Einleitung
Vor vielen Jahren kamen die Ingenieure der Grafikchipschmiede 3dfx auf die Idee, die anfallenden Grafikberechnungen doch einfach auf zwei Karten aufzuteilen. Die eine Zusatzkarte berechnete die graden, die andere die ungeraden Bildschirmzeilen. Was dabei heraus kam war revolutionär und ein echter Verkaufsschlager zu Zeiten des Voodoo². Der Kaufpreis von anfangs rund 500 DM pro Karte war zwar hoch, aber die Enthusiasten gaben bereits damals viel Geld für die PC-Technik aus. Ein besonderes Mainboard wurde - der Voodoo² fußte auf PCI - nicht benötigt.
Mitte dieses Jahres verkündete nun nVidia (man hatte Ende 2000 die Firma 3dfx aufgekauft) die Wiederauferstehung der Abkürzung SLI. Statt „Scan Line Interleave“ bedeutet die Abkürzung jetzt „Scalable Link Interface“, ein kleiner, aber gewichtiger Unterschied. Statt einer abwechselnden Zeilenberechnung hat nVidia zwei verschiedene Rendering-Techniken entwickelt: „Alternate Frame Rendering“ (AFR) (hier rechnet die eine Grafikkarte alle geraden Frames und die andere alle ungeraden Frames) und „Split Frame Rendering“ (SFR) (hier teilen sich beide Grafikkarten die Arbeit an jedem Frame). Bei beiden Techniken werden die Daten digital zwischen den Grafikkarten übertragen. Die Bildausgabe übernimmt die primäre Grafikkarte, welche dann die Bilder zusammen- oder anfügt. Zur Datenübertragung wird nicht nur der PCI E-Bus genutzt, sondern auch die zusätzliche Steckverbindung in Form des SLI-Steckers. nVidia spricht von einer Übertragungsgeschwindigkeit bis etwa 1 GB/s, genaue Daten werden jedoch nicht preisgegeben.


Auf Grund der Verwaltungsaufgaben, des Datentransfers zwischen den Grafikkarten und der möglicherweise ungleichen Aufgabenverteilung verdoppelt sich die GPU-Leistung nicht. nVidia spricht von einer etwa 60 bis 80 Prozent höheren Leistung gegenüber einer einzelnen Grafikkarte. Wichtig ist noch der Hinweis, daß die SLI-Technik nur bei PCI-Express-Grafikkarten funktioniert, die über die SLI-Schnittstelle verfügen. Zur Zeit sind dies die nVidia 6600GT und alle Modelle der nVidia 6800-Familie (außer 6800 LE).
Ob sich die genannten Zuwachsraten bewahrheiten, welche Lautstärke, welche Temperaturen und welche Stromkosten auf den interessierten Leser nach der Anschaffung zukommen, das werden wir im Laufe des Artikels zeigen. Die im Test verwendeten Grafikkarten stammen aus dem Hause Leadtek und ASUS, von Asus wurde auch das Mainboard zur Verfügung gestellt.
Technische Daten
Als erstes werfen wir einen Blick auf die technischen Daten der vorliegenden Grafikkarten, erweitert um das kleinere Modell der jeweiligen Serie.
| GeForce 6600 |
GeForce 6600 GT |
GeForce 6800LE |
GeForce 6800 |
GeForce 6800 GT |
GeForce 6800 Ultra |
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|---|---|---|---|---|---|---|
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| Chip | NV43 | NV43 | NV41 | NV41 | NV45 | NV45 |
| Transistoren | ca. 146 Mio. | ca. 146 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. |
| Fertigung | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm |
| Taktung (MHz) | 300 | 500 | 300 | 325 | 350 | 400 |
| Renderpipes / ROPs | 8/4 | 8/4 | 8/16 | 12/16 | 16/16 | 16/16 |
| Pixelfüllrate | 1200 MPix/s | 2000 MPix/s | 2400 MPix/s | 3900 MPix/s | 5600 MPix/s | 6400 MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 2400 MTex/s | 4000 MTex/s | 2400 MTex/s | 3900 MTex/s | 5600 MTex/s | 6400 MTex/s |
| Vertexeinheit | DX9 VS 3.0 | DX9 VS 3.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 |
| Vertexpipes | 3 | 3 | 5 | 5 | 6 | 6 |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) |
| Pixelshader | PS 3.0 | PS 3.0 | PS3.0 | PS3.0 | PS3.0 | PS 3.0 |
| Speicher (MB) | 128 DDR | 128 GDDR3 | 128 MB DDR | 128 MB DDR | 256 GDDR3 | 256+ GDDR3 |
| Anbindung | 128 Bit | 128 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit |
| Speichertakt (MHz) | 250* | 500 | 350 | 350 | 500 | 550 |
| Bandbreite (MB/s) | 8000 | 16000 | 22400 | 22400 | 32000 | 35200 |
| RAMDAC | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz |
| SLI | nein | ja | nein | ja | ja | ja |
| Präz. pro Kanal | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) |
| * Der Speichertakt der GeForce 6600 ist von den Herstellern frei wählbar. | ||||||
Auch die Treiber spielen eine große Rolle bei SLI, denn erst durch sie wird das Zusammenspiel der beiden Grafikkarten koordiniert. Im Moment steht dafür offiziell nur der ForceWare-Treiber 66.93 zur Verfügung und jede Anwendung (Spiel) benötigt ein besonderes Profil, um SLI nutzen zu können. Allerdings gibt es nicht für jedes Spiel ein Profil und einige noch relativ aktuelle Spiele werden durch SLI gar nicht erst unterstützt. Kommende Treiber werden hier jedoch Abhilfe schaffen. Der Benutzer ist also vorerst gerade bei kommenden Spielen von der Arbeitswut der nVidia-Ingenieure abhängig, denn selber kann man die nötigen Profile leider nicht erstellen.
