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Kurztest: 4 x Nvidia GeForce GTX 460

von Wolfgang Andermahr

Einleitung

Mit der GeForce GTX 460 (ComputerBase-Test [1]) hat Nvidia die eigene DirectX-11-Architektur ins Mid-Range-Segment gebracht und erstmals wissen Produkte auf Basis der Fermi-Architektur zu überzeugen.

In den letzten Tagen sind zahlreiche Versionen der Hersteller aufgetaucht, die nicht auf das (gute) Referenzdesign setzen. Wir haben uns für diesen Artikel vier verschiedene Varianten der GeForce GTX 460 mit 768 MB ins Testlabor eingeladen (1-GB-Artikel folgt später), wobei wir bei der Auswahl vor allem auf eine große Vielfalt an Unterschieden geachtet haben.

Asus GeForce GTX 460 TOP
Asus GeForce GTX 460 TOP
EVGA GeForce GTX 460
EVGA GeForce GTX 460
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
MSI GeForce GTX 460 Cyclone

So ist zum Beispiel EVGA mit dem normalen Referenzdesign sowie einer höher getakteten Karte vertreten. Asus und MSI belassen es dabei nicht nur bei höheren Frequenzen, sondern verbauen zusätzlich ein anderes Kühlsystem. Doch sind die Testkandidaten dem Standard-Modell überhaupt überlegen? Das klären wir auf den nächsten Seiten.

Die Kandidaten

Asus GeForce GTX 460 DirectCU TOP

Asus schickt neben dem Referenzdesign der GeForce GTX 460 noch eine weitere Basis-Variante ins Rennen: Die GeForce GTX 460 DirectCU TOP, die es sowohl in einer 768-MB- als auch in einer 1.024-MB-Variante gibt. Für diesen Test hat sich die erste Version in unserem Testlabor eingefunden. Die Karte ist derzeit ab etwa 190 Euro [2] gelistet, die günstigste GeForce GTX 460 von Asus kostet derzeit 182 Euro.

Asus GeForce GTX 460 TOP
Asus GeForce GTX 460 TOP

Die Asus GeForce GTX 460 DirectCU TOP setzt auf ein eigens entworfenes PCB. Dieses hat zwar zahlreiche Ähnlichkeiten mit der Standard-Fassung, die Stromversorgung wurde allerdings deutlich geändert. Gleich geblieben ist dagegen die Farbe sowie die Länge von 21 cm. Dasselbe gilt für die zwei Sechs-Pin-Stromstecker, wobei deren Position geändert worden ist.

GeForce GTX 460 TOP Rückseite
GeForce GTX 460 TOP Rückseite
GeForce GTX 460 TOP Lüfter
GeForce GTX 460 TOP Lüfter
GeForce GTX 460 TOP Logo
GeForce GTX 460 TOP Logo

Beim Kühler setzt Asus auf eine Eigenkreation, die mit der so genannten „DirectCU“-Technologie arbeitet. Bei der hat nicht wie gewohnt ausschließlich ein Kühlblock direkten Kontakt mit der GF104-GPU, sondern zwei Heatpipes, die die Wärme schneller aufnehmen sollen.

GeForce GTX 460 TOP von hinten
GeForce GTX 460 TOP von hinten
GeForce GTX 460 TOP Stromanschlüsse
GeForce GTX 460 TOP Stromanschlüsse
GeForce GTX 460 TOP Slotblech
GeForce GTX 460 TOP Slotblech

Genau mittig ist ein im Durchmesser 75 mm großer Axiallüfter platziert, der für die nötige Frischluft sorgt. Der Lüfter besitzt eine Regelung, die aber nicht überzeugen kann – mehr dazu im Abschnitt „Sonstige Messungen“.

