Mit der Einführung der GeForce 7800 GTX [1] konnte der kalifornische Grafikchiphersteller nVidia nicht nur die Spitzenposition im Geschwindigkeitsduell gegen die Radeon X850 XT-PE übernehmen, man konnte dank Transparency-Anti-Aliasing auch die Bildqualität ein gutes Stück weiter nach oben schrauben. ATi hatte dieser Karte lange Zeit nichts entgegenzusetzen, da die neue GPU-Generation, die R5x0-Familie, aufgrund von Produktionsschwierigkeiten auf sich warten ließ. Als die Radeon X1800 XT [2] einige Zeit später das Licht der Welt erblickte, konnten die Kanadier zwar knapp die Performancekrone für sich beanspruchen, bezüglich der Bildqualität lag man dank einer (beinahe) winkelunabhängigen anisotropen Texturfilterung aber wieder vorn.
nVidia schien auf diesen Schritt bereits längere Zeit vorbereitet gewesen zu sein, da man innerhalb kurzer Zeit mit der GeForce 7800 GTX 512 [3] konterte, die dank deutlich höherer Taktraten wieder die Führung übernehmen konnte – an der Bildqualität hatte sich jedoch nichts geändert. Einige Zeit später schickte ATi mit der Radeon-X1900-Serie [4] den pünktlichen Refresh in Form des R580-Chips ins Rennen, welcher wiederum den Platz an der Sonne erhaschen konnte.
GeForce 7900 und 7600
Wie man bereits gut erahnen kann, war es nur eine Frage der Zeit, bis nVidia eine passende Antwort auf die Radeon X1900 XTX parat hat. Auf der CeBIT war es dann so weit und der Chiphersteller präsentierte mit der GeForce 7900 GTX [5] den neuen Platzhirsch, welcher gegen ATis Topmodell bestehen soll. Auf der Karte wird der G71-Chip verbaut, welcher größtenteils identisch zum G70-Bruder geblieben ist, aber bei TSMC im 90-nm-Prozess gefertigt wird. Diesen Vorteil gegenüber der 110-nm-Fertigung nutzt nVidia aus, indem die GeForce 7900 GTX die höchstgetaktete GeForce-Karte ist, die es je auf dem Markt gegeben hat.
Doch damit noch nicht genug. So stellte nVidia auf der Computermesse CeBIT auch die GeForce 7900 GT sowie die GeForce 7600 GT vor. Erstere soll die altgediente GeForce 7800 GTX ersetzen, welche noch auf dem teureren 110-nm-Prozess basiert. Es kommt ein vollwertiger G71-Chip zum Einsatz. Allerdings hat nVidia die Taktraten der GPU und des Speichers, welcher darüber hinaus nur halb so groß wie der der Topversion ist, gesenkt. Die aber wohl meisterwartete Grafikkarte aus dem neuen Portfolio ist die GeForce 7600 GT. Diese stellt der Nachfolger der beliebten GeForce 6600 GT dar, für welche nVidia mit dem G73 einen abgespeckten Chip entwickelte, um einen relativ niedrigen Marktpreis garantieren zu können. Nichtsdestotrotz lesen sich die technischen Eckdaten so gut, dass man einen neuen Performancekönig im Mid-Range-Segment erwarten kann – mehr dazu später.
nVidia konnte uns freundlicherweise zwei GeForce-7900-GTX-Karten sowie eine GeForce 7600 GT zur Verfügung stellen, während MSI uns mit einer GeForce 7900 GT versorgte. Damit stehen uns alle drei neuen Modelle zur Verfügung und wir werden auf den folgenden Seiten eine detaillierte Übersicht über die neuen GeForce-Karten herausarbeiten. Möge der Beste gewinnen!
Die nVidia GeForce 7900 GTX basiert auf dem neuen G71-Chip, welcher so neu eigentlich gar nicht ist. Bereits der G70 auf der GeForce 7800 verfügt größtenteils über dessen technische Merkmale. Mit der Einführung der G71-GPU haben sich nur „Kleinigkeiten“ geändert. So wird der Chip auf der GeForce 7900 GTX im kleineren 90-nm-Verfahren von TSMC hergestellt, womit nVidia gegenüber der 110-nm-Herstellung nicht nur Kosten einsparen, sondern den Chip auch höher takten kann. Gleichzeitig optimierten die Kalifornier die internen Chipleitungen der GPU, wodurch trotz eines leicht gestiegenden Funktionsumfangs die Anzahl der Transistoren von 303 Millionen auf 278 Millionen gesenkt wurde.
Vor allem die Länge der Pipelines konnte nVidia reduzieren, weswegen die DIE-Größe des G71 im Vergleich zum R580 von ATi deutlich kleiner ausfällt. Dies waren bereits die wichtigsten Modifizierungen. Nur die Raster Operation Processors, kurz ROPs, haben noch eine kleine Verbesserung erfahren. Zwar ist die Anzahl der ROPs gleich geblieben, allerdings können die Rasterprozessoren des G71 bei Alphablending-Operationen pro Takt einen Pixel fertigstellen, während die Einheiten im G70 nur jeden zweiten Takt ein Pixel vollenden konnten. Dementsprechend existiert nun eine Alphablending-Einheit pro ROP, welche jedoch nur in den seltensten Fällen einen Vorteil erbringen sollte, da die Raster Operation Processors nur bei wenigen Berechnungen limitieren.
Ansonsten gibt es, wie bereits erwähnt, keine bekannten Änderungen. So beinhaltet der G71 24 Pixel-Pipelines, wobei in jeder Pipeline eine Texture Mapping Unit (TMU) sowie zwei Shader-Einheiten verbaut sind. Die Zahl der Vertex-Shader stagniert bei acht – was in aktuellen 3D-Anwendungen auch mehr als ausreichend ist. Auch beim 256 Bit breiten Speicherinterface gibt es keinerlei Veränderungen. Die GPU der GeForce 7900 GTX taktet mit satten 650 MHz, womit man den Takt der Radeon X1900 XTX aufweist, die ihrerseits aber nur vier anstatt sechs Pixel-Quads besitzt. Der 512 MB große VRAM arbeitet mit einer Frequenz von 800 MHz, was 50 MHz unter dem Level des Vorgängers GeForce 7800 GTX 512 liegt. nVidia begründet dies mit der Knappheit an sehr hoch taktbaren GDDR3-Speicherchips.
Wenn man etwas hinter die „Taktkulissen“ schaut, ergibt sich eine interessante Neuigkeit, die bei der GeForce 7800 GTX eingeführt, auf dem Nachfolger 7800 GTX 512 zwischenzeitig aber wieder fallen gelassen wurde: Die Taktdomänen. Der G70 taktet mit mindestens drei verschiedenen Taktdomänen. So arbeitet der eigentliche Kerntakt nicht unbedingt mit derselben Frequenz wie die ROP-/Shader-Domäne oder der Geometric-Takt (Vertex-Shader). Letzterer läuft auf der GeForce 7800 GTX mit einem Mehrtakt von 40 MHz gegenüber den restlichen Taktdomänen. Diese Unterschiede konnte man auf der GeForce 7800 GTX 512 nicht mehr vorfinden, sie sind bei der GeForce 7900 GTX jedoch zurückgekehrt. Die Kern- sowie die Shader-/ROP-Domäne takten mit den angegebenen 650 MHz, die Frequenz der Geometric-Domäne liegt aber 50 MHz über den Werten des Basistakts, was 700 MHz ergibt. Dadurch liegt der Geometriedurchsatz leicht über den Werten der vermeindlich gleich getakteten Radeon X1900 XTX.
GeForce 7800 GTX
GeForce 7900 GT
Radeon X1800 XT
Logo
Chip
G70
G71
R520
Transistoren
ca. 303 Mio.
ca. 278 Mio.
ca. 321 Mio.
Fertigung
0,11 µm
90 nm
90 nm
Chiptakt
430 MHz
450 MHz
625 MHz
Pixel-Pipelines
24
24
16
Shader-Einheiten pro Pipeline (MADD)
2
2
1
ROPs
16
16
16
Pixelfüllrate
6880 MPix/s
7200 MPix/s
10000 MPix/s
TMUs je Pixel-Pipeline
1
1
1
Texelfüllrate
10320 MTex/s
10800 MTex/s
10000 MTex/s
Vertex-Shader
8
8
8
Dreiecksdurchsatz
940 MV/s
940 MV/s
1250 MV/s
Pixelshader
PS 3.0
PS 3.0
PS 3.0
Vertexshader
VS 3.0
VS 3.0
VS 3.0
Speichermenge
256 GDDR3
256 GDDR3
256 GDDR3
Speichertakt
600 MHz
660 MHz
750 MHz
Speicherinterface
256 Bit
256 Bit
256 Bit
Speicherbandbreite
38400 MB/s
42240 MB/s
48000 MB/s
Präzision pro Kanal
FP16/FP32
FP16/FP32
FP32
Interface
PCIe
PCIe
PCIe
SLI/CF-Unterstützung
Ja
Ja
Ja
Die GeForce 7900 GT basiert auf einem unveränderten G71-Chip, bei welchem weder ein Pixel-Quad, noch ein Vertex-Shader deaktiviert worden ist. Der Chip taktet mit 450 MHz, während der Speicher mit 660 MHz zu Werke geht. Damit liegt man leicht über den technischen Spezifikationen des Vorgängers GeForce 7800 GTX. Die Speichergröße beträgt 256 Megabyte. Auch die GeForce 7900 GT setzt auf eine leicht erhöhte Geometric-Domäne, welche mit 470 MHz mit etwa 20 MHz höher als der Basistakt angesteuert wird.
