Einleitung
MSI dürfte jedem Besitzer eines PCs, der auch des Öfteren mal zum Schraubenzieher greift, ein Begriff sein. Seit vielen Jahren baut man in Taiwan Hardware-Teile für Computer, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Seit einiger Zeit mischt man nun auch eifrig im Markt der Grafikkarten mit – mit großem Erfolg. Heute ist MSI einer der größten und vor allem auch beliebtesten Hersteller, wenn es um Grafikkarte der Extraklasse geht. Nachdem man früher nur Karten mit Chips aus dem Hause nVidia vertrieben hat, wagte man vor nicht allzu langer Zeit den nächsten Schritt und bot erstmals eine Grafikkarte mit ATi-Chip an.



Seit dem ist viel Wasser den Rhein hinunter geflossen und einige neue Generationen von Grafikchips haben das Licht der Welt erblickt. Wir wollen die uns gegebene Möglichkeit nutzen und gleich einen ganzen Haufen aktuellen Grafikkarten aus dem Hause MSI testen. Mit dabei sind Pixelbeschleuniger aller Couleur – also sowohl Chips von nVidia wie auch von ATi. Gemeinsam haben sie nur eines: Sie alle gehören auch nach der Vorstellung der GeForce 7800 GTX und der 7800 GT zu den schnellsten Karten auf dem Markt und versprechen hohen Spielgenuss bei attraktiven Preisen.


Mit dabei sind heute die RX850XT-TD256E und die RX850Pro-VTD256E mit ATi-Chip und die NX6800 Ultra-T2D256E, NX6800 GT-T2D256E und NX6800-T2D256E mit nVidia-Einheit.
Technische Daten
| Radeon X850 Pro |
Radeon X850 XT |
GeForce 7800 GTX |
GeForce 6800 GT |
GeForce 6800 Ultra |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Logo | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Chip | R480 | R480 | G70 | NV40/45 | NV40/45 |
| Transistoren | ca. 160 Mio. | ca. 160 Mio. | ca. 303 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. |
| Fertigung | 0,13 µm low-k | 0,13 µm low-k | 0,11 µm | 0,13 µm | 0,13 µm |
| Taktung (MHz) | 520 | 520 | 430 | 350 | 400 |
| Renderpipes | 12 | 16 | 24 | 16 | 16 |
| ROPs | 12 | 16 | 16 | 16 | 16 |
| Pixelfüllrate | 6240 MPix/s | 8640 MPix/s | 6880 MPix/s | 5600 MPix/s | 6400 MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 6240 MTex/s | 8640 MTex/s | 10320 MTex/s | 5600 MTex/s | 6400 MTex/s |
| Vertexeinheit | VS 2.0 | VS 2.0 | VS 3.0 | VS 3.0 | VS 3.0 |
| Vertexpipes | 6 | 6 | 8 | 6 | 6 |
| Interface | PEG x16/AGP | PEG x16/AGP | PEG x16 | PEG x 16/AGP | PEG x16/AGP |
| SLI-Modus/ CrossFire* |
nein/ja | nein/ja | ja/nein | ja/nein | ja/nein |
| Texturen pro Pass | 12 | 16 | 24 | 16 | 16 |
| Pixelshader | PS 2.b | PS 2.b | PS 3.0 | PS 3.0 | PS 3.0 |
| Speicher (MB) | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 |
| Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit |
| Speichertakt (MHz) | 540 | 540 | 600 | 500 | 550 |
| Bandbreite (MB/s) | 34560 | 34560 | 38400 | 32000 | 35200 |
| RAMDAC | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz |
| Präz. pro Kanal | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) |
