Einleitung
Zur CeBIT 2006 [1] war es soweit: nVidia stellte mit der GeForce 7900 GTX [2] die damalige, hauseigene Speerspitze in Sachen Performance vor. Im Laufe des Jahres folgten zwar mehrere Modelle – etwa die Dual-GPU-Karten [3] – und in Kürze ist mit der neuen G80-Generation zu rechnen. Dennoch bieten die High-End-Lösungen der letzten oder vorletzten Generation zumeist mehr als ausreichend Leistung, in vielen Fällen sogar für einen fairen Preis.
So entschieden wir uns im Sommer für einen Vergleich mehrerer Modelle. Einige Monate waren seit der Veröffentlichung vergangen, Kinderkrankheiten sollten mittlerweile beseitigt sein. Zwar riefen Meldungen über eine hohe Ausfallquote der Karten ein leichtes Zwicken im Hinterkopf hervor, dies verschwand aber binnen Sekunden – positives Denken ist als Redakteur angesagt. Was uns jedoch widerfuhr, spottet jeglicher Beschreibung. Wir berichteten bereits in einer Meldung vor einigen Wochen [4] darüber: Drei von vier Modellen waren fehlerhaft, hinzu kamen Kommunikationsschwierigkeiten mit einigen Herstellern.
Dennoch wollen wir diesen Artikel nicht vollständig fallen lassen und präsentieren zwei Karten, die unseren Test-Parcours wenigstens teilweise vollständig überstanden. Das erste Modell stammt von XFX, welches als einziges von vier Karten ohne Fehl und Tadel blieb. Das zweite stammt von BFG und konnte lediglich einige Benchmarks sowie unseren Sonstiges-Abschnitt meistern. Darauf traten allerdings ebenfalls die bekannten Fehler auf – etwa im „Deep Freeze“-Test des 3DMark06 oder beim Ego-Shooter Far Cry. Die Auswahl der Benchmarks ist somit eher als rudimentär zu bezeichnen, sollte jedoch genügen, um zu zeigen, in welche Richtung die Performance dieser 3D-Beschleuniger geht, welche beide von Haus aus übertaktet daherkommen. Ein Opfer der Schwierigkeiten ist der Übertaktungsabschnitt. Die Karte verweigerte bereits den Dienst, bevor wir entsprechende Ergebnisse ermitteln konnten. Auf das Übertakten einer defekten Karte haben wir verzichtet. Da wir die ermittelten Resultate des XFX-Modells nicht vorenthalten wollen, finden diese in der Beschreibung der Karte anklang.
Die beiden anderen Modelle namhafter Hersteller werden in diesem Artikel nicht behandelt. Zumindest die uns zur Verfügung gestellten Karten zeigten von Anfang an die bekannten Fehler und so waren ihnen keine brauchbaren Resultate zu entlocken. Scheiterte bei einem der Hersteller der Umtausch der Karte – Testprodukt verschollen – war mit dem anderen keine Kommunikation möglich. Unsere E-Mails blieben leider unbeantwortet.
Doch nun genug der einleitenden Worte. Auf den kommenden Seiten wollen wir uns die Modelle genauer ansehen und herausfinden, wie stark die unterschiedlich Taktraten Auswirkungen auf die Performance zeigen und inwiefern diese betagten Modelle bei einer Kaufentscheidung noch von Relevanz sein können.
Lesezeichen
Bei diesem Test handelt es sich ausschließlich um einen Vergleich der Karten verschiedener Grafikkarten-Hersteller (Board Partner). Technische Details zu den Chips und wie diese Karten sich gegenüber den Konkurrenzprodukten von ATi schlagen, kann den nachfolgenden Artikeln entnommen werden, die wir in der Vergangenheit publiziert haben.
- XFX GeForce 7950 GT 570M Extreme [5]
- nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI [6]
- GeForce 7600 GT, 7900 GT und 7900 GTX [7]
- ATi Radeon X1950 XTX und X1950 CrossFire [8]
- PowerColor Radeon X1900 GT [9]
- ATi Radeon X1900 XTX und X1900 CF-Edition [10]
Die Karten
Impressionen
XFX GeForce 7900 GTX
Nachdem beide Modelle nun in der tabellarischen Übersicht vorgestellt wurden, wollen wir noch einige Worte verlieren. Dabei starten wir mit dem Modell von XFX, der „GeForce 7900GTX 512MB DDR3 XXX Edition“. Das Modell der GeForce 7900 GTX ist das von Haus aus am höchsten übertaktete bei XFX. Der Chiptakt ist um 50 MHz auf nun 700 MHz angehoben worden, der Speicher taktet mit 900 MHz genau 100 MHz über nVidias Spezifikationen. Dass bei dieser Erhöhung der Spielraum für weitere manuelle Takterhöhungen recht eng bemessen ist, sollte verständlich sein.
