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Bericht: ATi Catalyst 10.2

von Wolfgang Andermahr

Einleitung

Seitdem auf dem 3D-Grafikkarten-Markt ein harter Wettbewerb zwischen ATi und Nvidia herrscht, ist es mit der Entwicklung der Grafikkarte sowie der einmaligen Programmierung des Treibers nicht mehr getan. Mittlerweile müssen die Hersteller über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen neue Treiber für einen Grafikchip entwickeln und pflegen. Mitunter ist es gar notwendig, einen Treiber für ein einziges Spiel anzupassen, damit das Spiel im günstigsten Fall etwas schneller, manchmal aber auch überhaupt erst läuft. Für uns Grund genug, die neuen Treiber auf einer Radeon HD 5870 einem regelmäßigen Test zu unterziehen.

Der neueste Treiber aus dem Hause ATi ist der Catalyst 10.2. In unserem Test sind zu Vergleichszwecken außerdem die Catalyst-Treiber 9.10, 9.11, 9.12 sowie 10.1 vertreten.

ATi-Radeon-Graphics-Logo
ATi-Radeon-Graphics-Logo

ATi Catalyst 10.2

Nachdem uns der Catalyst 10.1 nicht auf Anhieb gefallen wollte, warteten wir gespannt auf den Catalyst 10.2. Wir hatten schon vor einigen Tagen einen kleinen Ausblick über den Catalyst 10.2 sowie den Catalyst 10.3 [1] separat in einer News gegeben.

Der Catalyst 10.2 wurde am 2. Februar dieses Jahres fertig gestellt. Die Software gibt es wie gewohnt für Windows XP, Windows Vista sowie Windows 7 jeweils in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Version. Die 64-Bit-Variante für Windows Vista und Windows 7 bringt etwa 71 MB auf die Download-Waage.

ATi Catalyst 10.2
ATi Catalyst 10.2

Der Treiber, der intern auf die Versionsnummer 8.702 hört, kommt erstmals mit der Unterstützung der drei neuesten DirectX-11-Karten daher. So kann er mit der Radeon HD 5450, Radeon HD 5570 sowie Radeon HD 5670 umgehen, womit kein neuer ATi-Käufer mehr auf einen entsprechend modifizierten, älteren Treiber zurück greifen muss.

Schauen wir uns nun die Verbesserungen des Catalyst 10.2 in der Theorie an. Der Treiber ist das erste ATi-Produkt, das die Multi-GPU-Profile für CrossFire nicht mehr im Treiber selber integriert hat, sondern in einer externen Datei behandelt. Dies soll zur Folge haben, dass ATi nun schneller auf neu erscheinende Spiele reagieren kann, um diese mit mehr als einem Rechenkern spielen zu können. Derzeit sollen die CrossFire-Profile jedoch absichtlich noch nicht modifizierbar sein.

ATi Catalyst 10.2
ATi Catalyst 10.2
ATi Catalyst 10.2

Darüber hinaus soll der Catalyst 10.2 mit einer niedrigeren Leistungsaufnahme aufwarten können, wenn mehr als eine Grafikkarte verbaut ist. In dem Fall sollen auf Radeon HD 5970, auf „Radeon HD 5800“- sowie auf „Radeon HD 5700“-Karten die Taktraten der zweiten GPU weiter gesenkt werden, dasselbe gilt für die Spannungen. Wir haben es anhand zweier Radeon-HD-5850-Karte selber ausprobiert und konnten in der Tat eine Verbesserung verzeichnen. Mit dem Catalyst 10.1 zogen die Karten noch 206 Watt aus der Steckdose (der gesamte PC), mit dem Catalyst 10.2 waren es etwas geringere 196 Watt.

