Vorwort
Das Xperia T markiert den Nachfolger des Xperia S [1] und das derzeitige Aushängeschild des japanischen Herstellers Sony im Smartphone-Bereich. Anstatt auf große Neuheiten zu setzen, greift der Konzern auf bewährte Hardware zurück und schmückt sein Flaggschiff zusätzlich mit den eigenen Diensten und Technologien.
Sony möchte zurück in die Gewinnzone und setzt dabei stark auf das wachsende Smartphone-Geschäft [2]. Erst im Januar stellte der Konzern auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas das Xperia S vor [3], noch im gleichen Jahr steht mit dem Xperia T ein weiteres Flaggschiff an. Für das nächste Jahr versprach Sony zudem einen Konkurrenten für die Kassenschlager Galaxy S III [4] und das Apple iPhone 5 [5].
Fraglich bleibt somit, ob das Xperia T sich als Flaggschiff festsetzen kann oder es nur einen Lückenfüller für die Zukunft darstellt. So bewegt sich das Datenblatt zumindest auf Höhe der Zeit und als Product Placement im aktuellen James-Bond-Film „Skyfall“ rührt der japanische Konzern kräftig die Werbetrommel. Doch reicht dieser Umstand, um das Smartphone aus der Masse der hochpreisigen Smartphones entscheidend hervorzuheben? Ist das Xperia T als aktuelles 007-Smartphone die ideale Allzweck-Waffe für jede Gelegenheit? Dies klärt der Test!
Spezifikationen & Lieferumfang
| Sony Xperia T | |
|---|---|
| Typ: | Bartype |
| OS: | Android 4.0.4 |
| Display: (Auflösung) |
4,5 Zoll 1.280 x 720 Pixel |
| Display-Art: | Touchscreen, kapazitiv |
| Bedienung: | Touch |
| CPU / Chip: | Snapdragon S4 MSM8260-A Dual-Core 1,5 GHz Adreno 225 |
| Arbeitsspeicher: | 1 GB |
| Speicher: | 16 GB per microSD erweiterbar |
| Verbindungen: | GPRS/EDGE/UMTS/HSPA/WLAN/Bluetooth |
| Standards / Besonderheiten: | HSPA+ (bis zu 42,2 MBit/s im Down-, 5,76 MBit/s im Upstream) , WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 3.1 |
| Kamera: | 13 Megapixel, Videos mit 1.920 × 1.080 Pixeln Frontkamera mit 1.280 × 720 Pixeln |
| Abmessung: | 129,4 x 67,3 x 9,3 mm |
| Gewicht: | 139 Gramm |
| SAR-Wert: | 0,85 W/kg |
| Lieferumfang: | Ladegerät, USB-Kabel, Headset |
Sony Xperia T im Überblick
Design & Verarbeitung
Beim Xperia T setzt Sony, anders als beim Vorgänger Xperia S, auf ein eher zurückhaltendes und schlichtes Design. Die Front wird dominiert vom 4,5 Zoll großen Display. Auf Tasten wird verzichtet, diese sind in das Display integriert. Die größten Auffälligkeiten sind deshalb die Frontkamera und die Schriftzüge.
Die Optik ist mit der gebogenen Rückseite zwar an das Arc beziehungsweise Arc S angelehnt, weist aufgrund der zurückhaltenden Farbgebung und der matten Oberfläche aber keine weiteren Ähnlichkeiten auf. Sie beherbergt beim Xperia T gewohnte Kost: Neben der hervorstehenden Kamera mitsamt LED-Leuchte wurden auch das Logo, ein Xperia-Schriftzug und der Lautsprecher platziert. Das Gerät wirkt in weiten Teilen wie aus einem Guss, obwohl es nicht über ein Unibody-Gehäuse verfügt. Dazu trägt neben den minimalen und gleichmäßigen Spaltmaßen auch eine spürbare Stabilität des Gerätes bei. Es gibt keine knarzenden oder losen Bauteile – nicht zuletzt durch die fest und nicht entfernbare Rückseite.
