultra 2x/4x
20,0
FX5900 Ultra 4x/8x
15,4
R9800 Pro 4x/8x
12,9
FX5800 2x/4x
10,4
FX5800 4x/8x
6,3

Hier sollte die GeForceFX eigentlich ihre Stärke, die acht Pixel pro Takt bei Verwendung des Stencil-Buffers, ausspielen können, wird aber von der Radeon sowohl in der Rohleistung als auch mit 2xFSAA und 4xAF abgefangen. Erst mit dem wiederum bemerkenswert geringen Einbruch beim Wechsel von 2x/4x auf 4x/8x, wobei hier der anisotrope Filter in der optimierten Version kaum Leistung kostet, da nahezu alle Texturen im 90° Winkel zum Betrachter stehen, vermag sich die FX5900 Ultra wieder vor die Radeon zu schieben.

Da das neue Ultra-Shadow vom Programmierer berücksichtigt werden muss, um Wirkung zu zeigen, ist hier ein Abbild der reinen Stencilleistung in Verbindung mit der HSR-Einheit gegeben, die bei der Radeon wohl noch etwas effektiver arbeitet.

Spielebenchmarks

Comanche 4


Comanche4 D3D v1.01.18

 1024x768x32:
FX5900 Ultra
62,72
R9800 Pro
62,55
FX5800
60,46
R9800 Pro 2x/4x
60,06
FX5900 Ultra 2x/4x
59,16
FX5900 Ultra 4x/8x
58,62
R9800 Pro 4x/8x
54,64
FX5800 2x/4x
52,34
FX5800 4x/8x
41,43
 1280x1024x32:
R9800 Pro
62,55
FX5900 Ultra
60,64
FX5800
57,89
R9800 Pro 2x/4x
54,53
FX5900 Ultra 2x/4x
51,62
R9800 Pro 4x/8x
43,63
FX5800 2x/4x
41,95
FX5900 Ultra 4x/8x
41,26
FX5800 4x/8x
30,28
 1600x1200x32:
R9800 Pro
60,12
FX5900 Ultra
57,67
FX5800
52,76
R9800 Pro 2x/4x
44,56
FX5900 Ultra 2x/4x
41,61
FX5800 2x/4x
31,49
R9800 Pro 4x/8x
31,27
FX5900 Ultra 4x/8x
31,12
FX5800 4x/8x
20,95

Das mittlerweile schon bekannte Bild zeigt sich auch hier: In der Rohleistung ein knappes Pari mit leichten Vorteilen für die Radeon, etwas deutlichere Vorteile mit 2xAA und 4xAF und ein Gleichstand, bzw. Vorteile für die FX5900 Ultra mit aktiviertem 4xFSAA und 8xAF, die mit diesen Settings auf dem Niveau der FX5800 mit nur 2xAA und 4xAF liegt.

Allgemein scheint Comanche 4 der GeForceFX weniger gut zu liegen, denn gerade in niedrigen Aufllösungen wie z.B. 640x480, die hier nicht gezeigt wird, kann eine GeForce4 den beiden Boliden noch durchaus ein Schnippchen schlagen.

Aquanox

Aquanox D3D v1.17

 1024x768x32:
FX5900 Ultra
142,5
R9800 Pro
142,5
FX5800
114,0
R9800 Pro 2x/4x
94,7
R9800 Pro 4x/8x
72,1
FX5900 Ultra 2x/4x
64,5
FX5800 2x/4x
51,8
FX5900 Ultra 4x/8x
47,6
FX5800 4x/8x
38,9
 1280x1024x32:
FX5900 Ultra
99,6
R9800 Pro
97,1
FX5800
77,5
R9800 Pro 2x/4x
64,5
R9800 Pro 4x/8x
49,1
FX5900 Ultra 2x/4x
44,4
FX5800 2x/4x
35,2
FX5900 Ultra 4x/8x
32,7
FX5800 4x/8x
26,6
 1600x1200x32:
FX5900 Ultra
68,1
R9800 Pro
66,9
FX5800
52,0
R9800 Pro 2x/4x
44,0
R9800 Pro 4x/8x
32,8
FX5900 Ultra 2x/4x
31,0
FX5800 2x/4x
24,3
FX5900 Ultra 4x/8x
23,0
FX5800 4x/8x
18,1

Aquanox ist nun definitiv ein Fall, wo noch keinerlei Optimierung der Intellisample-Technologie zum Zuge gekommen ist oder sie schlicht und ergreifend unwirksam ist. Denn auch wenn hier die GeForce-Werte gegen die treiberoptimierte Radeon 9800 Pro in der Rohleistung noch recht gut aussehen, ist der Einbruch selbst bei 2x/4x-Settings geradezu eklatant.