Leistungsaufnahme - HD 5850 CrossFire

 Windows:
Catalyst 10.2
196
Catalyst 10.1
206
Angaben in Watt (W)

Doch damit noch nicht genug: So funktioniert mit dem Catalyst 10.2 nun CrossFire im Eyefinity-Modus und zudem kann der Ton nicht mehr nur durch den HDMI- sondern genauso durch den DisplayPort-Anschluss wiedergegeben werden. An der Performance wurde ebenfalls etwas gedreht. Colin McRae Dirt 2 soll auf einer Radeon-HD-5000-Karte nun acht Prozent schneller laufen, Battleforge soll sechs Prozent mehr Leistung auf zwei Radeon-HD-5870-Karten zeigen und The Chronicles of Riddick – Assault on Dark Athena soll vier Prozent mehr Bilder pro Sekunde auf einer Radeon HD 5970 aufweisen.

Wer genauere Informationen über den Catalyst 10.2 erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in die Release Notes [2]. Der Treiber kann wie gewohnt aus unserem Download-Archiv [3] herunter geladen werden.

Testsystem

Testsystem:

Benchmarks

Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:

Nach sorgfältiger Überlegung und mehrfacher Analyse selbst aufgenommener Spielesequenzen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Qualität der Texturfilterung auf aktuellen ATi- und Nvidia-Grafikkarten in der Standard-Einstellung in etwa vergleichbar sind (mit leichten Vorteilen für die GeForce-Produkte). Bei Nvidia verändern wir somit keinerlei Einstellungen und im ATi-Treiber belassen wir die A.I.-Funktion auf „Standard“.

Treibereinstellungen: Nvidia-Grafikkarten (GT200)

Synthetische Benchmarks

3DMark Vantage

Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt, sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer bemerkbarer wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden ist. Grafisch bieten die zwei Spieletests dementsprechend viel fürs Auge, wobei vor allem der zweite Test Glanzpunkte setzen kann. Mit FP16-HDR, Tiefenunschärfe, Parallax Occlusion Mapping, einer physikalische Simulation auf der GPU, diversen Shadereffekten und noch vielem mehr bringt der 3DMark Vantage die 3D-Hardware problemlos ans Leistungslimit. Wir testen das Programm (falls die Grafikkarten es zulassen) im Performance-, High- und Extreme-Preset. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [4]

3DMark Vantage – RV8x0
3DMark Vantage – RV8x0
3DMark Vantage – GT200
3DMark Vantage – GT200

3DMark Vantage - 1920x1200

 Extreme-Preset:
ATi Catalyst 10.2
8.909
ATi Catalyst 9.12
8.883
ATi Catalyst 10.1
8.844
ATi Catalyst 9.11
8.272
ATi Catalyst 9.10
8.266
Angaben in Punkten

Direct3D-9-Benchmarks

Batman: Arkham Asylum (PhysX)

Die Fledermaus ist wieder da und tritt diesmal nicht nur auf den Konsolen, sondern genauso auf dem PC an. Batman: Arkham Asylum ist der Name des Spiels, wobei es sich um ein klassisches Actionspiel von der Schulterperspektive aus handelt. Und im Gegensatz zu vielen anderen Spielen auf Basis eines Filmes, haben die Entwickler mit dem Titel eine gute Arbeit geleistet. Dasselbe gilt für die Technik, da als Basis die Unreal Engine 3 zum Einsatz kommt, die durchaus zu gefallen weiß. Batman: Arkham Asylum unterstützt als einer der wenigen Spiele GPU-PhysX, was optional aktiviert werden kann. In dem Fall wirkt die Interaktion mit der Physik in den Levels deutlich vielschichtiger, was von einer aktuellen Nvidia-GPU berechnet werden kann. Sämtliche ATi-Karten müssen das zusätzliche Rendering dagegen der CPU überlassen, weswegen die Radeon-Beschleuniger keine Chance in dem Spiel haben. Batman: Arkham Asylum ist der Vertreter von GPU-PhysX in unserem Testparcours, was wir dementsprechend auf der Einstellung „Normal“ angeschaltet haben. Als Testsequenz nutzen wir den integrierten Benchmark. Da GPU-PhysX kein offener Standard ist und wohl auch in Zukunft nicht in vielen hochwertigen Spielen eingesetzt wird, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Test nicht in das Gesamtrating mit einfließen zu lassen.

