Einleitung
Etwa einen Monat ist es her, dass ATi das eigene Produktportfolio ein erneutes Mal erweiterte [1]. Doch an diesem 1. März wurden nicht – wie so häufig in der Vergangenheit – neue Grafikkarten für den PCI Express-Bus vorgestellt. Nein, endlich bekam auch der schon etwas betagte AGP-8x-Bus Zuwachs. Dieser kam in Form der Radeon X800, X800 XL und der Radeon X850 XT [2] daher. Besonders letztere dürfte für Enthusiasten interessant sein, verspricht die Karte doch ähnliche Leistungen wie die Radeon X800 XT in der Platinum Edition auf Basis des R420-Chips, die in ihrer nun fast ein Jahr währenden Laufbahn nur selten und in kleinen Stückzahlen in den Handel gekommen ist. Während man bei den beiden neuen X800er-Karten nach wie vor den R430-Chip, eine native PCIe-VPU, verbaut und diesen mittels Rialto-Bridge-Chip fit für AGP macht, setzt man bei der X850 XT auf den R481, einen leicht modifizierten R480 mit internem AGP-Interface. Dieser Schritt wurde nötig, da der Rialto-Chip nicht ohne weiteres mit den hohen Taktraten von über 500 MHz zurecht kommt.

Wir haben nun heute die Gelegenheit, solch eine Radeon X850 XT - in unserem Fall sogar in der bisher weder von ATi noch von einem Boardpartner offiziell erwähnten „Platinum Edition“ - auf Basis des R481 für AGP auf Herz und Nieren zu testen. Was diese von ihrer Schwester für PCI Express unterscheidet, ob es solch Unterschiede überhaupt gibt und wie schnell die letztendlich nun wirklich ist, wollen wir in diesem Artikel genauer klären.
Technische Daten
ATis Radeon X850 XT in der schnelleren Platinum Edition basiert selbstverständlich auf den Vorgaben, die ATi den einzelnen Herstellern mit dem Launch des R480 [3] mit auf den Weg gegeben hat. Da sich seit der letzten Generation so gut wie nichts an der Architektur geändert hat, wollen wir keine überflüssigen Worte verschwenden und fassen alle wichtigen Daten anhand einer Tabelle zusammen.
| Radeon X800 XT PE |
Radeon X850 XT |
Radeon X850 XT PE |
GeForce 6800 GT |
GeForce 6800 Ultra |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Logo | ![]() |
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| Chip | R420/423 | R480/481 | R480/481 | NV40/45 | NV40/45 |
| Transistoren | ca. 160 Mio. | ca. 160 Mio. | ca. 160 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. |
| Fertigung | 0,13 µm low-k | 0,13 µm low-k | 0,13 µm low-k | 0,13 µm | 0,13 µm |
| Taktung (MHz) | 520 | 520 | 540 | 350 | 400 |
| Renderpipes | 16 | 16 | 16 | 16 | 16 |
| Pixelfüllrate | 8320 MPix/s | 8320 MPix/s | 8640 MPix/s | 5600 MPix/s | 6400 MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 8320 MTex/s | 8320 MTex/s | 8640 MTex/s | 5600 MTex/s | 6400 MTex/s |
| Vertexeinheit | DX9 VS 2.0+ | DX9 VS 2.0+ | DX9 VS 2.0+ | DX9 VS 3.0 | DX9 VS 3.0 |
| Vertexpipes | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 |
| Interface | PEG x16/AGP | PEG x16/AGP | PEG x16/AGP | PEG x 16/AGP | PEG x16/AGP |
| SLI-Modus* | nein | nein | nein | ja | ja |
| Texturen pro Pass | 16 (32) | 16 (32) | 16 (32) | 16 (32) | 16 (32) |
| Pixelshader | PS 2.0+ | PS 2.0+ | PS 2.0+ | PS 3.0 | PS 3.0 |
| Speicher (MB) | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 |
| Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit |
| Speichertakt (MHz) | 560 | 540 | 590 | 500 | 550 |
| Bandbreite (MB/s) | 35840 | 34560 | 37740 | 32000 | 35200 |
| RAMDAC | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz |
| Präz. pro Kanal | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) |
| *Der SLI-Modus setzt ein PCI-Express-Interface voraus | |||||
ATis X8xx-Serie besteht mittlerweile aus gut und gerne sechzehn verschiedenen Grafikkarten. Dass bei einer solchen Vielzahl an Varianten Konfusion auf der Tagesordnung steht, kann wohl nicht abgestritten werden. Um zumindest etwas Licht ins Dunkel zu bringen, fassen wir alle (theoretisch) erhältlichen Modelle in einer übersichtlichen Tabelle zusammen - selbstverständlich unterteilt nach AGP- und PCI-Express-Interface.
