Bericht: Avivo HD und PureVideo HD im Vergleich (12/13)

Was sieht besser aus?
Autor: Wolfgang Andermahr

CPU-only Auslastung

Dass die Grafikkarte beim Decodieren eines HD-Films dem Prozessor unter die Arme greift, ist quasi der Optimalfall. Immer ist dies aber nicht möglich, so kann es zum Beispiel zu einem Software- oder Treiberkonflikt kommen und die CPU muss die gesamte Arbeit alleine erledigen. Um dies zu testen und zudem zu zeigen, wie sehr die GPU denn nun wirklich hilfreich ist, haben wir jeweils einen MPEG-2-, H.264- und VC-1-Film ohne GPU-Beschleunigung abgespielt. Als CPU kommt der Intel Core 2 Extreme X6800 zum Einsatz, mit dem man durch den freigeschalteten Multiplikator kleinere CPU-Modelle simulieren kann. Zudem haben wir unter Windows Vista testweise einen CPU-Kern deaktiviert, um den Dual-Core-Vorteil besser herausstellen zu können – hierbei muss man aber anmerken, dass es den simulierten Single-Core-Prozessor in dieser Form nicht im Handel zu kaufen gibt.

CPU-Vergleich – Fenster (MPEG-2)

  •  Maximal
  •  Durchschnitt
  •  Minimal
X6800 – 2,93 GHz
33
28
21
E6700 – 2,67 GHz
35
34
25
E6600 – 2,4 GHz
38
37
27
E6420 – 2,13 GHz
48
41
31
E6320 – 1,86 GHz
49
41
33
X6800 – 2,93 GHz @ Single-Core
64
57
41
Angaben in Prozent
CPU-Vergleich – Fenster (MPEG-2)

MPEG-2-Material ist mittlerweile nicht mehr die anspruchsvollste Sache für einen modernen Prozessor, selbst wenn die Bitraten deutlich in die Höhe gehen. Sogar der simulierte Single-Core-Prozessor erreicht maximal eine Auslastung von 64 Prozent. Probleme wie Ruckeln oder Framedrops treten überhaupt nicht erst auf. Für MPEG-2-Filme ist eine GPU-Beschleunigung also nicht unbedingt erforderlich, selbst bei einer Einkern-CPU. Diese sollte jedoch ausreichend hoch getaktet sein.

CPU-Vergleich – Corpse Bride (VC-1)

  •  Maximal
  •  Durchschnitt
  •  Minimal
X6800 – 2,93 GHz
47
36
26
E6700 – 2,67 GHz
51
39
28
E6600 – 2,4 GHz
56
42
31
E6420 – 2,13 GHz
63
49
36
E6320 – 1,86 GHz
66
53
38
X6800 – 2,93 GHz @ Single-Core
92
Hinweis: Framedrops
75
60
Angaben in Prozent
CPU-Vergleich – Corpse Bride (VC-1)

Ganz anders sieht es bei einem VC-1-Film aus, bei dem eine Single-Core-CPU kapitulieren muss. Die maximale Auslastung beträgt 92 Prozent und des Öfteren gerät das Bild ins Stocken. Zudem treten störende Framedrops auf. Eine unterstützende Grafikkarte ist in diesem Fall zwingend notwendig. Eine Dual-Core-CPU kommt dagegen deutlich besser mit VC-1-Material zurecht. Zwar sollte diese nicht zu den langsamsten gehören, der schnellste Prozessor muss es aber ebensowenig sein.

CPU-Vergleich – X-Men 3 (H.264)

  •  Maximal
  •  Durchschnitt
  •  Minimal
X6800 – 2,93 GHz
73
50
37
E6700 – 2,67 GHz
75
55
38
E6600 – 2,4 GHz
92
Hinweis: Framedrops
62
46
E6420 – 2,13 GHz
97
Hinweis: Framedrops
67
51
E6320 – 1,86 GHz
100
Hinweis: Framedrops
75
58
X6800 – 2,93 GHz @ Single-Core
100
Hinweis: Framedrops
94
71
Angaben in Prozent
CPU-Vergleich – X-Men 3 (H.264)

Schon die GPU-Benchmarks zeigten, dass H.264-codiertes Material der Härtefall für eine Grafikkarte ist. Bei einer CPU ändert sich dies auch nicht, weswegen viele Modelle nicht für eine ausreichende Beschleunigung sorgen können. Die Single-Core-CPU ist zu jedem Zeitpunkt mit dem Film überlastet, der eher wie eine Diashow wirkt. Selbst die meisten Dual-Core-Prozessoren, auch wenn diese deutlich besser als die Einkern-CPU agieren, sind nicht schnell genug. Erst ab einem Core 2 Duo E6700 mit 2,67 GHz konnten wir ein dauerhaft flüssiges Bild erzeugen.

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