DDR333 - Sinn oder Unsinn? Im Rahmen unserer KT333-Reviews konnten wir dem Speicher trotz des asynchronem Betriebs durchaus einen positiven Nutzen abgewinnen - Allerdings nur mit sehr gutem Speicher, so unser Fazit. Doch welcher RAM ist sehr gut? Wir haben uns zwölf aktuelle und DDR333 kompatible Module eingeladen und auf Herz und Niere getestet. So gaben sich OCZ [1], Crucial [2], Corsair [3], Mushkin [4], Nanya [5], Kingston [6], Kingmax [7] und Samsung [8] die Ehre und traten an sie zu verteidigen.
Ob Glaubenskrieg oder nicht, in einer Eigenschaft unterscheiden sich Intels und AMDs Board-Architekturen eklatant voneinander: Der Speicheranbindung. Während alle Athlon CPUs ab Athlon C mit einem 133MHz FSB (DDR266) arbeiten, konnte die Speicheranbindung zwar auf 166MHz gesteigert werden (der nForce 2 ermöglicht sogar 200MHz), doch der limitierte Front-Side-Bus verhindert auch weiterhin einen wirklichen Praxisnutzen. Nichtsdestotrotz kann auch hier ein guter DDR333 Sinn machen, denn zum einen verhilft der Speicher dem System letztendlich doch zu einem kleinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den alten Varianten. Zum anderen bleibt mit hochwertigem RAM eine Menge Freiraum zum Übertakten des Systems. Bei den Pentium 4 Systemen, die über einen FSB von 400 bzw 533MHz verfügen, kann der Speicher hingegen auch mit der Bandbreite strotzen und so der CPU die benötigten Daten liefern. Um diesem Umstand gerecht zu werden, haben wir den Speicher auf zwei verschiedenen Plattformen zu Höchstleistungen getrieben, um jedem Besitzer die benötigten Informationen für eine Kaufentscheidung zu liefern.
Im Rahmen dieses Tests haben wir uns zwölf verschiedene Speichermodule namenhafter Hersteller näher angesehen. Getestet wurde der XMS3000 von Corsair, der sich in zahlreichen Testberichten einen guten Ruf gemacht hat, Microns erster DDR333 Speicher, wie er im Internet über Crucial zu erwerben ist (kein Engineering Sample) sowie DDR333 ValueRAM von Kingston und Module mit entsprechenden Taktraten von Nanya. Das Testfeld wird durch DDR400 Module von OCZ und Samsung (Engineering Sample) komplettiert. Inzwischen wurde das Testfeld deutlich erweitert. Alles in allem durften sich damit folgende Speicher in unserem Test behaupten:
Neu:
Insgesamt dürften hiermit alle wichtigen Preisklassen vertreten sein. Da es sich dabei durchgängig um Markenmodule handelt, haben wir uns erlaubt, die SPD-Informationen, die jedes Speichermodul auf einem kleinen EPROM mit sich bringt, auszulesen und auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.
Das Grundgerüst für die Athlon XP Plattform bildet das von uns kürzlich getestete Asus A7V333 mit VIA KT333 Chipsatz. Als Prozessor nutzten wir einen gelockten Athlon XP 1700+ (1466 MHz). Das Mainboard erlaubt bis zu einem Frontside-Bus von 145 MHz einen RAM-Teiler von 4:5, so dass der Arbeitsspeicher in diesem Fall mit ca. 181 MHz betrieben wurde. Der Prozessor lief in diesem Fall mit dem Takt eines Athlon XP2000+ (1667 MHz). Ohne aufwendige Kühlung eine schon beachtliche Leistung. Die Speichertests für die Athlon Plattform waren somit nur bis zu einem Speichertakt von 181 MHz möglich. Allerdings sollte sich hier schon die Spreu vom Weizen trennen.
Für höhere Speichertakte bequemten wir das schon etwas ältere Asus P4S333, das inzwischen in Form des P4S533 einen Nachfolger gefunden hat. Unter Einsatz eines 400 MHz Pentium 4 bietet das Mainboard einen RAM-Teiler von 3:5. Dadurch wird der Speicher bei einem Frontside-Bus von 100 MHz mit 166 MHz betrieben. Dieser Teiler ist bis zu einem Takt unterhalb von 133 MHz verfügbar. So konnten bei einem FSB von 120MHz einen RAM-Takt von 200MHz fahren und alle Module ausreizen. Dadurch durften auch die zwei DDR400 Module unter Beweis stellen, dass sie ihren versprochenen Takt auch wirklich mit einem stabilen Betrieb bedankten. An für sich sollte die Pentium 4 Plattform durch einen 2,53 GHz Pentium 4 gestellt werden. Da dieser allerdings mit einem Frontside-Bus von 133 MHz (533 MHz) betrieben wird, war sogleich der wichtige RAM-Teiler 3:5 verschwunden.