Testweise haben wir auch den SLI-Stecker zwischen den beiden Grafikkarten entfernt. Ein Betrieb ist so zwar möglich, allerdings brechen die Frameraten gravierend ein und die Ergebnisse liegen unter denen einer einzelnen Grafikkarte.
Die Hardware
ASUS Extreme N6600GT
Zum Test standen uns die ASUS Extreme N6600GT und die Leadtek WinFast PX6800GT zur Verfügung. Beide Hersteller halten sich beim PCB an die Layout-Vorgaben von nVidia, nur zur Kühlung werden eigens erdachte Lösungen verwendet.







ASUS setzt beim Kühler auf Kupfer als Material, die Form entspricht jedoch der des Standard-Kühlers. Dieser Kühler wird nur durch zwei Push-Pins befestigt, die auch für den nötigen Anpressdruck des Kühlers auf dem Silizium sorgen. Wer bei der Montage der Grafikkarte allerdings an der falschen Stelle auf den Kühler drückt, stellt fest, dass dieser über eine Ecke der GPU kippen kann. Nicht gerade sehr gesund für das empfindliche Silizium, wie die Bilder des Kühlers und der GPU zeigen.
Zusätzlich hat ASUS die Speicher-Chips, Samsung GDDR3 mit 2,0 ns, mit kleinen Kupfer-Kühlern versehen, was jedoch mehr optisch Eindruck schindet, als dass es eine technische Notwendigkeit darstellen würde. Um sich von anderen Anbietern von 6600GT-Grafikkarten abzuheben, hat ASUS das PCB der Grafikkarte blau eingefärbt, was sicher so manchen Modding-Fan freuen wird.
Neben dem normalen VGA-Ausgang stehen ein DVI-Ausgang und ein TV-Ausgang zur Verfügung. Auf eine ViVo-Funktion verzichtet ASUS, ob eine entsprechend ausgestattete Version in den Handel kommt, ist uns nicht bekannt.
Im etwa 41x23x5 cm (LxBxH) großen Karton verliert sich die Grafikkarte fast, allerdings packt der Hersteller noch einige Goodies mit hinein. Eine DIN A4 große, bebilderte, 14-sprachige Kurzanleitung gibt Auskunft über Montage und Inbetriebnahme der ASUS Extreme N6600GT. Folgende CDs liegen der Packung bei:
- Treiber-CD
- Bedienungsanleitung
- Joint Operations
- AsusDVD DVD-Software-Player
- Cyberlink PowerDirector 3DE
- Cyberlink Medi@Show SE 2.0
Als zusätzliche Hardware liegt ein Kabel für TV-Out auf Cinch, sowie ein Adapter von DVI auf VGA bei. ASUS gewährt drei Jahre Hersteller-Garantie, der Straßenpreis liegt bei etwa 190 Euro.