| *Der SLI- sowie CrossFire-Modus setzt ein PCI-Express-Interface bei den Grafikkarten und ein nVidia nForce 4 SLI oder ATi Radeon Xpress CrossFire Editon voraus |
|||||
Die Karten
| Modell | MSI RX850XT-VD256E | MSI RX850Pro-VTD256E |
|---|---|---|
| Bild | ||
| Preis, Geizhals (lieferbar) |
429,- Euro [1] | 357,- Euro [2] |
| Chip | ATi R480 | ATi R480 |
| Architektur | 16 Pipelines, 6 Vertexeinheiten | 12 Pipelines, 6 Vertexeinheiten |
| Chiptakt | 520 MHz | 520 MHz |
| Speicher | 256 MB GDDR3 | 256 MB GDDR3 |
| Speichertakt (max.) | 540 (600) MHz | 540 (600) MHz |
| Speicherhersteller | Samsung GDDR3, 1,6 ns | Samsung GDDR3, 1,6 ns |
| Speicheranbindung | 256 Bit | 256 Bit |
| PCB | ATi Referenz-Design | ATi Referenz-Design |
| Anschlüsse |
|
|
| ViVo | Ja | Ja |
| Kühler | Referenzdesign, Dual-Slot, 55-mm-Lüfter |
Referenzdesign, Single-Slot, 55-mm-Lüfter |
| Speicherkühlung | Ja | Ja |
| Lieferumfang |
|
|
| Modell | MSI NX6800Ultra-T2D256E | MSI NX6800GT-T2D256E |
|---|---|---|
| Bild | ||
| Preis, Geizhals (lieferbar) |
340,- Euro [3] | 286,- Euro [4] |
| Chip | nVidia NV45 | nVidia NV45 |
| Architektur | 16 Pipelines, 6 Vertexeinheiten | 16 Pipelines, 6 Vertexeinheiten |
| Chiptakt | 425 MHz | 400 MHz |
| Speicher | 256 MB GDDR3 | 256 MB GDDR3 |
| Speichertakt (max.) | 550 (600) MHz | 500 (500) MHz |
| Speicherhersteller | Samsung GDDR3, 1,6 ns | Samsung GDDR3, 2,0 ns |
| Speicheranbindung | 256 Bit | 256 Bit |
| PCB | nVidia Referenz-Design | nVidia Referenz-Design |
| Anschlüsse |
|
|
| ViVo | - | - |
| Kühler | Referenzdesign, Dual-Slot, 40-mm-Lüfter |
Eigenentwicklung, Single-Slot, 55-mm-Lüfter |
| Speicherkühlung | Ja | Ja |
| Lieferumfang |
|
|
| Modell | MSI NX6800-TD256E |
|---|---|
| Bild | |
| Preis, Geizhals (lieferbar) |
ca. 280 Euro [5] |
| Chip | NV41 |
| Architektur | 12 Pixel-, 5 Vertex-Pipelines |
| Chiptakt | 300 MHz |
| Speicher | 256 MB DDR1 |
| Speichertakt (max.) | 300 MHz |
| Speicherhersteller | Hynix DDR1, 2,8 ns |
| Speicheranbindung | 256 Bit |
| PCB | nVidia Referenz-Design |
| Anschlüsse |
|
| ViVo | nein |
| Kühler | nVidia Referenz-Design für GeForce 6600 GT, Single-Slot |
| Speicherkühlung | Nein |
| Lieferumfang |
|
Impressionen
MSI Radeon X850 XT
MSIs Radeon X850 XT ist auf den ersten Blick eigentlich nichts Besonderes. Und auch auf den zweiten ändert sich diese Annahme nicht, denn bei dieser Grafikkarte setzte MSI das um, was ATi vor einiger Zeit in den heiligen Konzernhallen in Kanada entwickelt hat – das Referenzdesign.
Dazu gehören unter anderem auch ein DVI- sowie ein DSub-Ausgang. Ein Modell mit zwei DVI-Ausgängen (VT2D) ist auch bei MSI im Angebot. Ebenfalls mit von der Partie ist ein TV-Ausgang sowie ViVo-Fähigkeiten je nach Modell (VT2D, VTD) . Da der hier verbaute R480-Chip recht viel Strom verbraucht, verlötete man einen zusätzlichen Stromanschluss auf dem PCB, der diesen mit Extra-Saft aus der Dose versorgen soll.
