Einleitung
Als wir am 30. Dezember des letzten Jahres den Artikel zur AOpen Aeolus FX 5900 XT [1] publizierten, konnte noch niemand ahnen, zu welchem Ruhm es dieser in der Kürze der Zeit bringen würde. Mittlerweile sind vier Monate ins Land gegangen und dieser Artikel befindet sich auf Platz drei der ewigen Bestenliste unserer Artikel und wurde über 70.000 Mal gelesen. Schier überwältigt von dieser Reaktion, greifen wir nun das Thema „GeForce FX 5900 XT“ nochmals auf und gehen dem Mythos und dem Erfolgskonzept noch einmal näher auf den Grund. Auch wenn der NV40 schon fast in den Regalen steht, dürfte die 5900 XT trotzalledem noch für Viele eine durchaus interessante und vor allem preiswerte Alternative zu den oftmals utopisch teuren High-End-Modellen sein.
Um einen kleinen, aber hoffentlich ausreichenden Überblick über die aktuelle Palette dieser Grafikkarten zu schaffen, wählten wir einige interessante Modelle verschiedener, namhafter Hersteller aus. Mit dabei ist unter anderem die Gainward FX PowerPack Ultra 1100 XT „Golden Sample“, die nicht zuletzt auf Grund des recht kompliziert anmutenden Namens recht vielversprechend ist. Ebenfalls im Testfeld vertreten ist MSIs Version der GeForce FX 5900 XT, die mit den MSI-typischen Merkmalen auftrumpfen kann sowie Asus' V9950 „Gamer Edition“, eine waschechte FX 5900 mit dem PCB-Layout einer 5900 XT. Auch Grafiklösungen von Gigabyte und Sparkle haben sich bei uns eingefunden.
Technische Daten
Wie die nVidia GeForce FX5900 XT in das aktuelle Produktportfolio des kalifornischen Grafikkartenherstellers einzuordnen ist, verdeutlicht die nachfolgende Tabelle.
| FX5950 Ultra | FX5900 Ultra | FX5900 XT | FX5700 Ultra | FX5600 Ultra | |
|---|---|---|---|---|---|
| Chip | NV38 | NV35 | NV35 | NV36 | NV31 |
| Taktung (MHz) | 475 | 450 | 390/400 | 475 | 400 |
| Renderpipelines* | 4(8) | 4(8) | 4(8) | 4 | 4 |
| Pixelfüllrate | 1900MPix/s | 1800MPix/s | 1600MPix/s | 1900MPix/s | 1600MPix/s |
| TMUs je Pipe | 2 | 2 | 2 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 3800 MTex/s | 3600 MTex/s | 3200 MTex/s | 1900MTex/s | 1600MTex/s |
| Vertexshader | DX9 VS2.0+ | ||||
| Vertexpipes | (3) | (3) | (3) | (3) | (1) |
| Dreiecksdurchsatz | ~356MT/s | ~337MT/s | ~300MT/s | ~356MT/s | ~100MT/s |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | ||||
| Pixelshader | PS 2.0+ | ||||
| Speicher | 256MB | 256MB | 128MB | 128MB | 128MB |
| Anbindung | 256Bit DDR-II | 256Bit DDR-II | 256Bit DDR(-II) | 128Bit DDR-II | 128Bit DDR |
| Speichertakt (MHz) | 475 | 425 | 350 | 450 | 400 |
| Bandbreite | 30400 MB/s | 27200 MB/s | 22400 MB/s | 14400 MB/s | 12800 MB/s |
| Single-Pass Texturop.** | 16(D3D) / 4(oGL) | ||||
| FSAA/AF-Technik° | IntelliSample HCT | IntelliSample | |||
| RAMDAC | 2x400MHz | ||||
| TV-Encoder | integriert | ||||
| Genauigkeit pro Kanal°° | 128Bit (FP32) | ||||
| FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°°° | |||||
| Min. Instr./s | 0+3800M | 0+3600M | 0+3200M | 0+1900M | 0+800 |
| Max. Instr./s | 3800+1900M | 3600+1800M | 3200+1600M | 1900+950M | 1600+0 |
| Peak Instr./s | 5700M | 5400M | 4800M | 2850M | 1600M |
| * nVidia gibt zwar ein Maxium von 8 Pixeln pro Takt an, dies trifft aber nur für Z- und Stenciloperationen zu. Ansonsten verhalten sich NV30, NV35 und auch der NV38 wie ein Design mit vier Pipelines à zwei TMUs |
|||||
| ** Stand: Detonator 52.16 | |||||
| ° Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. Bei nVidia kommt beim FSAA bis 2x ein gedrehtes Raster zum Einsatz. Das AF von nVidia ist nur sehr gering winkelabhängig. Zusätzlich bewirbt nVidia beim NV35, NV36 und NV38 eine Kompressionstechnologie für hohe Auflösungen (HCT), die verlustbehaftet, aber laut nVidia, nicht sichtbar, den gesamten Content komprimiert. |
|||||
| °° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann. Es gibt bei nVidia zusätzlich noch FP16 (64Bit) und FX12 (altes Integer-Format). |
|||||
| °°° Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [2] dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisungen pro Takt und Pipeline verarbeiten, der NV30 kann bis zu acht Texturanweisungen verarbeiten und dabei je zwei Texturanweisungen gegen eine Arithmetik-Op eintauschen und NV35 und NV38 können ebenfalls acht Textur-Ops plus vier Arithmetik-Ops pro Takt und Pipeline ausführen und sind zu demselben Tauschgeschäft, wie der NV30 in der Lage. |
|||||
Während GeForce FX 5950 und 5900 Ultra durch ihre Taktraten in schier unerreichbaren Sphären zu verkehren scheinen, widmen wir uns lieber dem weitaus interessanteren Vergleich zwischen GeForce FX 5900 XT und der 5700 Ultra. Beide Chips haben mehr gemeinsam als man vielleicht auf den ersten Blick erwarten könnte. So basiert der NV36 (GeForce FX 5700 Ultra) als erster, wirklicher Mittelklasse-Chip auf dem ursprünglichen Design des NV35 (GeForce FX 5900-Serie). Durch diesen Umstand kommen wir dann auch Zugleich auf die Vorteile der 5900 XT zu sprechen. Während die 5700 Ultra an einem kastrierten Speicherinterface und weniger Rendering-Pipelines zu leiden hat, kommt die XT mit der Vollausstattung daher und wird letztendlich nur durch die Taktraten eingebremst. Summa summarum kann man also bilanzieren, dass die GeForce FX 5900 XT durchaus der viel zitierte Wolf im Schafspelz ist, da in ihr trotz niedrigem Preis eine Menge Leistung schlummert.
Die Kontrahenten
Gainward GeForce FX 5900 XT Golden Sample
Mit Gainwards Adaption der erfolgreichen GeForce FX 5900 XT soll unserer heutiger Vergleichstest beginnen. Wie von diesem Hersteller bekannt, kommen diese Grafikkarten von Haus aus mit gesteigerten Taktfrequenzen zum Kunden, die letztendlich dafür sorgen, dass man sich von der breiten Masse der Anbieter absetzen kann. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis für das von uns getestete „Golden Sample“-Modell von knapp 200 Euro. Das normale 5900 XT aus dem Hause Gainward ist mit 180 Euro zwar günstiger, besitzt aber auch niedrigere Taktraten.
Während sich der Aufbau der einzelnen Komponenten auf dem PCB nach nVidias Vorgaben gestaltet, ist das rein Äußerliche dieser Grafikkarte doch so gar nicht nach dem allgemeinen Standard. Während nVidias Referenzmodelle in einem eher schnöden Golfplatz-Grün daherkommen, wählte Gainward mit einem feuerroten PCB gleich ein Synonym für die eigene Firmenpolitik: mit aggressiven Taktraten sich von der Masse absetzen. Natürlich geht es auch bei Gainward nicht ohne den zusätzlichen Stromanschluss und auch der verbaute TV-Ausgang ist mittlerweile nur noch als „obligatorisch“ zu bezeichnen.