| Chip | Chiptakt [MHz] |
RAM-Takt [MHz] |
Typ | Interface | Pipelines | Shader | Kühlung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Neu: | ||||||||
| Radeon X850 XT PE | R480 | 540 | 590 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Dual-Slot |
| Radeon X850 XT | R480 | 520 | 540 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Dual-Slot |
| Radeon X850 Pro | R480 | 520 | 540 | GDDR3 | 256 Bit | 12 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 XL | R430 | 400 | 490 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 | R430 | 390 | 350 | DDR1 | 256 Bit | 12 | 6 | Single-Slot |
| Alt: | ||||||||
| Radeon X800 XT PE | R423 | 520 | 560 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 XT | R423 | 500 | 500 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 Pro | R423 | 475 | 450 | GDDR3 | 256 Bit | 12 | 6 | Single-Slot |
| Chip | Chiptakt [MHz] |
RAM-Takt [MHz] |
Typ | Interface | Pipelines | Shader | Kühlung | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Neu: | ||||||||
| Radeon X850 XT PE | R481 | 540 | 590 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Dual-Slot |
| Radeon X850 XT | R481 | 520 | 540 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Dual-Slot |
| Radeon X800 XL | R430* | 400 | 490 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 | R430* | 390 | 350 | DDR1 | 256 Bit | 12 | 6 | Single-Slot |
| Alt: | ||||||||
| Radeon X800 XT PE | R420 | 520 | 560 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 XT | R420 | 500 | 500 | GDDR3 | 256 Bit | 16 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 Pro | R420 | 475 | 450 | GDDR3 | 256 Bit | 12 | 6 | Single-Slot |
| Radeon X800 SE | R420 | 425 | 400 | GDDR3 | 256 Bit | 8 | 6 | Single-Slot |
| * Um den R430 fit für AGP zu machen, verwendet ATi zusätzlich den Rialto-Brückenchip. | ||||||||
Die Karte
ATi Radeon X850 XT "PE" für AGP
X850-Karten für den AGP-Bus sind Neuland, so dass wir zuerst ein paar Worte über die PCI Express-Geschwister verlieren möchte. Hier sah es in den vergangenen Wochen wie folgt aus: Nachdem ATi den R480-Chip als Nachfolger des R423 vorgestellt hatte [2], versprach man zunächst vollmundig, auch Karten des Typs Radeon X850 XT Platinum Edition [4] auf den Markt bringen zu wollen. Daraus wurde bis heute aber nicht viel, da solche Grafikkarten Mangelware sind wie die sprichwörtlichen Bananen in der DDR. Bei Geizhals.at [5] finden sich zwar Modelle von Asus, Club3D, PowerColor, Sapphire usw. Mit der Verfügbarkeit sieht es jedoch schlecht aus. Anders sieht es bei der etwas langsameren Radeon X850 XT aus, die schon mehrfach bei einigen Händlern gesichtet worden ist.
Wie die Verfügbarkeit beim neuen und sich heute hier im Test befindlichen R481 für AGP aussieht, vermag zu diesem Zeitpunkt noch niemand zu sagen. Vorgestellt wurden die Produkte am 1. März und es ist auch zu erwarten, dass in der nächsten Zeit eine Vielzahl von X850 XT-Karten auf den Markt kommen werden.