GeForce 6600 GT
GeForce 7600 GT
Radeon X1800 GTO
Logo
Chip
NV43
G73
R520
Transistoren
ca. 146 Mio.
ca. 178 Mio.
ca. 321 Mio.
Fertigung
0,11 µm
90 nm
90 nm
Chiptakt
500 MHz
560 MHz
500 MHz
Pixel-Pipelines
8
12
12
Shader-Einheiten pro Pipeline (MADD)
1
2
1
ROPs
4
8
12
Pixelfüllrate
2000 MPix/s
4480 MPix/s
6000 MPix/s
TMUs je Pixel-Pipeline
1
1
1
Texelfüllrate
4000 MTex/s
6720 MTex/s
6000 MTex/s
Vertex-Shader
3
5
8
Dreiecksdurchsatz
375 MV/s
700 MV/s
1000 MV/s
Pixelshader
PS 3.0
PS 3.0
PS 3.0
Vertexshader
VS 3.0
VS 3.0
VS 3.0
Speichermenge
128 GDDR3
256 GDDR3
256 GDDR3
Speichertakt
500 MHz
700 MHz
500 MHz
Speicherinterface
128 Bit
128 Bit
Bit
Speicherbandbreite
16000 MB/s
22400 MB/s
32000 MB/s
Präzision pro Kanal
FP16/FP32
FP16/FP32
FP32
Interface
PCIe
PCIe
PCIe
SLI/CF-Unterstützung
Ja
Ja
Ja
Der G73-Chip auf der nVidia GeForce 7600 GT wird ebenfalls im 90-nm-Prozess gefertigt, besteht aber nur aus 178 Millionen Transistoren, was die Fehleranfälligkeit und somit die Produktionskosten deutlich in den Keller drückt. Der Chip verfügt über 12 Pixel-Pipelines mit je einer TMU und zwei Shader-Einheiten sowie über acht ROPs und fünf Vertex-Shader. Weitere Veränderungen hat es nicht gegeben. Der Grundchip ist identisch zur G71-GPU, weist also auch die Verbesserungen der ROPs auf. Der Kern der GeForce 7600 GT arbeitet mit 560 MHz, der Speicher gar mit hohen 700 MHz. Unterschiedliche Taktdomänen wie bei den beiden großen Brüdern gibt es allerdings nicht. Der 256 MB große VRAM ist über ein 128 Bit breites Speicherinterface an den G73 angebunden.
G73-Core G71 auf GeForce 7900 GT G71 auf GeForce 7900 GTX
Impressionen
nVidia GeForce 7600 GT
Die nVidia GeForce 7600 GT wird mit Sicherheit nicht nur für viel Aufregung sorgen, sie wird auch auf ein riesiges Interesse stoßen. Die Karte löst die GeForce 6600 GT ab, welche aufgrund des sehr guten Preis-Leistung-Verhältnis' der Verkaufsrenner der letzten Monate gewesen ist. Die Grafikkarte richtet sich an preisbewusste Käufer, die für relativ wenig Geld eine angemessene 3D-Leistung haben möchten. Eine GeForce 7600 GT ist zur Zeit für etwa 185 Euro erhältlich.
GeForce 7600 GT
Die GeForce 7600 GT kommt mit dem von nVidia gewohnten, grünen PCB daher und fällt im Vergleich zu High-End-Grafikkarten recht klein aus. Die Ausmaße sind identisch mit denen der GeForce 6600 GT, allerdings ist die neue Mid-Range-Adaption mit einem leicht modifizierten Kühlsystem ausgestattet. Dieses überrascht beim Starten mit einem für nVidia-Karten untypischen Aufbrausen – ATi lässt grüßen. Kurze Zeit später greift die Lüftersteuerung ein und regelt den recht kleinen Radiallüfter auf ein angenehmes Niveau herunter. Unter Windows ist mit der GeForce 7600 GT ein ruhiges Arbeiten problemlos möglich. Enttäuscht hat uns der Propeller dagegen in einer 3D-Anwendung. Die Drehzahl steigt drastisch an und die Grafikkarte macht mit einem lauten Lärmpegel auf sich aufmerksam. Zwar ist dies noch nicht störend, angenehm ist die Geräuschkulisse aber keinesfalls.
Der Kühler verteilt die warme Luft im Gehäuse und heizt dieses damit zusätzlich auf. Der eigentliche Kühlkörper fällt relativ klein aus und besteht aus mehreren Kupferlamellen, um eine ausreichende Kühlleistung zu ermöglichen. Die GPU wird von einem Kupferkühlblock auf niedrigen Temperaturen gehalten. Der Speicher bleibt auf der GeForce 7600 GT ungekühlt. Allerdings verhindert der Luftstrom des Radiallüfters eine Überhitzung. Die komplette Kartenrückseite bleibt von jeglichen Kühlmaßnamen verschont. Das Referenzdesign der neuen Mid-Range-Grafikkarte sieht zwei DVI-Ausgänge vor, wovon einer ein Dual-Link-Ausgang ist, welcher höhere Auflösungen ermöglicht. Darüber hinaus wird ein HD-fähiger TV-Ausgang verbaut. Die Taktraten der Karte werden im 2D-Modus interessanterweise nicht gesenkt.
GeForce 7600 GT Slotblech GeForce 7600 GT ohne Kühler
MSI GeForce 7900 GT
Die nVidia GeForce 7900 GT übernimmt die Rolle der GeForce 7800 GTX und reiht sich somit in das untere High-End-Segment ein. Als Basis der Grafikkarte kommt ein vollwertiger G71-Chip zum Einsatz, welcher nur in den Taktraten beschnitten worden ist. Die Grafikkarte richtet sich an kompromissbereite Käufer, die recht viel Geld für neue Hardware bezahlen, aber nicht die schnellsten und somit auch teuersten Modelle haben möchten. Erste GeForce-7900-GT-Karten sind derzeit für 320 Euro erhältlich.
GeForce 7900 GT
Das grüne PCB der GeForce 7900 GT von MSI wirkt relativ aufgeräumt und misst die Länge einer GeForce 7800 GT. Überrascht waren wir über das verbaute Kühlsystem, welches komplett von der GeForce 7600 GT übernommen worden ist. Interessanterweise reagierte der Radiallüfter allerdings etwas merkwürdig und wollte nach dem Starten des Computers partout nicht die Drehzahl herunterregeln. Der Lüfter brauste noch nach der Installation des Treibers munter vor sich her und machte deutlich auf sich aufmerksam. Nach Rücksprache mit MSI können wir dem Testsample jedoch ein Defekt der Lüftersteuerung attestieren. Ein neues Exemplar befindet sich auf dem Weg zu uns und wir werden die Lautstärke erneut kontrollieren.
Der VRAM bleibt von einer direkten Kühlung verschont; für die nötige Belüftung scheint der Radiallüfter ausreichend zu sein. Zusätzlich werden auf der GeForce 7900 GT zwei Dual-Link-fähige DVI-Anschlüsse sowie ein HDTV-Ausgang eingesetzt.
GeForce 7900 GT Kühler GeForce 7900 GT ohne Kühler 1,4-ns-RAM auf GeForce 7900 GT
Auf der MSI-Version der GeForce 7900 GT werkelt ein vollständiger G71-Chip, der im 90-nm-Verfahren gefertigt wird und über 24 Pixel-Pipelines sowie 24 ROPs, 24 TMUs und 48 Shader-Einheiten verfügt. Die GPU taktet mit 450 MHz, während der 256 MB große Speicher mit einer Frequenz von 660 MHz arbeitet. Der Speicher wird von Samsung gefertigt und bietet dem Kunden eine Zugriffszeit von 1,4 ns. Die Anbindung an den G71-Chip erfolgt über ein 256 Bit breites Speicherinterface. Auch bei der GeForce 7900 GT werden im 2D-Modus die Taktraten nicht gesenkt.
Die GeForce 7900 GTX stellt das neue Flaggschiff von nVidia dar, welches die GeForce 7800 GTX 512 ablösen und die direkte Konkurrenz in Form der Radeon X1900 XTX angreifen soll. Entsprechende Grafikkarten setzen auf einen hochgetakteten G71-Chip und einen 512 MB großen VRAM, was den Preis eines Exemplars in die Höhe schnellen lässt. Erste GeForce-7900-GTX-Karten sind derzeit für etwa 525 Euro erhältlich. Mit der Verfügbarkeit sieht es dagegen mau aus, was sich voraussichtlich erst in den kommenden Wochen ändern wird.
nVidia GeForce 7900 GTX
Ein Blick auf die GeForce 7900 GTX ließ uns zuerst stutzig werden: Ist dies wirklich das neue Topmodell? Ist es, auch wenn das PCB und das Kühlsystem beinahe vollkommen identisch zum Vorgänger GeForce 7800 GTX 512 geblieben sind. Somit kommt der bekannte Dual-Slot-Kühler zum Einsatz, welcher bereits auf der G70-Karte vollends überzeugen konnte. Der große Propeller ist nach dem Starten des Testsystems nicht aus dem geschlossenen Gehäuse herauszuhören, womit ein ruhiges Arbeiten mit dem neuen nVidia-Flaggschiff problemlos möglich ist. Unter Last dreht der Quirl zwar etwas schneller, dennoch muss man während des Spielens genau hinhören, um die Grafikkarte in dem PC ausfindig zu machen – sehr gut!
