Einleitung
Nachdem wir uns in unseren letzten beiden Artikeln zum Thema Grafikkarten vornehmlich um zwei neue Produkte aus dem Hause nVidia gekümmert haben, wollen wir wieder einmal einen Blick auf die Chips vom kanadischen Hersteller ATi werfen. Viel hat sich seit unserem großem Roundup [1] diesbezüglich zwar nicht getan, dennoch veröffentlichten einige Hersteller seitdem weitere, interessante Produkte. So hat sich vor allem die preisgünstige Mittelklasse zum Schlachtfeld der beiden großen Chipfabrikanten entwickelt; eigentlich kein Wunder, sind gerade hier doch über die pure Masse große Profite zu holen. Während nVidia also mit der GeForce FX 5700 Ultra ihr Glück versucht und zwischenzeitlich die FX 5900 XT [2] als Geheimtipp in das Rennen schickte, liefert ATi in diesen Tagen mit der Radeon 9600 XT eine durchaus konkurrenzfähige und sehr gute Grafikkarte aus, deren Stärken vor allem in der guten Shaderleistung und beim Anti-Aliasing liegen.
Als wäre die 9600 XT in Reinform noch keine gute Grafikkarte, machten sich einige Hersteller ans Werk und versuchten, nochmals etwas mehr Leistung aus dieser herauszuholen. So auch PowerColor, die mit der Radeon 9600 XT Bravo eine aufgebohrte Version der altbekannten bieten. So bietet diese Grafikkarte neben einer guten Ausstattung einen Speichertakt von 340 MHz. 40 Megahertz mehr, als das Referenzdesign verlangt. Ob die Karte aus dem Hause PowerColor sich diesen Bonus zu Nutze machen kann, wollen wir in diesem Artikel genauer klären. Mit mehr Speichertakt zum Erfolg?
Technische Daten
| Radeon 9800 Pro | Radeon 9800 XT | Radeon 9600 Pro | Radeon 9600 XT | |
|---|---|---|---|---|
| Chip | R350 | R360 | RV350 | RV360 |
| Taktung (MHz) | 380 | 412 | 400 | 500 |
| Renderpipelines | 8 | 8 | 4 | 4 |
| Füllrate (Pixel=Texel) | 3040MPix/s | 3296MPix/s | 1600MPix/s | 2000MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | |||
| Vertexshader | DX9 VS2.0 | |||
| Vertexpipes | 4 | 4 | 2 | 2 |
| Dreiecksdurchsatz | ~380MT/s | ~412MT/s | ~200MT/s | ~250MT/s |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | |||
| Pixelshader | PS 2.0 | |||
| Speicher | 256MB | 256MB | 128MB | 128MB |
| Anbindung | 256Bit DDR-II | 256Bit DDR-II | 128Bit DDR | 128Bit DDR(-II) |
| Speichertakt (MHz) | 350 | 365 | 300 | 300 |
| Bandbreite | 22400 MB/s | 23360 MB/s | 9600 MB/s | 9600 MB/s |
| Single-Pass Texturops | 16(D3D) / 8(oGL) mit Catalyst 3.8 | |||
| FSAA/AF-Technik** | SmoothVision 2.1 | |||
| RAMDAC | 2x400MHz | |||
| TV-Encoder | integriert | |||
| Genauigkeit pro Kanal° | 96Bit (FP24) | |||
| FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°° | ||||
| Min. Instr./s | 3040M+3040M | 3296M+3296M | 1600+1600M | 2000+2000M |
| Max. Instr./s | 3040M+3040M | 3296M+3296M | 1600+1600M | 2000+2000M |
| Peak Instr./s | 6080M | 6592M | 3200M | 4000M |
| ** Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. ATi verwendet für 2x und 4x-FSAA ein gedrehtes, für 6x FSAA ein sparsely sampled Raster, bei dem pro Achse sechs Samples erzeugt werden, die aber niemals Achsenkongruent sind. Das AF von ATi verwendet hier eine relativ starke Winkeloptimierung, die bei geringem Verzicht auf Bildqualität der Leistung zugute kommt. |
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| ° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann. | ||||
| °° Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [3] dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisung pro Takt und Pipeline verarbeiten. |
||||
PowerColor Radeon 9600 XT Bravo
Die Karte
Mittlerweile hat der zuständige Redakteur schon viel in seiner Karriere als Grafikkartentester gesehen, doch bei Pixelbeschleunigern mit Chips aus dem Hause ATi war es meist schnöder Einheitsbrei. Dem versucht PowerColor nun mit der Radeon 9600 XT Bravo zumindest etwas entgegenzuwirken und verpasst der Platine eine neue Kühlarchitektur. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergibt einen durchschnittlichen Preis von rund 175 Euro. Allerdings ist die Grafikkarte zur Zeit noch eher spärlich gesät, so dass sich der Preis bei voller Verfügbarkeit mit Sicherheit noch etwas nach unten regeln wird.


