Einleitung
Schauen wir ein paar Monate zurück in die Vergangenheit. Vor knapp einem halben Jahr veröffentlichte Intel [1] mit i915P und i925X zwei brandneue Chipsätze, die neben einem neuen Sockel auch ein neues Bus-System in der Feature-Liste trugen. PCI Express wurde in den Consumer-Markt eingeführt; mit von der Partie war auch nVidia, die den neuen Mainboards knapp drei Monate später eine neue Grafikkartenserie zur Seite stellten. Die GeForce 6600-Serie war geboren und sollte von nun an die neue Mittelklasse bilden. Hielt sich die Nachfrage nach derartigen Karten anfänglich noch in Grenzen (der letztendlich erhörte Ruf [2] nach einer AGP-Variante war umso lauter), kommt der PCI Express-Sektor zum Weihnachtsgeschäft langsam in Fahrt.
Die Zeit ist reif und nach einer ersten Betrachtung des Referenzmodells [3] wollen wir heute einen genaueren Blick auf zwei dieser Grafikkarten aus dem Hause Leadtek werfen. Beide hören auf den Namen WinFast, sind allerdings gemäß unterschiedlicher Ansprüche auch unterschiedlich getaktet und dementsprechend mit 6600 und 6600 GT bestückt. Was diese zwei Pixelbeschleuniger mit NV43-Chip im Stande sind zu leisten, wollen wir in diesem Artikel genauer durchleuchten.
Technische Daten
Beide heute getesteten Karten entsprechen nahezu nVidias Vorgaben bezüglich der GeForce 6600er-Serie, so dass die technischen Daten im Vergleich zu Konkurrenz wie folgt aussehen:
| Radeon X700 |
Radeon X700 PRO |
Radeon X700 XT |
GeForce 6600 |
GeForce 6600 GT |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Chip | RV410 | RV410 | RV410 | NV43 | NV43 |
| Transistoren | - | - | - | ca. 146 Mio. | ca. 146 Mio. |
| Fertigung | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,11 µm |
| Taktung (MHz) | 400 | 420 | 475 | 300 | 500 |
| Renderpipes | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 |
| Pixelfüllrate | 3200 MPix/s | 3360 MPix/s | 3800 MPix/s | 2400 MPix/s | 4000 MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 3200 MTex/s | 3360 MTex/s | 3800 MTex/s | 2400 MTex/s | 4000 MTex/s |
| Vertexeinheit | DX9 VS 2.0+ | DX9 VS 2.0+ | DX9 VS 2.0+ | DX9 VS 3.0 | DX9 VS 3.0 |
| Vertexpipes | 6 | 6 | 6 | 3 | 3 |
| Interface | PEG x16 | PEG x16 | PEG x16 | PEG x 16 | PEG x16/AGP |
| SLI-Modus* | nein | nein | nein | nein | ja |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) |
| Pixelshader | PS 2.0+ | PS 2.0+ | PS 2.0+ | PS 3.0 | PS 3.0 |
| Speicher (MB) | 128 DDR | 256 GDDR3 | 128 GDDR3 | 128 DDR | 128 GDDR3 |
| Anbindung | 128 Bit | 128 Bit | 128 Bit | 128 Bit | 128 Bit |
| Speichertakt (MHz) | 350 | 430 | 525 | 250** | 500/450*** |
| Bandbreite (MB/s) | 11200 | 13760 | 16800 | 8000 | 16000 |
| RAMDAC | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz |
| Präz. pro Kanal | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) |
| US-Preis (ohne MwSt.) | $149 | $199 (256 MB) | $199 | $149 | $199 |
| * Der SLI-Modus setzt ein PCI-Express-Interface voraus | |||||
| ** Der Speichertakt der GeForce 6600 ist von den Herstellern frei wählbar. | |||||
| *** Der Speichertakt des Modells für PEG liegt bei 500 MHz, der des für AGP bei 450 MHz. | |||||
Bei der GeForce 6600 wählte Leadtek neben dem fixen Chiptakt von 300 MHz deren 275 für den verbauten DDR1-Speicher (bei der 6600 Non-GT lässt nVidia dem Hersteller eine Entscheidungsspielraum). Die GeForce 6600 GT taktet standardkonform mit 500 MHz für den Chip und 500 MHz für den Speicher vom Typ GDDR3.