Beim Kühler setzt MSI auf das von ATi entwickelte Referenzdesign, das einen Kühlkörper aus Kupfer und Aluminium und einen Radiallüfter für die Radeon X850 XT vorsieht. Letzterer sorgt übrigens dafür, dass sich die Karte über zwei Slots erstreckt. Heutzutage allerdings keine Seltenheit mehr; und seien wir mal ehrlich: Wer setzt schon direkt neben die Grafikkarte eine andere Steckkarte? Beim Speicher setzt man auf Chips des Typs GDDR3 aus dem Hause Samsung mit 1,6 ns Zugriffszeit. Dies qualifizierte diese für einen Betrieb bei bis zu 600 MHz. Übertakter haben also noch etwas Spielraum, um die MSI RX850XT richtig auszureizen.



MSI Radeon X850 Pro
Auch die RX850Pro von MSI entspricht – abgesehen vom großen Aufkleber – dem ATi-Referenzdesign. Statt des doppelstöckigen Radiallüfters sieht ATi hier erfreulicherweise nur eine 1-Slot-Lösung vor, die dem der Radeon X800 XL sehr ähnelt, jedoch mit einer größeren Kühlfläche aufwarten kann.
Bei unserem Modell (VTD-256E) findet man auf der Platine einen DVI- und DSub-Ausgang sowie ViVo-Funktionalität. Ebenso sind Modelle mit 2x DVI und ViVo (V2TD-256E) sowie 1x DVI, 1x DSub und 1x TV-Out (TD-256E) im Aufgebot. Bei allen Karten anzutreffen ist der zusätzliche Stromanschluss.
Wie erwähnt, kommt bei der Radeon X850 Pro ein 1-Slot-Kühler zum Einsatz, der zum einen dünner und zum anderen auch minimal leiser ist. Die Hitzeentwicklung eines R480-Chips mit nur zwölf aktiven Pipelines macht es also offenbar nicht nötig, schwere Geschütze aufzufahren. Was allerdings gegenüber der X850 XT gleich ist, ist die Speicherbestückung, denn auch hier kommen GDDR3-Chips von Samsung mit 1,6 ns Zugriffszeit zum Einsatz.



MSI NX6800 Ultra
Weiter geht es mit der NX6800 Ultra von MSI. Diese Karte kann man durchaus als spektakulär bezeichnen, designtechnisch aber leider eher negativ gesehen, denn MSI adaptierte bei diesem Modell das von nVidia entwickelte Referenzdesign 1:1. Dazu aber später mehr.
Bis zur Vorstellung der GeForce 7800 GTX [6] und 7800 GT [7] war die 6800 Ultra noch das Flaggschiff nVidias, weshalb man dieser auch zwei DVI-Ausgänge verpasste – Enthusiasten haben schließlich eher zwei digitale Flachbildschirme. Selbstverständlich ist auch ein TV-Ausgang an Board, der jedoch bei allen verfügbaren Versionen ViVo-Fähigkeiten vermissen lässt. Der zusätzliche sechspolige Stromanschluss fehlt natürlich auch bei MSIs NX6800 Ultra nicht.
MSI setzte bei der eigenen „Adaption“ der 6800 Ultra auf den Referenzkühler von nVidia. Dieser ist zwar relativ leistungsstark, im Gegenzug aber auch sehr laut. Dies wäre nicht so schlimm, wenn er ein Geräusch von sich geben würde, das im tieferen Frequenzbereich angesiedelt ist. Da dem aber nicht so ist, kann einem empfindlichen Computerbesitzer die MSI NX6800 Ultra durchaus schnell auf den viel zitierten Keks gehen. Wer an seinem PC also auch mal in Ruhe arbeiten möchte, der sollte sich am Besten eine Wasserkühlung oder einen leiseren Kühler auf seine GeForce 6800 Ultra schrauben, von denen wir erst kürzlich einige getestet haben [8]. Der auf der Karte verbaute Speicher ist von Samsung und hat eine minimale Zugriffszeit von 1,6 ns.




