Die Radeon HD 5870 von ATi ist schon eine ganze Weile auf dem Markt und hat mit der GeForce-GTX-400-Serie mittlerweile endlich Konkurrenz in Sachen Leistung bekommen. Nicht zuletzt aus diesem Grund sprießen neuerdings immer interessantere Varianten des ATi-Single-GPU-Flaggschiffs auf den Markt. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, haben wir uns schon einige Radeon-HD-5870-Modelle angeschaut, wobei uns bis jetzt die PowerColor Radeon HD 5870 PCS+ am meisten gefallen hat. Inzwischen gibt es jedoch weitere 3D-Beschleuniger aus dem Hause Asus und Sapphire, die den Titel der „besten Radeon HD 5870“ für sich beanspruchen.
Asus und Sapphire
Die Rede ist von der Asus Radeon HD 5870 Matrix sowie der Sapphire Radeon HD 5870 Toxic 2GB, für die die Hersteller tief in die Trickkiste gegriffen haben. Ein überarbeitetes PCB, ein modifiziertes Kühlsystem, deutlich gesteigerte Taktraten und schlussendlich einen mit 2.048 MB doppelt so großen GDDR5-Speicher als normal sind die Eckpunkte der beiden Grafikkarten. Ob das reicht für die Krone klären wir auf den folgenden Seiten.
Impressionen
Asus Radeon HD 5870 Matrix
Das schwarz gefärbte PCB der Asus Radeon HD 5870 Matrix ist eine vollständige Eigenentwicklung und misst eine Länge von 27,5 cm, womit es interessanterweise etwas länger als die Designs anderer Hersteller ist, die auf etwa 25,5 cm kommen. Ein Blick in das eigene Gehäuse ist vor dem Kauf also Pflicht, da schnell ein Bauteil den Einbau blockieren kann.
Asus Radeon HD 5870 Matrix
Gleich zwei Acht-Pin-Stromstecker sind für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Grafikkarte notwendig.
Radeon HD 5870 Matrix von oben Radeon HD 5870 Matrix von hinten Radeon HD 5870 Matrix Lüfter
Das Kühlsystem der Asus Radeon HD 5870 Matrix macht einen mächtigen Eindruck: Auf der Vorderseite ist eine Kühlplatte montiert, die einen Großteil der Platine belegt. Eine Plastikhaube bestärkt den mächtigen Eindruck.
Radeon HD 5870 Matrix Rückseite Radeon HD 5870 Matrix Anschlüsse
Am Ende der Grafikkarte findet der Käufer einen im Durchmesser 75 mm großen Radiallüfter vor, der aktiv über eine Regelung gesteuert wird. Auf Wunsch kann die Lüftersteuerung manuell geändert werden, um die Lautstärke zu verringern, oder die Kühlleistung zu verbessern. Auf der Rückseite ist eine zusätzliche Kühlplatte installiert, die den dort verbauten GDDR5-Speicher auf niedrigen Temperaturen halten soll.
Radeon HD 5870 Matrix CF-Anschlüsse Radeon HD 5870 Matrix Asus-Chip Radeon HD 5870 Matrix Logo
Unter Windows taktet sich die Asus Radeon HD 5870 Matrix auf 157 MHz herunter, um so Strom sparen zu können. Der 2.048 MB große GDDR5-Speicher, der von Samsung hergestellt wird, arbeitet dann noch mit 600 MHz. Unter Last taktet sich die RV870-GPU auf 900 MHz hoch, 50 MHz schneller als das Referenzdesign. Der Speicher arbeitet dann mit 2.400 MHz, exakt gleich schnell wie ein Standard-Modell.
Auf dem Slotblech findet der Käufer einen DVI-, einen HDMI- und einen DisplayPort-Anschluss vor – Eyefinity mit bis zu drei Monitoren ist also möglich (wenn auch einer, anders als gewohnt, über HDMI verfügen muss). Ein „Safe Mode“-Knopf kann die Frequenzen und Spannungen der Grafikkarte nach einer misslungenen Modifizierung wieder auf die Standard-Werte zurück setzen.
Radeon HD 5870 Matrix Stromanschlüsse Radeon HD 5870 Matrix Slotblech Radeon HD 5870 Matrix Schriftzug
Wie bei einer Matrix-Karte üblich, kommt die spezielle Asus Radeon HD 5870 mit der iTracker2-Software daher, die dem Käufer ein mächtiges Tool in die Hand legt. Denn damit ist es nicht nur möglich, die Frequenzen zu steigern, sondern auch die Spannungen der GPU und des Speichers zu erhöhen. Ebenso lässt sich die Lüftersteuerung manuell nach den eigenen Wünschen anpassen.
Radeon HD 5870 Matrix Kühlblech Radeon HD 5870 Matrix Kühlerrückseite Radeon HD 5870 Matrix Rückseite ohne Kühler
Die Kabelausstattung der Asus Radeon HD 5870 Matrix besteht aus einem DVI-auf-D-SUB-, einem DVI-auf-HDMI sowie zwei Stromadapter (Acht-Pin auf 2x 6-Pin). Auch eine CrossFire-Bridge ist mit von der Partie. Die Softwarebeilagen beschränken sich leider auf eine Treiber-CD inklusive der Asus-eigenen Tools wie dem iTracker 2. Darüber hinaus gibt es noch eine CD-Mappe.
Radeon HD 5870 Matrix Spannungswandler Radeon HD 5870 Matrix ohne Kühler
Sapphire Radeon HD 5870 Toxic 2GB
Das blau gefärbte PCB der Sapphire Radeon HD 5870 Toxic misst eine Länge von 25,5 cm und ist somit in etwa gleich lang wie die Designs anderer Hersteller. Das Referenzdesign ist dagegen etwas länger. Nichtsdestotrotz sollte vorher jeder potenzielle Käufer einen Blick in das eigenen Gehäuse werfen, ob kein Bauteil oder zum Beispiel ein SATA-Anschluss den Einbau verhindert.
Sapphire Radeon HD 5870 Toxic
Die Grafikkarte benötigt für den Betrieb einen Sechs-Pin- und einen Acht-Pin-Stromstecker, während das Referenzdesign noch mit zwei Sechs-Pin-Stromsteckern auskommt.
Radeon HD 5870 Toxic Rückseite Radeon HD 5870 Toxic Schriftzug Radeon HD 5870 Toxic Lüfter
Das Dual-Slot-Kühlsystem (mit der bekannten Vapor-X-Technologie) macht einen massiven Eindruck. Das Kernstück ist eine Kühlplatte aus günstigem Aluminium, in dem ein Kühlblock aus Kupfer eingelassen ist, der direkt über der RV870-GPU sitzt. Die andere Seite der Kühlplatte ist mit zahlreichen Lamellen bedeckt, die die aufkommende Wärme schneller abführen sollen. Ebenso gibt es noch drei Heatpipes, die mit dem GPU-Block und den Lamellen verbunden sind. Wie mittlerweile gewohnt, ist der Kühler auch hier von einem Plastikmantel umzogen.
Radeon HD 5870 Toxic CF-Anschlüsse Radeon HD 5870 Toxic Logo Radeon HD 5870 Toxic Stromanschlüsse
Mittig auf dem Kühlsystem ist ein im Durchmesser 85 mm großer Axiallüfter platziert, der aktiv von einer Steuerung geregelt wird – und dabei eine ganz gute Figur hinterlässt.
Radeon HD 5870 Toxic Slotblech Radeon HD 5870 Toxic Rückseite ohne Kühler Radeon HD 5870 Toxic Rückseite Kühler
Unter Windows taktet sich die GPU der Radeon HD 5870 Toxic auf 157 MHz herunter, um so Strom sparen zu können. Dasselbe gilt für den 2.048 MB großen GDDR5-Speicher, der noch mit 600 MHz arbeitet. Unter Last taktet sich der Rechenkern auf 925 MHz hoch, 75 MHz mehr als auf dem Referenzdesign. Der Speicher wird dann mit 2.450 MHz, 50 MHz mehr als normal, angesteuert.
Radeon HD 5870 Toxic ohne Kühler
Auf dem Slotblech der Radeon HD 5870 Toxic findet der Käufer die üblichen zwei Dual-Link-DVI-, einen HDMI- und einen DisplayPort-Ausgang vor, womit Eyefinity mit bis zu drei Monitoren problemlos möglich ist. Als Zubehör legt Sapphire einen DVI-auf-D-SUB, zwei Stromadapter (4-Pin auf 6-Pin PCIe und 2x6-Pin auf 8-Pin PCIe) und eine CrossFire-Bridge in den Karton bei. Das Softwarezubehör besteht aus einer Treiber-CD sowie ArcSoft SimHD – auf ein Spiel verzichtet der Hersteller leider.
Testsystem
Testsystem:
Prozessor
Intel Core i7 965 Extreme Edition (übertaktet per Multiplikator auf 3,87 GHz, Quad-Core)
CPU-Kühler
Noctua NH-U12P
Motherboard
Asus Rampage 2 Extreme (Intel X58, BIOS-Version: 1639)
Arbeitsspeicher
3x 2.048 MB Corsair DDR3-1600 (8-8-8-24)
Grafikkarten
ATi Radeon HD 5970 (725/2.000), 2x 1.024 MB
Asus Radeon HD 5870 Matrix (900/2.400), 2.048 MB
Sapphire Radeon HD 5870 Toxic (925/2.450), 2.048 MB
Coolermaster M850 Real Power Pro Modular (850 Watt)
Peripherie
Pioneer BDC-202BK SATA Blu-ray-Laufwerk
Western Digital Caviar Black mit 1.000 GB und 32 MB Cache
Gehäuse
Corsair Obsidian 800D
Treiberversionen
ATi Catalyst 10.3a Preview (HD 5970, HD 5870, HD 5850)
ATi Catalyst 8.703_RC2 (HD 5830)
ATi Catalyst 8.69 RC3 (HD 5670)
ATi Catalyst 9.11 (Dirt-2-Hotfix)
Nvidia GeForce 197.17 (GTX 480, GTX 470)
Nvidia GeForce 195.62
Software
Microsoft Windows 7 x64
Microsoft DirectX 9.0c
Microsoft Direct3D 10
Microsoft Direct3D 11
Benchmarks
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
Synthetische Benchmarks:
3DMark Vantage 1.01
Spielebenchmarks:
Anno 1404, Vollversion, Version 1.1
Batman: Arkham Asylum, Vollversion, Version 1.1
Battleforge, Vollversion, Version x (wird zwangsweise aktualisiert)
Call of Duty 5, Vollversion, Version 1.7
Colin McRae: Dirt 2, Vollversion, Version 1.0
Crysis Warhead, Vollversion, Version 1.1
Red Faction: Guerilla, Vollversion, Version 1.1
Riddick: Assault on Dark Athena, Vollversion, Version 1.01
Risen, Vollversion, Version 1.1
Stalker – Call of Pripyat, Vollversion, Version 1.1
World in Conflict: Soviet Assault, Vollversion, Version 1.0
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 (nur langsame Karten), 1680x1050, 1920x1200 sowie 2560x1600 (letzten beide Auflösungen nur bei entsprechend schnellen Grafikkarten) entschieden. Damit zollen wir den modernen High-End-Beschleunigern Tribut, die durch ihre Rechenkraft niedrigeren Auflösungen CPU-limitiert werden lassen. Neben den reinen Auflösungen lassen wir den Benchmarkparcours auch mit 4-fachem (und falls möglich achtfachem) Anti-Aliasing sowie 16-fachen anisotropen Filter durchlaufen. TSSAA (Nvidia) oder AAA (ATi) zur Glättung von Alpha-Test-Texturen nutzen wir aufgrund von Kompatibilitätsproblemen nicht in unserem Benchmarkparcours.
Nach sorgfältiger Überlegung und mehrfacher Analyse selbst aufgenommener Spielesequenzen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Qualität der Texturfilterung auf aktuellen ATi- und Nvidia-Grafikkarten in der Standard-Einstellung in etwa vergleichbar sind. Bei Nvidia verändern wir somit keinerlei Einstellungen und im ATi-Treiber belassen wir die A.I.-Funktion auf „Standard“.
Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt, sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer bemerkbarer wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden ist. Grafisch bieten die zwei Spieletests dementsprechend viel fürs Auge, wobei vor allem der zweite Test Glanzpunkte setzen kann. Mit FP16-HDR, Tiefenunschärfe, Parallax Occlusion Mapping, einer physikalische Simulation auf der GPU, diversen Shadereffekten und noch vielem mehr bringt der 3DMark Vantage die 3D-Hardware problemlos ans Leistungslimit. Wir testen das Programm (falls die Grafikkarten es zulassen) im Performance-, High- und Extreme-Preset. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [1]
3DMark Vantage – RV8x0 3DMark Vantage – GT200
3DMark Vantage - 1280x1024
Performance-Preset:
ATi Radeon HD 5970
25.073
Sapphire HD 5870 Toxic
20.268
Asus HD 5870 Matrix
19.978
Nvidia GeForce GTX 295
19.689
ATi Radeon HD 5870
19.497
ATi Radeon HD 5870 2GB
19.445
Nvidia GeForce GTX 480
18.797
ATi Radeon HD 5850
16.575
Nvidia GeForce GTX 470
15.372
ATi Radeon HD 5830
14.341
Nvidia GeForce GTX 285
13.699
Nvidia GeForce GTX 275
12.858
ATi Radeon HD 4890
12.127
ATi Radeon HD 4870
11.056
Nvidia GeForce GTX 260
10.838
ATi Radeon HD 5770
10.358
ATi Radeon HD 4770
8.337
Nvidia GeForce GTS 250
8.105
ATi Radeon HD 5750
7.175
Nvidia GeForce 9800 GT
6.662
ATi Radeon HD 5670
6.363
Nvidia GeForce GT 240
5.515
Angaben in Punkten
3DMark Vantage - 1920x1200
Extreme-Preset:
ATi Radeon HD 5970
13.696
Sapphire HD 5870 Toxic
9.665
Asus HD 5870 Matrix
9.500
Nvidia GeForce GTX 480
9.250
ATi Radeon HD 5870 2GB
9.172
ATi Radeon HD 5870
9.119
Nvidia GeForce GTX 295
9.096
ATi Radeon HD 5850
7.370
Nvidia GeForce GTX 470
7.312
ATi Radeon HD 5830
6.071
Nvidia GeForce GTX 285
6.044
Nvidia GeForce GTX 275
5.552
ATi Radeon HD 4890
4.832
Nvidia GeForce GTX 260
4.572
ATi Radeon HD 5770
4.350
ATi Radeon HD 4870
4.343
ATi Radeon HD 5750
3.373
ATi Radeon HD 4770
3.151
Nvidia GeForce GTS 250
3.088
Nvidia GeForce 9800 GT
2.476
ATi Radeon HD 5670
2.348
Nvidia GeForce GT 240
2.055
Angaben in Punkten
Direct3D-9-Benchmarks
Batman: Arkham Asylum (PhysX)
Die Fledermaus ist wieder da und tritt diesmal nicht nur auf den Konsolen, sondern genauso auf dem PC an. Batman: Arkham Asylum ist der Name des Spiels, wobei es sich um ein klassisches Actionspiel von der Schulterperspektive aus handelt. Und im Gegensatz zu vielen anderen Spielen auf Basis eines Filmes, haben die Entwickler mit dem Titel eine gute Arbeit geleistet. Dasselbe gilt für die Technik, da als Basis die Unreal Engine 3 zum Einsatz kommt, die durchaus zu gefallen weiß. Batman: Arkham Asylum unterstützt als einer der wenigen Spiele GPU-PhysX, was optional aktiviert werden kann. In dem Fall wirkt die Interaktion mit der Physik in den Levels deutlich vielschichtiger, was von einer aktuellen Nvidia-GPU berechnet werden kann. Sämtliche ATi-Karten müssen das zusätzliche Rendering dagegen der CPU überlassen, weswegen die Radeon-Beschleuniger keine Chance in dem Spiel haben. Batman: Arkham Asylum ist der Vertreter von GPU-PhysX in unserem Testparcours, was wir dementsprechend auf der Einstellung „Normal“ angeschaltet haben. Als Testsequenz nutzen wir den integrierten Benchmark. Da GPU-PhysX kein offener Standard ist und wohl auch in Zukunft nicht in vielen hochwertigen Spielen eingesetzt wird, haben wir uns dazu entschlossen, diesen Test nicht in das Gesamtrating mit einfließen zu lassen.
Das Spiel Call of Duty: World at War ist wieder einmal im zweiten Weltkrieg angesiedelt, und zeigt unter anderem den Kampf der Amerikaner gegen die Asiaten. Dabei schaut man sich viel von dem sehr erfolgreichen und beliebten Vorgänger Call of Duty 4 ab. Doch nicht nur spielerisch weiß der First-Person-Shooter zu gefallen, auch technisch macht man einen kleinen Schritt nach vorne – und das, obwohl man immer noch dieselbe Grafikengine wie in Call of Duty 2 benutzt. Optisch liegt Call of Duty 5 jedoch auf einem vollkommen anderen Niveau: Schicke Shadereffekte sowie ein intelligenter Parallax-Mapping-Einsatz vertuschen die teils etwas schwachen Texturen. Nichtsdestotrotz wirkt die Grafik mittlerweile etwas angestaubt, zumal das Spiel mittlerweile nicht mehr zu den neusten Vertretern seiner Art gehört.
Riddick steht nicht nur für Vin Diesel alias Riddick himself, sondern ebenfalls für viele Schleichpassagen, spaßige Gefechte und einem nicht gerade niedrigen Gewaltgrad. Genau auf jene Elemente setzen die Hersteller auch bei Riddick: Assault on Dark Athena, das qualitativ aber leider nicht ganz an das hohe Niveau des Vorgängers heran kommt. Nichtsdestotrotz ist Riddick: Assault on Dark Athena ein sehr gutes Spiel, das ebenfalls grafisch zu gefallen weiß. Diverse Shadereffekte fallen direkt beim ersten Spielen auf und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Und dank der meist dunklen Umgebung, die mit netten Schatteneffekten verstärkt wird, ist die Atmosphäre generell sehr dicht. Als Testsequenz nutzen wir eine 60 Sekunden lange Spielszene im ersten Level. Wenn man in dem neuen Riddick-Titel Kantenglättung nutzen möchte, schaltet sich automatisch das SSAO-Feature aus. Deswegen sind die FPS-Werte mit vier-fachem Anti-Aliasing höher als ohne AA.
Nachdem die Entwickler rund um Piranha Bytes mit dem Spiel Gothic 3 technisch eine große Katastrophe abgeliefert haben, wollte man unter dem Namen Risen alles besser machen: Und das ist dem Programmiererteam wohl auch gelungen, da es nicht nur spielerisch Fortschritte gegeben hat, sondern vor allem technisch weiter ging. Denn im Gegensatz zum Vorgänger ist Risen um Welten ausgereifter. Doch nicht nur fertig ist das Spiel geworden, hübsch anzusehen ist das Adventurespiel ebenfalls. Zwar setzt die Grafikengine keine neuen Bestmarken, kann aber durchaus als gelungen angesehen werden. Mit hübschen Effekten, einer schicken Landschaft und teilweise viel Liebe zum Detail bietet Risen viel fürs Auge. Einzig auf Anti-Aliasing muss wie auch schon in Gothic 3 leider verzichtet werden. Als Spielsequenz nutzen wir einen 60 Sekunden Langen weg durch einen dichten Wald.
Anno 1404 ist der neuste Spross aus der Anno-Serie, der eine große Aufgabe vor sich hat: Die drei sehr erfolgreichen Vorgänger zu toppen. Rein technisch scheint man dies locker erfüllen zu können, da Anno 1404 wohl ohne Zweifel aktuell das optisch schönste Strategiespiel ist – und das vielleicht bei weitem. So bietet der Titel sogar eine Direct3D-10-Unterstützung an, was bei Strategiespielen noch Seltenheitswert hat. Das Auge nimmt dies auf jeden Fall gerne zu Kenntnis, da Anno 1404 nicht nur eine wunderschöne Wasserdarstellung bietet, sondern auch darüber hinaus durchweg zu gefallen weiß. Einen wirklichen grafischen Schwachpunkt hat das Spiel nicht.
Das Strategiespiel Battleforge wurde von EA Phenomic entwickelt und macht einiges anders als vergleichbare Titel. So stellt man vor Spielbeginn die eigenen Einheiten anhand eines „Kartendecks“ selber zusammen, die man dann im Laufe des Spiels „legen“ kann. Nicht nur spielerisch, auch grafisch macht die Battleforge-Engine eine gute Figur. Das Spiel bietet den Support von DirectX 11 (was wir inklusive der Einstellung SSAO Very High nutzen), schicke Texturen sowie aufwendige Effekte, sodass die Spielwelt erfrischend modern aussieht. Doch dies hat auch einen spürbaren Performancehunger zur Folge, der die Grafikkarte und den Hauptprozessor stark belastet. Als Benchmark nutzen wir eine integrierte Funktion, damit der Ablauf für alle Testkandidaten immer gleich ist.
Und es wird dreckig. Aber so richtig! Auch wenn das Rennspiel Colin McRae: Dirt 2 etwas von den eigentlichen Intentionen der Vorgänger abweicht und längst nicht mehr „nur“ ein Rallye-Spiel ist, so haben die Entwickler rund um Codemasters mit dem neustens Spross wohl eine sehr gute Arbeit geleistet. Vor allem technisch weiß die in Dirt 2 eingesetzt Grafik-Engine zu gefallen, die mit diversen Effekten versucht das Auge des Spielers zu erfreuen, was Dirt 2 auch gelingt. Für die PC-Version wurde die Optik weiter überarbeitet, da der Titel nun etwas mit DirectX 11 anfangen kann. So setzen die Entwickler auf High Definition Ambient Occlusion, um die Beleuchtung zu verbessern. Weiterhin wird das Shader-Model 5.0 sowie Tessellation eingesetzt, wodurch die Fahnen, die Zuschauer und die Wasser-Effekte besser umgesetzt werden können. Damit mausert sich Colin McRae: Dirt 2 nicht nur zum schönsten Rennspiel, sondern vielleicht auch zum schönsten Spiel überhaupt. Wir nutzen zum Testen den integrierten Benchmark (mit Malaysia als Strecke), wobei wir die Verbesserungen durch Tessellation ausgeschaltet haben. Für die generelle Vergleichbarkeit zwingen wir dem Spiel DirectX 9 auf, wobei wir jedoch für den Vergleich moderner Grafikkarten einen zusätzlichen Durchlauf mit angeschalteten DirectX-11-Features durchführen.
Nachdem der First-Person-Shooter Crysis mittlerweile bereits einige Zeit auf dem Buckel hat, schickten die in Frankfurt ansässigen Hersteller Crytek mit Crysis Warhead ein Addon in die Händlerregale, das die grafische Qualität ein wenig weiter nach oben dreht. So sehen die Texturen etwas besser aus, ebenso die Explosionen. Vor allem bei der Darstellung der Gesichter hat man sich viel Mühe gegeben, die jetzt durch noch mehr Falten, Hautpigmente und diversen weitere Kleinigkeiten realistischer aussehen als jemals in einem anderen PC-Spiel zuvor. Die Direct3D-10-Unterstützung ist in Crysis Warhead unverändert geblieben, ebenso die restliche Technologie. Diese wurde in dem Addon primär auf eine bessere Performance getrimmt. Wir testen das Spiel mittels einer 60 Sekunden langen Szene, die wir jedes mal exakt nachstellen. Genauere Details zur Testmethode findet man in unserem Spielbericht zu Crysis Warhead [2]. Einzig die Qualitätseinstellungen weichen von diesem ab, da wir durchweg die Enthusiast-Einstellung verwenden.
Wer schonmal unbedingt etwas mit einem großen Vorschlaghammer kaputt machen wollte, wird an Red Faction: Guerilla wohl seine wahre Freude haben. Denn in dem First-Person-Shooter geht es wohl primär um das kaputt machen, seien es nun Wände, Treppen oder gleich ganze Gebäude. Um dies auch optisch sinnvoll umsetzen zu können, haben die Entwickler eine leistungsstarke Grafik-Engine geschaffen, die auch abseits der Zerstörung einen guten Eindruck hinterlässt. So weiß vor allem die Beleuchtung zu gefallen, während die Umgebung manchmal doch ein wenig Trist wirkt. Nichtsdestotrotz weißt die Optik von Red Faction: Guerilla keine größeren Schwachstellen auf.
Red Faction Guerilla – RV8x0 Red Faction Guerilla – GT200
Atomreaktor, die Dritte. Stalker – Call of Pripyat entführt den Spieler zum dritten Mal zum Atomreaktor in Tschernobyl, wobei das zweite Add-On den Weg des Hauptprogramms einschlägt und somit die Erkundung des Gebietes im Hauptaugenmerk steht. Davon abgesehen kommt der neuste Stalker-Teil mit einer überarbeiteten Grafik-Engine daher, die nun DirectX-11-Unterstützt, wodurch das Spiel eine bessere Performance beziehungsweise eine höhere Bildqualität erhält. Für den Benchmarkparcour nutzen wir die DirectX-11-API, schalten die Tessellation aber ab, um einen nahezu vergleichbaren Rechenweg zu erhalten. Nichtsdestotrotz weist die DirectX-11-Version immer noch eine leicht bessere Optik auf. Als Testsequenz nutzen wir einen 25 Sekunden langen Weg durch ein Stalker-Quartier.
Stalker Call of Pripyat – RV8x0 Stalker Call of Pripyat– GT200
Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren – so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die grafische Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern gestellt wird, vorzudringen. Die Entwickler von World in Conflict scheinen sich damit nicht haben abfinden wollen und entwickelten eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict Soviet Assault unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, welche die Umgebung darunter beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einem kinoreifen Schnitt Kinoatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da sich diese mitunter wenig berechenbar verhält. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur elften Mission, die zur neuen Russen-Kampagne gehört.
World in Conflict: SA – RV8x0 World in Conflict – GT200
Auch wenn die Angaben von Durchschnitts-FPS-Werten immernoch die sinnvollste Darstellung eines Benchmarks ist, solange man nur eine simple Zahl haben möchte, ist diese Methode alles andere als ideal. So kann es durchaus vorkommen, dass zum Beispiel die zweite Hälfte einer Testsequenz deutlich schlechter ausfällt als die erste, was an reinen Durchschnittswerten aber nicht zu erkennen ist.
Aus diesem Grund haben wir von den Spielen Battleforge, Colin McRae: Dirt 2, Crysis Warhead, Risen sowie Stalker Call of Pripyat so genannte Frameverläufe angefertigt – die unserer Meinung nach beste Methode, einen zeitlich begrenzten Benchmark für den Leser abzubilden. Bei einem Frameverlauf versuchen wir eine immer gleichbleibende, 60 Sekunden lange Sequenz (bei Battleforge nur 25 Sekunden) in einem Spiel nachzustellen und messen die FPS-Werte jeder einzelnen Sekunde. Mit diesen Informationen füttern wir daraufhin den Frameverlauf, an dem man sehr exakt erkennen kann, wie gut eine Grafikkarte das Spiel über einen längeren Zeitraum darstellen kann.
Performancerating
Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen. Da der synthetische Benchmark in dem Testparcours (sprich der 3DMark Vantage) über keine Spiele-Engine verfügt und somit keine realistische Aussagen über die Geschwindigkeit in 3D-Titeln wiedergibt, haben wir diese Applikation aus dem Rating herausgenommen. Dasselbe gilt für das GPU-PhysX-Spiel Batman: Arkham Asylum. Da in 2560x1600 mit acht-fachem Anti-Aliasing beinahe ausschließlich nur unspielbare FPS-Raten erreicht werden und dazu viele Grafikkarten in einigen Spielen gerne abstürzen, haben wir uns dazu entschlossen, das Rating in einem Klapptext zu verstecken. Wir bitten, diese Ergebnisse nur mit äußerster Vorsicht zu beachten.
Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird ein Savegame zu Bioshock verwendet und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Die Messung erfolgt für das gesamte Testsystem.
Unter Windows geben sich die beiden Testkandidaten keinerlei Blöße und erreichen durchweg gute Messwerte. Mit 42 Dezibel (Asus) beziehungsweise 42,5 Dezibel (Sapphire) kommen die Grafikkarten zwar nicht ganz an das Referenzdesign der Radeon HD 5870 heran (41 Dezibel), der Unterschied ist aber kaum wahrnehmbar.
Unter Last muss die Asus Radeon HD 5870 Matrix dann Federn lassen, denn mit 56,5 Dezibel ist der 3D-Beschleuniger etwas lauter als das ohnehin nicht flüsterleise Referenzdesign. Anders dagegen die Sapphire Radeon HD 5870 Toxic, die mit 51 Dezibel ein klar besseres Ergebnis als das Standard-Design einfährt. Die Grafikkarte macht zwar aus einem geschlossenen Gehäuse noch etwas auf sich aufmerksam, störend ist das während des Spielens aber zu keiner Zeit - das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten Bioshock abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.
Bei den Temperaturen hat das Referenzdesign mit 33 Grad Celsius unter Windows die Nase vorn. Die Sapphire Radeon HD 5870 Toxic kommt mit 35 Grad auf den zweiten Platz, die Asus Radeon HD 5870 Matrix muss sich mit 40 Grad Celsius und somit dem dritten Platz zufrieden geben.
Unter Last übernimmt das Asus-Produkt dann mit 73 Grad gegenüber 76 Grad beim Referenzdesign die Führung. Die Sapphire-Karte wird mit 82 Grad Celsius etwas wärmer, was aber aufgrund des hohen Potenzial des Kühlsystems selbst an warmen Sommertagen kein Problem ist. Auf der Chiprückseite messen wir 56 Grad (Sapphire) beziehungsweise 62 Grad Celsius (Asus).
Leistungsaufnahme
Für die Messungen der Leistungsaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Leistungsaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung von Crysis Warhead unter der Auflösung 1920x1200 simuliert.
Unter Windows schafft es die Sapphire Radeon HD 5870 Toxic auf eine Leistungsaufnahme von 167 Watt (gemeint ist der gesamte PC), was ein sehr guter Wert ist und im Rahmen der Messungenauigkeit nur ein Watt über den Werten des Referenzdesigns liegt. Die Asus Radeon HD 5870 Matrix stellt sich dagegen messbar schlechter an und erreicht 174 Watt.
Unter Last müssen beiden 2.048-MB-Produkte Federn lassen, da der doppelt so große Speicher sowie die etwas höheren Frequenzen in dem ihre energetischen Nachteile mit sich bringen. Mit 353 Watt (Sapphire) beziehungsweise 357 Watt (Asus) liegt die Leistungsaufnahme um etwa 50 Watt über den Werten einer Standard-Karte. Das ist schon eine deutliche Differenz.
Übertaktbarkeit
Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Battleforge, Crysis Warhead und Stalker – Call of Pripyat. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.
Die Sapphire Radeon HD 5870 Toxic stellte sich etwas bockig an, denn die RV870-GPU konnten wir nur um 17 MHz auf 942 MHz übertakten. Der Speicher ließ sogar gar keine Steigerung zu, ohne erste Bildfehler zu erzeugen. Nur geringfügig besser ohne weitere Hilfsmittel erging es allerdings der Asus Radeon HD 5870 Matrix. Der Rechenkern ließ nur ein Plus von 14 MHz (914 MHz) zu, der Speicher immerhin ein Plus von 150 MHz (2.550 MHz).
Mit Hilfe des iTracker2 war es dann jedoch möglich, die Spannungen der Grafikkarte zu erhöhen. Mit 1,351 Volt anstatt den normalen 1,2 Volt machte die Karte eine GPU-Frequenz von 960 MHz mit. Der Speicher ließ sich trotz 0,15 Volt mehr Spannung (1,8 Volt anstatt 1,65 Volt) jedoch weiterhin nicht besser übertakten. Mit Spannungserhöhung renderte die Radeon HD 5870 Matrix um vier bis sieben Prozent flotter als normal, ohne Spannungserhöhung waren es nur drei bis fünf Prozent.