GeForce GTX 460 Heatpipes
GeForce GTX 460 Heatpipes
GeForce GTX 460 TOP Anschlüsse
GeForce GTX 460 TOP Anschlüsse
GeForce GTX 460 TOP von oben
GeForce GTX 460 TOP von oben

Die TMU-Domäne der Asus GeForce GTX 460 DirectCU TOP arbeitet unter Windows mit 51 MHz, um so Strom sparen zu können. Die Shadereinheiten werden dann noch mit 101 MHz getaktet, der 768 MB große GDDR5-Speicher, der von Samsung hergestellt wird, agiert dann noch mit 135 MHz. Unter Last taktet sich die TMU-Domäne auf 700 MHz hoch (+25 MHz gegenüber dem Referenzdesign), die Shadereinheiten auf 1.400 MHz (+50 MHz) und der Speicher auf 1.840 MHz (+40 MHz).

GeForce GTX 460 TOP SLI-Anschluss
GeForce GTX 460 TOP SLI-Anschluss
GeForce GTX 460 TOP Kühlerrückseite
GeForce GTX 460 TOP Kühlerrückseite
GeForce GTX 460 TOP ohne Kühler
GeForce GTX 460 TOP ohne Kühler

Auf dem Slotblech der GeForce GTX 460 DirectCU TOP findet der Käufer zwei Dual-Link-DVI- sowie einen HDMI-Ausgang vor. Die Kabelausstattung besteht aus einem DVI-auf-D-SUB-, einem DVI-auf-HDMI- sowie einem Stromadapter. Als Softwarebeilagen legt Asus der Karte eine Treiber-CD bei. Zu guter Letzt gibt es noch eine CD-Mappe.

EVGA GeForce GTX 460 (+Superclocked)

EVGA verzichtete zur Vorstellung der GeForce GTX 460 wie gewohnt auf Varianten mit anderem Kühlsystem, warf jedoch übertaktete Karten auf den Markt – die „SuperClocked“-Versionen. Wir haben uns jeweils das Modell mit 768 MB in die Redaktion geholt.

EVGA GeForce GTX 460
EVGA GeForce GTX 460

Die normale EVGA GeForce GTX 460 mit 768 MB ist aktuell ab 169 Euro [3] lieferbar und somit die günstigste Karte in unserem Testfeld (die günstigste Karte überhaupt liegt aktuell bei 161 Euro [4]). Die GeForce GTX 460 SuperClocked kostet dagegen mit etwa 200 Euro [5] fast 30 Euro mehr.

Optisch sind beide Karten identisch. Sie setzen, wie weiter oben erwähnt, vollständig auf das Referenzdesign. Damit sind das PCB, sämtliche Bauteile und das Kühlsystem identisch mit dem von uns bereits getesteten Karten, was wahrlich aber kein Nachteil ist. Aus diesem Grund möchten wir uns an dieser Stelle nicht näher mit dem Kühler beschäftigen, da wir dessen Aufbau im Launch-Artikel beschrieben haben [6].

GTX 460 SuperClocked (oben) vs GTX 460 (unten)
GTX 460 SuperClocked (oben) vs GTX 460 (unten)
GeForce GTX 460 Rückseite
GeForce GTX 460 Rückseite
GeForce GTX 460 Lüfter
GeForce GTX 460 Lüfter

Während die EVGA GeForce GTX 460 mit den Referenztaktraten daher kommt, arbeitet die SuperClocked-Version schneller. Dort ist die TMU-Domäne von 675 MHz auf 763 MHz angehoben worden, während die Shadereinheiten ein Plus von 176 MHz für sich verbuchen können, was in 1.526 MHz resultiert. Der 768 MB große GDDR5-Speicher, der von Samsung produziert wird, arbeitet mit 1.900 MHz (+100 MHz). Auf dem Slotblech der beiden Karten findet der Käufer zwei Dual-Link-DVI- sowie einen Mini-HDMI-Ausgang vor.

GeForce GTX 460 von oben
GeForce GTX 460 von oben
GeForce GTX 460 von hinten
GeForce GTX 460 von hinten
GeForce GTX 460 Slotblech
GeForce GTX 460 Slotblech

Das komplette Zubehör fällt bei beiden EVGA-Karten identisch aus. Die Kabelausstattung besteht aus einem DVI-auf-D-SUB- sowie zwei Stromadapter. Als Besonderheit legt der Hersteller dem Karton noch ein drei Meter langes Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel bei. Als Softwarebeilagen gibt es eine Treiber-CD inklusive einiger eigener Tools wie dem „OC Scanner“ sowie dem „Precision“-Monitor.

