Schaut man im hiesigen Media Markt, Saturn oder im Computerfachgeschäft in die Regale auf der Suche nach der Traumgrafikkarte, stellt sich, falls die gewünschte Hardware überhaupt vorhanden ist, schnell Enttäuschung und Langeweile ein. Irgendwie sieht eine Grafikkarte doch wie die andere aus, unabhängig davon, ob die GPU aus Kanada oder Kalifornien kommt und ob es eine GeForce 7900 GTX oder Radeon X1600 XT werden soll. Meistens unterscheiden sich die Produkte höchstens in der Größe und Form der Verpackung, wobei jeder Hersteller versucht, den anderen irgendwie zu übertrumpfen. Nichtsdestotrotz ist es durchaus möglich, den seltenen Anblick eines 3D-Beschleunigers zu erhaschen, der nicht nach den Referenzvorgaben von nVidia und ATi gebaut worden ist.
XFX ist einer dieser Hersteller, der gerne aus der Reihe tanzt und vor allem mit von Haus aus übertakteten Grafikkarten den Kunden zum Kauf überreden möchte. So auch bei verschiedenen Versionen der GeForce 7950 GX2, von denen XFX gleich drei verschiedene Modelle anbietet. Etwas Besonderes stellt dabei die XFX „GeForce 7950 GX2 M570 XXX“ dar, obwohl die Produktbezeichnung zugegebenermaßen auf dem ersten Blick abschreckend wirkt. So wird die XXX-Edition mit deutlich höheren Taktraten ausgeliefert als die Referenzvorgaben für eine GeForce 7950 GX2 [1] vorsehen.
Die GPU taktet mit 570 MHz und der Speicher gar mit satten 775 MHz, was eine nVidia GeForce 7950 GX2, die wahrhaft nicht langsam ist, regelrecht alt aussehen lässt. Wenn man die Frequenzen mit denen anderer Grafikchips vergleicht, stellt sich heraus, dass XFX mit der M570 XXX beinahe an zwei GeForce-7900-GTX-Karten, die wiederum ein gutes Stück teurer als die XFX-Karte sind, herankommt. Ob das „SLI auf einer Karte“-Prinzip das auch problemlos schafft? Immerhin bleibt bereits eine GeForce 7950 GX2 mit den Standardtaktraten nicht gerade kühl.
Darüber hinaus konnte uns freundlicherweise Leadtek ein Exemplar der „WinFast PX7950 GX2 TDH“ zur Verfügung stellen, während Gigabyte für diesen Artikel gleich zwei GeForce-7950-GX2-Karten zusteuerte. Bei diesen Karten, die allesamt nach dem Referenzdesign gefertigt werden, erwartete uns während des Testlaufs die ein oder andere ungewöhnliche Überraschung. XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX oder zwei „GeForce 7900 GTX“-Karten – dass ist hier die Frage.
Die XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX basiert auf der GeForce 7950 GX2 von nVidia. Damit ist diese Grafikkarte eigentlich keine Einzelkarte mehr, sondern ein SLI-Gespann, wobei zwei GPUs auf zwei verschiedenen PCBs miteinander arbeiten, die Größe einer herkömmlichen Einzelkarte aber nicht überschritten wird. Auf der XFX-Karte sind zwei G71-GPUs untergebracht, die im 90-nm-Prozess bei TSMC gefertigt werden und 278 Millionen Transistoren beherbergen. Jedem Rechenkern stehen jeweils 24 Pixel-Pipelines mit je zwei MADD-fähigen Shader-Einheiten zur Verfügung. Darüber hinaus sind 16 ROPs, 24 TMUs und acht Vertex-Shader mit von der Partie.
Jede der zwei G71-GPUs kann auf einen eigenen 512 MB großen VRAM zurückgreifen. Obwohl das Marketing gerne von einem 1024-MB-Speicher spricht, ist dies aufgrund der SLI-Technologie nicht korrekt. In jedem Framebuffer müssen dieselben Daten vorhanden sein, da ansonsten einige Berechnungsmodi nicht funktionieren würden. Die Kommunikation mit dem Chip wird über ein 256 Bit breites Speicherinterface realisiert. Auf der GeForce 7950 GX2 wird zusätzlich ein SLI-Connector verbaut, obwohl die Grafikkarte auch ohne eine externe Verbindung im SLI-Modus betrieben werden kann. Dieser ist für Quad-SLI, sprich zwei „GeForce 7950 GX2“-Karten, gedacht. Weitere Details zur GeForce 7950 GX2 findet man in unserem Launch-Artikel [17].
XFX taktet die beiden G71-GPUs mit 570 MHz, was 70 MHz über den Referenzangaben der nVidia GeForce 7950 GX2 liegt. Dabei gibt es auf der Doppelkarte (im Gegensatz zur GeForce 7900 GT sowie GeForce 7900 GTX) keine unterschiedlichen Takt-Domänen mehr. Sie arbeiten alle mit der identischen Frequenz. Darüber hinaus arbeitet der VRAM mit satten 775 MHz, was einer deutlichen Steigerung von 175 MHz entspricht. Die Speicherbandbreite steigt dadurch enorm an und liegt auf einem Niveau mit der Radeon X1900 XTX von ATi. Anderweitige Unterschiede zwischen der XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX und der nVidia GeForce 7950 GX2 sind nicht vorhanden.
Die Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH und die GigaByte GeForce 7950 GX2 sind nach den Referenzvorgaben von nVidia gefertigt und unterschieden sich somit nicht von der bereits getesteten nVidia GeForce 7950 GX2 [18].
Impressionen
XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX
XFX möchte mit der GeForce 7950 GX2 M570 XXX das Herz der gut betuchten High-End-Spieler gewinnen, was dem Hersteller mit dieser Grafikkarte auch tatsächlich gelingen könnte. Als Geheimrezept steigert XFX die Taktraten der Karte und dies nicht zu knapp. Es wird beinahe die Leistung zweier „GeForce 7900 GTX“-Karten im SLI-Modus erreicht. Logischerweise muss der Käufer deswegen tiefer in die Tasche greifen, wobei der Preisaufschlag relativ moderat ausfällt. Die Karte kostet derzeit etwa 590 Euro, ist allerdings aktuell in keinem Online-Shop lieferbar.
