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Test: Leadtek WinFast A400-Serie

von Christoph Becker

Einleitung

Während sich nVidia und ATi im Inneren ihrer Firmenzentralen schon eifrig mit der nächsten Generation der hauseigenen Pixelbeschleuniger beschäftigen, kann der gemeine Kunde bisher „nur“ auf GeForce 6800 und Radeon X800 zugreifen. Drei Vertreter aus dem grünen Lager wollen wir heute nach der Inno3D-Fraktion [1] ein weiteres Mal genauer unter die Lupe nehmen. Hersteller Leadtek - bekannt dafür, seit Jahren nur nVidia-Grafikkarten zu produzieren - ließ uns die nahezu komplette A400-Serie zukommen, die auf nVidias NV40-Chip basiert.

Winfast A400
Winfast A400

Mit dabei sind neben dem High-End-Modell WinFast A400 Ultra auch die A400 GT und das Einstiegsmodell in die Oberklasse, die WinFast A400. Im Gegensatz zu Herstellern wie Inno3D [2] ist Leadtek durchaus dafür bekannt, beim Design der eigenen Grafikkarten besondere Wege zu gehen. Und so wählte man auch für die drei Karten der A400-Serie ein recht außergewöhnliches, so dass sich Leadteks Produkte durchaus recht einfach von der breiten Masse abheben dürften. Der Vollständigkeit halber haben wir schlussendlich auch noch die Werte einer GeForce 6800LE erstmals in unsere Diagramme mit aufgenommen.

Technische Daten

An dieser Stelle wollen wir nicht weiter auf die technischen Daten der GeForce-6800-Serie von nVidia eingehen und ihnen nur in eine kurze Tabelle widmen. Wer mehr wissen möchte, dem sei unser Launchartikel [3] zu diesen Pixelbeschleunigern ans Herz gelegt.

Radeon
X800 Pro
Radeon
X800 XT „PE“
GeForce
6800LE
GeForce
6800
GeForce
6800 GT
GeForce
6800 Ultra
Chip R420 R420 NV40 NV40 NV40 NV40
Transistoren 160 Mio. 160 Mio. ca. 222 Mio. ca. 222 Mio. ca. 222 Mio. ca. 222 Mio.
Fertigung 0,13 µm
lowK copper
0,13 µm
lowK copper
0,13 µm 0,13 µm 0,13 µm 0,13 µm
Taktung (MHz) 475 520 300 325 350 400
Renderpipes 12 16 8 12 16 16
Pixelfüllrate 5700 MPix/s 8320 MPix/s 2400 MPix/s 3900 MPix/s 5600 MPix/s 6400 MPix/s
TMUs je Pipe 1 1 1 1 1 1
Texelfüllrate 5700 MTex/s 8320 MTex/s 2400 MTex/s 3900 MTex/s 5600 MTex/s 6400 MTex/s
Vertexeinheit DX9 VS 2.0 DX9 VS 2.0 DX9 VS3.0 DX9 VS3.0 DX9 VS3.0 DX9 VS3.0
Vertexpipes 6 6 5 5 6 6
Dreiecksdurchsatz ca. 712 MV/s ca. 780 MV/s ca. 450 MV/s ca. 487 MV/s ca. 525 MV/s ca. 600 MV/s
Texturen pro Pass 8 (16) 8 (16) 8 (16) 8 (16) 8 (16) 8 (16)
Pixelshader PS 2.0+ PS 2.0+ PS3.0 PS3.0 PS3.0 PS 3.0
FP-Einheiten 3+1 ALU
3+1 Mini ALU
1TexOp
3+1 ALU
3+1 Mini ALU
1TexOp
2 (Shader-Unit 1 & 2)** 2 (Shader-Unit 1 & 2)** 2 (Shader-Unit 1 & 2)** 2 (Shader-Unit 1 & 2)**
Speicher (MB) 256 GDDR3 256 GDDR3 128 MB DDR 128 MB DDR 256 GDDR3 256+ GDDR3
Anbindung 256 Bit GDDR3 256 Bit GDDR3 256 Bit DDR1 256 Bit DDR1 256 Bit GDDR3 256 Bit GDDR3
Speichertakt (MHz) 450 560 350 350 500 550
Bandbreite (MB/s) 28800 35840 22400 22400 32000 35200
SinglePass Texturop. 16 (D3D) / 8 (oGL) 16 (D3D) / 8 (oGL) 16 (D3D) / 4 (oGL) 16 (D3D) / 4 (oGL) 16 (D3D) / 4 (oGL) 16 (D3D) / 4 (oGL)
RAMDAC 2x400 MHz 2x400 MHz 2x400 MHz 2x400 MHz 2x400 MHz 2x400 MHz
TV-Encoder integriert integriert integriert integriert integriert integriert
Sonstiges DVD MC/iDCT,
MPEG2 En- / Decoder,
MPEG4 En- / Decoder
DVD MC/iDCT,
MPEG2 En- / Decoder,
MPEG4 En- / Decoder
DVD MC/iDCT,
MPEG2 En- / Decoder,
MPEG4 En- / Decoder
DVD MC/iDCT,
MPEG2 En- / Decoder,
MPEG4 En- / Decoder
DVD MC/iDCT,
MPEG2 En- / Decoder,
MPEG4 En- / Decoder
DVD MC/iDCT,
MPEG2 En- / Decoder,
MPEG4 En- / Decoder
Präz. pro Kanal 24Bit (FP24) 24Bit (FP24) 32Bit (FP32) 32Bit (FP32) 32Bit (FP32) 32Bit (FP32)
* nVidias High-End GPU unterstützen seit dem NV30 ein Verfahren, bei dem in den ROPs am Ende der Pipeline jeweils zwei, anstatt der üblichen einen Z-/Stencilwerte verarbeitet werden können. Solange Pixel also ohne Farbwert auskommen und auch nicht texturiert sind (Stencilschatten und reine Z-Writes) bekommt man zwei Pixel pro Takt durch eine physikalische Pixelpipeline.
** Wenn die vorliegenden Informationen korrekt sind, besitzt der NV40 zwei FP-Einheiten in jeder seiner 16 Pipelines. Allerdings scheint es ebenso vielfältige Möglichkeiten wie Einschränkungen zu geben, um diese gemeinsam zu nutzen. Nur die wenigsten der komplexeren Shader-Instruktionen können auf beiden wirklich parallel und ohne irgendwelche Abhängigkeiten laufen. Für detailliertere Informationen zur CineFX-Architektur der GeForceFX bietet 3DCenter.de einen passenden Artikel [4] an.