Doch dies birgt - zumindest für einen Teil der Nutzer – den Nachteil, dass der Akku des Xperia T nicht wechselbar ist. Dennoch gibt Sony den Nutzern die Möglichkeit neben der SIM-Karte auch eine microSD-Karte einzubauen und so den 16 Gigabyte großen Speicher zu erweitern. An dieser Stelle findet sich auch der einzige Kritikpunkt an der Verarbeitung des Modells: Die Abdeckung der beiden Einschübe kann zwar problemlos geöffnet werden, das Schließen ist aber unnötig umständlich und schwer.
Auf der rechten Seite befinden sich die wenigen Hardware-Tasten des Smartphones. Anders als bei vielen Produkten aus den eigenen Reihen oder der Konkurrenz, befinden sich diese allerdings auf der unteren Hälfte. Hält man das Gerät im Alltag in der Hand, sitzen die Tasten etwa auf Höhe des Handballen. Dies variiert allerdings auch je nach Nutzer beziehungsweise dessen Hand. Vorteilhaft ist dies vor allem bei kleineren Händen, da die Tasten so schneller erreichbar sind. Aufgrund der relativ engen Anordnung lassen sich allerdings vor allem der Power-Button sowie die Lautstärke-Wippe schlecht voneinander unterscheiden. Die Knöpfe fallen zwar vergleichsweise klein aus, sind allerdings gut bedienbar, bieten einen angenehmen Druckpunkt und sitzen stabil.
Bis auf den Micro-USB-Port auf der linken Seite befindet sich keine Schnittstelle am Xperia T. Der aus früheren Geräten bekannte Mini-HDMI-Port wich dem MHL-Standard, wodurch der Anschluss an einen entsprechenden Fernseher oder Bildschirm nun per Adapter auch über Micro-USB bewerkstelligt werden kann.
Alles in allem leistet Sony gute Arbeit, uneingeschränkt gelungen ist die Verarbeitung und Gestaltung nicht. Große Nachteile im Alltag, vor allem nach kurzer Eingewöhnungszeit, stellen sie allerdings nicht dar.
Display
Hinsichtlich der Größenordnung gibt sich Sony beim Display keine Blöße: Mit 4,55 Zoll fällt das Display zwar nicht so groß aus wie zum Beispiel beim Galaxy S III mit 4,8 Zoll, trotzdem hält auch hier der Trend zu immer größeren Anzeigen Einzug. Ein wichtiges Kriterium neben der reinen Größe stellt auch die Auflösung dar. Diese ist mit 1.280 × 720 Pixeln für ein heutiges High-End-Smartphone zwar üblich, allerdings trotz allem ein Pluspunkt.
Texte und mediale Inhalte erscheinen ausreichend scharf und nicht ausgefranst, dies erleichtert das Lesen im Alltag und erhöht die Qualität der Darstellung. Doch fernab der Auflösung leistet sich Sony zum Nachteil des Geräts einige Schnitzer.
In erster Linie fielen uns die Blickwinkel als schlechtester Aspekt am Bildschirm des Xperia T auf. Sobald man seitlich auf das Display schaut und nicht mehr den optimalen Betrachtungswinkel hat, verblassen die Farben deutlich, der eigentliche Inhalt ist deutlich schwerer zu erkennen. Auch die Farbdarstellung wusste nicht ganz zu überzeugen. Die Farben wirken schon „zu“ nüchtern und dadurch unnatürlich und stellenweise blass. Weder die Farbdarstellung noch die Blickwinkel erreichen die Qualität von beispielsweise Apples iPhone 5 oder das HTC One X [6] beziehungsweise HTC One X+ [7].
Die maximale Helligkeit von 450 cd/m² ist hingegen sehr hoch und spielt weit oben in unserer Rangliste mit. Dadurch lässt sich das Gerät auf bei stark einfallendem Sonnenlicht gut ablesen. Negativ aufgefallen ist uns allerdings die automatische Regulierung der Helligkeit: Man bemerkt die Abstufung beinahe immer und beim ersten Blick wirkt die Helligkeitseinstellung wie ein Flackern des Bildschirms. Gelegentlich hatten wir den Eindruck, dass das Gerät oft zwischen zwei Helligkeitsstufen hin und her sprang.
