Einleitung
Um möglichst viele Käufer anzusprechen, gibt es die GeForce GT 240 in zahlreichen Varianten. Nicht nur 512 MB sind drin, auch 1.024 MB sind möglich. Die schnellste Variante kommt mit modernem GDDR5-Speicher daher, der eine Premiere für Nvidia darstellt. Denn die bisherigen Produkte mussten alle ohne die schnellen Speicherchips auskommen. DDR3 mit 512 MB und 1.024 MB finden sich allerdings weiterhin genauso im Portfolio.
Während wir uns ein GDDR5-Modell bereits angesehen haben, folgt nun eine DDR3-Karte. Diese stammt von Gainward und kommt mit einem 1.024 MB großen VRAM daher. Wie also schlägt sich die Karte im Vergleich zum schnelleren Bruder? Lohnt der Griff zur günstigeren Version?
Gainward GeForce GT 240 DDR3
Gainward hat diverse Adaptionen der GeForce GT 240 im eigenen Portfolio. So gibt es die GDDR5-Version mit 512 MB sowie 1.024 MB und zusätzlich noch einer leicht übertakteten Variante. Die DDR3-Variantenvielfalt beschränkt sich dagegen auf ein Modell mit 512 MB und eins mit 1.024 MB. Letzteres hat den Weg in unser Testlabor gefunden. Der aktuelle Marktpreis für die Karte beläuft sich auf nicht ganz 80 Euro [1]. Mit der Verfügbarkeit sollte es keine Probleme geben.
Das PCB der Gainward GeForce GT 240 kommt in einer roten Farbe daher und misst eine Länge von nicht ganz 17 cm, womit es minimal kürzer ist als die von uns getestete Zotac GeForce GT 240 mit GDDR5-Speicher. Die Bestückung der Platinen ähneln sich zwar, insgesamt ist die Gainward-Karte aber noch etwas aufgeräumter. Der Einbau des 3D-Beschleunigers in ein handelsübliches Gehäuse sollte kein Problem darstellen.
Auf einen Stromanschluss wird bei der Grafikkarte verzichtet, da die Leistungsaufnahme unter 75 Watt liegt. Das Kühlsystem ist als eine Dual-Slot-Variante ausgelegt, womit der nächstgelegene PCI- oder PCIe-Slot blockiert wird. Ein im Durchmesser 65 mm großer Axial-Lüfter ist genau mittig auf dem Kühlsystem platziert und von einer Plastikabdeckung umgeben. Eine Lüftersteuerung scheint es nicht zu geben, wobei diese auch nicht notwendig ist – doch mehr dazu im Abschnitt Sonstige Messungen.



Unter Windows taktet sich die GPU der Gainward GeForce GT 240 DDR3 auf 135 MHz herunter, um so Strom sparen zu können. Die Shadereinheiten arbeiten dann noch mit 275 MHz. Der 1.024 MB große GDDR3-Speicher, der von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,2 ns hergestellt wird, taktet im 2D-Modus mit geringen 135 MHz. Unter Last erhöht sich die TMU-Frequenz auf 550 MHz, die der Shadereinheiten auf 1.340 MHz und die des Speichers auf 790 MHz. Damit sind die Taktraten identisch mit denen des Referenzdesigns.



Auf dem Slotblech der Grafikkarte findet der Käufer einen D-SUB-, einen Dual-Link-DVI- sowie einen HDMI-Anschluss vor. Eine Kabelausstattung ist bei der Gainward GeForce GT 240 DDR3 nicht vorhanden und als Datenträger liegt einzig eine Treiber-CD mit den Gainward-eigenen Tools dabei.
Benchmarks
Die folgenden Benchmarks wurden mit dem aktuellen Grafikkarten-Testsystem [2] auf Basis eines Intel Core i7 965 ermittelt. Dieser wird mit einem Takt von 3,87 GHz betrieben, um die Karten nicht unnötig auszubremsen. Als Treiber kam für alle Messungen (einschließlich Leistungsaufnahme und Lautstärke) der Catalyst 9.11 (Dirt-2-Hotfix) beziehungsweise der GeForce 195.62 zum Einsatz.
1280x1024
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bei vielen Grafikkarten ist man es heutzutage gewöhnt, dass zusätzliche Speicherbandbreite nur bedingt Einfluss auf die Performance hat und stattdessen der GPU-Takt eine wichtigere Rolle spielt. Bei der GeForce GT 240 scheint dies nicht der Fall zu sein, denn die GDDR5-Version ist im Durchschnitt unter 1280x1024 um gute 14 Prozent schneller als die DDR3-Karte, obwohl letztere (in unserem Fall) gar einen doppelt so großen Speicher hat.
In beinahe allen Spielen macht sich bemerkbar, dass vor allem die Kantenglättung nach Speicherbandbreite lechzt. So ist zum Beispiel die GDDR5-Karte in Anno 1404 ohne diese nur um elf Prozent schneller, mit 4xAA sind es aber gleich 32 Prozent. Dies lässt sich auch auf andere Titel übertragen. Einzig in Stalker – Call of Pripyat kann die GeForce GT 240 mit DDR3 einen kleinen Lichtblick erhaschen, wobei das wohl dem 1.024 MB großen VRAM zuzuschreiben ist. Die GDDR5-Variante mit 512 MB bleibt dennoch schneller.