Als Grafikkarte diente in beiden Fällen eine GeForce4 Ti4400 von Asus. Die DIMM-Spannung auf dem A7V333 betrug 2,6 Volt und beim P4S333 2,7 Volt. Im Folgenden die detaillierte Systemauflistung um Fragen vorzubeugen.
Da die von uns getesteten Speichermodule verständlicher Weise nicht mit bei jedem Takt mit schnellsten Timings-Stabil betrieben werden konnten, haben wir uns die irrwitzige Aufgabe gestellt und die Module von Corsair mit allen möglichen Timing-Kombinationen bei einem Speichertakt von 166 MHz betrieben. Zwar hören sich Optionen wie 'CAS Latency' oder 'Command Rate' unglaublich technisch und kompliziert an, ihren wirklichen Praxisnutzen kennt jedoch kaum jemand. Unsere Tabelle soll hierüber Aufschluss geben und im Vergleich mit DDR266 zeigen, wie viel Sinn DDR333 mit langsamen Timings macht. Die Tests wurden auf dem Asus A7V333 [9] durchgeführt.
Sandra Speicherbenchmark
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Zwar fallen die Ergebnisse im reinen 'Bandbreiten-Benchmark' Sandra 2002 nicht außerordentlich unterschiedlich aus. Allerdings erkennt man in diesem Diagramm recht deutlich, welchen vergleichsweise großen Einfluss doch die 1T Command-Rate auf Speicherbandbreite hat. Auch wenn die Unterschiede minimal sind, so werden die ersten 8 Plätze von Timing-Kombinationen belegt, bei den 1T aktiviert wurde. Sogar CAS 2.5 bei sonst schnellsten Timings kann sich hier an das obere Ende des Diagramms schieben. Speicher mit einem Takt von 266 MHz liegt zwar am Ende des Diagramms, allerdings trennen hier den Spitzenreiter (333-2.0-2-2-5-1) und den handelsüblichen 266 Speicher (266-2.0-2-2-5-1) nur etwas mehr als 50 MB/s Datendurchsatz. Dies entspricht einem Leistungsunterschied von gerade einmal 2,5 Prozent. Wesentlich interessanter sind da schon die 3DMark 2001 SE Ergebnisse, der neben der Bandbreite vorallem von schnellen Zugriffen profitiert.
Madonion 3DMark2001SE
Angaben in Punkten
|
Beim 3DMark2001 SE finden sich auf den ersten 16 Plätzen - bis auf zwei Ausreißer mit 2T Command-Rate Timing - Varianten mit 1T wieder. In der Praxis ist dieses Feature damit noch etwas wichtiger als in den theoretischen Sandra Speicherergebnissen. Der letzte Schritt sollte daher das deaktivieren der 1T Command-Rate sein, wenn der Speicher nicht so will, wie es dem Benutzer lieb wäre. Auch hier ist CAS 2.5 nicht allzu weit abgeschlagen, so dass man Speicher, der bei 166 MHz nicht mit CAS 2.0 zum Laufen zu bewegen ist, nicht gleich verdammen sollte. Insbesondere beim 3DMark kann sich der alte DDR266-Speicher gut behaupten. Bevor man also sehr schlechten DDR333-Speicher in den Warenkorb legt, sollte man zwei Mal darüber nachdenken, ob es der alte Speicher nicht noch tut - vorausgesetzt er schafft die schnellsten Timings.
Der XMS2700 von Corsair ist der kleine Bruder des XMS3000, der im ersten Teil des Speicher-Rounups als klarer Übertaktungs-Sieger mit ausgezeichneten Timings über die Ziellinie, die 200 MHz-Marke, zog. Bei den „kleinen“ XMS2700 werden bei 166 MHz etwas langsamere Timings garantiert. Laut Corsair ist 2.0-3-3 und aktivierte 1T Command-Rate problemlos möglich. Da der XMS3000 jedoch darüber hinaus auf höheren Takten mit besseren Timings als angegeben betrieben werden konnte, setzen wir in die XMS2700 die gleichen Hoffnungen. Vielleicht sind gar mit dem XMS3000 identische Timings bis zum Ende der Skala für weniger Geld möglich? Mit diesen Gedanken haben wir das XMS2700 in unser Speicher-Roundup aufgenommen.