Display-Helligkeit
Angaben in Leuchtdichte (cd/m²)
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Display-Kontrast
Angaben in Kontrast
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Als optimalen Weißpunkt sehen wir D65 an, also eine Farbtemperatur von 6.500 Kelvin (K). Dies entspricht nach gängiger Definition einem mittlerem Tageslicht und ist der Weißpunkt der gängigen Farbräume sRGB und AdobeRGB. Eine Abweichung von einigen hundert bis etwa 1000 K ist bei Mobiltelefonen als noch akzeptabel anzusehen, einige Displays – bauartbedingt vor allem OLED-Modelle – liegen allerdings beim Weiß und noch mehr bei Grautönen oft im Bereich um 10.000 K, was bereits als deutlicher Blaustich wahrnehmbar ist. Sehr viele Displays von Smartphones und Notebooks treffen zwar den Weißpunkt von 6.500 K relativ genau, weichen aber bei Grautönen und anderen mittleren Farbtönen deutlich mit einem Blaustich ab. Vor allem bei gleichzeitigem Auftreten von Grau und Weiß ist diese ungleichmäßige Graubalance wahrnehmbar.
Gegenüber der LCD-Technik weisen OLED-Bildschirme einige Besonderheiten auf, die sich teilweise in unseren Messungen niederschlagen und erklärungsbedürftig sind. Zum einen ist das der bekanntermaßen hohe Kontrast, der bei OLED durch die selbstleuchtenden Pixel möglich ist – es gibt hier kein Backlight, welches durch das Panel mehr oder weniger stark abgedunkelt wird, sondern ein schwarz angesteuerter Pixel ist tatsächlich komplett schwarz und leuchtet nicht. Da das Kontrastverhältnis den Quotienten zwischen der Helligkeit von Weiß und Schwarz angibt, ergibt die Kontrastmessung bei OLED-Displays theoretisch eine Division durch Null und damit ein nicht definiertes Ergebnis – in der Praxis gibt es bei der Schwarzmessung immer eine gewisse Resthelligkeit durch Streulicht und ein Signalrauschen beim Messgerät, sodass Kontrastergebnisse im fünfstelligen Bereich entstehen. Da die Darstellung dieser Kontrastwerte im Balkendiagramm den irreführenden Eindruck erzeugen, der Kontrast wäre bei OLED sichtbar um viele Größenordnungen besser, haben wir uns entschieden als Kontrast maximal 5000:1 darzustellen und auf diese Erklärung zu verweisen. Im Alltag ist der Unterschied allenfalls in sehr dunklen Umgebungen deutlich wahrnehmbar, bei Tageslicht sind Faktoren wie die Reflexionen der Displayoberfläche wesentlich wichtiger.
Die zweite Besonderheit ist die beim derzeitigen Stand der Technik verhältnismäßig geringe Lebensdauer der blauen Leuchtelemente bei OLED-Displays. Dies veranlasst die Hersteller dazu, zur Steigerung der Lebensdauer bei einigen Displays die klassische RGB-Subpixelmatrix durch alternative Anordnungen abzulösen. Bekannt ist dabei beispielsweise Samsungs „PenTile“-Matrix, deren Hauptmerkmal die Vergrößerung der blauen und roten Subpixel ist – allerdings bei gleichzeitiger Halbierung ihrer Anzahl. Das bedeutet, dass bei gleicher Nennauflösung diese Displays eine geringere Anzahl von Subpixeln aufweisen als Displays mit der bewährten RGB-Matrix. Jeder Pixel verfügt weiterhin über seinen eigenen grünen Subpixel, teilt sich aber den jeweiligen roten und blauen Subpixel mit seinem Nachbarpixel. Das ganze führt bei gleicher Nennauflösung zu einer geringeren tatsächlichen Auflösung und an Kontrastkanten zu Farbsäumen, die vor allem die Lesbarkeit von Text deutlich verringern können.
Performance & Oberfläche
Für ausreichend Leistung soll allen voran der verbaute Dual-Core-SoC sorgen. Bei diesem handelt es sich um einen Snapdragon S4 Plus MSM8260-A, dessen CPU-Kerne mit maximal 1,5 Gigahertz getaktet werden. Der CPU stehen zusätzlich eine GPU vom Typ Adreno 225 sowie ein Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Trotz der durchaus potenten Grafikeinheit sowie den modernen und hoch getakteten Krait-Kernen des SoCs entpuppt sich das System in den meisten synthetischen Tests als eher durchschnittlich. Gerade in den Browser-lastigen Benchmarks überrascht dies, vor allem beim Blick auf die tatsächliche Alltagsleistung, die durchaus gut ist. In Linpack können die Krait-Kerne erneut überzeugen und liegen mit an der Spitze des Feldes. Die preislich ähnlich gelagerten Konkurrenzmodelle Samsung Galaxy S III und HTC One X sind in Summe in der Theorie meist zehn bis 20 Prozent schneller.