Das rot suggeriert es bereits: in der Powerpack 1100 XT Golden Sample von Gainward steckt geballte Power und dies macht spätestens ein Blick auf die Spezifikationen klar. Während die Standard-Variante der 5900 XT gerade einmal mit 400 MHz Chiptakt auf Kundenfang geht, spendierte Gainward dem eigenen Modell satte 450 MHz und begibt sich somit auf das Niveau einer FX 5900 Ultra. Die 128 MB Texturspeicher werden mit 390 MHz getaktet - das Referenzmodell bietet deren nur 350 - und besitzen eine minimale Zugriffszeit von 2,8 ns. Um den auf dem PCB L-förmig angeordneten Speicher bei Laune zu halten, installierte man zusätzlich vier Kühlköper aus rot lackiertem Aluminium. Diese werden während des Betriebs allerdings nicht einmal lauwarm, so dass man an deren Nutzen durchaus zweifeln kann. Der N35-Chip wird von einem Lüfter der Marke „Eigenentwicklung“ auf Temperatur gehalten. Ein nahezu identisches Modell verbaute Gainward auch schon auf der GeForce FX 5700 Ultra [3]. Das Modell mit 256 MB Texturspeicher (FX Ultra XT/1300 Golden Sample) besitzt übrigens eine weitaus aufwendigere Kühlkonstruktion, die neben einem zweiten aktiven Lüfter auch die Temperierung der Speicherbausteine in Personalunion übernimmt. Gainward garantiert den Besitzern einer „Golden Sample“ übrigens den Betrieb bei den Taktraten von 450 MHz für den Chip und 390 MHz für den Speicher. Zu einer voll ausgestatteten GeForce FX 5900 Ultra fehlt also nicht viel. Wie viel wollen wir später noch in den Benchmarks klären.



Die Mittelklasse der Grafikkarten ist ein heiß umkämpftes Terrain und so setzen viele Hersteller oftmals beim Lieferumfang den Rotstift an, um Kosten einzusparen. Leider gehört auch Gainward zu diesem Kreis. Folgendes legt man der GeForce FX 5900 XT bei:
- Gainward Powerpack FX 1100 XT Golden Sample mit 128 MB Texturspeicher
- CD mit Treibern
- InterVideo WindDVD 4
- Handbuch
- Installationsanleitung
- S-Video-auf-Cinch-Adapter
- DVI-auf-D-Sub-Adapter
- Kabel zum Anschluss der Grafikkarte an das Netzteil



Wie von Gainward gewohnt, kommt auch die Powerpack 1100 XT Golden Sample eher spärlich zum Kunden. In der Mittelklasse ist dies auch durchaus nicht weiter verwunderlich, wird doch gerade in diesem Marktsegment knallhart kalkuliert und irgendwie muss Gainward ja auch die Mehrkosten für den schnellen Speicher wieder wettmachen.
MSI GeForce FX 5900 XT
Als zweite Grafikkarte im Bunde tritt die GeForce FX 5900 XT von MSI an. Während Gainward eher auf rigoros hohe Taktraten setzt, versucht sich MSI seit jeher durch Qualität von den Mitbewerbern und Konkurrenten abzusetzen. Dass Qualität auch ihren Preis hat, wird spätestens klar, wenn man einen durchschnittlichen Preis für diese Grafikkarte bei Geizhals.at sucht. Knapp 190 bis 200 Euro muss der willige Käufer für dieses Prachtstück auf den Tisch legen. Sicherlich nicht wenig, aber im Anblick des Gebotenen gerechtfertigt.
In Taiwan nichts Neues und so adaptierte auch MSI das von nVidia entwickelte Referenzdesign der GeForce FX 5900 XT und verpasste dem PCB lediglich den firmeneigenen Anstrich in einem schicken rot. Lediglich die Spannungsversorgung weist ein paar Transistoren auf, die in dieser Form auf dem Referenzdesign nicht vorhanden sind. Neben DVI- und VGA-Ausgang besitzt natürlich auch MSIs FX 5900 XT einen extra Stromanschluss und einen TV-Ausgang mit zusätzlicher VIVO-Funktion.