Der Lüfter saugt die kalte Luft aus dem Inneren des Gehäuses an, leitet diese über die GPU und die erhitzte Luft wird danach aus dem Gehäuse heraus befördert. Der gewaltig aussehende Passivkühler erzeugt die Kühlleistung über mehrere große Kupferlamellen und vier Heatpipes. Die GPU wird von einem massiven Kupferblock auf niedrigen Temperaturen gehalten. Aufgrund der Größe kühlt das Kühlsystem den hochgetakteten Speicher und die Spannungswandler mit, auf denen zudem ein Passivkühler befestigt ist. Auf der GeForce 7900 GTX sind zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge sowie ein HDTV-Out verbaut.
Slotblende GeForce 7900 GTX GeForce 7900 GTX ohne Kühler
Im 2D-Modus taktet sich die GeForce 7900 GTX auf 275 MHz herunter, um Strom sparen zu können. Der Speichertakt bleibt identisch.
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
Synthetische Benchmarks:
3DMark05 Version 1.2.0
3DMark06 Version 1.0.2
Aquamark 3
Spielebenchmarks:
Age of Empires 3
Splinter Cell: Chaos Theory
Fear
Serious Sam 2 Demo
Doom 3
The Chronicles of Riddick
Call of Duty 2
Battlefield 2
Quake 4
Half-Life 2: Lost Coast
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 und 1600x1200 entschieden. Damit zollen wir Tribut an die modernen High-End-Beschleuniger, die durch ihre Rechenkraft niedrigere Auflösungen als 1280x1024 CPU-limitiert werden lassen. Neben den reinen Auflösungen lassen wir den Benchmarkparcours auch mit 4-fachem Anti-Aliasing sowie 16-fachen anisotropen Filter durchlaufen, da dies oft vorkommende Qualitätseinstellungen sind.
Achtung: Nach sorgfältiger Überlegung und mehrfacher Analyse selbst aufgenommener Spielesequenzen sind wir zu dem Schluss gekommen, im ForceWare-Treiber für nVidia-Karten die Qualitätseinstellungen auf High Quality anzuheben, da man nur mit diesem Setting das Texturflimmern effektiv bekämpfen kann. Zudem ist dieser Modus vergleichbar mit der Einstellung „Catalyst A.I. Standard“ auf den ATi-Pendants, wodurch bei der Bildqualität größtenteils ein Gleichstand erreicht wird.
Treibereinstellungen: nVidia-Grafikkarten
Systemleistung: Hohe Qualität
Vertikale Synchronisierung: Aus
MipMaps erzwingen: keine
Trilineare Optimierung: Aus
Anisotrope Mip-Filter-Optimierung: Aus
Optimierung des anisotropen Musters: Aus
Negativer LOD-Bias: Clamp
Gamma-angepasstes AA (G70): Ein
Transparenz AA (G70): Aus
Treibereinstellungen: ATi-Grafikkarten
Catalyst A.I.: Standard
Mipmap Detail Level: High Quality
Wait for vertical refresh: Always off
Adaptive Anit-Aliasing: Off
High Quality AF: Off
Truform: Always Off
Chipeffizienz Part 1
Auch wenn die technischen Neuheiten im G71-Chip von nVidia eher mit der Lupe zu suchen sind, so ist es dennoch interessant, wie sich die neue GPU mit gleichen Taktraten gegenüber dem älteren G70-Chip verhält. Gibt es eventuell 3D-Anwendungen, die von den verbesserten ROPs, welche nun jeweils über eine Alphablending-Einheit verfügen, profitieren können? Um das herauszufinden, haben wir den Chip der GeForce 7900 GTX auf 550 MHz untertaktet und den VRAM auf 850 MHz übertaktet, um eine GeForce 7800 GTX 512 zu simulieren. Diese muss gegen eine reale GeForce 7800 GTX 512 antreten und ihr Können unter Beweis stellen. Zudem lassen wir die GeForce 7600 GT mit den Taktfrequenzen einer GeForce 6600 GT den Benchmarkparcours durchlaufen, die sich logischerweise gegen eine GeForce 6600 GT mit 256 MB Speicher stellen muss, um somit die Effizienzverbesserungen zwischen dem G73 und dem NV43 zu überprüfen. Als Qualitätseinstellungen haben wir uns für 1600x1200 sowie für 1600x1200 mit vier-fachem Anti-Aliasing und 16-facher anisotroper Filterung entschieden, um die Grafikkarte möglichst hoch zu belasten. Für das Spiel F.E.A.R. haben wir bei der GeForce-7800-Serie den ForceWare 84.20 installiert, da dieser auf nVidia-Karten in dem Ego-Shooter deutlich schneller arbeitet.
Wie vermutet, bringen die modifizierten ROPs nur in den wenigsten Fällen eine Performanceverbesserung, da sie schlicht und ergreifend zu selten den limitierenden Faktor darstellen. Die Texture Mapping Units können die Pixel nicht schnell genug berechnen, um die ROPs an das Leistungslimit zu bringen. Einen kleinen Gewinn kann die GeForce 7900 GTX im 3DMark05 sowie in Age of Empires 3 einfahren. Zudem reagieren Battlefield 2, Doom 3 und Quake 4 mit einem minimalen Zuwachs von etwa einem Bild pro Sekunde, was aber auch im Bereich der Messungenauigkeit liegen kann.
Deutlich besser sieht es dagegen bei dem Duell GeForce 7600 GT gegen die GeForce 6600 GT aus, wobei man hier auch zwei komplett unterschiedliche Architekturen vergleicht, weswegen die Performanceunterschiede viel höher als bei dem Duell der High-End-Karten ausfallen. Die GeForce 7600 GT kann vor allem durch die zwei Shader-Einheiten pro Pixel-Pipeline profitieren, die jeweils ein MADD berechnen können. Die NV43-GPU kann dagegen nur eine MADD-Operation pro Pipeline durchführen, was die Shader-Leistung deutlich mindert. Unter Hinzuschalten des anisotropen Filters kann die GeForce 7600 GT zusätzlich von einem „verbesserten“ AF-Algorithmus profitieren, der aber eine minimal schlechtere Bildqualität als das AF auf der alten Mid-Range-Karte liefert.
Jens Neuschäfer, der Central European Product PR Manager von nVidia, erwähnte uns gegenüber auf der CeBIT, dass das SLI-Anti-Aliasing auf der GeForce-7900-Serie deutlich effizienter als auf einer älteren GeForce-7800-Karte arbeiten soll. So werden bei aktiviertem SLI-AA die Daten auf einer GeForce 7800 über den „langsamen“ PCIe-Bus übertragen, während die GeForce-7900-Modelle direkt über die interne SLI-Bridge kommunizieren können, was je nach Spiel einen Performancezuwachs einbringen soll. Um dies zu überprüfen, haben wie die GeForce 7900 GTX auf das Niveau einer GeForce 7800 GTX 512 getaktet und beide Grafikkarten unter 1600x1200 mit 16-facher anisotropen Filterung sowie SLI8x und SLI16xS antreten lassen, um die angekündigten Verbesserungen zu überprüfen. Für das Spiel F.E.A.R. haben wir bei der GeForce-7800-Serie den ForceWare 84.20 installiert, da dieser auf nVidia-Karten in dem Ego-Shooter deutlich schneller arbeitet.
Interessanterweise reagieren längst nicht alle Spiele auf die direkte Kommunikation der beiden GPUs durch die SLI-Bridge. Anscheinend reicht die Bandbreite des PCIe-Bus' bei vielen Spielen aus, um selbst den ressourcenfressenden SLI16xS-Modus ohne einen Performanceverlust auf den Bildschirm zu zaubern. Nichtsdestotrotz konnten wir in Doom 3, Riddick und Quake 4 große Geschwindigkeitsverbesserungen erzielen, die eindeutig der internen Optimierung der G71-GPUs im SLI-Einsatz zuzuschreiben sind. Etwas überrascht waren wir über die Ergebnisse des SLIx16S-Modus' bei Battlefield 2 sowie in Splinter Cell 3. Während SLI8x in den genannten Spielen noch einwandfrei funktioniert, zeigt der qualitativ höherwertige Modus absolut keine Veränderungen. Weder in der Geschwindigkeit, noch in der Bildqualität. Ob für dieses Phänomen eine generellen Inkompatibilität oder ein Treiber-Bug verantwortlich ist, konnte bis jetzt noch nicht geklärt werden.