GeForce GTX 460 Anschlüsse
GeForce GTX 460 Anschlüsse
GeForce GTX 460 Logo
GeForce GTX 460 Logo
GeForce GTX 460 SLI-Anschluss
GeForce GTX 460 SLI-Anschluss

EVGA gibt zwei Jahre Garantie auf die GeForce GTX 460. Als kleine Besonderheit hat der Hersteller den Garantiezeitraum der GeForce GTX 460 SuperClocked deutlich verlängert. Dort gelten die zwei Jahre und optional weitere acht, wenn die Grafikkarte bei EVGA registriert wird.

MSI GeForce GTX 460 Cyclone

Auch MSI vertraut auf das von Nvidia entworfene Referenzdesign und darüber hinaus auf ein eigenes Design, das den Namen Cyclone trägt. Dieses gibt es in einer 768-MB- und in einer 1.024-MB-Version. Ab 187 Euro [7] ist die Karte derzeit gelistet, aber noch nicht lieferbar. Das sollte sich aber laut MSI in den nächsten Tagen ändern.

MSI GeForce GTX 460 Cyclone
MSI GeForce GTX 460 Cyclone

Die MSI GeForce GTX 460 Cyclone setzt auf das Standard-PCB. Damit ist es 21 cm lang, recht aufgeräumt und kommt in Schwarz daher. Für einen einwandfreien Betrieb müssen zwei Sechs-Pin-Stromstecker mit dem 3D-Beschleuniger verbunden werden, der ansonsten seinen Dienst verweigert.

GeForce GTX 460 Cyclone Rückseite
GeForce GTX 460 Cyclone Rückseite
GeForce GTX 460 Cyclone Lüfter
GeForce GTX 460 Cyclone Lüfter
GeForce GTX 460 Cyclone Anschlüsse
GeForce GTX 460 Cyclone Anschlüsse

Der Kühler der GeForce GTX 460 Cyclone ist ein alter Bekannter, da MSI diesen bereits auf anderen Grafikkarten eingesetzt hat.

GeForce GTX 460 Cyclone von oben
GeForce GTX 460 Cyclone von oben
GeForce GTX 460 Cyclone von hinten
GeForce GTX 460 Cyclone von hinten
GeForce GTX 460 Cyclone Slotblech
GeForce GTX 460 Cyclone Slotblech

Als Lüfter setzt MSI bei der GeForce GTX 460 Cyclone ein im Durchmesser 85 mm großes Axialexemplar ein, das die kalte Luft aus dem Gehäuse anzieht und diese daraufhin über sämtliche Lamellen pustet. Die erhitze Luft wird also im Gehäuse verteilt. Die Lüftersteuerung weiß durchgängig zu überzeugen.

GeForce GTX 460 Cyclone SLI-Anschluss
GeForce GTX 460 Cyclone SLI-Anschluss
GeForce GTX 460 Cyclone Heatpipes
GeForce GTX 460 Cyclone Heatpipes
GeForce GTX 460 Cyclone Kühlerrückseite
GeForce GTX 460 Cyclone Kühlerrückseite

Der Stromsparmodus der GeForce GTX 460 Cyclone ist identisch mit dem der anderen GeForce-GTX-400-Karten. Unter Last hat MSI die Taktraten gegenüber dem Referenzdesign aber erhöht. So wird die TMU-Domäne dann mit 727 MHz anstatt mit 675 MHz betrieben, die Shadereinheiten mit 1.455 MHz (+105 MHz) und der 768 MB große GDDR5-Speicher, der von Samsung hergestellt wird, mit 1.800 MHz. Der VRAM arbeitet also als einzige Komponente exakt gleich schnell wie bei einem Standard-Modell.