Während Gainward eine konsequent aggressive Politik fährt, besinnt sich MSI auf die Standards und taktet die hauseigenen GeForce FX 5900 XT mit den von nVidia vorgegebenen Taktraten. Das sind immerhin knapp 400 MHz für den verbauten NV35-Chip und 350 MHz für den Speicher. Bei letzterem greift MSI auf hochwertige Module aus dem Hause Hynix zurück, die eine minimale Zugriffszeit von 2,5 ns erlauben. Dies ermöglicht immerhin eine maximale Taktrate von 400 MHz. Der Overclocker wird sich freuen, denn mit etwas Glück lassen sich so problemlos die Werte einer FX 5900 Ultra erreichen. Für eine FX 5900 sollte es jedoch allemal reichen, dafür sorgt schon allein MSIs „Dynamic Overclocking Technology“, kurz D.O.T. Diese ermöglicht es dem User, seine Grafikkarte manuell in sechs Stufen um maximal zehn Prozent zu übertakten. Trotz der so erreichten 385 MHz Speichertakt verpasste man den einzelnen Modulen keinen zusätzlichen Kühlkörper. Legt man im laufenden Betrieb einmal an diese Hand an, wird auch schnell klar weshalb: Es ist einfach nicht notwendig. Selbst unter Dauerlast werden die einzelnen Module von Hynix nur lauwarm. Dem Chip verpasste man einen hübsch anzusehenden Kühlkörper im typischen MSI-Look. Auf eine passive oder gar aktive Kühlung der Rückseite des PCBs verzichtete man Gott sei Dank. Die hierfür von MSI angewandte Lösung [4] sorgte auf unseren Testmainboards in der Vergangenheit leider regelmäßig für Ärger, da der rückseitige Kühlkörper mit dem der Northbridge kollidierte. An einen geordneten Betrieb war so leider nicht zu denken. In unserem Testparcours ließen wir die MSI GeForce FX 5900 XT mit der höchsten Stufe der D.O.T. antreten.



Gott sei Dank gehört MSI nicht zu den Herstellern, die beim Lieferumfang den berühmten Rotstift ansetzen. Und so fanden wir folgende Dinge in der für MSI doch recht kleinen Verpackung der GeForce FX 5900 XT:
- MSI GeForce FX 5900 XT mit 128 MB Texturspeicher
- Zusätzliches Kabel zum Anschluss der Grafikkarte an das Netzteil
- S-Video-auf-Cinch-Kabel
- Button für das Gehäuse
- VIVO-Buchse
- CD mit Treibern
- Handbuch (englisch)
- Quick-Installation-Guide (deutsch)
- VirtualDrive Professional
- InterVideo WinDVD 5.1 Edition
- MSI Media Center Deluxe 2
- InterVideo WinDVD Creator Plus
- Duke Nukem - Manhattan Project
- Tom Clancy's Ghost Recon
- The Elder Scrolls 3 - Morrowind
- Games Collection 7in1



Das Wort "opulent" trifft es wohl am besten. Mit diesem Lieferumfang spielt MSI in der obersten Liga und kann sogar Asus und Gigabyte gefährlich werden.
Asus V9950 Gamer Edition (GeForce FX 5900)
Auch Asus, in den letzten Jahren zu einem der größten Hersteller von Grafikkarten weltweit gereift, schickt eine Karte in unseren heutigen Testparcours. Allerdings handelt es sich bei dieser nicht um eine GeForce FX 5900 XT sondern vielmehr um eine normale FX 5900, die mit den typenspezifischen Taktraten den Weg zum Kunden findet. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab leider kein Ergebnis. Asus versicherte uns gegenüber aber, dass man diese Karte zum Preis einer normalen 5900 XT verkaufen würde. Wir rechnen mit einem Straßenpreis von knapp 200 bis 220 Euro. Sicherlich kein Pappenstiel, allerdings bietet Asus seinen Käufern für den Preis doch ein erhebliches Ausstattungspaket, auf das wir später aber nochmals zurückkommen werden.
Obwohl Asus diese V9950 „Gamer Edition“ explizit als GeForce FX 5900 ausweist, besitzt die Grafikkarte das PCB-Design der 5900 XT, das sich vor allem an der Anordnung des Speichers in L-Form erkennen lässt. Zudem ist die Platine der FX 5900 XT geringfügig kürzer als die einer normalen FX 5900. Ansonsten ist aber auch bei Asus alles beim Alten: Zusätzlicher Stromanschluss, TV-Ausgang mit VIVO-Funktion, DVI- und D-Sub-Ausgang sind natürlich mit von der Partie.


Trotz des Einsatzes eines GeForce FX 5900 Chips, taktet Asus seine „Gamer Edition“ mit 400 MHz für den Chip und 700 MHz für den Speicher voll innerhalb der GeForce FX 5900 XT Norm. Ein GeForce FX 5900 Chip macht also noch lange keine GeForce FX 5900 Grafikkarte. Ein paar kleine Overclockingtests ergaben auch bei dieser Grafikkarte ein durchaus gutes Potenzial nach oben. Ein Grund dafür dürfte der sehr gut konstruierte Kühler sein, der auf einer Kupferplatte aufbaut und zudem auch noch recht leise ist. Auf den Samsung-Speicher platzierte man zusätzlich noch passive Kühlkörper aus Aluminium, dessen Daseinsberechtigung aber durchaus angezweifelt werden darf - schließlich werden die DDR1-Bausteine bei 350 MHz nicht sonderlich warm.



