Einleitung
Obwohl sich die Gemüter vor kurzem bei der Präsentation der neuen Radeon-X1000-Familie [1] wieder stark erhitzten, sind die eigentlichen Geldbringer für die Hardwarehersteller ganz andere Grafikkarten, die auf einem deutlich niedrigerem Preisniveau um die 200 Euro kämpfen: die Mid-Range-Grafikkarten. Seit letztem Jahr bekämpfen sich dort die GeForce-6600-Serie von nVidia sowie die Radeon-X700-Karten von ATi, wobei die ATi-Derivate größtenteils klar den Kürzeren ziehen. So gab es jene Karten zuerst ausschließlich für das PCIe-Interface, weswegen die X700 in den Regalen liegen geblieben ist. Erst später hat man eine AGP-Variante hinterhergeschoben, die dann aber – wie das PCIe-Pendant – fast durchgehend langsamer arbeitete als die GeForce 6600.
Nun hat ATi vor einigen Wochen die Radeon X800 GT vorgestellt, die – wie das Namenssuffix auch vermuten lässt – die nVidia GeForce 6600 GT nicht nur angreifen, sondern jene auch deutlich in die Schranken weisen soll. Zudem sollen sich diese Karten hervorragend übertakten lassen, da auf der X800 GT die restlichen Chips der großen X800-Karten verbaut werden. Außerdem stellte man einige Tage später eine weitere Karte vor, die auf den Namen X800 GTO hört. Diese ist noch schneller als die X800 GT und will nicht nur die GeForce 6800 hinter sich lassen, sondern gleichzeitig in die Performancelücke zwischen GeForce 6800 und GeForce 6800 GT vorpreschen und dort verlorenen Boden bei den preisgünstigen Karten gut machen.
Aus diesem Grund haben wir uns mehrere Grafikkarten des Herstellers Sapphire [2] an Bord geholt und wollen die löblichen Versprechungen kontrollieren. Mit dabei ist die Sapphire Radeon X800 GT sowie die X800 GTO. Jedoch bietet das Portfolio des bekannten Herstellers unter anderem noch zwei weitere Grafikkarten mit Radeon-X800-GTO-Chips an. Die X800 GTO Ultimate kommt mit einem passiven Kühlkörper daher und verspricht damit einen lautlosen Betrieb. Zudem hat auch eine Sapphire Radeon X800 GTO² den Weg in unser Testlabor gefunden, für die es eine modifizierte BIOS-Version gibt, die nicht nur 12 Pixel-Pipelines, sondern gleich alle 16 aktiviert und somit eine noch bessere Performance für den gleichen Preis liefert.
Technische Daten
| GeForce 6600 GT |
Radeon X700 Pro |
Radeon X800 GT |
Radeon X800 GTO |
Radeon X1600 XT |
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|---|---|---|---|---|---|
| Logo | |
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| Chip | NV43 | RV410 | R430R423/R480 | R430R423/R480 | RV530 |
| Transistoren | ca. 146 Mio. | - | ca. 160 Mio. | ca. 160 Mio. | ca. 157 Mio. |
| Fertigung | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,11 µm 0,13 µm low-k |
0,11 µm 0,13 µm low-k |
0,09 µm |
| Chiptakt | 500 MHz | 425 MHz | 475 MHz | 400 MHz | 590 MHz |
| Pixel-Pipelines | 8 | 8 | 8 | 12 | 12 |
| ROPs | 4 | 8 | 8 | 12 | 4 |
| Pixelfüllrate | 2000 MPix/s | 3400 MPix/s | 3800 MPix/s | 4800 MPix/s | 2360 MPix/s |
| TMUs je Pixel-Pipeline | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 (insgesamt!) |
| Texelfüllrate | 4000 MTex/s | 3400 MTex/s | 3800 MTex/s | 4800 MTex/s | 2360 MTex/s |
| Vertex-Pipelines | 3 | 6 | 6 | 6 | 5 |
| Dreiecksdurchsatz | 375 MV/s | 637,5 MV/s | 712,5 MV/s | 600 MV/s | 737,5 MV/s |
| Pixelshader | PS 3.0 | PS 2.b | PS 2.b | PS 2.b | PS 3.0 |
| Vertexshader | VS 3.0 | VS 2.0 | VS 2.0 | VS 2.0 | VS 3.0 |
| Speichermenge | 128 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256/128 GDDR3 |
| Speichertakt | PCIe: 500 MHz AGP: 450 MHz* |
430 MHz | 490 MHz | 490 MHz | 690 |
| Speicherinterface | 128 Bit | 128 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 128 Bit |
| Speicherbandbreite | 16000 MB/s 14400 MB/s* |
13760 MB/s | 31360 MB/s | 31360 MB/s | 22080 MB/s |
| Präzision pro Kanal | FP32/FP16 | FP24 | FP 24 | FP 24 | FP32 |
| Interface | PCIe/AGP | PCIe/AGP | PCIe | PCIe | PCIe |
| SLI-Unterstützung | Ja (PCIe) | Nein | Nein | Ja | Ja |
Welcher Chip sich hinter der Radeon X800 GT sowie X800 GTO verbirgt, ist von Karte zu Karte unterschiedlich, da ATi aufgrund der neuen X1000-Serie [3] den Restbestand der R4x0-Chips noch verkaufen möchte. Somit ist es auf beiden Karten möglich, dass der R423, R430 oder gar R480 verbaut wird, womit man, vor allem bei letzterem, ein recht großes Übertaktungspotenzial zu erwarten hat.
Bei der Radeon X800 GT sind insgesamt acht Pixel-Pipelines aktiviert, die mit 475 MHz getaktet werden, womit man bei der Texelfüllrate auf den Konkurrenten GeForce 6600 GT von nVidia aufschließen kann. Bei der Pixelfüllrate überholt man gar aufgrund der doppelten Anzahl der Rasteroperationseinheiten die GT-Variante der Kalifornier. Der Dreiecksdurchsatz ist bei der ATi-Karte ebenfalls deutlich höher, jedoch wird sich dieser Vorteil größtenteils nur im 3DMark05 zeigen, welcher sehr Geometrie-lastig ist. Als Besonderheit verfügt die neue Mid-Range-Grafikkarte über ein 256 Bit breites Speicherinterface, das mit 490 MHz taktet. Damit besitzt die X800 GT eine mehr als doppelt so hohe Speicherbandbreite wie der direkte Konkurrenzchip!
Die Radeon X800 GTO verfügt über 12 Pixel-Pipelines, weswegen trotz des niedrigeren Chiptakts von 400 MHz eine größere Texelfüllrate als bei der X800 GT zur Verfügung steht. Der Speicher ist identisch wie beim kleineren Bruder – hier herrscht also Gleichstand.
Den technischen Daten zufolge müsste bereits ATis Radeon X800 GT die GeForce 6600 GT von nVidia problemlos schlagen und somit den neuen Preis-Leistungs-Sieger stellen können. Ob dies gelingt, wird sich in den folgenden Benchmarks zeigen.