PowerColor präsentiert die Radeon 9600 XT Bravo wie gewohnt mit einem guten, alten D-Sub-Anschluss sowie mit einem DVI-Ausgang für die digitale Bildübertragung an TFT-Monitore. Auf einen separaten Stromanschluß konnte man verzichten, da der RV360 nicht sehr viel Strom frisst und somit die normale Stromversorgung über den AGP-Bus vollkommen ausreicht. Zusätzlich stattete PowerColor die Karte mit einem Rage Theatre Chip aus, der die beliebten VIVO-Funktionen für den obligatorischen TV-Ausgang mit sich bringt.


Im Großen und Ganzen boten sich dem Tester nur wenig handfeste Überraschungen. Das PCB ist nahezu identisch mit dem einer Standard-9600 XT und so setzt PowerColor nur mit dem originellen Kühlerdesign wirklich Akzente. Während die Lösungen von ATi meist sehr schlicht daherkommen - ausgenommen die Radeon 9800 XT - designten die Taiwanesen eine doch recht ansehnliche Apparatur, die nicht nur gut aussieht, sondern auch einiges auf dem Kasten hat. So wurde die PowerColor Radeon 9600 XT während des ganzen Testbetriebes nicht sonderlich warm und fiel auch nicht negativ durch eine besonders hohe Geräuschbelastung auf. Der mit 500 MHz getaktete Chip entwickelt offensichtlich dank seiner Architektur und der guten Fertigung in 0,13 µm breiten Strukturen keine extreme Verlustleistung. Beim Speicher setzt PowerColor auf qualitativ hochwertige Chips aus dem Hause Samsung, die die Kennung K4D263238E-GC2A tragen und eine minimale Zugriffszeit von 2,86 ns besitzen. Da die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo aber standardgemäß „nur“ mit 340 MHz getaktet wird, ließ man hier etwas Luft nach oben. Ein kurzer, stichprobenartiger Test ergab, dass sich der Speicher auch noch bei realen 380 MHz ohne weitere Probleme betreiben lässt. Auf der Vorderseite der Grafikkarte wird der Texturspeicher noch zusätzlich passiv gekühlt und zumindest die Chips rechts neben dem RV360 bekommen auch noch etwas Frischluft vom Lüfter ab. Wirklich notwendig ist diese Maßnahme allerdings nicht, entwickeln die Samsung-Chips doch während des Betriebs keine sonderlich große Abwärme, so dass die Rückseite des PCBs vollkommen ohne Kühlmaßnahmen auskommt. Die 128 MB Speicher wurden auf insgesamt acht Chips verteilt.