Beim Blick auf die Karte wird schnell klar, dass sich auf den ersten Blick kaum etwas gegenüber den Modellen für PCI Express geändert hat. So sieht auch ATi für dieses Modell einen DVI- sowie einen analogen DSub-Ausgang vor. Zudem gibt es noch einen TV-Anschluss mit ViVo-Funktion, für die ein Rage Theatre-Chip verantwortlich ist. Auffällig ist jedoch, dass der zweite DVI-Ausgang fehlt, der bei der PCI Express-Karte in der PE-Version noch vorhanden ist. Hier scheint man also das PCB einer normalen X850 XT verwendet zu haben, dessen Design nur einen solchen vorsieht. Weiterhin kommt jetzt der charakteristische 3,5-Zoll-Stromstecker zum Einsatz.
Das bei der uns vorliegenden Karte verwendete PCB musste auf den zweiten Blick allerdings doch vollkommen neu entwickelt werden. Dies resultiert allein schon aus der Tatsache, dass AGP und PCI Express vollkommen verschiedene Leiterbahnführungen besitzen. Ebenfalls überarbeitet werden musste die Stromversorgung. Während die Bauteile links über dem Chip unverändert blieben, kamen einige Teile am äußeren Rand des PCBs hinzu. Hier zollt man wohl dem Umstand Tribut, dass mehr Strom durch den Extraanschluss geliefert werden muss.
Betrachtet man die Radeon X850 XT Platinum Edition weiter, so fällt natürlich der opulente Kühler auf, der einen zweiten Slot direkt neben der Grafikkarte blockiert. Hier kommt exakt das Modell zum Einsatz, welches auch schon die Modelle für PCI Express schmückte. Als Basis dient hier eine große Aluminiumplatte über dem R481-Chip, auf der Kupferkühlrippen verlötet sind. Für Frischluft sorgt ein recht leiser Radiallüfter, der die heiße Luft aus dem Gehäuse heraus befördert. Dank einer Temperatursteuerung und geringer Drehzahl wird dieser auch unter andauernder Volllast nicht erwähnenswert laut, so dass man diese Grafikkarte in einem geschlossenem Gehäuse mit weiteren Lüftern glatt überhören könnte.
Beim Speicher setzt ATi weiterhin auf einen 256 MB großen Framebuffer, der sich aus insgesamt acht Chips zusammensetzt. Hier kommen – wie so häufig in der Vergangenheit – Chips aus dem Hause Samsung vom Typ GDDR3 [6] zum Einsatz. Diese besitzen eine minimale Zugriffszeit von 1,6 ns und qualifizieren sich somit für einen Betrieb bei bis zu 600 MHz. Da die uns vorliegende Platinum Edition von Haus aus mit 590 MHz taktet, bleiben also nur noch 10 MHz Spielraum für etwaige Übertaktungsversuche. Die Chips auf der Frontseite der Grafikkarte werden durch kleine Wärmeleitpads mit dem großen Kühlkörper verbunden, während sich die der Rückseite mit einem spärlichen Aluminiumstück begnügen müssen.
Testsystem
Testsystem PCI Express:
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,4 GHz EE (Gallatin, 512 kB Level-2-Cache, 2048 kB Level-3-Cache)
- Motherboard (Timings per SPD)
- MSI 925X Neo (Sockel LGA775, Intel i925X)
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB Corsair DDR2-533 (4-4-4-12)
- Grafikkarten (in den Diagrammen blau eingefärbt)
- ATi Radeon X850 XT Platinum Edition (540/590 MHz)
- ATi Radeon X850 XT (520/540 MHz)
- ATi Radeon X800 XT (500/500 MHz)
- ATi Radeon X800 XL
- ATi Radeon X800
- ATi Radeon X700 XT
- ATi Radeon X700 Pro
- ATi Radeon X600 XT
- nVidia GeForce 6800 Ultra
- nVidia GeForce 6800 GT
- nVidia GeForce 6800 (256 MB) *
- nVidia GeForce 6600 GT (500/500 MHz)
- nVidia GeForce 6600 (300/275 MHz)
- nVidia GeForce PCX 5900
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital 80 GB P-ATA HDD (8 MB Cache)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 65.76
- nVidia ForceWare 66.93 für 6800er und 6600er
- ATi Catalyst 4.11
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft DirectX 9.0c
Testsystem AGP 8x:
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,4 GHz EE (Gallatin, 512 kB Level-2-Cache, 2048 kB Level-3-Cache)
- Motherboard (Timings per SPD)