Die Karten
Um alle vier Testkandidaten besser miteinander vergleichen zu können, stellen wir nachfolgend ihre Features in einer Tabelle gegenüber.
| Modell | Sapphire Hybrid Radeon X800 GT |
Sapphire Hybrid Radeon X800 GTO |
|---|---|---|
| Bild | ![]() |
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| Preis, Geizhals (lieferbar) |
ca. 165 Euro [4] | ca. 180 Euro [5] |
| Chip | ATi R423/R430/R480 | ATi R423/R430/R480 |
| Architektur | 8 Pixel-, 6 Vertex-Pipelines | 12 Pixel-, 6 Vertex-Pipelines |
| Chiptakt | 475 MHz | 400 MHz |
| Speicher | 256 MB GDDR3 | 256 MB GDDR3 |
| Speichertakt (max.) | 490 MHz | 490 MHz |
| Speicherhersteller | Samsung GDDR3, 2,0 ns | Samsung GDDR3, 2,0 ns |
| Speicheranbindung | 256 Bit | 256 Bit |
| PCB | ATi-Referenzdesign | ATi-Referenzdesign |
| Anschlüsse |
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| ViVo | - | - |
| Kühler | Eigenkonstruktion, Single-Slot | Eigenkonstruktion, Single-Slot |
| Speicherkühlung | Nein | Nein |
| Lieferumfang |
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| Modell | Sapphire Hybrid Radeon X800 GTO² |
Sapphire Ultimate Radeon X800 GTO |
|---|---|---|
| Bild | ![]() |
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| Preis, Geizhals (lieferbar) |
ca. 250 Euro [6] | ca. 190 Euro [7] |
| Chip | R480 | R423/R430/R480 |
| Architektur | 12 Pixel-, 6 Vertex-Pipelines | 12 Pixel-, 6 Vertex-Pipelines |
| Chiptakt | 400 MHz | 400 MHz |
| Speicher | 256 MB GDDR3 | 256 MB GDDR3 |
| Speichertakt (max.) | 490 MHz | 490 MHz |
| Speicherhersteller | Samsung GDDR3, 1,6 ns | Samsung GDDR3, 2,0 ns |
| Speicheranbindung | 256 Bit | 256 Bit |
| PCB | ATi Referenz-Design | ATi Referenz-Design |
| Anschlüsse |
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| ViVo | - | - |
| Kühler | ATi-Referenzdesign für Radeon X850 Pro, Single Slot |
Heatpipe-Passivkühler, Single-Slot |
| Speicherkühlung | Nein | Ja, durch Chipkühlung |
| Lieferumfang |
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Impressionen
Sapphire Radeon X800 GT
Die Sapphire „Hybrid Radeon X800 GT“ setzt auf den gleichnamigen Chip von ATi und ist als neue Konkurrenz zur GeForce 6600 GT aus dem Hause nVidia gedacht. Entsprechende Karten inklusive dem Softwarepaket sind für 165 Euro erhältlich; ohne die recht umfangreiche Ausstattung ist die Sapphire-Adaption noch ein gutes Stück billiger zu bekommen.
Der recht kleine Kühlkörper auf der Radeon X800 GT ist größtenteils aus Kupfer gefertigt, um so die aufkommende Abwärme besser ableiten zu können als mit herkömmlichem Aluminium. Der Kühlkörper bedeckt teilweise die Speicherbausteine auf der Vorderseite, während die rückseitig angebrachten Chips ohne eine aktive Kühlung von der Grafikkarte auskommen müssen. Weiterhin setzt der Hersteller bei dem Kühlsystem auf einen kleinen Lüfter, der in Windows schön ruhig zu Werke geht, unter Last allerdings etwas aufdreht, ohne aber unangenehm aufzufallen. Als negativ anzumerken ist ein hörbares „Rattern“ des Lüfters, was sich weniger gesund anhört.
Auf unserem Exemplar wurde der R423-Chip eingesetzt, welcher meistens auf Radeon-X800-XT-Karten verbaut wird. Jener taktet mit 475 MHz nach den Referenzvorgaben von ATi, ebenso der 256 MB große GDDR3 Speicher von Samsung mit einer Zugriffszeit von 2,0 ns, der mit 490 MHz arbeitet. Das Slotblech ist – standardgemäß – mit einem D-Sub-, einem DVI-Ausgang sowie einem TV-Out ausgerüstet, der jedoch über keinerlei ViVo-Funktionen verfügt.
Die Beilagen wissen bei einer Karte dieses Preises durchaus zu gefallen: So finden Käufer in dem Karton neben diversen Kabeladaptern für den TV-Ausgang auch das gute PC-Spiel „Splinter Cell: Pandora Tomorrow“ vor, welches unter anderem durch eine gute Grafik überzeugen kann. Darüber hinaus liegen noch die Software „PowerDVD 6“, eine CD mit den benötigten Treibern, ein umfangreichen Handbuch und das Übertaktungstool „TRIXX“ der Grafikkarte bei.
Sapphire Radeon X800 GTO
Die Sapphire „Hybrid Radeon X800 GTO“ beherbergt den neuen Radeon-X800-GTO-Chip und ist inklusive dem Softwarepaket für ungefähr 180 Euro zu haben; ohne jene Software wandert die Karte auch für zirka 10 Euro weniger über die Ladentheke. Die X800 GTO soll dabei in die Performancelücke zwischen der GeForce 6800 und der 6800 GT hineinschlüpfen und in diesem Preissegment verlorenen Boden wieder gut machen.
Das Kühlsystem auf der Sapphire-Adaption hat eine eigenartige Form und erinnert – mit ein wenig Phantasie – an ein Herz. Der Kühlkörper ist ebenfalls aus Kupfer hergestellt, fällt jedoch deutlich größer als bei der Radeon X800 GT desselben Herstellers aus. Auf den Kühlkörper ist ein kleiner Lüfter verbaut, der uns aber zu begeistern weiß. So ist die Karte unter Windows kaum aus einem geschlossenen System herauszuhören und dies ändert sich auch unter Last nicht – hier müssen wir Sapphire ein großes Lob aussprechen. Die Karte eignet sich perfekt für ein performantes Silent-System und bleibt dabei beim Spielen immer leiser als die GeForce 7800 GTX, die ebenfalls über ein ruhiges Kühlsystem verfügt. Bei der Radeon X800 GTO werden auf der Vorderseite zwei Speicherchips durch den Kühler und zwei weitere durch den Luftzug des Lüfters gekühlt. Die rückseitig angebrachten VRAMs sind dagegen auf einen Luftzug im Gehäuse angewiesen.
Unser Exemplar der Radeon X800 GTO ist mit dem R480-Chip ausgestattet, welcher ein großes Übertaktungspotenzial verspricht. Auch diese Karte hält sich an die Vorgaben von ATi, womit der Chip mit 400 MHz taktet. Der VRAM ist 256 MB groß und wird von Samsung produziert. Die Zugriffszeit beträgt 2.0 ns, womit man sich aufgrund der Taktung von 490 MHz bereits recht nahe am Limit des Speichers bewegt. Die Sapphire Radeon X800 GTO verfügt über dieselben Anschlüsse wie der kleinere Bruder X800 GT, weswegen man leider auch bei der größeren Karte auf ViVo-Funktionen verzichten muss.
Das Softwarepaket weiß auch bei der X800 GTO zu gefallen. So sind erneut alle viele wichtigen Adapter für den TV-Ausgang mit von der Partie, allerdings geht man beim Spiele-Bundle einen besonderen Weg: So liegt nicht eine Vollversion dem Paket bei, sondern eine DVD mit mehreren Spieletiteln, die man alle für einen geraumen Zeitpunkt anspielen und dann das für einen persönlich interessanteste Spiel mit einem Code freischalten kann.
Sapphire Radeon X800 GTO Ultimate
„Ultimate Radeon X800 GTO“ lautet der Name der passiv gekühlten Grafikkarte aus dem Hause Sapphire, die, abgesehen von der Kühlung, identisch zur Hybrid Radeon X800 GTO ist. Entsprechende Karten sind ab ungefähr 190 Euro zu erwerben; sie sind somit zirka 10 Euro teurer als die aktiv gekühlten Derivate.
Wenn man die Grafikkarte das erste Mal in die Hände nimmt, fällt einem sofort das recht hohe Gewicht auf, welches durch den beidseitigen, großen Kühlkörper hervorgerufen wird. Auf der Vorderseite bedeckt der Kühler den gesamten Chip sowie größtenteils auch den Speicher. Auf der Rückseite ist der Kühlkörper gar noch gewaltiger, wobei beide Teile mit drei Heatpipes, die die Hitze schnell weiterleiten sollen, verbunden sind. Somit ist die Grafikkarte logischerweise lautlos, weshalb sie sich perfekt für einen Silent-Rechner anbietet. Lobenswerterweise bleibt dabei die Temperatur immer unter 100 Grad Celsius, was längst nicht jeder passiv gekühlten Karte gelingt [8].
Auf unsere Ultimate Radeon X800 GTO ist ebenfalls ein R480-Chip verbaut, der mit demselben Takt wie die aktiv gekühlte X800 GTO arbeitet. Der Speicher ist 256 MB groß, verfügt über eine Zugriffszeit von 2,0 ns und taktet mit 490 MHz. Dem Chip stehen damit aufgrund des 256 Bit breiten Speicherinterfaces eine sehr hohe Speicherbandbreite zur Verfügung. Die Karte besitzt einen DVI-, D-Sub- sowie TV-Ausgang, womit sie der Standardausführung entspricht. Der TV-Out-Anschluss ist – wie bei den anderen Modellen – nicht ViVo-fähig.
Die Ausstattung ist mit der „normalen“ GTO-Version von Sapphire identisch. Somit liegt dem Paket neben den zahlreichen Adaptern sowie der Treiber-CD die Sapphire-Select-DVD bei, bei welcher man sich ein Spiel nach Geschmack aussuchen und jenes aktivieren kann. Zuletzt wollen wir noch anmerken, dass Sapphire empfiehlt, die Karte aufgrund des passiven Kühlkörpers nur in einem Gehäuse mit einer aktiven Belüftung zu betreiben, da es ansonsten zu Instabilitäten kommen könnte.
Sapphire Radeon X800 GTO²
Die Sapphire „Hybrid X800 GTO²“ stellt eine limitierte Auflage dar und wird nur von wenigen Online-Shops [5], wie beispielsweise Alternate, Amazon oder mad-moxx, für ungefähr 250 Euro angeboten. Doch was ist denn das Besondere an der Karte? Auf den ersten Blick fällt einem neben der roten Farbe des PCBs die Verwendung eines anderen Kühlsystems als bei der Standard-Variante der X800 GTO von Sapphire auf. Dieses ist dabei identisch mit dem Referenzdesign einer Radeon X850 Pro, scheint jedoch mit einer modifizierten Lüfterspannung daher zu kommen.
Somit bleibt die Karte nicht nur angenehm Kühl in allen Lebenslagen – Übertaktung mit eingeschlossen –, auch die Lautstärke weiß zu überzeugen, obwohl diese nicht ganz an die sehr guten Werte der Hybrid X800 GTO heranreichen kann. Die X800 GTO² macht sich unter Windows zwar minimal in einem geschlossenen Gehäuse bemerkbar, jedoch ist der Geräuschpegel noch angenehm und ein ruhiges Arbeiten stellt mit der Grafikkarte kein Problem dar. Unter Last wird der Rechner nur minimal lauter und das Drehen des Lüfters bei der Limited-Edition gerät endgültig in Vergessenheit.
Als weiteres Schmankerl wird auf der X800 GTO² ein hochwertiger GDDR3-Speicher von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,6 ns verbaut, weswegen sich die Karte zum Übertakten besser eignet als die anderen Modelle. Der VRAM bleibt dennoch bei einer ausreichenden Größe von 256 MB. Der endgültige Bonus der GTO²-Variante von Sapphire, der den Aufpreis von 50 Euro gegenüber den restlichen Varianten rechtfertigt, ist die hohe Wahrscheinlichkeit, dass auf solchen Karten ein R480-Chip verbaut wird. Dieser verspricht unter anderem ein sehr hohes Übertaktungspotenzial – so sind die Taktraten einer deutlich teureren Radeon X850 XT keine Seltenheit – und zudem schwirrt in den Weiten des World Wide Webs eine modifizierte BIOS-Version für die GTO²-Karten herum, welche nicht nur die normalen 12 Pixel-Pipelines, sondern gleich alle 4 Pixel-Quads (mit 16 Pixel-Pipelines) aktiviert. Bei Gelingen kann sich die Karte deswegen zu einem richtigen Schnäppchen entwickeln.
Es ist bei fast allen GTO²-Exemplaren möglich, den vierten Pixelprozessor zu reaktivieren, ohne dass es zu Bildfehlern kommt – so auch bei unserem Derivat. In Kombination mit einem höheren Takt ist es somit problemlos möglich, die Leistung einer Radeon X850 XT zu erreichen, ohne auch nur annähernd soviel Geld ausgeben zu müssen.
Testsystem
Testsystem:
- Prozessor
- AMD Athlon 64 4000+ (San Diego-Kern, 90 nm, SSE3, 1024 kB Level-2-Cache)
- Motherboard
- Gigabyte GA-K8NXP-SLI (nVidia nForce 4 SLI, Sockel 939)
- Arbeitsspeicher
- 2x 512 MB Crucial BallistiX DDR400 (2-2-2-5)
- Grafikkarten
- ATi Radeon X1800 XT (625/750)
- ATi Radeon X1800 XL (500/500)
- ATi Radeon X1600 XT (590/690)
- ATi Radeon X1300 Pro (600/400)
- ATi Radeon X850 XT-PE (540/590) (Simuliert durch Übertakten der Radeon X850 XT)
- ATi Radeon X850 XT (520/540)
- ATi Radeon X850 Pro (507/520)
- ATi Radeon X800 XL (400/490)
- Sapphire Radeon X800 GT (475/490)
- Sapphire Radeon X800 GTO (400/490)
- Sapphire Radeon X800 GTO Ultimate (400/490)
- Sapphire Radeon X800 GTO² (400/490)
- Sapphire Radeon X800 GTO² (400/490) mit 16 Pixel-Pipelines durch BIOS-Mod
- ATi Radeon X800 (400/350)
- ATi Radeon X700 Pro (425/430)
- nVidia GeForce 7800 GTX (430/600)
- nVidia GeForce 7800 GT (400/500)
- nVidia GeForce 6800 Ultra (425/550)
- nVidia GeForce 6800 GT (350/500) (Simuliert durch Heruntertakten der GeForce 6800 Ultra)
- nVidia GeForce 6800 (256 MB) (350/300)
- nVidia GeForce 6600 GT (500/500)
- Peripherie
- Aopen AAP-1648Pro-DVD-Laufwerk
- Samsung S-ATA 2-HDD mit 200 GB Speicherplatz (NCQ aktiviert)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 78.03
- ATi Catalyst 5.8
- ATi 8-173-1-050921a-026915E (Beta-Treiber für Radeon 1x00)
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft DirectX 9.0c
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 01 SE Version 330
- 3DMark 05 Version 1.2.0
- Aquamark 3
- Spielebenchmarks:
- Age of Empires 3 Demo
- Earth 2160
- Far Cry Version 1.3
- Splinter Cell: Chaos Theory
- Half-Life 2
- Fear Multiplayer Demo
- Serious Sam 2 Demo
- Doom 3
- The Chronicles of Riddick
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 und 1600x1200 entschieden. Damit zollen wir Tribut an die modernen High-End-Beschleuniger, die durch ihre Rechenkraft niedrigere Auflösungen als 1280x1024 CPU-limitiert werden lassen. Neben den reinen Auflösungen lassen wir den Benchmarkparcours auch mit 4-fachem Anti-Aliasing sowie 16-fachen anisotropen Filter durchlaufen, da dies oft vorkommende Qualitätseinstellungen sind.
Achtung: Nach sorgfältiger Überlegung and mehrfacher Analyse selbst aufgenommener Spielesequenzen, sind wir zu dem Schluss gekommen, im ForceWare-Treiber für nVidia-Karten die Qualitätseinstellungen auf High Quality anzuheben, da man nur mit diesem Setting das Texturflimmern effektiv bekämpfen kann. Zudem ist dieser Modus vergleichbar mit der Einstellung „Catalyst A.I. Off“ auf den ATi-Pendants, wodurch bei der Bildqualität größtenteils ein Gleichstand erreicht wird.
Treibereinstellungen: nVidia-Grafikkarten
- Systemleistung: Hohe Qualität
- Vertikale Synchronisierung: Aus
- MipMaps erzwingen: keine
- Trilineare Optimierung: Aus
- Anisotrope Mip-Filter-Optimierung: Aus
- Optimierung des anisotropen Musers: Aus
- Negativer LOD-Bias: Clamp
- Gamma-angepasstes AA (G70): Ein
- Transparenz AA (G70): Aus
Treibereinstellungen: ATi-Grafikkarten
- Catalyst A.I.: Standard
- Mipmap Detail Level: High Quality
- Wait for vertical refresh: Always off
- Adaptive Anit-Aliasing: Off
- High Quality AF: Off
- Truform: Always Off
Theoretische Benchmarks
- Dieses nützliche kleine Programm dient dazu, die Füllraten einer Grafikkarte zu messen. Im Gegensatz zu den bzw. im 3DMark integrierten Füllraten-Tests, die im Fall von Single-Texturing vornehmlich die Bandbreite messen, kann dieses Programm recht differenzierten Aufschluss über verschiedene Arten von Füllrate geben, unter anderem auch die Pixelshader-Füllraten, welche wir hier betrachten wollen.
Da die verwendeten Shader teilweise recht kurz und bandbreitenintensiv sind, haben wir die Auflösung möglichst weit erhöht, um den Fokus etwas mehr auf die Füllrate zu verlagern. Da hier mehrere mathematische Operationen pro Pixel nötig sind, wird die Füllrate durch die Erhöhung der Auflösung stärker belastet als die Bandbreite.
Getestet wurde in 1600x1200 in 32Bit mit 24Bit Z- und 8Bit Stencilbuffer und 60 Hz Refreshrate. - Download: Fillrate Tester [9]
- Der VillageMark wurde von PowerVR entwickelt und diente dazu, die Vorzüge des Kyro 2 zu verdeutlichen, da in jenem Benchmark der Overdraw mit einem Faktor von bis zu 10 besonders groß ist. Viele, besonders ältere Grafikkarten, berechnen hier auch die Oberflächen, die durch andere verdeckt sind und daher eigentlich nur verschwendete Bandbreite und Füllrate bedeuten, so dass dieser grafisch eigentlich nicht sehr aufwendige Benchmark doch öfter als man zunächst denkt zu einem Stolperstein wird. Deswegen ist es von größter Bedeutung in diesem Benchmark, eine gut funktionierende Technik zum Entfernen verdeckter Oberflächen (HSR = Hidden Surface Removal) zu besitzen.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\D3DVillagemark.exe -benchmark=1 -width=xxxx -height=xxxx -bpp=32" - Weitere Informationen: PowerVR.com [10]
- Download: PowerVR.com [11]
VillageMark v1.20
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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- Der Fablemark wurde, wie auch der nachfolgende Templemark, von PowerVR entwickelt und dient trotz eines sehr hohen Anteils an Overdraw der Zurschaustellung der Stärken des Kyro-Chips was den Stencil-Buffer angeht.
Natürlich wird auch auf allen anderen Karten die Stencil-Performance stark gefordert, so dass dieser Test ein Indiz für kommende Spiele sein kann, die vor dem eigentlichen Rendering einen Z-/Stencil-only Pass einlegen, um vorab jeglichen Overdraw zu vermeiden.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\D3DFablemark.exe -benchmark=1 -width=xxxx -height=xxxx -bpp=32" - Weitere Informationen: PowerVR.com [12]
- Download: PowerVR.com [13]
FableMark v1.0
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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- Der Templemark ist, genau wie der vorherige Fablemark, ursprünglich ein Demonstrationsprogramm von PowerVR gewesen. Da er jedoch eine Menge aktueller Features, wie Hardware-TnL, Bump Mapping und bis zu sechs Texturlagen in einem Durchgang unterstützt, eignet er sich auch gut als unabhängiger Benchmark, der garantiert nicht auf nVidia- oder ATi-Chips optimiert ist.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\templedemov1-0-6.exe -benchmark" - Weitere Informationen: PowerVR.com [14]
- Download: PowerVR.com [15]
TempleMark v1.06
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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- Der ShaderMark liegt zur Zeit in der aktuellen Version 2.1 vor und wurde von Tommti-Systems [16] entwickelt. Dank zahlreichen Updates befindet sich der Benchmark immer noch auf der Höhe der Zeit und misst die Performance der Shader-Einheiten moderner Grafikkarten. Dabei unterstützt das Programm auch das Shader-Model 3.0, weswegen es sich gut zu einem Vergleich aktueller Architekturen eignet. Getestet werden dabei bis zu 25 unterschiedliche Shader-Anweisungen unter der Auflösung 1024x768, die allesamt in der Hochsprache HLSL (High Level Shader Language) geschrieben sind.
- Download: ShaderMark.de [17]
Synthetische Benchmarks
3DMark2001 SE
- Obwohl der 3DMark01 SE bereits seit vier Jahren seinen Dienst verrichtet und technisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist, wird er immer noch mit großer Beliebtheit von der Community verwendet. Aus diesem Grund und auch, da sich der Benchmark aus dem Hause Madonion, mittlerweile bekannt unter dem Namen Futuremark, immer noch gut dazu eignet die Gesamtperformance eines Systems zu messen, werden wir die zu testenden Treiber unter dem Programm auf Herz und Nieren überprüfen. Darüber hinaus reagiert der 3DMark01 SE sehr empfindlich auf Änderungen am System oder auch am Grafikkartentreiber, weswegen er gerade prädestiniert für diese Aufgabe ist. Technisch gesehen ist, wie bereits erwähnt, der Benchmark nicht mehr auf der Höhe der Zeit, weshalb er eine deutliche CPU-Limitierung aufweist. Der 3DMark01 SE setzt größtenteils auf DirectX 7-Effekte, benutzt die Vertexshader entsprechender Grafikkarten allerdings, um die CPU im Bereich der Schatten und Charakteranimation zu entlasten. Zaghafte Versuche die Vertexshader-Einheiten der Version 1.1 zu benutzen zeigen sich zudem in der letzten der vier Testszenen. Nicht vergessen darf man allerdings, dass der synthetische Benchmark kein Ergebnis eines realen Spiels darstellt, auch wenn er die in Max Payne verwendeten MaxFX-Engine benutzt.
- Download: 3DMark2001 SE [18]
3DMark2001 SE
Angaben in Punkten
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3DMark2001 SE
Angaben in Punkten
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3DMark05
- Der 3DMark05 ist das neueste Produkt aus dem Hause Futuremark und liegt technisch auf sehr hohem Niveau. So kommen große Texturen mit der Auflösung 2048x2048, gemischt mit der Benutzung des Shader-Model 3.0, 2.x oder 2.0, zum Einsatz. Das letztes Jahr erschienene Programm setzt auf komplexe Lichteffekte, dynamische Schatten, aufwendige Bump Mapping-Effekte und benötigt vor allem eine hohe Geometrieleistung. Im Ergebnis spiegelt sich allerdings nur die Geschwindigkeit der Grafikkarte wieder, da diese selbst bei aktueller Hardware immer den Flaschenhals darstellt. Der wohl größte Nachteil beim 3DMark05 sind die weitläufigen Treiberoptimierungen aller aktuellen Grafikkartenhersteller. Diese gehen soweit, dass sich die Endergebnisse je nach Treiber im zweistelligen Prozentbereich verändern, somit können qualitätsmindernde Optimierungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem basiert der synthetische Benchmark auf keinerlei Spieleengine, weshalb er keine reale Situation darstellt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [19].
- Download: 3DMark05 [20]
3DMark05
Angaben in Punkten
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3DMark05
Angaben in Punkten
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AquaMark 3
- Kommen wir nun zu dem letzten synthetischen Benchmark in unserem Testparcours. Das von Massive Development entwickelte Programm nutzt eine erweiterte Version der Grafikengine aus dem U-Boot-Spiel AquaNox 2 - Revelation. Die Engine hört auf den Namen Krass und unterstützt mittlerweile auch Pixelshader 2.0-Effekte. Darüberhinaus kommen noch Pixelshader der älteren Version 1.1 sowie 1.4, weiterhin auch die Vertexshader 1.1, zum Einsatz. Angereichert mit einigen schönen Effekten wie zum Beispiel einem verbesserten Partikelsystem soll dies laut den Entwicklern der erste DirectX 9-fähige Reality-Benchmark der Welt sein.
- Download: AquaMark3.com [21]
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spielebenchmarks
Fear
- Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden für diese Zwecke die Multiplayer-Demo, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.
F.E.A.R.
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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F.E.A.R.
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Age of Empires 3
- Wohl kaum ein Strategiespiel wie „Age of Empires“ und dessen Nachfolger haben aufgrund deren Erfolge Geschichte unter den PC-Spielern geschrieben. Nun erscheint der dritte Teil der Serie, welcher mit einer für Strategietitel atemberaubenden Grafik erscheint, die dazu modernste Techniken wie das Shader-Model 3.0 und gar High-Dynamik-Range-Rendering unterstützt. Wir lassen für den Testparcours eine Zwischensequenz aus der Demo durchlaufen, die einige anspruchsvolle Szenen enthält. Jedoch haben wir die Shader-Details auf „High“ heruntergesetzt, da die Stufe „Very High“ nur auf SM3-kompatiblen Grafikkarten verfügbar ist und SM2-Karten einige grafische Details somit nicht darstellen können, was die Ergebnisse verfälschen würde. Leider kann Age of Empires 3 in den Qualitätseinstellungen nur mit dem anisotropen Filter getestet werden, da das Anti-Aliasing auf ATi-Karten gravierende Fehler bereitete und das Spiel abstürzen ließ.
Age of Empires 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Age of Empires 3
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Splinter Cell 3
- „Chaos Theory“ ist der Titel des dritten Teils der bekannten Schleichreihe „Splinter Cell“ vom Publisher Ubi Soft und setzt auf ein stark modifiziertes Grundgerüst der zweiten Unreal-Grafikengine auf. Diese wurde für den neuesten Splinter Cell-Spross deutlich umgeändert und unterstützt nun neben dem Shader-Model 3.0 unter anderem auch High Dynamic Range-Effekte. Somit ist Splinter Cell 3 das zweite Spiel neben Far Cry, welches einen deutlich erweiterten Wertebereich der erfassbaren Lichtintensität aufweisen kann. Weiterhin kann das Spiel mit schönen Schatten- sowie Bump Mapping-Effekten auftrumpfen. Die selbst erstellte Timedemo zeigt einen kleinen Ausschnitt aus der ersten Mission, die den Hauptprotagonisten Sam Fischer über einen dunklen Strand bei Regen und durch eine mit schicken Lichteffekten verzierte Höhle führt. Die nVidia-Karte sowie der R5x0 von ATi werden dabei auf das SM 3.0 zurückgreifen, während sich die ATi X800 mit dem SM 2.0 begnügen muss. Alle exklusiven SM 3.0-Effekte wie beispielsweise HDR oder Parallax-Mapping werden deaktiviert, damit die GeForce-Karte nicht benachteiligt wird.
Splinter Cell 3
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Splinter Cell 3
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Earth 2160
- Earth 2160 ist der Nachfolger des erfolgreichen Echtzeit-Startegiespiels Earth 2150 und setzt wie der Vorgänger auf modernste Techniken, was sich auch in der sehr guten Grafikqualität bemerkbar macht. Das Spiel bietet nicht nur detaillierte Texturen, aufwendige Rauch- sowie Partikeleffekte, auch „Geometry Instancing“, ein Shader-Model-3.0-Effekt, wird geboten. Zudem setzen die Hersteller auf reichlich Licht- und Schatten-Effekte, ebenso protzt die Grafik mit überaus schicken Feuergefechten und Explosionen. Wir verwenden die integrierte Timedemo, die eine effektvolle Schlacht mit vielen Fahr- und Fluggeräten zeigt.
Earth 2160
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Earth 2160
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Far Cry
- Far Cry gehört wohl zweifellos zu den technisch am weitesten entwickelten Spielen und sieht dementsprechend auch sehr gut aus. Es gibt fast kein Feature einer Grafikkarte, das die Programmierer vom deutschen Entwicklerteam Crytek nicht bedacht und implementiert haben. Die Liebe zur Grafik geht sogar soweit, dass Features wie die Unterstützung des Shader-Model 3, High Dynamic Range oder die Texturkompression 3Dc [22] nachträglich per Patch eingebaut werden. Dementsprechend fordert Far Cry das Maximum an Leistung aus jedem PC und eignet sich somit hervorragend als Benchmark.
In unserem Test verwenden wir die Pier-Timedemo, die die Kollegen des Print-Magazins PC Games Hardware [23] aufgenommen haben. Diese Timedemo zeigt einen Ausschnitt des Levels „Pier“ und besteht somit aus weitläufigen Außenarealen mit einer extremen Sichtweite. Es werden aufwendige Wassereffekte dargestellt sowie eine hohe Anzahl von Polygonen, die den Rechner aufs Höchste beanspruchen. Die Texturen sind durchgehend detailliert und sehr aufwendig gestaltet. Bei den getesteten Grafikkarte von nVidia und den neuen Modellen von ATi kommt das Shader-Model 3.0 zum Einsatz, während die R4x0-Serie weiterhin das Shader-Modell 2.b verwendet. Deswegen gibt Far Cry auch einen kleinen Einblick in die zukünftige Welt der Spiele und ist quasi ein Muss für jeden Grafiktest.
Far Cry
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Far Cry
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Serious Sam 2
- „Ballern bis der Zeigefinger glüht!“ lautet wohl zweifellos die Divise in dem First-Person-Shooter „Serious Sam“, der vor einigen Jahren nicht nur einen großen Erfolg feierte, sondern auch mehr als nur beliebt bei den Spielern klassicher 3D-Shooter geworden ist. Der Nachfolger, der auf die simple Bezeichnung „Serious Sam 2“ hört, verspricht ebenfalls ein ähnlich erfolgreiches Vergnügen zu werden und kombiniert den Ballerspaß mit einer hübschen Optik, die vor allem durch eine große Anzahl an Vertex-Shader-Operationen, scharfen Texturen, bunten Effekten und einer schier unendlichen Gegnermasse geschaffen wird. Die selbst aufgenommene Timedemo zeigt dabei eine normale Spielszene mit großen Gegner-Scharen und massig Explosionen sowie Gefechtsfeuer.
Serious Sam 2
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Serious Sam 2
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Half-Life 2
- Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Nun ist es da und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven Shader Model 2.0-Einsatz ermöglicht wird. Für Half-Life 2 haben wir uns eine eigene Timedemo aufgenommen. Sie spielt in der Map „Coast_09“, welches zu den anspruchsvollsten Levels im gesamten Spiel gehört. Es zeigt eine Szene, in der der Held Gordon Freeman in einem kleinen Hovercraft-Boot auf einem Fluss fährt und gleichzeitig herabfallenden Bomben eines Helikopters ausweichen muss, die effektvoll explodieren. Die Timedemo stellt ein regelrechtes „Worst-Case“-Szenario dar; wenn dort alles flüssig läuft, sollte dies auch im restlichen Spiel der Fall sein. Anspruchvoll sind dabei aber nicht alleine die Pixelshader-Effekte. So gibt es viele aufwendige Partikeleffekte wie auch sehr detaillierte Texturen. Die Umwirbelungen der Luft auf dem Wasser, die durch den Rotor des Helikopters erzeugt werden, stellen höchste Anforderungen an die Grafikkarte und zwingen diese mit Leichtigkeit in die Knie.
Half-Life 2
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Half-Life 2
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Doom 3
- Angst? Schock? Dunkelheit? Grafikpracht? All dies gibt es wohl zu Genüge im Gruselshooter Doom 3. John Carmack, einer der Chefentwickler des Spiels und eine legendäre Persönlichkeit, wenn es um spektakuläre Grafik-Engines geht, hat bei seinem neuesten Werk die größte Aufmerksamkeit den Stencil-Schatten gewidmet. Dementsprechend dunkel ist das gesamte Spiel, damit die schablonenartigen Schatten gut auf den Spieler wirken. Aber dies waren noch nicht genug Effekte für den Entwickler ID-Software. So macht Doom 3 auch Gebrauch von den Pixelshader-Einheiten der Grafikkarten und setzt ebenfalls massiv auf Bump Mapping sowie Normal Maps. Zwar sind die Texturen verbesserungswürdig, aber trotzdem gehört Doom 3 zu den anspruchsvollsten Titeln des Jahres 2004 und ist somit prädestiniert für unseren Benchmarkparcours. Das Spiel setzt ID-typisch nicht auf DirectX als API, sondern auf OpenGL.
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Doom 3
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The Chronicles of Riddick
- „The Chronicles of Riddick“ lehnt sich an den Kinofilm „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ an und basiert auf der OpenGL-API. Dabei gehört Riddick zu einer der größten Überraschungen des Jahres und bietet dementsprechend auch eine sehr fordernde und vor allem spektakuläre Grafik. Dabei kommen nicht nur die modernen Shadereinheiten aktueller Grafikkarten zum Zuge, auch durch hochauflösende Texturen sowie feinste Bump Mapping-Effekte geraten heutige GPUs ins Schwitzen. Die verwendete Timedemo Panoptical 1 zeigt einen reellen Spielausschnitt aus Riddick, welcher mehrere Schusswechsel, Explosionen sowie Rauch beinhaltet, und zeigt somit eine für das Spiel realistische Performancedarstellung.
The Chronicles of Riddick
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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The Chronicles of Riddick
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Performancerating
Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen, auch wenn man sich dadurch kein differenziertes Bild machen kann. Um dies zu erreichen, sollte man sich alle Ergebnisse im Einzelnen ansehen. Das Spiel FEAR werden wir dabei nicht berücksichtigen, da die X1000-Serie dort Treiberprobleme hatte.
Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
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Performancerating 1600x1200
Angaben in Prozent
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Performancerating Qualität
Rating 1280x1024 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
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Rating 1600x1200 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Lautstärke
Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark05 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Ersteinmal die positive Nachricht vorweg: Unter den vier Testkandidaten von Sapphire befindet sich kein schwarzes Schaf, dass den Käufer immer an den drehenden Lüfter erinnert – ganz im Gegenteil sogar! Als unschlagbar stellt sich logischerweise die passiv gekühlte Ultimate Radeon X800 GTO heraus, die aufgrund des fehlenden Lüfters absolut lautlos arbeitet. Regelrecht begeistern konnte uns die Hybrid Radeon X800 GTO die Sapphire mit einem etwas ungewohnten Kühldesign ausstattet, welches sehr effektiv zu arbeiten scheint. So liegt der Geräuschpegel der Karte unter Windows auf dem sehr guten Niveau des Referenzdesigns einer GeForce 7800 GTX, die man unter 2D nicht aus dem System heraushören kann. Unter Last kann sich die X800 GTO gar vor das Flaggschiff von nVidia setzen und arbeitet somit auch im 3D-Betrieb, trotz einer geringen Steigerung der Lautstärke, sehr leise und ist somit, neben der Ultimate Radeon X800 GTO, unsere Empfehlung für einen Silent-PC.
Deutlich lauter arbeitet die langsamere Radeon X800 GT, die man im Windows-Betrieb zwar aus den Lüftern im Testrechner heraushören kann, dennoch aber keinesfalls negativ auffällt. Anders sieht es dagegen unter Last aus, wo Sapphire wohl aufgrund des recht kleinen Kühlsystems Tribut zollen muss. So dreht der Lüfter während des Spielens doch deutlich hörbar auf, liegt aber immer noch im Bereich des Ertragbaren – nichtsdestotrotz disqualifiziert sich die Radeon X800 GT somit für den Einsatz in einem Silent-Rechner.
Obwohl Sapphire auf der Hybrid Radeon X800 GTO² das Kühlsystem der Radeon X850 Pro übernimmt, arbeitet der dort verbaute Lüfter glücklicherweise nicht ganz so laut. Im 2D-Modus arbeitet dieser mit einer fast identischen Lautstärke wie die X800 GT aus demselben Hause, unter Last wird der Lüfter aber im Gegensatz zum kleineren Bruder praktisch nicht lauter und fällt somit auch nicht negativ auf. Erfreulicherweise hat das zusätzlich aktivierte Pixel-Quad keinerlei Auswirkungen auf die Drehzahl des Lüfters.
Insgesamt lässt sich aufgrund der Messergebnisse sagen, dass Sapphire bei den Testkandidaten bezüglich der Lautstärke sehr gut gearbeitet hat – einen Ausrutscher leistet sich allerdings die X800 GT, die unter Last doch deutlich auf sich aufmerksam macht. Hier ist bei empfindlichen Naturen also Vorsicht angesagt.
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperatur-Messungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark05 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.
Temperatur
Angaben in °C
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Insgesamt arbeiten alle vier Testkandidaten des Herstellers Sapphire in einem unkritischen Temperaturbereich, auch wenn die passiv gekühlte Ultimate X800 GTO logischerweise kurz davor ist, jenen zu verlassen. Trotzdem schlägt sich diese tapfer und überschreitet unter Last nicht die magische 100-Grad-Grenze – das dies nicht bei jeder passiv gekühlten Grafikkarte der Fall ist, hat sich in dem letzten Round-Up [7] entsprechender Karten gezeigt. Ziemlich warm wird unter Last die Radeon X800 GTO, was sich auf den langsam drehenden Lüfter zurückführen lässt. Die X800 GTO² sowie die X800 GT bleiben dagegen trotz der hohen Taktraten auch während des Spielens recht kühl.
Stromverbrauch
Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb, letzterer wird erneut durch Verwendung des 3DMark05 simuliert.
Stromverbrauch
Angaben in Watt (W)
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Wenig Überraschungen gibt es bei den Messungen des Stromverbrauches der Testkandidaten von Sapphire zu vermelden. Im Windows-Desktop zeigen sich die X800 GT sowie X800 GTO recht genügsam und pendeln sich auf dem Niveau einer Radeon X850 XT ein. Erfreulicherweise erzeugt die modifizierte X800 GTO² keine höhere Verlustleistung als die Standard-Variante. Im 3D-Modus zieht sich das Testfeld dagegen deutlich mehr auseinander und die X800 GT gesellt sich zu den stromgenügsamen Derivaten. Die X800-GTO-Modelle benötigen dagegen zirka 10 Watt mehr an Energie und liegen damit noch im Mittelfeld. Interessanterweise konnten wir auf der X800 GTO² mit dem modifizierten BIOS keinen höheren Stromverbrauch als auf der X800 GTO² mit dem normalen BIOS verzeichnen.
Übertaktbarkeit
Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Far Cry, Half-Life 2 sowie Doom3. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte des selben Typs übertagen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.
Übertaktbarkeit
Angaben in Punkten
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Bei allen vier Grafikkarten von Sapphire wollten wir aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen, als wir ausloteten, wann bei den Sapphire-Adaptionen das Taktmaximum erreicht ist. So konnten wir bei der kleinen X800 GT den Chiptakt um beinahe 100 MHz anheben, den Speicher dagegen um etwas „schwächere“ 80 MHz – ein wahres Top-Ergebnis, wobei die anderen Testkandidaten teilweise gar noch mehr begeistern konnten. Mit diesen Werten zeigt die X800 GT bereits eine deutlich bessere Performance und schafft es beinahe, die etwas teurere Radeon X800 GTO anzugreifen.
Ebenfalls überzeugen konnten uns die Ergebnisse der Hybrid Radeon X800 GTO, auch wenn diese etwas schwächer als bei den anderen X800-GTO-Derivaten ausfallen. Den Chip kann man erneut um 100 MHz anheben und den Speicher um ungefähr 80 MHz, bevor es zu Abstürzen beziehungsweise Bildfehlern kommt. Somit übertrumpft man mit der Karte gar eine deutlich teurere GeForce 6800 GT des Konkurrenten nVidias!
Mehr als nur eine kleine Überraschung ergab sich bei der passiv gekühlten Sapphire Ultimate Radeon X800 GTO – wobei hier allerdings angemerkt werden muss, dass man bei dieser Grafikkarte immer einen Blick auf die Temperatur des Chips werfen sollte. Der Chip ließ sich um wahnsinnige 160 MHz übertakten, der Speicher dagegen nur um 50 MHz. Nichtsdestotrotz ist dies ein hervorragendes Ergebnis, mit man noch leicht vor der aktiv gekühlten X800 GTO liegt.
Sehr erfreut haben uns die maximal möglichen Taktraten der X800 GTO². Während der Chip, identisch zu der passiv gekühlten X800 GTO, bis zu einer extremen Takterhöhung auf 560 MHz noch absolut stabil läuft, erreicht der Speicher ein sehr gutes Ergebnis mit einem Mehrtakt von knapp 80 MHz. Als wir das modifizierte BIOS aufspielten, wunderten wir uns nicht schlecht, denn plötzlich ließen sich im RivaTuner die Taktregler für den Chip- sowie den Speicher-Takt höher als 573 MHz stellen, was mit dem herkömmlichem BIOS nicht der Fall war. Anscheinend baut Sapphire bei dem BIOS ab Werk eine Overclocking-Sperre ein, die einen höheren Takt als 573 MHz verhindert, um so den Chip und den Speicher vor etwaigen Beschädigungen zu schützen.
Nach dem BIOS-Update blieb der maximale Chiptakt zwar bei den sehr guten 560 MHz, der Speicher ließ sich aber problemlos auf satte 600 MHz anheben – hier macht sich der 1,6-ns-Speicher bemerkbar. Mit diesen Werten liegt man performancetechnisch gar vor einer weit teureren Radeon X850 XT-PE. Wer etwas Mut zeigt und beim Kauf der Grafikkarte bezüglich der Taktraten etwas Glück hat, kann also durch das Freischalten des deaktivierten Pixel-Quads sowie durch Übertakten sehr viel Geld sparen. Somit ist die Sapphire Hybrid Radeon X800 GTO² unser absoluter Geheimtipp für sparfreudige, performancehungrige Käufer.
HDTV-Wiedergabe
Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen [24] (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia [25] und ATi [26], den Media Player in der Version 10 [27] und ein spezielles Hotfix [28], damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.
Das gewohnte Bild zeigt sich bei der CPU-Last während des Abspielens eines WMV-HD-Videos. Alle vier Testkandidaten liegen auf einem Level, erzeugen durchgehend ein flüssiges Bild und entlasten die CPU recht deutlich. Einen richtigen Vorteil kann sich logischerweise keiner der getesteten Karten erkämpfen, wobei erstaunlicherweise die X700 Pro etwas in Front liegt – diesen Effekt können wir uns jedoch nicht erklären. Eigentlich sollte sich die Karte bei den anderen ATi-Pendants einreihen.
Fazit
Kommen wir nun abschließend nach stundenlanger Arbeit zu dem Fazit: Lohnt sich der Kauf einer Sapphire „X800 GT“- oder gar „X800 GTO“-Grafikkarte? Die Antwort kann man nach den zahlreichen Tests getrost mit einem „Ja!“ beantworten.
Sapphire Hybrid Radeon X800 GT
Die Sapphire Hybrid X800 GT hat performancetechnisch keinerlei Probleme, den direkten Konkurrenten GeForce 6600 GT von nVidia auszustechen – dies gilt wohlbemerkt aber nur bei Einsatz von Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter, ohne jene qualitätssteigernde Maßnahmen liefern sich beide Grafikkarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sogar eine teurere GeForce 6800 hält die Sapphire-Adaption in Schach, ebenso die brandneue Radeon X1600 XT [29]. Zudem kostet eine mit 256 MB ausgestattete 6600 GT der Kalifornier zur Zeit wie die X800 GT knapp 165 Euro, weswegen wir Interessenten einer neuen Mid-Range-Grafikkarte derzeit die X800 GT bedenkenlos ans Herz legen können.
Weiterhin bekommen Käufer aufgrund der Nutzung eines R423-, R430- oder R480-Chips ein großes Übertaktungspotenzial geboten, auch wenn dieses von Karte zu Karte unterschiedlich ausfällt. Unser Exemplar lies sich sehr gut Übertakten und so erreichten wir fast die Geschwindigkeit der teureren X800 GTO. Etwas federn lassen muss die Sapphire X800 GT jedoch bezüglich der Lautstärke. Während die Karte unter Windows noch recht leise zu Werke geht, steigert sich der Geräuschpegel unter Last, womit die Karte nicht mehr für einen Silent-PC geeignet ist.
Sapphire Hybrid Radeon X800 GTO
Die Sapphire Hybrid Radeon X800 GTO schlägt sich in unserem Testparcours ebenfalls sehr gut und vernascht problemlos eine GeForce 6800 und Radeon X800 GT, kommt aber nicht ganz an die Performance einer teureren GeForce 6800 GT oder Radeon X850 Pro heran. Nichtsdestotrotz arbeitet jene Karte sehr schnell. Dabei kostet die GTO-Variante mit 180 Euro nicht viel mehr als die langsamere X800 GT, was sie zu einem richtigen Preistipp werden lässt. Wem der Geldbeutel etwas lockerer sitzt, kann problemlos zu dieser Karte greifen, die zudem ein sehr gutes Übertaktungspotenzial besitzt, auch wenn dieses nicht an die anderen Sapphire-Karten heranreicht. Begeistern konnte der verbaute Lüfter, welcher sowohl unter 2D als auch unter 3D aus dem Rechner nicht herauszuhören ist und zu den leisesten Lüftern gehört, die je auf einer Grafikkarte verbaut wurden. Aus diesem Grund eignet sich die Sapphire Hybrid X800 GTO hervorragend für einen Silent-PC, wobei die Karte auch ohne eine Gehäusebelüftung gut zurecht kommt.
Sapphire Ultimate Radeon X800 GTO
Noch leiser arbeitet die Sapphire Ultimate Radeon X800 GTO, da jene vom Hersteller mit einer passiven Kühlung ausgestattet wird, die zu den besseren auf dem Markt gehört. So konnte die Temperatur der Karte selbst ohne einen Gehäuselüfter unter Last nicht auf über 100 Grad Celsius gebracht werden, was selbst bei anderen, langsameren Grafikkarten mit einer passiven Kühlung leider ein Problem [7] darstellt. Zudem ist das Übertaktungspotenzial bei dieser Grafikkarte extrem hoch – hier müssen wir wieder anmerken, dass dieses von Karte zu Karte unterschiedlich ausfällt. Aufgrund der Kühlung ist der Preis von 200 Euro für die
Ultimate X800 GTO vollkommen gerechtfertigt und damit entwickelt sich
das Stück Hardware zu unserem Geheimtipp, wenn es leise und schnell zu
Werke gehen soll
Sapphire Hybrid Radeon X800 GTO²
Die Sapphire Hybrid X800 GTO² ist eigentlich nichts anderes als eine herkömmliche X800 GTO, allerdings steckt hinter dieser Karte deutlich mehr, als man zunächst vermutet. So arbeitet der Referenzkühler der Radeon X850 Pro auf der X800 GTO², jedoch bleibt dieser nun auch im 3D-Modus angenehm leise. Wer die Karte genauer unter die Lupe nimmt, wird schnell feststellen, dass auf der X800 GTO² GDDR3-Speicher von Samsung mit einer Zugriffszeit von flotten 1,6 ns verbaut ist, weswegen sich der Speicher deutlich besser übertakten lässt als bei herkömmlichen X800-GTO-Karten, deren Speicher gewöhnlich mit 2,0 ns arbeitet.
Zudem schwirrt in den weiten des World Wide Webs eine modifizierte BIOS-Version für die X800 GTO² herum, die bei der Karte das letzte, vierte Pixel-Quad reaktiviert, womit die Grafikkarte die selben technischen Merkmale wie eine X850 XT besitzt. Somit taktet die Grafikkarte identisch mit einer X800 XL und bietet dieselbe Performance – die minimalen Unterschiede in unseren Benchmarks könnten von leicht unterschiedlichen Speichertimings herrühren. Wahrlich zu einer Rakete entwickelt sich die Karte nach dem BIOS-Update bei zusätzlicher Übertaktung, durch die die X800 GTO² gar eine deutlich teurere X850 XT-PE hinter sich lassen kann und dabei absolut stabil arbeitet.































