Kurztest: Asus GeForce GTX 280 TOP (4/5)

Ein aufgemotzter Leistungskönig
Autor: Wolfgang Andermahr

Sonstige Messungen

Lautstärke

 Windows:
ATi Radeon HD 4870
43,5
Nvidia GeForce GTX 260
46,5
Nvidia GeForce GTX 280
48,5
Asus GeForce GTX 280 TOP
48,5
 Last:
ATi Radeon HD 4870
51,0
Nvidia GeForce GTX 260
55,0
Nvidia GeForce GTX 280
57,5
Asus GeForce GTX 280 TOP
62,5
Angaben in Dezibel

Schon die GeForce GTX 280 im Referenzdesign ist nicht gerade als Leisetreter bekannt und die TOP-Version aus dem Hause Asus setzt leider noch ein paar Dezibel oben drauf. So agiert die Karte unter Windows mit den gemessenen 48,5 Dezibel zwar exakt gleich laut wie ein herkömmliches Modell, ist somit allerdings in einem geschlossenen Gehäuse ohne Schwierigkeiten von den restlichen Komponenten zu unterscheiden ist (für die meisten Käufer wird das zwar kein Problem sein, für einen Silent-Rechner ist die Karte aber bereits zu laut). Aufgrund der höheren Taktraten steigt unter Last logischerweise die GPU-Temperatur, was die Lüftersteuerung dazu bewegt, den Lüfter schneller rotieren zu lassen, um so die Hitze abführen zu können. Das macht sich in der Lautstärke bemerkbar, deren Niveau noch einmal deutlich über dem des Referenzdesigns liegt. 62,5 Dezibel können wir messen, was für die meisten Ohren unangenehm laut sein wird. Wir empfehlen, sich die Karte zuerst einmal selber anzuhören, damit jeder für sich entscheiden kann, ob der Geräuschpegel noch akzeptabel ist.

Temperatur

 Windows:
Nvidia GeForce GTX 260
43
Nvidia GeForce GTX 280
45
Asus GeForce GTX 280 TOP
45
ATi Radeon HD 4870
77
 Last – GPU:
Nvidia GeForce GTX 260
78
Nvidia GeForce GTX 280
80
ATi Radeon HD 4870
84
Asus GeForce GTX 280 TOP
85
 Last – Chiprückseite:
Nvidia GeForce GTX 260
59
Nvidia GeForce GTX 280
64
Asus GeForce GTX 280 TOP
65
ATi Radeon HD 4870
70
Angaben in °C

Da sich die Asus GeForce GTX 280 TOP unter Windows auf das Niveau einer Standard-Karte heruntertaktet, liegt auch die GPU-Temperatur gleich auf. 54 Grad Celsius erreicht die Grafikkarte. Unter Last wird das Asus-Modell jedoch fünf Grad wärmer, was einem Wert von 85 Grad Celsius entspricht. Auf der Chiprückseite liegen beide Varianten dann wieder gleich auf. Trotz der höheren Temperaturen sehen wir allerdings keine Gefahr, dass die TOP-Version an wärmeren Sommertagen Probleme bereiten wird. Auf eine gute Gehäusebelüftung sollte man dennoch achten.

Leistungsaufnahme

 Windows:
Nvidia GeForce GTX 260
154
Nvidia GeForce GTX 280
158
Asus GeForce GTX 280 TOP
162
ATi Radeon HD 4870
197
 Last:
Nvidia GeForce GTX 260
320
ATi Radeon HD 4870
333
Nvidia GeForce GTX 280
360
Asus GeForce GTX 280 TOP
379
Angaben in Watt (W)

Die Leistungsaufnahme der Asus GeForce GTX 280 TOP liegt unter Windows geringe vier Watt über den Ergebnissen einer normalen GeForce GTX 280, obwohl die Grafikkarte die Frequenzen auf dasselbe Level senkt. Wir vermuten, dass der Unterschied in einer kleinen Fertigungsschwankung begründet ist. Unter last zieht die schnellere TOP-Karte dann 19 Watt mehr aus der Leitung. 379 Watt lautet der Höchstwert, den wir unter Last feststellen können, womit man die „Spitzenposition“ ein weiter ausbaut.

Übertakten

 Call of Duty 4:
Asus GTX 280 TOP – Übertaktet (702/1.458/1.377)
71,2
Asus GTX 280 TOP – Standard (669/1.458/1.215)
68,5
 Stalker:
Asus GTX 280 TOP – Übertaktet (702/1.458/1.377)
56,8
Asus GTX 280 TOP – Standard (669/1.458/1.215)
53,7
 Unreal Tournament 3:
Asus GTX 280 TOP – Übertaktet (702/1.458/1.377)
164,3
Asus GTX 280 TOP – Standard (669/1.458/1.215)
153,7

Wir vermuteten schon, dass das Übertaktungspotenzial der Asus GeForce GTX 280 TOP gering ausfallen wird, da die GT200-GPU auf dem Asus-Produkt schon nahe am Limit betrieben wird. Und dementsprechend ließ sich die TMU-Domäne nur um 33 MHz schneller takten, was einer Frequenz von 702 MHz entspricht. Die Shadereinheiten arbeiten schon mit dem Maximum und ließen sich zu keinem zusätzlichen Megahertz (beziehungsweise „MHz-Sprung“) überreden. Der Speicher zeigte sich dagegen noch übertaktungsfreudig. Gute 162 zusätzliche Taktzyklen (1.377 MHz) waren möglich. Die durchschnittliche Leistungssteigerung beträgt etwa sechs Prozent.

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