Moderne High-End-Grafikkarten bieten mittlerweile solch eine Rechenkraft, dass selbst in 1600x1200 mit vier-fachem Anti-Aliasing sowie 16-facher anisotropen Filterung die CPU die Grafikkarte ausbremst und man in vielen Situationen CPU-limitiert arbeitet/spielt. Dementsprechend kann man die Qualitätseinstellungen im Treibermenü weiter anheben, ohne dass größere Schwierigkeiten beim Spielablauf auftreten. Deswegen haben wir in einem extra Durchlauf untersucht, wie sich die GeForce 7900 GTX und die ATi Radeon X1900 XTX bei zusätzlich aktiviertem Transparency-Super-Sampling-Anti-Aliasing (TSSAA) beziehungsweise Adaptive-Anti-Aliasing (AAA) verhalten. Beide Features sorgen für geglättete Alpha-Test-Texturen (transparente Texturen, werden häufig für Zäune und Vegetation verwendet), die von dem herkömmlichen Multi-Sampling-AA nicht bearbeitet werden.
Wie die Benchmarks eindeutig zeigen, kann man auf einer modernen High-End-GPU selbst in hohen Treibereinstellungen noch problemlos die Glättung der transparenten Texturen hinzuschalten, ohne einen allzu großen Performanceverlust hinnehmen zu müssen. Die Radeon X1900 XTX verliert etwa 7 Prozent an Leistung, während die GeForce 7900 GTX nur sechs Prozent langsamer arbeitet, was durchaus im Bereich des Verträglichen liegt, wenn man den Qualitätsgewinn beachtet. Allerdings weist die ATi-Karte in Aquamark 3 einen Treiber-Bug auf und wollte das AAA nicht darstellen. Ähnlich erging es der nVidia-GPU, die in Battlefield 2 das TSSAA kommentarlos ignorierte. nVidia und ATi sind über diese Fehler unterrichtet, welche hoffentlich mit dem nächsten Treiber Geschichte sein werden.
Dieses nützliche kleine Programm dient dazu, die Füllraten einer Grafikkarte zu messen. Im Gegensatz zu den bzw. im 3DMark integrierten Füllraten-Tests, die im Fall von Single-Texturing vornehmlich die Bandbreite messen, kann dieses Programm recht differenzierten Aufschluss über verschiedene Arten von Füllrate geben, unter anderem auch die Pixelshader-Füllraten, welche wir hier betrachten wollen.
Da die verwendeten Shader teilweise recht kurz und bandbreitenintensiv sind, haben wir die Auflösung möglichst weit erhöht, um den Fokus etwas mehr auf die Füllrate zu verlagern. Da hier mehrere mathematische Operationen pro Pixel nötig sind, wird die Füllrate durch die Erhöhung der Auflösung stärker belastet als die Bandbreite.
Getestet wurde in 1600x1200 in 32Bit mit 24Bit Z- und 8Bit Stencilbuffer und 60 Hz Refreshrate.
Der VillageMark wurde von PowerVR entwickelt und diente dazu, die Vorzüge des Kyro 2 zu verdeutlichen, da in jenem Benchmark der Overdraw mit einem Faktor von bis zu 10 besonders groß ist. Viele, besonders ältere Grafikkarten, berechnen hier auch die Oberflächen, die durch andere verdeckt sind und daher eigentlich nur verschwendete Bandbreite und Füllrate bedeuten, so dass dieser grafisch eigentlich nicht sehr aufwendige Benchmark doch öfter als man zunächst denkt zu einem Stolperstein wird. Deswegen ist es von größter Bedeutung in diesem Benchmark, eine gut funktionierende Technik zum Entfernen verdeckter Oberflächen (HSR = Hidden Surface Removal) zu besitzen.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\D3DVillagemark.exe -benchmark=1 -width=xxxx -height=xxxx -bpp=32"
Der Fablemark wurde, wie auch der nachfolgende Templemark, von PowerVR entwickelt und dient trotz eines sehr hohen Anteils an Overdraw der Zurschaustellung der Stärken des Kyro-Chips was den Stencil-Buffer angeht.
Natürlich wird auch auf allen anderen Karten die Stencil-Performance stark gefordert, so dass dieser Test ein Indiz für kommende Spiele sein kann, die vor dem eigentlichen Rendering einen Z-/Stencil-only Pass einlegen, um vorab jeglichen Overdraw zu vermeiden.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\D3DFablemark.exe -benchmark=1 -width=xxxx -height=xxxx -bpp=32"
Der Templemark ist, genau wie der vorherige Fablemark, ursprünglich ein Demonstrationsprogramm von PowerVR gewesen. Da er jedoch eine Menge aktueller Features, wie Hardware-TnL, Bump Mapping und bis zu sechs Texturlagen in einem Durchgang unterstützt, eignet er sich auch gut als unabhängiger Benchmark, der garantiert nicht auf nVidia- oder ATi-Chips optimiert ist.
Getestet wurde mit folgender Kommandozeile: [InstallDir]\templedemov1-0-6.exe -benchmark"
Der ShaderMark liegt zur Zeit in der aktuellen Version 2.1 vor und wurde von Tommti-Systems [28] entwickelt. Dank zahlreichen Updates befindet sich der Benchmark immer noch auf der Höhe der Zeit und misst die Performance der Shader-Einheiten moderner Grafikkarten. Dabei unterstützt das Programm auch das Shader-Model 3.0, weswegen es sich gut zu einem Vergleich aktueller Architekturen eignet. Getestet werden dabei bis zu 25 unterschiedliche Shader-Anweisungen unter der Auflösung 1024x768, die allesamt in der Hochsprache HLSL (High Level Shader Language) geschrieben sind.
Der 3DMark05 liegt technisch nach wie vor auf sehr hohem Niveau. So kommen große Texturen mit der Auflösung 2048x2048, gemischt mit der Benutzung des Shader-Model 3.0, 2.x oder 2.0, zum Einsatz. Das letztes Jahr erschienene Programm setzt auf komplexe Lichteffekte, dynamische Schatten, aufwendige Bump Mapping-Effekte und benötigt vor allem eine hohe Geometrieleistung. Im Ergebnis spiegelt sich allerdings nur die Geschwindigkeit der Grafikkarte wieder, da diese selbst bei aktueller Hardware immer den Flaschenhals darstellt. Der wohl größte Nachteil beim 3DMark05 sind die weitläufigen Treiberoptimierungen aller aktuellen Grafikkartenhersteller. Diese gehen soweit, dass sich die Endergebnisse je nach Treiber im zweistelligen Prozentbereich verändern, somit können qualitätsmindernde Optimierungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem basiert der synthetische Benchmark auf keinerlei Spieleengine, weshalb er keine reale Situation darstellt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [30].