Im Alltag erwies sich diese Ausstattung aber dennoch als durchaus ausreichend, um das Xperia T beinahe immer flüssig durch die Menüs zu navigieren, zwischen den geöffneten Applikationen zu wechseln und aktuelle Spiele zu spielen. Doch neuen Rekorde jagt der japanische Hersteller mit seinem Smartphone nicht nach. Gedenkzeit nimmt Sonys Topmodell sich beispielsweise bei der Kamera, dieses fällt aber nicht zu sehr ins Gewicht. Positiv auf die Performance wirkt sich die schlanke Oberfläche aus, die Sony über das Android-System in Version 4.0.4 stülpt. Ein Update auf eine neuere Betriebssystemfassung ist für das erste Quartal 2013 geplant [8]. Die veraltete Android-Version und das vergleichsweise späte Update schmälern den Eindruck, dass es sich bei dem Xperia T um ein Topmodell handelt, zumindest ein wenig. Andere Hersteller liefern derzeit zumindest 4.1 für ihre Geräte aus oder stattet sie schon ab Werk damit aus. Hier fährt sich Sony einen Minuspunkt ein.



Die Änderungen an der Oberfläche sind weitgehend mit den bei früheren Modellen vergleichbar, auch wenn Sony einige neue Features ergänzt hat. Allen voran kommen optische Änderungen zum Tragen. Neben neuen Symbolen spendiert der Hersteller dem Gerät auch mehrere Designs, die sich aber im allgemeinen nur in der farblichen Gestaltung von Hintergründen und Menüs unterscheiden. Zudem liefert Sony auch sogenannte „Small Apps“ mit, die über den Task Manager erreichbar sind. Dabei handelt es sich um kleine Widgets, die den Bildschirminhalt, also auch laufende Apps, überlagern. Integriert sind so beispielsweise ein Rechner oder ein kleiner Notizzettel. Diese lassen sich auf dem gesamten Bildschirm frei verschieben, die überlagerten Apps laufen dabei weiter und lassen sich auch weiterhin bedienen.
Sonys eigene Dienste wie zum Beispiel TimeScape werden natürlich ebenfalls mitgeliefert. Der Dienst sammelt die gesamte Kommunikation von Nutzern mit allen seinen Konten, über die er kommuniziert, wie etwa Facebook, Twitter, aber auch SMS-Konversationen. Überdies hat Sony auch die Standardtastatur durch die eigene ersetzt. Diese bietet die integrierte Funktion, Eingaben per Wischen oder normales Tippen zu tätigen. Eine Umstellung in den Einstellungen ist nicht nötig, beide Methoden sind gleichzeitig verfügbar.
Die Oberfläche bleibt allerdings wie auch bei vergleichbaren Aufsätzen anderer Hersteller eine Geschmacksfrage. In puncto Features bietet sie gegenüber dem „nackten“ Android aber einen gewissen Mehrwert.




Smartbench 2011 (Games)
Angaben in Punkten
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Smartbench 2011 (Produktiv)
Angaben in Punkten
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Linpack for Android (Single)
Angaben in MFLOPS
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Linpack for Android (Multi)
Angaben in MFLOPS
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CF-Benchmark
Angaben in Punkten
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BrowserMark 2.0
Angaben in Punkten
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SunSpider 0.9.1
Angaben in Millisekunden
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GLBenchmark
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
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Grundsätzlich sei dazu auch in diesem Fall zunächst vermerkt, dass wir dem Thema „Benchmarks“ im Bereich der Smartphones mit Skepsis gegenüberstehen und das nicht nur, weil die Aussagekraft von (synthetischen) Benchmarks selbst in einer homogenen Geräte-Gruppe mit gleichem Betriebssystem zumindest diskussionswürdig ist. Hinzu kommt, dass eine effektive Messung über die unterschiedlichen Plattformen methodisch schwierig ist – ein weiterer Faktor, der verstärkend zu der Feststellung beiträgt, dass die hier wie anderswo präsentierten Ergebnisse nur als Richtwert, nicht aber als ultimativ-objektive Darstellung der Realität angesehen werden müssen.