Beim ersten Anblick der GeForce 7950 GX2 M570 XXX wird deutlich, dass XFX es bei den höheren Taktraten belassen hat. Das Layout des PCBs sowie das Lüftersystem sind identisch zur Referenzversion der nVidia GeForce 7950 GX2 geblieben. Somit sitzt jede der beiden G71-GPUs auf einem eigenen PCB und kann auf einen eigenen Speicher zurückgreifen. Die beiden Platinen sind durch eine SLI-Bridge verbunden, die zwischen den PCBs montiert wird. Eine externe Bridge wie bei einem herkömmlichen SLI-Gespann entfällt. Zudem wird auf der Karte ein PCIe-Switch verbaut. Dieser sorgt dafür, dass jede GPU die vollen 16 PCIe-Lanes erhält und mit der maximal möglichen Bandbreite über den PCIe-Bus kommunizieren kann. Als positiver Beigeschmack lässt der PCIe-Switch die Doppelkarte als eine Einzelkarte erscheinen, weswegen die GeForce 7950 GX2 auch auf einem Board ohne SLI-Support funktioniert.
Als Lüftersystem kommen zwei Kühler zum Einsatz, wobei jede GPU einzeln gekühlt wird. Im Gegensatz zur GeForce 7900 GTX und zur GeForce 7900 GX2 erscheint das Kühlsystem auf den ersten Blick ziemlich klein. Es reicht zur Kühlung einer einzelnen Karte aber völlig aus. Interessanterweise verwendet nVidia keine hochwertigen Kupferlamellen, sondern vertraut voll und ganz auf die preiswertere Aluminium-Lösung. Einzig die GPU wird durch einen separat eingelassenen Kupfer-Kühlblock auf niedrigen Temperaturen gehalten. Der Lüfter ist ein kleiner Radialpropeller, der unter Windows mit einem sehr ruhigen Geräuschverhalten positiv auf sich aufmerksam macht. Unter Last dreht der Quirl um Einiges schneller, störend ist dies aber nur bedingt.
Auf dem Slotblech sind zwei Dual-Link-fähige DVI-Anschlüsse verbaut, die als Besonderheit HDCP-kompatibel sind. Zukünftige HD-Videos, die mit dem HDCP-Kopierschutz ausgestattet sind, können mit der vollen Auflösung abgespielt werden, falls die restlichen Komponenten (der Bildschirm und das Abspielgerät) ebenfalls HDCP-kompatibel sind. Zusätzlich verbaut XFX einen HD-fähigen TV-Ausgang. Im 2D-Modus taktet die Karte nicht herunter, um Strom sparen zu können. Der doppelte, 512 MB große VRAM wird von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,4 ns produziert.
Sowohl das Softwarepaket als auch die Kabelbeilage fallen bei der XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX für eine High-End-Karte äußerst dürftig aus – hier sind wir von anderen Herstellern mehr gewöhnt. Mehr als zwei DVI-zu-D-Sub- sowie einen S-Video-auf-YUV-Adapter und ein S-Video-Kabel findet der Käufer in der Verpackung nicht vor. Ein Composite-Kabel sucht man leider vergebens. Nicht viel besser sieht es beim Softwarepaket aus. XFX begnügt sich mit einer Treiber-CD und legt mit „Tomb Raider: Legend“ nur ein einziges, immerhin aber hochwertige Spiel der Grafikkarte bei.
Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH
Im Gegensatz zu XFX belässt es Leadtek auf der WinFast PX7950 GX2 TDH bei den Standardtaktraten, welche von nVidia für eine GeForce 7950 GX2 vorgegeben sind. Logischerweise ist die Karte deswegen nicht so schnell wie das Modell der Konkurrenz, als Vorteil kann man aber einen günstigeren Preis sowie eine bessere Lieferbarkeit für sich verbuchen. Die Leadtek-Karte ist in mehreren Online-Shops für etwa 530 Euro erhältlich.
Auch Leadtek nimmt rein äußerlich weder an der Karte, noch am Kühlsystem irgendwelche Änderungen vor. Denn bereits kurz nach dem Starten des PCs wird deutlich, dass Leadtek die Lüftersteuerung modifiziert hat; leider nicht zum Positiven hin. nVidia sieht bei einer GeForce 7950 GX2 vor, dass die Hardwarelüftersteuerung direkt nach dem Initialisieren des 3D-Beschleunigers eingreift und den Quirl auf ein niedriges Niveau herunterregelt. Leadtek scheint das nicht gefallen zu haben, denn der Radiallüfter dreht munter in voller Geschwindigkeit weiter und drosselt sich erst nach der Installation des ForceWare-Treibers.
Trotzdem kann man problemlos heraushören, dass Leadtek auch im 2D-Modus an der Drehzahl geschraubt hat. Obwohl es die Messergebnisse (später dazu mehr) nicht genau wiedergeben, fällt sofort ein störendes Geräusch auf, was als recht unangenehm zu beschreiben ist. Zwar fiept der Lüfter nicht so hochfrequent wie auf einer Radeon X1900 XT/XTX. Aber ein durchgehend präsentes Rauschen ist auch nicht unbedingt viel angenehmer. Im 3D-Modus hat es Leadtek bei den nVidia-Vorgaben belassen. In dieser Disziplin arbeitet das Kühlsystem identisch mit dem der XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX. Der Speicher wird von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,4 ns produziert.
Auf dem Slotblech sind auch hier zwei Dual-Link-fähige DVI-Ausgänge (HDCP-kompatibel) sowie ein HDTV-Ausgang vorzufinden. Überraschenderweise fällt die Kabelausstattung auf der Leadtek WinFast PX7950 GX2 gar noch schlechter als bei der XFX-Karte aus. Nur ein DVI-zu-D-Sub-Adapter sowie eine kleine S-Video-auf-YUV-und-S-Video-Kabelpeitsche findet der Käufer in der Verpackung vor. Ein längeres S-Video-Kabel, um die Grafikkarte mit dem Fernseher zu verbinden, sucht man wie ein Composite-Kabel vergebens. Besser fällt dagegen das Softwarepaket aus. Leadtek stattet die GeForce-7950-GX2-Adaption mit einer Treiber-CD, „PowerDVD“ von CyberLink, sowie den Spielen „Trackmania Nations“ und dem Ballervergnügen „Serious Sam 2“ aus.
Gigabyte GeForce 7950 GX2
Gigabyte geht mit der eigenen GeForce 7950 GX2 ähnliche Wege wie Leadtek und verlässt sich zu 100 Prozent auf das von nVidia entwickelte Referenzdesign. Dementsprechend sind weder die Taktraten, noch die Lüfter verändert. Der Preis der Grafikkarte liegt laut Geizhals [19] derzeit bei etwa 520 Euro. Die Gigabyte GeForce 7950 GX2 ist in mehreren Online-Shops lieferbar.
Eine positive Nachricht vorweg: Gigabyte belässt es bei der standardmäßigen Lüftersteuerung. Somit arbeitet die Karte unter Windows angenehm ruhig, fällt in einer 3D-Anwendung allerdings etwas störend auf. Auf der GeForce 7950 GX2 sind erneut zwei Dual-Link-fähige DVI-Ausgänge, die HDCP-kompatibel sind, verbaut. Auch ein HD-fähiger TV-Ausgang ist mit von der Partie. Der Speicher wird von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,4 ns geliefert.