Die Karten
Leadtek WinFast PX6600
Den Anfang macht das vermeintlich kleinere der beiden WinFast-Modelle. Die Grafikkarte gibt es ab 104 Euro (ab 116 Euro sofort lieferbar), wie ein Preisvergleich bei Geizhals.at [4] ergibt. Ob dieser Preis angemessen ist, werden wir allerdings erst später in den Benchmarks klären können.


Bei den Anschlüssen der WinFast PX6600 geht Leadtek den konservativen Weg und entwickelte eine Grafikkarte, die über den Standard nicht hinaus kommt. Nicht weiter verwerflich, da mehr oftmals auch schlichtweg nicht nötig ist. Und so verlötete man auf dem PCB dann einen DSub-Ausgang sowie einen für digitale Bildsignale (DVI) und einen Anschluss für den heimischen Fernseher. ViVo bietet die Karte hingegen nicht.
Beim Design der Platine der Leadtek WinFast PX6600 hielt man sich größtenteils an die Vorgaben nVidias. Dieses sieht unter anderem eine Anordnung der Speicherchips im 90-Grad-Winkel sowie keine externe Stromversorgung vor. Neue Wege geht man beim verbauten Kühlkörper. Dieser ist eine Eigenentwicklung und verfügt über einen größeren Lüfter als nVidias Referenzdesign. Zudem wurde die Kühlfläche vergrößert, so dass der Lüfter grundsätzlich weniger Arbeit verrichten muss. Dies resultiert in einem angenehm niedrigen Geräuschniveau, das etwa auf dem Niveau einer Radeon X800 liegt. Hier hat Leadtek gegenüber nVidias Lösung wirklich Fortschritte machen können.


Beim RAM setzt Leadtek auf Speicherchips der Firma Hynix. Die insgesamt 128 MB Texturspeicher werden dabei auf acht Chips aufgeteilt, die jeweils eine minimale Zugriffszeit von 3,6 ns besitzen. Getaktet wird dieser seitens Leadtek mit 275 MHz (550 MHz DDR). Der NV43-Chips läuft derweil mit 300 MHz. Die Karte besitzt kein Hardware-Monitoring.



Folgende Extras legte Leadtek der WinFast 6600 bei:
- Leadtek WinFast PX6600 mit 128 MB Texturspeicher
- Treiber-CD
- S-Video-Kabel
- Cinch-Kabel
- DVI-auf-DSub-Adapter
- ausführliche Anleitung
- Prince of Persia - The Sands of Time
- Splinter Cell - Pandorra Tomorrow
- Gun Metal
- Big Mutha Truckers
Leadtek WinFast PX6600GT
Weiter geht es mit der Leadtek WinFast PX6600GT, die in Leadteks 6600-PCIe-Serie aktuell nur durch die Extreme Version [5] übertroffen wird. Dementsprechend teurer ist diese Grafikkarte dann auch gegenüber der PX6600. Laut Geizhals.at [6] muss man momentan 179 Euro auf den hypothetischen Ladentisch legen, um eine solche Karte sein Eigen nennen zu können. Die Verfügbarkeit ist gut.


Prinzipiell gleichen sich die beiden heute getesteten Modelle wie ein Ei dem anderen. Und so verlötet man auch auf der 6600 GT einen DSub- und einen DVI-Anschluss sowie einen TV-Ausgang. ViVo sucht man auch hier vergebens.