Mit aktivierten Qualitätseinstellungen dominiert die Radeon hier auf ganzer Linie und liegt sogar mit 4x/8x-Einstellungen vor der nominell deutlich überlegenen FX5900 Ultra in den niedrigeren Settings.

Max Payne

Max Payne D3D 1.02

 1024x768x32:
R9800 Pro
92,15
FX5900 Ultra
84,04
R9800 Pro 2x/4x
83,15
FX5800
77,31
R9800 Pro 4x/8x
75,16
FX5900 Ultra 2x/4x
68,91
FX5900 Ultra 4x/8x
63,75
FX5800 2x/4x
60,09
FX5800 4x/8x
49,64
 1280x1024x32:
R9800 Pro
82,62
FX5900 Ultra
71,94
R9800 Pro 2x/4x
71,53
R9800 Pro 4x/8x
64,84
FX5800
62,65
FX5900 Ultra 2x/4x
58,56
FX5900 Ultra 4x/8x
51,60
FX5800 2x/4x
47,44
FX5800 4x/8x
36,27
 1600x1200x32:
R9800 Pro
70,04
R9800 Pro 2x/4x
60,20
FX5900 Ultra
58,88
R9800 Pro 4x/8x
51,62
FX5800
48,51
FX5900 Ultra 2x/4x
45,79
FX5900 Ultra 4x/8x
35,52
FX5800 2x/4x
33,26
FX5800 4x/8x
23,22

Wie schon in einem der letzten Tests bemerkt, macht Max Payne seinem Namen für die GeForceFX alle Ehre und bereitet dieser maximalen Schmerz. Trotzdem die FX5900 Ultra auch in den höchsten Settings noch einigermaßen spielbar bleibt, kommt sie in keiner Einstellung oder Auflösung an die Radeon heran.

Vielleicht kommt demnächst ja noch ein Treiberupdate, mit dem die GeForceFX in diesem ehemaligen TnL-Vorzeigetitel noch etwas reissen kann.

Warcraft III

Warcraft III D3D v1.06

 1024x768x32:
R9800 Pro
53,56
FX5900 Ultra
51,50
FX5800
47,85
R9800 Pro 2x/4x
47,42
FX5900 Ultra 2x/4x
46,15
R9800 Pro 4x/8x
44,17
FX5900 Ultra 4x/8x
41,69
FX5800 2x/4x
40,78
FX5800 4x/8x
36,39
 1280x960x32:
R9800 Pro
52,24
FX5900 Ultra
45,02
R9800 Pro 2x/4x
42,28
FX5800
40,69
FX5900 Ultra 2x/4x
39,76
R9800 Pro 4x/8x
38,39
FX5900 Ultra 4x/8x
34,57
FX5800 2x/4x
34,39
FX5800 4x/8x
29,13
 1600x1200x32:
R9800 Pro
46,00
FX5900 Ultra
37,20
R9800 Pro 2x/4x
37,20
FX5800
32,98
R9800 Pro 4x/8x
32,85
FX5900 Ultra 2x/4x
32,63
FX5900 Ultra 4x/8x
26,73
FX5800 2x/4x
26,69
FX5800 4x/8x
21,73

Obwohl WarCraft III als Strategiespiel nicht wirklich hohe Bildraten erfordert, können die unter 30fps, die die FX5900 Ultra in den höchsten Settings zu leisten im Stande ist, bisweilen schon etwas knapp werden. Im normalen Spielbetrieb und auch unter Extrembedingungen, wie in unserem Benchmark, ist die Radeon hier eindeutig die bessere Wahl und auch wenn der Unterschied nur gering ist, bekommt man bei der Radeon quasi eine Stufe Qualität "umsonst" dazu.