Auch Gigabyte scheint der neuen, jedoch unverständlichen Mode zu folgen, die teuren High-End-Grafikkarten mit immer weniger Kabeln auszustatten. Mehr als zwei DVI-zu-D-Sub-Adapter sowie eine S-Video-auf-YUV-und-S-Video-Kabelpeitsche findet man in der Verpackung nicht vor – das ging vor wenigen Monaten noch wesentlich besser! Die Softwareausstattung fällt ebenfalls etwas dürftig aus. Gigabyte legt der Karte „PowerDVD“ von Cyberlink und das gute Spiel „Serious Sam 2“ bei. Zu mehr scheint es nicht mehr zu reichen.
Testsystem
Testsystem:
Prozessor
AMD Athlon 64 FX-60 (2,6 GHz, Dual-Core)
Motherboard
Asus A8N32-SLI Deluxe (nForce4 SLI x16) Haupt-Testplatine und für SLI-Systeme
Asus A8R32-MVP Deluxe (RD580, Xpress 3200) für CrossFire-Systeme
Arbeitsspeicher
2x 1024 MB Corsair TwinX1024-3500LL PRO (2-3-2-5)
Grafikkarten
ATi Radeon X1900 XTX (650/775)
ATi Radeon X1900 CrossFire-Edition (625/725)
ATi Radeon X1900 XT (625/725) (Simuliert durch CrossFire-Edition)
ATi Radeon X1900 GT (575(600)
ATi Radeon X1800 XT (625/750)
ATi Radeon X1800 XL (500/500)
ATi Radeon X1600 XT (590/690)
ATi Radeon X1600 Pro (500/390)
ATi Radeon X1300 Pro (600/400)
XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX (570/775)
nVidia GeForce 7950 GX2 (500/600)
nVidia GeForce 7900 GTX (650/800)
nVidia GeForce 7900 GT (450/660)
nVidia GeForce 7800 GTX 512 (550/850)
nVidia GeForce 7800 GTX (430/600)
nVidia GeForce 7800 GT (400/500)
nVidia GeForce 7600 GT (560/700)
nVidia GeForce 7600 GS (400/400)
Peripherie
AOpen AAP-1648Pro-DVD-Laufwerk
Samsung S-ATA 2-HDD mit 200 GB Speicherplatz (NCQ aktiviert)
Treiberversionen
nVidia ForceWare 84.43
nVidia ForceWare 91.31 (GeForce 7950 GX2)
ATi Catalyst 6.4
Software
Microsoft Windows XP Professional SP2
Microsoft DirectX 9.0c
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
Synthetische Benchmarks:
3DMark05 Version 1.2.0
3DMark06 Version 1.0.2
Spielebenchmarks:
Splinter Cell: Chaos Theory
Fear
Serious Sam 2
Doom 3
The Chronicles of Riddick
Call of Duty 2
Battlefield 2
Quake 4
Half-Life 2: Lost Coast
Oblivion
SpellForce 2
Tomb Raider: Legend
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 und 1600x1200 entschieden. Damit zollen wir den modernen High-End-Beschleuniger Tribut, die durch ihre Rechenkraft niedrigere Auflösungen als 1280x1024 CPU-limitiert werden lassen. Neben den reinen Auflösungen lassen wir den Benchmarkparcours auch mit 4-fachem Anti-Aliasing sowie 16-fachen anisotropen Filter durchlaufen, wobei wir auf ATi-Grafikkarten zusätzlich das sogenannte Adaptive Anti-Aliasing (AAA) und auf nVidia-GPUs das Transparency Super-Sampling-Anti-Aliasing (TSSAA) hinzuschalten, damit flimmernde Alpha-Test-Texturen geglättet werden – moderne 3D-Beschleuniger bieten eine ausreichende Leistung, um die bessere Kantenglättung flüssig darzustellen. Grafikkarten ohne entsprechende Features – wie beispielsweise ATis Radeon-X8x0-Serie oder nVidias GeForce-6x00-Reihe – erbringen eine bessere Leistung bei einer gleichzeitig schlechtere Bildqualität, die nicht das Niveau der modernen 3D-Karten erreicht.
Achtung: Moderne SLI- und CrossFire-Systeme bieten dem Kunden eine dermaßen gewaltige Rechenleistung, dass selbst der schnellste Prozessor damit hoffnungslos überfordert ist und demzufolge beinahe alle Spiele CPU-limitiert sind, was bei immer schneller werdenden 3D-Beschleunigern ein großes Problem darstellt. Aus diesem Grund haben wir unsere Testmethoden für Multi-GPU-Systeme geändert, um derartigen Problemen so gut wie möglich vorzubeugen. Testläufe ohne Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter fallen komplett aus dem Rahmenprogramm, da diese Qualitätseinstellung für zwei Grafikkarten keine Herausforderung mehr ist. Somit werden die Tests ausschließlich mit 4xAA sowie 16xAF in 1280x1024 und 1600x1200 durchgeführt.
Darüber hinaus werden wir die Grafikkarten mit einer noch höheren Einstellung belasten, um zu zeigen, zu welchen Leistungen ein SLI- oder CF-System im Stande ist. Auf den nVidia-Grafikkarten wird der 8xSAA-Modus verwendet, bei welchem nicht ausschließlich Multi-Sampling-AA, sondern zusätzlich Super-Sampling-AA zum Einsatz kommt, was nicht nur Alpha-Test-Texturen glättet, sondern auch wirksam gegen Shader-Aliasing sowie Texturflimmern (unabhängig, ob dieses durch den anisotropen Filter oder hochfrequenten Texturen hervorgerufen wird) hilft. Bei einer ATi-Karte schalten wir auf sechs-faches Anti-Aliasing hinauf und aktivieren zusätzlich das HQ-AF, was einen (beinahe) winkelunabhängigen Texturfilter zur Folge hat, welcher die meisten Winkel mit dem vollen AF-Grad bearbeitet. Aber Vorsicht, diese beiden Modi sind NICHT miteinander vergleichbar, weswegen wir die nVidia- und ATi-GPUs in den Diagrammen strikt voneinander trennen! Beide Qualitätseinstellungen liefern eine unterschiedliche Bildqualität und Performance und sollen nur zeigen, was mit zwei Hochleistungsgrafikkarten möglich ist.
Nach sorgfältiger Überlegung und mehrfacher Analyse selbst aufgenommener Spielesequenzen sind wir zu dem Schluss gekommen, im ForceWare-Treiber für nVidia-Karten die Qualitätseinstellungen auf High Quality anzuheben, da man nur mit diesem Setting das Texturflimmern effektiv bekämpfen kann. Zudem ist dieser Modus vergleichbar mit der Einstellung „Catalyst A.I. Standard“ auf den ATi-Pendants, wodurch bei der Bildqualität größtenteils ein Gleichstand erreicht wird.