GeForce GTX 460 Cyclone ohne Kühler
GeForce GTX 460 Cyclone ohne Kühler

Auf dem Slotblech des 3D-Beschleuniger findet der Käufer zwei Dual-Link-DVI- sowie einen Mini-HDMI-Ausgang vor. Die Kabelausstattung der GeForce GTX 460 Cyclone besteht aus einem DVI-auf-D-SUB-, einem DVI-auf-HDMI- sowie zwei Stromadapter. Als Softwarebeilage legt MSI dem Kunden einzig eine Treiber-CD inklusive dem eigenen Tool „Afterburner“ dem Karton bei.

Benchmarks

Die folgenden Benchmarks wurden mit dem aktuellen Grafikkarten-Testsystem [8] auf Basis eines Intel Core i7 965 ermittelt. Dieser wird mit einem Takt von 3,87 GHz betrieben, um die Karten nicht unnötig auszubremsen. Als Treiber kamen für alle Messungen (einschließlich Leistungsaufnahme und Lautstärke) der Catalyst 10.6 beziehungsweise der GeForce 257.21 (GTX 460: 258.80) zum Einsatz.

1920x1200

 Anno 1404 – 1xAA/1xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
72,2
ATi Radeon HD 5850
69,4
ATi Radeon HD 5830
60,4
EVGA GeForce GTX 460 SC
58,3
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
56,1
Asus GeForce GTX 460 TOP
54,2
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
53,8
Nvidia GeForce GTX 460
52,4
 Anno 1404 - 4xAA/16xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
48,6
ATi Radeon HD 5850
47,2
EVGA GeForce GTX 460 SC
42,8
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
42,1
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
40,8
Asus GeForce GTX 460 TOP
39,8
Nvidia GeForce GTX 460
38,9
ATi Radeon HD 5830
35,1
 Battlefield: BC2 – 1xAA/1xAF:
ATi Radeon HD 5850
60,9
Nvidia GeForce GTX 470
59,0
EVGA GeForce GTX 460 SC
50,4
ATi Radeon HD 5830
49,8
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
48,1
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
46,4
Asus GeForce GTX 460 TOP
46,4
Nvidia GeForce GTX 460
45,0
 Battlefield: BC2 - 4xAA/16xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
45,4
ATi Radeon HD 5850
45,2
EVGA GeForce GTX 460 SC
40,6
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
38,8
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
38,7
Asus GeForce GTX 460 TOP
37,5
ATi Radeon HD 5830
36,6
Nvidia GeForce GTX 460
36,3
 Call of Duty 6 – 1xAA/1xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
78,3
ATi Radeon HD 5850
74,5
ATi Radeon HD 5830
66,2
EVGA GeForce GTX 460 SC
63,7
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
62,6
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
62,5
Asus GeForce GTX 460 TOP
61,6
Nvidia GeForce GTX 460
60,7
 Call of Duty 6 - 4xAA/16xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
64,2
EVGA GeForce GTX 460 SC
60,0
ATi Radeon HD 5850
59,2
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
55,0
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
54,9
Asus GeForce GTX 460 TOP
53,0
Nvidia GeForce GTX 460
52,7
ATi Radeon HD 5830
48,2
 Crysis Warhead – 1xAA/1xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
29,8
ATi Radeon HD 5850
28,4
EVGA GeForce GTX 460 SC
25,1
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
24,3
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
24,1
Asus GeForce GTX 460 TOP
24,0
Nvidia GeForce GTX 460
23,3
ATi Radeon HD 5830
22,8
 Crysis Warhead - 4xAA/16xAF:
ATi Radeon HD 5850
22,1
Nvidia GeForce GTX 470
21,6
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
18,4
EVGA GeForce GTX 460 SC
18,4
ATi Radeon HD 5830
17,4
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
17,3
Nvidia GeForce GTX 460
17,0
Asus GeForce GTX 460 TOP
17,0
 Colin McRae Dirt 2 – 1xAA/1xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
75,5
ATi Radeon HD 5850
66,1
EVGA GeForce GTX 460 SC
63,4
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
62,8
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
62,5
Asus GeForce GTX 460 TOP
60,6
Nvidia GeForce GTX 460
59,6
ATi Radeon HD 5830
53,3
 Colin McRae Dirt 2 - 4xAA/16xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
58,8
ATi Radeon HD 5850
52,0
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
51,7
EVGA GeForce GTX 460 SC
50,9
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
48,3
Asus GeForce GTX 460 TOP
47,7
Nvidia GeForce GTX 460
46,6
ATi Radeon HD 5830
41,3
 Metro 2033 – 1xAA/1xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
41,6
ATi Radeon HD 5850
36,7
EVGA GeForce GTX 460 SC
33,1
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
32,2
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
31,8
Asus GeForce GTX 460 TOP
30,5
ATi Radeon HD 5830
30,2
Nvidia GeForce GTX 460
29,9
 Metro 2033 - 4xAA/16xAF:
Nvidia GeForce GTX 470
29,6
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
24,4
ATi Radeon HD 5850
23,1
EVGA GeForce GTX 460 SC
19,7
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
19,5
Asus GeForce GTX 460 TOP
18,7
ATi Radeon HD 5830
18,0
Nvidia GeForce GTX 460
17,6

