Seit unserem ersten Intel i875P Mainboard-Vergleich haben sich bei uns eine ganze Menge DDR400-Speichermodule eingefunden, welche bereits im Vergleich von diversen i865PE/G Platinen als Kompatibilitätstest dienten und welche nun ihrerseits im Dual-Channel Modus bei 200 MHz und auch darüber auf Herz und Nieren geprüft werden. Da sich bereits zu Beginn des Tests Probleme mit den uns zur Verfügung stehenden i875P und i876PE Platinen aufgrund eines recht unausgereiften BIOS abzeichneten, möchten wir an dieser Stelle unsere ersten Testergebnisse von sechs der insgesamt dreizehn Speicheriegel veröffentlichen, die auf einer Athlon XP 3200+ Plattform mit nForce 2 400 Ultra Mainboard von Asus gewonnen wurden.
Um diese sechs Modulpaare bis an ihre Grenzen zu treiben, mussten übrigens zwei unserer A7N8X Deluxe Rev. 2.0 ihr Leben lassen. Es scheint so, als würde sich das Mainboard beim Übertakten mittels Frontside-Bus-Erhöhung unvorhersehbar "verschlucken", um dann einen erneuten Dienstantritt zu verweigern. Wir hatten also mit Problemen auf ganzer Linie zu kämpfen, um überhaupt den Test dieser sechs Module abschließen zu können.
Als bald möglich werden wir euch unsere Testergebnisse aller uns zur Verfügung gestellten DDR400-Module auf Intels neuer Dual-Channel DDR400 Plattform präsentieren.
Seit unserem ersten Speichervergleich [1] im August letzten Jahres, wo wir uns primär mit DDR333 Riegeln beschäftigt haben, hat sich eine Menge auf dem Speichermarkt getan. Inzwischen hat es sogar DDR400 geschafft, Intels Engagement sei Dank, von der JEDEC (Joint Electron Device Engineering Council) als offizieller Speicherstandard anerkannt zu werden. Zwar sind die Vorgaben der JEDEC erweiterbar, deshalb boten auch Speicherhersteller die hauptsächlich durch ihre Overclocking-Module bekannt sind, wie beispielsweise Corsair oder OCZ, vor der Festlegung des DDR400 Standards entsprechende DDR400 Module, die Branchenriesen wie Samsung oder Infineon hielten sich jedoch bis zur Verabschiedung des DDR400 Standards durch das JEDEC mit entsprechenden Modulen zurück.
Doch nun gibt es mit DDR400A, DDR400B und DDR400C gleich drei offizielle Standards der JEDEC, auf die Speicherhersteller bei ihren Modulen setzen können. Um einen stabilen Betrieb bei einem mit 200 MHz doch recht hohem realen Speichertakt gewährleisten zu können, sieht der DDR400-Standard eine Anhebung der DIMM-Spannung (Vdd) von 2,5 Volt bei DDR200, 266 und 333 auf 2,6 Volt vor, die Speichermodule müssen jedoch in Ausnahmefällen 2,7 Volt anstandslos verkraften.
Bei den Speichertimings unterscheidet das JEDEC derzeit drei Standards:
Somit stellen Speichermodule nach der DDR400A Spezifikation mit ihrer CAS Latency (CL) von 2.5 Takten, ihrem RAS to CAS Delay (tRCD) und RAS Precharge (tRP) von jeweils 3 Takten und einem Active to Precharge Delay (tRAS) von 8 Takten die schnellsten Module dar.
In dem ersten Teil unseres DDR400 Speichervergleichs haben sich insgesamt sechs verschiedene Module eingefunden. Als Referenz-Modul kamen hierbei zwei Riegel von Corsair zum Einsatz, die Twinx512-3200LL, welche speziell für einen Dual-Channel-Betrieb bei 200 MHz validiert wurden und welche uns schon länger bei unseren Mainboard- und Prozessortests begleiten. Dabei handelt es sich natürlich um reinrassige Overclocking-Riegel, die gegen ein Testfeld antreten dürften, welches aus "Standard-Markenarbeitspeicher" bestand:
In Anbetracht des Testfeldes ging es uns primär darum, die schnellst möglichen Timings bei DDR400 (200 MHz) auszuloten, dennoch haben wir es uns nicht nehmen lassen, auch den billigeren Markenspeicher außerhalb der eigenen Spezifikationen zu betreiben.