Leadtek WinFast PX6800GT TDH
Die Schwester-Modelle für den AGP-Bus aus dem Hause Leadtek haben wir ja bereits ausführlich vorgestellt und auch bei der PCIe-Version der 6800er-Grafikkarten werden die gleichen riesigen Kupferkühler [1] verwendet (GT und Ultra). Nicht nur, dass die Kartenrückseite eine dicke Kupferplatte aufweist, auch die Spannungsversorgung wurde mit einem Kühlkörper versehen. Diese beiden Zusatzkühler werden durch den Luftstrom des Lüfters mit gekühlt. Wer sich durch solch eine Kühlerkonstruktion von den Mitbewerbern absetzt, der darf auch standardmäßiges grünes PCB für die Platine verwenden. Der PX6800GT stehen im Gegensatz zur AGP-Version zwei DVI-Ausgänge zur Verfügung, begleitet werden sie von einem TV-Ausgang. Um der Karte im Gehäuse den wegen des hohen Gewichtes dringend notwendigen Halt zu gewähren, ist das Slotblech für zwei Slots konstruiert. Nach dem Abbau der Kühlerkonstruktion wird auch der Blick auf den Speicher ermöglicht. Das GDDR3-RAM stammt - wie bei ASUS - aus dem Hause Samsung und weist identische 2,0 ns Zugriffszeit auf. Um Speicher und GPU auch mit ausreichend Leistung versorgen zu können, hat Leadtek den nötigen Stromstecker als 6-polige PEG-Version ausgeführt. Zum leichteren Ein- und Ausstecken wurde das PCB etwas ausgeschnitten.







Schauen wir noch auf den Lieferumfang. Der Karton ist etwa 38x23x8 cm (LxBxH) groß. Neben einer kurzen, bebilderten Installationsanleitung in vier Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch) in Heftform findet sich auch eine Kurz-Anleitung für die beiliegende Software. Das Software-Bundel besteht aus:
- Treiber- und Tool-CD
- Splinter Cell - Pandora Tomorrow
- Prince of Persia - The Sands of Time
Da nicht jedermann einen DVI-Eingang an seinem TFT oder gar einen CRT besitzt, darf natürlich der Adapter von DVI auf VGA nicht fehlen. Für den TV-Ausgang liegen gleich drei Kabel bei: ein Verlängerungskabel TV-Out-auf-TV-Out, ein Adapter-Kabel TV-Out-auf-Cinch und zu guter Letzt ein Verlängerungskabel Cinch-auf-Cinch. Um den oben bereits erwähnten PEG-Stromanschluß auch mit älteren Netzteilen nutzen zu können, liegt ein Adapter-Kabel von 2x 4-poligem Laufwerksanschluß auf einmal PEG 6-polig mit im Karton.








ASUS A8N-SLI Deluxe
Nun besteht dieser Bericht nicht nur aus Grafikkarten, sondern auch aus dem notwendigen Mainboard. Zur Zeit steht an der Chipsatz-Front lediglich der nForce 4 SLI von nVidia zur Verfügung und inzwischen sind die ersten SLI-Mainboards in Form des ASUS A8N-SLI Deluxe auch auf dem Markt erhältlich. Das Sockel-939-Mainboard unterstützt alle Prozessoren der entsprechenden Bauform. Der nForce 4 SLI besteht aus nur einem Chip, in dem North- und Southbridge vereint sind. Die Kommunikation zwischen den beiden Einheiten erfolgt wie die Anbindung des Prozessors über das Hyper-Transport-Protokoll.



Bis zu 4 GB DDR-RAM können verbaut werden und neben den zwei P-ATA-Kanälen stehen vier SATA-II-Anschlüsse mit 3,0 GBit/s, NCQ, sowie RAID 0 und 1 zur Verfügung. Zusätzlich ist ein Silicon Image 3114 SATA-Controller verbaut, der vier weitere Anschlüsse und die RAID-Modi 0,1 und 5 beherrscht. ASUS legt ein Slotblech bei, das neben einem 4-poligen Stromanschluß noch zwei Anschlüsse für externe SATA-Geräte bietet. So kann man schnell bis zu zwei externe SATA-Geräte anschließen. Die Netzwerkanbindung kann über zwei unabhängige Gigabit-Anschlüsse erfolgen. Der integrierte Anschluß des nForce 4 wird über einen Marvell PHY-Chip nach außen geführt und weist die bekannte Hardware-Firewall auf. Auch der zweite Gigabit-Anschluß ist per Marvell-IC ausgeführt.
Der 7.1-Sound per Realtek-Codec ALC850 sollte für Spiele und Filme völlig ausreichend sein. Neben den sechs Mini-Klinke-Buchsen steht auch ein S/PDIF per Cinch- oder optischem Anschluß bereit. Bis zu zehn USB-2.0-Geräte können direkten Kontakt mit dem Mainboard aufnehmen und ein Firewire-Anschluß ist in der ATX-Blende verbaut. Für Steckkarten stehen dreimal PCI, zweimal PCIe x1, einmal PCIe x8 und einmal PCIe x16 zur Verfügung.
