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Test: ATi Radeon HD 2600 XT GDDR3 RoundUp

von Wolfgang Andermahr

Einleitung

Auf dem Consumer-PC-Sektor war die Präsentation der ATi-Radeon-HD-2000-Serie sicherlich das bisher meist erwartete Ereignis dieses Jahres [1]. Nachdem man dem Erzkonkurrenten Nvidia monatelang ohne ernsthafte Gegenwehr ausgesetzt war, stellte man direkt in allen drei wichtigen Preissegmenten Direct3D-10-Grafikkarten auf. Doch der Beigeschmack war fad, denn lieferbar war zuerst nur das Top-Modell, die Radeon HD 2900 XT. Diese konnte zwar mit einem für High-End-Karten niedrigen Preis punkten, wirklich schnell war man im Gegensatz zur GeForce 8800 GTX und gar der GeForce 8800 Ultra allerdings nicht. Lediglich die GeForce 8800 GTS konnte man zumeist in Schach halten.

Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate

Ein ähnliches Problem hatte ATi einige Zeit später mit den Radeon-HD-2600-Karten [2]. Die GeForce 8600 GTS musste die ATi Radeon HD 2600 XT GDDR4 der Kanadier vorerst von Dannen ziehen lassen, erst später stellte man dem schnellsten Mittelklassenmodell von Nvidia eine Dual-GPU-Karte entgegen (die aber noch nicht lieferbar ist). Deutlich bessere Arbeit hat ATi jedoch mit der GDDR3-Variante der Radeon HD 2600 XT abgeliefert, die die GeForce 8600 GT souverän hinter sich hält [3]. Für etwas mehr als 100 Euro gibt es zur Zeit keinen besseren 3D-Beschleuniger als die ATi Radeon HD 2600 XT GDDR3 auf dem Markt.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, Herstellerkarten abseits des Referenzdesigns von ATi zu suchen und verschiedene Karten dieser Spezies für ein RoundUp einzuladen. Die Auswahl der verschiedenen Modelle ist erfreulicherweise ziemlich groß und für jeden Kunden ist mit Sicherheit ein passendes Exemplar dabei. Sei es ein modifiziertes Kühldesign, eine völlig passive Kühlung, höhere Taktraten (wobei man diesbezüglich schon genauer suchen muss) oder auf Wunsch ein mit 512 MB doppelt so großer VRAM. Beinahe alles ist möglich.

Mit von der Partie sind Herstellerkarten von Asus, Club3D, MSI und Sapphire. Wir erwarten nicht nur ein spannendes Duell der 3D-Beschleuniger untereinander, sondern stellen uns zudem die Frage, wie weit sich das von Haus aus übertaktete Modell vom Referenzdesign wird absetzen können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ob es die passiv gekühlte Grafikkarte schafft, in einem schlecht belüfteten Gehäuse ohne Probleme die Testreihen zu überstehen.

Lesezeichen

Technische Daten

Nachfolgend die nackten technischen Daten der Radeon HD 2600 XT und der direkten Konkurrenzkarten auf einen Blick.

GeForce
8600 GT
Radeon
X1650 XT
Radeon
HD 2600 XT
GDDR3
Radeon HD
2600 XT
GDDR4
Logo GeForce 8600 GTS Radeon X1650 XT ATi Radeon Graphics ATi Radeon Graphics
Chip G84 RV560 RV630 RV630
Transistoren ca. 289 Mio. ca. 330 Mio. ca. 390 Mio. ca. 390 Mio.
Fertigung 80 nm 80 nm 65 nm 65 nm
Chiptakt 540MHz 575 MHz 800 MHz 800 MHz
Shadertakt 1190MHz 575 MHz 800 MHz 800 MHz
Pixel-Pipelines X 8 X X
Shader-Einheiten
(MADD)
32 (1D) 24 (4D) 24 (5D) 24 (5D)
FLOPs
(MADD/ADD/MUL)
114 GFLOPs* 166 GFLOPs* 192 GFLOPs 192 GFLOPs
ROPs 8 8 4 4
Pixelfüllrate 4320 MPix/s 4600 MPix/s 3200 MPix/s 3200 MPix/s
TMUs 16 8 8 8
TAUs 16 8 16 16
Texelfüllrate 8640 MTex/s 4600 MTex/s 6400 MTex/s 6400 MTex/s
Vertex-Shader X 8 X X
Unified-Shader
in Hardware
X
Pixelshader SM 4 SM 3.0 SM 4 SM 4
Vertexshader SM 4 SM 3.0 SM 4 SM 4
Geometryshader X
Speichermenge 256 GDDR3 256 GDDR3 256/512 GDDR3 256 GDDR4
Speichertakt 700 MHz 675 MHz 700 MHz 1100
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit 128 Bit
Speicherbandbreite 22400 MB/s 21600 MB/s 22400 MB/s 35200 MB/s

Die Radeon HD 2600 XT basiert auf der im stromsparenden 65-nm-Prozess gefertigten RV630-GPU, die von TSMC hergestellt wird und 390 Millionen Transistoren umfasst. Die grundlegende Architektur ist dabei identisch mit der des R600, einzig die Anzahl der Funktionseinheiten ist unterschiedlich. So stehen dem RV630 24 5D-Shadereinheiten mit je einer MADD-Operation zur Verfügung, die, falls die ALUs optimal ausgelastet werden, pro Takt fünf Skalarberechnungen durchführen können. Genau dies ist aber deutlich schwieriger zu erreichen als auf einer G8x-GPU von Nvidia, die mit „richtigen“ Skalareinheiten ausgestattet ist.

Darüber hinaus kann der RV630 auf acht Texture Mapping Units sowie auf doppelt so viele Texture Addressing Units zurückgreifen können. Laut ATi soll dies vor allem in zukünftigen Direct3D-10-Anwendungen Vorteile bringen. Logischerweise hat man in texturintensiven Anwendungen beziehungsweise Qualitätseinstellungen aber Nachteile, da nicht so viele Texturen gefiltert werden können. Neben den Textureinheiten sind in dem RV630 vier ROPs verbaut, die mit FP32-Blending kompatibel sind (128-Bit-High-Dynamic-Range-Rendering mit einer Präzision von 32 Bit pro Farbkanal). Sämtliche wichtigen GPU-Teile arbeiten mit einer Frequenz von 800 MHz.