Gegenüber dem langsamer getakteten Modell wurde auf den zweiten Blick dann aber doch einiges geändert. So wurden die Kondensatoren für die Stromversorgung, die übrigens auch hier voll über den PCI Express-Bus geregelt wird, kurzerhand rechts über den Chip verfrachtet. Zudem findet man auf der PX6600GT die Schnittstelle für den Betrieb zweier Grafikkarten gleichen Typs im SLI-Modus. Den Lüfter bzw. Kühlkörper ließ man hingegen erneut unberührt, so dass wir uns prinzipiell nur wiederholen können. Ein recht großer Lüfter und große Kühlfläche ergeben auch in diesem Fall ein leises Betriebsgeräusch auch unter Volllast.


Beim Speicher setzt man - genau wie es nVidia vorsieht - auf GDDR3-Chips. Diese kommen aus dem Hause Samsung und besitzen eine minimale Zugriffszeit von 2,0 ns. Sie sind somit für eine Taktfrequenz von bis zu 500 MHz (1 GHz DDR) spezifiziert, der von Leadtek auch konsequent ausgenutzt wird.





Folgendes legt Leadtek dem Karton der WinFast PX6600GT bei:
- Leadtek WinFast PX6600GT mit 128 MB Texturspeicher
- Treiber-CD
- S-Video-Kabel
- Cinch-Kabel
- DVI-auf-DSub-Adapter
- ausführliche Anleitung
- Prince of Persia - The Sands of Time
- Splinter Cell - Pandorra Tomorrow
- Gun Metal
- Big Mutha Truckers
Testsystem
Testsystem PCI Express:
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,4 GHz EE (Gallatin, 512 kB Level-2-Cache, 2048 kB Level-3-Cache)
- Motherboard (Timings per SPD)
- MSI 925X Neo (Sockel LGA775, Intel i925X)
- Arbeitsspeicher
- 2x256 MB Kingston DDR2-533 (4-4-4-12)
- Grafikkarten (in den Diagrammen blau eingefärbt)
- ATi Radeon X800 XT (500/500 MHz)
- ATi Radeon X700 XT
- ATi Radeon X700 Pro
- ATi Radeon X600 XT
- nVidia GeForce 6800 Ultra
- nVidia GeForce 6800 GT
- nVidia GeForce 6800 (256 MB) *
- Leadtek GeForce 6600 GT (500/500 MHz)
- Leadtek GeForce 6600 (300/275 MHz)
- nVidia GeForce PCX 5900
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital 80 GB P-ATA HDD (8 MB Cache)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 65.76
- nVidia ForceWare 66.93 für 6800er und 6600er
- ATi Catalyst 4.11
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft DirectX 9.0c
Testsystem AGP 8x:
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,4 GHz EE (Gallatin, 512 kB Level-2-Cache, 2048 kB Level-3-Cache)
- Motherboard (Timings per SPD)
- Abit IC7-G (Sockel 478, Intel i875P)
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB Samsung DDR400 (3-3-3-8)
- Grafikkarten (in den Diagrammen grau eingefärbt)
- ATi Radeon X800 XT „PE“ (520/560 MHz)
- ATi Radeon X800 Pro
- ATi Radeon 9800 XT
- ATi Radeon 9800 Pro
- nVidia GeForce 6600 GT (500/450 MHz)
- nVidia GeForce FX 5950 Ultra
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital 80 GB P-ATA HDD (8 MB Cache)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 65.76 (SM 3.0 aktiv)
- nVidia ForceWare 66.93 für GeForce 6600
- ATi Catalyst 4.11
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft DirectX 9.0c
Die Einstellungen in den Treibern der Grafikkarten nahmen wir wie folgt vor: Grundsätzlich versuchten wir die maximale Qualität zu erreichen und stellten z.B. bei allen Karten der GeForce-Serie den IQ-Regler auf die Stufe „Quality“, so dass der optimierte trilineare Filter aktiviert ist, um nicht gegenüber den ATi-Karten ins Hintertreffen zu geraten. Alle anderen Einstellungen beließen wir beim Standard, der bei der Neuinstallation des Treibers aktiviert ist. Dass der aktuelle ForceWare-Treiber von nVidia bereits das Shader-Model 3.0 unterstützt, ist durchaus wichtig, da FarCry dieses Feature in der inoffiziellen Version 1.2 ebenfalls bietet. Bei den ATi-Karten beließen wir ebenfalls die IQ-Einstellungen in den Standardeinstellungen. Sowohl nVidia- wie auch ATi-Grafikkarten sollten so während des ganzen Tests eine vergleichbare und akzeptable Bildqualität liefern.