Die obige Aufzählung ergibt allerdings in der Summe 26 PCIe-Leitungen, sechs mehr als der Chipsatz eigentlich anbietet. Gelöst wird das Ganze über eine kleine Routing-Platine. Diese ist zwischen den beiden Mehrfach-PCIe-Steckplätzen angebracht. Der Halter erinnert stark an den für S0-Dimms in Notebooks. Die Routing-Platine kennt zwei Stellungen: eine Grafikkarte oder SLI-Modus. Der untere schwarze PCIe-Steckplatz ist im SLI-Modus dann als PCIe x8 ausgeführt, ansonsten als PCIe x1. So können also auch zwei Grafikkarten gleichzeitig betrieben werden, ohne dass sie zwingend im SLI-Modus arbeiten müssen.


Wie wir bereits berichteten [2], ist der Stromhunger eines solchen SLI-Systems nicht zu verachten. Um mögliche Unterversorgungen zu vermeiden, hat ASUS auf dem Mainboard neben dem PCIe x16-Steckplatz noch einen 4-poligen Stromanschluß platziert. Neben diesem Stromanschluß befindet sich eine kleine rote LED, die den Benutzer davor warnt, ein System mit zwei Grafikkarten ohne diesen zusätzlichen Stromanschluß zu betreiben. Somit werden bei entsprechender Bestückung des Systems bis zu fünf Stromanschlüße von im optimalen Fall drei Strängen des Netzteils benötigt.
Damit soll erst einmal genug zum Mainboard gesagt sein, ein Testbericht wird in Kürze folgen. Wenden wir uns also dem Testsystem und den Benchmarks zu.
Testsystem
- Prozessor
- Motherboard
- ASUS A8N-SLI Deluxe (Sockel 939, nForce 4 SLI)
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB Crucial Ballistix PC3200 CL2 [4]
- Grafikkarten
- ASUS N6600GT
- Leadtek WinFast PX6800GT TDH
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital WD800 80 GB PATA HDD (8 MB Cache)
- Western Digital WD1200 120 GB SATA HDD (8 MB Cache)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 66.93
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft DirectX 9.0c
Der ForceWare 66.93 ist zur Zeit der einzige Treiber von nVidia, der Anwendungen im SLI-Betrieb unterstützt (und ironischer Weise keinen Support für PureVideo bietet). Die im Test ebenfalls aufgeführten 6800- und 6800-Ultra-Grafikkarten wurden von uns per Rivatuner [5] emuliert.
Die 6600GT und die 6800GT wurden (auch im SLI-Modus), mit aktiviertem PEG-Link (Automatisch) getestet, die Karten werden dadurch leicht übertaktet betrieben. So steigt bei der 6600GT die Taktung von 500/500 auf 520/520 und bei der 6800GT von 350/500 auf 360/515. Beim 3DMark05 ergeben sich so etwa 100 Punkte mehr. Die Einstellung „Automatisch“ ist die Standard-Einstellung des BIOS'. Zu Problemen kam es dadurch jedoch nicht.
Als Netzteil kam das Silverstone ST46F [6] zum Einsatz, das zur 460 Watt Klasse gehört. Zwar verfügt dieses nur über einen 20-poligen ATX-Stecker und noch nicht über einen 6-poligen PEG-Stecker, besitzt jedoch bereits zwei 12-V-Schienen. Einschränkungen gab es dadurch aber keine.
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 03 Version 340
- 3DMark 05
- AquaMark 3
- Spielebenchmarks:
- Call of Duty
- Doom 3
- Far Cry 1.3
- Half-Life 2
- Halo
- Quake 3 Arena
- Splinter Cell
- Unreal Tournament 2004
Die SLI-Systeme sind zur Unterscheidung rot, die Solo-Grafikkarten sind blau eingefärbt. Die Tests wurden mit und ohne 4xAA/8xAF und (sofern möglich) in den Auflösungen 1024x768, 1280x1024, 1600x1200, 1920x1440 und 2048x1536 durchgeführt.
Synthetische Benchmarks
3DMark03
Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark03 aus dem Hause Futuremark. Dies veranlasste uns dazu, das Benchmarkprogramm doch noch in den Parcours zu integrieren, denn der Leser ist schließlich König. Alle Einstellungen zu Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht über den Treiber erzwungen.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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3DMark05
3DMark 05 ist Futuremarks neuestes Produkt zum Testen von aktuellen Grafikkarten. War die Vorgängerversion noch höchst umstritten, blieb ein Eklat der 05er-Version bis jetzt erspart. Zu den Features der neu entwickelten Engine, auf der 3DMark 05 basiert, gehört unter anderem auch die Unterstützung des Shader-Model 2.0b und 3.0 aktueller ATi- und nVidia-Karten. Lief 3DMark 03 auch noch auf älteren Grafikkarten, ist für die Nutzung des neuesten Teils eine Grafikkarte mit DirectX-9.0-Fähigkeiten essentiell. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [7].