Auf einer Radeon HD 2600 XT wird wahlweise GDDR3- oder höher getakteter GDDR4-Speicher verbaut, der aber nur in wenigen Fällen von Vorteil ist. Der Hersteller kann sich zudem zwischen einer 256-MB- und einer 512-MB-Version entscheiden. Auf allen Radeon HD 2600 XT wird dem Kunden ein 128 Bit breites Speicherinterface bereitgestellt, bei dem je zwei Speicherbausteine durch einen 64 Bit breiten Bus an die GPU angebunden sind. Die Speicherfrequenz bei der GDDR3-Version beträgt 700 MHz, während die GDDR4-Variante mit 1100 MHz taktet. Wer mehr Details über die R600-Architektur erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in unseren Launch-Artikel zur ATi Radeon HD 2900 XT. [11]

*Die von uns angegebenen GFLOP-Zahlen der G80-Grafikkarten entsprechen dem theoretisch maximalen Output, wenn alle ALUs auf die gesamte Kapazität der MADD- und MUL-Einheiten zurückgreifen können. Dies ist auf einem G80 allerdings praktisch nie der Fall. Während das MADD komplett für „General Shading“ genutzt werden kann, hat das zweite MUL meistens andere Aufgaben und kümmert sich um die Perspektivenkorrektur oder arbeitet als Attributinterpolator oder Special-Function-Unit (SFU). Mit dem ForceWare 158.19 (sowie dessen Windows-Vista-Ableger) kann das zweite MUL zwar auch für General Shading verwendet werden, anscheinend aber nicht vollständig, da weiterhin die „Sonderfunktionen“ ausgeführt werden müssen. Deswegen liegen die reellen GFLOP-Zahlen unter den theoretisch maximalen.

Impressionen

Asus EAH2600XT

Während Asus bei den Nvidia-Mittelklassenkarten mit einem umfangreichen Produktportfolio aufwarten kann, sieht es bei den ATi-Pendants deutlich übersichtlicher aus. Lediglich eine Radeon HD 2600 XT GDDR3 bietet Asus im Einzelhandel an, die auf den Namen „EAH2600XT“ hört. Ein Blick in die Preissuchmaschine Geizhals verrät, dass die Grafikkarte derzeit in ausreichenden Mengen verfügbar ist. Der Preis für die EAH2600XT beträgt knapp 93 Euro.

Asus Radeon HD 2600 XT
Asus Radeon HD 2600 XT

Die Taktraten der Radeon HD 2600 XT GDDR3 belässt Asus bei den Referenzvorgaben von ATi. Dementsprechend arbeitet die RV630-GPU mit einer Frequenz von 800 MHz, während der 256 MB große GDDR3-Speicher, der von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,4 ns hergestellt wird, mit 700 MHz taktet. Bei der Kühllösung geht Asus allerdings eigene Wege und verbaut einen rundlich gehaltenen Kühlkörper, der aus mehreren Aluminiumlamellen besteht. Auf höherwertiges, aber auch teureres Kupfer verzichtet Asus. Im Zentrum der Kühlkonstruktion ist ein 65 mm großer Axiallüfter befestigt, der einen Asus-Schriftzug trägt.

Asus Radeon HD 2600 XT Rueckseite
Asus Radeon HD 2600 XT Rueckseite
Asus Radeon HD 2600 XT Luefter
Asus Radeon HD 2600 XT Luefter
Asus Radeon HD 2600 XT Slotblech
Asus Radeon HD 2600 XT Slotblech

Das Zubehörpaket fällt bei der EAX2600XT recht mager aus, wobei man für den anvisierten Preis von 100 Euro logischerweise keine Wunder erwarten kann – die Konkurrenz zeigt aber, dass auch mehr geht. Neben einer Treiber-CD findet man keine weitere Software in dem Karton vor. Darüber hinaus legt Asus bei der Radeon HD 2600 XT GDDR3 die CrossFire-Bridge sowie einen DVI-zu-D-SUB- und einen S-Video-auf-YUV-Adapter bei.

Club3D Radeon HD 2600 XT

Club3D ist einer von wenigen kleineren Herstellern, der sich wie die großen nicht speziell auf einen Grafikchiplieferanten konzentriert, sondern Produkte aus beiden (und mehr) Häusern anbietet. So hat man neben Nvidia-Modellen auch eine Radeon HD 2600 XT GDDR3 im Angebot, die sich äußerlich nur marginal von dem Asus-Derivat unterschiedet. Auch die Club3D Radeon HD 2600 XT GDDR3 wechselt derzeit für etwa 93 Euro den Besitzer und ist in ausreichenden Mengen erhältlich.

Club3D Radeon HD 2600 XT
Club3D Radeon HD 2600 XT

Die Taktraten der Radeon HD 2600 XT GDDR3 belässt auch Club3D bei den Referenzvorgaben von ATi. Dementsprechend arbeitet die RV630-GPU mit einer Frequenz von 800 MHz, während der 256 MB große GDDR3-Speicher, der von Hynix mit einer Zugriffszeit von 1,4 ns hergestellt wird, mit 700 MHz taktet. Nanu, die Kühllösung kennen wir doch schon? Kein Wunder, denn es ist (von der Farbe und dem Aufkleber einmal abgesehen) die gleiche wie auf dem Modell von Asus.