Wie von Asus gewohnt, präsentiert sich auch der Lieferumfang der V9950 sehr umfangreich. Folgende Dinge fanden wir in der Verpackung der Grafikkarte:
- Asus V9950 Gamer Edition (GeForce FX 5900) mit 128 MB Texturspeicher
- Handbuch (englisch)
- Quick-Start-Guide (deutsch)
- CD mit Treibern
- S-Video-auf-Cinch-Adapter
- DVI-auf-D-Sub-Adapter
- AsusDVD
- Games Power (Demos von Tom Clancy's Splinter Cell, Warcraft 3 - Reign of Chaos, Big Mutha Truckers, Breed, Colin McRae Rally 3 und TOCA Race Driver)
- GunMetal
- Battle Engine Aquila
- Delta Force - Black Hawk Down



Auch Asus macht es einigen Konkurrenten vor, wie man es aus der Sicht des Kunden zu machen hat. Neben einer umfangreichen Anleitung, legt man noch diverse CDs mit dem einen oder anderen Spiel bei. Der Käufer wird sich freuen, erhält er doch nicht nur eine sehr gute Grafikkarte, sondern auch noch einen ganzen Haufen interessanter Spiele.
Gigabyte GeForce FX 5900 XT
Auch Gigabyte - seit kurzem wieder mit Fokus auf nVidia-Karten - schickte eine Karte ins Rennen. Die Gigabyte GeForce FX 5900 XT ist - wie der Name es schon suggeriert - eine waschechte FX 5900 XT und kostet laut Geizhals.at knapp 190 Euro. Mit diesem Preis bewegt sie sich im Mittelfeld der heute hier getesteten Grafikkarten, weiß aber durch eine umfangreiche Ausstattung zu überzeugen.
Wie bei allen Grafikkarten des Typs „FX 5900 XT“ üblich, besitzt auch das Modell aus dem Hause Gigabyte gegenüber der Ultra-Variante ein knapp zwei bis drei cm kürzeres PCB und die Anordnung der Speicherbausteine in L-Form. Bei den Anschlüssen geht Gigabyte keine Kompromisse ein und präsentiert den weitläufigen Standard, bestehend aus einem D-Sub- und einem DVI-Ausgang sowie einen TV-Anschluss mit VIVO-Funktion und einem zusätzlichen 3,5"-Stromanschluss am Ende der Platine, der den Grafikchip mit zusätzlichem Saft direkt vom Netzteil versorgt.


Wie bei Gigabyte üblich, präsentiert man die Platine in einem schicken Blauton, der die Karte von der breiten Masse abheben soll. Zudem geht man auch beim Design des Kühlers einen eigenen Weg und nimmt Abstand von nVidias Referenzdesign, das man aber zumindest bei der Anordnung der Komponenten auf dem PCB übernahm. Als Grundlage für die Konstruktion des Kühlkörpers fungiert eine massive Kupferplatte, auf der auf Höhe der Speichermodule mehrere Kupferrippen aufgelötet sind. Die Abdeckung wiederum besteht aus leichtem Aluminium. Um der doch recht schweren Konstruktion den nötigen Halt zu liefern, ist die Kupferplatte am oberen Rand des PCBs mit einem Haken arretiert, der die beiden weißen Plastikstifte etwas entlasten soll. Durch diese etwas ausladende Lösung wird neben dem Chip auch der Speicher mitgekühlt. Bei einem Takt von 350 MHz (effektiv 700 MHz DDR) wäre dies aber nicht wirklich nötig gewesen. Der NV35-Chip wird - XT-typisch - mit 390 MHz getaktet. Bei kurzen Overclockingversuchen konnten wir bei unserem Modell aber noch weitaus höher gehen. Die insgesamt acht Speicherbausteine werden übrigens bei Samsung in Südkorea gefertigt. Besitzer eines Gehäusefensters werden sich über den auf der Grafikkarte verbauten Lüfter freuen. Dieser ist nicht nur recht leise, sondern besitzt auch eine eingebaute blaue LED, die das Gehäuse zusätzlich illuminiert.




Im Lieferumfang der GeForce FX 5900 XT von Gigabyte findet sich folgendes:
- Gigabyte GeForce FX 5900 XT mit 128 MB Texturspeicher
- S-Video-auf-Cinch-Adapter
- DVI-auf-D-Sub-Adapter
- CD mit Treibern
- CyberLink PowerDVD 5
- Handbuch (englisch und chinesisch)
- Tom Clancy's Rainbow Six 3 - Raven Shield
- Arx Fatalist
- Tomb Raider - Angel of Darkness



Wow, ganze drei Vollversionen legt Gigabyte der GeForce FX 5900 XT bei und setzt sich somit von der Konkurrenz zumindest in diesem Bereich positiv ab. Für solch einen geringen Preis eine so schnelle Grafikkarte mit einem solch umfangreichen Lieferumfang haben wir selten gesehen. Hut ab, Gigabyte!
Sparkle GeForce FX 5900 XT
Einen weiteren Kandidaten in unserem Roundup schickte die Firma Sparkle aus Taiwan ins Rennen. Auch bei dieser Grafikkarte handelt es sich natürlich um eine GeForce FX 5900 XT, die allerdings mit etwas anderen Taktraten als die breite Masse daherkommt. Ein Preisvergleich auf Geizhals.at ergibt einen Preis von rund 170 Euro. Bei diesem Betrag bewegt man sich sicherlich schon im unteren Bereich der Preisspanne der GeForce-Karten dieses Typs. Für Sparfüchse könnte die 5900 XT aus dem Hause Sparkle also durchaus eine Option sein.
Wie nicht anders erwartet, übernahm auch Sparkle das von nVidia entwickelte Referenzdesign für die GeForce FX 5900 XT. Nicht weiter verwunderlich, ist Sparkle doch einer der treuesten Partner nVidias. Ebenso wenig sensationell ist dann auch die weitere Ausstattung des PCBs. Neben dem obligatorischen DVI- und D-Sub-Ausgang fehlt natürlich auch nicht der Anschluss für den heimischen Fernseher. Auch der zusätzliche Stromanschluss ist natürlich mit von der Partie und versorgt den NV35-Chip zusätzlich mit Saft direkt vom Netzteil.