Die Karten

Leadtek WinFast A400

Den Anfang macht das kleinste Modell von Leadteks A400-Reihe. Die Leadtek WinFast A400 ist eine reinrassige GeForce 6800, passt rein äußerlich allerdings nicht wirklich zu den Modellen anderer Hersteller. Mehr dazu aber später. Viel wichtiger ist hingegen der Preis. So ergab eine Suche bei Geizhals.at [5] einen durchschnittlichen Preis von knapp 270 Euro, wobei es um die Lieferbarkeit derzeit sehr schlecht gestellt ist.

Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400

Die Slotblende der Leadtek WinFast A400 ist wenig auffällig. Hier verbaute man den weitestgehend verbreiteten Standard, der aus folgenden Komponenten besteht. Neben einem DVI-Ausgang für die digitale Bildübertragung an TFT-Monitore besitzt diese Grafikkarte noch einen normalen DSub-Anschluss sowie einen Ausgang für Video-Signale. Auf GeForce-6800-Karten mit ViVo-Fähigkeiten warten wir leider immer noch vergebens.

Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400

Exotischer wird es erst, wenn man sich das von Leadtek entwickelte Design des verbauten Kühlers einmal genauer anguckt. Wirkt eine normale GeForce 6800 dank ihres Ein-Slot-Kühlers geradezu zierlich, erweckt der massive Kupfer-Kühlkörpder der WinFast A400 doch einen ganz anderen Eindruck. Dass man hier offensichtlich auf extreme Kühlleistungen aus ist, verrät nicht zuletzt auch die Rückseite der Grafikkarte. Denn auch hier verbaute Leadtek eine massive Kupferplatte, wo nVidias Referenzdesign eigentlich keine passive Kühlung vorsieht. Allerdings hat diese Apparatur vor allem eines zur Folge: Die WinFast A400 bringt stolze 600 Gramm auf die Waage und ist somit eine recht große Belastung für den AGP-Slot des Mainboards. Auf eine korrekte Verschraubung der Grafikkarte mit dem Gehäuse sollte also geachtet werden.

Allerdings haben die 600 Gramm Kupfer und Plastik aber auch eine gute Seite. So ist der verbaute NV40-Chip während des Betriebes kühler als beim Referenzmodell von nVidia, so dass man Leadteks GeForce 6800 in extremen Situationen besser übertakten kann. Zusätzlich kann der verbaute Lüfter recht langsam drehen, was diese Grafikkarte zudem auch noch recht leise macht. Grob gesagt erreicht man so fast das Geräuschniveau einer Radeon X800 Pro oder XT.

Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400

Folgende Extras legte Leadtek der WinFast A400 bei:

Leadtek WinFast A400 GT

Weiter geht es mit Leadteks WinFast A400 GT, in der ein NV40-Chip mit 16 Pipelines und 350 MHz Chiptakt schlummert. Rein optisch gesehen geht Hersteller Leadtek auch hier einen ganz persönlichen Weg - dazu aber später mehr. Viel interessante ist hingegen der Preis für dieses Schmuckstück. So soll man laut Geizhals.at [6] für eine solche Grafikkarte rund 395 Euro auf den Tisch legen und somit schwimmt man in der Masse der Konkurrenz mit. Mit der Verfügbarkeit sieht es praktisch genauso schlecht aus wie bei der kleinen A400. Die GT ist bei kaum einem der verzeichneten Händler verfügbar.

Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT

DVI- und DSub-Anschluss sowie ein TV-Ausgang - nichts wirklich berauschendes. Ob wir einmal Indiana Jones losschicken sollten, damit dieser uns endlich eine neue GeForce-Karte mit ViVo-Ausgang sucht? Einen Titel für diesen Film hätten wir jedenfalls schon: „Indiana Jones - Jäger des verlorenen ViVo-Ausgangs“. Nun müssen wir nur noch Harrison Ford von unserer Idee überzeugen. Ach ja, die mit Kupfer passiv gekühlte Stromversorgung können wir nur goutieren - natürlich im Sinne eines Übertakters.

Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT

Doch kommen wir wieder zurück zum Wesentlichen; und das ist nunmal Leadteks WinFast A400 GT. Wer die A400 schon imposant fand, dem wird bei dem GT-Modell endgültig die Spucke wegbleiben. Hier schöpfte man wirklich aus dem Vollen und präsentiert dem Kunden 900 Gramm (!) massives Kupfer auf einem grünen PCB aus Plastik. Die 300 Gramm Mehrgewicht gegenüber der GeForce 6800 resultieren vor allem aus der gestiegenen Höhe. War die A400 noch eine Single-Slot-Lösung, belegt die A400 GT schon den PCI-Steckplatz neben dem AGP-Port. Dass man die Grafikkarte beim Transport des Systems besser demontieren sollte, brauchen wir wohl gar nicht erst zu erwähnen.

Sonst gilt für den Kühler der WinFast A400 GT in etwa dasgleiche, was auch schon bei der A400 galt. So ist dieses Modell äußerst leise und darf mit einer guten Übertaktbarkeit glänzen. Beim Speicher setzt Leadtek allerdings wieder auf den Standard und verbaut den den Spezifikationen von nVidia entsprechenden PCB GDDR3-Speicher aus dem Hause Samsung mit einer minimalen Zugriffszeit von 2,0 ns.

Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT

Da auch Leadtek zu den Herstellern gehört, die viel Wert auf ein gutes Gesamtpaket legen, platzierte man folgende Extras im Karton der WinFast A400 GT:

Leadtek WinFast A400 Ultra

Weiter geht es mit Leadteks aktuellem Top-Modell. Dieses hört auf den Namen WinFast A400 Ultra und kostet laut Geizhals.at [7] knappe 500 Euro. Allerdings sieht es mit der Lieferbarkeit mehr als schlecht aus, denn keiner der aufgelisteten Shops kann diese Grafikkarte an seine Kunden rausgeben. Das Serienmodell taktet übrigens mit den Ultra-spezifischen 400 MHz Chip- und 550 MHz RAM-Takt.

Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra

Da es sich bei der A400 Ultra - der Name sagt es schon - um eine NV40-Karte der schnellsten Gattung handelt, verpasste Leadtek auch ihrem Flaggschiff zwei DVI-Ausgänge, die besonders Besitzer von zwei TFT-Monitoren freuen werden. Mit von der Partie ist natürlich auch ein Video-Ausgang, der allerdings keine ViVo-Fähigkeiten mitbringt. Gegenüber der A400 GT fällt zudem noch die etwas größer ausgefallene Stromversorgung auf, deren Basis zwei Stromanschlüsse bilden.

Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra

Wie Leadteks A400 GT hat auch das Ultra-Modell einen äußerst imposanten Kühler auf dem PCB montiert. Letzteres orientiert sich allerdings voll und ganz an nVidias Referenzdesign, das allerdings auch keinerlei Anlass zur Kritik bietet. Der Kühler ist bis auf den anderen Schriftzug dann auch absolut identisch mit dem des GT-Modells. So bringt auch dieser knapp 900 Gramm auf die Waage und ist aus massivem Kupfer gefertigt. Dies resultiert dann in einer recht niedrigen Betriebslautstärke sowie in einer guten Überaktbarkeit. In einem kleinen Test erreichte die Leadtek A400 Ultra ohne große Probleme 450 MHz Chip- und 600 MHz RAM-Takt. Letzteres entspricht derweil genau den Spezifikationen des verbauten Speichers. Hierbei handelt es sich um GDDR3-Speicher von Samsung mit einer minimalen Zugriffszeit von 1,6 ns.

Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra

Da es sich bei Leadteks WinFast A400 Ultra um eine absolute High-End-Karte handelt, kleckerte man beim Lieferumfang nicht und legte folgende Extras in den Karton dieser Grafikkarte:

Testsystem

Die Einstellungen in den Treibern der Grafikkarten nahmen wir wie folgt vor: Grundsätzlich versuchten wir die maximale Qualität zu erreichen und stellten bei allen Karten der GeForce-6800-Serie den IQ-Regler auf die Stufe „Quality“, so dass der optimierte trilineare Filter aktiviert ist, um nicht gegenüber den ATi-Karten ins Hintertreffen zu geraten. Alle anderen Einstellungen beließen wir beim Standard, der bei der Neuinstallation des Treibers aktiviert ist. Dass der aktuelle ForceWare-Treiber von nVidia schon das Shader-Model 3.0 unterstützt, ist durchaus wichtig, da FarCry dieses Feature in der nicht öffentlichen Version 1.2 (die wir benutzen) und der Version 1.3 bietet. Bei den ATi-Karten beließen wir die IQ-Einstellungen ebenfalls bei den Standardeinstellungen. Sowohl nVidia- wie auch ATi-Grafikkarten sollten so während des ganzen Tests eine annähernd vergleichbare Bildqualität liefern.

Benchmarks

Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests in der jeweils neuesten Version zum Einsatz:

Synthetische Benchmarks

3DMark 03

Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark 03 aus dem Hause Futuremark. Dies veranlasste uns dazu, dieses Benchmarkprogramm doch noch in den Parcours zu integrieren, denn der Leser ist schließlich König. Alle Einstellungen zu Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht über den Treiber erzwungen.

3DMark 03

 1024x768:
ATi Radeon X800 XT "PE"
12.672
Leadtek WinFast A400 Ultra
11.816
Leadtek WinFast A400 GT
10.825
ATi Radeon X800 Pro
10.425
Leadtek WinFast A400
8.751
nVidia GeForce 6800 LE
7.114
ATi Radeon 9800 XT
6.759
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
6.371
ATi Radeon 9800 Pro
6.037
nVidia GeForce FX 5900 XT
5.401
 1024x768 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
7.252
Leadtek WinFast A400 Ultra
6.591
Leadtek WinFast A400 GT
6.021
ATi Radeon X800 Pro
5.635
Leadtek WinFast A400
4.631
nVidia GeForce 6800 LE
3.780
ATi Radeon 9800 XT
3.159
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
3.018
ATi Radeon 9800 Pro
2.757
nVidia GeForce FX 5900 XT
2.475
 1280x1024:
ATi Radeon X800 XT "PE"
9.889
Leadtek WinFast A400 Ultra
9.334
Leadtek WinFast A400 GT
8.535
ATi Radeon X800 Pro
8.087
Leadtek WinFast A400
6.799
nVidia GeForce 6800 LE
5.277
ATi Radeon 9800 XT
5.058
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
4.774
ATi Radeon 9800 Pro
4.472
nVidia GeForce FX 5900 XT
3.984
 1280x1024 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
5.461
Leadtek WinFast A400 Ultra
4.967
Leadtek WinFast A400 GT
4.534
ATi Radeon X800 Pro
4.193
Leadtek WinFast A400
3.275
nVidia GeForce 6800 LE
2.666
ATi Radeon 9800 XT
2.334
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
2.193
ATi Radeon 9800 Pro
1.978
nVidia GeForce FX 5900 XT
1.714
Angaben in Punkten

Im 3DMark 03 kann sich die Leadtek WinFast A400 Ultra dicht hinter der Radeon X800 XT auf Platz zwei positionieren. Die A400 GT nimmt den dritten Platz ein und liefert - gemessen am Preis - eine außerordentlich gute Leistung. Derweil schafft es die GeForce 6800 von Leadtek leider nicht ganz, die Radeon X800 Pro einzuholen. Kleiner Trost: Die 6800er ist eine ganze Ecke günstiger als eine X800 Pro jeglicher Couleur.

AquaMark 3

Weiter geht es mit dem AquaMark 3, welches von den Entwicklern weitestgehend als Alternative zum 3DMark 03 entworfen worden ist. Und so liegt auch diesem Benchmark eine Spieleengine zugrunde, die unter anderem auch in AquaNox 2 - Revelation Verwendung fand. Allerdings wurde diese für den AquaMark 3 nochmals auf den neuesten Stand gebracht und unterstützt nun sogar einige DirectX-9-Effekte. In AquaNox 2 wird man Szenen mit einer ähnlich hohen Poligonzahl wie im AquaMark auch sehr selten finden. Alle Einstellungen zum Anti-Aliasing und zur anisotropen Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht durch den Treiber erzwungen.