Performancerating
Angaben in Prozent
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Sonstige Messungen
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Beim Kühlsystem auf der GeForce GT 240 mit 1.024 MB DDR3-Speicher scheint Gainward alles richtig gemacht zu haben: Unter Windows kommt die Grafikkarte auf eine gemessen Lautstärke von 43 Dezibel, was ein sehr guter Wert ist. Damit ist die Karte nicht nur aus einem geschlossenen Gehäuse nicht heraus zu hören, zudem liegt Gainward auch weit vor dem Konkurrenzmodell aus dem Hause Zotac. Ein ruhiges Arbeiten ist problemlos möglich.
Unter lasst schnappt sich die Gainward-Adaption gar den ersten Platz, weil sie den Lüfter nicht schneller drehen lässt. 43 Dezibel im 3D-Modus ist ein absoluter Top-Wert. Die Zotac GeForce GT 240 GDDR5 kommt dagegen auf zu laute 55,5 Dezibel, eine GeForce 9800 GT, die unter Windows noch leiser ist, auf 46 Dezibel. In Spielen ist die Grafikkarte absolut unhörbar.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
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Unter Windows liegt das DDR3-Modell der GeForce GT 240 von Gainward mit einer Leistungsaufnahme von 154 Watt (gemeint ist der gesamte PC) leicht vor den Werten der GDDR5-Karte von Zotac, die auf 157 Watt kommt. Unter Last vergrößern sich die Differenzen dann. Die DDR3-Version schafft mit 217 Watt ein sehr gutes Ergebnis, während die GDDR5-Variante mit 226 Watt etwas Federn lassen muss, obwohl dort ein nur halb so großer VRAM verbaut ist. In dem Fall kosten die höheren Taktraten schlicht und ergreifend einige Watt.
Temperatur
Angaben in °C
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Die Temperaturen der Gainward GeForce GT 240 DDR3 liegen absolut im grünen Bereich. Unter Windows wird der Rechenkern nicht wärmer als 35 Grad Celsius, unter Last sind es maximal 58 Grad. Auf der Chiprückseite messen wir bis zu 48 Grad Celsius. Zu Hitzeproblemen sollte es mit dem 3D-Beschleuniger also zu keiner Zeit kommen.
Übertakten
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die TMU-Domäne der Gainward GeForce GT 240 DDR3 lässt sich nur bedingt um 76 MHz auf 626 MHz übertakten. Die Shadereinheiten machen dagegen ein gutes Plus um 309 MHz mit, was in 1.649 MHz resultiert. Ebenso übertaktungsfreudig zeigte sich der 1.024 MB große DDR3-Speicher, der ein Plus von 197 MHz und somit 987 MHz zulässt. Je nach Anwendung konnten wir so die Performance um acht bis zehn Prozent steigern.
Fazit
Mit der GeForce GT 240 hat der Bordpartner Gainward eine Grafikkarte ins untere Mid-Range-Segment aufgenommen, von der es zahlreiche Varianten gibt. Wir haben uns in diesem Artikel auf die DDR3-Version mit einem 1.024 MB großen Speicher konzentriert und diese mit einer GDDR5-Karte, die aber nur mit 512 MB ausgestattet ist, verglichen. Und es sind dabei einige interessante Erkenntnisse heraus gekommen.
So liegt die Performance der DDR3-Karte überraschenderweise spürbar deutlich unter der der GDDR5-Version. Bei den meisten 3D-Beschleunigern ergeben sich bei einer höheren Speicherbandbreite nur geringe Unterschiede und bei einem höheren Chiptakt dagegen größere, bei der GeForce GT 240 scheint aber eher das Gegenteil der Fall zu sein. Denn so ist die DDR3-Karte unter 1280x1024 im Durchschnitt gute 14 Prozent langsamer als der größere Bruder. Die 1.024 MB auf der Gainward GeForce GT 240 scheinen derweil nutzlos zu sein, da die Zotac GeForce GT 240 GDDR5 mit 512 MB durchweg vorne oder mindestens gleich auf liegt.
Abgesehen von der Geschwindigkeit hat die Gainward-Adaption aber ausnahmslos Vorteile gegenüber der GDDR5-Variante. Ein großes Lob können wir für den Dual-Slot-Kühler aussprechen, der zwar den nächstgelegenen Slot blockiert, dafür aber durchweg sehr leise agiert – sehr gut, Gainward! Und trotz der leisen Kühlung liegen die Temperaturen absolut im grünen Bereich. Auch in der Leistungsaufnahme kann sich die DDR3-Karte, obwohl der Speicher doppelt so groß ist, vor das GDDR5-Exemplar setzen.
Leider ist der Preis der Gainward GeForce GT 240 DDR3 mit 1.024 MB aus unserer Sicht zu hoch: 77 Euro lautet das günstigste Angebot. Für unter 75 steht bei Konkurrent ATi bereits die neue Radeon HD 5670 bereit. Diese ist im Durchschnitt mit einem Plus von 33 Prozent doch deutlich schneller und beherrscht darüber hinaus DirectX 11. Die Leistungsaufnahme ist nur minimal schlechter, allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Kühlsystem leise genug arbeitet. Eigentlich schade, denn vor allem dieses ist auf der Gainward GeForce GT 240 DDR3 einfach nur überzeugend.
- Sehr leises Kühlsystem in allen Lebenslagen
- Durchgehend geringe Leistungsaufnahme
- Sehr niedrige Temperaturen
- CUDA
- Performance oft kritisch
- Im Vergleich zur Konkurrenz zu teuer
- 1.024 MB im Endeffekt sinnlos