Batman – GT200
Batman – GT200
Batman – GT200

Batman: Arkham Asylum - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 9.10
21
ATi Catalyst 9.11
21
ATi Catalyst 9.12
21
ATi Catalyst 10.1
21
ATi Catalyst 10.2
21
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 9.12
21
ATi Catalyst 10.1
21
ATi Catalyst 10.2
21
ATi Catalyst 9.10
20
ATi Catalyst 9.11
20

Call of Duty 5

Das Spiel Call of Duty: World at War ist wieder einmal im zweiten Weltkrieg angesiedelt, und zeigt unter anderem den Kampf der Amerikaner gegen die Asiaten. Dabei schaut man sich viel von dem sehr erfolgreichen und beliebten Vorgänger Call of Duty 4 ab. Doch nicht nur spielerisch weiß der First-Person-Shooter zu gefallen, auch technisch macht man einen kleinen Schritt nach vorne – und das, obwohl man immer noch dieselbe Grafikengine wie in Call of Duty 2 benutzt. Optisch liegt Call of Duty 5 jedoch auf einem vollkommen anderen Niveau: Schicke Shadereffekte sowie ein intelligenter Parallax-Mapping-Einsatz vertuschen die teils etwas schwachen Texturen. Nichtsdestotrotz wirkt die Grafik mittlerweile etwas angestaubt, zumal das Spiel mittlerweile nicht mehr zu den neusten Vertretern seiner Art gehört.

Call of Duty 5 – RV8x0
Call of Duty 5 – RV8x0
Call of Duty 5 – GT200
Call of Duty 5 – GT200

Call of Duty 5 - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 10.2
79,4
ATi Catalyst 9.10
79,3
ATi Catalyst 10.1
78,8
ATi Catalyst 9.12
78,7
ATi Catalyst 9.11
78,2
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 10.2
58,6
ATi Catalyst 9.12
58,3
ATi Catalyst 9.11
58,1
ATi Catalyst 9.10
58,0
ATi Catalyst 10.1
58,0

Riddick: Assault on Dark Athena

Riddick steht nicht nur für Vin Diesel alias Riddick himself, sondern ebenfalls für viele Schleichpassagen, spaßige Gefechte und einem nicht gerade niedrigen Gewaltgrad. Genau auf jene Elemente setzen die Hersteller auch bei Riddick: Assault on Dark Athena, das qualitativ aber leider nicht ganz an das hohe Niveau des Vorgängers heran kommt. Nichtsdestotrotz ist Riddick: Assault on Dark Athena ein sehr gutes Spiel, das ebenfalls grafisch zu gefallen weiß. Diverse Shadereffekte fallen direkt beim ersten Spielen auf und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Und dank der meist dunklen Umgebung, die mit netten Schatteneffekten verstärkt wird, ist die Atmosphäre generell sehr dicht. Als Testsequenz nutzen wir eine 60 Sekunden lange Spielszene im ersten Level. Wenn man in dem neuen Riddick-Titel Kantenglättung nutzen möchte, schaltet sich automatisch das SSAO-Feature aus. Deswegen sind die FPS-Werte mit vier-fachem Anti-Aliasing höher als ohne AA.

Riddick – RV8x0
Riddick – RV8x0
Riddick – GT200
Riddick – GT200

Riddick AODA - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 9.11
66,4
ATi Catalyst 9.12
66,3
ATi Catalyst 10.2
66,2
ATi Catalyst 9.10
66,0
ATi Catalyst 10.1
65,6
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 10.2
68,4
ATi Catalyst 10.1
67,7
ATi Catalyst 9.12
67,2
ATi Catalyst 9.11
67,0
ATi Catalyst 9.10
66,9