Hier mag sich die höhere Pixelfüllrate der Radeon positiv bemerkbar machen und daran wird auch kein Treiberupdate etwas ändern können.

Alice


Alice oGL v1.0

 1024x768x32:
FX5900 Ultra
157,8
R9800 Pro
144,9
FX5800
138,8
R9800 Pro 2x/4x
113,9
FX5900 Ultra 2x/4x
110,1
R9800 Pro 4x/8x
97,0
FX5900 Ultra 4x/8x
95,6
FX5800 2x/4x
85,8
FX5800 4x/8x
66,2
 1280x1024x32:
FX5900 Ultra
125,2
R9800 Pro
110,4
FX5800
90,7
R9800 Pro 2x/4x
76,6
FX5900 Ultra 2x/4x
74,4
FX5900 Ultra 4x/8x
64,5
R9800 Pro 4x/8x
64,4
FX5800 2x/4x
56,2
FX5800 4x/8x
43,1
 1600x1200x32:
FX5900 Ultra
88,6
R9800 Pro
78,9
FX5800
62,7
R9800 Pro 2x/4x
55,3
FX5900 Ultra 2x/4x
54,2
FX5900 Ultra 4x/8x
47,0
R9800 Pro 4x/8x
44,7
FX5800 2x/4x
39,4
FX5800 4x/8x
25,3

Im Rohmodus führt die FX5900 Ultra souverän das Feld an und wird mit aktivierter Kantenglättung von der Radeon eingeholt. Zwar kann sie in den höheren Settings ein klein wenig Boden gutmachen, aber die Unterschiede sind zu minimal, um hieraus eine Entscheidung zugunsten der einen oder anderen Karte ableiten zu können. Nur die FX5800 wird deutlich und eindeutig abgehängt, sie kann in keinem Modus und keiner Auflösung mit der deutlich überlegenen FX5900 Ultra mithalten, selbst in Sachen Rohleistung sind hier drastische Unterschiede zu erkennen auch wenn die 66fps in 1600x1200 durchaus noch für ein flüssiges Spielvergnügen sorgen.

RtCW

RtCW oGL v1.4

 1024x768x32:
R9800 Pro
127,4
FX5900 Ultra
124,5
R9800 Pro 2x/4x
123,0
FX5800
118,1
R9800 Pro 4x/8x
115,3
FX5900 Ultra 2x/4x
114,0
FX5900 Ultra 4x/8x
106,1
FX5800 2x/4x
103,2
FX5800 4x/8x
85,0
 1280x1024x32:
R9800 Pro
126,0
R9800 Pro 2x/4x
106,4
FX5900 Ultra
94,0
R9800 Pro 4x/8x
91,9
FX5900 Ultra 2x/4x
82,6
FX5800
82,4
FX5900 Ultra 4x/8x
74,6
FX5800 2x/4x
70,9
FX5800 4x/8x
56,6
 1600x1200x32:
R9800 Pro
118,8
R9800 Pro 2x/4x
85,8
R9800 Pro 4x/8x
71,1
FX5900 Ultra
66,8
FX5900 Ultra 2x/4x
59,9
FX5800
58,1
FX5900 Ultra 4x/8x
54,5
FX5800 2x/4x
51,0
FX5800 4x/8x
39,1

Hier scheint ein ernsteres Problem mit den Treibern vorzuliegen. Eine Überlegenheit einer Karte wie z.B. in Max Payne ist immer mal drin und kann verschiedenste Gründe haben, aber eine solche Dominanz, dass eine von der Spezifikation her unterlegene Karte sogar mit 4xAA und 8xAF mehr Leistung bringt, als der Konkurrenz im Rohmodus ist schlicht unrealistisch.

Allein der geringe Einbruch der FX5900 Ultra beim Wechsel vom Standardmodus in die Qualitätssettings gibt einen geringen Anlaß, auf Besserung durch den nächsten Treiber zu hoffen.

