Einleitung
Am 31. Januar war es so weit: ATi präsentierte [1] die All-In-Wonder X1900 – das vierte Modell aus der X1900-Serie, basierend auf dem erst vor wenigen Wochen vorgestellten R580. Das Modell ist der direkte Nachfolger der All-in-Wonder X1800 XL, der nur eine kurze Marktpräsenz vergönnt war. Allerdings war diese Karte ohnehin als Übergangslösung geplant und wurde nur in geringen Stückzahlen produziert.
Seit nunmehr zehn Jahren bringt ATi All-In-Wonder-Varianten der aktuellen Chips heraus. Deren Besonderheit ist, dass sie zumeist über die hohe Performance einer aktuellen Videokarte verfügen und zusätzlich mit den Fähigkeiten einer TV-Karte ausgestattet sind. So bietet der aktuelle Abkömmling dieser Reihe mittels eines Hybrid-TV-Tuners den Empfang von anlogen und digitalen Fernsehen sowie die Möglichkeit, Radiosender über den verbauten FM-Tuner lauschen zu können.
Auf den ersten Blick scheint das ein gutes Angebot zu sein: Ein moderner Grafikprozessor, der auch bei aktuellen Spielen nicht ins Schwitzen kommen sollte und die Fähigkeiten einer TV-Karte auf einem Board. Dazu wirbt ATi mit einer leichten Handhabung und empfiehlt die Karten auch für den Gebrauch in den immer beliebter werdenden Home-Theatre-PCs. Doch werden die Karten diesem Anspruch gerecht? Wie bereits einige Modelle in der Vergangenheit eingeschränkt wurden, so ist auch die All-In-Wonder X1900 in der Leistungsfähigkeit beschnitten. Weiterhin konnten die X1900-Modelle zwar im Punkto Performance glänzen, allerdings machten sie auch durch Energiehunger und hohe Temperaturen auf sich aufmerksam, was insbesondere beim Einsatz in den engen Gehäuse der Home-Theatrer-PCs zu Problemen führen könnte.
In diesem Artikel wollen wir testen, wie stark der Leistungseinbruch gegenüber den anderen X1900-Modellen ausfällt, einen Blick auf die Temperatur- und Energiewerte werfen sowie herausfinden, ob die Karte ihrem Anspruch als leicht zu handhabende Multimedialösung gerecht wird. Unter diese Betrachtung fällt auch das Softwarepaket, dessen Bedienkomfort sowie die Kompatibilität zu Microsofts „Windows Media Center Edition“. Zu dem Softwarepaket gehören neben dem „Multimedia Center 9.13“ von ATi noch „Photoshop Elements 4.0“ und „Premiere Elements 2.0“ von Adobe.
Lesezeichen
In diesem Test wollen wir in erster Linie über die Multimedia-Fähigkeiten der All-In-Wonder Radeon X1900 berichten. Wer mehr zum R580 wissen will oder einen Performance-Vergleich zu nVidia sucht, der sollte sich die entsprechenden Artikel zu Gemüte führen, die wir in der Vergangenheit publiziert haben.
- Asus EAX1800XT TOP [2]
- nVidia GeForce 7800 GTX 512 [3]
- nVidia GeForce 7800 GTX (SLI) [4]
- nVidia GeForce 7800 GT [5]
- ATi Radeon X1800, X1600 und X1300 [6]
- Radeon X1000 vs. GeForce 7 [7]
- Asus Extreme N7800GT Dual [8]
- Sapphire Radeon X800 GT, X800 GTO und X800 GTO² [9]
- nVidia GeForce 6800 GS [10]
- ATi CrossFire - Kraft der zwei Grafikkarten [11]
Technische Daten
| All-In-Wonder X1900 |
All-In-Wonder 2006 PCIe |
All-In-Wonder X800 XT |
All-In-Wonder X800 GT/XL |
Radeon X1900 XTX |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Logo | ![]() |
![]() |
|||
| Chip | R580 | RV515 | R420 | R430 R423/R480 |
R580 |
| Transistoren | ca. 384 Mio. | ca. 105 Mio. | ca. 160 Mio. | ca. 160 Mio. | ca. 384 Mio. |
| Fertigung | 90 nm | 0,09 µm | 0,13 µm | 0,11 µm 0,13 µm |
90 nm |
| Chiptakt | 500 MHz | 450 MHz | 500 MHz | 400 | 650 |
| Pixel-Pipelines | 16 | 4 | 16 | 8 | 16 |
| Shader-Einheiten pro Pipeline (MADD) |
3 | 1 | 1 | 1 | 3 |
| ROPs | 16 | 4 | 16 | 8 | 16 |
| Pixelfüllrate | 8000 MPix/s | 1800 MPix/s | 8000 MPix/s | 3200 MPix/s | 10400 MPix/s |
| TMUs je Pixel-Pipeline | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 8000 MTex/s | 1800 MTex/s | 8000 MTex/s | 3200 MTex/s | 10400 MPix/s |
| Vertex-Pipelines | 8 | 2 | 6 | 6 | 8 |
| Dreiecksdurchsatz | 1000 MV/s | 225 MV/s | 750 MV/s | 600 MV/s | 1300 MV/s |
| Pixelshader | PS 3.0 | PS 3.0 | PS 2.b | PS 2.b | PS 3.0 |
| Vertexshader | VS 3.0 | VS 3.0 | VS 2.0 | VS 2.0 | VS 3.0 |
| Speichermenge | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 128/256 GDDR3 | 512 GDDR3 |
| Speichertakt | 480 MHz | 400 MHz | 500 MHz | 490 MHz | 775 MHz |