Während beim PCB eher schnöder Standard angesagt ist, setzt Sparkle beim Design des Kühlers auf eine optisch durchaus ansprechende Eigenentwicklung. Diese ist aber bei weitem nicht nur hübsch anzusehen, sondern ist bei der Temperierung des mit 390 MHz taktenden NV35 auch noch effektiv. Und so wird neben dem Chip auch der Speicher vom Typ DDR1 mit gekühlt. Allerdings ist dies auch hier nicht wirklich notwendig, taktet dieser doch nur mit 350 MHz und produziert nicht wirklich viel Abwärme, die eine passive oder gar aktive Kühlung nötig gemacht hätte. Dieser kommt übrigens von Hynix und hat eine minimale Zugriffszeit von 2,8 ns. Eine kurze Rechnung ergibt also eine maximale Taktfrequenz von 357 MHz. Kurze Overclockingtests ergaben jedoch ein anderes Bild. In diesen erreichte die GeForce FX 5900 XT von Sparkle weit mehr als die prognostizierten 357 MHz. Genauere Angaben wollen wir allerdings nicht machen, da sich diese Werte nicht ohne weiteres auf jede Karte diesen Typs projizieren lassen. An der Oberkante des PCB platzierte man zusätzlich noch eine Metallschiene. Den Sinn hinter dieser konnten wir leider nicht erkunden, trotzdem hebt sich Sparkle so wenigstens etwas vom Einheitsbrei der Grafikkarten ab. Das Gesamtpaket Sparkle GeForce FX 5900 XT könnte also durchaus ein Geheimtipp sein.




Der Lieferumfang der Sparkle GeForce FX 5900 XT sieht wie folgt aus:
- Sparkle GeForce FX 5900 XT mit 128 MB Texturspeicher
- CD mit Treibern
- Kabel zum Anschluss der Grafikkarte an das Netzteil
- DVI-auf-D-Sub-Adapter
- S-Video-auf-Cinch-Kabel
- Handbuch