So konnten wir Chip- und Speichertakt nur um jeweils 20 MHz erhöhen, bevor Bildfehler und Stabilitätsprobleme auftraten. Der Performanceunterschied ist dementsprechend marginal ausgefallen. F.E.A.R. legt unter Qualitätseinstellungen um 2 FPS zu und erreicht somit 67 FPS, während Quake 4 von 51,9 FPS auf 52,4 FPS ansteigt. Der Aquamark klettert von 65,55 FPS auf 67,07 FPS. Alles nicht berauschend, aber auch nicht weiter tragisch – schließlich ist die von Haus aus vorgesehene Übertaktung mehr als ausreichend.
Bis auf die Taktraten belässt XFX alles beim Referenz-Design von nVidia. So verfügt die Karte über 512 MByte GDDR3-Speicher von Samsung, der mit einer Zugriffszeit von 1,1 ns daherkommt. Die Kühllösung stammt ebenfalls vom Referenzdesign und macht damit einen gewohnt guten Eindruck – aus einem geschlossenen System ist die Karte kaum herauszuhören.
Bei der Ausstattung reißt XFX keine Bäume aus: Die Verpackung ist sperrig, der Inhalt mit Ausnahme der Karte nicht opulent. Neben dem üblichen Sammelsurium an Kabeln, Adaptern, Handbuch und den Treiber-CDs liegt lediglich die mittelmäßige Ballerorgie „Starship Troopers“ bei. Bei deutschen Händlern ist die Karte leider nicht mehr gelistet – lediglich Modelle mit geringerer Taktsteigerung sind noch erhältlich.
BFG GeForce 7900 GTX
Ein T-Shirt? Nicht ganz ohne Erstaunen stellen wir fest, dass BFG bei der „GeForce 7900 GTX OC“ neben Grafikkarte und Co. zusätzlich ein schwarzes T-Shirt in der Größe XL mit BFG-Emblem dem Karton beilegt. Zugunsten des Shirts wurde jedoch auf Vollversionen von Spielen verzichtet. Neben dem Quick-Installation-Guide, der Treiber-CD sowie dem Handbuch und dem Standard-Kabel-Zubehör finden sich lediglich zwei Demos auf dem Datenträger.
Die Karte kommt, wie bereits in der Einleitung geschildert, ebenfalls mit einer erhöhten Taktrate daher. Der Chip arbeitet mit 670 MHz, der Speichertakt ist auf 820 MHz gesteigert worden. Inwieweit Übertaktungsspielraum vorhanden ist konnten wir leider nicht austesten – die Karte segnete vor den Testläufen das Zeitliche.
Auch BFG änderte nichts am nVidia-Referenzdesign der Karte: PCB und Kühler entsprechen den Vorgaben. So ist auf der Karte ebenfalls 512 MByte GDDR3-Speicher von Samsung mit Zugriffszeiten von 1,1 ns zu finden und auch das Kühlsystem hinterlässt den gewohnt guten Eindruck. In Deutschland ist die Karte allerdings ebenfalls nicht mehr zu haben.
Testsystem
Testsystem:
- Prozessor
- AMD Athlon 64 X2 4800+ (Toledo E6, 2400 MHz, SSE3, 2 MB Level-2-Cache)
- Motherboard
- Sapphire PC-A9RD580Adv (ATi Xpress 3200, Sockel 939)
- Arbeitsspeicher
- 2x 1024 MB Corsair TwinX (2-3-2-6)
- Grafikkarten
- XFX GeForce 7900 GTX (700/900)
- BFG GeForce 7900 GTX (670/820)
- GeForce 7900 GTX (650/800; emuliert)
- Peripherie
- Liteon LTN483 48x CD-Laufwerk
- Maxtor 7B250S0, 250 GByte, 7200 Umdrehungen pro Minute
- Treiberversionen
- ForceWare 91.31
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP2
- Microsoft DirectX 9.0c
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
- Synthetische Benchmarks:
- Aquamark 3
- Spielebenchmarks:
- F.E.A.R.
- The Chronicles of Riddick
- Half-Life 2 - Lost Coast
- Quake 4
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details durchgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 entschieden. Damit zollen wir Tribut an die modernen High-End-Beschleuniger, die durch ihre Rechenkraft in niedrigeren Auflösungen verstärkt durch die CPU ausgebremst wird. Neben den reinen Auflösungen lassen wir den Benchmarkparcours auch mit 4-fachem Anti-Aliasing sowie 16-fachen anisotropen Filter durchlaufen, da dies oft vorkommende Qualitätseinstellungen sind.