| Speicherinterface | 256 Bit | 128 Bit | 256 Bit | 128 Bit/256 Bit | 256 Bit |
| Speicherbandbreite | 30720 MB/s | 12800 MB/s | 32000 MB/s | 15680/31360 MB/s | 49600 MB/s |
| Präzision pro Kanal | FP32 | FP32 | FP24 | FP24 | FP32 |
| Interface | PCIe | PCIe | AGP | PCIe | PCIe |
| CF-Unterstützung | - | - | - | - | ✓ |
Weitere All-In-Wonder-Modelle
| All-In-Wonder X1900 |
All-In-Wonder 2006 PCIe |
All-In-Wonder X800 GT/XL |
All-In-Wonder X800 XT |
|
|---|---|---|---|---|
| DVB-T | ✓ | ✓ | ✓ | - |
| Analog | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Fernbedienung | ✓ | - | ✓ | ✓ |
| Avivo | ✓ | ✓ | - | - |
| Dual-Link DVI | ✓ | - | - | - |
Bevor wir uns explizit mit ATis neuester Kreation auseinandersetzen, wollen wir zuerst einen kurzen Blick auf das übrige All-In-Wonder-Portfolio werfen. Als erstes sei die „All-In-Wonder 2006 PCI Express“ genannt, welche ebenfalls auf der aktuellen R5xx-Architektur basiert und schon im Dezember des vergangenen Jahres erschienen ist. Als Grundgerüst dient allerdings nur der Low-End-Chip RV515, der zwar mit zeitgemäßer Technik wie etwa dem Shader Model 3.0 daherkommt, aufgrund von lediglich vier Pixel-Pipelines mit jeweils einem Shader-Prozessor und dem 128 Bit breiten Speicherinterface gegenüber den großen Brüdern deutlich Federn lassen muss, wie schon unser Test zum Launch von ATis aktueller Generation [12] zeigte. Die All-In-Wonder-Variante siedelt sich aus Sicht der Leistungsdaten zwischen der X1300 Pro und der normalen X1300 an, womit zumindest in Spielen keine großen Sprünge zu erwarten sind. Dafür ist die Karte der offiziellen Preisempfehlung nach schon ab 179 Euro zu haben.
Die „AIW“-Varianten der Radeon X800 GT und XL basieren – wie die Bezeichnung vermuten lässt – auf ATis R4xx-Generation und takten beide mit 400 MHz Chip- sowie 490 MHz Speichertakt. Auf der AIW X800 GT sind allerdings nur 128 MByte GDDR3-Speicher verbaut und auch das Speicherinterface wurde gegenüber der Standardversion der Karte auf 128 Bit gekürzt. Preislich liegen beide Modelle zwischen 200 bis 250 Euro. Als einziger aktueller Vertreter auf Basis von AGP bietet ATI die AIW Radeon X800 XT an, die mit den Standardtaktraten von 500 MHz Chip- und Speichertakt daher kommt und über 256 MByte GDDR3-Speicher verfügt, der über ein 256 Bit breites Speicherinterface an den Chip angebunden ist. Allerdings kann dieses Modell nicht mit DVB-T aufwarten. Erhältlich ist die Karte ab rund 260 Euro [13].
Zu guter Letzt sei noch die AIW Radeon X1800 XL genannt, die von ATi zwar nicht mehr produziert wird, aber immer noch auf dem Markt zu haben ist. Dieses Modell arbeitet mit den Taktvorgaben der Standard-X1800-XL und auch die Speichermenge und die Bandbreite blieben unberührt. Die Karte ist für knapp über 330 Euro bei Geizhals [14] gelistet und sogar innerhalb weniger Tage bei einigen Händlern lieferbar.
Impressionen
All-In-Wonder X1900
Entgegen der sonst gewohnten Praxis stammen die All-In-Wonder-Karten direkt von ATi und werden nicht über Board-Partner vertrieben. Das uns zur Verfügung stehende Testmuster stimmt allerdings noch nicht vollständig mit der endgültigen Version überein. So kommt es beispielsweise ohne Aufkleber auf dem Kühlkörper daher und auch die Verpackung ist nicht fertig.
Wirft man einen Blick auf die technischen Daten, erkennt das geschulte Auge sofort, dass die Taktraten weit unterhalb der der anderen drei Modellen der X1900-Serie liegen und auch die Speicherbestückung um die Hälfte reduziert wurde. Ein nicht ungewöhnliches Bild, da ATi des Öfteren die All-In-Wonder-Karten mit gesenkten Taktraten und anderweitigen Kürzungen ausgeliefert hat. Der Chip der All-In-Wonder Radeon X1900 läuft mit 500 MHz und liegt somit auf dem Niveau einer X1800 XL, während der Speicher mit 480 MHz taktet und so knapp unterhalb einer X1800 XL sowie deutlich unter einer X1900 XTX bzw. XT liegt, die standardmäßig mit 775 MHz respektive 725 MHz getaktet sind. Zum Einsatz in einem CrossFire-Gespann ist die All-In-Wonder X1900 nicht geeignet, da sie selbst als primäre Karte fungieren muss um die All-In-Wonder-Features nutzen zu können und somit kein Spielraum für eine CrossFire-fähige Master-Karte vorhanden ist.



