10.09.2008 06:01

Test: ATi Radeon HD 4670 (26/28)

Günstig und trotzdem schnell?
Autor: Wolfgang Andermahr

Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Company of Heroes, Jericho und World in Conflict. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit

 Company of Heroes:
HD 4670 - Übertaktet (800/1.040)
32,6
HD 4670 – Standard (750/1.000)
31,0
 Jericho:
HD 4670 - Übertaktet (800/1.040)
23,9
HD 4670 – Standard (750/1.000)
22,9
 World in Conflict:
HD 4670 - Übertaktet (800/1.040)
46,4
HD 4670 – Standard (750/1.000)
44,5

Das wirkliche Taktlimit der RV730-GPU auf der Radeon HD 4670 konnten wir leider nicht herausfinden, da aktuell noch kein Tool mit dem neuen Chip funktioniert. Die im Catalyst Control Center integrierte Übertaktungsmöglichkeit limitiert die GPU auf 800 MHz, was der 3D-Beschleuniger ohne Schwierigkeiten mit macht. Anders dagegen der Speicher, bei dem auf unserem Exemplar bei 1.040 MHz das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Bei 1.050 MHz bemerken wir erste Bildfehler. Je nach Applikation steigt die Performance somit um vier bis fünf Prozent.

VC-1-/H.264-Wiedergabe

Noch vor einigen Jahren standen sämtliche PCs vor der damals komplizierten Aufgabe, ein DVD-Video zu decodieren. Nachdem damals zuerst die CPU alleine ackern musste, und diese des Öfteren damit überfordert war, kam es bei den Grafikchipspezialisten in die Mode, ihre 3D-Beschleuniger mit speziellen Funktionen auszustatten, um dem Prozessor die Hauptarbeit des Dekodierens abzunehmen. Ein netter Nebeneffekt war, dass die Grafikkarten mit speziellen Algorithmen arbeiten konnten, der die Bildqualität ohne einen großen Leistungsaufwand verbessern konnte. DVDs sind mittlerweile schon längst keine Herausforderung mehr. Ein moderner PC steht mittlerweile vor deutlich schwereren Aufgaben: Das Decodieren von im VC-1- oder H.264-Codec befindlichen HD-Videos, die auf einer Blu-ray oder einer HD DVD aufgenommen worden sind (HD-Trailer haben zwar dieselben Codecs sowie eine identische Bildqualität, allerdings sind diese nicht verschlüsselt, weswegen die CPU-Auslastung um einiges geringer ausfällt). Wir haben uns als Film für „I am Legend“ (1080p, 24 Bilder pro Sekunde) entschieden, der im VC-1-Codec auf einer Blu-ray vorliegt. Wir messen sekündlich die CPU-Auslastung ab dem dritten Kapitel des Films und bilden jede fünfte Sekunde in einem Verlaufsdiagramm ab. Als Vertreter der H.264-Fraktion muss der Actionfilm „X-Men 3“ herhalten (1080p, 24 Bilder pro Sekunde). Für die Messungen haben wir die CPU auf 2,4 GHz herunter getaktet sowie nur einen einzelnen CPU-Kern aktiv gelassen.

Prozessorlast H.264-Wiedergabe

Prozessorlast H.264-Wiedergabe

 Maximal:
ATi Radeon HD 4850
59
ATi Radeon HD 4670
54
Nvidia GeForce 9600 GSO
55
 Durchschnitt:
ATi Radeon HD 4850
37
ATi Radeon HD 4670
37
Nvidia GeForce 9600 GSO
37
 Minimal:
ATi Radeon HD 4850
26
ATi Radeon HD 4670
22
Nvidia GeForce 9600 GSO
26
Angaben in Prozent

Bei der CPU-Entlastung während der Wiedergabe eines mit H.264- oder VC-1-kodierten Films gibt es zwischen der Radeon HD 4670 und den anderen aktuellen ATi-Grafikkarten keinerlei Unterschiede, da der Unified Video Decoder identisch ist.

Prozessorlast VC-1-Wiedergabe

Prozessorlast VC-1-Wiedergabe

 Maximal:
ATi Radeon HD 4850
33
ATi Radeon HD 4670
35
Nvidia GeForce 9600 GSO
52
 Durchschnitt:
ATi Radeon HD 4850
24
ATi Radeon HD 4670
24
Nvidia GeForce 9600 GSO
40
 Minimal:
ATi Radeon HD 4850
14
ATi Radeon HD 4670
12
Nvidia GeForce 9600 GSO
32
Angaben in Prozent