UT2003 Fly-By

UT2003 Demo D3D - FlyBy

 1024x768x32:
R9800 Pro
226,5
FX5900 Ultra
220,5
FX5800
213,1
R9800 Pro 2x/4x
181,1
FX5900 Ultra 2x/4x
179,6
FX5900 Ultra 4x/8x
167,6
R9800 Pro 4x/8x
153,9
FX5800 2x/4x
142,5
FX5800 4x/8x
108,4
 1280x960x32:
FX5900 Ultra
203,4
R9800 Pro
189,7
FX5800
171,5
FX5900 Ultra 2x/4x
131,2
R9800 Pro 2x/4x
129,7
FX5900 Ultra 4x/8x
118,9
R9800 Pro 4x/8x
109,4
FX5800 2x/4x
98,2
FX5800 4x/8x
73,7
 1600x1200x32:
FX5900 Ultra
153,2
R9800 Pro
132,4
FX5800
117,1
FX5900 Ultra 2x/4x
89,8
R9800 Pro 2x/4x
88,6
R9800 Pro 4x/8x
74,4
FX5800 2x/4x
59,0
FX5800 4x/8x
44,2
FX5900 Ultra 4x/8x
0,0
Hinweis: (44.65: 75,43)

Im graphisch anspruchsvollen und aufgrund seines häufigen Einsatzes als Benchmark auch als Optimierungsziel beliebten UT2003 zeigt sich das Potential, das in der GeForce FX stecken kann und darauf wartet, geweckt zu werden.

Wiederum wurden alle Karten inklusive der Optimierungen getestet, da das Erzwingen des anisotropen Filters durch die .ini-Datei des Benchmarks bei der GeForce die Optimierung nicht umgehen konnte, anders als bei der Radeon.

UT2003 Botmatch

UT2003 Demo D3D - Botmatch

 1024x768x32:
R9800 Pro
79,38
R9800 Pro 2x/4x
79,02
R9800 Pro 4x/8x
77,57
FX5900 Ultra
76,59
FX5800
76,29
FX5900 Ultra 2x/4x
74,09
FX5900 Ultra 4x/8x
73,43
FX5800 2x/4x
71,63
FX5800 4x/8x
66,61
 1280x960x32:
R9800 Pro
78,98
FX5900 Ultra
76,22
FX5800
75,91
R9800 Pro 2x/4x
73,76
FX5900 Ultra 2x/4x
69,56
FX5900 Ultra 4x/8x
66,91
R9800 Pro 4x/8x
64,50
FX5800 2x/4x
60,21
FX5800 4x/8x
49,10
 1600x1200x32:
R9800 Pro
76,47
FX5900 Ultra
74,87
FX5800
71,43
R9800 Pro 2x/4x
57,21
FX5900 Ultra 2x/4x
56,21
R9800 Pro 4x/8x
46,41
FX5800 2x/4x
39,69
FX5800 4x/8x
30,51
FX5900 Ultra 4x/8x
0,00
Hinweis: (44.65: 48,28)

Im Botmatch zeigt sich wieder einmal der bemerkenswert geringe Einbruch der FX5900 Ultra beim Wechsel von 2x/4x auf 4x/8x. Hinsichtlich der Kantenglättung sicherlich kein deutlicher Fortschritt, aber die Texturen können dadurch noch erheblich profitieren.

Von der Leistung her setzt sich die FX5900 Ultra auch hier wieder sehr dicht an der Radeon 9800 Pro fest. Rohleistung und 2x/4x-Setting sind geringfügig niedrige und die höchste getestete Qualitätsstufe ist ein wenig höher.

Fazit

Die GeForce FX5900 Ultra hätte ein großer Treffer von nVidia sein können, aber leider machen ausgerechnet die fortschrittlichen Shader und die Treiber dem noch einen Strich durch die Rechnung. Trotz deutlicher Überlegenheit auf dem Papier vermag die FX5900 Ultra es nicht, sich entscheidend von der Radeon 9800 Pro zu distanzieren. Mehr noch, sie wird ein ums andere Mal auf die Plätze verwiesen - kann zwar auf- aber nicht überholen.

Positiv ist anzumerken, dass man offenbar in der Lage war, den Chip so zu überarbeiten, dass keine exorbitanten Kühllösungen mehr nötig sind, um ihn auf Temperatur zu halten und im Gegenteil sogar wieder Single-Slot Lösungen denkbar sind. Allerdings handelt es sich hierbei um kein Alleinstellungsmerkmal sondern eher um die Rückkehr zur Normalität.