Die Auswahl der Benchmarks leitet sich wie gewohnt nicht nur von der Beliebtheit, sondern auch von den Schwerpunkten ab: Während Smartbench und CF-Bench auf die Gesamt- und GLBenchmark auf die GPU-Performance abzielen, ermittelt Linpack die pure Rechenpower und SunSpider und BrowserMark zielen auf die Performance des Browsers ab, sodass alle relevanten Aspekte abgedeckt werden. Gelistet werden fast ausschließlich Geräte, die einem Test unterzogen wurden.
Gemessen wurde gleich nach der ersten Geräte-Einrichtung, wobei aus jeweils drei Messungen je Benchmark der schnellste Wert in die Wertung einfließt. Nach der Installation der Benchmarks wurde das Gerät neugestartet und für einige Minuten im Idle belassen; zwischen den Durchläufen je Benchmark wurde das Gerät ebenfalls jeweils neugestartet.
Multimedia
Auch beim Thema Multimedia geizt Sony wie bereits aus der Vergangenheit bekannt nicht mit Funktionen. Beworben als „ultimatives HD-Erlebnis“ ist neben dem Display auch die Kamera wichtig. Bildschirminhalte können grundsätzlich per Miracast drahtlos über das WLAN-Netzwerk an einen kompatiblen Fernseher übertragen werden. Darüber hinaus kann das Smartphone auch via MHL per HDMI-Kabel angeschlossen werden.
Fotos schießt das Xperia T in einer maximalen Auflösung von 13 Megapixeln. Dies klingt vor allem im Vergleich zu den Konkurrenten überaus viel, denn diese bieten beispielsweise in Form von Apples iPhone 5, Samsungs Galaxy S III oder HTCs One X+ allesamt acht Megapixel. Mehr Pixel sind aber nicht zwangsläufig ein Garant für bessere Bilder – wie auch das Xperia T zeigt. Zwar fallen Ergebnisse bei Tageslicht „befriedigend“ bis „gut“ aus, allerdings sind die Aufnahmen vor allem in der Tiefenschärfe schwach und Hintergründe verrauschen schnell.



Dies gilt vor allem bei nicht optimalen Lichtverhältnissen. Sonys Exmor-R-Sensor ist rückwärtig belichtet und soll dadurch vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen für bessere Bilder sorgen, davon spürt man im Alltag allerdings wenig. An dieser Stelle hat es der japanische Hersteller leider versäumt, aus der Kritik an anderen derart bestückten Geräten Lehren zu ziehen.
Intern verbaut sind 16 Gigabyte an Speicher, dieser ist mit einer microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweiterbar. Rund um das Thema Multimedia platziert bietet Sony den Nutzern auch eigens überarbeitete Multimedia-Apps, darunter fallen „WALKMAN“ als Musikspieler, „Alben“ als Galerie und zusätzlich „Filme“ als Zugriff zu Filmen aus dem Internet sowie auf dem Gerät.
Kommunikation
In puncto Kommunikation bietet Sony gewohnte Kost: Eine nette Dreingabe ist HSPA+, wodurch mobile Daten – je nach Empfang und Anbieter – mit bis zu 42,2 Mbit/s heruntergeladen werden können. Zusätzlich verbaut Sony Bluetooth 3.0, WLAN nach n-Standard und auch NFC ist mit an Bord. Leider liefert Sony trotz des hohen Gerätepreises dieses Mal keine „Tags“ mit, auf denen über die Nahfeldkommunikation individuelle Profile gespeichert und auf das Handy geladen werden können.
Beim Empfang schlug sich das Xperia T gut: Wir testeten im Netz von o2 in Essen und hatten zu keiner Zeit auffällig schlechten Empfang. Je nach Versorgung im Gebiet befand sich der Empfang im zu erwartenden Bereich, dabei blieb dieser stets stabil, lediglich nach Tunneln musste das Xperia T gelegentlich zwischen 2G und 3G wechseln, beziehungsweise sich neu einbuchen. Bei Verfügbarkeit von HSPA+ überzeugte das Smartphone mit sehr schnellen Ladezeiten von Internetseiten oder Videos.