Die geringste Steigerung gegenüber dem Referenzdesign weist die Asus GeForce GTX 460 Direct CU TOP auf, die sich unter 1920x1200 im Durchschnitt um gerade einmal zwei Prozent absetzen kann. Etwas besser macht es die MSI GeForce GTX 460 Cyclone, die eine um fünf Prozent bessere Leistung aufweist. Beide Probanden schaffen es dabei aber nicht, die GeForce GTX 460 mit 1.024 MB zu überholen.

Dies gelingt einzig der EVGA GeForce GTX 460 SuperClocked, die um zehn Prozent flotter als das Referenzdesign und um zwei Prozent schneller als die 1.024-MB-Karte ist. Eine deutlich teurere GeForce GTX 470 rendert noch um 10 Prozent schneller.

Performancerating

Nvidia GeForce GTX 470
131,2
ATi Radeon HD 5850
122,7
EVGA GeForce GTX 460 SC
109,8
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
107,8
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
105,4
Asus GeForce GTX 460 TOP
102,4
Nvidia GeForce GTX 460
100,0
ATi Radeon HD 5830
99,6
Angaben in Prozent

Sonstige Messungen

Lautstärke

 Idle:
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
40,0
EVGA GeForce GTX 460
41,0
ATi Radeon HD 5850
41,5
Nvidia GeForce GTX 460
42,0
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
42,0
EVGA GeForce GTX 460 SC
42,0
ATi Radeon HD 5830
43,5
Nvidia GeForce GTX 470
44,5
Asus GeForce GTX 460 TOP
45,0
 Last:
EVGA GeForce GTX 460
47,5
EVGA GeForce GTX 460 SC
48,0
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
48,0
Nvidia GeForce GTX 460
48,5
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
48,5
ATi Radeon HD 5830
52,5
ATi Radeon HD 5850
56,0
Asus GeForce GTX 460 TOP
56,5
Nvidia GeForce GTX 470
64,0
Angaben in Dezibel

Unter Last wissen glücklicherweise alle vier getesteten GeForce-GTX-460-Karten zu gefallen, wobei es durchaus einige Unterschiede gibt. Am schlechtesten schneidet die Karte von Asus ab, die mit 45 Dezibel durchaus aus einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören ist. Störend beim Arbeiten ist das aber zum Glück kaum. Die EVGA-Probanden zeigen mit 42 Dezibel (SuperClocked) und mit 41 Dezibel, was das Referenzdesign im Stande zu Leisten ist. Das beste Ergebnis erzielt aber die MSI GeForce GTX 460 Cyclone, die mit 40 dB flüsterleise ist.

Unter Last wird die Asus-Karte mit 56,5 Dezibel dann allerdings unverständlich laut. Einen Grund dafür gibt es nicht - das Referenzdesign und die anderen Karten machen es besser mit um die 48 dB deutlich besser.