Risen

Nachdem die Entwickler rund um Piranha Bytes mit dem Spiel Gothic 3 technisch eine große Katastrophe abgeliefert haben, wollte man unter dem Namen Risen alles besser machen: Und das ist dem Programmiererteam wohl auch gelungen, da es nicht nur spielerisch Fortschritte gegeben hat, sondern vor allem technisch weiter ging. Denn im Gegensatz zum Vorgänger ist Risen um Welten ausgereifter. Doch nicht nur fertig ist das Spiel geworden, hübsch anzusehen ist das Adventurespiel ebenfalls. Zwar setzt die Grafikengine keine neuen Bestmarken, kann aber durchaus als gelungen angesehen werden. Mit hübschen Effekten, einer schicken Landschaft und teilweise viel Liebe zum Detail bietet Risen viel fürs Auge. Einzig auf Anti-Aliasing muss wie auch schon in Gothic 3 leider verzichtet werden. Als Spielsequenz nutzen wir einen 60 Sekunden Langen weg durch einen dichten Wald.

Risen – RV8x0
Risen – RV8x0
Risen – GT200
Risen – GT200

Risen - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 9.12
67,9
ATi Catalyst 9.10
67,3
ATi Catalyst 10.2
67,0
ATi Catalyst 9.11
66,9
ATi Catalyst 10.1
66,5
 1xAA/16xAF:
ATi Catalyst 9.10
61,6
ATi Catalyst 9.11
61,5
ATi Catalyst 9.12
61,4
ATi Catalyst 10.1
60,3
ATi Catalyst 10.2
60,0

Direct3D-10-Benchmarks

Anno 1404

Anno 1404 ist der neuste Spross aus der Anno-Serie, der eine große Aufgabe vor sich hat: Die drei sehr erfolgreichen Vorgänger zu toppen. Rein technisch scheint man dies locker erfüllen zu können, da Anno 1404 wohl ohne Zweifel aktuell das optisch schönste Strategiespiel ist – und das vielleicht bei weitem. So bietet der Titel sogar eine Direct3D-10-Unterstützung an, was bei Strategiespielen noch Seltenheitswert hat. Das Auge nimmt dies auf jeden Fall gerne zu Kenntnis, da Anno 1404 nicht nur eine wunderschöne Wasserdarstellung bietet, sondern auch darüber hinaus durchweg zu gefallen weiß. Einen wirklichen grafischen Schwachpunkt hat das Spiel nicht.

Anno 1404 – RV8x0
Anno 1404 – RV8x0
Anno 1404 – GT200
Anno 1404 – GT200

Anno 1404 - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 10.2
78,6
ATi Catalyst 9.11
57,6
ATi Catalyst 9.10
55,8
ATi Catalyst 10.1
55,1
ATi Catalyst 9.12
54,9
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 10.2
55,2
ATi Catalyst 9.11
43,4
ATi Catalyst 9.10
42,9
ATi Catalyst 9.12
42,4
ATi Catalyst 10.1
42,4

Battleforge

Das Strategiespiel Battleforge wurde von EA Phenomic entwickelt und macht einiges anders als vergleichbare Titel. So stellt man vor Spielbeginn die eigenen Einheiten anhand eines „Kartendecks“ selber zusammen, die man dann im Laufe des Spiels „legen“ kann. Nicht nur spielerisch, auch grafisch macht die Battleforge-Engine eine gute Figur. Das Spiel bietet den Support von DirectX 11 (was wir inklusive der Einstellung SSAO Very High nutzen), schicke Texturen sowie aufwendige Effekte, sodass die Spielwelt erfrischend modern aussieht. Doch dies hat auch einen spürbaren Performancehunger zur Folge, der die Grafikkarte und den Hauptprozessor stark belastet. Als Benchmark nutzen wir eine integrierte Funktion, damit der Ablauf für alle Testkandidaten immer gleich ist.