3DMark 05
Angaben in Punkten
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Aquamark 03
Weiter geht es mit AquaMark 3, welcher von den Entwicklern weitestgehend als Alternative zum 3DMark03 entworfen worden ist. Und so liegt auch diesem Benchmark eine Spieleengine zugrunde, die unter anderem auch in AquaNox 2 - Revelation Verwendung fand. Allerdings wurde diese für den AquaMark 3 nochmals auf den neuesten Stand gebracht und unterstützt nun sogar einige DirectX-9-Effekte. Alle Einstellungen zum Anti-Aliasing und zur anisotropen Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht durch den Treiber erzwungen.
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spielebenchmarks
Call of Duty
Call of Duty ist ein First-Person-Shooter, der auf der Quake-3-Engine beruht. Der Aufruf der im Multiplayer-Teil enthaltenen Demo geschah aus der Console heraus, vorher wurde per „com_maxfps 999“ die Frameratenbegrenzung außer Kraft gesetzt. Antialiasing und Filtering wurden im Treiber aktiviert.
Call of Duty
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Und gleich beim ersten Spiel versagt die SLI-Unterstützung derzeit noch. Im SLI-Verbund werden die Grafikkarten gegenüber dem Solo-Einsatz eher ausgebremst als schneller. Im Rahmen der Messgenauigkeit liegen die Karten jeweils als Solo und SLI gleichauf.
Doom 3
Doom 3 ist erst seit dem 12. August 2004 auf dem deutschen Markt erhältlich, gilt aber schon jetzt als ein Meilenstein in der Geschichte der PC-Spiele. Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Zusätzlich sorgen imposante Licht- und Schatteneffekte für die nötige Gruselstimmung. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert. Zum Einsatz kam die von Entwickler id Software aufgenommen „Demo1“ und die im Spiel integrierte Timedemo-Funktion. Weitere Details zu Doom 3 gibt es in einem unser ausführlichen Artikel [8].
Doom 3 "High Detail"
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der massive Einsatz von Shadern und Partikel-Effekten in Doom 3 fordert gleich die ersten Verluste in der SLI-Riege. Selbst die doppelte 6600-GT-Kraft kann mit der einzelnen 6800 GT nicht mithalten, trotz der höheren Taktrate der GPU.
Far Cry
Über das Spiel FarCry muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Dank einer sehr flexiblen und fortschrittlichen Engine konnten die Entwickler durch den Patch zur Version 1.3 einige Neuerungen im Spiel integrieren. So beherrscht FarCry ab sofort das Shader-Model 3.0 [9] der GeForce-6800-Serie nVidias sowie das auf ATis Karten abgestimmte Shader-Model 2.0b [10]. Während ersteres nVidia-Karten zur einer weitaus effizienteren Verarbeitung der komplexen Shader durch das so genannte „Branching“ verhilft, nutzt ATi das Shader-Model 2.0b dazu, weitestgehend eine effizientere Berechnung der Lichtquellen zu erreichen. Zusätzlich beherrschen ATis R420-Karten das „Geometry Instancing“, welches eigentlich Teil des SM 3.0 ist und zu einer besseren Berechnung von Geometriedaten führt.
Zum Benchen nutzten wir das Benchmark-Tool [11] in der Version 1.4 von HardwareOC, als Map kam der Research-Level zum Einsatz. Filtereinstellungen wurden mit dem Tool eingestellt, genau wie das Shader-Modell 3.0.
Far Cry Version 1.3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry setzt im SLI-Modus auf das „Split Frame Rendering“. Wie bereits erklärt, teilen sich zwei Grafikkarten dann die Berechnung eines Frames. Die SLI-6600-GT kann sich hierbei nicht gegen eine Solo-6800-GT/Ultra behaupten, schon ab der 1280er-Auflösung sind sie teils deutlich unterlegen. In der 1024er-Auflösung ist offenbar der Verwaltungs-Aufwand im SLI-Betrieb so hoch, dass sie sich nicht die ersten Plätze sichern können.
Half-Life 2
Half-Life 2 ist wohl neben Doom 3 das Spiel mit der aktuellsten Grafik-Engine. Um halbwegs praxis-bezogene Werte zu erhalten, haben wir die Timedemos von Anandtech [12] benutzt. Dabei handelt es sich um insgesamt fünf verschiedene Level, die auch einen guten Überblick zwischen Außen- und Innenlevel erlauben. Auch die CPU-Begrenzung wird teilweise deutlich. AA und AF wurden im Spiel aktiviert, die Spiegelungen auf „Alles" gestellt, alle anderen Werte auf „Hoch“.