Uns standen zweimal 256MB der XMS2700 mit garantierter 2.0 CAS Latency (genau CMX256A-2700C2) in der Revision 1.3, erkennbar an dem Aufkleber auf den Speicherriegeln, für unseren Test zur Verfügung. Demnach wurde der Speicher bereits mehrfach überarbeitet, um wirklich das letzte Quäntchen Performance aus ihm heraus zu holen. Es handelt sich abermals um Single Sides Module, wie man an den SPD-Informationen sehr schön erkennen kann.
| Eintrag | Wert |
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 9E |
| Part No.: | CMX256A-2700C2 |
Das SPD von Corsair ist soweit komplett und lässt, ebenso wie beim XMS3000, nur wenig Ansatz für Kritik. Der Hersteller-Code (7F 7F 9E) verweist korrekt auf Corsair und sogar Intels Spec Einträge sind ebenfalls ansatzweise vorhanden. Dennoch fehlt nach wie vor der Eintrag der Serien-Nummer oder beispielsweise der Fertigungswoche.
Auch die XMS2700 kommen als besonderes Extra mit einem Aluminium Heat-Spreader daher, um die entstehende Abwärme abzuführen. Corsair bietet auf die Module eine lebenslange Garantie. Die Lieferung der Module erfolgt, bei direkter Bestellung bei Corsair, in einer stoßsicheren Plastikhülle.
Kommen wir nun zu den Testergebnissen. Ob die Module die hohen in sie gesteckten Erwartungen werden erfüllen können?
AMD - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Die Module starten gut ins Rennen. Ohne Probleme waren die schnellsten Timings bei 166 MHz Speichertakt möglich. Allerdings waren bereits bei 171 MHz Speichertakt Abstriche in den Timings nötig, um das System stabil betreiben zu können. Bei 181 MHz bleibt nur noch die 1T Command-Rate übrig, die man loben könnte. Damit brauchen wir uns wohl keine Weiteren Hoffnungen zu machen, die Leistungen eines teueren XMS3000 für etwas weniger Geld bereits beim XMS2700 zu erhalten.
Intel - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf unserem Intel System waren leider von Anfang an nicht die schnellsten Timings möglich, obwohl die DIMM-Spannung höher war und damit die Signalqualität eigentlich besser ist. Trotz aller Probleme konnten wir mit langsamen Timings 200 MHz erreichen, wie der Vergleich auf der vorletzten Seite zeigt, jedoch zu lasten der Performance.
Mit dem Aufkommen von DDR333 hat sich Corsair schnell mit seinen ausgezeichneten XMS3000 Modulen ins Rampenlicht befördern können. Bei einem Speichertakt von 166 MHz werden die schnellsten 2.0-2-2 Timings bei 1T Command-Rate garantiert. Damit kann keiner der sonstigen Testkandidaten auftrumpfen. Bei einem Speichertakt von 185 MHz (Äquivalent zu DDR366 - 3 GByte/s Speicherbandbreite) garantiert Corsair 2-3-3-T1 bei einem, und 2.5-3-3-T1 bei zwei Modulen. Um dies garantieren zu können, testet Corsair alle Module auf verschiedenen Chipsätzen mit verschiedenen Mainboards. Beim Kauf eines Corsair Moduls kann man sich laut Hersteller seiner Qualitäten also sicher sein.
Bevor wir zum eigentlichen Test kommen, werfen wir noch kurz einen Blick auf das SPD unserer XMS3000 Module. Im Folgenden werden nur die für uns interessanten Informationen aufgelistet.
| Eintrag | Wert |
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 9E |
| Part No.: | CMX256A-3000C2 |
Das SPD von Corsair ist soweit komplett und lässt nur wenig Ansatz für Kritik. Der Hersteller-Code (7F 7F 9E) verweist korrekt auf Corsair und sogar Intels Spec Einträge sind ansatzweise vorhanden. Die Konkurrenz verzichtet auf diese Einträge gänzlich. Dafür fehlen bei Corsair unter anderem die Angaben zur Herstellungswoche.
Ebenfalls ist im SPD sehr schön zu erkennen, dass es sich bei den XMS3000 um Single Sided Module handelt (No. Module Rows), so dass selbst Chipsätze, die nur vier Bänke ansprechen könne, mit vier Modulen arbeiten können.