Die allseits bekannte Benchmarkserie von Futuremark ist mittlerweile in der Version 2006 erschienen und hört dementsprechend auf die Bezeichnung „3DMark06“. Von den sechs Testszenen messen vier Sequenzen die Performance der Grafikkarte und zeigen eine Grafikpracht, die ihres gleichen sucht. Um jene zu erreichen setzen die Finnen auf modernste 3D-Technologie, weswegen nicht nur massiv das Shader-Model 3.0 verwendet wird, auch extrem aufwendige Texturen, spektakuläre Partikeleffekte, komplexe Schattenberechnungen und als weiteres Highlight „High Dynamic Range Rendering“ – kurz HDRR – werden eingesetzt. Dabei setzt Futuremark auf FP16-HDR, das die derzeit Best mögliche Bildqualität liefert, aber auch aufwendig zu berechnen ist. Somit können Grafikkarten ohne FP16-Blending-Einheiten, unter anderem die X8x0-Serie von ATi, zwei Testszenen nicht ausführen, weswegen die Punktzahl dieser GPUs generell niedrig ausfällt. Darüber hinaus können nur Grafikkarten, die MSAA auf ein FP16-Rendertarget ausführen können, die HDRR-Sequenzen mit Anti-Aliasing berechnen. Grafikkarten ohne diese Fähigkeit erzeugen bei Einsatz von Kantenglättung keine Punktzahl und werden deswegen nicht berücksichtigt. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [32]
3DMark06 - G70 3DMark06 - R520
3DMark06 - 1280x1024
1280x1024:
nVidia GeForce 7900 GTX
5.017
ATi Radeon X1900 XTX
4.924
ATi Radeon X1900 XT
4.748
nVidia GeForce 7800 GTX 512
4.545
nVidia GeForce 7900 GT
3.932
nVidia GeForce 7800 GTX
3.813
ATi Radeon X1800 XT
3.762
nVidia GeForce 7800 GT
3.383
ATi Radeon X1800 XL
3.064
nVidia GeForce 7600 GT
2.962
ATi Radeon X1800 GTO
2.934
nVidia GeForce 6800 Ultra
2.642
nVidia GeForce 6800 GT
2.279
ATi Radeon X1600 XT
2.268
ATi Radeon X850 XT-PE
2.162
ATi Radeon X850 XT
2.044
nVidia GeForce 6800
1.765
ATi Radeon X800 XL
1.760
nVidia GeForce 6600 GT
1.555
1280x1024 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 XTX
3.997
ATi Radeon X1900 XT
3.872
ATi Radeon X1800 XT
3.158
ATi Radeon X1800 XL
2.249
ATi Radeon X1800 GTO
2.079
ATi Radeon X1600 XT
1.867
ATi Radeon X850 XT-PE
1.645
ATi Radeon X850 XT
1.544
ATi Radeon X800 XL
1.332
Angaben in Punkten
3DMark06 - 1280x1024 SLI/CF
1280x1024:
ATi Radeon X1900 CF
6.493
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
6.439
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
6.287
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
5.775
nVidia GeForce 7800 GT SLI
5.297
1280x1024 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 CF
5.841
Angaben in Punkten
3DMark06 - 1600x1200
1600x1200:
nVidia GeForce 7900 GTX
4.403
ATi Radeon X1900 XTX
4.398
ATi Radeon X1900 XT
4.224
nVidia GeForce 7800 GTX 512
3.970
nVidia GeForce 7900 GT
3.401
nVidia GeForce 7800 GTX
3.287
ATi Radeon X1800 XT
3.234
nVidia GeForce 7800 GT
2.875
ATi Radeon X1800 XL
2.600
nVidia GeForce 7600 GT
2.482
ATi Radeon X1800 GTO
2.449
nVidia GeForce 6800 Ultra
2.227
nVidia GeForce 6800 GT
1.917
ATi Radeon X850 XT-PE
1.841
ATi Radeon X850 XT
1.540
ATi Radeon X1600 XT
1.531
ATi Radeon X800 XL
1.485
nVidia GeForce 6800
1.460
nVidia GeForce 6600 GT
0
Hinweis: Absturz
1600x1200 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 XTX
3.466
ATi Radeon X1900 XT
3.312
ATi Radeon X1800 XT
2.487
ATi Radeon X1800 XL
1.697
ATi Radeon X1800 GTO
1.513
ATi Radeon X850 XT-PE
1.183
ATi Radeon X850 XT
1.115
ATi Radeon X1600 XT
1.015
ATi Radeon X800 XL
946
Angaben in Punkten
3DMark06 - 1600x1200 SLI/CF
1600x1200:
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
6.211
ATi Radeon X1900 CF
6.199
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
5.930
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
5.166
nVidia GeForce 7800 GT SLI
4.628
1600x1200 4xAA/16xAF:
ATi Radeon X1900 CF
5.374
Angaben in Punkten
AquaMark 3
Kommen wir nun zu dem letzten synthetischen Benchmark in unserem Testparcours. Das von Massive Development entwickelte Programm nutzt eine erweiterte Version der Grafikengine aus dem U-Boot-Spiel AquaNox 2 - Revelation. Die Engine hört auf den Namen Krass und unterstützt mittlerweile auch Pixelshader 2.0-Effekte. Darüberhinaus kommen noch Pixelshader der älteren Version 1.1 sowie 1.4, weiterhin auch die Vertexshader 1.1, zum Einsatz. Angereichert mit einigen schönen Effekten wie zum Beispiel einem verbesserten Partikelsystem soll dies laut den Entwicklern der erste DirectX 9-fähige Reality-Benchmark der Welt sein.
Wohl kaum ein Strategiespiel wie „Age of Empires“ und dessen Nachfolger haben aufgrund deren Erfolge Geschichte unter den PC-Spielern geschrieben. Nun erscheint der dritte Teil der Serie, welcher mit einer für Strategietitel atemberaubenden Grafik erscheint, die dazu modernste Techniken wie das Shader-Model 3.0 und gar High-Dynamic-Range-Rendering unterstützt. Wir spielen für die Messungen eine einminütige Sequenz ab, die dem realen Spielablauf entspricht und mehrere Explosionen sowie einen Kampf mit vielen Einheiten zeigt. Alle Details werden auf das Maximum gesetzt, womit auch HDRR genutzt wird. Allerdings sind jene Modi nicht gleichwertig, da bei nVidia-Grafikkarten hochwertiges FP16-HDR zum Einsatz kommt, während die ATi-Pendants der X1000-Serie nur INT10-HDR liefern. Dementsprechend funktioniert auf den ATi-Karten normales MSAA, bei den nVidia-GPUs wird hingegen ein 1,5xSSAA-Modus benutzt. Die Bildqualität ist jedoch im normalen Spielablauf vergleichbar. Die X8x0-Reihe kann in Age of Empires 3 keinerlei HDRR darstellen (Shader-Details kann nicht auf „Very High gestellt werden), weswegen die Performance von Grund aus deutlich höher ist.
Battlefield ist wohl zweifellos eines der beliebtesten und meist gespielten Multiplayer-Spiele aller Zeiten. Der Nachfolger Battlefield 2 knüpft an das Erfolgsrezept an und kombiniert eine schicke Grafik mit einem relativ einfachen, aber sehr spaßigem Spielkonzept. Die Grafik überzeugt durch relativ moderne Shader-Effekte, lebt jedoch größtenteils durch aufwenige Texturen sowie einem überzeugenden Partikel- und Rauchsystem, wodurch eine dichte Atmosphäre erzeugt wird. Die Details werden für die Messungen auf das Maximum gestellt und wir setzen das Tool „BF2Bench“ [34] ein, da nur jenes realistische und reproduzierbare Ergebnisse erzeugt. Die mehrere Minuten lange Timedemo zeigt aus einer freien Kamerasicht mehrere Panzer-, Flugzeug- und Soldatengefechte.
Der Weltkriegsshooter „Call of Duty 2“ besticht nicht nur mit einer dichten Atmosphäre und einer Menge Spielspaß, auch die Grafik weiß zu gefallen. So wurde für das Spiel eine komplett neue Grafik-Engine geschrieben, bei welcher die Entwickler viele „Grafikregister“ gezogen haben. So setzt das Spiel auf viele Shader-Effekte und ist dank der hervorragenden Texturen und den sehr guten Gesichtsanimationen eine Augenweide. Am meisten beeindruckt in dem First-Person-Shooter die Rauch- und Nebeldarstellung, die wahrlich einzigartig ist – solch einen realistischen Rauch gab es bis jetzt in keinem PC-Spiel. Doch die Grafikpracht fordert ihren Tribut an den 3D-Beschleuniger und frisst die vorhanden Ressourcen der GPU wie zum Frühstück. Zudem ist Call of Duty 2 eines der ersten Spiele, die von einem 512 großen VRAM profitieren können. Die von uns ausgesuchte Timedemo zeigt einen Abschnitt aus der „Russenkampagne“, die vor allem durch die Darstellung des Schnees sowie der Landschaft extrem Hardwarefordernd ist. Mehrere Schusswechsel und Rauchgranaten sind mit von der Partie, weswegen sich die Timedemo sehr gut für einen Testparcours eignet.
Angst? Schock? Dunkelheit? Grafikpracht? All dies gibt es wohl zu Genüge im Gruselshooter Doom 3. John Carmack, einer der Chefentwickler des Spiels und eine legendäre Persönlichkeit, wenn es um spektakuläre Grafik-Engines geht, hat bei seinem neuesten Werk die größte Aufmerksamkeit den Stencil-Schatten gewidmet. Dementsprechend dunkel ist das gesamte Spiel, damit die schablonenartigen Schatten gut auf den Spieler wirken. Aber dies waren noch nicht genug Effekte für den Entwickler ID-Software. So macht Doom 3 auch Gebrauch von den Pixelshader-Einheiten der Grafikkarten und setzt ebenfalls massiv auf Bump Mapping sowie Normal Maps. Zwar sind die Texturen verbesserungswürdig, aber trotzdem gehört Doom 3 zu den anspruchsvollsten Titeln des Jahres 2004 und ist somit prädestiniert für unseren Benchmarkparcours. Das Spiel setzt ID-typisch nicht auf DirectX als API, sondern auf OpenGL.
Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind. Die Details sind, mit Ausnahme der Soft-Shadows, auf das Maximum gesetzt.
Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Nun ist es da und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven „Shader Model 2.0“-Einsatz ermöglicht wird. Einige Monate nach der Erscheinung brachte Valve die kostenlose Technologiedemo „Lost Coast“ auf den Markt, die als Besonderheit High-Dynamic-Range-Rendering unterstützt und somit nicht nur einen deutlich höheren Lichtumfang sowie Lichtdynamik bietet, sondern auch die Hardware bis auf das Äußerste fördert. Valve hat dabei jedoch auf die Kompatibilität zu älteren Grafikkarten geachtet und setzt deswegen eine „minderwertige“ Form des HDRR ein, die nicht die optimale Bildqualität liefert. So liegen zwar die Texturen im FP16-Format vor – beziehungsweise INT16 für Grafikkarten ohne FP-Filtering –, allerdings verzichtet Valve auf FP16-Blending. Aus diesem Grund können auch X8x0-Grafikkarten in Lost Coast HDRR darstellen. Die selber erstellte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte mit Soldaten sowie einem Hubschrauber und verdeutlicht eindrucksvoll den optischen Gewinn durch HDRR.