Durch den verbauten Single-Slot-Lüfter ähnelt die Karte optisch stark der Radeon X1800 XL. Der Kühlkörper besitzt ebenfalls Kupferlamellen und auch die Spannungswandler werden passiv gekühlt. Die Kühllösung an sich erstaunt im positiven Sinne: Unter Windows rotiert der Lüfter im Lautstärke-Bereich der X1800 XL, belastet man das System, dreht er zudem kaum auf und bleibt auf einem verhältnismäßig angenehmen Niveau. Im Gegensatz zur X1800 XL und den restlichen X1900-Karten misst das PCB 26 Zentimeter, womit die anderen Karten der X1800- und X1900-Serie um zwei Zentimeter überragt werden. Das Gewicht liegt bei 526 Gramm.




Die insgesamt 256 MByte fassenden GDDR3-Speicherbausteine stammen von Samsung, arbeiten mit einer Zugriffszeit von 1,667 ns und sind für Taktraten von bis zu 600 MHz spezifiziert. In der Theorie erweckt dieser Wert einen guten Eindruck, könnte der Speichertakt doch so um rund 120 MHz zulegen und in Regionen der X1800 XT vordringen. Die Praxis sieht allerdings anders aus: Die Karte quittiert selbst eine minimale Übertaktung mit einem vollständigen Absturz des Systems.



Neben dem R580-Chip sind auf dem PCB noch der Theater-200-Baustein sowie der Microtune-2121-Tuner zu finden. Monitore können über den Dual-Link-fähigen DVI-I-Anschluss mit Hilfe der Scart-RGB-Kabelpeitsche, welche auch über einen D-Sub-Anschluss verfügt, mit der Karte verbunden werden. Dazu gesellen sich die Ausgänge für Radio- und Fernseh-Empfang sowie ein AV-I/O-Anschluss, über den die Scart-RGB-Kabelpeitsche angeschlossen wird. Zum weiteren Lieferumfang gehören:
- ein yPrPb-Adapter
- die Radio-Antenne
- ein Block mit S-Video-, Composite-, und Stereo-Anschluss
- die Funk-Fernbedienung „Remote Wonder Plus“ samt Empfänger
- Photoshop Elements 4.0
- Premiere Elements 2.0
Der offizielle Preis für die All-In-Wonder Radeon X1900 liegt laut ATi bei 499,- Euro und sie sollte seit Anfang Februar verfügbar sein. Laut Geizhals [15] wird sie ab rund 426 Euro gelistet, ist allerdings erst ab 489,90 Euro bei einem Shop direkt lieferbar. Ein weitere Alternative wäre der Shop [16] auf der Webseite von ATi.
Multimedia
Erste Schritte
Kommen wir nun zu den Funktionen, die ATis All-In-Wonder-Modelle von den üblichen Modellen des eigenen Portfolio und dem des großen Konkurrenten nVidia unterscheiden: Die Multimedia-Funktionen inklusive dem Hybrid-TV-Tuner, der analogen und digitalen Fernsehempfang bietet.
Das Einrichten der Karte ist schnell geschehen: Nach dem üblichen Einbau der Grafikkarte ins Gehäuse den mitgelieferten Radioempfänger in die dafür vorgesehene Buchse stecken, das TV-Kabel am CATV-Anschluss befestigen und den Empfänger der Funk-Fernbedienung „Remonder Wonder Plus“ mit einem freien USB-Port verbinden. Danach steht die Installation des Treibers und des Multimedia Center 9.13 an, das einem nach dem Start von Windows in Form der Toolbar sofort ins Auge springt. Über die Toolbar können die einzelnen Funktionen von ATis Multimedia-Software angewählt werden. Zu diesen zählen die DVD-, CD-, VCD- und Filewiedergabe, der FM- und TV-Tuner sowie die Software „Library“. An dieser Stelle hält ATi das Versprechen nach einer leichten Handhabung: Die Installation gelingt spielend.
Soft- und Hardware
Das Multimedia Center verfügt über eine Player-Software, welche je nach Funktion in einem angepassten Zustand startet. Sie hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, die Verteilung der Menüpunkte erscheint logisch. Startet man eine DVD oder einen Film, dauert es unserem subjektiven Empfinden nach allerdings etwas lange, bis die Bedienoberfläche verschwindet. Des Weiteren kam es gelegentlich zu Abstürzen, die entweder eine Fehlermeldung von Windows provozierten oder gänzlich zum Neustart des Systems führten.
Eines der mächtigsten Feature des Multimedia Center ist die „Library“. Mit dieser Funktion erhält man eine Übersicht der abgespielten Sendungen, Filme und Musikstücke sowie des Zeitpunktes, an dem man sie abgespielt hat. Ferne können DVDs darüber erstellt werden. Library wird auch vom „Eazylook“-Modus unterstützt.