Lieferumfang
Nachdem man lange beim Lieferumfang gespart hat, fangen die Hersteller langsam aber sich wieder an, ihre "Geiz-ist-geil-Attitüde" beiseite zu legen. Die bringt nämlich reichlich wenig, wenn alle Hersteller am Markt sie verfolgen. Den Kunden freut es, denn der bekommt "Gratis"-Spiele und andere Software. Der Lieferumfang der PowerColor Radeon 9600 XT Bravo sieht wie folgt aus:
- PowerColor Radeon 9600 XT Bravo mit 128 MB Texturspeicher
- Handbuch (deutsch)
- DVI-auf-D-Sub-Adapter
- S-Video-auf-Cinch-Adapter
- Cinch- und S-Video-Kabel
- InterVideo WinDVD 4
- Spiele Tomb Raider - Angel of Darkness und Big Mutha Truckers
- Radeon 3D Games Pack bestehend aus Tom Clancy's Splinter Cell, Warcraft III - Reign of Chaos, Will Rock, Breed, Collin McRae Rally 3 und TOCA Race Driver



Testsystem
- Prozessor
- Intel Pentium 4 C 3,0 GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Motherboard (Timings per SPD)
- Abit IC7-G [4] (Intel i875P Chipsatz, PAT aktiviert, Bios-Version 1.8)
- Arbeitsspeicher
- 2 x 512MB DDR400 Samsung-CCC 3-3-3-8
- Grafikkarten
- PowerColor Radeon 9600 XT Bravo
- MSI GeForce FX 5700
- AOpen Aeolus FX 5900 XT
- Inno3D GeForce FX 5950 Ultra
- Leadtek WinFast A380 Ultra TDH
- AOpen GeForce FX 5700 Ultra
- MSI GeForce FX 5950 Ultra
- Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960
- Asus Radeon 9800 XT
- Asus Radeon 9600 XT
- PowerColor Radeon 9800 XT
- PowerColor Radeon 9800 Pro 128 MB
- PowerColor Radeon 9800 Pro 256 MB
- Sapphire Atlantis Radeon 9800 XT
- Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT
- Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro
- Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 128 MB
- Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB
- nVidia GeForce FX 5900 Ultra
- Peripherie
- TDK 48/24/48B
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital WD800JB (8MB Cache)
- Treiberversionen
- ATi Catalyst 3.9
- nVidia ForceWare 52.16
- Intel Inf-Treiber 5.10.1003 (Intel)
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP1
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft Windows Movie Maker 2.0
- Microsoft DirectX 9.0b
Benchmarks
Wirft man einen Blick auf die Seitenabrufzahlen unserer Artikel, so fällt auf, dass trotz einiger Kontroversen die Produkte aus dem Hause Futuremark stets großen Anklang bei unseren Lesern finden. Diese Tatsache im Hinterkopf, beschlossen wir auch in diesem Artikel 3DMark 03 Version 340 zum Zuge kommen zu lassen. Im Vergleich zur Version 330 ergaben sich bei ATi-Karten keine Verschiebungen, ganz im Gegenteil zu nVidia. Hier hatte man offensichtlich im 52.15 ForceWare-Treiber einige Optimierungen diesbezüglich eingebaut. 3DMark 2001 strichen wir aus dem Programm, da dort langsam aber sicher eine immer größer werdende CPU-Limitierung greift. Bei der Auswahl der Spiele griffen wir auf Altbewährtes zurück und nahmen gleichzeitig mit Enemy Territory einen relativ neuen Vertreter der OpenGL-Fraktion auf Basis der Quake 3-Engine mit ins Programm. AquaNox 2 - Revelation ist sogar seit dem neuesten Patch um einige DirectX 9-Effekte reicher und unterstützt ebenso Intels HyperThreading-Technologie. Halo gehört ebenfalls zur neuen Spiele-Generation und unterstützt einige Effekte nach Pixel-Shader 2.0. Bei Unreal Tournament 2003 griffen wir nicht auf die altbewährte eingebaute Benchmarkfunktion zurück, sondern bedienten uns der Pyramid-Demo der Kollegen vom 3DCenter. Diese simuliert unser Meinung nach besser echtes Gameplay und wirkt viel weniger synthetisch als der Flyby-Modus des normalen Benchmarks.
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 03 (v. 340)
- AquaMark 3
- Spielebenchmarks:
- Unreal Tournament 2003 - Pyramid Demo
- RtCW - Enemy Territory
- AquaNox 2 - Revelation
- X2 - The Threat
- Halo - Combat Evolved
Synthetische Benchmarks
3DMark 03
- Offizielle Website:
Futuremark.com [5]
- Download:
ComputerBase [6]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 340.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Informationen:
- Der vor einigen Monaten veröffentlichte 3DMark03 ist umstritten wie kein anderer. Nachdem in ersten Tests die Karten von nVidia nicht so gut aussahen wie die von Erzkonkurrent ATi, gab es heftige Kontroversen um diesen Benchmark, welche sogar so weit gingen, dass nVidia extra einen Treiber schrieb, der auf den 3DMark03 optimiert war, um zu zeigen, wie anfällig dieser Benchmark für speziell angepasste Treiber sei. Mit einem Performance-Gewinn von knapp 50% gegenüber den regulären Treibern gelang dies auch eindrucksvoll.
Trotzdem wird auch der 3DMark03 eine gewichtige Rolle bei den meisten Tests spielen und da er auf großes Interesse seitens unserer Leser stößt, werden wir ihn auch nicht komplett unter den Teppich kehren.