MSI NX6800 GT
Extravagant wird es erst, wenn man sich die GeForce 6800 GT von MSI beguckt. Dieses Prachtstück von einer Grafikkarte ist in erster Linie eines, nämlich schwer. Dies rührt von einem ganzen Haufen Kupfer her, der zur Kühlung des NV45-Chips genutzt wird – dazu später mehr.
Je nach Modell bietet MSIs GeForce 6800 GT 2x DVI oder je 1x DVI und D-Sub. Die Möglichkeit, seinen Fernseher an den PC anzuschließen, gewährleistet MSI natürlich auch bei der NX6800 GT mittels TV-Ausgang – ViVo wird nicht geboten. Ein sechspoliger Stromanschluss ist ebenfalls mit von der Partie.
Ein großes Kompliment hat MSI für den Kühler der Karte verdient. Dieser entstammt einer Eigenentwicklung und ist vor allem im Betrieb sehr leise. Dies nicht zuletzt dank eines eingebauten Potentiometers, das die manuelle Regelung der Lüfterdrehzahl zwischen 2.800 und 4.000 U/min ermöglicht. Lässt man die Karte mit der ersten Einstellung laufen, ist sie fast unhörbar, bei 4.000 Umdrehungen merkt man schon, dass sie da ist, muss aber noch nicht die Ohropax herausholen, wie zum Beispiel bei einer 6800 Ultra. Einziger Nachteil der 2.800er-Einstellung ist, dass so der Chip wird, denn einen langsameren Luftstrom kann auch der massive Kupferkühler nicht wieder wettmachen. Die Temperaturen bleiben jedoch im grünen Bereich.



Beim Speicher setzt MSI auf GDDR3-Chips von Samsung mit einer minimalen Zugriffszeit von 2,0 ns. Hier passen Spezifikationen des Speichers und Taktfrequenz der GeForce 6800 GT also wie die Faust auf's Auge.
MSI NX6800
Zu guter letzt wollen wir noch ein paar Worte zu MSI Adaption der GeForce 6800 verlieren. Auch hier gibt es nicht weiter Großartiges zu Berichten, da man sich an die Designvorgaben von nVidia gehalten hat.
Da es sich bei der MSI NX6800 ganz klar um eine Grafikkarte der (gehobenen) Mittelklasse handelt, spendierte man dieser auf der Habenseite keinerlei Besonderheiten. So findet man auf dem grünen PCB einen DVI- sowie einen D-Sub-Ausgang verlötet, genau wie einen TV-Out-Anschluss. Einen zusätzlichen Stromanschluss besitzt die GeForce 6800 MSIs nicht.
Als Kühler für die NX6800 kommt ein Modell zum Einsatz, das man vielmehr von der kleineren GeForce 6600 GT kennt. Dass dieser Kühler mit der kleinsten 6800er doch teilweise etwas überfordert ist, merkt man allein schon an der Tatsache, dass er des Öfteren sehr laut zu Werke geht. Wer mit dem Gedanken spielt, sich solch eine Grafikkarte zu kaufen, sollte vielleicht gleich einen leiseren Kühler mitbestellen.




Beim Speicher setzt MSI bei diesem Modell auf Chips aus dem Hause Hynix. Diese haben eine minimale Zugriffszeit von 2,8 ns und sind noch vom Typ DDR1. Spezifiziert sind sie bis zu einem Betrieb bei bis zu 350 MHz (700 MHz DDR). Von Haus aus taktet die NX6800 allerdings nur mit 300 MHz, so dass hier noch etwas Raum für Übertaktungsversuche bleibt.