Battleforge – RV8x0
Battleforge – RV8x0
Battleforge – GT200
Battleforge – GT200

Battleforge - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 10.2
60,4
ATi Catalyst 9.12
59,1
ATi Catalyst 10.1
58,5
ATi Catalyst 9.11
58,3
ATi Catalyst 9.10
58,2
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 10.2
43,1
ATi Catalyst 10.1
41,7
ATi Catalyst 9.11
41,4
ATi Catalyst 9.12
41,4
ATi Catalyst 9.10
41,1

Colin McRae: Dirt 2

Und es wird dreckig. Aber so richtig! Auch wenn das Rennspiel Colin McRae: Dirt 2 etwas von den eigentlichen Intentionen der Vorgänger abweicht und längst nicht mehr „nur“ ein Rallye-Spiel ist, so haben die Entwickler rund um Codemasters mit dem neustens Spross wohl eine sehr gute Arbeit geleistet. Vor allem technisch weiß die in Dirt 2 eingesetzt Grafik-Engine zu gefallen, die mit diversen Effekten versucht das Auge des Spielers zu erfreuen, was Dirt 2 auch gelingt. Für die PC-Version wurde die Optik weiter überarbeitet, da der Titel nun etwas mit DirectX 11 anfangen kann. So setzen die Entwickler auf High Definition Ambient Occlusion, um die Beleuchtung zu verbessern. Weiterhin wird das Shader-Model 5.0 sowie Tessellation eingesetzt, wodurch die Fahnen, die Zuschauer und die Wasser-Effekte besser umgesetzt werden können. Damit mausert sich Colin McRae: Dirt 2 nicht nur zum schönsten Rennspiel, sondern vielleicht auch zum schönsten Spiel überhaupt. Wir nutzen zum Testen den integrierten Benchmark (mit Malaysia als Strecke), wobei wir die Verbesserungen durch Tessellation ausgeschaltet haben. Für die generelle Vergleichbarkeit zwingen wir dem Spiel DirectX 9.

Dirt 2 – RV8x0
Dirt 2 – RV8x0
Dirt 2 – GT200
Dirt 2 – GT200

Colin McRae: Dirt 2 – 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 9.10
94,0
ATi Catalyst 9.11
93,3
ATi Catalyst 10.1
93,2
ATi Catalyst 10.2
93,2
ATi Catalyst 9.12
92,6
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 9.11
70,1
ATi Catalyst 10.1
70,0
ATi Catalyst 10.2
70,0
ATi Catalyst 9.12
69,6
ATi Catalyst 9.10
69,5

Colin McRae: Dirt 2 (DX11) - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 9.10
59,2
ATi Catalyst 10.2
59,0
ATi Catalyst 10.1
57,8
ATi Catalyst 9.12
57,0
ATi Catalyst 9.11
56,6
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 9.10
49,7
ATi Catalyst 10.2
47,0
ATi Catalyst 10.1
46,9
ATi Catalyst 9.11
46,8
ATi Catalyst 9.12
46,4

Crysis Warhead

Nachdem der First-Person-Shooter Crysis mittlerweile bereits einige Zeit auf dem Buckel hat, schickten die in Frankfurt ansässigen Hersteller Crytek mit Crysis Warhead ein Addon in die Händlerregale, das die grafische Qualität ein wenig weiter nach oben dreht. So sehen die Texturen etwas besser aus, ebenso die Explosionen. Vor allem bei der Darstellung der Gesichter hat man sich viel Mühe gegeben, die jetzt durch noch mehr Falten, Hautpigmente und diversen weitere Kleinigkeiten realistischer aussehen als jemals in einem anderen PC-Spiel zuvor. Die Direct3D-10-Unterstützung ist in Crysis Warhead unverändert geblieben, ebenso die restliche Technologie. Diese wurde in dem Addon primär auf eine bessere Performance getrimmt. Wir testen das Spiel mittels einer 60 Sekunden langen Szene, die wir jedes mal exakt nachstellen. Genauere Details zur Testmethode findet man in unserem Spielbericht zu Crysis Warhead [5]. Einzig die Qualitätseinstellungen weichen von diesem ab, da wir durchweg die Enthusiast-Einstellung verwenden.

Crysis Warhead – RV8x0
Crysis Warhead – RV8x0
Crysis Warhead – GT200
Crysis Warhead – GT200

Crysis Warhead - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 9.10
32,6
ATi Catalyst 9.11
32,4
ATi Catalyst 10.2
32,4
ATi Catalyst 9.12
32,3
ATi Catalyst 10.1
32,3
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 10.1
26,1
ATi Catalyst 10.2
25,8
ATi Catalyst 9.10
25,7
ATi Catalyst 9.11
25,6
ATi Catalyst 9.12
25,6

Red Faction: Guerilla

Wer schonmal unbedingt etwas mit einem großen Vorschlaghammer kaputt machen wollte, wird an Red Faction: Guerilla wohl seine wahre Freude haben. Denn in dem First-Person-Shooter geht es wohl primär um das kaputt machen, seine es nun Wände, Treppen oder gleich ganze Gebäude. Um dies auch optisch sinnvoll umsetzen zu können, haben die Entwickler eine leistungsstarke Grafik-Engine geschaffen, die auch abseits der Zerstörung einen guten Eindruck hinterlässt. So weiß vor allem die Beleuchtung zu gefallen, während die Umgebung manchmal doch ein wenig Trist wirkt. Nichtsdestotrotz weißt die Optik von Red Faction: Guerilla keine größeren Schwachstellen auf.

Red Faction Guerilla – RV8x0
Red Faction Guerilla – RV8x0
Red Faction Guerilla – GT200
Red Faction Guerilla – GT200

Red Faction: Guerilla - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 9.12
42,9
ATi Catalyst 9.10
42,6
ATi Catalyst 9.11
42,5
ATi Catalyst 10.1
42,4
ATi Catalyst 10.2
41,9
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 9.10
36,4
ATi Catalyst 10.2
36,4
ATi Catalyst 9.11
36,3
ATi Catalyst 9.12
36,2
ATi Catalyst 10.1
36,2

Stalker – Call of Pripyat

Atomreaktor, die Dritte. Stalker – Call of Pripyat entführt den Spieler zum dritten Mal zum Atomreaktor in Tschernobyl, wobei das zweite Add-On den Weg des Hauptprogramms einschlägt und somit die Erkundung des Gebietes im Hauptaugenmerk steht. Davon abgesehen kommt der neuste Stalker-Teil mit einer überarbeiteten Grafik-Engine daher, die nun DirectX-11-Unterstützt, wodurch das Spiel eine bessere Performance beziehungsweise eine höhere Bildqualität erhält. Für den Benchmarkparcours nutzen wir die DirectX-11-API, schalten die Tessellation aber ab, um einen nahezu vergleichbaren Rechenweg zu erhalten. Nichtsdestotrotz weist die DirectX-11-Version immer noch eine leicht bessere Optik auf. Als Testsequenz nutzen wir einen 25 Sekunden langen Weg durch ein Stalker-Quartier.

Stalker Call of Pripyat – RV8x0
Stalker Call of Pripyat – RV8x0
Stalker Call of Pripyat– GT200
Stalker Call of Pripyat– GT200

Stalker - Call of Pripyat - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 10.2
71,5
ATi Catalyst 9.12
71,1
ATi Catalyst 9.10
70,9
ATi Catalyst 10.1
70,7
ATi Catalyst 9.11
68,1
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 9.11
38,4
ATi Catalyst 9.10
38,2
ATi Catalyst 10.2
37,4
ATi Catalyst 10.1
36,8
ATi Catalyst 9.12
36,6

World in Conflict: Soviet Assault

Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren – so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die grafische Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern gestellt wird, vorzudringen. Die Entwickler von World in Conflict scheinen sich damit nicht haben abfinden wollen und entwickelten eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict Soviet Assault unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, welche die Umgebung darunter beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einem kinoreifen Schnitt Kinoatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da sich diese mitunter wenig berechenbar verhält. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur elften Mission, die zur neuen Russen-Kampagne gehört.

World in Conflict: SA – RV8x0
World in Conflict: SA – RV8x0
World in Conflict – GT200
World in Conflict – GT200

World in Conflict: SA - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
ATi Catalyst 10.2
107,0
ATi Catalyst 9.11
105,6
ATi Catalyst 9.12
105,5
ATi Catalyst 10.1
104,8
ATi Catalyst 9.10
104,6
 4xAA/16xAF:
ATi Catalyst 10.1
72,3
ATi Catalyst 10.2
72,2
ATi Catalyst 9.10
72,0
ATi Catalyst 9.12
71,7
ATi Catalyst 9.11
71,5

Performancerating

Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Durch dieses soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen. Da der synthetische Benchmark (sprich der 3DMark Vantage) in dem Testparcours über keine Spiele-Engine verfügt und somit keine realistische Aussage über die Geschwindigkeit in 3D-Titeln wiedergibt, haben wir diese Applikation aus dem Rating herausgenommen.

Rating - 1920x1200 1xAA/1xAF

ATi Catalyst 10.2
100,0
ATi Catalyst 9.10
97,1
ATi Catalyst 9.12
96,7
ATi Catalyst 10.1
96,4
ATi Catalyst 9.11
96,3
Angaben in Prozent

Rating - 1920x1200 4xAA/16xAF

ATi Catalyst 10.2
100,0
ATi Catalyst 9.10
98,0
ATi Catalyst 9.11
97,7
ATi Catalyst 10.1
97,3
ATi Catalyst 9.12
97,0
Angaben in Prozent

Fazit

Die bisherigen Treiber für die Radeon-HD-5000-Serie waren primär reine Bug-Fix-Treiber, da sich weder an der 3D-Leistung noch an den Features viel getan hat. Catalyst 10.2 und voraussichtlich auch Catalyst 10.3 wollen dies nun ändern.

Bei der Performance macht der Catalyst 10.2 einen kleinen Schritt nach vorne. So rendert er auf einer Radeon HD 5870 unter 1920x1200 ohne Anti-Aliasing sowie der anisotropen Filterung im Durchschnitt um drei Prozent schneller als der bis dato schnellste Treiber. Mit den beiden qualitätssteigernden Features fällt der Vorsprung leicht ab, liegt aber immerhin noch bei zwei Prozent. Primär kommen die Differenzen durch Anno 1404 zu Stande. Denn dort wollten die Radeon-HD-5000-Karten bis jetzt nicht so recht laufen und lagen nur knapp über den Werten des jeweiligen Radeon-HD-4000-Pendants. Der Catalyst 10.2 behebt den Fehler jetzt und rechnet um 36 Prozent (ohne AA/AF) beziehungsweise 27 Prozent (mit AA/AF) schneller. Davon abgesehen läuft nun auch Battleforge um zwei bis drei Prozent flotter.

Darüber hinaus weiß der Catalyst 10.2 bei der Leistungsaufnahme beim Einsatz von mehr als einer GPU zu gefallen. Im Praxistest konnten wir so die Leistungsaufnahme unseres Systems bei zwei verbauten Radeon-HD-5850-Karten immerhin um zehn Watt senken.

Die bereits von ATi zur Verfügung gestellten Multi-GPU-Profile verrichten ebenfalls einwandfrei ihren Dienst und sind leicht zu installieren. Es muss sich aber noch zeigen, wie schnell ATi diese in akuten Fällen aktualisieren wird. Da uns ein DisplayPort-Monitor fehlt, können wir nicht bestätigen, ob DisplayPort-Audio problemlos funktioniert.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/news/treiber/grafikkarten/ati/2010/februar/das_ati_catalyst_102_103/
  2. http://www2.ati.com/relnotes/Catalyst_102_release_notes.pdf
  3. http://www.computerbase.de/downloads/treiber/grafikkarten/ati/ati_catalyst_komplettpaket/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/software/2008/bericht_3dmark_vantage_der_performance_report/#abschnitt_einleitung
  5. http://www.computerbase.de/artikel/software/2008/test_crysis_warhead/3/#abschnitt_benchmarks
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