Club3D Radeon HD 2600 XT Rueckseite
Club3D Radeon HD 2600 XT Rueckseite
Club3D Radeon HD 2600 XT Luefter
Club3D Radeon HD 2600 XT Luefter
Club3D Radeon HD 2600 XT Slotblech
Club3D Radeon HD 2600 XT Slotblech

Das Zubehörpaket der Club3D Radeon HD 2600 XT GDDR3 ist für den Kaufpreis von 100 Euro angemessen. Neben einer Treiber-CD liegt ein Gutschein bei, mit dem man die Techdemo „Lost Coast“ sowie „Half-Life 2: Deathmatch“ freischalten kann. Sicherlich keine Top-Produkte, aber für einige Stunden Spielspaß sind die Valve-Produkte allemal gut. Darüber hinaus stattet Club3D den 3D-Beschleuniger mit der CrossFire-Bridge sowie zwei DVI-zu-D-SUB- und einen S-Video-zu-Composite-Adapter aus. Anschlusskabel für eine YUV-Verbindung fehlen leider.

HIS Radeon HD 2600 XT IceQ Turbo 512

Der Grafikkartenhersteller HIS ist schon länger bekannt dafür, nicht ausschließlich auf das Referenzdesign zu vertrauen, sondern auch modifizierte Versionen der 3D-Beschleuniger anzubieten. Aktuell mit dazu gehört auch die Radeon HD 2600 XT GDDR3. HIS hat gleich fünf Varianten im Angebot, unter denen für jeden Geschmack etwas dabei ist. Eine Version ist die Radeon HD 2600 XT IceQ Turbo 512, bei der nicht nur die Taktraten angehoben worden sind sowie ein anderes Kühlsystem verbaut wird, sondern darüber hinaus ein mit 512 MB doppelt so großer Speicher zum Einsatz kommt. Preise der Grafikkarte beginnen bei etwa 124 Euro. Einige Online-Shops haben die Karte als lieferbar gekennzeichnet.

HIS Radeon HD 2600 XT IceQ
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ

Die GPU-Frequenz hebt HIS bei der Radeon HD 2600 XT IceQ Turbo 512 auf 830 MHz an (Standard: 800 MHz), während man beim 512 MB großen GDDR3-VRAM, der von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns produziert wird, mit einer Taktsteigerung auf 936 MHz (Standard 700 MHz) wahrhaft in die Vollen geht. HIS erreicht so beinahe das Niveau der Radeon HD 2600 XT GDDR4. Einen 2D-Modus gibt es bei der HIS-Produktion nicht.

Der verbaute Kühler ist im Dual-Slot-Design gefertigt und blockiert damit auch den unter dem PCI-Express-x16-Steckplatz liegenden Slot. Das Kühlermaterial ist ausschließlich Aluminium, auf Kupfer hat HIS verzichtet. Über der GPU befindet sich ein massiver Aluminiumkühlblock, der sich bis ans vordere Ende der Karte hinzieht. Mehrere große Kühllamellen sollen den Wärmetransport verbessern. HIS verwendet bei dem IceQ-Modell einen 70 mm großen Radiallüfter, der am Ende der Karte platziert ist. Der Ventilator zieht die warme Luft aus dem Gehäuseinneren an, leitet sie durch die Alulamellen über die GPU und bläst die erhitzte Luft schlussendlich durch Lüftungsschlitze wieder aus dem Gehäuse. Niedrigere Taktraten im 2D-Modus unterstützt die HIS-Karte im Gegensatz zu den meisten anderen Radeon-HD-2600-XT-Karten nicht.

HIS Radeon HD 2600 XT IceQ Rueckseite
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ Rueckseite
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ Slotblech
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ Slotblech

Das Zubehörpaket fällt bei der HIS Radeon HD 2600 XT IceQ Turbo 512 durchschnittlich aus. Neben einer Treiber-CD findet der Käufer einen Gutschein für die Techdemo „Lost Coast“ sowie für „Half-Life 2: Deatmatch“ von Valve vor. Die Kabelausstattung besteht aus einem S-Video-Kabel sowie einem DVI-auf-D-SUB- und einem S-Video-auf-YUV-Adapter. Eine CrossFire-Bridge ist vorhanden. Der für die Radeon HD 2600 praktische DVI-auf-HDMI-Adapter fehlt allerdings.

Sapphire Radeon HD 2600 XT

Sapphire ist nicht nur bekannt für die schiere Größe der angebotenen ATi-Produktpalette, sondern auch für abseits des Standards angesiedelte Karten. So gibt es bei der Radeon HD 2600 XT GDDR3 gleich zwei Modelle, die um die Gunst des Käufers buhlen. Die erste Karte hört schlicht auf die Bezeichnung Sapphire Radeon HD 2600 XT GDDR3 und unterscheidet sich nur im verwendeten Kühlsystem von ATis Referenzdesign. Der 3D-Beschleuniger kostet in der „Bulk“-Variante, also ohne zusätzliches Zubehör (auch „Lite Retail“), günstige 83 Euro und in der „Retail“-Variante 111 Euro. Lediglich die Bulk-Variante ist derzeit als lieferbar bei den einschlägigen Online-Shops gekennzeichnet.

Sapphire Radeon HD 2600 XT
Sapphire Radeon HD 2600 XT

Die Taktraten der Radeon HD 2600 XT GDDR3 belässt Sapphire bei den Referenzvorgaben von ATi. Das Kühlsystem besteht aus einem recht kleinen Aluminiumkühlkörper, der neben der GPU auch den VRAM bedeckt. Ein Radiallüfter bläst die angesaugte Luft durch mehrere Alulamellen, um so die GPU auf niedrigen Temperaturen halten zu können. Während bei den meisten Radeon-HD-2600-XT-GDDR3-Karten im 2D-Modus niedrigere Taktraten als im 3D-Modus gefahren werden, bleiben diese bei der Sapphire-Adaption – wie beim Modell von HIS – auf dem höchstmöglichen Niveau.