Treibereinstellungen:
- Systemleistung: Hohe Qualität
- Vertikale Synchronisierung: Aus
- MipMaps erzwingen: keine
- Trilineare Optimierung: Aus
- Anisotrope Mip-Filter-Optimierung: Aus
- Optimierung des anisotropen Musters: Aus
- Negativer LOD-Bias: Clamp
- Gamma-angepasstes AA (G7x): Ein
- ransparenz AA (G7x): Ein
Synthetische Benchmarks
Aquamark
- Kommen wir nun zu dem letzten synthetischen Benchmark in unserem Testparcours. Das von Massive Development entwickelte Programm nutzt eine erweiterte Version der Grafikengine aus dem U-Boot-Spiel AquaNox 2 - Revelation. Die Engine hört auf den Namen Krass und unterstützt mittlerweile auch Pixelshader 2.0-Effekte. Darüberhinaus kommen noch Pixelshader der älteren Version 1.1 sowie 1.4, weiterhin auch die Vertexshader 1.1, zum Einsatz. Angereichert mit einigen schönen Effekten wie zum Beispiel einem verbesserten Partikelsystem soll dies laut den Entwicklern der erste DirectX 9-fähige Reality-Benchmark der Welt sein.
- Download: AquaMark3.com [11]
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spielebenchmarks
F.E.A.R.
- Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind. Die Details sind, mit Ausnahme der Soft-Shadows, auf das Maximum gesetzt.
F.E.A.R.
Angaben in Punkten
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The Chronicles of Riddick
- „The Chronicles of Riddick“ lehnt sich an den Kinofilm „Riddick: Chroniken eines Kriegers“ an und basiert auf der OpenGL-API. Dabei gehört Riddick zu einer der größten Überraschungen des Jahres und bietet dementsprechend auch eine sehr fordernde und vor allem spektakuläre Grafik. Dabei kommen nicht nur die modernen Shadereinheiten aktueller Grafikkarten zum Zuge, auch durch hochauflösende Texturen sowie feinste Bump Mapping-Effekte geraten heutige GPUs ins Schwitzen. Die verwendete Timedemo Panoptical 1 zeigt einen reellen Spielausschnitt aus Riddick, welcher mehrere Schusswechsel, Explosionen sowie Rauch beinhaltet, und zeigt somit eine für das Spiel realistische Performancedarstellung.
The Chronicles of Riddick
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2 - Lost Coast
- Half-Life 2 ist wohl zweifellos aufgrund seines legendären Vorgängers eines der meist erwarteten Spiele aller Zeiten gewesen. Nun ist es da und begeistert nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch durch seine Grafik, die unter anderem durch massiven „Shader Model 2.0“-Einsatz ermöglicht wird. Einige Monate nach der Erscheinung brachte Valve die kostenlose Technologiedemo „Lost Coast“ auf den Markt, die als Besonderheit High-Dynamic-Range-Rendering unterstützt und somit nicht nur einen deutlich höheren Lichtumfang sowie Lichtdynamik bietet, sondern auch die Hardware bis auf das Äußerste fördert. Valve hat dabei jedoch auf die Kompatibilität zu älteren Grafikkarten geachtet und setzt deswegen eine „minderwertige“ Form des HDRR ein, die nicht die optimale Bildqualität liefert. So liegen zwar die Texturen im FP16-Format vor – beziehungsweise INT16 für Grafikkarten ohne FP-Filtering –, allerdings verzichtet Valve auf FP16-Blending. Aus diesem Grund können auch X8x0-Grafikkarten in Lost Coast HDRR darstellen. Die selber erstellte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte mit Soldaten sowie einem Hubschrauber und verdeutlicht eindrucksvoll den optischen Gewinn durch HDRR.
Half-Life 2 - Lost Coast
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 4
- Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die des öfteren die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwenigen Charaktertexturen und vielen Schattenspiele einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Nach dem Patchen des Spiels auf die Version 1.2 ist auch der Bug verschwunden, dass weder die Spielerschatten, noch die Waffeneffekte dargestellt werden. Somit entsprechen die ermittelten Ergebnisse nun dem „wahren“ Spielverlauf.