Laufzeiten
Sony spendiert dem Xperia T einen 1.850 mAh fassenden Akku. In Anbetracht des starken Prozessors und des großen und hellen Displays lässt sich bereits erahnen, dass es um die Akkulaufzeit nicht unbedingt gut steht. Leider bewahrheitet sich dies auch im Alltag – bei Nutzung von mobilem Internet, Facebook, WhatsApp oder anderer Chat-Software sowie Spielen und Telefonaten kommt man etwa bei intensiver Nutzung auf 6-8 Stunden, bei wenig Nutzung erreicht man mit einer Ladung etwa 18 Stunden.
Aufgefallen ist uns auch die vergleichsweise schlechte Laufzeit in den Video-Tests. Bei voller Helligkeit landet das Xperia T auf einem Level mit dem Vorgänger und somit bei 3 Stunden und 20 Minuten weit unter dem Durchschnitt unserer getesteten Smartphones. Vor allem die Topmodelle anderer Hersteller wie das Samsung Galaxy S III kommen beinahe auf die doppelte Laufzeit. Zwar bessert sich der Wert erwartungsgemäß mit einer niedrigeren Display-Helligkeit, doch auch hier bewegt sich Sonys Flaggschiff im unteren Drittel. Grund dafür, vor allem beim ersten Wert, dürfte die sehr hohe maximale Helligkeit sein, die in einem solchen Szenario viel Akkuleistung benötigt. Weiterhin fällt der Energiespeicher nicht außergewöhnlich groß aus, wodurch sich der relativ niedrige Wert bei einer Helligkeit von 200 cd/m² erklären ließe.
Video-Dauertest
Angaben in Stunden, Minuten
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Fazit
Das Sony Xperia T vereint auf dem Papier allerhand interessante Hardware und gute Features – doch im Alltag begeistert das Gerät, vor allem im Hinblick auf die starke Konkurrenz, nur wenig. Das japanische Topmodell kann fast alles, jedoch nichts davon herausragend genug, um die Platzhirsche hinter sich zu lassen.
So fällt es am Ende schwer, Sonys neuestem Streich eine uneingeschränkte Empfehlung auszusprechen. Die Verarbeitung ist durch die kleineren Mängel gut, der Bildschirm scharf und hell sowie der Speicher erweiterbar. Aber ein veraltetes Android, das in puncto Blickwinkelstabilität schwächelnde Display sowie die enttäuschenden Akkulaufzeiten sprechen klar dagegen. Was dem Xperia T wirklich fehlt, ist ein „Killer-Feature“. Etwas Auszeichnendes, das es von der Konkurrenz abhebt. So wirkt das Xperia T nur wie ein hochpreisiges Smartphone unter vielen.
- hohe Systemleistung
- Speicher erweiterbar
- helles Display
- schlechte Akkulaufzeiten
- Display sehr blickwinkelabhängig
- Farbdarstellung nicht immer überzeugend
- veraltete Android-Version
- Akku nicht wechselbar
- Ab € im Preisvergleich
- € 539 UVP
- Produkt-Homepage
Das Gesamtpaket, das Sony letztendlich bietet, schafft es nicht, die Konkurrenz in die Schranken zu weisen. Dies ist vor allem schade, da das Fundament gestimmt hat, man dieses allerdings nicht ausreichend nutzt. So bleibt am Ende die Empfehlung für jeden, der besondere Freude am Design oder der Oberfläche hat. Wer prinzipiell bereit ist, über 450 Euro für ein Smartphone dieser Größenordnung auszugeben und gerne Android als Betriebssystem nutzen möchte, ist mit dem Galaxy S III oder HTC One X+ deutlich besser beraten.
Verfügbarkeit & Preise
Das Xperia T ist seit Ende September offiziell in Deutschland verfügbar, allerdings ist die Verfügbarkeit freier Gerät auch heute noch teils knapp bemessen. Es ist bei den Providern zu verschiedenen Preisen im Rahmen von unterschiedlichen Verträgen verfügbar. In der freien Variante muss aktuell mit Preisen ab ca. 450 Euro gerechnet werden (aktueller Preisvergleich [9]).