Aquamark 3

 1024x768:
Leadtek WinFast A400 Ultra
66,40
ATi Radeon X800 XT "PE"
65,44
Leadtek WinFast A400 GT
63,88
ATi Radeon X800 Pro
61,00
Leadtek WinFast A400
58,70
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
51,95
ATi Radeon 9800 XT
51,69
nVidia GeForce 6800 LE
50,66
ATi Radeon 9800 Pro
49,04
nVidia GeForce FX 5900 XT
45,19
 1024x768 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
57,91
Leadtek WinFast A400 Ultra
53,74
ATi Radeon X800 Pro
52,47
Leadtek WinFast A400 GT
49,79
Leadtek WinFast A400
41,01
ATi Radeon 9800 XT
40,01
ATi Radeon 9800 Pro
36,80
nVidia GeForce 6800 LE
33,86
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
32,82
nVidia GeForce FX 5900 XT
27,55
 1280x1024:
Leadtek WinFast A400 Ultra
61,74
ATi Radeon X800 XT "PE"
59,85
Leadtek WinFast A400 GT
58,44
ATi Radeon X800 Pro
53,88
Leadtek WinFast A400
50,59
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
44,02
ATi Radeon 9800 XT
42,84
nVidia GeForce 6800 LE
39,99
ATi Radeon 9800 Pro
39,90
nVidia GeForce FX 5900 XT
37,29
 1280x1024 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
50,68
ATi Radeon X800 Pro
44,34
Leadtek WinFast A400 Ultra
43,49
Leadtek WinFast A400 GT
39,53
Leadtek WinFast A400
31,08
ATi Radeon 9800 XT
30,07
ATi Radeon 9800 Pro
27,60
nVidia GeForce 6800 LE
25,06
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
24,31
nVidia GeForce FX 5900 XT
20,23

AquaMark 3 zeigt ein sehr wechselhaftes Bild. So kann die A400 Ultra im Rohleistungs-Modus stets die erste Position einnehmen, fällt unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung aber hinter die Radeon X800 XT zurück. Im Qualitätsmodus muss die A400 GT dann auch hart mit einer Radeon X800 Pro kämpfen und fällt hinter diese zurück. Allerdings liefern alle Grafikkarten von Leadtek durchweg gute Ergebnisse ab, so dass man hier keinesfalls in Panik verfallen sollte.

Spielebenchmarks

Far Cry

Über das Spiel FarCry muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Dank einer sehr flexiblen und fortschrittlichen Engine konnten die Entwickler durch den Patch zur Version 1.2 (und nun auch 1.3) einige Neuerungen im Spiel integrieren. So beherrscht FarCry ab sofort das Shader-Model 3.0 [11] der GeForce-6800-Serie nVidias sowie das auf ATis Karten abgestimmte Shader-Model 2.0b [12]. Während ersteres nVidia-Karten zur einer weitaus effizienteren Verarbeitung der komplexen Shader durch das so genannte „Branching“ verhilft, nutzt ATi das Shader-Model 2.0b dazu, weitestgehend eine effizientere Berechnung der Lichtquellen zu erreichen. Zusätzlich beherrschen ATis R420-Karten das „Geometry Instancing“, welches eigentlich Teil des SM 3.0 ist und zu einer besseren Berechnung von Geometriedaten führt.

Um die Vorzüge der Cry-Engine zu nutzen, aktivierten wir auf allen nVidia-Karten der GeForce-6800-Serie das Shader-Model 3.0 sowie auf allen ATi X800-Karten das SM 2.0b. Die Qualitätseinstellungen im Spiel stellten wir auf das jeweilige Maximum und nahmen auch sämtliche Einstellungen bezüglich Anti-Aliasing und anisotroper Filterung im Spiel vor. Die von uns verwendete Demo wurde im Licht- und Shader-intensiven Research-Level aufgenommen.

Far Cry Version 1.2

 1024x768:
ATi Radeon X800 XT "PE"
147,40
Leadtek WinFast A400 Ultra
134,16
ATi Radeon X800 Pro
133,73
Leadtek WinFast A400 GT
127,86
Leadtek WinFast A400
98,41
nVidia GeForce 6800 LE
72,25
ATi Radeon 9800 XT
69,24
ATi Radeon 9800 Pro
61,69
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
30,85
nVidia GeForce FX 5900 XT
24,82
 1024x768 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
113,14
Leadtek WinFast A400 Ultra
87,15
ATi Radeon X800 Pro
81,70
Leadtek WinFast A400 GT
78,74
Leadtek WinFast A400
54,97
nVidia GeForce 6800 LE
41,64
ATi Radeon 9800 XT
40,54
ATi Radeon 9800 Pro
35,84
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
20,80
nVidia GeForce FX 5900 XT
15,86
 1280x1024:
ATi Radeon X800 XT "PE"
120,55
Leadtek WinFast A400 Ultra
103,01
Leadtek WinFast A400 GT
93,25
ATi Radeon X800 Pro
86,06
Leadtek WinFast A400
68,35
nVidia GeForce 6800 LE
48,64
ATi Radeon 9800 XT
44,44
ATi Radeon 9800 Pro
39,90
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
16,64
nVidia GeForce FX 5900 XT
16,26
 1280x1024 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
72,31
Leadtek WinFast A400 Ultra
61,37
Leadtek WinFast A400 GT
55,46
ATi Radeon X800 Pro
51,61
Leadtek WinFast A400
34,34
ATi Radeon 9800 XT
26,83
nVidia GeForce 6800 LE
26,30
ATi Radeon 9800 Pro
21,06
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
13,97
nVidia GeForce FX 5900 XT
9,11

In FarCry zeigt die WinFast A400 Ultra erstmals Nerven. Trotz der Verwendung des Shader-Model 3.0 kann man hier nicht die Radeon X800 XT einholen. Der Rückstand auf ATis Flaggschiff ist teilweise exorbitant hoch und bewegt sich zwischen zehn und 27 Bildern pro Sekunde. Doch Kommando zurück, denn auch in FarCry liefern alle Karten aus dem Hause Leadtek sehr gute und vor allem spielbare Ergebnisse. Die Radeon X800 XT bewegt sich hier allerdings in Sphären, von denen die GeForce-Karten nur träumen können. Hier zeigt ATi eindrucksvoll, dass man auch ohne das SM 3.0 und mit dem SM 2.0b sehr schnell FarCry spielen kann. Die Preis/Leistungskrone hat derweil wieder einmal die A400 GT, die eine sehr überzeugende Leistung abgibt.

Unreal Tournament 2004

Weiter geht es mit Unreal Tournament 2004, einem recht aktuellen Multiplayer-Shooter. Dieser basiert weitestgehend auf der Engine, mit der auch schon der Vorgänger programmiert worden ist. Allerdings wurde diese um Effekte bereichert, so dass jetzt auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. Um die von uns getesteten Grafikkarten zu belasten, wählten wir eine Flyby-Demo aus der Map „DM-Inferno“. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten über die Treiber erzwungen werden, da Unreal Tournament 2004 leider keine dementsprechende Funktion bietet.