Half-Life 2 - c17_12
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Ein deutliches Zeichen für die CPU-Limitierung stellt der City 17-Level dar, denn hier findet ein Kampf gegen einen dreibeinigen Strider statt. Selbst bei 2048x1536 wird das 6800 Ultra SLI-Gespann kaum langsamer, erst die erhöhte Bildqualität fordert ihren Tribut.
Half-Life 2 (Fortsetzung)
Half-Life 2 - canals_08
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bei dieser Demo handelt es sich um eine Mischung aus Außen- und Innenlevel mit einer Fahrt über Wasser. Auch hier wird das SLI-Duo aus zwei 6800 Ultra durch die CPU ausgebremst. Bis 1600x1200 können auch die zwei 6600 GT gut mit der Solo 6800 GT/Ultra mithalten, mit Filtering oder höheren Auflösungen kommt der geringe Speicher jedoch negativ zum Tragen.
Half-Life 2 (Fortsetzung)
Half-Life 2 - coast_05
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Fahrt im Auto entlang der Küstenstrasse bei recht eingeschränkter Sichtweite weist kaum eine Beschränkung durch die CPU auf. Alle Karten und Kombinationen spielen bequem bis sogar 2048x1536 gut mit und produzieren ruckelfreien Genuss. Und die 6800 Ultra zeigt, dass sie hier sogar dem SLI-Gespann aus zwei 6800ern überlegen ist.
Half-Life 2 (Fortsetzung)
Half-Life 2 - coast_12
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Am Strand zeigen ab 1280x1024 alle SLI-Duos, was in ihnen steckt. Erst mit Filtering fällt das 6600er Duo ab - ein durch die Beschneidung bei den Shadern und Pixel-Pipes hervorgerufenes Manko. Bei 1024x768 bremsen sich die SLI-Gespanne wieder gegenseitig aus. Für so eine geringe Auflösung sind sie einfach nicht gedacht.
Half-Life 2 (Fortsetzung)
Half-Life 2 - prison_05
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der Gefängnis-Level ist ein reiner Innen-Level, die maximale Sichtweite spielt hier keine Rolle. Erst ab 1920x1440 können sich alle SLI-Gespanne endgültig durchsetzen, die 6600 GTs sind sogar minimal schneller als die großen 6800er-Brüder. Die 6800 GT und Ultra zeigen hier wieder deutlich, dass die Frameraten durchaus auch nur mit einer Karte reichen, um das Spiel ohne lästiges Ruckeln zu genießen.
Halo
Nach mehreren Updates beherrscht auch Halo einige PS 2.0 Effekte. Wir haben per Kommandozeilenaufruf [13] die eingebaute Timedemo genutzt und den PS 2.0-Pfad erzwungen. AA und AF wurden allerdings im Treiber festgelegt.
Halo
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Offenbar ist zumindest die 1024er-Auflösung eine Parade-Disziplin für die beiden 6600 GT-Karten. Die geringe Komplexität der Grafikszenerie läßt den schnellen GPU-Takt der 6600er so sehr zum Vorteil werden, dass die 6800er auch als SLI-Verbund gerade so mithalten können.
Quake 3 Arena
Nicht mehr aktuell, aber wenigstens ist hier die CPU völlig unterfordert und die Grafikkarten können sich mal richtig austoben. Gebencht wird die Version 1.32 mit der eingebauten Timedemo-Funktion und mit der Demo four.dm_67.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Das sieht alles sehr blau aus auf den ersten Plätzen. Im Gegensatz zu Call of Duty, das auf der selben Engine basiert, wird Quake 3 Arena von SLI unterstützt. Allerdings ist bei diesen hohen Frameraten das Hin- und Herschicken der Bildinformationen zwischen den Karten im SLI-Verbund wohl der bremsende Faktor. Auch hier zeigt sich wieder, dass das Duo aus zwei 6600 GT-Karten nicht ganz mit einer einzelnen 6800 GT mithalten kann.
Splinter Cell
Zwar steht schon der dritte Teil vor der Tür, allerdings läßt sich mit auch mit der im ersten Teil eingebauten Timedemo noch gut benchen. Der Aufruf der Timedemo geschieht per Kommandozeilen-Parameter, Filtering wurde per Treiber aktiviert. Splinter Cell ist der nächste Titel im Testfeld, der keine SLI-Unterstützung aufweisen kann.