* Da es zur Zeit noch keine GeForce 6800 für PCI Express gibt, emulierten wir diese Karte mit einer 6800 GT für PCI-E. Um insgesamt vier Pipelines deaktivieren zu können, nutzen wir den RivaTuner [7], der ein solches Feature beherrscht. Unangenehmer Nebeneffekt: Die von uns emulierte GeForce 6800 für PCI Express besitzt 256 MB Speicher, was besonders unter der Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung zum Tragen kommt. Gleiches taten wir mit der GeForce 6800 LE.
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 03 Version 340
- 3DMark 05
- AquaMark 3
- Spielebenchmarks:
- Far Cry V 1.2
- Unreal Tournament 2004
- RtCW - Enemy Territory
- Tomb Raider - Angel of Darkness
- Half-Life 2 (Counter-Strike: Source, Build 2124)
- Doom 3
Synthetische Benchmarks
3DMark 03
Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark03 aus dem Hause Futuremark. Dies veranlasste uns dazu, das Benchmarkprogramm doch noch in den Parcours zu integrieren, denn der Leser ist schließlich König. Alle Einstellungen zu Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht über den Treiber erzwungen.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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3DMark 05
3DMark 05 ist Futuremarks neuestes Produkt zum Testen von aktuellen Grafikkarten. War die Vorgängerversion noch höchst umstritten, blieb ein Eklat der 05er-Version bis jetzt erspart. Zu den Features der neu entwickelten Engine, auf der 3DMark 05 basiert, gehört unter anderem auch die Unterstützung des Shader-Model 2.0b und 3.0 aktueller ATi- und nVidia-Karten. Lief 3DMark 03 auch noch auf älteren Grafikkarten, ist für die Nutzung des neuesten Teils eine Grafikkarte mit DirectX-9.0-Fähigkeiten essentiell. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [8].
3DMark 05
Angaben in Punkten
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AquaMark 3
Weiter geht es mit AquaMark 3, welcher von den Entwicklern weitestgehend als Alternative zum 3DMark03 entworfen worden ist. Und so liegt auch diesem Benchmark eine Spieleengine zugrunde, die unter anderem auch in AquaNox 2 - Revelation Verwendung fand. Allerdings wurde diese für den AquaMark 3 nochmals auf den neuesten Stand gebracht und unterstützt nun sogar einige DirectX-9-Effekte. Alle Einstellungen zum Anti-Aliasing und zur anisotropen Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht durch den Treiber erzwungen.
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spielebenchmarks
Far Cry
Über das Spiel FarCry muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Dank einer sehr flexiblen und fortschrittlichen Engine konnten die Entwickler durch den Patch zur Version 1.2 (und nun auch 1.3) einige Neuerungen im Spiel integrieren. So beherrscht FarCry ab sofort das Shader-Model 3.0 [9] der GeForce-6800-Serie nVidias sowie das auf ATis Karten abgestimmte Shader-Model 2.0b [10]. Während ersteres nVidia-Karten zur einer weitaus effizienteren Verarbeitung der komplexen Shader durch das so genannte „Branching“ verhilft, nutzt ATi das Shader-Model 2.0b dazu, weitestgehend eine effizientere Berechnung der Lichtquellen zu erreichen. Zusätzlich beherrschen ATis R420-Karten das „Geometry Instancing“, welches eigentlich Teil des SM 3.0 ist und zu einer besseren Berechnung von Geometriedaten führt.