Testsystem
Testsystem:
- Prozessor
- AMD Athlon 64 4000+ (San Diego-Kern, 90 nm, ISSE3, 1024 kB Level-2-Cache)
- Motherboard (Timings per SPD)
- Gigabyte GA-K8NXP-SLI (nVidia nForce 4 SLI, Sockel 939)
- Arbeitsspeicher
- 2x 512 MB Crucial BallistiX DDR400 (2-2-2-5)
- Grafikkarten
- MSI RX850 XT (520/540 MHz)
- ATi Radeon X800 XT (500/500 MHz)
- MSI RX850 Pro (520/540 MHz)
- ATi Radeon X800 XL (400/490 MHz)
- ATi Radeon X800 (390/350 MHz)
- ATi Radeon X700 Pro
- nVidia GeForce 7800 GTX SLI
- nVidia GeForce 7800 GTX (430/600 MHz)
- nVidia GeForce 7800 GT (400/500 MHz)
- MSI NX6800 Ultra (425/550)
- MSI NX6800 GT (350/500)
- MSI NX6800 (256 MB) (300/300 MHz)
- nVidia GeForce 6600 GT (500/500 MHz)
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Samsung S-ATA 2-HDD mit 200 GB Speicherplatz (NCQ aktiviert)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 77.62
- ATi Catalyst 5.6
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft DirectX 9.0c
Benchmarks
Neues Testsystem, neue Benchmarks:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 05
- 3DMark 03 v 3.6.0
- Spielebenchmarks:
- Doom 3 v 1.3
- Far Cry v 1.31
- Half-Life 2
- The Chronicles of Riddick v 1.1
- Painkiller v 1.64
- Splinter Cell: Chaos Theory v 1.3
Alle von uns genutzten Benchmarks kommen natürlich in der aktuellsten Version (Stand 17. Juni 2005) zum Einsatz.
Da sich unser Testsystem in diesen Tagen quasi noch im Aufbau befindet, würden wir uns freuen, wenn uns Vorschläge für weitere Benchmarks unterbreitet werden. Diese können gerne in den Kommentaren zu diesem Artikel preisgegeben werden. Wir werden versuchen – soweit es unsere Zeit ermöglicht – auf möglichst viele Vorschläge einzugehen.
Bei der Äußerung von weiteren, gewünschten Benchmarks bitten wir jedoch darum, diese entsprechend einer guten Möglichkeit zur Durchführung von Geschwindigkeitsmessungen zu selektieren. Benchmarks, die mit Fraps durchgeführt werden müssen, nagen naturgemäß mehr an den Nerven des Redakteurs und sind zudem ungenauer als fixe Timedemos, die immer denselben Ablauf zum Gegenstand haben.
Synthetische Benchmarks
3DMark 05
Zu den Features der neu entwickelten Engine, auf der 3DMark05 basiert, gehört unter anderem auch die Unterstützung des Shader-Model 2.b und 3.0 aktueller ATi- und nVidia-Karten. Lief 3DMark03 auch noch auf älteren Grafikkarten, ist für die Nutzung des neuesten Teils eine Grafikkarte mit DirectX-9.0-Fähigkeiten essentiell.
- Offizielle Website:
FutureMark.com [9]
- Download:
ComputerBase [10]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings mit Build 1.2.0
- Besondere Einstellungen: Drei Durchläufe wie von FutureMark empfohlen
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings mit Build 1.2.0
3DMark 05
Angaben in Punkten
|
3DMark 03
Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark03 aus dem Hause FutureMark. Trotz seines Alters wird er immer noch gerne als Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit von aktuellen Grafikkarten genutzt.
- Offizielle Website:
FutureMark.com [11]
- Download:
ComputerBase [12]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 3.6.0
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
3DMark 03
Angaben in Punkten
|
Spielebenchmarks
Doom 3
Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert.
- Offizielle Website:
idsoftware.com [13]
- Download:
Doom3.com [14] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.3
- Besondere Einstellungen: Precache time: 1000, Graphics settings: High details, Demo: Run default demo.
- Version 1.3
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Far Cry
Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Die Cry-Engine ist die dritte im Bunde der Top-Grafik-Engines aus dem Jahr 2004, die bisher kaum an Aktualität verloren haben.
- Offizielle Website:
FarCry.de [15]
- Download:
Farcry-theGame.com [16] (Demo)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.31
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, PC Games-Demo.
- Version 1.31
Far Cry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Far Cry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Far Cry
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2
Neben Doom3 und FarCry war Half-Life2 wohl das Spiel des Jahres 2004 mit der aufwändigsten Grafikengine. Riesige, mit prachtvollen Effekten versehene Außen- und Innenlevel belasten Grafikkarten dank der Source-Engine.