- Abit IC7-G (Sockel 478, Intel i875P)
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB Samsung DDR400 (3-3-3-8)
- Grafikkarten (in den Diagrammen grau eingefärbt)
- ATi Radeon X850 XT „PE“ (540/590 MHz)
- ATi Radeon X800 XT „PE“ (520/560 MHz)
- ATi Radeon X800 Pro
- ATi Radeon 9800 XT
- ATi Radeon 9800 Pro
- nVidia GeForce 6600 GT (500/450 MHz)
- nVidia GeForce FX 5950 Ultra
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital 80 GB P-ATA HDD (8 MB Cache)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 65.76 (SM 3.0 aktiv)
- nVidia ForceWare 66.93 für GeForce 6600
- ATi Catalyst 5.3 für Radeon X850 XT
- ATi Catalyst 4.11
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft DirectX 9.0c
Die Einstellungen in den Treibern der Grafikkarten nahmen wir wie folgt vor: Grundsätzlich versuchten wir die maximale Qualität zu erreichen und stellten z.B. bei allen Karten der GeForce-Serie den IQ-Regler auf die Stufe „Quality“, so dass der optimierte trilineare Filter aktiviert ist, um nicht gegenüber den ATi-Karten ins Hintertreffen zu geraten. Alle anderen Einstellungen beließen wir beim Standard, der bei der Neuinstallation des Treibers aktiviert ist. Dass der aktuelle ForceWare-Treiber von nVidia bereits das Shader-Model 3.0 unterstützt, ist durchaus wichtig, da FarCry dieses Feature in der inoffiziellen Version 1.2 und der offiziellen Variante 1.3 ebenfalls bietet. Bei den ATi-Karten beließen wir ebenfalls die IQ-Einstellungen in den Standardeinstellungen. Sowohl nVidia- wie auch ATi-Grafikkarten sollten so während des ganzen Tests eine vergleichbare und akzeptable Bildqualität liefern.
* Da wir noch keine GeForce 6800 für PCI Express in unserem Testlabor hatten, emulierten wir diese Karte mit einer 6800 GT für PCI-E. Um insgesamt vier Pipelines deaktivieren zu können, nutzen wir den RivaTuner, der ein solches Feature beherrscht.
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 03 Version 340
- 3DMark 05
- AquaMark 3
- Spielebenchmarks:
- Far Cry V 1.2
- Unreal Tournament 2004
- RtCW - Enemy Territory
- Tomb Raider - Angel of Darkness
- Half-Life 2 (Counter-Strike: Source, Build 2124)
- Doom 3
Synthetische Benchmarks
3DMark03
Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark03 aus dem Hause Futuremark. Dies veranlasste uns dazu, das Benchmarkprogramm doch noch in den Parcours zu integrieren, denn der Leser ist schließlich König. Alle Einstellungen zu Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht über den Treiber erzwungen.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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3DMark05
3DMark 05 ist Futuremarks neuestes Produkt zum Testen von aktuellen Grafikkarten. War die Vorgängerversion noch höchst umstritten, blieb ein Eklat der 05er-Version bis jetzt erspart. Zu den Features der neu entwickelten Engine, auf der 3DMark 05 basiert, gehört unter anderem auch die Unterstützung des Shader-Model 2.0b und 3.0 aktueller ATi- und nVidia-Karten. Lief 3DMark 03 auch noch auf älteren Grafikkarten, ist für die Nutzung des neuesten Teils eine Grafikkarte mit DirectX-9.0-Fähigkeiten essentiell. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [7].
3DMark 05
Angaben in Punkten
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AquaMark 3
Weiter geht es mit AquaMark 3, welcher von den Entwicklern weitestgehend als Alternative zum 3DMark03 entworfen worden ist. Und so liegt auch diesem Benchmark eine Spieleengine zugrunde, die unter anderem auch in AquaNox 2 - Revelation Verwendung fand. Allerdings wurde diese für den AquaMark 3 nochmals auf den neuesten Stand gebracht und unterstützt nun sogar einige DirectX-9-Effekte. Alle Einstellungen zum Anti-Aliasing und zur anisotropen Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht durch den Treiber erzwungen.