Preis-Leistung-Verhältnis
Neben der Leistung, der Bildqualität und den sonstigen Eigenschaften einer modernen Grafikkarte spielt der Preis für die meisten Käufer eine entscheidende Rolle. Denn was nützt einem die schnellste GPU, wenn sie schlicht unbezahlbar ist? Aus diesem Grund haben wir ein Diagramm mit allen 3D-Beschleunigern aus dem Testparcours zusammengestellt und die günstigsten Preise in unserem Preisvergleich [3] herausgesucht. Dabei wird der Preisindex nicht nur nach dem günstigsten Preis erstellen, die Hardware muss auch erhältlich sein. Wir weisen darauf hin, dass sich der Preis der bevorzugten 3D-Karte täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 16.5.2010)
Bei beiden Testprobanden ist es aktuell um die Lieferbarkeit noch alles andere als gut bestellt. Die Asus-Karte ist noch gar nicht erhältlich und das Sapphire-Produkt in zwei Online-Shops für viel Geld (549 Euro). Um ein aus unserer Sicht realistischeres Bild zu zeichnen, haben wir die späteren Straßenpreise bei größerer Verfügbarkeit für das folgende Diagramm geschätzt.
Im Folgenden wird nun das Preis-Leistung-Verhältnis der im Test vertretenen Karten bestimmt. Dabei wird das Performance-Rating durch den Preis dividiert und mit 1000 Multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert die Leistung, die man kaufmännisch gerundet für einen Euro erhält. Das Preis-Leistung-Verhältnis wurde für verschiedene Auflösungen und Qualitätseinstellungen ermittelt.
Mit den 2.048-MB-Versionen zünden die Bordpartner nun die letzten Ausbaustufen der schnellsten Single-GPU-Karte von AMD, der ATi Radeon HD 5870. In einem Atemzug bringen die Hersteller damit neue, eigenen Designs, die dem Standard-Modell überlegen sein sollen. Doch wie haben sich die Asus Radeon HD 5870 Matrix und die Sapphire Radeon HD 5870 Toxic auf den letzten Seiten in der Praxis geschlagen?
Mit die interessanteste Frage ist dabei natürlich, was der doppelt so große Speicher auf den Grafikkarten bringt. Nun, wie beim Wechsel der VRAM-Größe so üblich, aktuell noch nicht so viel. In 95 Prozent aller Fälle liegt die 1.024-MB-Karte gleichauf mit der 2.048-MB-Version, selbst in hohen Qualitätseinstellungen. Nichtsdestoweniger gibt es bereits einige Titel, die von dem größeren Speicher profitieren können: Crysis Warhead, Stalker – Call of Pripyat und das von uns nicht getestete Metro 2033 stehen 2.048 MB auf der Radeon HD 5870 sehr aufgeschlossen gegenüber. Nicht vergessen werden sollten zudem zahlreiche Texturmods aktueller Spiele, die stark auf den VRAM gehen. In Zukunft werden sich die Speicheranforderungen sicherlich in Richtung zwei Gigabyte bewegen, davon schon heute eine deutliche Kaufempfehlung für teurere 2-GB-Karten abzuleiten, halten wir allerdings für verfrüht. Dennoch sollten die Käufer, die die Grafikkarte länger behalten wollen, einen Blick auf die gut mit Speicher bestückten Exemplare werfen.
Asus und Sapphire
Zurück zu den beiden Testkandidaten: Die Asus Radeon HD 5870 Matrix und die Sapphire Radeon HD 5870 Toxic legen gegenüber dem Referenzdesign aufgrund der höheren Taktraten noch einen drauf, sodass die Performance im Durchschnitt etwa vier bis fünf Prozent höher liegt. Damit kommt man der GeForce GTX 480 etwas näher, die Nvidia-Karte bleibt aber weiterhin unangefochten die schnellste Single-GPU-Karte. Darüber hinaus sind die höheren Frequenzen wohl nur in den seltensten Fällen spürbar, meistens ergeben sich nur messbare Vorteile.
Abgesehen von dem doppelt so großen Speicher ist das verbaute Kühlsystem die wichtigste Änderung auf unseren beiden Testprobanden. Und dort zeigen beide Karten zumindest unter Windows ein einwandfreies Verhalten. Unter Last muss die Asus Radeon HD 5870 Matrix dann aber spürbar nachgeben und ist mit 56,5 Dezibel lauter als eine Standard-Karte. Dass es (trotz höherer Taktraten) auch anders geht, zeigt Sapphire mit der Radeon HD 5870 Toxic, die nur auf 51 dB kommt und so hörbar leiser als das Referenzdesign ist.
Besonders gefallen hat uns am Ende deshalb die Sapphire Radeon HD 5870 Toxic, die wir aktuell auch für die beste Radeon HD 5870 auf dem Markt halten. Die einzigen Nachteile sind der zu hohe Stromverbrauch unter Last sowie der Preis, der voraussichtlich mit 480 Euro sehr hoch ausfallen wird.