Temperatur

 Idle:
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
32
EVGA GeForce GTX 460
33
EVGA GeForce GTX 460 SC
33
Nvidia GeForce GTX 460
34
Asus GeForce GTX 460 TOP
35
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
36
ATi Radeon HD 5830
37
ATi Radeon HD 5850
47
Nvidia GeForce GTX 470
48
 Last - GPU:
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
57
Asus GeForce GTX 460 TOP
63
EVGA GeForce GTX 460
70
Nvidia GeForce GTX 460
71
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
71
EVGA GeForce GTX 460 SC
71
ATi Radeon HD 5830
76
ATi Radeon HD 5850
88
Nvidia GeForce GTX 470
92
 Last - Chiprückseite:
ATi Radeon HD 5830
56
ATi Radeon HD 5850
57
Nvidia GeForce GTX 460
65
Asus GeForce GTX 460 TOP
67
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
68
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
69
Nvidia GeForce GTX 470
69
EVGA GeForce GTX 460
74
EVGA GeForce GTX 460 SC
74
Angaben in °C

Da die GF104-GPU von Nvidia generell keine allzu hohe Hitzeentwicklung zu haben scheint, sind alle vier Testkandidaten weit von der immer noch ungefährlichen 80-Grad-Zone entfernt. Unter Last schneiden die beiden EVGA-Karten mit dem Referenzdesign mit 70 beziehungsweise 71 Grad Celsius zwar am schlechtesten aber immer noch gut ab. Die Asus GeForce GTX 460 DirectCU TOP erreicht mit 63 Grad den zweiten Platz, während sich das Cyclone-Produkt von MSI mit 57 Grad Celsius klar an die Spitze setzt – und das ohne lauter zu werden.

Leistungsaufnahme

 Idle:
Asus GeForce GTX 460 TOP
162
EVGA GeForce GTX 460
162
EVGA GeForce GTX 460 SC
162
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
163
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
164
Nvidia GeForce GTX 460
165
ATi Radeon HD 5830
168
ATi Radeon HD 5850
170
Nvidia GeForce GTX 470
182
 Last:
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
298
ATi Radeon HD 5850
299
Asus GeForce GTX 460 TOP
302
ATi Radeon HD 5830
307
Nvidia GeForce GTX 460
310
Nvidia GeForce GTX 460 1GB
310
EVGA GeForce GTX 460
311
EVGA GeForce GTX 460 SC
314
Nvidia GeForce GTX 470
383
Angaben in Watt (W)

In Sachen Leistungsaufnahme unter Last schenken sich die vier Testkandidaten nicht viel, da alle im Bereich 162 Watt bis 163 Watt (gemeint ist der gesamte PC) liegen und somit sehr gute Ergebnisse erzielen. Das von uns getestete Sample zum Launch ist mit 165 Watt minimal hungriger.

Unter Last kommt die MSI GeForce GTX 460 Cyclone trotz der höheren Taktraten mit 298 Watt interessanterweise auf ein besseres Ergebnis als das Referenzdesign, womit die Karte gleichauf mit der Radeon HD 5850 von ATi liegt. Bei der Asus GeForce GTX 460 TOP messen wir 302 Watt und bei den beiden EVGA-Karten liegt der Verbrauch bei 311 Watt beziehungsweise 314 Watt (SuperClocked). Das von Nvidia uns zur Verfügung gestellte Testsample zieht 310 Watt aus der Leitung. Die höheren Taktraten haben also keine negativen Einfluss auf die Leistungsaufnahme.