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spielebenchmarks
Far Cry
Über das Spiel FarCry muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Dank einer sehr flexiblen und fortschrittlichen Engine konnten die Entwickler durch den Patch zur Version 1.2 (und nun auch 1.3) einige Neuerungen im Spiel integrieren. So beherrscht FarCry ab sofort das Shader-Model 3.0 [8] der GeForce-6000er-Serie nVidias sowie das auf ATis Karten abgestimmte Shader-Model 2.0b [9]. Während ersteres nVidia-Karten zur einer weitaus effizienteren Verarbeitung der komplexen Shader durch das so genannte „Branching“ verhilft, nutzt ATi das Shader-Model 2.0b dazu, weitestgehend eine effizientere Berechnung der Lichtquellen zu erreichen. Zusätzlich beherrschen ATis R4x0-Karten das „Geometry Instancing“, welches eigentlich Teil des SM 3.0 ist und zu einer besseren Berechnung von Geometriedaten führt.
Um die Vorzüge der Cry-Engine zu nutzen, aktivierten wir auf allen nVidia-Karten der GeForce-6000er-Serie das Shader-Model 3.0 sowie auf allen ATi X800-Karten das SM 2.0b. Die Qualitätseinstellungen im Spiel stellten wir auf das jeweilige Maximum und nahmen auch sämtliche Einstellungen bezüglich Anti-Aliasing und anisotroper Filterung im Spiel vor. Die von uns verwendete Demo wurde im Licht- und Shader-intensiven Research-Level aufgenommen.
Far Cry Version 1.3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Hinweis: Auf der ATi Radeon X800 XT sowie X700 Pro und XT für PCI Express wollte leider aus unerklärlichen Gründen das SM 2.0b nicht laufen. Trotz zwei verschiedener Testkarten mit unterschiedlichen Bios-Versionen wählte das Spiel immer den SM-2.0-Pfad, der einen signifikanten Nachteil gegenüber dem SM 3.0 und dem SM 2.0b entstehen lässt. Die Werte der Radeon X700 Pro, XT und X800 XT sind also nur unter Vorbehalt zu sehen, spiegeln sie doch nicht das wahre Leistungspotenzial der Karte wider.
Unreal Tournament 2004
Weiter geht es mit Unreal Tournament 2004, einem recht aktuellen Multiplayer-Shooter. Dieser basiert weitestgehend auf der Engine, mit der auch schon der Vorgänger programmiert worden war. Allerdings wurde diese um Effekte bereichert, so dass jetzt auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. Um die von uns getesteten Grafikkarten zu belasten, wählten wir eine Flyby-Demo aus der Map „DM-Inferno“. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten über die Treiber erzwungen werden, da Unreal Tournament 2004 leider keine dementsprechende Funktion bietet.
Unreal Tournament 2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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RtCW - Enemy Territory
Fast schon ein altes Eisen in unserem Benchmarkparcours ist „RtCW - Enemy Territory“, quasi der Multiplayerteil eines indizierten Shooters mit WW2-Thematik. Enemy Territory steht bei uns stellvertretend für eine ganze Reihe von Spielen, die auf der Quake-3-Engine entwickelt worden und in den vergangenen Jahren auf dem Markt erschienen sind. Die Spieldetails stellten wir auf's Maximum und testeten mit einer Demo, die auf der Map „Radar“ erstellt worden ist. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten durch den Treiber erzwungen werden.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Doom 3
Doom 3 ist erst seit dem 12. August 2004 auf dem deutschen Markt erhältlich, gilt aber schon jetzt als ein Meilenstein in der Geschichte der PC-Spiele. Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Zusätzlich sorgen imposante Licht- und Schatteneffekte für die nötige Gruselstimmung. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert. Zum Einsatz kam die von Entwickler id Software aufgenommen „Demo1“ und die im Spiel integrierte Timedemo-Funktion. Weitere Details zu Doom 3 gibt es in einem unser ausführlichen Artikel [10].