Diesen Modus entwickelte ATi im Zusammenhang mit der Funk-Fernbedienung „Remote Wonder Plus“. Er erinnert an das Menü einer Film-DVD und lässt ein flottes Wechseln zwischen den einzelnen Funktionen zu. Einzig der FM-Tuner ist nicht darüber aufrufbar. Zu Beginn stört es, dass das Programm jeweils entgegen der Richtung scrollt, welche man auf der Fernbedienung angewählt hat. Allerdings beschränkt sich dieser Fehler auf Eazylook und in normalen Menüs ist das Verhalten nicht reproduzierbar.





Kommen wir nun aber zum wohl wichtigsten Multimediapart: dem TV-Tuner. Beim ersten Start gibt man Region und die gewünschte Empfangsart an, einen Bildschirm weiter geht es auf Sendersuche. Bis zu 125 Sender sind über Kabel und 70 Sender per Antenne empfangbar. War die Sendersuche erfolgreich, ermöglicht die TV-Bar vier verschiedene Modi um die Sendung oder Film zu genießen. Als erstes sei die normale Ansicht im Fenster- oder Vollbildmodus genannt. Die zweite Möglichkeit ist der „Kanalsurf“, bei dem mehrere Sender gleichzeitig in kleinen Fenstern angezeigt werden. So erhält man eine Übersicht über das gerade laufende Programm und kann per Mausklick auf einen der Sender in den Vollbildmodus wechseln. Die dritte Variante ist das TV-Bild auf den Desktophintergrund zu transferieren, wodurch man beim Arbeiten unter Windows das Programm im Hintergrund verfolgen kann. Die letzte Möglichkeit ist das TV-Bild in einem kleinen Fenster im Internet Explorer darzustellen.
Mit Hilfe der „Time Shift“-Funktion hat der Anwender die Möglichkeit, während des TV-Genusses eine kurze Pause einzulegen, ohne Inhalt der Sendung oder des Films zu verpassen. Die verpasste Zeit läuft mit doppelter Geschwindigkeit, bis der Rückstand aufgeholt ist - erfreulicherweise ohne verzerrten Sound.
Ermöglicht wird der TV-Empfang durch den Hybrid-TV-Tuner, welcher DVB-T und PAL/SECAM unterstützt. Der TV-Tuner besteht im Wesentlichen aus zwei Chips: Dem „Microtune 2121“-Tuner und dem Video-/Audio-Prozessor „Theater 200“. Auf letzteren setzt ATi schon seit der All-In-Wonder-Adaption der Radeon-9700-Reihe, ein direkter Nachfolger ist für den April geplant. Für eine gute Bildqualität bei der Wiedergabe von Filmen oder DVDs beherrscht der Chip verschiedene De-Interlacing-Algorithmen.
Selbstverständlich ist auch ATis Avivo mit an Bord, wodurch auch der H.264-Codec hardwareseitig beschleunigt und somit die CPU entlastet wird.
Beim Radio-Empfang verläuft die Installation ähnlich einfach wie beim TV. Die Sendersuche versteckt sich zwar im Optionsmenü des Programms. Hat man sie aber erst einmal ausgemacht, ist die Konfiguration nach wenigen Mausklicks vollbracht und man kann dem Lieblingssender am eigenen Rechner lauschen.
Windows Media Center Edition
ATis Multimedia Center ist nicht die einzige Lösung, um die AIW X1900 samt Multimediafunktionen in Betrieb zu nehmen. So ist es beispielsweise auch möglich, mit dem Programm „Media Portal [17]“ ein Fernsehbild zu empfangen. Aber auch die von Microsoft speziell für Multimediaanwendungen entwickelte „Windows XP Media Center Edition“ unterstützt die Multimediafunktionen der All-In-Wonder-Reihe und soll vor allem Nutzern von Home-Theatre-PCs den Komfort erhöhen, da diese so auf keine zusätzlichen Tools angewiesen sind.
Die Installation fällt leicht: Ist das System gestartet, kann über „Start“ der „Media Center“-Button erreicht werden. Mit Hilfe des Einrichtungsassistenten von Microsofts Media Center ist es nun ohne allzu große Schwierigkeiten möglich, den TV-Tuner zu konfigurieren. Nachdem man Region, Signal und Signaltyp ausgewählt hat, steht dem Fernsehvergnügen nichts mehr im Wege. Auch eine virtuelle Fernsehzeitschrift steht zur Nutzung bereit. Der Fernsehempfang über DVB-T benötigt allerdings die Installation des BDA-Treiber von Microsoft.






Remote Wonder Plus
Zum Lieferumfang der Karte gehört auch die „Remote Wonder Plus“, eine Funk-Fernbedienung, mit der sich die Bedienungssoftware „Multimedia Center 9.13“ auch gemütlich von der Couch aus steuern lässt.
Aufgrund des geringen Gewichts liegt die Fernbedienung gut in der Hand und nach kurzer Eingewöhnungszeit ist man in der Lage, das Gerät ohne allzu große Schwierigkeiten zu bedienen. Alle Funktionen des Multimedia Center sind über separate Tasten erreichbar und auch die Steuerung von komplexeren Menüs – wie etwa dem einer DVD von Spielezeitschriften – ist ohne Probleme möglich. Positiv fällt auf, dass auch unter Windows und in Applikationen die Fernbedienung nutzbar ist. Sechs der 50 Tasten sind frei programmierbar.