Übertakten

 Battlefield: BC2:
MSI GTX 460 Cyclone – Übertaktet (850/1.700/2.103)
45,2
Asus GTX 460 TOP – Übertaktet (825/1.650/2.150)
44,2
EVGA GTX 460 – Übertaktet (824/1.648/2.100)
42,6
EVGA GTX 460 SC – Übertaktet (825/1.650/2.100)
42,6
EVGA GTX 460 SC – Standard (763/1.526/1.900)
40,6
MSI GTX 460 Cyclone – Standard (727/1.455/1.800)
38,8
Asus GTX 460 TOP – Standard (700/1.400/1.840)
37,5
EVGA GTX 460 – Standard (675/1.350/1.800)
36,3
 Crysis Warhead:
MSI GTX 460 Cyclone – Übertaktet (850/1.700/2.103)
20,4
Asus GTX 460 TOP – Übertaktet (825/1.650/2.150)
20,0
EVGA GTX 460 – Übertaktet (824/1.648/2.100)
19,9
EVGA GTX 460 SC – Übertaktet (825/1.650/2.100)
19,8
EVGA GTX 460 SC – Standard (763/1.526/1.900)
18,4
MSI GTX 460 Cyclone – Standard (727/1.455/1.800)
17,3
Asus GTX 460 TOP – Standard (700/1.400/1.840)
17,0
EVGA GTX 460 – Standard (675/1.350/1.800)
17,0
 Metro 2033:
MSI GTX 460 Cyclone – Übertaktet (850/1.700/2.103)
22,2
Asus GTX 460 TOP – Übertaktet (825/1.650/2.150)
21,8
EVGA GTX 460 – Übertaktet (824/1.648/2.100)
21,8
EVGA GTX 460 SC – Übertaktet (825/1.650/2.100)
21,8
EVGA GTX 460 SC – Standard (763/1.526/1.900)
19,7
MSI GTX 460 Cyclone – Standard (727/1.455/1.800)
19,5
Asus GTX 460 TOP – Standard (700/1.400/1.840)
18,7
EVGA GTX 460 – Standard (675/1.350/1.800)
17,6

Alle vier GeForce-GTX-460-Probanden lassen sich sehr gut übertakten. Das beste Ergebnis erzielen wir bei der MSI GeForce GTX 460 Cyclone, deren TMU-Domäne mit bis zu 850 MHz fehlerfrei läuft und die Shadereinheiten somit mit 1.700 MHz angesteuert werden. Der GDDR5-Speicher läuft mit bis zu 2.103 MHz ohne Probleme, womit wir die Performance je nach Applikation zwischen 14 und 18 Prozent steigern konnten. Der 3D-Beschleuniger kommt so einer GeForce GTX 470 gefährlich nahe.

Fazit

Mit der GeForce GTX 460 768 MB hat Nvidia eine gute Grafikkarte im Preissegment von mittlerweile fast 150 bis 200 Euro platziert und zahlreiche modifizierte Partnerkarten tummeln sich schon auf dem Markt. Doch sind diese wirklich besser als das (überraschend) gute Referenzdesign? Wie die letzten Seiten gezeigt haben, nicht unbedingt.

Schauen wir zuerst auf die Performance. Die Asus GeForce GTX 460 TOP macht in 1920x1200 den kleinsten Sprung gegenüber dem Referenzdesign. Gerade einmal im Durchschnitt zwei Prozent mehr Leistung können getrost ignoriert werden. Dasselbe gilt für die MSI GeForce GTX 460 Cyclone, die zwar um fünf Prozent flotter ist, was aber immer noch vernachlässigt werden kann. Deutlich besser macht es dort die EVGA GeForce GTX 460 Superclocked, deren um zehn Prozent höhere Frameraten das ein oder andere Mal zu spüren sein können.

Doch das wichtigste ist ohnehin das Kühlsystem. Und dort wissen die beiden EVGA-Karten (die Standard-Version sowie die schnellere SuperClocked-Karte) mit dem unveränderten Referenzdesign erneut zu überzeugen. Die MSI GeForce GTX 460 Cyclone mit eigenem Kühler ist nur minimal besser: Die Lautstärke ist identisch, die Temperaturen aber niedriger. Das Asus-Pendant zeigt dagegen grobe Schwachstellen, da die Kühlleistung zwar stimmt, die Lautstärke unter Last aber zu hoch ist – die unter Windows dagegen in Ordnung. Eine weitere Karte, bei der man sich fragt, was der Kühlerwechsel (außer Kundenfang durch optische Reize) bezwecken soll.

MSI GeForce GTX 460 Cyclone
MSI GeForce GTX 460 Cyclone

Zieht man nun noch die Anschaffungskosten in Betracht, gibt es eigentlich nur ein Produkt, zu dem wir nicht raten können: Die Asus GeForce GTX 460 DirectCU TOP. Die restlichen drei Kandidaten liegen eigentlich auf ein und demselben Niveau und sind alle empfehlenswert. Dennoch landet die höher getaktete SuperClocked-Variante von EVGA nur auf dem dritten Platz. Das liegt am hohen Preis von knapp 200 Euro.

Den ersten Platz teilen sich die beiden anderen Kandidaten und für beide sprechen wir eine Kaufempfehlung aus. Der EVGA GeForce GTX 460 für 169 Euro gelingt dies primär durch das gute Referenzdesign – eine „pure“ Karte, die nicht durch irgendwelche Besonderheiten punkten will – und den Preis. Die MSI GeForce GTX 460 Cyclone kommt für 190 Euro mit minimal höheren Frequenzen sowie einen minimal besseren Kühler her, der zwar in Sachen Lautstärke gleich auf liegt, dafür aber die Karte kühler hält.

Doch einen Kritikpunkt tragen schlussendlich alle GeForce-GTX-460-Produkte mit 768 MB: Der VRAM reicht aktuell in allen für die Karte praxisnahen Qualitätseinstellungen zwar noch aus, jedoch kann sich das in Zukunft durchaus ändern. Diesbezüglich hat es die 1.024-MB-Version leichter, die aber mehr kostet.

Tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeit:

Asus GeForce GTX 460 TOP
Positive Eigenschaften
  • Schnell genug für 1920x1200
  • AA/AF manchmal möglich
  • Sehr schnelles DirectX 11
  • SSAA in allen APIs möglich
  • CUDA/PhysX
  • Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
Negative Eigenschaften
  • Recht hohe Leistungsaufnahme unter Last, aber niedriger als Referenzdesign
  • Mit 768 MB kleiner Speicher
  • Laut unter Last
  • Höhere Taktraten nur bedingt hilfreich
EVGA GeForce GTX 460
Positive Eigenschaften
  • Schnell genug für 1920x1200
  • AA/AF manchmal möglich
  • Sehr schnelles DirectX 11
  • SSAA in allen APIs möglich
  • CUDA/PhysX
  • Durchweg sehr leise
  • Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
Negative Eigenschaften
  • Recht hohe Leistungsaufnahme unter Last
  • Mit 768 MB kleiner Speicher
EVGA GeForce GTX 460 SuperClocked
Positive Eigenschaften
  • Schnell genug für 1920x1200
  • AA/AF manchmal möglich
  • Sehr schnelles DirectX 11
  • SSAA in allen APIs möglich
  • CUDA/PhysX
  • Durchweg sehr leise
  • Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • Leicht gesteigerte Leistung
Negative Eigenschaften
  • Recht hohe Leistungsaufnahme unter Last
  • Mit 768 MB kleiner Speicher
MSI GeForce GTX 460 Cyclone
Positive Eigenschaften
  • Schnell genug für 1920x1200
  • AA/AF manchmal möglich
  • Sehr schnelles DirectX 11
  • SSAA in allen APIs möglich
  • CUDA/PhysX
  • Durchweg sehr leise
  • Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • Durchweg niedrige Temperaturen
Negative Eigenschaften
  • Recht hohe Leistungsaufnahme unter Last, aber niedriger als Referenzdesign
  • Mit 768 MB kleiner Speicher
  • Höhere Taktraten nur bedingt hilfreich

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/grafikkarten/2010/test_nvidia_geforce_gtx_460/
  2. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a548279.html
  3. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a547424.html
  4. http://www.computerbase.de/preisvergleich/?cat=gra16_512&asuch=gtx%20460%20768&v=e&plz=&dist=&xf=132_768&sort=p
  5. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a548302.html
  6. http://www.computerbase.de/artikel/grafikkarten/2010/test_nvidia_geforce_gtx_460/3/#abschnitt_nvidia_geforce_gtx_460
  7. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a548328.html
  8. http://www.computerbase.de/artikel/grafikkarten/2010/test_10_grafikkarten_directx_11/2/#abschnitt_testsystem
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