- Offizielle Website:
Half-Life2.com [17]
- Download: ATi.com [18]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- canals_08-Demo von Anandtech
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, Reflect world.
- canals_08-Demo von Anandtech
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Half-Life 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
The Chronicles of Riddick
Ein weiteres grafisch aufwändiges Spiel des Jahres 2004, das mit Bumpmapping, exzellenten Texturen und Shadern für düstere Stimmung sorgt. Viele Lichteffekte sorgen für rechenintensive Schattenwürfe.
- Offizielle Website:
Riddickgame.com [19]
- Download: Vivendi Universal Games [20]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.1
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details, SM 2.0; Sodini1-Demo.
- Version 1.1
The Chronicles of Riddick
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
The Chronicles of Riddick
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
The Chronicles of Riddick
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller - Battle out of Hell
Mit reichlich Polygonen wird die Grafikkarte zur Arbeit bewegt, dazu kommen viele Shader-Effekte in detaillierten Spiele-Leveln. Das aus Polen stammende Spiel stammt ebenfalls aus dem Jahr 2004.
- Offizielle Website:
Painkiller.com [21]
- Download: nVidia [22]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.64
- Level: City on the Water
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details.
- Version 1.64
Painkiller - Battle out of Hell
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller - Battle out of Hell
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Painkiller - Battle out of Hell
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Splinter Cell: Chaos Theory
Noch recht frisch auf dem Markt bringt Splinter Cell 3 auch aktuelle Grafikkarten ins Schwitzen. Viele Shader, Bumpmapping und jede Menge Polygone wollen verarbeitet und berechnet werden. Die jüngste und aktuellste Grafikengine in unserem Testparcours.
- Offizielle Website:
Splintercell3.de [23]
- Download: 3DGamers.com [24]
- Kostenpunkt: kostenlose Demo-Version, Demo nicht zum Benchen genutzt
- Was benchen wir?
- Version 1.03
- Besondere Einstellungen: Graphics settings: Maximum details; eingebaute Timedemo-Funktion genutzt.
- Version 1.03
Splinter Cell: Chaos Theory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Splinter Cell: Chaos Theory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Splinter Cell: Chaos Theory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Performancerating
Landläufig bekannt und mindestens ebenso beliebt, unser Performancerating, das natürlich auch in diesem Artikel nicht fehlen darf. Gegenüber den alten Artikeln ist lediglich eine neue Auflösung, nämlich 1600x1200 Pixel, hinzugekommen – ein Tribut an die immer schneller werdenden Grafikkarten und die damit verbundenen, kaum vorhandenen Unterschiede in Auflösungen unterhalb der 1280x1024 Pixel.
Performancerating 1024x768
Angaben in Prozent
|
In der niedrigsten von uns getesteten Auflösung kann sich die Radeon X850 XT vor die GeForce 6800 Ultra aus dem eigenen Hause schieben. An dritter Position innerhalb der MSI-Karten folgt dann die Radeon X850 Pro, die in etwa das Niveau einer Radeon X800 XL mit 16 aktiven Pipelines erreicht. Ihr wiederum ist die NX6800 GT dicht auf den Fersen; die NX6800 ist leider das Schlusslicht.
Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
|
Zwischen Radeon X850 XT und GeForce 6800 Ultra dasselbe Bild. Darunter schafft es allerdings die NX6800 GT sich auf den dritten Platz zu schieben und lässt die RX850 Pro um ein paar Prozentpunkte hinter sich. Schlusslicht ist wieder einmal die NX6800, die offenbar den Tribut für ihre niedrigen Taktraten zahlen muss.
Performancerating 1600x1200
Angaben in Prozent
|
Unter dieser Auflösung kann die NX6800 Ultra erstmal die RX850 XT übertrumpfen und ordnet sich direkt hinter der GeForce der 7800er-Serie ein. Hinter diesem Duo kann die 6800 GT erneut die Radeon X850 Pro in die Schranken weisen und die NX6800 dümpelt trotz 256 MB Speicher auf dem Niveau einer Radeon X800.