Half-Life 2 Lost Coast - G70 Half-Life 2 Lost Coast - R520
Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die des öfteren die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwenigen Charaktertexturen und vielen Schattenspiele einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Anzumerken wäre ein Bug, der sich in die Timedemo-Funktion von Quake 4 eingeschlichen hat, welcher in Doom 3 noch nicht vorhanden war. So werden keine Charakterschatten dargestellt, ebenso fehlen ein Groß der Waffeneffekte. Dementsprechend liegt das Level der Bilder pro Sekunde im richtigen Spielmodus ein Stück unter unseren Ergebnissen.
„The Chronicles of Riddick“ lehnt sich an den Kinofilm „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ an und basiert auf der OpenGL-API. Dabei gehört Riddick zu einer der größten Überraschungen des Jahres und bietet dementsprechend auch eine sehr fordernde und vor allem spektakuläre Grafik. Dabei kommen nicht nur die modernen Shadereinheiten aktueller Grafikkarten zum Zuge, auch durch hochauflösende Texturen sowie feinste Bump Mapping-Effekte geraten heutige GPUs ins Schwitzen. Die verwendete Timedemo Panoptical 1 zeigt einen reellen Spielausschnitt aus Riddick, welcher mehrere Schusswechsel, Explosionen sowie Rauch beinhaltet, und zeigt somit eine für das Spiel realistische Performancedarstellung.
„Ballern bis der Zeigefinger glüht!“ lautet wohl zweifellos die Divise in dem First-Person-Shooter „Serious Sam“, der vor einigen Jahren nicht nur einen großen Erfolg feierte, sondern auch mehr als nur beliebt bei den Spielern klassicher 3D-Shooter geworden ist. Der Nachfolger, der auf die simple Bezeichnung „Serious Sam 2“ hört, verspricht ebenfalls ein ähnlich erfolgreiches Vergnügen zu werden und kombiniert den Ballerspaß mit einer hübschen Optik, die vor allem durch eine große Anzahl an Vertex-Shader-Operationen, scharfen Texturen, bunten Effekten und einer schier unendlichen Gegnermasse geschaffen wird. Die selbst aufgenommene Timedemo zeigt dabei eine normale Spielszene mit großen Gegner-Scharen und massig Explosionen sowie Gefechtsfeuer.
„Chaos Theory“ ist der Titel des dritten Teils der bekannten Schleichreihe „Splinter Cell“ vom Publisher Ubi Soft und setzt auf ein stark modifiziertes Grundgerüst der zweiten Unreal-Grafikengine auf. Diese wurde für den neuesten Splinter Cell-Spross deutlich umgeändert und unterstützt nun neben dem Shader-Model 3.0 unter anderem auch High Dynamic Range-Effekte. Somit ist Splinter Cell 3 das zweite Spiel neben Far Cry, welches einen deutlich erweiterten Wertebereich der erfassbaren Lichtintensität aufweisen kann. Weiterhin kann das Spiel mit schönen Schatten- sowie Bump Mapping-Effekten auftrumpfen. Die selbst erstellte Timedemo zeigt einen kleinen Ausschnitt aus der ersten Mission, die den Hauptprotagonisten Sam Fischer über einen dunklen Strand bei Regen und durch eine mit schicken Lichteffekten verzierte Höhle führt. Die nVidia-Karte sowie der R5x0 von ATi werden dabei auf das SM 3.0 zurückgreifen, während sich die ATi X800 mit dem SM 2.0 begnügen muss. Alle exklusiven SM-3.0-Effekte wie beispielsweise HDR oder Parallax-Mapping werden deaktiviert, damit die GeForce-Karte sowie die Radeon-X1000-Derivate nicht benachteiligt wird.
Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen, auch wenn man sich dadurch kein differenziertes Bild machen kann. Um dies zu erreichen, sollte man sich alle Ergebnisse im Einzelnen ansehen. Den 3DMark06 haben wir aus dem Rating herausgelassen, da jener den Qualitätsmodus auf dem G70-Chip von nVidia nicht darstellen kann.
Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark05 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt.
Das neue Flaggschiff von nVidia weiß unter Windows bezüglich der Lautstärke zu gefallen. Die Grafikkarte bleibt vom ersten bis zum letzten Moment sehr leise und ist aus dem geschlossenen Gehäuse nicht herauszuhören. Die GeForce 7600 GT macht ebenfalls eine gute Figur. Nach einem kurzen Aufbrausen beim Starten des Rechners regelt sich der Lüfter deutlich herunter und bleibt im 2D-Modus stumm. Mit beiden Karten ist ein ruhiges Arbeiten problemlos möglich und nVidia liegt in dieser Disziplin vor den Radeon-Modellen. Die GeForce 7900 GT bereitet allerdings einige Schwierigkeiten, da sie sich nicht herunterregeln wollte und der Lüfter dauerhaft mit voller Drehzahl seinen Dienst verrichtete. Der Lärmpegel ist bereits störend und zieht durchweg die Aufmerksamkeit auf sich. Nach Rücksprache mit MSI können wir dem Testsample jedoch ein Defekt der Lüftersteuerung attestieren. Ein neues Exemplar befindet sich auf dem Weg zu uns und wir werden die entsprechenden Messwerte nachliefern.
Unter Last staunten wir nicht schlecht, da die GeForce 7900 GTX trotz des identischen Kühlsystems zur GeForce 7800 GTX 512 etwas leiser blieb. Die Karte teilt sich mit der ebenfalls ruhigen GeForce 7800 GTX den ersten Platz – sehr gut! Die GeForce 7900 GT ignoriert die höheren Temperaturen und drehte im 3D-Modus mit exakt der gleichen Geschwindigkeit wie unter Windows. Störend ist das Geräuschniveau während des Spielens nicht. Deutlich schlechter ergeht es der GeForce 7600 GT, welche unter Last lauter agiere als die anderen nVidia-Kandidaten. Die Karte macht durchweg mit einem lauten Rauschen auf sich aufmerksam, was den Spielgenuss stellenweise mindert.
Geradezu hervorragend verhält sich das SLI-Gespann der GeForce 7900 GTX. Selbst unter Last dreht das Kühlersystem nicht unnötig auf bleibt während des gesamten Testparcours unauffällig. Andere SLI-Systeme können in diesem Bereich nicht mithalten.
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperatur-Messungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark05 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.
Der große Dual-Slot-Lüfter auf der GeForce 7900 GTX arbeitet nicht nur sehr leise, er sorgt auch für eine gute Kühlung. Dementsprechend bleibt die Grafikkarte zwei Grad unter den Werten der GeForce 7800 GTX 512, obwohl sie höher getaktet ist – hier spielt der 90-nm-Prozess eine wichtige Rolle. Auch die GeForce 7600 GT sowie die GeForce 7900 GT behalten im 2D-Modus einen kühlen Kopf, wobei beide Karten eine identische Temperatur erreichen. Hier muss man jedoch anmerken, dass der Lüfter der GeForce 7900 GT mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit dreht als der Propeller auf der preiswerteren Karte.
Unter Last konnte die GeForce 7600 GT punkten, welche dank der weniger komplexen GPU ein gutes Stück kühler als die beiden größeren Brüder bleibt. Die Mid-Range-Karte von nVidia liegt etwa auf dem Niveau der ATi Radeon X1600 XT und verrichtet somit mit sorgenfreien Temperaturen den Dienst. Die GeForce 7900 GT sowie die GeForce 7900 GTX schenken sich bei diesem Duell dagegen so gut wie nichts. Die langsamere Karte liegt schlussendlich mit einem Grad Celsius vor dem Flaggschiff. Auch wenn das neue Topmodell leicht wärmer als die GeForce 7800 GTX 512 wird, ist der Temperaturbereich vollkommen unkritisch.
Bei den Messungen auf der Chiprückseite ergeben sich dagegen größere Differenzen. Die GeForce 7600 GT setzt sich im vorderen Bereich des Testparcours ab und weiß mit gemessenen 56 Grad zu gefallen. Die GeForce 7900 GT wird exakt zehn Grad wärmer und kann sich klar vor die GeForce 7800 GTX setzen. Mit 72 Grad Celsius ist die GeForce 7900 GTX merklich hitziger, aber auch hier sind die Werte unkritisch. Da die Lüftersteuerung unseres Modells allerdings nicht ordnungsgemäß funktioniert, werden die Temperaturen bei anderen GeForce-7900-GT-Karten minimal anders ausfallen.
Das SLI-System der GeForce 7900 GTX und das CrossFire-Gespann der Radeon-X1900-Karten schenken sich bei den Temperaturen nichts und bleiben unter Last durch die Bank auf einem Niveau. Obwohl die Messwerte sehr hoch ausfallen, konnten wir diesmal glücklicherweise keine Abstürze während des Stresstests feststellen – auf zwei „GeForce 7800 GTX 512“-Karten [35] sah dies noch ganz anders aus.
Stromverbrauch
Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb, letzterer wird erneut durch Verwendung des 3DMark05 simuliert.