Um die Vorzüge der Cry-Engine zu nutzen, aktivierten wir auf allen nVidia-Karten der GeForce-6800-Serie das Shader-Model 3.0 sowie auf allen ATi X800-Karten das SM 2.0b. Die Qualitätseinstellungen im Spiel stellten wir auf das jeweilige Maximum und nahmen auch sämtliche Einstellungen bezüglich Anti-Aliasing und anisotroper Filterung im Spiel vor. Die von uns verwendete Demo wurde im Licht- und Shader-intensiven Research-Level aufgenommen.
Far Cry Version 1.2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Hinweis: Auf der ATi Radeon X800 XT sowie X700 Pro und XT für PCI Express wollte leider aus unerklärlichen Gründen das SM 2.0b nicht laufen. Trotz zwei verschiedener Testkarten mit unterschiedlichen Bios-Versionen wählte das Spiel immer den SM-2.0-Pfad, der einen signifikanten Nachteil gegenüber dem SM 3.0 und dem SM 2.0b entstehen lässt. Die Werte der Radeon X700 Pro, XT und X800 XT sind also nur unter Vorbehalt zu sehen, spiegeln sie doch nicht das wahre Leistungspotenzial der Karte wider.
Unreal Tournament 2004
Der noch immer aktuelle Ableger der „Unreal Tournament“-Serie basiert weitestgehend auf derselben Engine wie sein Vorgänger. Sie wurde grafisch um einige Effekte bereichert, so dass auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. Hinsichtlich der Soundausgabe verwendet das Spiel EAX 3.0, weicht aber auf EAX 2.0 aus, sofern die Hardware des Anwenders EAX 3.0 nicht unterstützt. Für unsere Test stand die Timedemo UMark-DM Pate, welche kostenlos auf der Website des UMark [11], einem Open-Source-Benchmark für Unreal Tournament 2003/2004, heruntergeladen werden kann.
Einstellungen:
Unreal Tournament 2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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RtCW - Enemy Territory
Fast schon ein altes Eisen in unserem Benchmarkparcours ist „RtCW - Enemy Territory“, quasi der Multiplayerteil eines indizierten Shooters mit WW2-Thematik. Enemy Territory steht bei uns stellvertretend für eine ganze Reihe von Spielen, die auf der Quake-3-Engine entwickelt worden und in den vergangenen Jahren auf dem Markt erschienen sind. Die Spieldetails stellten wir auf's Maximum und testeten mit einer Demo, die auf der Map „Radar“ erstellt worden ist. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten durch den Treiber erzwungen werden.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Doom 3
Doom 3 ist erst seit dem 12. August 2004 auf dem deutschen Markt erhältlich, gilt aber schon jetzt als ein Meilenstein in der Geschichte der PC-Spiele. Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Zusätzlich sorgen imposante Licht- und Schatteneffekte für die nötige Gruselstimmung. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert. Zum Einsatz kam die von Entwickler id Software aufgenommen „Demo1“ und die im Spiel integrierte Timedemo-Funktion. Weitere Details zu Doom 3 gibt es in einem unser ausführlichen Artikel [12].
Doom 3 "High Detail"
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Tomb Raider - AoD
Wenn der gemeine PC-Spieler an Tomb Raider denkt, kommt er wohl unweigerlich auf lustlose Rätsel, vollbusige Actionheldinnen und Clipping-Fehler. Dass „Tomb Raider - Angel of Darkness“ dennoch auf einer recht passablen Grafikengine basiert, vergessen viele dabei aber nur allzu oft. Diese zeichnet sich durch ihre große Variabilität aus, die wir uns hier zu Nutze machen wollen. Zudem unterstützt das Spiel bereits einige Effekte, die Pixel- und Vertex-Shader 2.0 voraussetzen. Zusammen mit dem Gebrauch von Bump Mapping und hochauflösenden Texturen wird das Spiel zwar nicht zum puren Augenschmaus wie z.B. FarCry, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Zum Messen benutzten wir das Programm „Bench'em'All“, das es uns erlaubt, komfortabel die eingebaute Timedemo-Funktion zu nutzen. Wir stellten die Texturqualität auf 32 Bit, aktivierten alle PS-2.0-Effekte und sollten somit auch moderne Grafikkarten in Bedrängnis bringen.
Tomb Raider - AoD v49
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2
Auch wenn Half-Life 2 nun endlich erschienen ist, mussten wir im Vorfeld der Veröffentlichung noch auf den in Counter-Strike: Source integrierten Benchmark zurück greifen. Wurde uns mit dem ForceWare-Treiber 61.77 mit PCX-Karten noch der schnellere DirectX-8.1-Pfad aufgezwungen, war dieses mit dem nun verwendeten 65.76 nicht mehr der Fall. Dieser Treiber erlaubte es uns, auch auf diesen Grafikkarten die volle Pixelpracht begutachten zu können und damit auch vergleichbare Werte abzuliefern. Allerdings mussten wir die FX 5950 Ultra immer noch mit dem 8.1-Pfad betreiben.
Half-Life 2 - Video Stress Test
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
Performancerating 1024x768
Angaben in Prozent
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In unserem ersten Rating, welches die niedrigste von uns getestete Auflösung umfasst, schlagen sich beide Karten der Firma Leadtek den Erwartungen entsprechend. So kann sich die Leadtek Winfast PX6600GT auf der Höhe des AGP-Modells (das mit nur 450 MHz-Chiptakt daher kommt) positionieren und ist der GeForce 6800 dicht auf den Fersen. Dank des hohen Chiptakt von 500 MHz kann man die GeForce 6800 LE in die Schranken weisen und auch die Radeon 9800 XT frisst nur den Staub dieser Grafikkarte.
Die Winfast PX6600 hat hier etwas unter ihrer niedrigen Taktung zu leiden und kann die Vorzüge der neuen NV4x-Architektur nur schlecht ausspielen. Trotzdem schafft man es, die GeForce PCX 5900 und ATis Radeon X600 XT hinter sich zu lassen. Etwas mehr Chip- und Speichertakt hätten dem kleinen Modell der 6600er-Reihe gut getan.
Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
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Weiter geht es mit der nächst höheren Auflösung. Hier kann sich die Winfast PX6600GT ebenfalls sehr gut platzieren und nimmt den Platz hinter der etwas teureren GeForce 6800 ein. Erneut schafft man es, die Radeon 9800 XT und die GeForce 6800 LE auf die Plätze zu verweisen. Offenbar kann die 6600 GT auch in dieser Auflösung noch von ihrem hohen Chip- und Speichertakt poriftieren und wird noch nicht allzu sehr durch das nur 128 Bit breite Speicherinterface eingeschränkt.
Die kleinere der beiden Karten leidet heir erneut unter ihren - unser Meinung nach - zu konservativen Taktraten. Und so ist wieder einmal nur der drittletzte Platz für Leadteks Winfast PX6600 drin; wieder einmal vor der GeForce PCX 5900 und der Radeon X600 XT.
Performancerating AA & AF
Angaben in Prozent
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Spätestens dann, wenn man Anti-Aliasing und anisotrope Filterung hinzuschaltet, wird die Winfast PX6600GT spürbar ausgebremst. Dies liegt in erster Linie am nur 128 Bit breiten Speicherinterface, das größeren Leistungen in diesem Bereich im Wege steht. Dies soll aber nicht heißen, dass die Grafikkarte vollkommen versagt. Ganz im Gegenteil, denn sie liefert immer noch mehr als akzeotable Ergebnisse und kann wiederum die Radeon 9800 XT hinter sich lassen, muss sich nun allerdings knapp der GeForce 6800 LE geschlagen geben.
Die Winfast PX6600 kann sich wieder einmal nur die PCX 5900 und die X600 XT vom Leibe halten und belegt ein letztes Mal den drittletzten Platz. Spätestens hier muss man bezüglich dieser Karte resümieren, dass 275 MHz Speichertakt mitsamt 128-Bit-Interface für eine moderne Grafikkarte wohl einfach zu wenig sind, um gute Leistungen auch bei hoher Qualität zu vollbringen.
Sonstiges
Lautstärke
Die Lautstärke einer Grafikkarten ohne teure Messgeräte zu begutachten, war schon immer ein Tanz auf dem Drahtseil. Wir wollen deswegen lieber Vergleiche mit anderen Karten angeben, um auch näher an der Praxis zu bleiben. Alle unsere Angaben beziehen sich auf Grafikkarten, die wir nicht in einem Gehäuse betrieben haben.
Leadteks Karten überraschten uns - im positiven Sinne. So waren beide Testkandidaten durchweg recht leise und erzeugten auch unter Last kein sonderlich nervendes Geräusch. Alles in allem bewegen sich beide Karten etwa auf dem Niveau einer Radeon X800 Pro/XT und unterhalb einer GeForce 6800 im Referenzdesign. Gegenüber nVidias Version der GeForce 6600 GT können Leadteks Karten klar punkten, was man wohl dem im Querschnitt größeren Lüfter zu verdanken hat, der einen recht großen Aluminiumkühlkörper mit Frischluft versorgen darf.
Temperatur
Alle Messungen der Temperatur wurden außerhalb eines Gehäuses vorgenommen. Das Auslesen der Werte übernahm für uns der RivaTuner, der die Fähigkeit besitzt, Werte über einen längeren Zeitraum aufzuzeichnen. Die Werte im Idle-Modus erzielten wir nach zehnminütigem Betrieb auf dem Windows-Desktop, der Last-Werte entstanden nach einem kompletten 3DMark03-Durchlauf (alle vier Gametests). Die GeForce 6600 von Leadtek lieferte uns aufgrund des fehlenden Hardware-Monitorings leider keine Werte.
Temperaturmessung
Angaben in °C
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Die von uns ermittelten Werte zeigen, dass Leadteks Konstruktion des Kühlkörpers durchaus effektiv ist. Sowohl im Idle-Modus wie auch unter Last kann die PX6600GT jeweils die Spitzenposition einnehmen und dies trotz 500 MHz Chiptakt. Angenehmer Nebeneffekt: der Kühler ist nicht nur recht potent, er ist zudem auch leiser als nVidias Referenzmodell.
Übertaktbarkeit
Von den Lesern oft verlangt und nun endlich erfüllt: Overclocking. Nachdem wir alle regulären Benchmarks durchlaufen lassen hatten, nahmen wir uns die beiden Testkandidaten noch einmal vor und durchleuchteten diese auf ihre Übertaktbarkeit. Um die so gewonnene Leistung in konkrete Zahlen zu verwandeln und die Stabilität zu testen, ließen wir die übertakteten Karten einmal den 3DMark 05 bewältigen. Folgende Ergebnisse konnten wir dabei erzielen:
3DMark 05 - Overclocking
Angaben in Punkten
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Wie unsere Werte zeigen, ist insbesondere der NV43-Chip überaus übertaktungsfreudig. Bei der WinFast PX6600GT konnten wir immerhin eine Steigerung um 81 MHz beim Chip sowie satte 102 MHz (204 MHz DDR) beim GDDR3-Speicher erzielen. Der Speicher ist eigentlich nur bis maximal 500 MHz spezifiziert. Den Vogel in Sachen Chiptakt schoss allerdings das kleinere Modell ab. Dieses ließ sich ohne große Probleme zu einer Frequenz von 452 MHz überreden, was einer Steigerung um 152 MHz entspricht. Allerdings steht hier der Speicher besseren Ergebnissen im Wege, da dieser nur 30 MHz mehr leisten wollte.
Fazit
Leadtek Winfast 6600 GT:

Leadtek Winfast 6600:






