Einleitung
Die GeForce GTX 460 ist aktuell Nvidias beste GeForce-GTX-400-Karte auf dem Markt. Der 3D-Beschleuniger ist preiswert, schnell und dabei als erste Fermi-Karte gut zu kühlen. Doch trotz des bereits guten Referenzdesigns nutzen die meisten Hersteller vermehrt Eigenentwicklungen, die nicht immer alles besser machen, aber in jedem Fall für unterschiedliche Produkte am Markt sorgen. Auch Zotac schickt nach großen Erfolgen mit der GeForce GTX 470 AMP! (ComputerBase-Test [1]) und GeForce GTX 480 AMP! (ComputerBase-Test [2]) nun mit der GeForce GTX 460 AMP! eine eigene Variante auf den Markt.
Die Grafikkarte kommt mit einem 1.024 MB großen GDDR5-Speicher daher, vertraut auf ein modifiziertes PCB, auf einen anderen Kühler und auf höhere Taktraten. Ob hier nicht nur alles anders, sondern unterm Strich auch alles besser ist, klären die folgenden Seiten.
Zotac GeForce GTX 460 AMP!
Zotac hält mit Vorstellung der AMP!-Variante nun drei Varianten der GeForce GTX 460 im eigenen Portfolio:
- Zotac GeForce GTX 460 Synergy Edition: Referenzdesign, 768 MB
- Zotac GeForce GTX 460: eigenes Design, 1.024 MB
- Zotac GeForce GTX 460 AMP!: eigenes Design, übertaktet, mehr Anschlussmöglichkeiten, 1.024 MB
Die Zotac GeForce GTX 460 AMP! ist aktuell noch nicht lieferbar [3], was sich nach Herstellerangaben aber in den nächsten Tagen ändern sollte. Auch ein Preis ist noch nicht bekannt [2], wir gehen aber davon aus, dass dieser wie bei den anderen AMP!-Karten deutlich höher als bei den gewöhnlichen Varianten liegt.
Update: Aktuell ist die Zotac GeForce GTX 460 AMP! bei den ersten Händlern ab etwa 240 Euro [4] gelistet, aber weiterhin noch nicht lieferbar.
| Merkmal | Ausprägung | |
|---|---|---|
| PCB | Design | Referenzdesign mit minimalen Änderungen |
| Länge | 21,5 cm | |
| Stromversorgung | 2 x 6 Pin | |
| Kühler | Design | eigene Entwicklung, 2 Slot |
| Kühlkörper | Kupfer-Kern, Alu-Radiator, keine Heatpipes | |
| Lüfter | 1 x 75 mm (axial) | |
| Lüftersteuerung | Ja | |
| Takt (Stromsparmodus) | GPU | 810 MHz (51 MHz) |
| Shader | 1.620 MHz (101 MHz) | |
| Speicher | 2.000 MHz (135 MHz) | |
| Speichergröße | 1.024 MB GDDR5, Samsung | |
| Anschlüsse | 2 x Dual-Link-DVI 1 x HDMI 1 x DisplayPort |
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| Lieferumfang | Hardware | 2 x Strom 1 x DVI auf D-SUB |
| Software | Treiber-CD CUDA-Freeware Prince of Persia: The Forgotten Sands |
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Benchmarks
Die folgenden Benchmarks wurden mit dem aktuellen Grafikkarten-Testsystem [5] auf Basis eines Intel Core i7 965 ermittelt. Dieser wird mit einem Takt von 3,87 GHz betrieben, um die Karten nicht unnötig auszubremsen. Als Treiber kamen für alle Messungen (einschließlich Leistungsaufnahme und Lautstärke) der Catalyst 10.6 beziehungsweise der GeForce 257.21 (GTX 460: 258.80) zum Einsatz.
1920x1200
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Zotac hat die Frequenzen der GeForce GTX 460 AMP! ordentlich angehoben. Im Durchschnitt steigt die Leistung unter 1920x1200 gegenüber dem Referenzdesign um gute 17 Prozent, womit es der 3D-Beschleuniger sogar schafft sich um drei Prozent vor die ATi Radeon HD 5850 zu setzen. Auch an die GeForce GTX 470 kommt die Karte nahe heran, scheitert mit einem Rückstand von vier Prozent nur knapp.
Die größte Steigerung der GeForce GTX 460 AMP! können wir in Crysis Warhead messen. Dort liegt die Differenz zum Standard-Modell sowohl mit als auch ohne Anti-Aliasing sowie der anisotropen Filterung bei runden 20 Prozent. Die geringste Steigerung stellen wir dagegen in Call of Duty: Modern Warfare 2 fest. In dem Spiel kann sich die Grafikkarte unabhängig von den Qualitätseinstellungen nur um elf Prozent steigern.
Performancerating
Angaben in Prozent
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Sonstige Messungen
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Bei der Lautstärke zeigt sich das Referenzdesign der GeForce GTX 460 von seiner starken Seite und macht eigentlich schon alles richtig. Und Überraschung: Die Variante auf der Zotac GeForce GTX 460 AMP! kann das hohe Niveau nicht halten. Schon unter Windows stellen wir 43,5 Dezibel fest. Unter Last wird der 3D-Beschleuniger dann sogar deutlich lauter. Wir messen eine Geräuschentwicklung von 55 Dezibel. Damit kann der Lüfter problemlos von den restlichen Komponenten unterschieden werden und die Grafikkarte fällt in ruhigen Sequenzen unangenehm auf. Damit hat es Zotac mit diese AMP!-Karte nicht geschafft, die Geräuschkulisse der Referenzkarte zu verbessern, sondern - wahrscheinlich den hohen Taktraten geschuldet - ganz das Gegenteil erreicht.
Temperatur
Angaben in °C
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Unter Windows erhitzt sich die GF104-GPU auf der Zotac GeForce GTX 460 AMP! nur auf geringe 32 Grad Celsius, während wir unter Last höchstens 72 Grad feststellen. Damit liegt der 3D-Beschleuniger ziemlich genau auf ein und demselben Niveau wie das Referenzdesign. Auf der Chiprückseite messen wir Temperaturen von bis zu 71 Grad Celsius.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
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Unter Windows können wir erfreuliches bezüglich der Leistungsaufnahme der Zotac GeForce GTX 460 AMP! berichten. Denn schon das Referenzdesign ist mit 165 Watt (gemeint ist der gesamte PC) angenehm genügsam und die AMP!-Variante setzt mit 161 Watt noch einen drauf. Unter Last muss die Leistungsaufnahme dann den höheren Taktraten Tribut zollen, da wir dort eine Leistungsaufnahme von 323 Watt anstatt 310 Watt messen.
Übertakten
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Da Zotac die GeForce GTX 460 AMP! von Haus aus bereits stark übertaktet, halten sich unsere Erfolge beim weiteren Übertakten in Grenzen. Die TMU-Domäne macht ein geringes Plus von 16 MHz mit, die Shadereinheiten somit einen Mehrtakt von 32 MHz, was in 826 MHz beziehungsweise 1.652 MHz resultiert. Der 1.024 MB große GDDR5-Speicher lässt sich dagegen noch gut übertakten. Eine Steigerung von 2.000 MHz auf 2.300 MHz können wir ohne Probleme erreichen. Damit steigt die Performance ja nach Anwendung um weitere null und vier Prozent.
Fazit
Die Zotac GeForce GTX 460 AMP! schafft es zweifellos, sich mehr als nur ein etwas vom (bereits guten) Referenzdesign abzusetzen. Der Hauptunterschied ist in diesem Fall in der Geschwindigkeit und nicht wie bei den anderen Fermi-AMP!-Karten in der Lautstärke zu suchen.
Während die meisten von Haus aus übertakteten Grafikkarten nur kleine Sprünge machen, schöpft Zotac aus dem Vollen und erhöht die Taktraten signifikant. Unter 1920x1200 arbeitet die Grafikkarte damit im Durchschnitt um 17 Prozent flotter als das Standard-Modell, womit sich die AMP!-Variante vor der Radeon HD 5850 und nur knapp hinter der GeForce GTX 470 platziert.
Einen Dämpfer verschafft sich die GeForce GTX 460 AMP! hingegen mit dem modifizierten Kühlsystem. Es ist unter Last nicht nur messbar lauter als das des Referenzdesigns. Der 3D-Beschleuniger kommt hier auf das Niveau der Radeon HD 5870. In Sachen Leistungsaufnahme gibt es unter Windows hingegen nur positives zu berichten, aufgrund der höheren Frequenzen sind unter Last jedoch 13 Watt mehr zu verbuchen.
Unterm Strich fällt auch die Zotac GeForce GTX 460 AMP! in jedem Fall aus dem Rahmen, wenn man sie mit den anderen Partnerkarten vergleicht. Doch nicht die Lautstärke wie bei der GeForce GTX 470 AMP! (ComputerBase-Test [6]) oder der GeForce GTX 480 AMP! (ComputerBase-Test [1]) macht den Unterschied, in diesem Fall ist es die Geschwindigkeit. In diesem Punkt schafft es die Karte, mehr einer GeForce GTX 470 zu ähneln als einer GeForce GTX 460. Der Konkurrent bei ATi ist nicht mehr die Radeon HD 5830 sondern die Radeon HD 5850. Und das wird sich auch im Preis widerspiegeln.
Dieser ist uns zwar noch nicht bekannt, jedoch gehen wir aktuell von etwa 250 Euro aus. Damit würde er zwar signifikant höher als beim Referenzdesign liegen, im Vergleich zur GeForce GTX 470 ginge das aus unserer Sicht dennoch in Ordnung. Aktuell kostet auch eine GeForce GTX 470 in etwa 250 Euro und beide Karten haben ihre Vor- und Nachteile. Während die GeForce GTX 470 minimal schneller ist und einen größeren Speicher hat, bleibt auch die GeForce GTX 460 AMP! deutlich leiser und zieht weniger Strom aus der Leitung. Bei gleichem Kostenpunkt sollten deshalb die persönlichen Vorlieben entscheiden, welche Version es sein sollte.
Falls sich der Preis der Zotac-Karte gar leicht unter dem Preis einer GeForce GTX 470 ansiedelt, kann ohne größere Bedenken zum AMP!-Modell gegriffen werden. Wem hingegen die Leistung der GeForce GTX 460 genügt, der schaut sich stattdessen lieber bei der voraussichtlich deutlich günstigeren Konkurrenz oder den normalen Zotac-Karten um, die im Referenzdesign dann auch leiser ist.
Update: Aktuell ist die Zotac GeForce GTX 460 AMP! bei den ersten Händlern ab etwa 240 Euro [3] gelistet, aber weiterhin noch nicht lieferbar.
- Schnell genug für 1920x1200
- Meistens AA/AF möglich
- Sehr schnelles DirectX 11
- SSAA in allen APIs möglich
- CUDA/PhysX
- Leise unter Windows
- Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
- „Prince of Persia“-Vollversion
- Recht hohe Leistungsaufnahme unter Last
- Relativ laut unter Last