Treibereinstellungen: nVidia-Grafikkarten
Systemleistung: Hohe Qualität
Vertikale Synchronisierung: Aus
MipMaps erzwingen: keine
Trilineare Optimierung: Aus
Anisotrope Mip-Filter-Optimierung: Aus
Optimierung des anisotropen Musters: Aus
Negativer LOD-Bias: Clamp
Gamma-angepasstes AA (G7x): Ein
Transparenz AA (G7x): Ein
Treibereinstellungen: ATi-Grafikkarten
Catalyst A.I.: Standard
Mipmap Detail Level: High Quality
Wait for vertical refresh: Always off
Adaptive Anti-Aliasing (R5x0): On
High Quality AF: Off (On bei einem CF-System im Hohe-Qualität-Modus)
Theoretische Benchmarks
Fillrate Tester
Dieses nützliche kleine Programm dient dazu, die Füllraten einer Grafikkarte zu messen. Im Gegensatz zu den bzw. im 3DMark integrierten Füllraten-Tests, die im Fall von Single-Texturing vornehmlich die Bandbreite messen, kann dieses Programm recht differenzierten Aufschluss über verschiedene Arten von Füllrate geben, unter anderem auch die Pixelshader-Füllraten, welche wir hier betrachten wollen.
Da die verwendeten Shader teilweise recht kurz und bandbreitenintensiv sind, haben wir die Auflösung möglichst weit erhöht, um den Fokus etwas mehr auf die Füllrate zu verlagern. Da hier mehrere mathematische Operationen pro Pixel nötig sind, wird die Füllrate durch die Erhöhung der Auflösung stärker belastet als die Bandbreite.
Getestet wurde in 1600x1200 in 32Bit mit 24Bit Z- und 8Bit Stencilbuffer und 60 Hz Refreshrate.
Der VillageMark wurde von PowerVR entwickelt und diente dazu, die Vorzüge des Kyro 2 zu verdeutlichen, da in jenem Benchmark der Overdraw mit einem Faktor von bis zu 10 besonders groß ist. Viele, besonders ältere Grafikkarten, berechnen hier auch die Oberflächen, die durch andere verdeckt sind und daher eigentlich nur verschwendete Bandbreite und Füllrate bedeuten, so dass dieser grafisch eigentlich nicht sehr aufwendige Benchmark doch öfter als man zunächst denkt zu einem Stolperstein wird. Deswegen ist es von größter Bedeutung in diesem Benchmark, eine gut funktionierende Technik zum Entfernen verdeckter Oberflächen (HSR = Hidden Surface Removal) zu besitzen.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\D3DVillagemark.exe -benchmark=1 -width=xxxx -height=xxxx -bpp=32"
Der Fablemark wurde, wie auch der nachfolgende Templemark, von PowerVR entwickelt und dient trotz eines sehr hohen Anteils an Overdraw der Zurschaustellung der Stärken des Kyro-Chips was den Stencil-Buffer angeht.
Natürlich wird auch auf allen anderen Karten die Stencil-Performance stark gefordert, so dass dieser Test ein Indiz für kommende Spiele sein kann, die vor dem eigentlichen Rendering einen Z-/Stencil-only Pass einlegen, um vorab jeglichen Overdraw zu vermeiden.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\D3DFablemark.exe -benchmark=1 -width=xxxx -height=xxxx -bpp=32"
Der ShaderMark liegt zur Zeit in der aktuellen Version 2.1 vor und wurde von Tommti-Systems [25] entwickelt. Dank zahlreichen Updates befindet sich der Benchmark immer noch auf der Höhe der Zeit und misst die Performance der Shader-Einheiten moderner Grafikkarten. Dabei unterstützt das Programm auch das Shader-Model 3.0, weswegen es sich gut zu einem Vergleich aktueller Architekturen eignet. Getestet werden dabei bis zu 25 unterschiedliche Shader-Anweisungen unter der Auflösung 1600x1200, die allesamt in der Hochsprache HLSL (High Level Shader Language) geschrieben sind.
Der 3DMark05 liegt technisch nach wie vor auf sehr hohem Niveau. So kommen große Texturen mit der Auflösung 2048x2048, gemischt mit der Benutzung des Shader-Model 3.0, 2.x oder 2.0, zum Einsatz. Das letztes Jahr erschienene Programm setzt auf komplexe Lichteffekte, dynamische Schatten, aufwendige Bump Mapping-Effekte und benötigt vor allem eine hohe Geometrieleistung. Im Ergebnis spiegelt sich allerdings nur die Geschwindigkeit der Grafikkarte wieder, da diese selbst bei aktueller Hardware immer den Flaschenhals darstellt. Der wohl größte Nachteil beim 3DMark05 sind die weitläufigen Treiberoptimierungen aller aktuellen Grafikkartenhersteller. Diese gehen soweit, dass sich die Endergebnisse je nach Treiber im zweistelligen Prozentbereich verändern, somit können qualitätsmindernde Optimierungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem basiert der synthetische Benchmark auf keinerlei Spieleengine, weshalb er keine reale Situation darstellt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [27].