Doom 3 "High Detail"
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Tomb Raider - AoD
Wenn der gemeine PC-Spieler an Tomb Raider denkt, kommt er wohl unweigerlich auf lustlose Rätsel, vollbusige Actionheldinnen und Clipping-Fehler. Dass „Tomb Raider - Angel of Darkness“ dennoch auf einer recht passablen Grafikengine basiert, vergessen viele dabei aber nur allzu oft. Diese zeichnet sich durch ihre große Variabilität aus, die wir uns hier zu Nutze machen wollen. Zudem unterstützt das Spiel bereits einige Effekte, die Pixel- und Vertex-Shader 2.0 voraussetzen. Zusammen mit dem Gebrauch von Bump Mapping und hochauflösenden Texturen wird das Spiel zwar nicht zum puren Augenschmaus wie z.B. FarCry, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Zum Messen benutzten wir das Programm „Bench'em'All“, das es uns erlaubt, komfortabel die eingebaute Timedemo-Funktion zu nutzen. Wir stellten die Texturqualität auf 32 Bit, aktivierten alle PS-2.0-Effekte und sollten somit auch moderne Grafikkarten in Bedrängnis bringen.
Tomb Raider - AoD v49
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2
Auch wenn Half-Life 2 nun endlich erschienen ist, mussten wir im Vorfeld der Veröffentlichung noch auf den in Counter-Strike: Source integrierten Benchmark zurück greifen. Wurde uns mit dem ForceWare-Treiber 61.77 mit PCX-Karten noch der schnellere DirectX-8.1-Pfad aufgezwungen, war dieses mit dem nun verwendeten 65.76 nicht mehr der Fall. Dieser Treiber erlaubte es uns, auch auf diesen Grafikkarten die volle Pixelpracht begutachten zu können und damit auch vergleichbare Werte abzuliefern. Allerdings mussten wir die FX 5950 Ultra immer noch mit dem 8.1-Pfad betreiben.
Half-Life 2 - Video Stress Test
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Performancerating
Performancerating 1024x768
Angaben in Prozent
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Es ist geschafft, wir haben einen neuen ersten Platz in unserem Performancerating. Die heute von uns getestete Radeon X850 XT für AGP in der Platinum Edition konnte das Gegenstück für PCI Express knapp schlagen und sich den Platz an der Sonne sichern. Allerdings wollen wir an dieser Stelle noch einmal auf unser Testsystem [11]und den Umstand hinweisen, dass nicht alle Karten mit demselben Treiber durch den Benchmarkparcours geschickt wurden. Auch wenn sich - so zeigen es Catalyst-Vergleiche im Netz - in den letzten Versionen in Sachen Geschwindigkeit kaum etwas getan zu haben scheint, dürfte der kleine Vorsprung der AGP-Variante auf einen neuen Treiber zurück zu führen zu sein. Darüber hinaus sind PCIe- und AGP-Testysteme aufgrund der unterschiedlichen Architekturen nunmal leider nicht 100%ig untereinander vergleichbar.
Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
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In der nächst höheren Auflösung wird der Abstand sogar noch etwas größer, was allerdings daran erneut am Treiber und den Testsystemen liegen dürfte.
Performancerating AA & AF
Angaben in Prozent
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Auch unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung kann die neue AGP-Karte all ihre Trümpfe ausspielen. Unterm Strich dürften alle drei Ergebnisse verdeutlichen, dass R480 und R481 dieselbe Leistung bieten und Unterschiede zwischen der AGP- und der PCIe-Variante einer Grafikkarte eher im restlichen System als auf dem Pixelbeschleuniger zu suchen sind.
Sonstiges
Lautstärke
Die Lautstärke einer Grafikkarten ohne teure Messgeräte zu begutachten, war schon immer ein Tanz auf dem Drahtseil. Wir wollen deswegen lieber Vergleiche mit anderen Karten angeben, um auch näher an der Praxis zu bleiben. Alle unsere Angaben beziehen sich auf Grafikkarten, die wir nicht in einem Gehäuse betrieben haben.