Testsystem
Testsystem:
- Prozessor
- AMD Athlon 64 3800+ (Newcastle-Kern, 2400 MHz, SSE2, 512 kB Level-2-Cache)
- Motherboard
- MSI K8N Diamond (nVidia nForce 4 SLI, Sockel 939)
- Arbeitsspeicher
- 2x 512 MB Corsair CMX512-3200LL (2-3-2-6)
- Grafikkarten
- ATi All-In-Wonder X1900 (500/480)
- Sapphire Radeon X1900 XTX (650/775)
- Sapphire Radeon X1900 XT (625/725)
- HIS Radeon X1800 XT (625/750 MHz)
- Gigabyte Radeon X1800 XL (500/500 MHz)
- Peripherie
- Liteon LTN483 48x CD-Laufwerk
- Maxtor 7B250S0, 250 GByte, 7200 Umdrehungen pro Minute
- Treiberversionen
- ATi Catalyst 6.1
- ATi Catalyst 1.2.2172.2074
- ATi Catalyst 1.2.2195.38647
- nVidia nForce 4 6.70 AMD-Edition
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft DirectX 9.0c
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
- Synthetische Benchmarks:
- 3DMark 06
- 3DMark 05 Version 1.2.0
- Aquamark 3
- Spielebenchmarks:
- Fear Multiplayer Demo
- Half-Life 2 – Lost Coast
- Serious Sam 2
- The Chronicles of Riddick
- Age of Empires 3 Demo
- Quake 4
- Far Cry Version 1.3
- Doom 3
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 entschieden. Damit zollen wir Tribut an die modernen High-End-Beschleuniger, die durch ihre Rechenkraft niedrigere Auflösungen als 1280x1024 CPU-limitiert werden lassen. Neben den reinen Auflösungen lassen wir den Benchmarkparcours auch mit 4-fachem Anti-Aliasing sowie 16-fachen anisotropen Filter durchlaufen, da dies oft vorkommende Qualitätseinstellungen sind.
Treibereinstellungen:
- Catalyst A.I.: Standard
- Mipmap Detail Level: High Quality
- Wait for vertical refresh: Always off
- Adaptive Anit-Aliasing: Off
- High Quality AF: Off
- Truform: Always Off
Synthetische Benchmarks
3DMark06
- Die allseits bekannte Benchmarkserie von Futuremark ist mittlerweile in der Version 2006 erschienen und hört dementsprechend auf die Bezeichnung „3DMark06“. Von den sechs Testszenen messen vier Sequenzen die Performance der Grafikkarte und zeigen eine Grafikpracht, die ihres gleichen sucht. Um jene zu erreichen setzen die Finnen auf modernste 3D-Technologie, weswegen nicht nur massiv das Shader-Model 3.0 verwendet wird, auch extrem aufwendige Texturen, spektakuläre Partikeleffekte, komplexe Schattenberechnungen und als weiteres Highlight „High Dynamic Range Rendering“ – kurz HDRR – werden eingesetzt. Dabei setzt Futuremark auf FP16-HDR, das die derzeit Best mögliche Bildqualität liefert, aber auch aufwendig zu berechnen ist. Somit können Grafikkarten ohne FP16-Blending-Einheiten, unter anderem die X8x0-Serie von ATi, zwei Testszenen nicht ausführen, weswegen die Punktzahl dieser GPUs generell niedrig ausfällt. Darüber hinaus können nur Grafikkarten, die MSAA auf ein FP16-Rendertarget ausführen können, die HDRR-Sequenzen mit Anti-Aliasing berechnen. Grafikkarten ohne diese Fähigkeit erzeugen bei Einsatz von Kantenglättung keine Punktzahl und werden deswegen nicht berücksichtigt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [18]
3DMark06
Angaben in Punkten
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3DMark05
- Der 3DMark05 liegt technisch nach wie vor auf sehr hohem Niveau. So kommen große Texturen mit der Auflösung 2048x2048, gemischt mit der Benutzung des Shader-Model 3.0, 2.x oder 2.0, zum Einsatz. Das letztes Jahr erschienene Programm setzt auf komplexe Lichteffekte, dynamische Schatten, aufwendige Bump Mapping-Effekte und benötigt vor allem eine hohe Geometrieleistung. Im Ergebnis spiegelt sich allerdings nur die Geschwindigkeit der Grafikkarte wieder, da diese selbst bei aktueller Hardware immer den Flaschenhals darstellt. Der wohl größte Nachteil beim 3DMark05 sind die weitläufigen Treiberoptimierungen aller aktuellen Grafikkartenhersteller. Diese gehen soweit, dass sich die Endergebnisse je nach Treiber im zweistelligen Prozentbereich verändern, somit können qualitätsmindernde Optimierungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem basiert der synthetische Benchmark auf keinerlei Spieleengine, weshalb er keine reale Situation darstellt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [19].
- Download: 3DMark05 [20]
3DMark05
Angaben in Punkten
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Aquamark
- Kommen wir nun zu dem letzten synthetischen Benchmark in unserem Testparcours. Das von Massive Development entwickelte Programm nutzt eine erweiterte Version der Grafikengine aus dem U-Boot-Spiel AquaNox 2 - Revelation. Die Engine hört auf den Namen Krass und unterstützt mittlerweile auch Pixelshader 2.0-Effekte. Darüberhinaus kommen noch Pixelshader der älteren Version 1.1 sowie 1.4, weiterhin auch die Vertexshader 1.1, zum Einsatz. Angereichert mit einigen schönen Effekten wie zum Beispiel einem verbesserten Partikelsystem soll dies laut den Entwicklern der erste DirectX 9-fähige Reality-Benchmark der Welt sein.
