04.02.2010 20:52

Test: Sapphire Radeon HD 5450 (3/19)

Der Multimedia-Künstler für 40 Euro?
Autor: Wolfgang Andermahr

Impressionen

Sapphire Radeon HD 5450

Mit der Radeon HD 5450 stellt ATi die langsamste Version der DirectX-11-Generation vor, die dementsprechend für wenig Geld im Low-End-Markt um Kunden werben soll. Eine der Adaptionen stammt wie gewohnt von Sapphire, die vier verschiedene Varianten am Start haben werden. Es gibt Modelle mit 512 MB sowie mit 1.024 MB, wobei sich erstere in unserem Testlabor eingefunden hat. Derzeit ist die Karte ab etwa 45 Euro gelistet, verfügbar ist sie aber noch nicht.

Sapphire Radeon HD 5450

Das PCB der Sapphire Radeon HD 5450 misst eine Länge von 17 cm, womit dieses, typisch für eine Low-End-Karte, klein ausfällt. Der Einbau in ein handelsübliches Gehäuse sollte also kein Problem darstellen. Das PCB wird im Low-Profile-Format gebaut und kommt in einer blauen Farbe daher. Die Platine an sich entspricht dabei dem Referenzdesign, einzig einige Bauteile hat der Hersteller ausgetauscht.

Radeon HD 5450 Rückseite Radeon HD 5450 Slotblech Radeon HD 5450 Kühler

Da die Leistungsaufnahme mit etwa 19 Watt weit unter den maximal möglichen 75 Watt ausfällt, ist ein zusätzlicher Stromstecker nicht notwendig. Die Leistung wird der Karte stattdessen über den PCIe-Slot gegeben. Das Single-Slot-Kühlsystem (wobei der Slot über der Grafikkarte blockiert wird!) ist sehr einfach gehalten und besteht einzig und alleine aus einem Kühlkörper, der aus günstigem Aluminium hergestellt wird. Auf teureres Kupfer wird durchgängig verzichtet.

Radeon HD 5450 Anschlüsse Radeon HD 5450 D-SUB Radeon HD 5450 von hinten

Sapphire bestückt die Kühlfläche mit einigen groben Lamellen, um so die Oberfläche besser abkühlen zu können. Auf einen Lüfter wird verzichtet, stattdessen soll die Gehäusekühlung für die nötige Frischluft sorgen. Dementsprechend sollte also mindestens ein Gehäuselüfter vorhanden sein, um auch in warmen Sommertagen einen einwandfreien Betrieb gewährleisten zu können.

Unter Windows taktet sich die GPU der Sapphire Radeon HD 5450 auf 157 MHz herunter, um so Strom sparen zu können. Der 512 MB große DDR3-Speicher, der von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,2 ns hergestellt wird, agiert dann noch mit 200 MHz. Auf dem Slotblech findet der Käufer einen D-SUB-, einen DVI- sowie einen DisplayPort-Anschluss vor. Damit ist die gleichzeitige Nutzung von drei Monitoren (Eyefinity) möglich.

Radeon HD 5450 von oben Radeon HD 5450 Kühlerrückseite Radeon HD 5450 ohne Kühler

Um die Produktionskosten so gering wie möglich zu halten, verzichtet Sapphire bei der Radeon HD 5450 auf jegliche Kabel. Als Software liegt eine Treiber-CD und „SimHD“ von ArcSoft in dem Karton bei. Darüber hinaus gibt es noch zwei verschiedene Slotblenden, die mit der bereits verbauten ausgetauscht werden können. Diese sind, anders als die montierte, im Low-Profile-Format gefertigt.