Quake 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
Kommen wir nun abschließend zum Performancerating, das die vorangegangen Messungen übersichtlich in zwei Diagramme zusammenfasst:
1.280 x 1.024
Angaben in Prozent
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Performancerating Qualität
1.280 x 1.024 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Lautstärke
Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark06 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Die Klangkulisse der Lüfter beider Karten ist auf dem selben, niedrigen Niveau. Wenig verwunderlich, schließlich setzen beide auf die Standardkühllösung von nVidia. Diese hinterlässt – wie wir bereits in unserem Launch-Artikel im März feststellten [6] – einen hervorragenden Eindruck. Im Idle-Modus sowie auch unter Belastung sind die Karten kaum aus dem Gehäuse herauszuhören. Auch der Anstieg des Schalldrucks beim Wechsel vom 2D- zum 3D-Modus fällt marginal aus. Die Unterschiede zwischen beiden Karten sind gering und auf Messungenauigkeiten zurückzuführen.
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark06 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.
Temperatur
Angaben in °C
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Im 2D-Modus arbeiten beide Karten auf demselben Niveau – erwartungsgemäß, rechnen doch beide in diesem Modus mit einem Chiptakt von 275 MHz und Speichertakt von 800 MHz. Unter Belastung machen sich die erhöhten Taktraten der XFX bemerkbar. So stieg die Temperatur des Chips bei dieser Karte auf bis zu 75° Celsius an, während der Chip der BFG maximal 68° Celsius erreicht – allerdings liegen beide Werte noch im grünen Bereich. Auf der Rückseite der Karten kann die BFG sich ebenfalls mit 5° Celsius Differenz merklich unterhalb der XFX positionieren. Dennoch darf beiden Karten ein gutes Zeugnis in dieser Disziplin attestiert werden: Trotz der von Haus aus erhöhten Taktraten stoßen sie nicht in kritische Regionen vor, weswegen sie auch Besitzern von nicht allzu gut gekühlten Systemen empfohlen werden können.
Stromverbrauch
Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung des 3DMark06 unter der Auflösung 1600x1200 sowie 4-fachem Anti-Aliasing und 16-fachem anisotropen Filter simuliert.
Stromverbrauch
Angaben in Watt (W)
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Business as usual: Wie bereits in den Bereichen Lautstärke und Temperatur befinden sich beide Karten im 2D-Modus auf gleichem Niveau. Unter Last kommt es allerdings zu einem kuriosen Ergebnis. Die niedriger getaktete BFG liegt knapp oberhalb der XFX. Auch hier sind Messungenauigkeiten nicht von der Hand zu weisen. Dennoch darf beiden Karten auch in diesem Abschnitt ein gutes Abschneiden bescheinigt werden.
Fazit
Zu guter letzt noch einige abschließende Worte: Beiden Karten darf eine gute Leistung attestiert werden, insbesondere dem Modell von XFX, das in allen Benchmarks vorne liegt. Der Preis für die massive Takterhöhung von fast 8 Prozent beim Chip und 12,5 Prozent beim Speicher ist allerdings eine höhere Temperatur unter Last gegenüber der Karte von BFG, deren Zusatztaktung nicht so hoch ausfällt. Jedoch genügt sie, um sich – mal mehr, mal weniger – stabil vor eine handelsübliche 7900 GTX mit Standardtaktung zu setzen. Außerdem sollte der Spielraum für manuelle Übertaktung nicht in der Form ausgereizt sein, wie es bei dem Modell von XFX der Fall ist. Bei dieser wird deutlich, dass der Chip mit 700 MHz und der Speicher bei 900 MHz nahe am Limit arbeiten.
Von der Zusatztaktung unberührt blieb glücklicherweise die Lautstärke des Kühlsystems, das nach wie vor einen hervorragenden Eindruck hinterlässt – vor allem im Vergleich zu ATis X1900-Karten. So sind die Karten auch für Systeme empfehlenswert, die nicht mit einer bärenstarken Kühlung ausgestattet sind. Auch der Stromverbrauch bleibt im Rahmen, wobei beide Karten in etwa auf demselben Niveau rangieren.
Unglücklicherweise sind die Modelle nicht mehr in Deutschland erhältlich. Zumindest erzielte eine Suche bei Geizhals.at keine Resultate und die angegebenen Händler auf den Seiten der Hersteller führen die Modelle ebenfalls nicht im Sortiment. So bleibt die Möglichkeit auf einen US-Import, der aber verhältnismäßig teuer ausfallen dürfte, oder die Hoffnung, die Karten zu einem moderaten Preis beim Händler-um-die-Ecke zu bekommen. Ausreichend Leistung für einen Kauf bieten beide Karten noch immer, geringe Lautstärke sowie ordentlicher Temperaturen und ein einigermaßen humaner Stromverbrauch sind weiter Pluspunkte.