Unreal Tournament 2004

 1024x768:
Leadtek WinFast A400 Ultra
323,76
ATi Radeon X800 XT "PE"
315,02
Leadtek WinFast A400 GT
306,95
ATi Radeon X800 Pro
249,37
Leadtek WinFast A400
244,34
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
185,03
nVidia GeForce 6800 LE
173,71
ATi Radeon 9800 XT
173,27
ATi Radeon 9800 Pro
157,01
nVidia GeForce FX 5900 XT
149,45
 1024x768 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
225,71
Leadtek WinFast A400 Ultra
191,66
ATi Radeon X800 Pro
183,50
Leadtek WinFast A400 GT
179,80
Leadtek WinFast A400
128,65
ATi Radeon 9800 XT
118,16
ATi Radeon 9800 Pro
103,79
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
99,01
nVidia GeForce 6800 LE
91,41
nVidia GeForce FX 5900 XT
81,28
 1280x1024:
Leadtek WinFast A400 Ultra
242,58
Leadtek WinFast A400 GT
223,34
ATi Radeon X800 XT "PE"
213,95
Leadtek WinFast A400
163,62
ATi Radeon X800 Pro
163,02
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
117,76
ATi Radeon 9800 XT
114,27
nVidia GeForce 6800 LE
111,54
ATi Radeon 9800 Pro
103,18
nVidia GeForce FX 5900 XT
94,61
 1280x1024 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
149,93
Leadtek WinFast A400 Ultra
129,81
ATi Radeon X800 Pro
123,51
Leadtek WinFast A400 GT
122,26
Leadtek WinFast A400
86,50
ATi Radeon 9800 XT
77,93
ATi Radeon 9800 Pro
68,11
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
64,55
nVidia GeForce 6800 LE
61,03
nVidia GeForce FX 5900 XT
52,67

Unreal Tournament 2004 zeigt uns ein ähnliches Bild, wie wir es schon im AquaMark 3 sehen konnten. Hier liegen die Leadtek-Karten - besonders natürlich die A400 Ultra - vorne, wenn es um die reine Rohleistung geht. Aktiviert man hingegen AA und AF, übernimmt ATis Radeon X800 XT unangefochten die Spitze und dies mit einem Vorsprung, der sich gewaschen hat. Aber dies soll nicht heißen, dass alle Karten von von Leadteks A400-Serie nicht eine sehr gute Leistung abliefern. UT 2004 kann man mit all diesen Pixelbeschleunigern sehr gut spielen.

RtCW - Enemy Territory

Fast schon ein altes Eisen in unserem Benchmarkparcours ist „RtCW - Enemy Territory“, quasi der Multiplayerteil eines indizierten Shooters mit WW2-Thematik. Enemy Territory steht bei uns stellvertretend für eine ganze Reihe von Spielen, die auf der Quake-3-Engine entwickelt worden und in den vergangenen Jahren auf dem Markt erschienen sind. Die Spieldetails stellten wir aufs Maximum und testeten mit einer Demo, die auf der Map „Radar“ erstellt worden ist. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten durch den Treiber erzwungen werden.

RtCW - Enemy Territory

 1024x768:
Leadtek WinFast A400 Ultra
88,5
Leadtek WinFast A400 GT
88,4
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
88,4
Leadtek WinFast A400
88,1
ATi Radeon X800 XT "PE"
88,0
nVidia GeForce 6800 LE
88,0
ATi Radeon X800 Pro
87,3
ATi Radeon 9800 XT
85,8
ATi Radeon 9800 Pro
85,5
nVidia GeForce FX 5900 XT
83,9
 1024x768 4xAA/8xAF:
Leadtek WinFast A400 Ultra
87,2
Leadtek WinFast A400 GT
86,1
ATi Radeon X800 XT "PE"
85,8
ATi Radeon X800 Pro
80,3
Leadtek WinFast A400
79,1
nVidia GeForce 6800 LE
72,7
ATi Radeon 9800 XT
65,1
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
61,2
ATi Radeon 9800 Pro
61,0
nVidia GeForce FX 5900 XT
52,3
 1280x1024:
Leadtek WinFast A400 Ultra
88,0
ATi Radeon X800 XT "PE"
87,9
Leadtek WinFast A400 GT
87,9
Leadtek WinFast A400
87,4
ATi Radeon X800 Pro
85,9
nVidia GeForce 6800 LE
81,1
ATi Radeon 9800 XT
78,4
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
75,6
ATi Radeon 9800 Pro
74,9
nVidia GeForce FX 5900 XT
65,7
 1280x1024 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
76,6
Leadtek WinFast A400 Ultra
76,5
Leadtek WinFast A400 GT
73,9
ATi Radeon X800 Pro
63,3
Leadtek WinFast A400
61,3
nVidia GeForce 6800 LE
55,1
ATi Radeon 9800 XT
47,1
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
44,8
ATi Radeon 9800 Pro
43,6
nVidia GeForce FX 5900 XT
37,4

Auch in Enemy Territory können alle drei A400-Karten mehr als überzeugen und belegen durchweg Spitzenpositionen. Einzig unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung fällt z.B. die GeForce 6800 leicht hinter die Radeon X800 Pro zurück, die allerdings schneller getaktet ist und mehr Speicher auf dem PCB hat. Die Leadtek WinFast A400 Ultra kann derweil in drei von vier Tests die Spitzenposition halten, während die A400 GT ihr durchweg auf den Fersen ist.

Doom 3

Doom 3 ist erst seit dem 12. August 2004 auf dem deutschen Markt erhältlich, gilt aber schon jetzt als ein Meilenstein in der Geschichte der PC-Spiele. Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegenen OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Zusätzlich sorgen imposante Licht- und Schatteneffekte für die nötige Gruselstimmung. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert. Zum Einsatz kam die von Entwickler id Software aufgenommen „Demo1“ und die im Spiel integrierte Timedemo-Funktion. Weitere Details zu Doom 3 gibt es in einem unser ausführlichen Artikel [13].