Die Ausstattung der „Retail“-Variante der Sapphire Radeon HD 2600 XT GDDR3 ist gerade zu bombastisch, vor allem, wenn man den immer noch günstigen Preis der Grafikkarte betrachtet. Als Softwarebeilagen gibt es neben der Treiber-CD und der Lost-Coast-Techdemo sowie Half-Life 2: Deatmatch die „Half-Life 2: Black Box“ von Valve (in der „Bulk“-Version ist die die Black Box nicht enthalten). Diese beinhaltet nicht nur „Half-Life 2: Episode 2“, sondern darüber hinaus „Team Fortress 2“ und „Portal“. Da die drei Spiele noch nicht fertiggestellt sind, findet man in dem Karton einen Gutschein mit einem Freischaltschlüssel vor, mit dem man die Spiele bei Erscheinung über die Online-Plattform „Steam“ freischalten kann. Der 3DMark06 und die DVD-Abspielsoftware „PowerDVD 6“ von CyberLink fehlen ebenso wenig.

Sapphire Radeon HD 2600 XT Rueckseite
Sapphire Radeon HD 2600 XT Rueckseite
Sapphire Radeon HD 2600 XT Luefter
Sapphire Radeon HD 2600 XT Luefter
Sapphire Radeon HD 2600 XT Slotblech
Sapphire Radeon HD 2600 XT Slotblech

Die Kabelausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen: So legt Sapphire der Radeon HD 2600 XT GDDR3 eine CrossFire-Bridge und den für HD-Videos praktischen DVI-zu-HDMI-Adapter, der neben den Videodaten auch den Ton überträgt, bei. Zusätzlich erhält der Käufer einen DVI-zu-D-SUB- sowie einen S-Video-auf-Composite- und einen S-Video-auf-YUV-Adapter.

Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate

Neben der herkömmlichen Version bietet der Hersteller Sapphire seit kurzem auch eine so genannte „Ultimate-Variante“ der Radeon HD 2600 XT GDDR3 an. Diese ist nicht wie die meisten Radeon-HD-2600XT-GDDR3-Karten mit einem aktiven Kühler versehen, sondern kommt ohne Lüfter daher. Die Eignung für einen Silent-PC ist also gegeben. Mittlerweile ist die Grafikkarte in einigen Online-Shops für einen Preis von circa 92 Euro für die „Bulk“- und 98 Euro für die „Retail“-Variante als lieferbar gekennzeichnet.

Die Taktraten der Radeon HD 2600 XT Ultimate belässt Sapphire bei den Referenzvorgaben von ATi. Dementsprechend arbeitet die RV630-GPU mit einer Frequenz von 800 MHz, während der 256 MB große GDDR3-Speicher, der von Qimonda mit einer Zugriffszeit von 1,3 ns hergestellt wird, mit 700 MHz taktet. Auch die Ultimate-Karte taktet sich im 2D-Modus nicht herunter.

Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate

Bei dem passiven Kühlsystem ist eine dünne Kupferkühlplatte direkt auf der GPU montiert, die wiederum an zwei Heatpipes befestigt ist. Diese stellen den Kontakt mit einem großen Aluminiumkühlkörper auf der Rückseite der Grafikkarte her, der aus mehreren Alulamellen besteht. Durch die rückseitige Lage bekommt dieser – falls vorhanden – Frischluft vom CPU-Lüfter ab und kann sich so zumindest theoretischen einen Vorteil verschaffen. Vor dem Kauf sollte man jedoch darauf achten, ob sich auf dem Mainboard direkt über dem PCIe-Slot ein weitere Steckplatz oder ein anderes Bauteil befindet. Der Steckplatz kann nach dem Einbau der Sapphire-Grafikkarte nicht mehr genutzt werden.

Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate Rueckseite
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate Rueckseite
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate Kuehler
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate Kuehler
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate Slotblech
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate Slotblech

Die Software- sowie die Kabelbeigabe fallen bei der Ultimate-Version für „Bulk“- und „Retail“-Variante wie bei der Standardversion aus.

Testsystem

Testsystem:

Benchmarks

Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:

Treibereinstellungen: ATi-Grafikkarten (Typ R(V)6x0 )

Spielebenchmarks

Anno 1701

Auch wenn normalerweise First-Person-Shooter mit einer erstaunlichen Grafik glänzen können, so hat es sich das deutsche Entwicklerteam des Strategiespieles Anno 1701 nicht nehmen lassen, den Nachfolger der legendären Spiele Anno 1602 sowie Anno 1503 ebenfalls mit einer Grafikengine auszustatten, die sich vor der gesamten Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Das Auge bekommt praktisch alles geboten, was derzeit mit moderner Hardware möglich ist. Detaillierte Texturen, schön anzusehende Landschaften, nette Shadereffekte, wie Beispielsweise die Darstellung des Wassers inklusive der Brechung der Wellen und noch vieles mehr machen Anno 1701 zu einem wahren Augenschmaus. Aus diesem Grund eignet sich das Strategiespiel, als eines der wenigen seiner Art, für die Teilnahme an einem Grafikkarten-Review, da die GPU viel zu berechnen hat. Auf modernes FP16-HDRR verzichten Anno 1701 allerdings, stattdessen kommt nur ein simpler Bloom-Filter zum Einsatz.

Anno 1701 - G80
Anno 1701 - G80
Anno 1701 - R600
Anno 1701 - R600

Anno 1701 – 1280x1024

 1280x1024:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
19,1
ATi Radeon HD 2600 XT 512
18,3
ATi Radeon HD 2600 XT
18,2
 1280x1024 1xAA/16xAF:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
15,4
ATi Radeon HD 2600 XT 512
14,8
ATi Radeon HD 2600 XT
14,7

Company of Heroes

Egal wohin man schaut, Spiele, bei denen das Szenario im Zeitraum des zweiten Weltkrieges angesiedelt ist, gibt es spätestens nach dem Erfolgshit „Call of Duty“ wohl wie Sand am Meer. Während einige dieser Spiele durchaus zu gefallen wissen, sind andere nur ein regelrechter Abklatsch, um auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen. Zu ersterer Gattung gehört zweifellos das Strategiespiel „Company of Heroes“, was sich im Jahre 2006 wohl zu einem kleinen Geheimtipp entwickelt hat. Ein Grund dafür ist eine sehr gute Grafik-Engine, die auch schwerste Geschütze auffährt, damit die Konkurrenztitel das Nachsehen haben. „Operation gelungen!“, ist das einzige, was man bei Company of Heroes diesbezüglich sagen kann. Das Spiel bietet eine Menge fürs Auge und vor allem in den Schlachtszenen passiert es des Öfteren, dass man vergisst, den eigenen Truppen Kommandos zu erteilen, und stattdessen das Spielgeschehen bewundert. Als Benchmark benutzen wir die einbaute Testsequenz.

Company of Heroes D3D9 - G80
Company of Heroes D3D9 - G80
Company of Heroes D3D9 - R600
Company of Heroes D3D9 - R600

Company of Heroes – 1280x1024

 1280x1024:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
59,9
ATi Radeon HD 2600 XT 512
57,7
ATi Radeon HD 2600 XT
55,0
 1280x1024 4xAA/16xAF:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
37,0
ATi Radeon HD 2600 XT 512
34,9
ATi Radeon HD 2600 XT
33,5

F.E.A.R.

Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind. Die Details sind, mit Ausnahme der Soft-Shadows, auf das Maximum gesetzt.

F.E.A.R. - G80
F.E.A.R. - G80
F.E.A.R. - R600
F.E.A.R. - R600

F.E.A.R. – 1280x1024

 1280x1024:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
60
ATi Radeon HD 2600 XT 512
54
ATi Radeon HD 2600 XT
51
 1280x1024 4xAA/16xAF:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
27
ATi Radeon HD 2600 XT 512
25
ATi Radeon HD 2600 XT
24

Prey

Kinder in jungen Jahren verkleiden sich zu Karneval gerne als Indianer. Viele ältere Artgenossen spielen dagegen lieber den First-Person-Shooter Prey und helfen dem etwas mürrischen Indianerhelden Tommy, die Welt vor einer außerirdischen Macht zu retten. Dies tut Tommy nicht nur mit gefundenen beziehungsweise abgenommenen Alien-Waffen, sondern zusätzlich mit der altbewährten Doom-3-Engine, die für Prey aber kräftig aufgebohrt worden ist. Mit anderen Worten: Die Grafik ist kaum wieder zu erkennen. Hochauflösende Texturen, schicke Shader-Effekte, aufwendige Schattenberechnungen und noch vieles mehr machen das Spiel zu einem wahren Augenschmaus. Die selbst aufgenommene Timedemo zeigt sowohl einen Abschnitt innerhalb als auch außerhalb eines Gebäudes und deckt insgesamt einen Großteil des Spielgeschehens ab. Waffenfeuer, viele Gegner und Tommys Fähigkeit, sich außerhalb seines eigenen Körpers zu bewegen, fehlen nicht.

Prey - G80
Prey - G80
Prey - R600
Prey - R600

Prey – 1280x1024

 1280x1024:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
55,4
ATi Radeon HD 2600 XT 512
50,8
ATi Radeon HD 2600 XT
50,5
 1280x1024 4xAA/16xAF:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
27,6
ATi Radeon HD 2600 XT 512
25,5
ATi Radeon HD 2600 XT
25,0

Stalker

„Stalker“ – neben Duke Nukem Forever wohl der Inbegriff des Wartens. Nach einer langen Zeit hat es der ukrainische First-Person-Shooter aber dennoch in die Regale geschafft und weißt trotz der schier ewigen Entwicklungszeit zu gefallen. Nicht nur spielerich punktet das Spiel mit einigen netten Ideen, auch die Atmosphäre kann sich sehen beziehungsweise spüren lassen. Darüber hinaus ist die Grafikengine, die einen „Deffered Shadowing“-Algorithmus verwendet, gut gelungen. Das Spiel überzeugt vor allem mit schicken Wettereffekten und kann detaillierte Texturen aufweisen. Shader-Model-3.0-Effekte kommen zum Einsatz, ebenso hochwertiges FP16-HDR-Rendering, das für ein realitätsnahes Farbenspektrum sorgt. Ein weiteres Highlight sind die zahlreichen hochwertigen Licht- und Schatteneffekte, die man in dieser Form bis jetzt noch nicht zu sehen bekommen hat. Dies ist der Vorteil von Deffered Shadowing, da die Licht- und Schattenberechnungen sehr schnell ausgeführt werden können. Ein große Nachteil ist aber, dass Direct3D-9-Beschleuniger deswegen kein Multi-Sampling-Anti-Aliasing ausführen können. Dazu benötigt es nicht nur eine D3D10-Grafikkarte, auch das Spiel muss mit der neuen API ausgestattet sein.

Stalker - G80
Stalker - G80
Stalker - R600
Stalker - R600

Stalker – 1280x1024

 1280x1024:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
13,9
ATi Radeon HD 2600 XT 512
13,2
ATi Radeon HD 2600 XT
12,5
 1280x1024 1xAA/16xAF:
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
11,1
ATi Radeon HD 2600 XT 512
10,6
ATi Radeon HD 2600 XT
9,3

Performancerating

Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen. Da die synthetischen Benchmarks in dem Testparcours (sprich der 3DMark06) über keine Spiele-Engine verfügen und somit keine realistische Aussagen über die Geschwindigkeit in 3D-Titeln wiedergeben, haben wir diese Applikationen aus dem Rating herausgenommen.

Performancerating – 1280x1024

HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
110,3
ATi Radeon HD 2600 XT 512
103,4
ATi Radeon HD 2600 XT
100,0
Angaben in Prozent

Rating – 1280x1024 4xAA/16xAF

HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
111,3
ATi Radeon HD 2600 XT 512
104,8
ATi Radeon HD 2600 XT
100,0
Angaben in Prozent

Sonstiges

Lautstärke

Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark06 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt. Die Messung erfolgt für das gesamte Testsystem.

Lautstärke

 Windows:
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
45,0
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
46,5
Asus Radeon HD 2600 XT
47,5
Club3D Radeon HD 2600 XT
50,0
Sapphire Radeon HD 2600 XT
52,0
 Last:
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
46,0
Asus Radeon HD 2600 XT
47,5
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
48,0
Club3D Radeon HD 2600 XT
50,0
Sapphire Radeon HD 2600 XT
52,5
Angaben in Dezibel

Der Gewinner unter den teilnehmenden Radeon-HD-2600-XT-Karten in der Lautstärke-Disziplin stand schon vor der ersten Messung fest: Da die Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate mit einer passiven Kühlung daher kommt, bleibt der 3D-Beschleuniger absolut lautlos und eignet sich aufgrund dessen perfekt für einen Silent-PC. Ein nicht ganz so gutes, aber hörbar kaum schlechteres Ergebnis erzielt die Radeon HD 2600 XT IceQ 512 von HIS, deren Kühlkonstruktion in allen Lebenslagen einen guten Eindruck hinterlässt und nie die Ruhe verliert. Unter Windows ist die HIS-Karte nur minimal lauter als das passiv gekühlte Sapphire-Modell. Unter Last kann man die HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512 zwar aus einem geschlossenen Gehäuse heraushören, störend ist der Geräuschpegel jedoch nicht. Solange es nicht absolut lautlos sein muss, macht man auch mit dem HIS-Produkt nichts verkehrt.

Dritter im Bunde ist die Asus Radeon HD 2600 XT. Der verbaute Kühler setzt sich unter Windows auf den dritten Platz, bleibt zu jeder Zeit angenehm leise. Loben muss man Asus für die Lautstärke unter Last, die minimal geringer als die der HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512 ausfällt und sich nur der Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate geschlagen geben muss.

Obwohl auf der Club3D Radeon HD 2600 XT dasselbe Kühlsystem wie auf der Asus-Karte verbaut ist, arbeitet der Lüfter ein gutes Stück lauter. Bereits im 2D-Modus kann man den Lüfter eindeutig aus einem geschlossenen Gehäuse heraushören. Zwar ist die Lautstärke trotzdem noch als niedrig einzuordnen, für einen Silent-PC disqualifiziert sich die Club3D Radeon HD 2600 XT aber. Schlusslicht im Testfeld ist die Sapphire Radeon HD 2600 XT. Währen der Ultimate-Kollege aus gleichem Hause Bestwerte einfährt, scheint die preisgünstige Variante nicht viel von einer ruhigen Arbeitsweise zu halten und agiert sowohl unter Windows als auch unter Last recht aufdringlich. Unangenehm ist das Geräusch aber noch nicht.

Temperatur

Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark06 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.

Temperatur

 Windows:
Asus Radeon HD 2600 XT
37
Club3D Radeon HD 2600 XT
38
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
40
Sapphire Radeon HD 2600 XT
51
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
55
 Last – Chip:
Club3D Radeon HD 2600 XT
54
Asus Radeon HD 2600 XT
56
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
57
Sapphire Radeon HD 2600 XT
69
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
83
 Last – Chiprückseite:
Club3D Radeon HD 2600 XT
42
Asus Radeon HD 2600 XT
45
Sapphire Radeon HD 2600 XT
47
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
51
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
74
Angaben in °C

Die Radeon HD 2600 XT GDDR3 von Asus, Club3D und HIS erreichen nicht nur ein sehr gutes, sondern darüber hinaus ein ziemlich gleichwertiges Ergebnis bei den Temperaturmessungen. Die GPU-Temperatur der Grafikkarten liegen maximal drei Grad Celsius auseinander, weswegen sich kein Exemplar einen wirklichen Vorteil erkämpfen kann. So liegt der Mittelwert unter Windows ungefähr bei 38 Grad Celsius, während die Temperaturen unter Last auf etwa 56 Grad Celsius ansteigen. Begründen kann man diese im Verhältnis zu anderen 3D-Beschleuniger niedrigen Werte durch den modernen und anscheinend effektiven 65-nm-Prozess bei TSMC. Bei den Messungen auf der Chiprückseite ergeben sich etwas größere Differenzen. Die Club3D Radeon HD 2600 XT erreicht mit 42 Grad Celsius – gefolgt von Asus mit 45 Grad sowie HIS mit 51 Grad Celsius – das beste Ergebnis.

Den vierten Platz erkämpft sich die Radeon HD 2600 XT von Sapphire, deren GPU-Temperatur mit 51 Grad im 2D-Modus beziehungsweise 69 Grad Celsius unter Last doch um einiges höher als bei den Konkurrenzkarten liegt. Einzig auf der Chiprückseite kann das Sapphire-Produkt mit 47 Grad punkten. Logischerweise erreicht die Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate aufgrund der passiven Kühlung das schlechteste Ergebnis im Testfeld. Nichtsdestotrotz sind diese Werte für eine passive Kühlung als erstaunlich gut zu bewerten – in letzter Zeit haben wir schon ganz andere Ergebnisse gesehen. Auf eine effektive Gehäusekühlung sollte man trotz der guten Messwerte achten, da es in besonders stickigen Gehäusen bei sommerlichen Temperaturen sonst zu Abstürzen oder anderweitigen Problemen kommen kann.

Leistungsaufnahme

Für die Messungen der Leistungsaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Leistungsaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung des 3DMark06 unter der Auflösung 1600x1200 sowie 4-fachem Anti-Aliasing und 16-fachem anisotropen Filter simuliert.

Leistungsaufnahme

 Windows:
Asus Radeon HD 2600 XT
158,3
Club3D Radeon HD 2600 XT
166,2
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
167,0
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
168,5
Sapphire Radeon HD 2600 XT
169,1
 Last:
Asus Radeon HD 2600 XT
207,2
Club3D Radeon HD 2600 XT
210,4
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
210,5
Sapphire Radeon HD 2600 XT
215,0
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
216,1
Angaben in Watt (W)

Da die Radeon-HD-2600-XT-GDDR3-Grafikkarten allesamt dieselben technischen Spezifikationen aufweisen und sich nur bedingt durch unterschiedliche Taktraten unterscheiden, fallen die Messergebnisse der Leistungsaufnahme ziemlich identisch aus. Einzig und allein die Asus Radeon HD 2600 XT GDDR3 kann sich von den anderen Testprobanden absetzen und erreicht unter Windows mit einem Leistungsverbrauch des gesamten Testsystems von 158 Watt den ersten Platz. Möglicherweise verdankt die Karte diese Position den niedrigeren Taktraten im 2D-Betrieb, die HIS und Sapphire nicht bieten. Da die ebenfalls niedriger taktende Club3D-Karte allerdings auf Höhe der Mitbewerber liegt, kann nicht mit Sicherheit von einem Taktunterschied als Ursache ausgegangen werden. So fährt die Asus-Produktion auch unter Last mit einem Wert von 207 Watt die Spitzenposition ein – und dort sind alle Taktraten mehr oder weniger gleich.

Da die Messwerte sich alles in allem nur marginal unterscheiden, empfehlen wir, die Leistungsaufnahme bei der Kaufentscheidung nicht zu berücksichtigen.

Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Company of Heroes, F.E.A.R und Prey. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertakten – 1280x1024

 Company of Heroes:
HIS 2600 XT – Übertaktet (850/1055)
38,3
HIS 2600 XT – Standard (830/936)
37,0
Asus 2600 XT – Übertaktet (843/900)
36,5
Club3D 2600 XT – Übertaktet (850/864)
36,3
Sapphire Ultimate – Übertaktet (850/810)
36,2
Sapphire 2600 XT – Übertaktet (850/800)
35,6
ATi 2600 XT – Standard (800/700)
33,5
 F.E.A.R.:
HIS 2600 XT – Übertaktet (850/1055)
28,0
Asus 2600 XT – Übertaktet (843/900)
27,0
Club3D 2600 XT – Übertaktet (850/864)
27,0
HIS 2600 XT – Standard (830/936)
27,0
Sapphire Ultimate – Übertaktet (850/810)
27,0
Sapphire 2600 XT – Übertaktet (850/800)
26,0
ATi 2600 XT – Standard (800/700)
24,0
 Prey:
HIS 2600 XT – Übertaktet (850/1055)
29,2
Asus 2600 XT – Übertaktet (843/900)
27,6
HIS 2600 XT – Standard (830/936)
27,6
Club3D 2600 XT – Übertaktet (850/864)
27,3
Sapphire 2600 XT – Übertaktet (850/800)
27,3
Sapphire Ultimate – Übertaktet (850/810)
27,1
ATi 2600 XT – Standard (800/700)
25,0

Das beste Übertaktungsergebnis haben wir mit der HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512 erreicht. Den Chiptakt der RV630-GPU konnten wir auf 850 MHz anheben – den Punkt, an dem die vermeidliche BIOS-Sperre einsetzt, die alle Karten dieses Typs gemein haben. Der Speicher der Karte verrichtete hingegen selbst bei satten 1055 MHz noch ohne jegliche Probleme seinen Dienst. Leistungstechnisch den zweiten Platz erreicht Asus mit einer GPU-Frequenz von 843 MHz sowie einem Speichertakt von 900 MHz. Daraufhin folgten die Radeon-HD-2600-XT-Karten von Club3D, die Ultimate-Version von Sapphire sowie die herkömmliche Variante des gleichen Herstellers mit 864 MHz, 810 MHz beziehungsweise 800 MHz auf dem Speicher. Den Chiptakt konnten wir bei allen drei letztgenannten Modellen auf die die maximal möglichen 850 MHz anheben.

Preis-Leistung-Verhältnis

Neben der Leistung, der Bildqualität und den sonstigen Eigenschaften einer modernen Grafikkarte spielt der Preis für die meisten Käufer eine entscheidende Rolle. Denn was nützt einem die schnellste GPU, wenn sie schlicht unbezahlbar ist? Aus diesem Grund haben wir ein Diagramm mit allen 3D-Beschleunigern aus dem Testparcours zusammengestellt und die günstigsten Preise bei Geizhals [12] heraus gesucht. Dabei wird der Preisindex nicht nur nach dem günstigsten Preis erstellen, die Hardware muss auch erhältlich sein. Wir weisen darauf hin, dass sich der Preis der bevorzugten 3D-Karte täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 8. Oktober 2007)

Preisliste

Sapphire Radeon HD 2600 XT
83
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
92
Asus Radeon HD 2600 XT
93
Club3D Radeon HD 2600 XT
93
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512
124
Angaben in Euro

Den kostengünstigsten Einstieg in die Radeon-HD-2600-XT-Welt mit GDDR3-Speicher unter unseren Testkandidaten ermöglicht derzeit Sapphire mit einem Preis von 83 Euro („Bulk“-Version). Knapp dahinter liegen die Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate („Bulk“-Variante) mit 92 Euro und die Produkte von Asus und Club3D mit jeweils 93 Euro. Einzig die Radeon HD 2600 XT IceQ 512 springt etwas aus der Reihe. 124 Euro verlangen die Händler für ein Exemplar. Dafür bekommt der Kunden ein modifiziertes Kühlsystem, höhere Taktraten und einen 512 MB großen Speicher geboten.

Beurteilung

Nachdem die Radeon HD 2900 XT schwer gegen die Konkurrenz zu kämpfen hatte [13], macht es die Radeon HD 2600 XT GDDR3 im Preissegment um die 100 Euro deutlich besser. Die Karte ist je nach Spiel gleich schnell oder schneller als eine GeForce 8600 GT von Nvidia und bietet eine vergleichsweise niedrige Leistungsaufnahme bei moderaten Geräuschemissionen. Erfreulicherweise hält sich beim Kühler zudem kaum ein Hersteller an das Referenzdesign, alternative Lösungen sind Trumpf.