- Download: AquaMark3.com [21]
Aquamark 3
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Spielebenchmarks
F.E.A.R
- Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden für diese Zwecke die Multiplayer-Demo, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind.
F.E.A.R.
Angaben in Punkten
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Half-Life 2 - Lost Coast
- Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Nun ist es da und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven Shader Model 2.0-Einsatz ermöglicht wird. Für Half-Life 2 haben wir uns eine eigene Timedemo aufgenommen. Sie spielt in der Map „Coast_09“, welches zu den anspruchsvollsten Levels im gesamten Spiel gehört. Es zeigt eine Szene, in der der Held Gordon Freeman in einem kleinen Hovercraft-Boot auf einem Fluss fährt und gleichzeitig herabfallenden Bomben eines Helikopters ausweichen muss, die effektvoll explodieren. Die Timedemo stellt ein regelrechtes „Worst-Case“-Szenario dar; wenn dort alles flüssig läuft, sollte dies auch im restlichen Spiel der Fall sein. Anspruchvoll sind dabei aber nicht alleine die Pixelshader-Effekte. So gibt es viele aufwendige Partikeleffekte wie auch sehr detaillierte Texturen. Die Umwirbelungen der Luft auf dem Wasser, die durch den Rotor des Helikopters erzeugt werden, stellen höchste Anforderungen an die Grafikkarte und zwingen diese mit Leichtigkeit in die Knie.
In der Version von Half-Life 2, die wir nutzen und die den Beinamen „Lost Coast“ trägt, kommt sogar schon die neueste HDR-Technik zum Einsatz, die eine realistischere Grafik bieten soll, dem PC allerdings noch mehr als bereits zuvor abverlangt.
Half-Life 2 - Lost Coast
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Serious Sam 2
- „Ballern bis der Zeigefinger glüht!“ lautet wohl zweifellos die Divise in dem First-Person-Shooter „Serious Sam“, der vor einigen Jahren nicht nur einen großen Erfolg feierte, sondern auch mehr als nur beliebt bei den Spielern klassicher 3D-Shooter geworden ist. Der Nachfolger, der auf die simple Bezeichnung „Serious Sam 2“ hört, verspricht ebenfalls ein ähnlich erfolgreiches Vergnügen zu werden und kombiniert den Ballerspaß mit einer hübschen Optik, die vor allem durch eine große Anzahl an Vertex-Shader-Operationen, scharfen Texturen, bunten Effekten und einer schier unendlichen Gegnermasse geschaffen wird. Die selbst aufgenommene Timedemo zeigt dabei eine normale Spielszene mit großen Gegner-Scharen und massig Explosionen sowie Gefechtsfeuer.
Serious Sam 2
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The Chronicles of Riddick
- „The Chronicles of Riddick“ lehnt sich an den Kinofilm „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ an und basiert auf der OpenGL-API. Dabei gehört Riddick zu einer der größten Überraschungen des Jahres und bietet dementsprechend auch eine sehr fordernde und vor allem spektakuläre Grafik. Dabei kommen nicht nur die modernen Shadereinheiten aktueller Grafikkarten zum Zuge, auch durch hochauflösende Texturen sowie feinste Bump Mapping-Effekte geraten heutige GPUs ins Schwitzen. Die verwendete Timedemo Panoptical 1 zeigt einen reellen Spielausschnitt aus Riddick, welcher mehrere Schusswechsel, Explosionen sowie Rauch beinhaltet, und zeigt somit eine für das Spiel realistische Performancedarstellung.
The Chronicles of Riddick
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Age of Empires III
- Wohl kaum ein Strategiespiel wie „Age of Empires“ und dessen Nachfolger haben aufgrund deren Erfolge Geschichte unter den PC-Spielern geschrieben. Nun erscheint der dritte Teil der Serie, welcher mit einer für Strategietitel atemberaubenden Grafik erscheint, die dazu modernste Techniken wie das Shader-Model 3.0 und gar High-Dynamik-Range-Rendering unterstützt. Wir lassen für den Testparcours eine Zwischensequenz aus der Demo durchlaufen, die einige anspruchsvolle Szenen enthält. Jedoch haben wir die Shader-Details auf „High“ heruntergesetzt, da die Stufe „Very High“ nur auf SM3-kompatiblen Grafikkarten verfügbar ist und SM2-Karten einige grafische Details somit nicht darstellen können, was die Ergebnisse verfälschen würde. Leider kann Age of Empires 3 in den Qualitätseinstellungen nur mit dem anisotropen Filter getestet werden, da das Anti-Aliasing auf ATi-Karten gravierende Fehler bereitete und das Spiel abstürzen ließ.
Age of Empire III
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Quake 4
- Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die des öfteren die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwenigen Charaktertexturen und vielen Schattenspiele einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Anzumerken wäre ein Bug, der sich in die Timedemo-Funktion von Quake 4 eingeschlichen hat, welcher in Doom 3 noch nicht vorhanden war. So werden keine Charakterschatten dargestellt, ebenso fehlen ein Groß der Waffeneffekte. Dementsprechend liegt das Level der Bilder pro Sekunde im richtigen Spielmodus ein Stück unter unseren Ergebnissen.