FSAA und AF wurden komplett im 3DMark03 eingestellt.
- Der vor einigen Monaten veröffentlichte 3DMark03 ist umstritten wie kein anderer. Nachdem in ersten Tests die Karten von nVidia nicht so gut aussahen wie die von Erzkonkurrent ATi, gab es heftige Kontroversen um diesen Benchmark, welche sogar so weit gingen, dass nVidia extra einen Treiber schrieb, der auf den 3DMark03 optimiert war, um zu zeigen, wie anfällig dieser Benchmark für speziell angepasste Treiber sei. Mit einem Performance-Gewinn von knapp 50% gegenüber den regulären Treibern gelang dies auch eindrucksvoll.
3DMark 03
Angaben in Punkten
|
Wie nicht anders erwartet, kann sich die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo im polarisierenden 3DMark 03 vor den Konkurrenten von Sapphire setzen. Die effektiv 30 MHz mehr Speichertakt zeigen hier also Wirkung und verhelfen der Karte von PowerColor zu einem Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann. Schaltet man Anti-Aliasing und anisotrope Filterung hinzu, kann man sogar einer GeForce FX 5900 XT gefährlich werden. Die GeForce FX 5700 Ultra von nVidia wird derweil klar distanziert. Im Großen und Ganzen kann sich das Ergebnis der PowerColor Radeon 9600 XT Bravo also sehen lassen.
AquaMark 3
- Offizielle Website:
AquaMark3.com [7]
- Download:
AquaMark3.com [8]
- Kostenpunkt: kostenlos, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Commercial-Version mit allen Features
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024 jeweils mit und ohne AA und AF
- Commercial-Version mit allen Features
- Informationen:
- Auf Basis der mittlerweile schon recht bekannten Krass-Engine entwickelten die Programmierer von Massive Developement AquaMark 3. Angereichert mit einigen schönen Effekten soll dies laut den Entwicklern der erste DirectX 9-fähige Reality-Benchmark der Welt sein. Neben einigen Pixel-Shader 2.0-Effekten unterstützt die Krass-Engine in der neuesten Version auch Partikeleffekte und vieles mehr. Mit dabei sind auch solch innovative Techniken wie Intels HyperThreading. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung wurden komplett im AquaMark 3 eingestellt und mussten somit nicht durch den jeweiligen Treiber erzwungen werden.
AquaMark 3
Angaben in Punkten
|
Auch im AquaMark 3 kann das Produkt aus dem Hause PowerColor überzeugen. Die kontinuierlich guten Leistungen bescheren ihr einen Platz direkt hinter der GeForce FX 5700 Ultra und - wie wieder einmal nicht anders zu erwarten - vor der Sapphire Radeon 9600 XT Fireblade Edition. Schaltet man die beiden qualitätsfördernden Mittel hinzu, kommt die Karte von PowerColor sogar nahe an die Leistung einer GeForce FX 5900 XT heran.
Spielebenchmarks
Unreal Tournament 2003
- Offizielle Website:
UnrealTournament2003.com [9]
- Download:
Atari.com [10]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Vollversion 2225.
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x960 jeweils Flyby und Botmatch
- Vollversion 2225.
- Informationen:
- Unreal Tournament 2003 ist ein weiterer Klassiker in unserem Benchmarkparcours, der mittlerweile doch schon einige Monate auf den Buckel hat, dennoch aber immer noch einige nette Effekte bietet. Leider ist auch dieses Spiel nichts anderes als ein auf DirectX 7 mit ein paar DirectX 8-Effekten. Die Benchmarks der Vollversion 2225 sind nicht mit den Ergebnissen der Demo-Version vergleichbar.
Wir verwendeten nicht den Flyby-Benchmark, sondern wie Pyramid2003-Demo von 3DCenter.org [11]. Im Gegensatz zu sowohl FlyBy- als auch Botmatch-Modus des integrierten Benchmarks sind hier die erzielten Frameraten spürbar niedriger. Man muss jedoch auch sagen, dass Unreal Tournament 2003 nicht die Frameraten eines Quake3 benötigt, um sich anständig spielen zu lassen. Viele sind der Meinung, dass bereits ein Durchschnitt von etwa 40-45 fps im Pyramid-Timedemo, das auf der Map CTF-Face3 aufgenommen wurde und ein intensives Capture-The-Flag mit wenig Taktik und viel Action zeigt, ausreicht, um das Spiel flüssig spielen zu können.