Ohne Anti-Aliasing sowie der anisotropen Filterung ist die Radeon HD 2600 XT GDDR3 meist schnell genug, um Spiele flüssig in 1280x1024 wiederzugeben. Zwar kann man nicht grundsätzlich in dieser Auflösung die maximale Detailstufe fahren, große Einbußen muss man aber nur selten in Kauf nehmen. Unsere mit getestete, „virtuelle“ 512-MB-Karte kann sich in diesen Qualitätseinstellungen nicht von der günstigeren 256-MB-Version absetzen. Durchschnittlich liegt die Radeon HD 2600 XT GDDR3 512 MB nur 3,4 Prozent vor der herkömmlichen Variante. Besser macht es die HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512, die sich in erster Linie dank der höheren Taktraten um zehn Prozent von dem Referenzdesign absetzen kann.

Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate
Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate

Bei aktivierter Kantenglättung sowie Texturfilterung ist die Radeon HD 2600 XT GDDR3 in 1280x1024 für die meisten Spiele zu langsam. Die virtuelle 512-MB-Karte kann sich um 4,8 Prozent absetzen, wobei ein wirklicher Vorsprung nur in Stalker erkämpft wird. Dort ist die Radeon HD 2600 XT 512 MB GDDR3 gute 14 Prozent schneller. Insgesamt kann die HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512 ihren Vorsprung dank der höheren Taktraten um ein Prozent ausbauen und liegt 11,3 Prozent vor dem Referenzdesign.

In der Disziplin Lautstärke gibt es einen eindeutigen Sieger: die Sapphire Radeon HD 2600 XT GDDR3 Ultimate. Aufgrund ihrer passiven Kühlung kann sie sich logischerweise unangefochten an die Spitze setzen und eignet sich somit perfekt für einen Silent-PC. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Unter Windows ist die HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512 nahe dran und muss erst unter Last federn lassen. Störend ist der Geräuschpegel aber noch lange nicht.

Asus Radeon HD 2600 XT
Asus Radeon HD 2600 XT
Club3D Radeon HD 2600 XT
Club3D Radeon HD 2600 XT
Sapphire Radeon HD 2600 XT
Sapphire Radeon HD 2600 XT

Die Asus Radeon HD 2600 XT GDDR3 agiert unter Windows etwas lauter als das HIS-Pendant, liegt dafür unter Last aber auf demselben Niveau. Abgehängt wird hingegen die Club3D Radeon HD 2600 XT GDDR3. Sowohl unter Windows als auch unter Last erzeugt die Grafikkarte 50 dB, was für die meisten Käufer mit Sicherheit problemlos zu verkraften ist, einen wirklich leisen Betrieb des Rechners aber verhindert. Die Sapphire Radeon HD 2600 XT GDDR3 setzt gar noch einen drauf und belegt den letzten Platz. Wirklich laut ist zwar auch diese Karte nicht, das Rauschen des Lüfters empfinden wir aber als störend.

Bei den Temperaturmessungen leistet sich keiner der Testkandidaten einen Ausrutscher, wobei die Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate das Schlusslicht darstellt. Auf eine gute Gehäusekühlung sollte man achten, dann hat man selbst an den wärmsten Sommertagen nicht mit Problemen zu rechnen. Wir empfehlen, die Grafikkarte nicht nach den Temperaturmessungen auszusuchen, da alle 3D-Beschleuniger im grünen Bereich liegen. Dasselbe raten wir für die Stromverbrauchswerte, da die Probanden alle auf einem ähnlichen Level agieren.

HIS Radeon HD 2600 XT IceQ
HIS Radeon HD 2600 XT IceQ

Fazit

Den besten Eindruck im Testfeld hinterlässt die Radeon HD 2600 XT Ultimate von Sapphire. Die Karte taktet zwar nur nach den Referenzvorgaben, bietet dem Käufer dafür aber eine passive Kühlung, die gut durchdacht ist und die GPU effektiv auf niedrigen Temperaturen hält. Darüber hinaus fällt der Preis mit 92 Euro angemessen aus. In der nur geringfügig teureren Retail-Version kann sich zudem das Softwarepaket sehen lassen. Selbst bei weitaus teureren Karten ist die Ausstattung im Regelfall schlechter. Insgesamt kann man der Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate somit in beiden Varianten ohne jeglichen Zweifel eine Kaufempfehlung aussprechen.

Alternativ ist die HIS Radeon HD 2600 XT IceQ 512 einen Blick wert. Das Kühlsystem ist effektiv und arbeitet angenehm leise. Die Taktraten weichen vom Referenzdesign ab und der VRAM ist mit 512 MB doppelt so groß, was der Karte einen etwa zehnprozentigen Performanceschub gibt – wobei hier quasi ausschließlich die höheren Taktraten für verantwortlich sind. Dafür ist der Preis mit 124 Euro für die erbrachte Geschwindigkeit relativ hoch.

Die restlichen Kandidaten können keine Glanzpunkte setzen, da sie nicht günstiger als die Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate sind. Abraten müssen wir von der herkömmlichen Sapphire Radeon HD 2600 XT, die mit 83 Euro die günstigste Karte im Testfeld darstellt. Der störende Geräuschpegel ist die Ersparnis aus unserer Sicht aber nicht wert.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_ati_radeon_hd_2900_xt/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_ati_radeon_hd_2400_xt_hd_2600_xt/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_nvidia_geforce_8600_gts_sli_8600_gt/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_nvidia_geforce_8800_ultra/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2006/bericht_nvidia_geforce_8800_gtx_sli/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2006/test_nvidia_geforce_8800_gtx/
  7. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2006/test_nvidia_geforce_8800_gts_sli/
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_nvidia_geforce_8800_gts_320mb/
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_ati_radeon_hd_2900_xt_crossfire/
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_ati_radeon_hd_2900_xt/
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_ati_radeon_hd_2900_xt/
  12. http://www.geizhals.at/de
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/2007/test_ati_radeon_hd_2900_xt/
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