Leider setzte auch Sparkle eher auf den Sparkurs - bei einem Preis von knapp 170 Euro auch nicht weiter verwunderlich.
Testsystem
- Prozessor
- Intel Pentium 4 C 3,0 GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Motherboard (Timings per SPD)
- Abit IC7-G [5] (Intel i875P Chipsatz, PAT aktiviert, Bios-Version 1.8)
- Arbeitsspeicher
- 2 x 512MB DDR400 Samsung-CCC 3-3-3-8
- Grafikkarten
- AOpen GeForce FX 5700 Ultra
- Asus Radeon 9800 XT
- Asus Radeon 9600 XT
- Asus V9950 „Gamer Edition“
- Gainward FX PowerPack Ultra 1100 XT „Golden Sample“
- Gigabyte GeForce FX 5900 XT
- Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
- MSI GeForce FX 5900 XT
- nVidia GeForce FX 5900 Ultra
- Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 128 MB
- Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB
- Sparkle GeForce FX 5900 XT
- Peripherie
- Traxdata 2500 DVD-Brenner [6]
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital WD800JB (8MB Cache)
- Treiberversionen
- ATi Catalyst 3.9
- nVidia ForceWare 52.16
- Intel Inf-Treiber 5.10.1003 (Intel)
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP1
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft Windows Movie Maker 2.0
- Microsoft DirectX 9.0b
Benchmarks
Ursprünglich wollten wir mit diesem Artikel einen neuen Benchmarkparcours einführen, der den alten - uns mittlerweile ein Dorn im Auge - ablösen sollte. Doch Intels Pläne, schon in kürze die ersten Mainboards mit PCI-Express-Schnittstelle auf den Markt zu bringen, machte unserem ehrgeizigen Plan fürs erste einen Strich durch die Rechnung. Nur so viel: Die neuen Benchmarks werden komplett auf aktuellen Spielen basieren, darunter FarCry, Unreal Tournament 2004 und Battlefield Vietnam. Auf die Nutzung von synthetischen Benchmarks a lá 3DMark 03 werden wir bewusst verzichten, da sich in den vergangenen Monaten die Berichte über manipulierte und optimierte Treiber häuften und wir diesem Spuk zumindest auf unserer Webseite endgültig den Garaus machen wollen. Sobald wir das neue Testsystem aufgesetzt haben, werden wir auch die Treiber einer Frischzellenkur unterziehen und diesbezüglich auf den neuesten Stand updaten. Und so lauten also ein weiteres Mal unsere Benchmarkprogramme wie folgt:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 03 (v. 340)
- AquaMark 3
- Spielebenchmarks:
- Unreal Tournament 2003 - Pyramid Demo
- RtCW - Enemy Territory
- AquaNox 2 - Revelation
- X2 - The Threat
- Halo - Combat Evolved
Synthetische Benchmarks
3DMark 03
- Offizielle Website:
Futuremark.com [7]
- Download:
ComputerBase [8]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 340.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Informationen:
- Der vor einigen Monaten veröffentlichte 3DMark03 ist umstritten wie kein anderer. Nachdem in ersten Tests die Karten von nVidia nicht so gut aussahen wie die von Erzkonkurrent ATi, gab es heftige Kontroversen um diesen Benchmark, welche sogar so weit gingen, dass nVidia extra einen Treiber schrieb, der auf den 3DMark03 optimiert war, um zu zeigen, wie anfällig dieser Benchmark für speziell angepasste Treiber sei. Mit einem Performance-Gewinn von knapp 50% gegenüber den regulären Treibern gelang dies auch eindrucksvoll.
Trotzdem wird auch der 3DMark03 eine gewichtige Rolle bei den meisten Tests spielen und da er auf großes Interesse seitens unserer Leser stößt, werden wir ihn auch nicht komplett unter den Teppich kehren.
FSAA und AF wurden komplett im 3DMark03 eingestellt.
- Der vor einigen Monaten veröffentlichte 3DMark03 ist umstritten wie kein anderer. Nachdem in ersten Tests die Karten von nVidia nicht so gut aussahen wie die von Erzkonkurrent ATi, gab es heftige Kontroversen um diesen Benchmark, welche sogar so weit gingen, dass nVidia extra einen Treiber schrieb, der auf den 3DMark03 optimiert war, um zu zeigen, wie anfällig dieser Benchmark für speziell angepasste Treiber sei. Mit einem Performance-Gewinn von knapp 50% gegenüber den regulären Treibern gelang dies auch eindrucksvoll.
3DMark 03
Angaben in Punkten
|
Von unseren insgesamt fünf Testkandidaten hinterlässt das Modell von Gainward dank der höchsten Taktraten den besten Eindruck. Diese Grafikkarte ist sogar so schnell, dass sie sich nur knapp hinter einer GeForce FX 5900 Ultra mit 256 MB Speicher positioniert. Aber auch die FX 5900 XT aus dem Hause MSI schlägt sich prächtig und kann die Modelle von Asus, Gigabyte und Sparkle hinter sich lassen. Die letzten beiden sind dank identischer Taktraten auch nahezu gleichauf. Die FX 5900 von Asus belegt den dritten Platz hinter Gainward und MSI.
AquaMark 3
- Offizielle Website:
AquaMark3.com [9]
- Download:
AquaMark3.com [10]
- Kostenpunkt: kostenlos, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Commercial-Version mit allen Features
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024 jeweils mit und ohne AA und AF
- Commercial-Version mit allen Features
- Informationen:
- Auf Basis der mittlerweile schon recht bekannten Krass-Engine entwickelten die Programmierer von Massive Developement AquaMark 3. Angereichert mit einigen schönen Effekten soll dies laut den Entwicklern der erste DirectX 9-fähige Reality-Benchmark der Welt sein. Neben einigen Pixel-Shader 2.0-Effekten unterstützt die Krass-Engine in der neuesten Version auch Partikeleffekte und vieles mehr. Mit dabei sind auch solch innovative Techniken wie Intels HyperThreading. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung wurden komplett im AquaMark 3 eingestellt und mussten somit nicht durch den jeweiligen Treiber erzwungen werden.
AquaMark 3
Angaben in Punkten
|
Im AquaMark 3 zeigt sich ein ähnliches Bild wie auch schon zuvor. In diesem Benchmark kann das Modell von Gainward die FX 5900 Ultra sogar hinter sich lassen und auch das Modell von MSI schlägt sich wacker gegenüber der Konkurrenz. Gigabyte und Sparkle bewegen sich aufgrund der identischen Taktraten wieder auf dem selben Niveau und werden nur knapp von der FX 5900 von Asus geschlagen.
Spielebenchmarks
Unreal Tournament 2003
- Offizielle Website:
UnrealTournament2003.com [11]
- Download:
Atari.com [12]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Vollversion 2225.
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x960 mit und ohne Anti-Aliasing und anisotrope Filterung
- Vollversion 2225.
- Informationen:
- Unreal Tournament 2003 ist ein weiterer Klassiker in unserem Benchmarkparcours, der mittlerweile doch schon einige Monate auf den Buckel hat, dennoch aber immer noch einige nette Effekte bietet. Leider ist auch dieses Spiel nichts anderes als ein auf DirectX 7 basierendes mit ein paar DirectX 8-Effekten. Die Benchmarks der Vollversion 2225 sind nicht mit den Ergebnissen der Demo-Version vergleichbar.
Wir verwendeten nicht den Flyby-Benchmark, sondern die Pyramid2003-Demo von 3DCenter.org [13]. Im Gegensatz zu sowohl FlyBy- als auch Botmatch-Modus des integrierten Benchmarks sind hier die erzielten Frameraten spürbar niedriger. Man muss jedoch auch sagen, dass Unreal Tournament 2003 nicht die Frameraten eines Quake3 benötigt, um sich anständig spielen zu lassen. Viele sind der Meinung, dass bereits ein Durchschnitt von etwa 40-45 fps im Pyramid-Timedemo, das auf der Map CTF-Face3 aufgenommen wurde und ein intensives Capture-The-Flag mit wenig Taktik und viel Action zeigt, ausreicht, um das Spiel flüssig spielen zu können.
- Unreal Tournament 2003 ist ein weiterer Klassiker in unserem Benchmarkparcours, der mittlerweile doch schon einige Monate auf den Buckel hat, dennoch aber immer noch einige nette Effekte bietet. Leider ist auch dieses Spiel nichts anderes als ein auf DirectX 7 basierendes mit ein paar DirectX 8-Effekten. Die Benchmarks der Vollversion 2225 sind nicht mit den Ergebnissen der Demo-Version vergleichbar.
Unreal Tournament 2003 - Pyramid
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch in Unreal Tournament 2003 zeigen alle fünf Testkandidaten eine sehr gute Leistung. Während das Modell von Gainward wieder den Platz an der Sonne für sich beanspruchen kann, platziert sich das gesamte Feld in 1280x960 sogar vor einer Radeon 9800 Pro mit 128 MB Speicher, MSI und Gainward sogar vor dem 256-MB-Modell. In den übrigen Auflösungen unterliegt man jeweils knapp einer ATi Radeon 9700 Pro.
RtCW - Enemy Territory
- Offizielle Website:
Enemy-Territory.com [14]
- Download:
4Players.de [15]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Vollversion v1.0
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024, s_mute 1, timedemo 1, Demo "Radar"
- Vollversion v1.0
- Informationen:
- Basierend auf dem indizierten RtCW, welches wiederum auf der Quake3-Engine fußt, bietet das kostenlos erhältliche und separat lauffähige Add-on Enemy Territory puren Multiplayer-Spass auf den verschiedensten Maps.
Grafik- und Detailfülle sind gegenüber RtCW noch einmal gestiegen, so daß neben der CPU auch die Grafikkarte eine Menge in der von uns getesteten Radar-Demo zu tun bekommt.
FSAA und AF wurden komplett per Treiber erzwungen, was unter OpenGL aber kein Problem darstellen dürfte.
- Basierend auf dem indizierten RtCW, welches wiederum auf der Quake3-Engine fußt, bietet das kostenlos erhältliche und separat lauffähige Add-on Enemy Territory puren Multiplayer-Spass auf den verschiedensten Maps.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Enemy Territory, basierend auf der OpenGL-API, war immer schon ein Fest für Grafikkarten von nVidia und so hinterlassen auch hier alle fünf Testkandidaten einen sehr guten Eindruck, der nur etwas vom Performanceverlust unter der Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung verfälscht wird. Besonders das Modell von Gainward erregt wieder einmal Aufmerksamkeit, indem es der GeForce FX 5900 Ultra dicht auf den Fersen ist.
AquaNox 2 - Revelation
- Offizielle Website:
AquaNox-Portal.com [16]
- Download:
AquaNox-Revelation.com [17] (Demoversion)
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Vollversion 2.159 (Alle Patches ab 2.149 sind benchmarktauglich. Ab 2.159 setzt das Spiel zwingend Direct X 9 voraus und verwendet die um einige Effekte erweiterte Engine des AquaMark 3), Neopolis-Spielstand
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024 jeweils mit und ohne AA und AF, "AquaNox 2 Revelation.exe -s map/5h3/script/5h3 -altf4"
- Vollversion 2.159 (Alle Patches ab 2.149 sind benchmarktauglich. Ab 2.159 setzt das Spiel zwingend Direct X 9 voraus und verwendet die um einige Effekte erweiterte Engine des AquaMark 3), Neopolis-Spielstand
- Informationen:
- Mit Aquanox 2 - Revelation erlebt die vom deutschen Entwicklerteam Massive Development geschaffene Krass-Engine nun schon ihren zweiten Frühling. Das zunächst als recht träge verschriene Aquanox 2 Revelation schaffte mit dem Patch auf Version 2.159, den auch wir zum Testen aufgespielt haben, unter anderem durch die Nutzung von DirectX9-Shadern zur Rendering-Pass Reduzierung den Sprung auf einen mehr als akzeptablen Performance-Level.
Zumindest eine Grafikkarte, die 2.0-Shader nach DirectX9 in Hardware ausführen kann, sollte es jedoch schon sein, damit die detailliert texturierte Unterwasserwelt flüssig auf den Bildschirm gerendert wird.
Getestet wurde die Neopolis-Zwischensequenz nach den Einstellungen der Benchmark-Vorgabe des 3D-Center [18], also mit allen Details, die zum Teil sogar schon DirectX9-Shader beinhalten.
AF wurde per Schieberegler im Spiel selber eingestellt, aber von der FSAA-Einstellung, die Aquanox2 bietet, haben wir sicherheitshalber Abstand genommen, da dort nur DirectX9-konforme Qualitätsstufen angeboten werden, die aber nicht notwendigerweise mit den tatsächlichen AA-Stufen korrelieren müssen. Wir haben es daher per Treiber aktiviert.
- Mit Aquanox 2 - Revelation erlebt die vom deutschen Entwicklerteam Massive Development geschaffene Krass-Engine nun schon ihren zweiten Frühling. Das zunächst als recht träge verschriene Aquanox 2 Revelation schaffte mit dem Patch auf Version 2.159, den auch wir zum Testen aufgespielt haben, unter anderem durch die Nutzung von DirectX9-Shadern zur Rendering-Pass Reduzierung den Sprung auf einen mehr als akzeptablen Performance-Level.
AquaNox 2 - Revelation
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Wow, auch in AquaNox 2 können die 5900 XTs voll auftrumpfen und wieder einmal vermag es das Modell aus dem Hause Gainward die 5900 Ultra zu überholen. Auch das Modell von MSI schlägt sich dank D.O.T.-Technologie beachtlich und kann alle anderen Konkurrenten im Zaum halten. Asus platziert sich wieder einmal vor Gigabyte und Sparkle, die durch die identischen Standardtaktraten auf nahezu exakt die gleichen Ergebnisse kommen. Die Unterschiede lassen sich getrost als Messungenauigkeiten abstempeln.
X2 - The Threat
- Offizielle Website:
Egosoft.com [19]
- Download:
EgoSoft.com [20]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024 bei 32 Bit, bumpmaps, fullscreen
- Default-Benchmark
- Informationen:
- X2 The Threat ist ein aktuelles Spiel auf Basis einer recht leistungsstarken 3D-Engine und wurde von der deutschen Firma EgoSoft entwickelt. In der uns vorliegenden, selbstlaufenden Demo-Version ist bereits eine Benchmark-Funktion eingebaut, die wir für unsere Zwecke genutzt haben. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung wurden komplett durch den Treiber erzwungen.
X2 - The Threat
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Und wieder einmal beweisen die fünf Testkandidaten was in ihnen steckt. Das Modell von Gainward ist der 5900 Ultra wieder dicht auf den Fersen und auch die Leistung der FX 5900 XT von MSI sollte nochmals hervorgehoben werden. Allerdings bricht die gesamte GeForce-Familie im Qualitätsmodus unverhältnismäßig stark ein.
Halo - Combat Evolved
- Offizielle Website:
halo.bungie.net [21]
- Download:
Chip.de [22]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion, 131 MB
- Was benchen wir?
- Vollversion v1.02
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024, Timedemo-Modus
- Vollversion v1.02
- Informationen:
- Halo sollte ursprünglich bereits vor einigen Jahren für den PC veröffentlicht werden, drehte letztendlich aber eine Ehrenrunde und erschien zuerst für die Xbox. Der vor Kurzem veröffentlichte PC-Ableger wurde auf Veranlassung von Bungie in den Studios von Gearbox Software entwickelt und kann gegenüber der Xbox-Version mit einigen Extras punkten. Neben einem erweiterten Multiplayer-Modus, beherrscht das Spiel nun Auflösungen jenseits der 1280x1024. Leider ist die Grafik nicht mehr ganz auf dem Stand eines Half-Life 2, kann aber dennoch durch den Einsatz von Shadern (z.B. für die Wasseranimationen) so manch Spieler entzücken. Aufgrund eines Treiberfehlers mussten wir unter Verwendung einer ATi-Karte die Mipmap-Detailstufe auf "Höchste Qualität" stellen, da sonst die Texturen nicht richtig wiedergegeben werden. FSAA und AF konnten wir leider nicht auf nVidia-Karten anwenden. Erzwungen wir dieses im Detonator-Treiber wollte das Spiel unter den gewählten Einstellungen nicht starten und begrüßte uns mit einer Fehlermeldung.
Halo - Combat Evolved
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch in Halo kann die gesamte Riege der FX 5900 XTs voll punkten. Besonders hervorzuheben ist wieder einmal das Modell von Gainward, das dank brachialer Übertaktung durch den Hersteller in 1280x1024 sogar alle Karten von ATi hinter sich lässt und nur an der FX 5950 Ultra scheitert. Der Rest des Testfeldes positioniert sich den Taktraten entsprechend.
Leistungsrating
Leistungsrating 1024x768
Angaben in Prozent
|
Wie wir es von allen nVidia-Karten gewohnt sind, liegt diesen besonders die Rohleistung. Die schnellste von uns heute getestete Grafikkarte ist dabei die GeForce FX 5900 XT von Gainward, die sich im Rating kurz hinter der wesentlich teureren FX 5900 Ultra positionieren kann. Die Radeon 9800 XT lässt sie ebenso hinter sich wie den direkten Konkurrenten von MSI, der allerdings mit etwas geringeren Taktraten ins Rennen ging. Gleichauf sind die Modelle von Sparkle und Gigabyte, die jeweils mit den Standard-Taktraten beim Kunden ankommen. Die FX 5900 von Asus positioniert sich vor diesen beiden.
Leistungsrating 1280x1024
Angaben in Prozent
|
Auch in 1280x1024 hat die Karte aus dem Hause Gainward die Nase vorn und kann wieder die Radeon 9800 XT in die Schranken verweisen. Die übrigen Konkurrenten positionieren sich ihren Taktraten entsprechend in der folgenden Reihenfolge: MSI vor Asus, Asus vor Gigabyte und Gigabyte gleichauf mit Sparkle. Die letzten drei Kontrahenten sind leider nicht in der Lage die Radeon 9800 Pro mit 128 und 256 MB zu überholen.
Leistungsrating 4xAA/8xAF
Angaben in Prozent
|
Anti-Aliasing und anisotrope Filterung ist bekanntlich eine Stärke der Radeon-Serie und so müssen die fünf Kontrahenten sich in diesem Rating leider mit den hinteren Plätzen begnügen. Einzig die Karte von Gainward kann mit der 5900 Ultra mithalten und sogar die Radeon 9700 Pro überholen. Der Rest des Feldes fällt sogar noch hinter diese zurück, kann sich aber trotzdem weit von der Radeon 9600 XT absetzen.
Fazit
Und wieder einmal ist es an der Zeit ein Fazit zu ziehen. Auch in diesem Test standen sich wieder einige Kontrahenten gegenüber, die teilweise für die eine oder andere handfeste Überraschung gesorgt haben.

Eine dieser Überraschungen war mit Sicherheit die Gainward FX Powerpack 1100 XT Golden Sample, die dank der brachialen, vom Hersteller garantierten Übertaktung des Öfteren mit einer weitaus teureren GeForce FX 5900 Ultra gleichziehen kann. Von allen getesteten GeForce FX 5900 XT-Karten war diese mit Abstand die schnellste und nur der recht magere Lieferumfang war uns ein Dorn im Auge. Offensichtlich muss der geneigte Käufer einen Kompromiss eingehen, möchte er große Leistung zum kleinen Preis erhalten. Schließlich muss Hersteller Gainward die anfallenden Mehrkosten für schnelleren Speicher ja auch irgendwie kompensieren. Aufgrund der außerordentlich guten Leistung hat sich das Modell unseren Performance-Award hart erarbeitet.

Ein weiterer Lichtblick war - wie nicht anders zu erwarten - die GeForce FX 5900 XT von MSI. Dank der zehnprozentigen Übertaktung durch die D.O.T. (Dynamic Overclocking Technology) war diese Grafikkarten in der Lage mit der Konkurrenz von Gainward mitzuhalten und durchweg einen guten Eindruck zu hinterlassen. Gegenüber Gainward kann das Modell von MSI auch durch einen außerordentlich guten Lieferumfang punkten, den man bei dem angesprochenen Mitstreiter leider vergeblich sucht. Aufgrund der guten Leistung und des Packungsinhaltes erhält die MSI GeForce FX 5900 XT die Empfehlung der Redaktion.



Eine weitere GeForce FX 5900 XT erreichte uns von Sparkle. Genau wie das Modell von Gigabyte wird auch diese Grafikkarte mit den Standardtaktraten von 390 MHz für den NV35-Chip und 700 MHz für den Speicher ausgeliefert. Gegenüber Gainward und MSI ist damit leider kein Land zu gewinnen und so teilte man sich mit Gigabyte in unserem Testfeld die hinteren Plätze. Dies soll allerdings nicht heißen, dass die Sparkle GeForce FX 5900 XT eine schlechte Grafikkarte ist. Ganz im Gegenteil, denn besonders dank ihres niedrigen Preises wird sie sicher für den einen oder anderen Sparfuchs durchaus interessant sein. Die guten Overclockingergebnisse und der überaus effektive und leise Kühler tragen den Rest zum guten Gesamteindruck bei. Die sehr gute Leistung bei einem sehr niedrigen Preis war uns einen Preis-/Leistungsaward wert.