Als besonderes Extra kommt der XMS3000 Speicher mit einem Aluminium Heat-Spreader daher, um die entstehende Abwärme abzuführen. Corsair bietet auf die Module eine lebenslange Garantie. Die Lieferung der Module erfolgte in einer stoßsicheren Plastikhülle.
Der Erste Eindruck konnte uns mehr als überzeugen, doch wie sieht es nun mit der Leistung des Speichers aus? Lassen wir den Worten Taten folgen.
AMD - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf unserer AMD-Plattform hat der Speicher keine Mühe bei einem Takt von 166 MHz mit den schnellsten Timings betrieben zu werden. Selbst bei einem Takt von 145 MHz (Speicher ca. 181 MHz) ließ sich der XMS3000 noch vollkommen stabil mit den schnellsten Timings betreiben, so dass nur noch die Pentium 4 Plattform bleibt, um den Speicher aus der Reserve zu locken.
Intel - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Ohne viel vorweg zu nehmen, kann gesagt werden, dass der Speicher von Corair als einziger in der Lage war, auf unserer Pentium 4 Plattform bei 166 MHz mit einem ActivePreCharge Zyklus von 4 zu arbeiten. Bis zu einem Speichertakt von 188 MHz (113MHz - Teiler 3/5) war es möglich, den Speicher mit den schnellsten Timings zu fahren. Der Hersteller hat also wahrlich nicht zu viel versprochen, ja eher bescheiden kalkuliert. Durch das Anheben der DIMM-Spannung war sogar ein noch höherer Takt bei schnellsten Timings möglich. Allerdings sind 2,9 Volt (Standard 2,6) alles andere als gesund für den RAM. Ein Speichertakt von 200 MHz war bei immer noch guten Timings ohne Probleme möglich. Das Limit des XMS3000 konnten wir damit im Rahmen unseres Tests leider nicht erreichen, da hier der Pentium 4 nicht mehr weiter wollte.
Vor kurzem erst vorgestellt und nun schon bei uns im Test. Die neuen XMS3200, bei denen bei 200 MHz doch sage und schreibe CL2 garantiert wird, bei 166 MHz sind dann selbstverständlich auch die schnellsten Timings ohne Probleme möglich. Da bereits der von uns gestesteten XMS3000 diese Timings bei den genannten Taktfrequenzen erreichen konnte, waren wir skeptisch. Sollte es sich gar um XMS3000 handeln, die einfach etwas mehr Gewinn abwerfen sollen? Unser Test wird zeigen, ob der neue XMS3200 wirklich mehr leistet als der bisherige Sieger des Speicher-Roundups.
Für den Test standen uns zwei 256MB XMS3200 der Revision 1.1 (CMX256A-3200C2) zur Verfügung. Es handelt sich abermals um Single Sided Module, die mit einem schönen Aluminium Heat-Spreader und lebenslanger Garantie bei uns eintrafen. An dem SPD gibt es hierbei abermals nichts auszusetzen.
| Eintrag | Wert |
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 7F 9E |
| Part No.: | CMX256A-3200C2 |
Alles in allem ist das SPD des Corsair XMS3200 als gut zu bezeichnen. Alle wichtigen Werte sind vorhanden, allerdings ist der Speicher laut dem Wert für Cycle Time High CAS eigentlich nur für 166 MHz zugelassen. Auch der Eintrag der Serien-Nummer oder beispielsweise der Fertigungswoche bleibt leer. Ob der Speicher damit halten kann, was er verspricht? Lange Rede kurzer Sinn, kommen wir gleich zu unseren Testergebnissen.
AMD - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Besser kann man gar nicht mehr in unseren Test starten. Von Anfang bis zum Ende waren die schnellsten Timings möglich. Damit haben wir in diesem Test einen Gleichstand mit den XMS3000, die sich ebenfalls derart gut präsentieren konnte. Unser Pentium 4 System muss die Entscheidung bringen.
Intel - Corsair - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Corsair - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auf den ersten Blick sollte auffallen, dass beim XMS3000 zum Start etwas bessere Timings möglich waren. Auch konnte dieser Speicher bis 188 MHz mit diesen ausgezeichneten Werten betrieben werden, der neue lief nur mit 178 MHz stabil bei diesen Timings. Allerdings beginnt der XMS3200C2 ab hier seine Aufholjagd, legt bei 192 MHz noch einen kurzen Zwischenstopp ein und erreicht die 200 MHz mit besseren Timings als der XMS3000 und bricht damit den bis dahin präsenten Rekord im 3DMark2001 SE. Corsair hat sich also nicht ausgeruht und konnte die eigenen Speichermodule nochmals verbessern. Wird der XMS3200C2 insgesamt die Spitzenposition übernehmen können? Der Vergleich auf der vorletzten Seite wird entscheiden.
Als einer der ersten Hersteller konnte Crucial DDR333 Module liefern, die ausnahmslos der JEDEC Norm entsprachen. Da es für die JEDEC offiziell nur DDR333B (quasi Güteklasse B), mit anderen Worten DDR333 Speicher mit den langsamen Timings 2.5-3-3, gibt, ist es nicht verwunderlich, dass die Module von Micron, die über Crucial direkt bezogen werden können, nicht mit schärferen Timings auf den Aufdrucken prahlen. Die Module erreichten uns in einer gepolsterten Verpackung und waren ihrerseits in einer Anti-Statik-Folie verstaut.
Bei den DDR333 Speicher von Crucial handelt es sich um Double Sided Module, so dass hier ein Einsatz von in der Regel maximal drei Modulen (die dann sechs Bänke belegen) in Frage kommt. Diesen Sachverhalt bestätigt auch das SPD, das in Ausschnitten folgende Daten enthält:
| Eintrag | Wert |
| No. Module Row: | 2 |
| Address Row/Columns: | 12 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width : | 42ns |
| Manufacturer Code: | 2C |
| Part No.: | 16VDDT3264AG-335B1 |
Auch bei Micron sind die SPD Einträge, wie sollte es auch anders sein, ohne grobe Mängel. Allerdings fehlen hier die Intel Spec Einträge. Die Fertigungswoche und die Seriennummer werden dagegen korrekt angegeben. Der Herstellercode (2C) verweist korrekterweise auf Micron, da Crucial bekanntlich nur das Label ist, unter dem Micron seine eigenen Module unter's Volk bringt.
AMD - Crucial - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Crucial - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Wir haben es versucht, doch der Speicher lies sich einfach nicht stabil mit CAS 2.0 betreiben, so dass wir auf die schnellsten CAS 2.5 Timings ausgewichen sind. Da Crucial selbst nie mehr als diese CAS 2.5 versprochen hat, ist dies nicht weiter tragisch. Mit diesen Einstellungen läuft der Speicher dafür vollkommen stabil und vor allem schnell, wie sich im Ergebnisvergleich am Ende des Artikels noch zeigen wird. Bis zu einem Speichertakt von ca. 172 MHz war es möglich, den Speicher mit den für ihn schnellsten Timings zu betreiben. Darüber hinaus gewannen Instabilitäten auf dem Athlon-System die Überhand, so dass wir 181 MHz Speichertakt nur mit den langsamsten Timings erreichen konnten.
Intel - Crucial - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Crucial - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Auch bei auf dem Pentium 4 System war es uns nicht möglich, den Speicher mit CAS 2.0 zum Betrieb zu bewegen. Dennoch mag der Crucial-Speicher unser Pentium 4 weitaus lieber. Die höhere DIMM-Spannung von 2,7 Volt beflügelt den Speicher zu Höchstleistungen. So konnten wir die schnellsten Timings nicht nur bis 181 MHz fahren. Sogar 191 MHz waren bei noch guten und für den Speicher sensationelle 200 MHz bei den schlechtesten Timings möglich. Alle Achtung, so gut sah es doch am Anfang nun wirklich nicht aus.
Der Speicherhersteller Kingston beliefert in der Regel eher den Servermarkt. Hier zählt Stabilität über alles und dennoch möchte man mit dem Kingston ValueRAM in niedrigere, für Endkunden interessante Preisklassen vorstoßen. Da das Unternehmen eigentlich nicht die Overclocker ansprechen möchte, hält man sich Erwartungsgemäß an der Vorgaben der JEDEC und garantiert nicht mehr als CAS 2.5 für den eigenen Arbeitsspeicher. Die Entwicklung der Speicherchips hat man Winbond überlassen. Kingston liefert lediglich das Platinen-Layout.
So wie die Module von Corsair kam der ValueRAM in einer stoßfesten Plastikhülle, die ebenfalls einer umfangreichen Anleitung Unterschlupf gewährte. Auch Kingston bietet auf seinen Arbeitsspeicher eine lebenslange Garantie und tut es damit Corsair gleich.
Die Module von Kingston sind Single Sided, was die bereits angesprochenen Vorteile mit sich bringt. Das SPD lieferte folgende, verwertbare Informationen:
| Eintrag | Wert |
| No. Module Rows: | 1 |
| Address Row/Columns: | 13 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 18ns |
| Min. RowA to RowA: | 12ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 18ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 42ns |
| Manufacturer Code: | 7F 98 |
| Part No.: | K |
Es war eigentlich schon fast nicht anders zu erwarten. Die SPD Informationen sind soweit in Ordnung. Die Seriennummer ist ebenso wie die Fertigungswoche vorhanden. Die Intel Spec-Einträge fehlen und die Part No. wirkt einfach nur falsch. Es ist unwahrscheinlich, dass das Bauteil einfach nur die Bezeichnung „K“ trägt.
AMD - Kingston - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Kingston - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Wie man sieht, war Kingston bei den Timing-Angaben eher zurückhaltend. Der Speicher erlaubt einen stabilen Betrieb bei CAS2.0. Auch der Kingston-Speicher kann bei schnellen Timings mit einem Takt von 181 MHz betrieben werden.
Intel - Kingston - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Intel - Kingston - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Ganz so gut wie auf dem Athlon-System fühlt sich der Kingston bei unserer Pentium 4 Plattform nicht. Hier mussten wir von Anfang an mit etwas langsameren Timings fahren, CAS2.0 war dennoch möglich, sogar bis 183 MHz. Mit den Absolut langsamsten Timings, die man nicht einmal auf jedem Mainboard auswählen kann, erreichte der Speicher einen Takt von 200 MHz stabil.
Mit dem aufkommen von DDR333-Speicher konnte der französische Speicherhersteller schnell von sich reden machen. Konnte man doch als einziger Hersteller Chips im TinyBGA-Package verbauen. Speicherchips im BGA-Package (Ball Grid Array) kommen auch bei modernen nVidia GeForce4 Ti Grafikkarten zum Einsatz. Sie ermöglichen deutlich höhere Taktraten im Vergleich zu TSOP-Speicher (Thin-Small Outline Package), da sie direkt auf die Platine gelötet werden und somit die Wärme besser an das PCB abgeben können. Weiterhin besitzen sie mehr Kontakte und Masse-Leitungen, was derartigen Chips zu einer besseren Signalstabilität verhilft. Dadurch wiederum werden höhere Taktraten möglich.
Während der Speicher auf nVidia GeForce4 Ti 4600 durch 2,8ns BGA-Module realisiert wird, die einen Takt von über 700 MHz (DDR) unterstützen, qualifizieren sich bereits RAM-Riegel, auf denen 6ns Chips verbaut werden, für einen Takt von 333 MHz. Sind es 5ns, sollten theoretisch sogar 400 MHz DDR ohne Probleme drin sein.
Auf unserem Kingmax DDR333 Modul, das uns freundlicherweise von OC-Wear.de [11] zur Verfügung gestellt wurde, kommen glücklicherweise 5ns Chips zum Einsatz, die unter normalen Umständen die Grenzen unseres Tests erreichen sollten. Doch werfen wir vorerst einen Blick auf das SPD des Kingmax Riegels.
| Eintrag | Wert |
| No. Module Rows: | 2 |
| Address Row/Columns: | 12 / 10 bits |
| Cycle Time High CAS: | 6.0ns -> 167MHz |
| Access Time High CAS: | 0.70ns |
| Min. Row Precharge: | 20ns |
| Min. RowA to RowA: | 15ns |
| Min. RAS to CAS Delay: | 20ns |
| Min. RAS Pulse Width: | 45s |
| Manufacturer Code: | 25 |
| Part No.: | MPMB62D-68KX3-MAA |
Wie man sehen kann, handelt es sich um ein Double Sided Modul, dessen Hersteller laut JEDEC-Liste Tristar ist. Bleibt die Frage, was Kingmax mit Tristar zu schaffen hat. Auf diese Frage können wir euch leider keine Antwort geben. Die Werte für "Row Precharge", "RowA to RowA", "RAS to CAS Delay" und "RAS Pulse Width" fallen im Vergleich zur Konkurrenz deutlich größer und damit schlechter aus. Der Hersteller Code, so wie die Modul-Bezeichnung wurden korrekt im SPD hinterlegt, die Serien-Nummer fehlt.
AMD - Kingmax - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
AMD - Kingmax - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Die Kingmax starten mit den besten Timings gut ins Rennen. Eine Erhöhung der Taktrate führte jedoch nur mit langsameren Timings zum Erfolg. Mit immer noch guten Timings erreicht das Modul von Kingmax die Grenze der AthlonXP Testplattform.
Intel - Kingmax - Speicher
|