Splinter Cell
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unterschiede werden hier nur im Rahmen der Messgenauigkeit aufgezeigt. Splinter Cell ist es völlig egal, ob sich eine oder mehrere Grafikkarten um die Darstellung bemühen. Und die Reihenfolge ist genau die, welche auch die Werbestrategen bei nVidia so vorsehen: ganz unten die 6600 GT, davor die 6800er Modelle.
Unreal Tournament 2004
Kommen wir zum Schluß zu Unreal Tournament 2004, einem recht aktuellen Multiplayer-Shooter. Dieser basiert weitestgehend auf der Engine, mit der auch schon der Vorgänger programmiert worden war. Allerdings wurde diese so verbessert, dass jetzt auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. AA und AF wurden per Treiber erzwungen, gebencht wurden per Benchemall [14] drei Bot-Matches, unsere Angabe ist die durchschnittliche Framerate aus allen drei Maps.
Unreal Tournament 2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Erst bei ganz hohen Auflösungen und mit Filtering können sich die SLI-Duos an die Spitze setzen und nur das 6600er-Gespann muss sich wieder der einzelnen 6800 GT/Ultra geschlagen geben. Minimal ist der Unterschied zwischen 6800 GT und Ultra als SLI-Verbund, hier begrenzt dann doch wieder die CPU das System.
Ranking
Auf unser Ranking wollen wir auch dieses Mal nicht verzichten, allerdings haben wir es erweitert. Zum einen ist die Auflösung 1600x1200 hinzu gekommen, zum anderen wird das AA/AF-Ranking in allen drei Auflösungen gebildet.
Performancerating 1024x768
Angaben in Prozent
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Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
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Performancerating 1600x1200
Angaben in Prozent
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Auch hier wird deutlich, dass sich die beiden 6600 GT nicht gegen eine 6800 GT durchsetzen können. In der TFT-Auflösung von 1280x1024 ist die 6800 GT rund drei Prozent schneller. Kommt dann noch Filtering zum Einsatz, wird der Abstand noch deutlicher. Das Rating wird durch die Tatsache, dass einige Anwendungen noch keinen Vorteil aus SLI ziehen konnten, beeinträchtigt. Allerdings bleibt es somit praxisnah.
Performance AA & AF 1024x768
Angaben in Prozent
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Performance AA & AF 1280x1024
Angaben in Prozent
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Performance AA & AF 1600x1200
Angaben in Prozent
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Unter Zuhilfenahme von AF und AA wird auch die Legitimation eines SLI-Verbandes aus zwei 6800-Karten in Frage gestellt. Eine einzelne 6800 Ultra ist praktisch durchweg schneller und (sofern sie denn verfügbar ist) günstiger.
Lautstärke, Stromverbrauch, Temperaturen
Nach den erwartungsgemäß hohen Frameraten wollen wir natürlich auch die Kehrseite der Medaille nicht außer Acht lassen. Nicht nur, dass zwei Grafikkarten einen ungewöhnlich hohen Strombedarf aufweisen. Auch die damit verbundene Entstehung von Schallwellen durch die zwei Lüfter ist beachtenswert. Wie auf den Fotos bereits zu sehen war, ist der nForce 4 SLI-Chipsatz aktiv gekühlt. Der verbaute Lüfter dreht auf Grund seiner geringen Größe mit etwa 8.000 U/min. Ohne CPU-Lüfter und Grafikkarte entstehen so bereits 45,4 dB(A) - bei geöffnetem Gehäuse und in 40 cm Abstand gemessen.
Als CPU-Kühler kommt ein Thermaltake Silent Boost zum Einsatz, der per BIOS und der Q-Fan-Funktion je nach CPU-Temperatur geregelt wird. Allerdings werkelt der Lüfter auch unter Volllast immer noch leiser als der kleine, quirlige Chipsatz-Lüfter. Eingebaut wurde das Testsystem im Antec P160 [15], Einbau und Betrieb wiesen erst einmal keine Probleme auf.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Da wir die 6800 und das Ultra-Modell nur simuliert haben, ergeben sich bei den Lautstärken natürlich identische Werte. Leider sind weder der Lüfter der ASUS-, noch der Leadtek-Karten geregelt und auch im normalen 2D-Betrieb unter Windows entsteht diese nicht unerhebliche Lautstärke.
Stromaufnahme
Angaben in Watt (W)
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Anders sieht es beim Stromverbrauch aus. Hier gibt es natürlich deutliche Unterschiede zwischen 2D- und 3D-Betrieb. Auch hier wieder der einschränkende Hinweis, dass die 6800 Ultra nur simuliert wurde und daher die Werte einer echten 6800 Ultra durchaus etwas anders aussehen können. Dasselbe gilt für das 6800-Modell.
Die Werte der zwei 6800 GT/Ultra im 3D-Betrieb können einen doch schon erschrecken. Nur der PC ohne Bildschirm benötigt 350 Watt! Das Netzteil ist damit ausgelastet, Raum für Laufwerke und Lüfter bleibt kaum. Ein stabiler Betrieb des Rechners war trotz aktivem 120-mm-Gehäuselüfter nicht möglich, die Seitenwand musste offen bleiben.
Interessant auch, dass die 6800 GT/Ultra genau so viel Strom benötigt, wie das Duo aus zwei 6600 GT. Allerdings ist die einzelne 6800 GT/Ultra fast immer schneller als das Duett. Zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Artikels liegen auch die Preise (190 und 380 Euro) gleichauf, da sollte wohl jeder zu einer 6800 GT greifen. Zwar ist diese lauter, aber schneller und man kann das System in absehbarer Zeit mit einer zweiten 6800 GT aufrüsten.
Kurz zu den Temperaturen: Die CPU erreichte während des ganzen Testzeitraums maximal 60 °C, ohne Gehäuselüfter erreichte das SLI-Duo aus 6800 GT bis zu 80 °C GPU-Temperatur, die Umgebungstemperatur stieg sogar auf bis zu 95 °C bei der oberen Karte. Angesichts dieser Werte sollte sich jeder Interessent Gedanken über eine vernünftige Gehäuselüftung machen.
Fazit
Nach einem rund 14-tägigen „Dauergebenchen“ fällt das Fazit immer noch schwer. Natürlich bietet SLI in Verbindung mit den entsprechenden Karten Frameraten, die trotz AA und AF jenseits von Gut und Böse liegen. Selbst die neuen ASUS N6600GT sind erstaunlich schnell und gehen dabei leiser zu Werke als eine einzelne 6800 GT. Allerdings können sie dann doch nicht ganz mithalten und spätestens mit dem an der GPU zehrenden AA und AF fallen sie deutlich ab.
Zwei WinFast PX6800GT von Leadtek im SLI-Verbund rasen geradezu durch jedes Spiel, ruckeln wird zum Fremdwort, man kommt sich fast vor wie bei Rolls-Royce: „Leistung? Genügend!“. Wirklich störend ist die auch im 2D-Betrieb viel zu hohe Lautstärke und der im ökologischen Sinne schlichtweg irre Strombedarf. Darüber hinaus muss schon in erheblicher Lautstärke gespielt werden, sonst geht einem das Lüftergeräusch sehr schnell auf die Nerven. Warnen kann man eventuell mitlesende Eltern (a.k.a. Stromzahler), denn die nächste Stromrechnung kommt erst in Monaten und dann wird die Überraschung umso größer.
Das ASUS A8N-SLI Deluxe ist ein Paradebeispiel dafür, was moderne Chipsätze zu leisten im Stande sind. Eine Ausstattung, die kaum Wünsche offen läßt, ein recht gutes Layout und eben die Möglichkeit, auch zwei Grafikkarten gleichzeitig betreiben zu können. Bis zu acht S-ATA-Geräte, bis zu zehn USB-Geräte, externer S-ATA-Anschluss, S/PDIF - die Liste lässt sich noch erheblich verlängern. Das BIOS läßt sehr viele Einstellungen zu und auch Overclocker kommen dank PCI-Fix auf ihre Kosten. Und für einen Strassenpreis von etwa 145 Euro kann man den Sprung auf den PCI Express-Zug auch ohne zwei Grafikkarten ruhig wagen und behält sich die Option einer zukünftigen Verdoppelung der Grafikbeschleuniger offen.
Wer aber braucht SLI heute wirklich? Sicherlich niemand, der zum Spielen einen TFT einsetzt, da diese zum größten Teil auf eine maximale Auflösung von 1280x1024 Punkte beschränkt sind. Hier reicht eine einzelne 6800 GT oder Ultra völlig aus. Wer aber einen guten Röhren-Bildschirm (CRT) ab 19" aufwärts sein Eigen nennt, der kann endlich in ungewohnter Pracht auch in 1600x1200 oder höher mit vollem Filtering spielen. Bleibt die Frage des Preises. Neben einem vernüftigen Netzteil ergeben sich für Mainboard und Grafikkarten schnell 1.000 Euro! Besitzer eines Dukaten-Esels werden nur müde lächeln, alle anderen träumen weiter von unerreichbaren Frameraten trotz Filtering. Den (irrwitzigen) Stromverbrauch sollte man in all seinen Überlegungen nicht außer Acht lassen.