Die allseits bekannte Benchmarkserie von Futuremark ist mittlerweile in der Version 2006 erschienen und hört dementsprechend auf die Bezeichnung „3DMark06“. Von den sechs Testszenen messen vier Sequenzen die Performance der Grafikkarte und zeigen eine Grafikpracht, die ihres gleichen sucht. Um jene zu erreichen setzen die Finnen auf modernste 3D-Technologie, weswegen nicht nur massiv das Shader-Model 3.0 verwendet wird, auch extrem aufwendige Texturen, spektakuläre Partikeleffekte, komplexe Schattenberechnungen und als weiteres Highlight „High Dynamic Range Rendering“ – kurz HDRR – werden eingesetzt. Dabei setzt Futuremark auf FP16-HDR, das die derzeit Best mögliche Bildqualität liefert, aber auch aufwendig zu berechnen ist. Somit können Grafikkarten ohne FP16-Blending-Einheiten, unter anderem die X8x0-Serie von ATi, zwei Testszenen nicht ausführen, weswegen die Punktzahl dieser GPUs generell niedrig ausfällt. Darüber hinaus können nur Grafikkarten, die MSAA auf ein FP16-Rendertarget ausführen können, die HDRR-Sequenzen mit Anti-Aliasing berechnen. Grafikkarten ohne diese Fähigkeit erzeugen bei Einsatz von Kantenglättung keine Punktzahl und werden deswegen nicht berücksichtigt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [29]
3DMark06 - 1280x1024
1280x1024:
XFX GeForce 7950 GX2 XXX
8.615
nVidia GeForce 7950 GX2
7.859
nVidia GeForce 7900 GTX
6.005
ATi Radeon X1900 XTX
5.964
ATi Radeon X1900 XT
5.740
nVidia GeForce 7800 GTX 512
5.436
ATi Radeon X1800 XT
4.732
ATi Radeon X1900 GT
4.594
nVidia GeForce 7900 GT
4.508
nVidia GeForce 7800 GTX
4.454
nVidia GeForce 7800 GT
3.883
ATi Radeon X1800 XL
3.724
nVidia GeForce 7600 GT
3.283
ATi Radeon X1800 GTO
3.280
ATi Radeon X1600 XT
2.508
nVidia GeForce 7600 GS
2.232
ATi Radeon X1600 Pro
1.905
ATi Radeon X1300 Pro
1.390
1280x1024 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 XTX
3.881
ATi Radeon X1800 XT
3.225
ATi Radeon X1900 XT
3.130
ATi Radeon X1900 GT
2.393
ATi Radeon X1800 XL
1.989
ATi Radeon X1800 GTO
1.749
ATi Radeon X1600 XT
1.297
ATi Radeon X1600 Pro
962
ATi Radeon X1300 Pro
815
Angaben in Punkten
3DMark06 - 1600x1200
1600x1200:
XFX GeForce 7950 GX2 XXX
7.611
nVidia GeForce 7950 GX2
6.831
ATi Radeon X1900 XTX
5.213
nVidia GeForce 7900 GTX
5.143
ATi Radeon X1900 XT
5.001
nVidia GeForce 7800 GTX 512
4.650
ATi Radeon X1800 XT
3.984
ATi Radeon X1900 GT
3.952
nVidia GeForce 7900 GT
3.825
nVidia GeForce 7800 GTX
3.755
nVidia GeForce 7800 GT
3.234
ATi Radeon X1800 XL
3.115
nVidia GeForce 7600 GT
2.696
ATi Radeon X1800 GTO
2.682
ATi Radeon X1600 XT
2.026
nVidia GeForce 7600 GS
1.820
ATi Radeon X1600 Pro
1.557
ATi Radeon X1300 Pro
1.071
1600x1200 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 XTX
3.270
ATi Radeon X1900 XT
3.129
ATi Radeon X1800 XT
2.351
ATi Radeon X1900 GT
1.619
ATi Radeon X1800 XL
1.325
ATi Radeon X1800 GTO
1.198
ATi Radeon X1600 XT
809
ATi Radeon X1600 Pro
801
ATi Radeon X1300 Pro
596
Angaben in Punkten
3DMark06 - SLI/CF Qualität
1280x1024 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 XT CF
6.442
ATi Radeon X1600 XT CF
2.561
1600x1200 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 XT CF
5.528
ATi Radeon X1600 XT CF
1.636
Angaben in Punkten
Spielebenchmarks
Battlefield 2
Battlefield ist wohl zweifellos eines der beliebtesten und meist gespielten Multiplayer-Spiele aller Zeiten. Der Nachfolger Battlefield 2 knüpft an das Erfolgsrezept an und kombiniert eine schicke Grafik mit einem relativ einfachen, aber sehr spaßigem Spielkonzept. Die Grafik überzeugt durch relativ moderne Shader-Effekte, lebt jedoch größtenteils durch aufwenige Texturen sowie einem überzeugenden Partikel- und Rauchsystem, wodurch eine dichte Atmosphäre erzeugt wird. Die Details werden für die Messungen auf das Maximum gestellt und wir setzen das Tool „BF2Bench“ [30] ein, da nur jenes realistische und reproduzierbare Ergebnisse erzeugt. Die mehrere Minuten lange Timedemo zeigt aus einer freien Kamerasicht mehrere Panzer-, Flugzeug- und Soldatengefechte.
Der Weltkriegsshooter „Call of Duty 2“ besticht nicht nur mit einer dichten Atmosphäre und einer Menge Spielspaß, auch die Grafik weiß zu gefallen. So wurde für das Spiel eine komplett neue Grafik-Engine geschrieben, bei welcher die Entwickler viele „Grafikregister“ gezogen haben. So setzt das Spiel auf viele Shader-Effekte und ist dank der hervorragenden Texturen und den sehr guten Gesichtsanimationen eine Augenweide. Am meisten beeindruckt in dem First-Person-Shooter die Rauch- und Nebeldarstellung, die wahrlich einzigartig ist – solch einen realistischen Rauch gab es bis jetzt in keinem PC-Spiel. Doch die Grafikpracht fordert ihren Tribut an den 3D-Beschleuniger und frisst die vorhanden Ressourcen der GPU wie zum Frühstück. Zudem ist Call of Duty 2 eines der ersten Spiele, die von einem 512 großen VRAM profitieren können. Die von uns ausgesuchte Timedemo zeigt einen Abschnitt aus der „Russenkampagne“, die vor allem durch die Darstellung des Schnees sowie der Landschaft extrem Hardwarefordernd ist. Mehrere Schusswechsel und Rauchgranaten sind mit von der Partie, weswegen sich die Timedemo sehr gut für einen Testparcours eignet.
Angst? Schock? Dunkelheit? Grafikpracht? All dies gibt es wohl zu Genüge im Gruselshooter Doom 3. John Carmack, einer der Chefentwickler des Spiels und eine legendäre Persönlichkeit, wenn es um spektakuläre Grafik-Engines geht, hat bei seinem neuesten Werk die größte Aufmerksamkeit den Stencil-Schatten gewidmet. Dementsprechend dunkel ist das gesamte Spiel, damit die schablonenartigen Schatten gut auf den Spieler wirken. Aber dies waren noch nicht genug Effekte für den Entwickler ID-Software. So macht Doom 3 auch Gebrauch von den Pixelshader-Einheiten der Grafikkarten und setzt ebenfalls massiv auf Bump Mapping sowie Normal Maps. Zwar sind die Texturen verbesserungswürdig, aber trotzdem gehört Doom 3 zu den anspruchsvollsten Titeln des Jahres 2004 und ist somit prädestiniert für unseren Benchmarkparcours. Das Spiel setzt ID-typisch nicht auf DirectX als API, sondern auf OpenGL.
Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind. Die Details sind, mit Ausnahme der Soft-Shadows, auf das Maximum gesetzt.
Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Nun ist es da und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven „Shader Model 2.0“-Einsatz ermöglicht wird. Einige Monate nach der Erscheinung brachte Valve die kostenlose Technologiedemo „Lost Coast“ auf den Markt, die als Besonderheit High-Dynamic-Range-Rendering unterstützt und somit nicht nur einen deutlich höheren Lichtumfang sowie Lichtdynamik bietet, sondern auch die Hardware bis auf das Äußerste fördert. Valve hat dabei jedoch auf die Kompatibilität zu älteren Grafikkarten geachtet und setzt deswegen eine „minderwertige“ Form des HDRR ein, die nicht die optimale Bildqualität liefert. So liegen zwar die Texturen im FP16-Format vor – beziehungsweise INT16 für Grafikkarten ohne FP-Filtering –, allerdings verzichtet Valve auf FP16-Blending. Aus diesem Grund können auch X8x0-Grafikkarten in Lost Coast HDRR darstellen. Die selber erstellte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte mit Soldaten sowie einem Hubschrauber und verdeutlicht eindrucksvoll den optischen Gewinn durch HDRR.
Bereits der Vorgänger „Morrorwind“ hat bei vielen Spielefans eine richtige Begeisterung hervorgerufen und bei dem Nachfolger „Oblivion“ scheint dies nicht anders zu sein. Für kaum ein Spiel findet man derzeit mehr Diskussionen im Internet. Aber nicht nur spielerisch, auch grafisch kann Oblivion überzeugen und fährt, um dieses Ziel zu erreichen, schwere Geschütze auf. Noch niemals zuvor wurde HDRR mit dynamischem Tone-Mapping derartig realistisch eingesetzt. Darüber hinaus kann das Spiel mit schönen Schatteneffekte sowie stellenweise hoch auflösenden Texturen und Partikeleffekte glänzen. Dementsprechend ist Oblivion geradezu prädestiniert für einen guten Benchmarkparcours. Die verwendete Szene zeigt nicht nur eine aufwendige Beleuchtung, auch sind mehrere Sträucher und Bäume zu sehen, die vor allem die GPU extrem stark belasten. Bei den Messungen ohne Anti-Aliasing haben wir in Oblivion High-Dynamic-Range-Rendering aktiviert, während das Feature unter Einsatz der Kantenglättung deaktiviert ist, da viele Grafikkarten auf ein FP16-Rendertarget kein Multi-Sampling-Anti-Aliasing ausführen können. Stattdessen wird als qualitativ schlechterer Ersatz Bloom herangezogen.
Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die des öfteren die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwenigen Charaktertexturen und vielen Schattenspiele einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Nach dem Patchen des Spiels auf die Version 1.2 ist auch der Bug verschwunden, dass weder die Spielerschatten, noch die Waffeneffekte dargestellt werden. Somit entsprechen die ermittelten Ergebnisse nun dem „wahren“ Spielverlauf.
„The Chronicles of Riddick“ lehnt sich an den Kinofilm „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ an und basiert auf der OpenGL-API. Dabei gehört Riddick zu einer der größten Überraschungen des Jahres und bietet dementsprechend auch eine sehr fordernde und vor allem spektakuläre Grafik. Dabei kommen nicht nur die modernen Shadereinheiten aktueller Grafikkarten zum Zuge, auch durch hochauflösende Texturen sowie feinste Bump-Mapping-Effekte geraten heutige GPUs ins Schwitzen. Die verwendete Timedemo Panoptical 1 zeigt einen reellen Spielausschnitt aus Riddick, welcher mehrere Schusswechsel, Explosionen sowie Rauch beinhaltet, und zeigt somit eine für das Spiel realistische Performancedarstellung.
„Ballern bis der Zeigefinger glüht!“ lautet wohl zweifellos die Divise in dem First-Person-Shooter „Serious Sam“, der vor einigen Jahren nicht nur einen großen Erfolg feierte, sondern auch mehr als nur beliebt bei den Spielern klassicher 3D-Shooter geworden ist. Der Nachfolger, der auf die simple Bezeichnung „Serious Sam 2“ hört, verspricht ebenfalls ein ähnlich erfolgreiches Vergnügen zu werden und kombiniert den Ballerspaß mit einer hübschen Optik, die vor allem durch eine große Anzahl an Vertex-Shader-Operationen, scharfen Texturen, bunten Effekten und einer schier unendlichen Gegnermasse geschaffen wird. Die selbst aufgenommene Timedemo zeigt dabei eine normale Spielszene mit großen Gegner-Scharen und massig Explosionen sowie Gefechtsfeuer. Bei den Messungen ohne Anti-Aliasing haben wir in Serious Sam 2 High-Dynamic-Range-Rendering aktiviert, während das Feature unter Einsatz der Kantenglättung deaktiviert ist, da viele Grafikkarten auf ein FP16-Rendertarget kein Multi-Sampling-Anti-Aliasing ausführen können.
Unter Strategiefans machte sich das Spiel „SpellForce“ bereits einen guten Namen und wie es zur Zeit aussieht, wird der Nachfolger „SpellForce 2“ in dessen Fußstapfen treten können. Ein Grund für den Erfolg ist die moderne Grafikengine, die für den zweiten Teil einen komplett neuen Motor spendiert bekommen hat. Und SpellForce 2 kommt mit einer Grafikpracht daher, die ersteinmal übertroffen werden muss. Detaillierte Texturen, moderne Shader-Effekte und hochauflösende Schatten; der Käufer bekommt eine Menge für das verwöhnte Auge geboten. Als Benchmarksequenz verwenden wir das Intro zur ersten Mission der Kampagne. Dieses zeigt einen Kameraschwenk sowie zwei Personen in einem Gespräch und vor allem viele Alpha-Test-Texturen, die für jede Grafikkarte in unseren Qualitätseinstellungen eine wahre Herausforderung sind.
„Chaos Theory“ ist der Titel des dritten Teils der bekannten Schleichreihe „Splinter Cell“ vom Publisher Ubi Soft und setzt auf ein stark modifiziertes Grundgerüst der zweiten Unreal-Grafikengine auf. Diese wurde für den neuesten Splinter Cell-Spross deutlich umgeändert und unterstützt nun neben dem Shader-Model 3.0 unter anderem auch High Dynamic Range-Effekte. Somit ist Splinter Cell 3 das zweite Spiel neben Far Cry, welches einen deutlich erweiterten Wertebereich der erfassbaren Lichtintensität aufweisen kann. Weiterhin kann das Spiel mit schönen Schatten- sowie Bump Mapping-Effekten auftrumpfen. Die selbst erstellte Timedemo zeigt einen kleinen Ausschnitt aus der ersten Mission, die den Hauptprotagonisten Sam Fischer über einen dunklen Strand bei Regen und durch eine mit schicken Lichteffekten verzierte Höhle führt. Bei den Messungen ohne Anti-Aliasing haben wir in Splinter Cell 3 High-Dynamic-Range-Rendering aktiviert, während das Feature unter Einsatz der Kantenglättung deaktiviert ist, da viele Grafikkarten auf ein FP16-Rendertarget kein Multi-Sampling-Anti-Aliasing ausführen können.
Lara Croft is back – wohl zweifellos die bekannteste und wahrscheinlich auch beliebteste Frau in einem PC-Spiel. Doch „Tomb Raider: Legend“ glänzt nicht nur mit der Spielfigur, auch das eigentliche Spielgeschehen kann in dem letzten Teil der Serie, im Gegensatz zu den Vorgängern, überzeugen. Mit von der Partie ist eine neue Grafikengine, die durchaus überzeugen kann. So bekommt der Käufer im „Next-Gen-Modus“ nicht nur viele Polygone geboten, auch Shader-3.0-Anweisungen, hochauflösende Texturen und schicke Schattenspiele kommen in Tomb Raider: Legend zum Einsatz. Als Benchmarksequenz haben wir das Intro des ersten Levels verwendet, welches den Absturz eines Flugzeuges und eine gewagte Kletteraktion zeigt.
Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen. Da die synthetischen Benchmarks in dem Testparcours (sprich der 3DMark05 sowie 3DMark06) über keine Spiele-Engine verfügen und somit keine realistische Aussagen über die Geschwindigkeit in 3D-Titeln wiedergeben, haben wir diese Applikationen aus dem Rating herausgenommen. Zusätzlich findet „SpellForce 2“ keine Berücksichtigung, da das Spiel mit dem ForceWare 91.31 kein Transparency-Anti-Aliasing darstellen kann.
Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark06 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt. Die Messung erfolgt für das gesamte Testsystem.
Die XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX und die Gigabyte-Adaption arbeiten bezüglich der Lautstärke auf einem Niveau mit dem Referenzdesign der Doppelkarte, das von nVidia entwickelt worden ist. Unter Windows sind die Karten angenehm leise und nur bei genauem Hinhören aus einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören. Etwas anders sieht es bei der Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH aus, bei der der Hersteller die Lüftersteuerung modifiziert zu haben scheint. Auch wenn es die Messwerte mit einer Differenz von einem Dezibel kaum wiedergeben, so ist der Geräuschpegel doch um Einiges störender als bei den beiden anderen Kollegen.
So rauscht der Lüfter der Grafikkarte andauernd mit einem recht hohen Geräuschniveau vor sich hin und zieht schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Warum sich die WinFast PX7950 GX2 TDH so verhält, ist unklar. Unter Last scheint dagegen Einigung zu herrschen. Alle drei Testkandidaten arbeiten mit derselben Lautstärke, interessanterweise aber ein Dezibel lauter als die Referenzkarte von nVidia. Hierbei kann es sich aber auch um eine Messungenauigkeit handeln. Die Grafikkarten sind unter Last deutlich zu hören und werden für das ein oder andere Ohr bereits zu laut sein. Hier sollte nVidia bei dem Nachfolger die Lüftersteuerung beziehungsweise das gesamte Lüftersystem überarbeiten.
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark06 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.
Obwohl XFX bei der GeForce 7950 GX2 M570 XXX die Taktraten deutlich angehoben hat, wird die Karte unter Windows nicht spürbar wärmer als die beiden Kollegen von Leadtek und Gigabyte, die auf die Standardtaktraten setzen. Die Gigabyte-Karte bleibt zwei Grad kühler als das XFX- und das Leadtek-Modell, ist jedoch immer noch drei Grad wärmer als die Referenzkarte. Größere Unterschiede ergeben sich unter Last. Die Gigabyte GeForce 7950 GX2 kann sich an die Spitze setzen und bleibt ein Grad kühler als die von nVidia zur Verfügung gestellte Karte. Die XFX-Version platziert sich nur knapp dahinter, einzig die Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH zeigt einen Ausrutscher nach oben hin. Das Leadtek-Modell wird fünf Grad wärmer als die XFX-Platine.
Auf der Chiprückseite muss XFX den höheren Taktraten dann doch Tribut zollen und wird drei Grad wärmer als die Leadtek-Grafikkarte. Gigabytes GeForce 7950 GX2 sortiert sich mit der Referenzkarte direkt dahinter ein.
Stromverbrauch
Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung des 3DMark06 unter der Auflösung 1600x1200 sowie 4-fachem Anti-Aliasing und 16-fachem anisotropen Filter simuliert.
Im 2D-Modus liegen alle drei Testkandidaten nahe beieinander. Die XFX-Karte benötigt (wegen der höheren Taktrate) etwa zwei Watt mehr als die Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH aus der Steckdose, welche wiederum zwei Watt mehr als das Gigabyte-Modell nutzt – Messungenauigkeit. Unter Last sieht das Ergebnis dagegen eindeutiger aus. Die XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX benötigt 12 Watt mehr als die niedriger getakteten Varianten. Die beiden anderen Kandidaten liegen auf einem Niveau.
Übertaktbarkeit
Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von F.E.A.R, HL2: Lost Coast sowie Quake 4. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.
Eine der beiden Gigabyte-Karten kann sich bei den Übertaktungsversuchen an die Spitze setzen. Bei den G71-GPUs erreichen wir gute 595 MHz, während beim Speicher satte 820 MHz möglich waren – das entspricht einer Übertaktung von 220 MHz! Die zweite Gigabyte-Karte zeigt dagegen bereits deutlich früher, wo ihre Grenzen liegen. Mehr als 570 MHz für die GPUs und 780 MHz für den VRAM sind nicht möglich. Die Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH reiht sich mit 595 MHz beziehungsweise 760 MHz in das Mittelfeld ein. Alle drei Testkandidaten erreichen somit höhere Performancewerte als XFX mit der M570 XXX, die sich übrigens um kein einziges Megahertz übertakten ließ, ohne Bildfehler oder gar Abstürze zu produzieren.
HDTV-Wiedergabe
Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen [31] (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia [32] und ATi [33], den Media Player in der Version 10 [34] und ein spezielles Hotfix [35], damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.
Insgesamt zeigt sich, dass sich die XFX-Karte trotz der höheren Taktraten nicht von einer herkömmlichen GeForce 7950 GX2 absetzen kann, von einem deutlichen Ausrutscher einmal abgesehen. Dennoch wiederholt sich das Ergebnis von unserem Launch-Artikel, dass der ForceWare-Treiber 91.31 die CPU weniger entlastet, als es noch der ältere ForceWare 84.43 tat. Dies kann aber auch an den neuen PureVideo-Funktionen liegen, bei denen die HD-Bildqualität verbessert worden ist.
Interessanterweise treten mit den ForceWare-91.xx-Treibern allerdings Bildfehler auf, die mit den älteren 8x.xx-Versionen noch nicht vorhanden waren. Diese sind so gravierend, dass man mit dem ForceWare 91.31 gar nicht anfangen braucht, WMV-HD-Videos abzuspielen.
Preis-Leistung-Verhältnis
Neben der Leistung, der Bildqualität und den sonstigen Eigenschaften einer modernen Grafikkarte spielt der Preis für die meisten Käufer eine entscheidende Rolle. Denn was nützt einem die schnellste GPU, wenn sie schlicht unbezahlbar ist? Aus diesem Grund haben wir ein Diagramm mit allen 3D-Beschleunigern aus dem Testparcours zusammengestellt und die günstigsten Preise bei Geizhals [18] herausgesucht. Dabei wird der Preisindex nicht nur nach dem günstigsten Preis erstellen, die Hardware muss auch erhältlich sein. Wir weisen darauf hin, dass sich der Preis der bevorzugten 3D-Karte täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 24.6.2006)
Bei Geizhals waren erste GeForce-7950-GX2-Karten bereits für 510 Euro erhältlich. Die Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH schlägt derzeit mit 530 Euro zu Buche, die Gigabyte-Adaption weist denselben Preis auf. Die XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX wird ab 590 Euro gelistet, jedoch ist die Karte in keinem Online-Shop lieferbar! Hoffentlich wird dieser Engpass von XFX in nächster Zeit behoben.
Im Folgenden wird nun das Preis-Leistung-Verhältnis der im Test vertretenen Karten bestimmt. Dabei wird das Performance-Rating durch den Preis dividiert und mit 1000 Multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert die Leistung, die man kaufmännisch gerundet für einen Euro erhält. Das Preis-Leistung-Verhältnis wurde für verschiedene Auflösungen und Qualitätseinstellungen ermittelt.
XFX traut sich bei der GeForce 7950 GX2 M570 XXX Einiges zu, was sich bei den Benchmarks gegenüber den Referenzkarten nochmals deutlich bemerkbar macht. Die Karte ist dank der höheren Taktraten, die mehr auf „GeForce 7900 GTX“- anstatt „GeForce 7900 GT“-Niveau liegen, ein gutes Stück schneller als eine herkömmliche GeForce 7950 GX2 wie beispielsweise die Leadtek- oder die Gigabyte-Karte in unserem Test. Und diese sind bekanntlicherweise auch nicht gerade von der langsamen Sorte. Zwar sieht der Performancegewinn ohne Anti-Aliasing sowie der anisotropen Filterung mit sechs beziehungsweise neun Prozent je nach Auflösung noch recht gering aus. Mit den hinzuschaltbaren Qualitätsverbesserungen steigt die Differenz der XFX-Karte gegen das Referenzsample aber auf bis zu 15 Prozent an, was in dieser Preisklasse für eine von Haus aus übertaktete Grafikkarte eine ganze Menge ist.
Auch Abseits der Geschwindigkeitsmessungen macht die XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX eine gute Figur. So erzeugt die Grafikkarte trotz der modifizierten Taktraten mit nur minimal höhere Temperaturen als beispielsweise die Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH. Einzig auf der Chiprückseite muss die XFX-Karte zurückstecken, die Hitzeentwicklung ist aber durch die Bank noch im grünen Bereich. Bei der Lautstärke kann man ebenfalls nur Positives berichten, denn die verbaute Lüftersteuerung hält sich strikt an die Referenzkarte von nVidia, die zumindest unter Windows zu gefallen weiß. Unter Last wünschen wir uns aber eine bessere Laufruhe und hoffen, dass die Kalifornier das Kühlsystem des Nachfolgers diesbezüglich verbessern.
Völlig freigesprochen von Kritik ist das XFX-Modell aber nicht. Beim Stromverbrauch, der auf einer GeForce 7950 GX2 ohnehin schon sehr hoch ist, legt die GeForce 7950 GX2 M570 XXX noch eine Portion drauf und zieht unter Last etwa 12 Watt mehr aus der Steckdose als die niedriger getakteten Kollegen. Immerhin hält sich der 3D-Beschleuniger wenigstens unter Windows zurück und reiht sich in die Ergebnisse einer herkömmlichen GeForce 7950 GX2 ein. Falls nun die neue Traumkarte gefunden ist, müssen wir den Enthusiasmus leider ein wenig bremsen. So ist die GeForce 7950 GX2 M570 XXX laut Geizhals [18] derzeit in keinem einzigen Online-Shop in Deutschland erhältlich! Hoffentlich kann XFX diesen Lieferengpass in den nächsten Tagen beheben. Der Preis einer Karte beläuft sich auf etwa 590 Euro.
Die Leadtek WinFast PX7950 GX2 TDH und die Gigabyte GeForce 7950 GX2 vertrauen beide auf die Referenzvorgaben einer GeForce 7950 GX2 von nVidia und sind somit identisch zu der von uns vor kurzer Zeit getesteten Karte [36]. Unverständlich ist allerdings, warum Leadtek die Lüftersteuerung modifiziert hat. Unter Windows arbeitet die Karte deutlich lauter und macht so negativ auf sich aufmerksam. Das Gigabyte-Modell arbeitet in dieser Disziplin leiser und weiß mehr zu gefallen. Einen Kritikpunkt, den übrigens alle drei Modell haben, müssen wir noch ansprechen: Die Kabelausstattung. Warum diese ausgerechnet bei den teuren High-End-Grafikkarten immer geringer ausfällt, ist für uns nicht ersichtlich. Bei neuen Modellen wünschen wir uns wieder eine reichhaltigere Ausstattung.
Die XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX ist also durchaus eine Überlegung wert, wenn es das Schnellste vom Schnellsten sein muss und der Preis keine Rolle spielt – die Formulierung „wäre eine Überlegung wert“ ist jedoch angebrachter, da kein Online-Shop die Karte auf Lager hat. XFX ersetzt mit diesem Modell problemlos ein SLI-Gespann aus zwei GeForce-7900-GTX-Karten, das nur minimal schneller ist, aber die Geldbörse um Einiges mehr belastet. Auch bei den anderen Testdisziplinen weiß die Karte zu gefallen. Wer es etwas billiger, aber immer noch sehr schnell haben möchte, dem können wir Gigabytes GeForce 7950 GX2 empfehlen. Die Karte ist mit den Standardtaktraten der GeForce 7950 GX2 ebenfalls sehr schnell, kostet aber mehr als 100 Euro weniger als das XFX-Pendant und ist zudem flächendeckend erhältlich. Die Leadtek WinFast PX7950 GX2 können wir dagegen nur empfehlen, wenn eine unangenehme Lautstärke unter Windows kein Problem darstellt.
Für die besonderen Leistungen im Test erhält die XFX GeForce 7950 GX2 M570 XXX unseren Leistungshammer.