Quake 4
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Far Cry
- Far Cry gehört wohl zweifellos zu den technisch am weitesten entwickelten Spielen und sieht dementsprechend auch sehr gut aus. Es gibt fast kein Feature einer Grafikkarte, das die Programmierer vom deutschen Entwicklerteam Crytek nicht bedacht und implementiert haben. Die Liebe zur Grafik geht sogar soweit, dass Features wie die Unterstützung des Shader-Model 3, High Dynamic Range oder die Texturkompression 3Dc [22] nachträglich per Patch eingebaut werden. Dementsprechend fordert Far Cry das Maximum an Leistung aus jedem PC und eignet sich somit hervorragend als Benchmark.
In unserem Test verwenden wir die Pier-Timedemo, die die Kollegen des Print-Magazins PC Games Hardware [23] aufgenommen haben. Diese Timedemo zeigt einen Ausschnitt des Levels „Pier“ und besteht somit aus weitläufigen Außenarealen mit einer extremen Sichtweite. Es werden aufwendige Wassereffekte dargestellt sowie eine hohe Anzahl von Polygonen, die den Rechner aufs Höchste beanspruchen. Die Texturen sind durchgehend detailliert und sehr aufwendig gestaltet. Bei den getesteten Grafikkarte von nVidia und den neuen Modellen von ATi kommt das Shader-Model 3.0 zum Einsatz, während die R4x0-Serie weiterhin das Shader-Modell 2.b verwendet. Deswegen gibt Far Cry auch einen kleinen Einblick in die zukünftige Welt der Spiele und ist quasi ein Muss für jeden Grafiktest.
Far Cry
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Doom 3
- Angst? Schock? Dunkelheit? Grafikpracht? All dies gibt es wohl zu Genüge im Gruselshooter Doom 3. John Carmack, einer der Chefentwickler des Spiels und eine legendäre Persönlichkeit, wenn es um spektakuläre Grafik-Engines geht, hat bei seinem neuesten Werk die größte Aufmerksamkeit den Stencil-Schatten gewidmet. Dementsprechend dunkel ist das gesamte Spiel, damit die schablonenartigen Schatten gut auf den Spieler wirken. Aber dies waren noch nicht genug Effekte für den Entwickler ID-Software. So macht Doom 3 auch Gebrauch von den Pixelshader-Einheiten der Grafikkarten und setzt ebenfalls massiv auf Bump Mapping sowie Normal Maps. Zwar sind die Texturen verbesserungswürdig, aber trotzdem gehört Doom 3 zu den anspruchsvollsten Titeln des Jahres 2004 und ist somit prädestiniert für unseren Benchmarkparcours. Das Spiel setzt ID-typisch nicht auf DirectX als API, sondern auf OpenGL.
Doom 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen, auch wenn man sich dadurch kein differenziertes Bild machen kann. Um dies zu erreichen, sollte man sich alle Ergebnisse im Einzelnen ansehen.
1.280 x 1.024
Angaben in Prozent
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Performancerating Qualität
1.280 x 1.024 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Lautstärke
Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark05 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Einen guten Eindruck hinterließ unser Proband bei den Lautstärkemessungen. Schon im Idle-Modus platziert sich die Karte zusammen mit den weiteren X1900-Modellen an der Spitze des Testfeldes, unter Last konnte sie sich sogar deutlich von diesen absetzen. In unserem Testsystem war lediglich ein leichter Anstieg zu messen und auch der subjektive Eindruck spricht für die Karte: Während der Dual-Slot-Kühler der X1900 XT beispielsweise durch eine unangenehme Tonlage einen dauerhaft daran erinnert, welche Karte momentan im System arbeitet, glänzt der der All-In-Wonder mit einem gleichmäßigen und unauffälligen Laufgeräusch.
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperatur-Messungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark05 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.
Temperatur
Angaben in °C
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Im Gegensatz zu X1900 XTX und XT macht die All-In-Wonder insbesondere unter Belastung eine gute Figur bei den Temperaturwerten, liegt sie mit 81° C doch rund 10° C unterhalb des großen Bruders. An die Werte der X1800-Modelle kommt sie dennoch nicht ganz heran, auch wenn der Unterschied zum Teil nur marginal ausfällt. Somit kann man dem verbauten Single-Slot-Lüfter eine ordentliche Leistung bescheinigen.
Trotzdem sollte man die Temperaturwerte nicht aus den Augen verlieren. Gerade in engen Gehäusen, wie sie insbesonders bei Home-Theatre-PCs vorzufinden sind - und deren Nutzer eine der Zielgruppen von ATi bilden -, besteht die Möglichkeit, dass sie durch Hitzestauungen unter Last in den roten Bereich vorstoßen und so zu einem instabilen System führen können.
Stromverbrauch
Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb, letzterer wird erneut durch Verwendung des 3DMark05 simuliert.