Doom 3 "High Detail"

 1024x768 "High" 8xAF:
Leadtek WinFast A400 Ultra
89,9
Leadtek WinFast A400 GT
87,9
ATi Radeon X800 XT "PE"
86,6
Leadtek WinFast A400
76,9
ATi Radeon X800 Pro
70,1
nVidia GeForce 6800 LE
62,1
ATi Radeon 9800 XT
46,4
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
44,2
ATi Radeon 9800 Pro
42,9
nVidia GeForce FX 5900 XT
36,0
 1024x768 "High" 4xAA/8xAF:
Leadtek WinFast A400 Ultra
67,8
Leadtek WinFast A400 GT
66,2
ATi Radeon X800 XT "PE"
55,0
Leadtek WinFast A400
51,9
nVidia GeForce 6800 LE
44,2
ATi Radeon X800 Pro
41,5
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
32,2
ATi Radeon 9800 XT
26,8
nVidia GeForce FX 5900 XT
26,1
ATi Radeon 9800 Pro
24,5
 1280x1024 "High" 8xAF:
Leadtek WinFast A400 Ultra
73,6
Leadtek WinFast A400 GT
73,0
ATi Radeon X800 XT "PE"
65,9
Leadtek WinFast A400
59,8
ATi Radeon X800 Pro
48,5
nVidia GeForce 6800 LE
44,6
ATi Radeon 9800 XT
31,8
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
30,9
ATi Radeon 9800 Pro
28,6
nVidia GeForce FX 5900 XT
25,1
 1280x1024 "High" 4xAA/8xAF:
Leadtek WinFast A400 Ultra
52,3
Leadtek WinFast A400 GT
48,2
ATi Radeon X800 XT "PE"
39,7
Leadtek WinFast A400
36,3
nVidia GeForce 6800 LE
30,9
ATi Radeon X800 Pro
29,3
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
21,9
ATi Radeon 9800 XT
18,5
nVidia GeForce FX 5900 XT
17,5
ATi Radeon 9800 Pro
15,7

Da ist sie, nVidias Rache für FarCry. In Doom 3 schafft es die GeForce 6800 Ultra dank OpenGL- und Z-Buffer-Vorteil die Ergebnisse der Konkurrenz von ATi fast zu pulverisieren. Besonders im Modus mit AA kann die Karte von Leadtek mehr als überzeugen. Noch beeindruckender ist hingegen das, was die GeForce 6800 GT an Leistung bringt. Diese Grafikkarte ist gut 100 Euro günstiger als das Ultra-Modell, liefert aber annähernd gleich gute Bildraten. Aber auch die vermeintlich kleinste GeForce, die A400, kann in Doom 3 mehr als überzeugen und jagt die Radeon X800 XT. So sieht es also aus, wenn Hardware-Entwickler einem Spieledesigner Grafikkarten auf den Leib schneidern.

Allerdings muss man die guten Ergebnisse der nVidia-Karten in Doom 3 etwas relativieren. So wie es sich herausgestellt hat, nutzt nVidia auch in Doom 3 die gleichen Mittel, mit denen sie seit Jahren auch alle Quake-3-Benchmarks gewinnen. Man ersetzt einfach einen Shader - bzw. den Hauptshader - von Doom 3 und erzielt somit weitaus bessere Werte als noch zuvor. Mittlerweile bietet ATi mit dem Catalyst 4.10 die gleiche Funktion dank Catalyst A.I. und kann so mit den nVidia-Karten gleichziehen.

Tomb Raider - AoD

Wenn der gemeine PC-Spieler an Tomb Raider denkt, kommt er wohl unweigerlich auf lustlose Rätsel, vollbusige Actionheldinnen und Clipping-Fehler. Dass „Tomb Raider - Angel of Darkness“ dennoch auf einer recht passablen Grafikengine basiert, vergessen viele dabei aber nur allzu oft. Diese zeichnet sich durch ihre große Variabilität aus, die wir uns hier zu Nutze machen wollen. Zudem unterstützt das Spiel bereits einige Effekte, die Pixel- und Vertex-Shader 2.0 voraussetzen. Zusammen mit dem Gebrauch von Bump Mapping und hochauflösenden Texturen wird das Spiel zwar nicht zum puren Augenschmaus wie z.B. FarCry, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Zum Messen benutzten wir das Programm „Bench'em'All“, das es uns erlaubt, komfortabel die eingebaute Timedemo-Funktion zu nutzen. Wir stellten die Texturqualität auf 32 Bit, aktivierten alle PS-2.0-Effekte und sollten somit auch moderne Grafikkarten in Bedrängnis bringen.

Tomb Raider - AoD v49

 1024x768:
ATi Radeon X800 XT "PE"
84,44
Leadtek WinFast A400 Ultra
82,70
Leadtek WinFast A400 GT
74,79
ATi Radeon X800 Pro
66,48
Leadtek WinFast A400
58,49
ATi Radeon 9800 XT
45,77
nVidia GeForce 6800 LE
43,65
ATi Radeon 9800 Pro
42,33
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
27,33
nVidia GeForce FX 5900 XT
23,09
 1024x768 4xAA/MaxAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
59,82
Leadtek WinFast A400 Ultra
52,44
Leadtek WinFast A400 GT
48,18
ATi Radeon X800 Pro
45,72
Leadtek WinFast A400
36,99
nVidia GeForce 6800 LE
31,92
ATi Radeon 9800 XT
30,63
ATi Radeon 9800 Pro
28,07
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
21,29
nVidia GeForce FX 5900 XT
17,90
 1280x1024:
ATi Radeon X800 XT "PE"
58,57
Leadtek WinFast A400 Ultra
56,51
Leadtek WinFast A400 GT
51,47
ATi Radeon X800 Pro
44,53
Leadtek WinFast A400
38,27
ATi Radeon 9800 XT
29,74
ATi Radeon 9800 Pro
27,41
nVidia GeForce 6800 LE
26,08
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
17,45
nVidia GeForce FX 5900 XT
14,74
 1280x1024 4xAA/MaxAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
41,81
Leadtek WinFast A400 Ultra
37,70
Leadtek WinFast A400 GT
34,86
ATi Radeon X800 Pro
31,79
ATi Radeon 9800 XT
20,95
nVidia GeForce 6800 LE
20,23
ATi Radeon 9800 Pro
19,16
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
13,70
Leadtek WinFast A400
0,00
Hinweis: keine Messung möglich *
nVidia GeForce FX 5900 XT
0,00
Hinweis: keine Messung möglich *

Auch in Lara Crofts neuestem Abenteuer liefern alle Leadtek-Karten beachtliche Leistungen ab, müssen sich aber durchweg der ATi Radeon X800 XT geschlagen geben, die hier permanent den ersten Platz okkupiert.