Performancerating AA/AF
Angaben in Prozent
|
Unter Verwendung diverser Filtering-Einstellungen kann erneut die RX850 XT die Spitze innerhalb der Riege der MSI-Karten für sich behaupten – allerdings beläuft sich der Vorsprung auf die NX6800 Ultra auf magere 0,5 Prozentpunkte. Hinter diesen beiden spielt sich derweil die gewohnte Situation ab: NX6800 GT vor RX850 Pro und die NX6800 wieder mal am Ende der Nahrungskette.
Sonstiges
Lautstärke
Wie bereits mehrmals angekündigt, werden wir ab sofort bei allen Grafikkarten-Tests auch die Lautstärke der Probanden per Messgerät feststellen. Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D-Betrieb und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark05 in der Endlosschleife ausgeführt und nach fünfzehn Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
|
Ganz und gar nicht leise zu Werke geht die NX6800 Ultra, die im Idle-Modus nicht zu toppen ist. Ganz anders verhält es sich hingegen mit der NX6800 GT, die auf die Eigenentwicklung MSIs setzt und dadurch einen flüsterleisen Betrieb garantiert. Ebenfalls nicht zur Fraktion der Leisen gehört die NX6800, was primär an der Überforderung des Lüfters, der eigentlich auf eine GeForce 6600 GT gehört, liegen mag.
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperatur-Messungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach fünfzehn Minuten 3DMark05 abgelesen.
Temperatur
Angaben in °C
|
Den wahrlich kühlsten Kopf von allen Grafikkarten bewahrt die Radeon X850 Pro von MSI. Die übrigen Karten bewegen sich in ihrem jeweiligen Rahmen; Besonderheiten konnten wir nicht beobachten.
Übertaktbarkeit
Um die Grafikkarten aus dem Hause ausloten und diese so an ihr jeweiliges Maximum treiben zu können, nutzen wir die Übertaktungsfunktion des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe bzw. um die erlangten Ergebnisse durch Belastung der Chips zu verifizieren ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und notierten das Ergebnis.
3DMark 05 - Overclocking
Angaben in Punkten
|
Den größten Satz nach vorne von allen versammelten Karten macht – wer hätte dies erwartet? – die NX6800. Während wir den Chip auf spektakuläre 456 MHz treiben konnten, schafften wir es ganz nebenbei auch, den Speicher 80 MHz über seinen Spezifikationen zu betreiben. Dies führt zu einer Steigerung um über 1.500 Punkte im 3DMark05. Bei den restlichen Karten gestaltete sich das Übertakten weit weniger spektakulär und nicht ganz so effizient.
Stromverbrauch
Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb, letzterer wird erneut simuliert durch Verwendung des 3DMark05.
Stromverbrauch
Angaben in Watt (W)
|
Wenn man mal vom SLI-System der GeForce 7800 GTX, das hier außer Konkurrenz läuft, einmal absieht, besitzt die NX6800 Ultra die Krone für die Grafikkarte, die am meisten Strom aus der Dose frisst. Ihr dicht auf den Fersen sind NX6800 GT und RX850 XT.
HDTV-Wiedergabe
HDTV ist das Fernsehformat der Zukunft. Wir testeten, wie die heutigen Probanden bei der Wiedergabe solchen Contens abschnitten. Zum Einsatz kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen [25] (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia [26] und ATi [27], den Media Player in der Version 10 [28] und ein spezielles Hotfix [29], damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.
Während die NX6800 Ultra dank ihres NV45-Chips und dank eines diesem inhärenten Defekts keinerlei Beschleunigung für WMV-HD-Videos bereitstellt, scheint bei allen anderen Grafikkarten diese einwandfrei zu funktionieren.
Fazit
Und wieder einmal nähern wir uns dem Fazit eines Artikels. Also, legen wir los.
MSI RX850 Pro:

MSI RX850 XT:

MSI NX6800 Ultra:

MSI NX6800 GT:

MSI NX6800:














