Einleitung
Mittlerweile ist es gut fünf Monate her, dass nVidia die GeForce 6600 GT für AGP [1] offiziell eingeführt hat. Zeit für eine Bestandsaufnahme. Was gibt es zur Zeit am Markt für Modelle und wo liegen ihre Unterschiede? Chipentwickler nVidia gibt den Herstellern zwar einige Richtlinien mit auf den Weg, kann aber dann doch nicht gänzlich für eine Vereinheitlichung der Grafikkarten sorgen - wo bliebe denn da die Individualität? Und so drängen unzählige Hersteller mit einer ebenso großen Anzahl verschiedener 6600 GTs auf den deutschen Markt. Wer denkt, dass sich hier nur Unterschiede im Preis ergeben würden, liegt (zum Glück) falsch, denn des Öfteren wird auch an der Taktschraube der Chips gedreht.
Hier und heute angetreten sind Karten von Inno3D, AOpen, Leadtek und MSI, um den Gewinner auszufechten. Was bleibt uns da also anderes übrig, als die Spiele beginnen zu lassen?
Technische Daten
Nachfolgend die technischen Daten der 6600-Serie von nVidia und der direkten Konkurrenzprodukte, X700 (Pro) und X800, von ATi. Gerade in Bezug auf die 6600 GT für AGP hat es in der Vergangenheit einige Verwirrung gegeben, die leider noch nicht vollständig abgeklungen ist. Während der Speichertakt der AGP-Version mit 450 MHz von nVidia von Anfang an 50 MHz unterhalb des PCIe-Modells lag, wurde zwischenzeitig auch der Referenz-Chiptakt, allerdings allem Anschein nach nur einigen Herstellern gegenüber, auf 450 MHz gesenkt.
| Radeon X700 |
Radeon X700 PRO |
Radeon X800 |
GeForce 6600 |
GeForce 6600 GT |
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|---|---|---|---|---|---|
| Logo | |
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| Chip | RV410 | RV410 | R430 | NV43 | NV43 |
| Transistoren | - | - | ca. 160 Mio. | ca. 146 Mio. | ca. 146 Mio. |
| Fertigung | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,11 µm | 0,11 µm |
| Taktung (MHz) | 400 | 420 | 390 | 300 | 500***** |
| Renderpipes | 8 | 8 | 12 | 8 | 8 |
| Pixelfüllrate | 3200 MPix/s | 3360 MPix/s | 4680 MPix/s | 2400 MPix/s | 4000 MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 3200 MTex/s | 3360 MTex/s | 4680 MTex/s | 2400 MTex/s | 4000 MTex/s |
| Vertexeinheit | DX9 VS 2.0 | DX9 VS 2.0 | DX9 VS 2.0 | DX9 VS 3.0 | DX9 VS 3.0 |
| Vertexpipes | 6 | 6 | 6 | 3 | 3 |
| Interface | PEG x16 | PEG x16 | PEG x16 | PEG x 16 | PEG x16/AGP |
| SLI-Modus* | nein | nein | nein | ja (neuerdings) | ja |
| Texturen pro Pass DX / OpenGL |
16 / 8 | 16 / 8 | 16 / 8 | 16 / 4 | 16 / 4 |
| Pixelshader | PS 2.b | PS 2.b | PS 2.b | PS 3.0 | PS 3.0 |
| Speicher (MB) | 128 DDR | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 128 DDR | 128 GDDR3 |
| Anbindung | 128 Bit | 128 Bit | 256 Bit | 128 Bit | 128 Bit |
| Speichertakt (MHz) | 350**** | 430 | 350 | 250** | 500/450*** |
| Bandbreite (MB/s) | 11200 | 13760 | 22400 | 8000 | 16000 |
| RAMDAC | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz |
| Präz. pro Kanal | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) |
| US-Preis (ohne MwSt.) | $149 | $199 (256 MB) | $199 | $149 | $199 |
| * Der SLI-Modus setzt ein PCI-Express-Interface voraus | |||||
| ** Der Speichertakt der GeForce 6600 ist von den Herstellern frei wählbar. | |||||
| *** Der Speichertakt des Modells für PEG liegt bei 500 MHz, der für AGP bei 450 MHz. | |||||
| **** Mittlerweile hat ATi den Referenz-Speichertakt der X700 auf 250 MHz gesenkt. | |||||
| ***** Es sind auch Karten mit einem GPU-Takt von 450 MHz im Umlauf. | |||||
Die Karten
Um alle vier Testkandidaten besser miteinander vergleichen zu können, stellen wir nachfolgend ihre Features in einer Tabelle gegenüber.
| Modell | Inno3D GeForce 6600 GT | AOpen Aeolus 6600 GT |
|---|---|---|
| Bild | ||
| Preis, UVP | - | - |
| Preis, Geizhals (lieferbar) |
- | 161,- Euro [2] |
| Chip | nVidia NV43 + HSI-Brücke | nVidia NV43 + HSI-Brücke |
| Architektur | 8 Pipelines, 3 Vertexeinheiten | 8 Pipelines, 3 Vertexeinheiten |
| Chiptakt | 500 MHz | 500* MHz |
| Speicher | 128 MB GDDR3 | 128 MB GDDR3 |
| Speichertakt (max.) | 500 (500) MHz | 450 (500) MHz |
| Speicherhersteller | Samsung GDDR3, 2,0 ns | Samsung GDDR3, 2,0 ns |
| Speicheranbindung | 128 Bit | 128 Bit |
| PCB | nVidia Referenz-Design | nVidia Referenz-Design |
| Anschlüsse |
|
|
| ViVo | - | - |
| Kühler | CoolerMaster, Single-Slot, 40-mm-Lüfter |
Eigenentwicklung, Single-Slot, 40-mm-Lüfter |
| Speicherkühlung | - | Ja, durch Chipkühlung |
| Lieferumfang |
|
|
| Modell | Leadtek A6600 GT | MSI NX6600 GT |
|---|---|---|
| Bild | ||
| Preis, UVP | - | - |
| Preis, Geizhals (lieferbar) |
168,- Euro [3] | 169,- Euro [4] |
| Chip | nVidia NV43 + HSI-Brücke | nVidia NV43 + HSI-Brücke |
| Architektur | 8 Pipelines, 3 Vertexeinheiten | 8 Pipelines, 3 Vertexeinheiten |
| Chiptakt | 500 MHz | 500 MHz |
| Speicher | 128 MB GDDR3 | 128 MB GDDR3 |
| Speichertakt (max.) | 450 (500) MHz | 450 (500) MHz |
| Speicherhersteller | Samsung GDDR3, 2,0 ns | Samsung GDDR3, 2,0 ns |
| Speicheranbindung | 128 Bit | 128 Bit |
| PCB | nVidia Referenz-Design | nVidia Referenz-Design |
| Anschlüsse |
|
|
| ViVo | - | Ja |
| Kühler | Eigenentwicklung, Single-Slot, 55-mm-Lüfter |
Eigenentwicklung, Single-Slot, 55-mm-Lüfter |
| Speicherkühlung | - | - |
| Lieferumfang |
|
|
Was den Lieferumfang angeht, kann die NX6600 GT aus dem Hause MSI natürlich Maßstäbe setzen. Und glücklicher Weise ist sie nicht einmal teurer als die drei hier augeführten Konkurrenten.
* Die AOpen-Karte ist vereinzelt auch mit einem Chiptakt von 450 MHz im Handel erhältlich. Alle aktuellen Modelle werden allerdings wieder mit 500 MHz programmiert.
Impressionen
Inno3D GeForce 6600 GT
Den Anfang macht Inno3Ds GeForce 6600 GT für AGP. Dieses schwarze Schmuckstück stellt im Moment die schnellste Mittelklassegrafikkarte dieses Unternehmens, das exklusiv nur nVidia-Grafikkarten vertreibt, dar und ist für ungefähr 170 Euro beispielsweise bei Netzladen24.de [5] käuflich erwerbbar. Mit der Verfügbarkeit dieser Karte sieht es - wie immer - leider schlecht aus - über Geizhals.at ist sie gar nicht gelistet.


Beim Design des PCB hält sich Inno3D - wie so oft - haargenau an nVidias Vorgaben, so dass man mit keinerlei Überraschungen rechnen sollte. Vielmehr finden sich neben einem DVI-Ausgang auch ein D-Sub-Anschluss für den analogen Monitor sowie ein Video-Anschluss für den heimischen Fernseher auf der Karte wieder. Da es sich bei dieser GeForce 6600 GT bekanntlich um eine AGP-Grafikkarte handelt, darf natürlich der obligatorische Stromanschluss nicht fehlen.


Etwas spannender wird es, wenn man einen genaueren Blick auf diese Grafikkarte wirft. So wurden alle Bauteile auf einem pechschwarzen PCB verlötet. Passend dazu ist der Kühler in einem Farbton gehalten, der am besten mit Kupfer vergleichbar ist. Doch hier trügt der Schein, denn dieser wurde eindeutig aus Aluminium hergestellt. Der Kühler ist übrigens eines der ersten Produkte der Kooperation [6] mit den Experten von Cooler Master.
Schade ist nur, dass Inno3D die anfängliche Ankündigung, GDDR3-Speicher mit 1,6 ns [7] auf der Karte zu verbauen, nicht ganz einhalten konnte. In Zukunft wird es also nur noch solche Karten mit 2,0-ns-RAM geben. Die 128 MB Texturspeicher werden übrigens auf vier einzelne Chips aufgeteilt, die nicht gekühlt werden. Die auf dem AGP-Modell verbaute HSI-Brücke (High Speed Interconnect) bedarf allerdings einer zumindest passiven Kühlung. Inno3D taktet die GeForce 6600 GT übrigens mit 500 MHz Chip- und 500 MHz Speichertakt. Hier bleibt also - ob des 2,0-ns-RAMs - kaum ein Spielraum fürs Übertakten gewahrt. Aufgrund der guten Qualität des Samsung-Speichers dürften aber dennoch noch das eine oder andere MHz mehr drin sein.





AOpen Aeolus 6600 GT
Weiter geht es mit AOpens GeForce 6600 GT, einer Grafikkarte von einem weiteren Hersteller, der vollständig auf Produkte aus dem Hause nVidia setzt. Diese Grafikkarte gibt es laut einem schnellen Preischeck bei Geizhals.at bereits ab knapp 161 Euro. Mit der Verfügbarkeit sieht es sehr gut aus. Die Aeolus 6600 GT ist gleich bei einer Vielzahl von Händlern sofort ab Lager lieferbar.


Viel spannender als bei den Konkurrenten wird es bei einem Blick auf das PCB dieser Grafikkarte aber auch nicht. Denn auch hier dominiert die Normalität. So finden sich neben dem DVI- und D-Sub-Ausgang auch ein selbiger für das Senden von Bildsignalen an den Fernseher auf der Karte. Ferner ist natürlich auch der zusätzliche Stromanschluss auf dem PCB verlötet. Mittlerweile kommt die Karte im Handel übrigens desöfteren mit einer opulenteren Spannungsversorgung daher.


Was AOpens GeForce 6600 GT dann wirklich auszeichnet, das ist der Kühlkörper. Dieser ist eine komplette Neu- und Eigenentwicklung und zeichnet sich vor allem durch eine angenehme Ruhe im Betrieb aus. Allerdings trügt auch hier der Schein, denn durch die Farbgebung des Aluminiums wird die Verwendung von Kupfer suggeriert. Der Kühlkörper nimmt übrigens auch die von der HSI-Brücke erzeugte Abwärme auf.
Beim Speicher setzt man auf GDDR3-Chips von Samsung mit einer minimalen Zugriffszeit von 2,0 ns, der passiv vom großen Kühlkörper mitgekühlt wird. Da AOpen den Speicher mittels BIOS aber nur mit 450 MHz betreibt, bleiben hier noch gut 50 MHz (100 MHz DDR) Spielraum für etwaige Übertaktungsversuche. Den NV43-Chip unseres Testmodells taktet AOpen, einer kurzfristigen Änderung seitens nVidia folgend, nur mit 450 MHz und vereinzelt sind derartige Modelle immer noch im Handel zu finden. Die Karten, die seit Anfang des Jahres das Werk verlassen, takten allerdings mit 500 MHz, so dass wir AOpens Karte auch mit diesem Wert in den Benchmarkparcours geschickt haben. Vor einigen Woche wurde uns zudem eine BIOS-Version [8] zugespielt, die diese Grafikkarte mit 500 MHz Chip- und Speichertakt laufen lässt. Risikofreudige Anwender haben hier also leichtes Spiel - egal, welche Karte erworben wird.
Mit einer uns von AOpen bereitgestellten, weiteren BIOS-Version und dem Tool „SilentFan“ war es uns darüber hinaus möglich, die Karte mit einer automatischen Lüftersteuerung aufzurüsten. Zwar dreht der Lüfter unter Last auch unter Einsatz derartiger Hilfsmittel schnell auf vollen Touren, im Leerlauf wird er allerdings auf ein quasi unhörbares Niveau herunter geregelt.



Leadtek WinFast A6600 GT
Weiter geht es mit Leadteks Adaption der GeForce 6600 GT für AGP, deren Geschwister für den PCI Express-Bus [9] von uns schon vor einiger Zeit ausführlich unter die Lupe genommen worden. Diese Grafikkarte wechselt laut Geizhals.at ab 168 Euro den Besitzer und ist bei zahlreichen Internetshops sofort lieferbar.


Auch Leadtek vertraut - wieder einmal - voll und ganz auf nVidias Vorgaben und verbaut auf der WinFast A6600 GT eine Vielzahl von Anschlüssen. Mit dabei sind natürlich D-Sub- und DVI-Ausgang sowie eine weitere Buchse zum Anschluss eines Fernsehers. Auf Video-In-Fähigkeiten muss man leider auch bei dieser Grafikkarte verzichten. Zudem fehlt natürlich der beim AGP-Modell der GeForce 6600 GT notwendige, zusätzliche Stromanschluss nicht.


Auch beim weiteren Design des PCB setzt Leadtek voll und ganz auf nVidias Vorgaben und übernimmt selbst das charakteristische Grün von nVidias Referenzplatinen. Was allerdings vollkommen neu konzipiert worden ist, das ist der verbaute Kühler samt Lüfter. Letzterer hat einen Durchmesser von gut und gerne 5,5 cm und kann somit eine ganze Menge Luft auch bei niedrigen Drehzahlen bewegen. Im Betrieb präsentierte sich uns der Lüfter dann auch als überaus leise und war nur geringfügig mehr hörbar als das Modell des Konkurrenten AOpen. Aber Ähnliches hatten wir ja auch schon bei den nahezu identisch aufgebauten PCI Express-Karten [8] resümiert. Bei Leadteks WinFast A6600 GT machen also auch Besitzer eines leisen PCs nicht viel falsch. Der hier verbaute NV43-Chip taktet übrigens ganz standardkonform mit runden 500 MHz. Der Alu-Kühlkörper für die HSI-Brücke wurde von nVidia übernommen.
Beim Speicher setzt Leadtek auf GDRR3-Chips aus dem Hause Samsung. Diese besitzen eine minimale Zugriffszeit von 2,0 ns und verkraften somit - laut Spezifikationen - 500 MHz (1 GHz DDR), so dass sich gegenüber den im BIOS veranschlagten 450 MHz RAM-Takt eine Differenz von 50 MHz für Übertaktungsversuche ergibt.





MSI NX6600 GT
Kommen wir zum Schluss zu MSIs Adaption der GeForce 6600 GT für AGP. Laut Geizhals.at wechselt die Karte momentan ab 169 Euro den Besitzer.


Bei den Anschlüssen bietet MSI auf den ersten Blick kaum etwas Besonderes. Neben dem D-Sub-Ausgang für analoge Displays ist natürlich auch der DVI-Ausgang für Besitzer eines TFT-Monitors vorhanden. Doch, was ist das? Endlich! Es liegt tatsächlich eine neuere GeForce-Karte mit einem funktionstüchtigen ViVo-Anschluss vor uns. Wir können es kaum fassen, herrschte doch diesbezüglich in den letzten Monaten im nVidia-Lager strikte Abstinenz. Nicht fehlen darf natürlich auch der zusätzliche Stromanschluss.


Beim Design des PCB setzt MSI voll und ganz auf die Vorgaben nVidias. Etwas individueller wird es allerdings, wenn man sich den verbauten Kühlkörper anschaut. Dieser entstand in kompletter Eigenregie und erinnert an das Referenzdesign von nVidia. Allerdings ist der hier verbaute Lüfter mit 5,5 cm im Durchmesser wesentlich größer und erzeugt weitaus weniger Lärm. Ebenfalls ist die Kühlfläche durch mehr und größere Aluminiumrippen weitaus größer, so dass mehr Wärme abgeführt werden kann. Die Gehöhrgänge des Besitzers werden MSI derweil dankbar für diesen Kühler sein, erzeugt die NX6600 GT doch auch unter Last nur ein wenig hörbares Geräusch. Um neugierigen Hardwareredakteuren das Leben zu erleichtern, lässt sich der Kühler durch wenige Handgriffe und ohne Einsatz von Gewalt demontieren. Leider täuscht die Farbgebung die Verwendung von Kupfer nur vor. Die HSI-Brücke wird ebenfalls passiv gekühlt.





Beim Speicher setzt auch MSI auf vier Chips aus dem Hause Samsung, die allesamt eine minimale Zugriffszeit von 2,0 ns besitzen. Der Texturspeicher wird übrigens von MSIs Kühlkörper mitgekühlt und sollten so auch einen Dauerbetrieb im übertakteten Zustand gut überstehen. Da der Speicher gemäß BIOS nur mit 450 MHz von Haus aus angesprochen wird, bleiben also noch mindestens 50 MHz Spielraum für Übertaktungsversuche.





Testsystem
Testsystem PCI Express:
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,4 GHz EE (Gallatin, 512 kB Level-2-Cache, 2048 kB Level-3-Cache)
- Motherboard (Timings per SPD)
- MSI 925X Neo (Sockel LGA775, Intel i925X)
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB Corsair DDR2-533 (4-4-4-12)
- Grafikkarten (in den Diagrammen blau eingefärbt)
- ATi Radeon X850 XT Platinum Edition
- ATi Radeon X800 XT (500/500 MHz)
- ATi Radeon X700 XT
- ATi Radeon X700 Pro
- ATi Radeon X600 XT
- nVidia GeForce 6800 Ultra
- nVidia GeForce 6800 GT
- nVidia GeForce 6800 (256 MB) *
- nVidia GeForce 6600 GT (500/500 MHz)
- nVidia GeForce 6600 (300/275 MHz)
- nVidia GeForce PCX 5900
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital 80 GB P-ATA HDD (8 MB Cache)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 66.93
- ATi Catalyst 4.11
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft DirectX 9.0c
Testsystem AGP 8x:
- Prozessor
- Intel Pentium 4 3,4 GHz EE (Gallatin, 512 kB Level-2-Cache, 2048 kB Level-3-Cache)
- Motherboard (Timings per SPD)
- Abit IC7-G (Sockel 478, Intel i875P)
- Arbeitsspeicher
- 2x512 MB Samsung DDR400 (3-3-3-8)
- Grafikkarten (in den Diagrammen grau eingefärbt)
- ATi Radeon X800 XT „PE“ (520/560 MHz)
- ATi Radeon X800 Pro
- ATi Radeon 9800 XT
- ATi Radeon 9800 Pro
- Leadtek WinFast A6600 GT (500/450 MHz)
- Inno3D GeForce 6600 GT (500/500 MHz)
- AOpen GeForce 6600 GT (500/450 MHz)
- MSI NX6600 GT (500/450 MHz)
- nVidia GeForce FX 5950 Ultra
- Peripherie
- Pioneer DVD-Laufwerk (Slot-in)
- Western Digital 80 GB P-ATA HDD (8 MB Cache)
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 66.93
- ATi Catalyst 4.11
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft DirectX 9.0c
Die Einstellungen in den Treibern der Grafikkarten nahmen wir wie folgt vor: Grundsätzlich versuchten wir die maximale Qualität zu erreichen und stellten z.B. bei allen Karten der GeForce-Serie den IQ-Regler auf die Stufe „Quality“, so dass der optimierte trilineare Filter aktiviert ist, um nicht gegenüber den ATi-Karten ins Hintertreffen zu geraten. Alle anderen Einstellungen beließen wir beim Standard, der bei der Neuinstallation des Treibers aktiviert ist. Dass der aktuelle ForceWare-Treiber von nVidia bereits das Shader-Model 3.0 unterstützt, ist durchaus wichtig, da FarCry dieses Feature in der inoffiziellen Version 1.2 ebenfalls bietet. Bei den ATi-Karten beließen wir ebenfalls die IQ-Einstellungen in den Standardeinstellungen. Sowohl nVidia- wie auch ATi-Grafikkarten sollten so während des ganzen Tests eine vergleichbare und akzeptable Bildqualität liefern.
* Die GeForce 6800 für PCI Express wurde von uns emuliert. Um insgesamt vier Pipelines deaktivieren zu können, nutzen wir den RivaTuner [10], der ein solches Feature beherrscht.
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 03 Version 340
- 3DMark 05
- AquaMark 3
- Spielebenchmarks:
- Far Cry 1.3
- Unreal Tournament 2004
- RtCW - Enemy Territory
- Tomb Raider - Angel of Darkness
- Half-Life 2 (Counter-Strike: Source, Build 2124)
- Doom 3
Synthetische Benchmarks
3DMark 03
Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark03 aus dem Hause Futuremark. Dies veranlasste uns dazu, das Benchmarkprogramm doch noch in den Parcours zu integrieren, denn der Leser ist schließlich König. Alle Einstellungen zu Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht über den Treiber erzwungen.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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3DMark 05
3DMark 05 ist Futuremarks neuestes Produkt zum Testen von aktuellen Grafikkarten. War die Vorgängerversion noch höchst umstritten, blieb ein Eklat der 05er-Version bis jetzt erspart. Zu den Features der neu entwickelten Engine, auf der 3DMark 05 basiert, gehört unter anderem auch die Unterstützung des Shader-Model 2.0b und 3.0 aktueller ATi- und nVidia-Karten. Lief 3DMark 03 auch noch auf älteren Grafikkarten, ist für die Nutzung des neuesten Teils eine Grafikkarte mit DirectX-9.0-Fähigkeiten essentiell. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [11].
3DMark 05
Angaben in Punkten
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AquaMark 3
Weiter geht es mit AquaMark 3, welcher von den Entwicklern weitestgehend als Alternative zum 3DMark03 entworfen worden ist. Und so liegt auch diesem Benchmark eine Spieleengine zugrunde, die unter anderem auch in AquaNox 2 - Revelation Verwendung fand. Allerdings wurde diese für den AquaMark 3 nochmals auf den neuesten Stand gebracht und unterstützt nun sogar einige DirectX-9-Effekte. Alle Einstellungen zum Anti-Aliasing und zur anisotropen Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht durch den Treiber erzwungen.
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spielebenchmarks
Far Cry
Über das Spiel FarCry muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Dank einer sehr flexiblen und fortschrittlichen Engine konnten die Entwickler durch den Patch zur Version 1.2 bzw. 1.3 einige Neuerungen im Spiel integrieren. So beherrscht FarCry das Shader-Model 3.0 [12] der GeForce-6000er-Serie nVidias sowie das auf ATis Karten abgestimmte Shader-Model 2.0b [13]. Während ersteres nVidia-Karten zur einer weitaus effizienteren Verarbeitung der komplexen Shader durch das so genannte „Branching“ verhilft, nutzt ATi das Shader-Model 2.0b dazu, weitestgehend eine effizientere Berechnung der Lichtquellen zu erreichen. Zusätzlich beherrschen ATis R4x0-Karten das „Geometry Instancing“, welches eigentlich Teil des SM 3.0 ist und zu einer besseren Berechnung von Geometriedaten führt.
Um die Vorzüge der Cry-Engine zu nutzen, aktivierten wir auf allen nVidia-Karten der GeForce-6000er-Serie das Shader-Model 3.0 sowie auf allen ATi X800-Karten das SM 2.0b. Die Qualitätseinstellungen im Spiel stellten wir auf das jeweilige Maximum und nahmen auch sämtliche Einstellungen bezüglich Anti-Aliasing und anisotroper Filterung im Spiel vor. Die von uns verwendete Demo wurde im Licht- und Shader-intensiven Research-Level aufgenommen.
Far Cry Version 1.3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Hinweis: Auf der ATi Radeon X800 XT sowie X700 Pro und XT für PCI Express wollte leider aus unerklärlichen Gründen das SM 2.0b nicht laufen. Trotz zwei verschiedener Testkarten mit unterschiedlichen BIOS-Versionen wählte das Spiel immer den SM-2.0-Pfad, der einen signifikanten Nachteil gegenüber dem SM 3.0 und dem SM 2.0b entstehen lässt. Die Werte der Radeon X700 Pro, XT und X800 XT sind also nur unter Vorbehalt zu sehen, spiegeln sie doch nicht das wahre Leistungspotenzial der Karte wider.
Unreal Tournament 2004
Weiter geht es mit Unreal Tournament 2004, einem recht aktuellen Multiplayer-Shooter. Dieser basiert weitestgehend auf der Engine, mit der auch schon der Vorgänger programmiert worden war. Allerdings wurde diese um Effekte bereichert, so dass jetzt auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. Um die von uns getesteten Grafikkarten zu belasten, wählten wir eine Flyby-Demo aus der Map „DM-Inferno“. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten über die Treiber erzwungen werden, da Unreal Tournament 2004 leider keine dementsprechende Funktion bietet.
Unreal Tournament 2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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RtCW - Enemy Territory
Fast schon ein altes Eisen in unserem Benchmarkparcours ist „RtCW - Enemy Territory“, quasi der Multiplayerteil eines indizierten Shooters mit WW2-Thematik. Enemy Territory steht bei uns stellvertretend für eine ganze Reihe von Spielen, die auf der Quake-3-Engine entwickelt worden und in den vergangenen Jahren auf dem Markt erschienen sind. Die Spieldetails stellten wir auf's Maximum und testeten mit einer Demo, die auf der Map „Radar“ erstellt worden ist. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten durch den Treiber erzwungen werden.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Doom 3
Doom 3 ist erst seit dem 12. August 2004 auf dem deutschen Markt erhältlich, gilt aber schon jetzt als ein Meilenstein in der Geschichte der PC-Spiele. Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegen geglaubten OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Zusätzlich sorgen imposante Licht- und Schatteneffekte für die nötige Gruselstimmung. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert. Zum Einsatz kam die von Entwickler id Software aufgenommen „Demo1“ und die im Spiel integrierte Timedemo-Funktion. Weitere Details zu Doom 3 gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [14].
Doom 3 "High Detail"
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Tomb Raider - AoD
Wenn der gemeine PC-Spieler an Tomb Raider denkt, kommt er wohl unweigerlich auf lustlose Rätsel, vollbusige Actionheldinnen und Clipping-Fehler. Dass „Tomb Raider - Angel of Darkness“ dennoch auf einer recht passablen Grafikengine basiert, vergessen viele dabei aber nur allzu oft. Diese zeichnet sich durch ihre große Variabilität aus, die wir uns hier zu Nutze machen wollen. Zudem unterstützt das Spiel bereits einige Effekte, die Pixel- und Vertex-Shader 2.0 voraussetzen. Zusammen mit dem Gebrauch von Bump Mapping und hochauflösenden Texturen wird das Spiel zwar nicht zum puren Augenschmaus wie z.B. FarCry, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Zum Messen benutzten wir das Programm „Bench'em'All“, das es uns erlaubt, komfortabel die eingebaute Timedemo-Funktion zu nutzen. Wir stellten die Texturqualität auf 32 Bit, aktivierten alle PS-2.0-Effekte und sollten somit auch moderne Grafikkarten in Bedrängnis bringen.
Tomb Raider - AoD v49
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2
Auch wenn Half-Life 2 nun endlich erschienen ist, mussten wir im Vorfeld der Veröffentlichung noch auf den in Counter-Strike: Source integrierten Benchmark zurück greifen. Wurde uns mit dem ForceWare-Treiber 61.77 mit PCX-Karten noch der schnellere DirectX-8.1-Pfad aufgezwungen, war dieses mit dem nun verwendeten 66.93 nicht mehr der Fall. Dieser Treiber erlaubte es uns, auch auf diesen Grafikkarten die volle Pixelpracht begutachten zu können und damit auch vergleichbare Werte abzuliefern. Allerdings mussten wir die FX 5950 Ultra immer noch mit dem 8.1-Pfad betreiben.
Half-Life 2 - Video Stress Test
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Performancerating
Performancerating 1024x768
Angaben in Prozent
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Bis auf Inno3Ds GeForce 6600 GT, die mit 500 MHz Speichertakt daher kommt, liegen alle Karten etwa gleichauf. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, takten doch alle gleich und unterscheiden sich nur im Rahmen der Messungenauigkeit. Gegenüber einer Radeon X800 aus dem Hause ATi verlieren alle unserer 6600 GTs knapp; das Modell von Inno3D kommt dieser dank erhöhter Taktraten aber sehr nahe.
Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
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In der nächsthöheren Auflösung kann man die X800 sogar nahezu einholen und die 6600 GT von Inno3D überholt diese sogar um ein halbes Prozent. Ansonsten platzieren sich alle heutigen Testkandidaten den potentiellen Leistungswerten entsprechend.
Performancerating AA & AF
Angaben in Prozent
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Unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung verlieren alle 6600 GTs wieder etwas an Boden gegenüber der ATi Radeon X800, die in diesem Bereich von ihrem 256 Bit breiten Speicherinterface und 256 MB Framebuffer profitieren kann. Im Übrigen präsentiert sich das uns gewohnte Bild. Inno3Ds Modell ist am schnellsten, während die anderen Kandidaten absolut gleichauf liegen.
Sonstiges
Lautstärke
Auch wenn wir in Zukunft alle Betrachtungen in Sachen Betriebsgeräuschen mit einem dB-Messgerät vornehmen werden, stand uns dieses zu dem Zeitpunkt, an dem die Karte ihren Rückweg zum Hersteller antreten musste, leider noch nicht zur Verfügung, weswegen wir uns heute ein letztes Mal mit subjektiven Empfindungen zufrieden geben müssen.
Einen Sieger zu finden, fiel uns recht schwer. So würden wir die Modelle von MSI, AOpen und Leadtek allesamt als leise einstufen. Am lautesten war die GeForce 6600 GT von Inno3D, die allerdings nur in Relation zu den anderen Testkandidaten wirklich als laut bezeichnet werden kann. Müssten wir uns auf eine Karte festlegen, würden wir wohl die AOpen GeForce 6600 GT nennen, die dank des Silent-BIOS (SilentFan) nochmals etwas leiser wird. Allerdings ist ihr die 6600 GT von MSI äußerst dicht auf den Fersen. Ferner konnten wir zwischen dieser und der 6600 GT von Leadtek kaum einen nennenswerten Unterschied ausmachen.
Temperatur
Alle Messungen der Temperatur wurden außerhalb eines Gehäuses vorgenommen. Das Auslesen der Werte übernahm für uns der RivaTuner, der die Fähigkeit besitzt, Werte über einen längeren Zeitraum aufzuzeichnen. Die Werte im Idle-Modus erzielten wir nach zehnminütigem Betrieb auf dem Windows-Desktop, der Last-Werte entstanden nach einem kompletten 3DMark03-Durchlauf (alle vier Gametests).
Temperaturmessung
Angaben in °C
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Alle Testkarten befinden sich im grünen Bereich. Lediglich die 6600 GT von Inno3D wird im Idle-Modus recht warm, kann die eigene Position unter Last aber verbessern. Leider keine Werte lieferte uns die GeForce 6600 GT von MSI, die nicht mit dem Rivatuner zusammenarbeiten wollte. Auch das von MSI der Karte beigelegte Tool streikte leider und verweigerte auf unserem Testsystem renitent den Dienst.
Übertaktbarkeit
Nachdem wir alle regulären Benchmarks durchlaufen lassen hatten, nahmen wir uns die vier Testkandidaten noch einmal vor und durchleuchteten diese auf ihre Übertaktbarkeit. Um die so gewonnene Leistung in konkrete Zahlen zu verwandeln und die Stabilität zu testen, ließen wir die übertakteten Karten den 3DMark05 bewältigen. Folgende Ergebnisse konnten wir dabei erzielen:
3DMark 05 - Overclocking
Angaben in Punkten
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Das beste Ergebnis in Sachen GPU-Takt konnte Leadteks WinFast A6600 GT erzielen, deren NV43-Chip sich bei bis zu 600 MHz einwandfrei betreiben ließ. Noch höheren Leistungen stand jedoch der GDDR3-Speicher im Wege, der sich mit bis zu 555 MHz ansprechen ließ. Die Modelle von AOpen und Inno3D vertrugen exakt die gleichen Taktfrequenzen. Einzig die MSI-Karte konnte durch magere 15 MHz mehr Chiptakt nicht überzeugen.
An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass die von uns erzielten Ergebnisse keinesfalls stellvertretend für die ganze Serie stehen. So ist das Übertakten immer vom jeweiligen System - ja sogar von der jeweiligen Grafikkarte abhängig - so dass sich immer andere Ergebnisse abzeichnen sollten. Unsere Werte sollten lediglich als Referenz herangezogen werden.
Fazit
Für die hier und heute getesteten vier Grafikkarten jeweils ein einzelnes Fazit zu schreiben, würde sich kaum lohnen, zu sehr gleichen sie sich in ihren Leistungen. Das, was zwischen ihnen den Unterschied macht, ist vielmehr die Ausstattung und die Bauart der jeweiligen Karte. So überzeugt die eine durch einen guten Lieferumfang, eine andere durch besondere Laufruhe, während eine andere wiederum durch ihre Geschwindigkeit auftrumpfen kann. Nun also unsere finalen Worte.
Der Launch der 6600er-Serie ist mittlerweile eine ganze Zeit her und entsprechende Karten haben sich zu einer echten Institution im Segment unterhalb der magischen 200-Euro-Marke gemausert. Dies haben sie wohl in erster Linie ihrer guten Leistung zu verdanken, die sich konsequent über den High-End-Karten der letzten Generation, Radeon 9800 XT und GeForce FX 5950 Ultra, bewegt. Weiterhin sollte man natürlich noch den Preis erwähnen, der mittlerweile ein gutes Stück unterhalb von 200 Euro angelangt ist und auf die 150 Euro zusteuert. Eine doch schon angestaubte ATi Radeon 9800 Pro kostet oftmals nicht viel weniger, leistet jedoch nicht das, was die 6600 GT bieten kann. Hier ist nVidia klar im Vorteil und ATi versucht diesem Trend mittlerweile durch eine AGP-Portierung der Radeon X700 Pro entgegen zu wirken.
Bei den heute von uns getesteten GeForce 6600 GT-Karten stach eigentlich niemand so recht aus der Masse. Jeder der vier Kandidaten hatte seine Stärken, im Gegenzug aber auch seine Schwächen, so dass wir von der Krönung eines Testsiegers Abstand nehmen wollen. Vielmehr sollte jeder für sich selbst die passende Karte wählen. Trotzdem wollen wir noch kurz ein paar Wörter zu den jeweiligen Pixelbeschleunigern verlieren.




Geht es um die Ausstattung und das Design, ist die 6600 GT von MSI sicher die erste Wahl. Die ViVo-Funktionalität dürfte eines der Kaufargumente für die MSI-Karte sein. Ein gutes Mittel von allem bieten hingegen die Karten von AOpen und Leadtek. Während letztere vor allem durch eine gute Kühlung von sich reden machen konnte und zudem noch gut übertaktbar war, konnte uns die 6600 GT vor allem durch den im Idle-Betrieb dank SilentFan flüsterleisen Lüfter entzücken. Die Umsetzung Inno3Ds konnte derweile durch den gesteigerten Standardtakt überzeugen und so alle Konkurrenten deklassieren, musste durch den recht lauten Lüfter allerdings ein paar Minuspunkte hinnehmen. Beim Übertakten hingegen sah es bei diesem Modell recht gut aus, auch wenn unsere Ergebnisse keinesfalls als Referenz für eine ganze Serie herangezogen werden sollten.
Fazit: Vier gute Grafikkarten, deren Zielgruppen recht unterschiedlich sein dürften. So sollte sich also jeder das am besten zu ihm passende Modell heraussuchen und glücklich werden. Dank Shader-Modell 3.0 und einer guten Architektur wird man noch länger etwas von diesen Karten haben.