* Tomb Raider verweigert leider strikt den Dienst in dieser Einstellung, wenn man eine Grafikkarte von nVidia mit 128 MB Speicher nutzt. Als wir das Spiel durch einige Tricks zum Laufen bekommen hatten, produzierte es leider schwere Bildfehler, so dass wir von einer Messung abgesehen haben.

Half-Life 2 - Video Stress Test

Eigentlich sollte Half-Life 2 schon im September des Jahres 2003 erscheinen. Aus diesem Plan wurde allerdings nichts, denn ein Hacker [14] klaute Teile des Quellcodes, die nun überarbeitet werden mussten. Bis nun Half-Life 2 wirklich erscheint, hat Entwickler Valve Software allerdings schon eine Beta-Version des Multiplayer-Teils veröffentlicht. Dies ist eine Portierung des erfolgreichen Spieles „Counter-Strike“ und hört auf den Namen „Counter-Strike: Source“.

In dieser Version hat man - zur Freude der weltweiten Hardwaretester - auch eine Benchmarkfunktion integriert, die allerdings wenig mit Counter-Strike zu tun hat. Diese bietet vielmehr einen kleinen Überblick über die von der Source-Engine gebotenen Features und testet so die Performance der Grafikkarte. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung wurden im Spiel eingestellt und nicht durch den Treiber erzwungen. Verwendeten wir eine GeForce FX-Karte, zwang uns das Spiel den DirectX-8.1-Renderpfad auf, der weniger Details und keinen Pixel- und Vertexshader 2.0 beinhaltet. Zwar gibt es einen Konsolen-Befehl, mit dem man DirectX 9.0 auch auf FX-Karten erzwingen kann, allerdings zeigte dieser keinerlei Wirkung, da das Spiel immer noch auf den 8.1-Pfad zurückgriff, der doch wesentlich weniger Last auf die Grafikkarte legt. Die Werte der 5950 Ultra und der 5900 XT sind also durchaus mit Vorsicht zu genießen.

Half-Life 2 - Video Stress Test

 1024x768 "High":
ATi Radeon X800 XT "PE"
152,35
Leadtek WinFast A400 Ultra
151,62
Leadtek WinFast A400 GT
146,99
ATi Radeon X800 Pro
135,12
Leadtek WinFast A400
113,69
ATi Radeon 9800 XT
101,86
ATi Radeon 9800 Pro
96,37
nVidia GeForce 6800 LE
94,88
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
93,79
Hinweis: DirectX 8.1
nVidia GeForce FX 5900 XT
77,64
Hinweis: DirectX 8.1
 1024x768 "High" 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
133,59
Leadtek WinFast A400 Ultra
115,57
Leadtek WinFast A400 GT
103,28
ATi Radeon X800 Pro
99,50
Leadtek WinFast A400
79,28
nVidia GeForce 6800 LE
68,55
ATi Radeon 9800 XT
66,19
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
60,08
Hinweis: DirectX 8.1
nVidia GeForce FX 5900 XT
50,11
Hinweis: DirectX 8.1
ATi Radeon 9800 Pro
36,44
 1280x1024 "High":
ATi Radeon X800 XT "PE"
139,36
Leadtek WinFast A400 Ultra
129,69
Leadtek WinFast A400 GT
120,01
ATi Radeon X800 Pro
109,84
Leadtek WinFast A400
85,40
ATi Radeon 9800 XT
75,04
ATi Radeon 9800 Pro
68,54
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
68,43
Hinweis: DirectX 8.1
nVidia GeForce 6800 LE
60,14
nVidia GeForce FX 5900 XT
56,42
Hinweis: DirectX 8.1
 1280x1024 "High" 4xAA/8xAF:
ATi Radeon X800 XT "PE"
99,91
Leadtek WinFast A400 Ultra
84,32
Leadtek WinFast A400 GT
76,51
ATi Radeon X800 Pro
75,14
Leadtek WinFast A400
52,79
ATi Radeon 9800 XT
49,14
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
42,98
Hinweis: DirectX 8.1
nVidia GeForce 6800 LE
39,53
nVidia GeForce FX 5900 XT
34,06
Hinweis: DirectX 8.1
ATi Radeon 9800 Pro
30,47

Auch in Half-Life 2 schlagen sich die A400-Karten von Leadtek allesamt beachtlich. Während die A400 GT und Ultra der Radeon X800 XT dicht auf den Fersen sind, muss sich die A400 leider der X800 Pro geschlagen geben. Bleibt abzuwarten, wie die Performance aussieht, wenn das Spiel am Markt verfügbar ist.

Performancerating

Performancerating 1024x768

ATi Radeon X800 XT "PE"
99,0
Leadtek WinFast A400 Ultra
97,7
Leadtek WinFast A400 GT
93,2
ATi Radeon X800 Pro
85,7
Leadtek WinFast A400
78,6
nVidia GeForce 6800 LE
64,7
ATi Radeon 9800 XT
62,7
ATi Radeon 9800 Pro
58,7
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
56,2
nVidia GeForce FX 5900 XT
48,4
Angaben in Prozent

In unserem Rating der 1024er-Auflösung hat die Leadtek WinFast A400 Ultra hinter der Radeon X800 XT das Nachsehen. Allerdings sind die Abstände so gering, dass man wohl gut und gerne sagen kann, dass beide Grafikkarten in etwa gleich schnell sind. Die von uns schon lange als Geheimtipp betrachtete GeForce 6800 GT von Leadtek positioniert sich kurz hinter dem Führungsduo und ist dabei nicht nennenswert langsamer. Die WinFast A400 fällt hinter die Radeon X800 Pro zurück, ist allerdings auch gut 100 Euro günstiger und niedriger getaktet.

Performancerating 1280x1024

ATi Radeon X800 XT "PE"
96,8
Leadtek WinFast A400 Ultra
96,2
Leadtek WinFast A400 GT
90,4
ATi Radeon X800 Pro
78,2
Leadtek WinFast A400
72,8
nVidia GeForce 6800 LE
55,6
ATi Radeon 9800 XT
55,2
ATi Radeon 9800 Pro
50,7
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
48,6
nVidia GeForce FX 5900 XT
40,9
Angaben in Prozent

In der nächst höheren Auflösung hat wiederum Leadteks A400 Ultra ganz leicht die Nase vorn. Allerdings wieder einmal so gering, dass man auch einen klassischen Patt zwischen den beiden Erstplatzierten ausrufen könnte. Die A400 GT belegt den dritten Platz und beeindruckt weiterhin mit den meisten Frames fürs Geld. Die kleinste Karte der A400-Serie belegt derweil - wie auch schon zuvor - den guten fünften Platz und muss sich der teureren Konkurrenz geschlagen geben.

Performancerating AA & AF

ATi Radeon X800 XT "PE"
97,0
Leadtek WinFast A400 Ultra
90,2
Leadtek WinFast A400 GT
83,8
ATi Radeon X800 Pro
77,2
Leadtek WinFast A400
63,8
nVidia GeForce 6800 LE
52,5
ATi Radeon 9800 XT
50,2
nVidia GeForce FX 5950 Ultra
43,5
ATi Radeon 9800 Pro
42,8
nVidia GeForce FX 5900 XT
35,5
Angaben in Prozent

Erst, wenn man Anti-Aliasing und anisotrope Filterung ins Spiel bringt, fällt die WinFast A400 Ultra aus dem Hause Leadtek leicht hinter das ATi-Flaggschiff zurück. Ähnlich ergeht es auch der A400 GT, die ebenfalls gegenüber der X800 XT zurückfällt, aber immer noch sicher den dritten Platz belegt. Die Leadtek A400 hat das Nachsehen gegenüber einer Radeon X800 Pro, die ihrerseits näher an die 6800 GT und Ultra herankommt.

Fazit

Dreimal Leadtek WinFast A400, dreimal ein Kühlerdesign abseits nVidias Vorgaben und dreimal unterschiedliche Performance. Doch letztendlich mit einem Fazit, wie wir es ähnlich schon bei Inno3D [15] gezogen haben.

Leadtek WinFast A400:
Preis-Hammer

Leadtek WinFast A400
Leadtek WinFast A400
Zuerst wollen wir uns mit der kleinsten Karte der A400-Serie beschäftigen. So konnte die WinFast A400 trotz ihrer nur zwölf Pipelines und geringerem Chip- und Speichertakt eine sehr gute Gesamtperformance abliefern. Letztendlich muss man sich nur weit teureren Grafikkarten geschlagen geben, kommt aber recht nahe an eine gut hundert Euro teurere Radeon X800 Pro heran. Doch nicht nur die Leistung konnte uns überzeugen. Auch das Design des Kühlers, das zwar recht massiv ist, so aber für sehr gute Kühlleistungen sorgt, gefiel uns sehr. Zudem legt Leadtek recht viele Extras in den Karton der WinFast A400. Im Hinterkopf sollte man auch immer haben, dass man bei der A400 eventuell durch den RivaTuner die restlichen vier Pipelines freischalten kann. Hier bescheinigen Berichte in diversen Foren Leadteks Karten besonders gute Erfolgschancen, obwohl derartige Meldungen mit Vorsicht zu genießen sind. Fazit: Kleines Kupfermonster mit mächtig viel Feuer unter der Haube und der Option auf 16 Pipelines.

Leadtek WinFast A400 GT:
Hardware-Hammer

Leadtek WinFast A400 GT
Leadtek WinFast A400 GT
Seit wir Inno3Ds GeForce 6800 GT [16] getestet haben, sehen wir die 6800 GT - und so auch die WinFast A400 GT - quasi als einen Geheimtipp an. So kann das GT-Modell durchweg sehr gute Leistungen vollbringen und ist der großen Schwester, der A400 Ultra, stets dicht auf den Fersen. Hinzu zum durchweg positiven Gesamteindruck kommt das Design des extravaganten Leadtek-Kühlers, das wohl nur mit dem Wort „imposant“ zu beschreiben ist. Insgesamt 900 Gramm Kupfer, Plastik und Silizium ergeben eine Kombination, die vor allem durch eine gute Übertaktbarkeit und geringe Lautstärke glänzen kann. Der Preis von knapp 395 Euro erscheint zwar alles andere als moderat, ist aber gegenüber dem Ultra-Modell geradezu günstig. Fazit: 900 Gramm Kupfer, Plastik, Silizium und brachiale Power zum - unterm Strich - rationalen Preis.

Leadtek WinFast A400 Ultra:

Leadtek WinFast A400 Ultra
Leadtek WinFast A400 Ultra
Nun kommen wir zum High-End-Modell der A400-Serie. Diese lieferte dann auch - wer hätte es anders erwartet - High-End-Performance ab, allerdings zum High-End-Preis. Hier sehen auch den Hauptkritikpunkt an dieser Grafikkarte. Satte 500 Euro sind ein Haufen Geld, den wohl nicht jeder bei der gebotenen Leistung bereit ist, auf den Tisch zu legen. Allerdings ist dies dann auch mit der einzige Anlass zur Kritik, präsentiert sich Leadteks A400 Ultra sonst durchaus überzeugend. An dieser Stelle sei ein drittes Mal der massive Kupferkühlkörper erwähnt, der der A400 Ultra nicht nur zu einem kühlen Kopf sondern auch zu sehr guten Übertaktungsergebnissen verhilft. Fazit: 900 Gramm Kupfer, Plastik, Silizium und brachiale Power zu einem leider zu hohen Preis bei extrem schlechter Verfügbarkeit, die einem letztendlich die Kaufentscheidung dann schon fast wieder abnimmt.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2004/test_inno3d_geforce_6800_gt_ultra/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2004/test_inno3d_geforce_6800_gt_ultra/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/nvidia_geforce_6800_ultra/
  4. http://www.3dcenter.org/artikel/cinefx/
  5. http://www.geizhals.at/deutschland/a103712.html
  6. http://www.geizhals.at/deutschland/a110596.html
  7. http://www.geizhals.at/deutschland/a97704.html
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/amd_athlon_64_fx53_24_ghz/
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/arbeitsspeicher_chips/arbeitsspeicher_athlon_64_fx_opteron/2/#corsair_cmx512re_3200ll
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/laufwerke/lg_gsa4081b_traxdata_rw2500/
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/far_cry_version_12/
  12. http://www.computerbase.de/news/hardware/grafikkarten/2004/juli/far_cry_version_12_sm_20b/
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/grafikkartenperformance_doom_3/
  14. http://www.computerbase.de/news/software/spiele/2004/juni/halflife_2_quellcodediebe/
  15. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2004/test_inno3d_geforce_6800_gt_ultra/
  16. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2004/test_inno3d_geforce_6800_gt_ultra/
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