Stromverbrauch
Angaben in Watt (W)
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In Anbetracht des Energiehungers der anderen X1900-Modelle kann man bei der All-in-Wonder X1900 in diesem Abschnitt ein durchweg positives Ergebnis vermerken. Lediglich die Radeon X1800 XL positioniert sich unterhalb der All-In-Wonder, die auf dem gleichen Chip aufbauenden X1900 XTX und XT liegen allerdings weit darüber. Zeigt sich im Idle-Modus noch ein einheitliches Bild, sind die Differenzen unter Last enorm. Knapp über 320 Watt zeigte uns das Messgerät bei der X1900 XTX und der XT an, während sich das System mit All-in-Wonder mit 256 Watt begnügte. Somit lag sie auch unterhalb der X1800 XT, die unter Belastung bis auf 292 Watt anstieg.
HDTV-Wiedergabe
Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen [24] (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia [25] und ATi [26], den Media Player in der Version 10 [27] und ein spezielles Hotfix [28], damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.
Für diesen Abschnitt haben wir lediglich die Radeon X1800 XT von HIS sowie die Radeon X1900 XTX von Sapphire zum Vergleich herangezogen. Erstere basiert auf dem älteren Chip, bei der zuletzt genannten galt es herauszufinden, ob die zusätzlichen Fähigkeiten der AIW X1900 einen Vorteil bringen.
Fazit: Die X1900 XTX macht zwar eine dezent bessere Figur. Insgesamt kann man aber sagen, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Chips und Karten gering ausfallen.
Fazit
Betrachten wir abschließend die Ergebnisse und die Fähigkeiten der Karte, so kann man ihr durchaus ein positives Fazit bescheinigen. Trotz der massiven Senkung der Taktraten im Vergleich zu den anderen R580-Karten rendert die All-In-Wonder Radeon X1900 auf dem Niveau der X1800-Karten, womit selbst aktuellste Titel in hohen Auflösungen im Qualitätsmodus flüssig dargestellt werden können. Auffällig ist, dass sich die AIW X1900 ohne Qualitätseinstellungen knapp hinter der X1800 XT platziert, während mit vierfachem Anti-Aliasing und sechzehnfacher anisotroper Filterung die X1800 XL fast gleich zieht. Hier macht sich die unterschiedliche Architektur zwischen R580 und R520 bemerkbar.
Die Single-Slot-Kühllösung hinterlässt einen überraschend guten Eindruck. Rechneten wir vor den Testläufen noch mit einer Geräuschkulisse, die der einer X1800 XL entspricht, wurden wir während des Tests eines Besseren belehrt. Unter Windows waren die Unterschiede lediglich messbar, mit Belastung drehte der Kühlkörper der AIW X1900 allerdings kaum auf, was zu einer signifikanten Differenz zu den weiteren High-End-Karten von ATi führt. Ob auch Nutzer von Home-Theatre-PCs mit der Karte glücklich werden können, ist dennoch fragwürdig. Silent-Fetischisten wird die Lautstärke wohl nicht zufrieden stellen. Diese könnten – falls das Interesse an einer All-In-Wonder-Karte besteht – einen Blick auf die anderen Modelle werfen, da diese bei geringerer Lautstärke zum Teil ebenfalls eine ordentliche Performance bieten. Ein weiterer kritischer Punkt an der AIW X1900 sind die Temperaturwerte. Diese fallen für eine Karte auf Basis des R580 zwar gut aus, sind aber dennoch recht hoch, vor allem wenn man die Karte in einem kleinen Gehäuse mit schwacher Luftzirkulation betreiben will. Positiv ist der Stromverbrauch zu bewerten, der deutlich unterhalb dem einer X1900 XT und XTX liegt.
Auch im Bereich der Multimediafähigkeiten hält die Karte in großen Stücken das, was sie verspricht. Die einfache Handhabung, mit der ATi wirbt, ist zutreffend: Der FM- beziehungsweise der TV-Tuner ist nach dem Einrichten der Karte innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Dafür hinterlässt die Bedienungssoftware einen gespaltenen Eindruck. Die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet, allerdings wirkt sie teilweise noch nicht ausgereift. Dennoch bietet sie viele Möglichkeiten und auch das Bedienen per Funk-Fernbedienung über Eazylook gestaltet sich als recht intuitiv. Wem das Multimedia Center partout nicht zusagt, der kann auf eine Alternative wie etwa die „Media Center Edition“ von Microsofts Windows XP setzen, mit der es ebenfalls möglich ist, ohne Komplikationen ein TV-Bild auf den Monitor zu zaubern.
Ist der Kauf der AIW X1900 nun empfehlenswert? Wer auf hohe Performance aus ist, nicht allzu großen Wert auf ein sehr leises System legt und auch die Multimediafähigkeiten der Karte nutzen möchte, der sollte sie durchaus in Betracht ziehen. Die offizielle Preisempfehlung seitens ATi liegt bei 499 Euro. Bei Geizhals wird sie allerdings schon für deutlich weniger gelistet, auch wenn sie bislang – mit Ausnahme des Shops von ATi – nur bei einem Händler für rund 10 Euro unterhalb der offiziellen Preisempfehlung lieferbar ist. Plant man allerdings den Einsatz in einem Home-Theatre-PC für das Wohnzimmer oder ist schlicht nicht auf hohe Performance angewiesen, sollte man sehr genau überdenken, ob es nicht auch eine günstigere Lösung sein darf, welche mit geringeren Energieverbrauch daherkommt und somit einfacher zu kühlen und leiser zu betreiben ist.