Wie wir bereits erwähnt haben, verbaut ATi auch bei der Radeon X850 XT PE für AGP exakt den gleichen Kühlkörper wie schon beim Modell für die PCI Express-Schnittstelle [12]. Daraus resultiert, dass beide Grafikkarten natürlich exakt gleich laut sind, so dass wir eigentlich kaum Neues berichten können. Vielmehr muss wieder einmal gesagt werden, dass ATi das Design der ersten, eigenen Zwei-Slot-Kühllösung sehr gut gelungen ist. Der Chip wird auf einer angemessenen Temperatur gehalten und dabei gibt der verbaute Radiallüfter nur wenig Krach von sich. So produziert die X850 XT PE auch unter Last kaum mehr Störgeräusche als eine Radeon X800 XT. Beide Grafikkarten befinden sich also, was die Lärmbelästigung angeht, auf einem etwa identischen Niveau.
Temperatur
Alle Messungen der Temperatur wurden außerhalb eines Gehäuses vorgenommen. Das Auslesen der Werte übernahm für uns der RivaTuner, der die Fähigkeit besitzt, Werte über einen längeren Zeitraum aufzuzeichnen. Die Werte im Idle-Modus erzielten wir nach zehnminütigem Betrieb auf dem Windows-Desktop, der Last-Werte entstanden nach einem kompletten 3DMark03-Durchlauf (alle vier Gametests).
Temperaturmessung
Angaben in °C
|
Auch bei der Chiptemperatur änderte sich gegenüber der Schwesterkarte mit R480-Chip nichts. Lediglich im Idle-Modus liegt die von uns gemessene Temperatur mit 39° C genau ein Grad unter der PEG-Variante – alles in allem wohl als Messungenauigkeit abzustempeln. Unter Last sind beide Karten dann wieder gleichauf und liefern mit 72° C zwar keine Glanzleistung ab, sind aber noch die kühlsten High-End-Karten in unserem Testaufbau.
Übertaktbarkeit
Von den Lesern oft verlangt und nun wieder einmal erfüllt: Overclocking. Nachdem wir alle regulären Benchmarks durchlaufen lassen haben, nehmen wir uns den Testkandidaten noch einmal vor und durchleuchten diesen auf seine Übertaktbarkeit. Um die so gewonnene Leistung in konkrete Zahlen zu verwandeln und die Stabilität zu testen, lassen wir die übertaktete Karte einmal den 3DMark 05 bewältigen. Da die aktuelle Version des Rivatuners leider noch nicht mit dem Catalyst 5.3 und dem R481-Chip zusammenarbeitet, mussten wir die Grafikkarte über das Catalyst Control Center übertakten. Dieses limitiert den Speichertakt allerdings schon bei 615 MHz, so dass die Ergebnisse mit Vorsicht genossen werden sollten. Folgende Ergebnisse konnten wir dabei erzielen:
3DMark 05 - Overclocking
Angaben in Punkten
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Nachdem wir mit der Radeon X850 XT PE für PCI Express beim Übertakten ein mittelschweres Desaster [13] erlebt hatten, waren wir natürlich besonders gespannt, was uns die Variante für AGP mit R481 bieten würde. Während wir beim Chip eine Steigerung von 35 MHz erreichen konnten, mussten wir uns beim Speicher mit 615 MHz (1230 MHz DDR) begnügen. Wie wir bereits erwähnt haben, machte uns hier das CCC einen Strich durch die Rechnung, da dieses keine höhere Taktfrequenz als 615 MHz zulässt. Da der Speicher aber durch seine minimal 1,6 ns schnelle Zugriffszeit allein schon für deren 625 spezifiziert ist, dürfte bei 615 MHz also noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Wir werden demnächst überarbeitete Ergebnisse nachreichen.
An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass die von uns erzielten Ergebnisse keinesfalls stellvertretend für die ganze Serie stehen. So ist das Übertakten immer vom jeweiligen System - ja sogar von der jeweiligen Grafikkarte abhängig - so dass sich immer andere Ergebnisse abzeichnen sollten. Unsere Werte sollten lediglich als Referenz herangezogen werden.
Fazit
ATi Radeon X850 XT Platinum Edition für AGP:
Eines vorweg: Die Radeon X850 XT PE für AGP ist schnell, verdammt schnell sogar – und daran lässt sich auch so schnell nicht rütteln und nicht schütteln. Was uns beim Schreiben dieses Fazits jedoch viel mehr bewegte, ist das Drumherum. Genau das, was einem in den Kopf schießt, wenn man eine solche Grafikkarte das erste Mal in den Händen hält. Legen wir also los.
Wir waren schon etwas erstaunt, als UPS uns am späten Nachmittag ein Paket überreichte, in dem unserer Meinung nach die uns zwei Tage vorher angebotene Grafikkarte war. Das Besondere war nicht die Transportzeit von zwei Tagen. Nein, es war die Tatsache, dass es sich um eine „Platinum Edition“ handelt. Diese – zugegeben eher seltene Spezies Grafikkarte – tauchte das letzte Mal in Zusammenhang mit AGP in Verbindung mit der mittlerweile ein Jahr alten Radeon X800 XT, über deren R420-Chip schon alles gesagt worden ist, auf. Als wir die Zusage für einen Test gaben, gingen wir vielmehr davon aus, eine normale Radeon X850 XT zu erhalten, die bekanntlich mit nur 520 MHz Chip- und 540 MHz RAM-Takt ausgeliefert wird und am 1. März vorgestellt wurde. Was wir bekamen waren 540 MHz Chip- und 590 MHz Speichertakt.
Die Existenz einer Platinum Edition für AGP verwirrt uns dann doch etwas, hatten wir im Vorfeld ja noch nie von einer solchen Variante gehört. Wir nahmen an, dass ATi eine PE für AGP nicht geplant hat, da man bis jetzt immer nur von der XT mit R481 sprach und nie eine schnellere Variante erwähnte. Rückendeckung gibt uns dabei die Tatsache, dass auch eine Vielzahl von Grafikkartenherstellern keine Platinum Edition für das AGP-Interface angekündigt haben, zumal auch nicht zu erwarten ist, dass es solche Karten jemals in Massen auf dem Markt geben wird. Die verzweifelte Suche bei Geizhals.at [14] befördert dann jedoch genau so eine Karte von Sapphire hervor. Nicht angekündigt, nicht vorgestellt, aber bei Geizhals und in unserem Testsystem. Verkehrte Welt.
Doch was treibt ATi dazu, letztendlich doch noch solch kampfwertgesteigerte X850 XTs auf den Markt zu werfen und an die Presse zu verteilen? Letztendlich wird es wohl daher rühren, dass man eine neue Karte präsentieren wollte, die schneller ist als eine Radeon X800 XT „PE“ – eine Karte, die man nie hat in großen Stückzahlen fertigen können. Eine normale X850 XT könnte dieser nicht das Wasser reichen, da der RAM-Takt 20 MHz niedriger angesetzt ist. Etwas Schnelleres musste also her, schließlich kann man nicht mit großem Tamtam eine langsamere Grafikkarte präsentieren, oder? Ein erfahrener PR-Mitarbeiter wird unsere Ansichten bestätigen.
Allerdings ruft die Präsentation einer neuen Platinum Edition wieder das leidige Thema der Verfügbarkeit auf die Tagesordnung. Und die vergangenen Monate zeigen eindeutig, dass es um diese meist mehr als schlecht gestellt war. Oder taktet der R481 am Ende so gut, dass man keinerlei Probleme bei der Realisierung einer PE-Variante sah? Fragen, auf die wir leider keine Antwort wissen und über die Feiertage wohl auch nicht von ATi bekommen werden können. Aber wir bleiben dran.
Was wir wissen ist, dass ATi wieder einmal seine Stellung als primus inter pares untermauert und erneut eine sehr schnelle Grafikkarte präsentiert hat. Ob es die ATi Radeon X850 XT PE in Zukunft in großen Stückzahlen zu kaufen geben wird, wann erste Radeon X850 XT für AGP in Mengen verfügbar sind und wie viel diese dann kosten werden, werden die nächsten Wochen zeigen.




