- Unreal Tournament 2003 ist ein weiterer Klassiker in unserem Benchmarkparcours, der mittlerweile doch schon einige Monate auf den Buckel hat, dennoch aber immer noch einige nette Effekte bietet. Leider ist auch dieses Spiel nichts anderes als ein auf DirectX 7 mit ein paar DirectX 8-Effekten. Die Benchmarks der Vollversion 2225 sind nicht mit den Ergebnissen der Demo-Version vergleichbar.
Unreal Tournament 2003 - Pyramid
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch im mittlerweile schon etwas betagten Unreal Tournament 2003 bot sich uns ein Bild mit großem Wiedererkennungswert. So kann die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo durchweg mit der starken Konkurrenz von nVidia und aus dem eigenen Hause mithalten und - 30 MHz mehr Speichertakt sei Dank - die Karte von Sapphire hinter sich lassen.
RtCW - Enemy Territory
- Offizielle Website:
Enemy-Territory.com [12]
- Download:
4Players.de [13]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Vollversion v1.0
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024, s_mute 1, timedemo 1, Demo "Radar"
- Vollversion v1.0
- Informationen:
- Basierend auf dem indizierten RtCW, welches wiederum auf der Quake3-Engine fußt, bietet das kostenlos erhältliche und separat lauffähige Add-on Enemy Territory puren Multiplayer-Spass auf den verschiedensten Maps.
Grafik- und Detailfülle sind gegenüber RtCW noch einmal gestiegen, so daß neben der CPU auch die Grafikkarte eine Menge in der von uns getesteten Radar-Demo zu tun bekommt.
FSAA und AF wurden komplett per Treiber erzwungen, was unter OpenGL aber kein Problem darstellen dürfte.
- Basierend auf dem indizierten RtCW, welches wiederum auf der Quake3-Engine fußt, bietet das kostenlos erhältliche und separat lauffähige Add-on Enemy Territory puren Multiplayer-Spass auf den verschiedensten Maps.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
In Enemy Territory trafen wir wieder einmal auf ein altbekanntes Bild. So profitieren in diesem Spiel vor allem die Karten von nVidia von ihrer guten OpenGL-Leistung, büßen beim Vorsprung jedoch unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung sowie in höheren Auflösungen wieder ein. Die Radeon-Architektur scheint mit diesen Umständen einfach besser zurecht zu kommen, kann sich trotzdem aber nicht gegenüber der Konkurrenz profilieren.
AquaNox 2 - Revelation
- Offizielle Website:
AquaNox-Portal.com [14]
- Download:
AquaNox-Revelation.com [15] (Demoversion)
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Vollversion 2.159 (Alle Patches ab 2.149 sind benchmarktauglich. Ab 2.159 setzt das Spiel zwingend Direct X 9 voraus und verwendet die um einige Effekte erweiterte Engine des AquaMark 3), Neopolis-Spielstand
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024 jeweils mit und ohne AA und AF, "AquaNox 2 Revelation.exe -s map/5h3/script/5h3 -altf4"
- Vollversion 2.159 (Alle Patches ab 2.149 sind benchmarktauglich. Ab 2.159 setzt das Spiel zwingend Direct X 9 voraus und verwendet die um einige Effekte erweiterte Engine des AquaMark 3), Neopolis-Spielstand
- Informationen:
- Mit Aquanox 2 - Revelation erlebt die vom deutschen Entwicklerteam Massive Development geschaffene Krass-Engine nun schon ihren zweiten Frühling. Das zunächst als recht träge verschriene Aquanox 2 Revelation schaffte mit dem Patch auf Version 2.159, den auch wir zum Testen aufgespielt haben, unter anderem durch die Nutzung von DirectX9-Shadern zur Rendering-Pass Reduzierung den Sprung auf einen mehr als akzeptablen Performance-Level.
Zumindest eine Grafikkarte, die 2.0-Shader nach DirectX9 in Hardware ausführen kann, sollte es jedoch schon sein, damit die detailliert texturierte Unterwasserwelt flüssig auf den Bildschirm gerendert wird.
Getestet wurde die Neopolis-Zwischensequenz nach den Einstellungen der Benchmark-Vorgabe des 3D-Center [16], also mit allen Details, die zum Teil sogar schon DirectX9-Shader beinhalten.
AF wurde per Schieberegler im Spiel selber eingestellt, aber von der FSAA-Einstellung, die Aquanox2 bietet, haben wir sicherheitshalber Abstand genommen, da dort nur DirectX9-konforme Qualitätsstufen angeboten werden, die aber nicht notwendigerweise mit den tatsächlichen AA-Stufen korrelieren müssen. Wir haben es daher per Treiber aktiviert.
- Mit Aquanox 2 - Revelation erlebt die vom deutschen Entwicklerteam Massive Development geschaffene Krass-Engine nun schon ihren zweiten Frühling. Das zunächst als recht träge verschriene Aquanox 2 Revelation schaffte mit dem Patch auf Version 2.159, den auch wir zum Testen aufgespielt haben, unter anderem durch die Nutzung von DirectX9-Shadern zur Rendering-Pass Reduzierung den Sprung auf einen mehr als akzeptablen Performance-Level.
AquaNox 2 - Revelation
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Während die Standard-Auflösungen in diesem Spiel vor allem von nVidia dominiert werden, müssen sich diese Grafikkarten unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung allerdings die Blöße geben. Hier bricht ihre Performance teilweise dramatisch ein, so dass in 1280x1024 mit 4xAA und 8xAF unser heutiger Testkandidat sogar eine GeForce FX 5900 XT hinter sich lässt. Die FX 5700 Ultra schlägt man mit fast 15 FPS Vorsprung.
X2 - The Threat
- Offizielle Website:
Egosoft.com [17]
- Download:
EgoSoft.com [18]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024 bei 32 Bit, bumpmaps, fullscreen
- Default-Benchmark
- Informationen:
- X2 The Threat ist ein aktuelles Spiel auf Basis einer recht leistungsstarken 3D-Engine und wurde von der deutschen Firma EgoSoft entwickelt. In der uns vorliegenden, selbstlaufenden Demo-Version ist bereits eine Benchmark-Funktion eingebaut, die wir für unsere Zwecke genutzt haben. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung wurden komplett durch den Treiber erzwungen.
X2 - The Threat
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Nichts Neues im Staate Dänemark. So sahen wir auch in X2 - The Threat das uns bekannte Bild. Während die Radeon 9600 XT Bravo von PowerColor das ebenbürtige Modell von Sapphire hinter sich lassen kann, muss man sich ohne Anti-Aliasing und anisotrope Filterung einer GeForce FX 5700 Ultra geschlagen geben. Erst wenn man diese beiden qualitätsfördernden Einstellungen aktiviert, kann die Radeon 9600 XT ihre Stärken ausspielen und kann an der unmittelbaren Konkurrenz von nVidia vorbeiziehen.
Halo - Combat Evolved
- Offizielle Website:
halo.bungie.net [19]
- Download:
Chip.de [20]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion, 131 MB
- Was benchen wir?
- Vollversion v1.02
- Besondere Einstellungen: 1024x768 und 1280x1024, Timedemo-Modus
- Vollversion v1.02
- Informationen:
- Halo sollte ursprünglich bereits vor einigen Jahren für den PC veröffentlicht werden, drehte letztendlich aber eine Ehrenrunde und erschien zuerst für die Xbox. Der vor Kurzem veröffentlichte PC-Ableger wurde auf Verlassung von Bungie in den Studios von Gearbox Software entwickelt und kann gegenüber der Xbox-Version mit einigen Extras punkten. Neben einem erweiterten Multiplayer-Modus, beherrscht das Spiel nun Auflösungen jenseits der 1280x1024. Leider ist die Grafik nicht mehr ganz auf dem Stand eines Half-Life 2, kann aber dennoch durch den Einsatz von Shadern (z.B. für die Wasseranimationen) so manch Spieler entzücken. Aufgrund eines Treiberfehlers mussten wir unter Verwendung einer ATi-Karte die Mipmap-Detailstufe auf "Höchste Qualität" stellen, da sonst die Texturen nicht richtig wiedergegeben werden. FSAA und AF konnten wir leider nicht auf nVidia-Karten anwenden. Erzwungen wir dieses im Detonator-Treiber wollte das Spiel unter den gewählten Einstellungen nicht starten und begrüßte uns mit einer Fehlermeldung.
Halo - Combat Evolved
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch in Halo bietet die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo eine durchweg gute Leistung, die nahe an die einer GeForce FX 5700 Ultra herankommt. Die Sapphire Radeon 9600 XT Fireblade Edition wird auch in diesem Benchmark wieder einmal denkbar knapp auf die Plätze verwiesen.