Gespannt waren wir auf die Messungen des Stromverbrauches, da der 90-nm-Prozess auf den neuen ATi-Grafikkarten diesbezüglich nur scheinbar eine Verbesserung mit sich brachte. Dies ändert sich zumindest unter Windows leider auch bei den nVidia-Modellen nicht. Obwohl die GeForce 7900 GTX im Idle-Modus die Taktraten herab senkt, erzielt die Karte mit einem Stromverbrauch von 130 Watt (der gesamte Rechner ist hiermit gemeint!) ein schlechteres Ergebnis als die GeForce 7800 GTX 512, welche noch im 110-nm-Prozess gefertigt wird. Selbst die stromhungrige Radeon X1900 XTX zieht weniger Leistung aus der Steckdose. Die GeForce 7900 GT zeigt sich deutlich genügsamer und benötigt mit 116 Watt weniger Strom als die GeForce 7800 GTX. Die GeForce 7600 GT liefert sich wiederum mit der GeForce 6600 GT ein hartes Rennen, verliert dieses aber knapp. Gegen den Konkurrent Radeon X1800 GTO von ATi setzt sich der G73-Chip jedoch spielend durch.
Ein Spitzenergebnis liefert sowohl die GeForce 7600 GT als auch die schnellere GeForce 7900 GT unter Last ab. Die Mid-Range-Karte schafft es sogar einen neuen Rekord aufzustellen und zeigt die geringste Stromaufnahme im gesamten Testfeld. Die GeForce 7900 GT platziert sich nur knapp über den Werten des Mittelklasse-Chips, was immer noch einen sehr guten Wert darstellt. Die GeForce 7900 GTX benötigt mit 205 Watt eindeutig mehr Strom, liegt dabei allerdings nur auf dem Niveau der GeForce 7800 GTX und bleibt um einiges sparsamer als die GeForce 7800 GTX 512. Gegen die Radeon X1900 XTX fährt man ohne große Mühen einen Sieg ein – sehr gute Arbeit, nVidia!
Interessante Ergebnisse lieferte das SLI-System ab. Während die beiden GeForce-7900-GTX-Adaptionen unter Windows noch mehr Strom aus der Leitung ziehen als die GPUs der Konkurrenz, wollten wir unter Last zuerst unseren eigenen Augen – oder besser gesagt dem Stromzähler – nicht trauen. Das SLI-Gespann der GeForce 7900 GTX benötigt satte 80 Watt weniger Leistung als der CrossFire-Rechner mit den Radeon-X1900-Karten! Ein klarer Sieg der Kalifornier, welcher eindeutiger kaum ausfallen könnte.
Übertaktbarkeit
Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von F.E.A.R, HL2: Lost Coast sowie Quake 4. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.
Bereits vor dem Erscheinen der neuen GeForce-7900-Serie von nVidia kamen erste Gerüchte auf, dass sich die GPU des Flaggschiffs bei beinahe jedem Exemplar auf etwa 700 MHz übertakten lässt – und so kam es auch bei unserer Karte. Mehr als 700 MHz machte der G71-Chip aber nicht mit; darüber trat bereits nach wenigen Sekunden ein kompletter Systemabsturz auf. Der 1,1-ns-Speicher hatte dagegen mehr Spielraum und ließ sich auf 900 MHz übertakten, was aus dem Topmodell noch das ein oder andere zusätzliche Bild pro Sekunde herauslockt.
Bei der GeForce 7900 GT kam uns zwischenzeitlich der Gedanke, dass sich die Grafikkarte wohl endlos übertakten lässt, bis dann bei einem Chiptakt von 580 MHz die ersten Fehler auftauchten. Dies entspricht einer Steigerung von satten 130 MHz, welche man längst nicht aus jeder Grafikkarte herausholen kann. Auch der 1,4-ns-Speicher von Samsung machte eine gute Figur, da er erst bei 830 MHz ausstieg. Damit liegt die Performance nur knapp unterhalb einer deutlich teureren GeForce 7800 GTX 512, welche allerdings über einen doppelt so großen VRAM verfügt und deswegen das Duell knapp für sich entscheiden kann.
Der G73-Chip auf der GeForce 7600 GT ließ ebenfalls eine beachtliche Taktsteigerung zu. Die GPU lief mit 640 MHz noch ohne Fehler und für den Samsung-Speicher waren sogar 850 MHz kein Problem. Dementsprechend arbeitet die GeForce 7600 GT mit den höheren Frequenzen ein gutes Stück schneller als die normalgetaktete Karte.
HDTV-Wiedergabe
Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen [36] (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia [37] und ATi [38], den Media Player in der Version 10 [39] und ein spezielles Hotfix [40], damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.
Wir staunten nicht schlecht, als das selbstgeschriebene Programm die Messergebnisse erstellte. Die GeForce 7900 GTX hat (beinahe) durchgängig eine niedrigere CPU-Auslastung als die GeForce 7600 GT – anscheinend macht sich die deutlich höhere Shader-Leistung in diesem Test bemerkbar. Auf etwa einem Niveau mit der Mid-Range-Karte liegt die Radeon X1900 XTX, welche mal mehr und mal weniger der CPU die Rechenarbeit abnimmt als die preiswertere Karte. Klarer Sieger in dieser Disziplin ist die GeForce 7900 GTX, wobei alle drei Grafikkarten das HD-Video ohne Probleme abspielen können.
Preis-Leistung-Verhältnis
Neben der Leistung, der Bildqualität und den sonstigen Eigenschaften einer modernen Grafikkarte spielt der Preis für die meisten Käufer eine entscheidende Rolle. Denn was nützt einem die schnellste GPU, wenn sie schlicht unbezahlbar ist? Aus diesem Grund haben wir ein Diagramm mit allen 3D-Beschleunigern aus dem Testparcours zusammengestellt und die günstigsten Preise bei Geizhals [41] herausgesucht. Dabei wird der Preisindex nicht nur nach dem günstigsten Preis erstellen, die Hardware muss auch erhältlich sein. Wir weisen darauf hin, dass sich der Preis der bevorzugten 3D-Karte täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 25.3.2006)
Im Folgenden wird nun das Preis-Leistung-Verhältnis der im Test vertretenen Karten bestimmt. Dabei wird das Performance-Rating durch den Preis dividiert und mit 1000 Multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert die Leistung, die man kaufmännisch gerundet für einen Euro erhält. Das Preis-Leistung-Verhältnis wurde für verschiedene Auflösungen und Qualitätseinstellungen ermittelt.
Die neuen nVidia-Grafikkarten haben durch die Bank ein recht gutes Preis-Leistung-Verhältnis. Die GeForce 7600 GT kostet gerade einmal 185 Euro und ist somit preiswerter als manch andere, langsamere Grafikkarte. Dementsprechend hat die Mid-Range-Karte in unserem neuen Preis-Leistung-Rating auch den zweiten Platz inne. Bei der Karte bekommt der Käufer viele Frames für sein Geld geboten. Auch die GeForce 7900 GT macht mit 330 Euro eine gute Figur, da die Karte schneller als eine GeForce 7800 GTX ist und man dabei weniger tief in die Tasche greifen muss. Im Rating erreicht die GeForce 7900 GT einen Platz im oberen Drittel. Die nVidia GeForce 7900 GTX schlägt mit 500 Euro zu Buche und kostet dabei genauso viel wie eine Radeon X1900 XTX. Bezüglich des Preis-Leistung-Verhältnisses sieht es logischerweise eher düster aus, was für eine High-End-Karte aber ganz normal ist.