Die Geschwindigkeit, gerade im FSAA- und AF-Bereich, konnte deutlich gesteigert werden. Allerdings ist man als sinnvollsten Modus immer noch auf 2xFSAA beschränkt, da 4xFSAA keinen in Relation zum Leistungsverlust stehenden Schub bei der Bildqualität mehr bringt. 2xFSAA ist dafür aber, wie bei der Radeon 9800 Pro auch, bis in höchste Auflösungen problemlos nutzbar.

Inwieweit zukünftige Treiber, Ultra-Shadow (welches wohl u.a. in Doom3 Anwendung finden wird) und das The Way It's Meant To Be Played-Programm, in dessen Verlauf die Eigenheiten der FX-Reihe bei der Entwicklung von Spielen berücksichtigt werden sollen, hier noch eine Veränderung mit sich bringen, ist Spekulation. Wir gehen davon aus, dass die FX bei zukünftigen Spielen verhältnismäßig besser abschneiden wird, als es z.B. der 3DMark03 nahelegt.

Zu was die FX-Reihe in der Lage ist, wenn die Programme auf die Architektur optimiert sind (oder der Treiber diese Arbeit erledigt), sieht man an den optimierten Werten im 3DMark03 mit dem 44.65er Treiber und in UT2003. Hier kann sie tatsächlich ein wenig Mehrleistung als das Flaggschiff von ATi entfalten.

Alles in allem ist die GeForce FX5900 Ultra das, was die FX5800 Ultra hätte werden sollen. Gegen die Radeon 9700 Pro würde sie deutlich besser abschneiden, aber so ist sie den Aufpreis von ca. 150€ gegenüber einer Radeon 9800 Pro nur in Ausnahmefällen wert.

Bessere Chancen dürften die kleineren Versionen der FX5900 haben, die zwar nur über 128MB RAM und auch über geringere Taktraten verfügen, aber dafür zu konkurrenzfähigen Preisen erhältlich sein dürften. Nur wer auf Texturfilterung mehr Wert legt als auf Kantenglättung und sich beispielsweise mit einer Auflösung von 1600x1200 bei zweifacher Kantenglättung und achtfach anisotroper Filterung glücklich schätzt, für den wird kaum ein Weg an einer GeForce FX5900 vorbeigehen, auch wenn es dazu nicht zwingend die Ultra-Version sein muss.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/pentium_4_30_ghz_800_mhz_frontsidebus/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/der_canterwood_pruefstand/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/arbeitsspeicher_chips/ddr333_400_speicherroundup/5/#corsair_xms3000c2
  4. http://www.3d-center.de/atuner/
  5. http://www.computerbase.de/downloads/software/bildbearbeitung//irfan_view/
  6. http://www.computerbase.de/downloads/software/bildbearbeitung//acdsee/
  7. http://www.3d-center.de/artikel/geforcefx_aa_modi/index6.php
  8. http://www.forum-3dcenter.net/vbulletin/showthread.php?s=&threadid=28787
  9. http://www.futuremark.com/products/3dmark03/
  10. http://www.computerbase.de/downloads//
  11. http://www.futuremark.com/products/3dmark2001/
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  13. http://www.powervr.com/
  14. http://www.powervr.com/Downloads.asp
  15. http://www.pvrdev.com/extra/h/FableMark.htm
  16. http://www.novalogic.com/games.asp?GameKey=C4
  17. http://www.novalogic.com/downloaddetails.asp?GameKey=C4#Single Player Demo
  18. http://www.3dcenter.de/userbench/
  19. http://www.aquanox.de/
  20. http://www.aquanox.de/d/demo.htm
  21. http://www.maxpayne.com/
  22. http://www.fraps.com/
  23. http://www.blizzard.de/
  24. http://www.blizzard.com/war3/demo/
  25. http://www.alice.ea.com/main.html
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  27. http://www.3d-center.de/userbench/rtcw.php
  28. http://www.castlewolfenstein.com/
  29. http://www.unrealtournament2003.com/
  30. http://www.unrealtournament2003.com/?downloads
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