Leistungsrating
Nach dem durchweg positiven Feedback aus unserem letzten Artikel zur MSI GeForce FX 5700 [21] wollen wir das Leistungsrating am Ende eines jeden Artikels nun auch bei den Grafikkarten fortsetzen. In die einzelnen Diagramme fließen alle Werte der jeweiligen Kategorie ein.
Leistungsrating 1024x768
Angaben in Prozent
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Wie nicht anders erwartet, kann sich die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo vor dem Konkurrenten von Sapphire in der Fireblade Edition platzieren. Dies ist letztendlich kaum verwunderlich, besitzt das Modell von PowerColor doch effektiv 30 MHz mehr Speichertakt. Um eine in dieser Disziplin sehr gute GeForce FX 5700 Ultra zu erreichen, reicht es wieder einmal nicht ganz. Ist man jedoch risikobewusst, kann man die PowerColor Radeon 9600 XT noch weiter übertakten und so zur Konkurrenz von nVidia aufschließen und sie teilweise sogar überholen (die man daraufhin natürlich auch wieder übertakten könnte ;-) ).
Leistungsrating 1280x1024
Angaben in Prozent
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In der höheren Auflösung sieht es wieder ganz ähnlich aus. So kann sich die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo weiterhin vor der etwas langsameren 9600 XT von Sapphire behaupten und die Lücke zur GeForce FX 5700 Ultra verkleinern. Die Architektur der Radeon-Chips kommt besser mit höheren Auflösungen zurecht als die der Konkurrenz von nVidia. Dies belegt auch die Tatsache, dass man die normale FX 5700 noch weiter distanziert und dieser kaum mehr eine Chance lässt.
Leistungsrating 4xAA/8xAF
Angaben in Prozent
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Anti-Aliasing und anisotrope Filterung liegt den Chips von ATi einfach besser. Anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass die ersten vier Plätze unseres Ratings allesamt von ATi-Karten belegt werden. Aber auch unsere PowerColor Radeon 9600 XT Bravo profitiert von diesem Umstand und positioniert sich wieder einmal sehr gut. Der Vorsprung vor dem Modell von Sapphire ist zwar nur minimal, die GeForce FX 5700 Ultra wird aber dennoch weit hinter sich gelassen. Wer gerne mit Anti-Aliasing oder anisotroper Filterung spielt, der ist mit der Radeon 9600 XT aller Coleur sehr gut bedient.
Fazit
Und wieder einmal liegt ein Fazit vor uns und wieder einmal muss der zuständige Redakteur eine weitgreifende Entscheidung treffen. Nachdem er also die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo durch diverse Benchmarks gejagt und auf Herz und Nieren getestet hat, bleibt ihm eigentlich gar nichts anderes mehr übrig, als dem Probanden eine Empfehlung auszusprechen. So muss sich die Radeon 9600 XT - hier mit 340 MHz Speichertakt - wahrlich nicht vor der Konkurrenz verstecken und punktet vor allem unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung. In diesem Bereich wird das Potential der Architektur des RV360, der auch mit verhältnismäßig wenig Speicher überzeugen kann, besonders offensichtlich, kann man doch die weitaus höher getaktete Konkurrenz von nVidia hinter sich lassen. Ohne diese beiden zusätzlich aktivierbaren Optionen liegt die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo weiterhin gut im Rennen, muss sich aber einer GeForce FX 5700 Ultra knapp geschlagen geben, die dank brachialer Megahertzpower einen Vorsprung von zwei bis drei Prozentpunkten herausarbeiten kann - jedoch wesentlich teurer ist. An die momentan omnipräsente GeForce FX 5900 XT kommt man leider aber nicht heran. Ob dies durch die bessere Bildqualität der ATi-Chips ausgeglichen werden kann, liegt im Ermessen der Leser.
Trotz der knappen Niederlage in zwei von drei Ratingbereichen ist die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo eine sehr gute Grafikkarte, die dem zukünftigen Besitzer mit Sicherheit Freude bereiten wird und dies nicht zuletzt dank der guten Architektur, die auch noch in Zukunft ihren Mann stehen sollte. Die ebenfalls leicht übertaktete Sapphire Fireblade Edition schlägt sie konsequent und kostet derzeit sogar weniger. Daumen hoch!