Preis/Leistung 1280x1024 4xAA/16xAF
ATi Radeon X800 XL
293
nVidia GeForce 7600 GT
271
ATi Radeon X850 XT
267
ATi Radeon X850 XT-PE
263
ATi Radeon X1800 XT
245
nVidia GeForce 7900 GT
223
ATi Radeon X1600 XT
222
nVidia GeForce 6800 Ultra
222
nVidia GeForce 6800 GT
218
nVidia GeForce 7800 GT
213
ATi Radeon X1800 XL
211
nVidia GeForce 6800
208
ATi Radeon X1900 XT
204
ATi Radeon X1800 GTO
202
nVidia GeForce 6600 GT
198
nVidia GeForce 7900 GTX
192
ATi Radeon X1900 XTX
192
nVidia GeForce 7800 GTX
188
nVidia GeForce 7800 GTX 512
145
Angaben in Punkten
Weitere Preis-Leistung-Ratings
Preis/Leistung 1280x1024
ATi Radeon X800 XL
366
nVidia GeForce 7600 GT
348
ATi Radeon X850 XT
315
ATi Radeon X850 XT-PE
306
nVidia GeForce 6600 GT
301
nVidia GeForce 6800 GT
301
nVidia GeForce 6800 Ultra
300
nVidia GeForce 6800
282
ATi Radeon X1600 XT
269
nVidia GeForce 7800 GT
255
nVidia GeForce 7900 GT
252
ATi Radeon X1800 XT
237
ATi Radeon X1800 XL
223
nVidia GeForce 7800 GTX
216
ATi Radeon X1800 GTO
215
ATi Radeon X1900 XT
201
nVidia GeForce 7900 GTX
197
ATi Radeon X1900 XTX
185
nVidia GeForce 7800 GTX 512
151
Angaben in Punkten
Preis/Leistung 1600x1200
ATi Radeon X800 XL
316
nVidia GeForce 7600 GT
306
ATi Radeon X850 XT
276
ATi Radeon X850 XT-PE
271
nVidia GeForce 6800 Ultra
262
nVidia GeForce 6800 GT
255
nVidia GeForce 6600 GT
250
nVidia GeForce 6800
238
nVidia GeForce 7900 GT
237
nVidia GeForce 7800 GT
231
ATi Radeon X1600 XT
224
ATi Radeon X1800 XT
217
nVidia GeForce 7800 GTX
203
ATi Radeon X1900 XT
200
nVidia GeForce 7900 GTX
196
ATi Radeon X1800 XL
194
ATi Radeon X1800 GTO
187
ATi Radeon X1900 XTX
186
nVidia GeForce 7800 GTX 512
146
Angaben in Punkten
Preis/Leistung 1600x1200 4xAA/16xAF
ATi Radeon X800 XL
281
ATi Radeon X850 XT
247
ATi Radeon X850 XT-PE
245
nVidia GeForce 7600 GT
242
ATi Radeon X1800 XT
234
nVidia GeForce 7900 GT
207
ATi Radeon X1900 XT
205
nVidia GeForce 6800 GT
201
nVidia GeForce 6800 Ultra
200
ATi Radeon X1600 XT
197
nVidia GeForce 7800 GT
197
ATi Radeon X1800 XL
194
ATi Radeon X1900 XTX
193
nVidia GeForce 6800
189
nVidia GeForce 7900 GTX
186
ATi Radeon X1800 GTO
185
nVidia GeForce 7800 GTX
175
nVidia GeForce 6600 GT
161
nVidia GeForce 7800 GTX 512
137
Angaben in Punkten
Fazit
Nach all den vielen Messwerten den Überblick zu behalten, ist wahrlich nicht einfach. Eins kann man jedoch jetzt schon sagen: nVidia hat mit den drei neuen Grafikkarten solide Arbeit abgeliefert, wobei insbesondere die GeForce 7600 GT (beinahe) durchgehend überzeugt. Die Konkurrenz von ATi ist vor allem im High-End-Segment bärenstark, wogegen man bei den preiswerten Karten derzeit noch Federn lassen muss. Gehen wir alle drei getesteten Karten nun noch einmal durch.
Die nVidia GeForce 7900 GTX stellt das neue Flaggschiff von nVidia dar und basiert auf dem 90-nm-Prozess von TSMC, womit sich einige Vorteile für die Kalifornier ergeben. Der Chiptakt ist mit 650 MHz so hoch wie noch nie bei nVidia angesetzt, wogegen man sich beim Speicher etwas zurückgehalten hat und aufgrund der besseren Verfügbarkeit die Frequenz gegenüber der GeForce 7800 GTX 512 um 50 MHz auf 800 MHz gesenkt hat. Der direkte Konkurrent ist die Radeon X1900 XTX, an der sich das Topmodell der GeForce-7900-Serie allerdings die Zähne ausbeißt. Zwar bietet die 7900 GTX ohne Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter eine hervorragende Performance, die der der Radeon-Karte deutlich überlegen ist, nur wird kaum ein Käufer bei solch einer Karte mit diesen Einstellungen spielen.
GeForce 7900 GTX
Mit den qualitätssteigernden Features dreht sich das Bild etwas. Die Radeon X1900 XTX hält gut mit der GeForce 7900 GTX mit und kann in 1600x1200 sogar die Führung übernehmen. Zudem überzeugt die R580-GPU mit einer besseren anisotropen Filterung, die auch Texturen in einem ungünstigen Winkel filtert, die von der nVidia-Karte (um Geschwindigkeit zu gewinnen) ignoriert werden. Punkten kann die nVidia-GPU mit dem sehr guten Kühlsystem, bei dem sich die Kanadier eine Scheibe abschneiden sollten. Die Dual-Slot-Kühlung arbeitet nicht nur effektiv, sie ist auch angenehm leise in allen Lebenslagen – sehr gut! Im Stromverbrauch fährt die GeForce 7900 GTX ebenfalls einen Sieg ein. Die Werte unter Windows fallen minimal schlechter als auf der Radeon X1900 XTX aus. Dafür zieht die Karte unter Last nicht annähernd so viel Strom aus der Leitung wie das ATi-Pendant.
Die nVidia GeForce 7900 GT liefert eine im Großen und Ganzen überzeugende Vorstellung ab, die aber einige Schwachstellen aufweist. Dank leicht höherer Taktraten als bei der GeForce 7800 GTX liegt die neue nVidia-Karte etwas vor dem ehemaligen Spitzenreiter und bietet eine solide Performance. Allerdings könnte in zukünftigen Spielen vermehrt der 256 MB große VRAM der limitierende Faktor sein und den Spielspaß beziehungsweise die Grafikqualität etwas ausbremsen.
Einen zwielichtigen Eindruck hinterlässt die verbaute Lüftersteuerung. Diese vermindert nach dem Starten des PCs nicht die Drehzahl und macht somit unter Windows durchgängig auf sich aufmerksam, was man von einer modernen nVidia-Karte nicht gewöhnt ist. Nach Rücksprache mit MSI können wir dem Testsample jedoch einen Defekt der Lüftersteuerung attestieren. Ein neues Exemplar befindet sich auf dem Weg zu uns und wir werden die Lautstärke erneut kontrollieren.
GeForce 7900 und 7600
Einen guten Eindruck hinterlässt die GeForce 7900 GT bei den Messungen des Stromverbrauchs, der unter Windows und vor allem in einer 3D-Anwendung sehr niedrig ausfällt. Der Preis der Karte liegt bei 330 Euro und ist dementsprechend ein gutes Stück geringer als bei einer GeForce 7800 GTX. Eine ATi-Radeon X1800 XT, die nicht nur nach dem Hinzuschalten von Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter eine bessere Performance erbringt, sondern dem Käufer auch eine bessere Texturleistung anbietet, bekommt man jedoch für denselben Preis. Hier muss nVidia den Preis der Karte weiter senken, um konkurrenzfähig zu sein.
Eine sehr gute Leistung liefert die GeForce 7600 GT ab. Für den Preis von 185 Euro erhält man derzeit keine schnellere Grafikkarte – nicht einmal ein auch nur annähernd gleich schnelles Modell. Ohne die qualitätssteigernden Features gibt es an der Performance nichts zu meckern, da die Karte gar deutlich teurere GPUs alt aussehen lässt. Mit höheren Einstellungen fällt man hinter die Geschwindigkeit einer Radeon X1800 GTO zurück, diese ist aber derzeit (lieferbar) rund 100 Euro teurer und damit keine direkte Konkurrenz mehr. Selbst mit Anti-Aliasing und dem anisotropen Filter stellt die Mid-Range-Karte die meisten Titel flüssig dar. Für den Preis kann man heutzutage nicht mehr verlangen! Der schlechtere anisotrope Filter ist in dieser Preisklasse nur ein kleiner Kritikpunkt.
Darüber hinaus kann das Lüftersystem, das sehr leise zu Werke geht und aus einem geschlossenen Gehäuse nicht herauszuhören ist, in Windows überzeugen. Im 3D-Modus ist der Kühler aber überfordert und dreht schneller, was selbst während des Spielens unangenehm auffällt. Punkten kann die GeForce 7600 GT zusätzlich im Stromverbrauch, der durch die Bank sehr niedrig ausfällt.
GeForce 7600 GT
Falls ein schnelles SLI-System aufgebaut werden soll, führt kein Weg an zwei GeForce-7900-GTX-Karten vorbei. Diese haben gegenüber dem CrossFire-Gespann der Radeon-X1900-Serie beinahe nur Vorteile. Die Karten sind schneller, eindeutig leiser und dazu noch stromsparender. Bezüglich der CrossFire-Technologie hat ATi noch einige Optimierungen vorzunehmen. nVidia hat den SLI-Modus aktuell einfach noch besser im Griff.
Als eindeutiger Stern am Grafikkartenhimmel erweist sich die GeForce 7600 GT, die nicht nur schnell, sondern auch stromsparend und unter Windows angenehm leise den Dienst verrichtet. Die Grafikkarte ist mit 185 Euro preiswert und dadurch entpuppt sich das Angebot als derzeit unschlagbares Schnäppchen – wer für den Preis einen neuen 3D-Beschleuniger erwerben möchte, sollte unbedingt zuschlagen! Deutlich schwerer haben es dagegen die beiden Spitzenmodelle. Die GeForce 7900 GTX verliert hauchdünn im Geschwindigkeitsduell gegen die Radeon X1900 XTX und liefert eine schlechtere Bildqualität. Deswegen bleibt hier unsere Kaufempfehlung beim ATI-Modell. Allerdings ist der vormontierte Kühler unangenehm laut. Das gleiche Schicksal erleidet die GeForce 7900 GT, die zwar durchaus gute Leistungen erbringt, gegen die gleich teure Radeon X1800 XT mit einem 512 MB großen VRAM aber alt aussieht. Diese ist nicht nur schneller, sie zeichnet dem Käufer darüber hinaus ebenfalls ein besseres Bild auf dem Monitor. Das Lüftersystem ist auch hier ein großer Kritikpunkt.