Wie bereits Eingangs erwähnt, haben wir uns aufgrund einiger Probleme mit unserer Pentium 4 i875P Canterwood-Plattformen vorerst dafür entschieden, einen Teil der Speicherriegel auf einem Athlon XP System auf Herz und Nieren zu prüfen.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
Für unseren Test wählten wir eine Speicherspannung von 2,6 Volt, den Multiplikator haben wir auf 9,5x abgesenkt, um ausgehend von 200 MHz FSB einen ausreichend hohen synchron betriebenen Speichertakt erreichen zu können. Als Stabilitätstest wählten wir den Prozessorstabilitätstest (CPU Test) des neuen 3DMark03, welcher sich als äußerst speicherintensiv und -kritisch erwiesen hat. Wurde der 3DMark03 Durchlauf erfolgreich absolviert, haben wir einen stabilen Betrieb bei gängigen Anwendungen impliziert.
Hinter der Bezeichnung Corsair TWINX512-3200LL versteckt sich eigentlich ein Paar aus zwei aufeinander abgestimmten DDR400-Modulen, die sich laut Corsair besonders gut für einen Dual Channel Betrieb eignen. Diese qualitätiv hochwertigen Single Sided Module mit Aluminium-Heat-Spreader erreichten uns gut geschützt in einer Plastikhülle, welche in einem Karton Unterschlupf fanden.
Das SPD bescheinigt den Modulen hierbei selbst bei 200 MHz einen reibungslosen Betrieb bei schnellsten Timings von 2.0-2-2-6. Damit traut man den Modulen weit mehr zu als selbst der schnellste JEDEC Standard DDR400A verlangt. Das SPD lässt bis auf einen fehlenden Wert für die Seriennummer keinen Angriffspunkt für Kritik. Corsair gewährt eine Life-Time-Garantie auf die Module.
Wie sieht es mit der Leistung dieser Highend-Module aus?
Corsair Twinx3200LL - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Corsair Twinx3200LL - 3DMark
Angaben in Punkten
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Bis zu einem Speichertakt von real 210 MHz, effektiv 420 MHz, konnten wir die Module mit sehr schnellen Timings betreiben, die weit über die von der JEDEC verlangten Timings hinaus gehen. Das leichte Reduzieren der Speichertimings ermöglichte einen stabilen Betrieb bis 220 MHz. Darüber hinaus konnten wir leider keine höheren Taktraten bei jedweden Timings erzielen.
Infineons DDR400 Module erreichten uns in einer außerordentlich großzügig dimensionierten Verpackung, wie sie sonst nur Großhändler erhalten. Es handelt sich um Single Sided Module, die durch acht Infineon 256 MBit 5ns Chips auf einer von Infineon selbst entwickelten Platine Platz gefunden haben.
Das SPD der Infineon-Riegel ist fehlerfrei programmiert, beinhaltet sogar eine Seriennummer und klassifiziert die Module als DDR400B-Riegel. Mit den Timings 3.0-3-3-8 hält man sich also voll und ganz an die Vorgaben des JEDEC.
Infineon - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Infeon - 3DMark03
Angaben in Punkten
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Während unseres Tests leisteten sich die Module keine Patzer im Dual-Channel-Betrieb und konnten sogar bis 222 MHz mit Timings leicht unterhalb des DDR400A Standards betrieben werden. Mit den von Infineon im SPD vorgegeben DDR400B Timings konnten wir sogar 230 MHz im Rahmen unserer Testkriterien "stabil" erreichen. Somit sind die Module von Infineon in der Lage, die Overclocking-Module von Corsair im Takt um 10 MHz zu übertrumpfen.
Als erster Hersteller überhaupt fertigt Kingmax schon seit sehr lange Zeit Module mit BGA-Speicherchips, welche aufgrund ihrer Beschaffenheit insbesondere der Signalführung hohe Taktraten ermöglichen und erst mit Modulen nach DDR2-Standard vorgeschrieben sind. Kingmax hat hier jedoch die Möglichkeit gesehen, sich hierdurch vor anderen Speicherherstellern auszuzeichnen und bereits vor dem Produktionsstart von DDR2-Modulen, welche erst im Jahr 2004 vom Band laufen werden, genügend Erfahrung zu sammeln.
Die Kingmax DDR400 Module, bestehend aus Kingmax 5ns Chips und Kingmax Platine, sind Double Sided und liefern mit insgesamt 16 Chips zu je 128 MBit eine Gesamtkapazität von 256 MB.
Das bis auf eine fehlende Seriennummer korrekt programmierte SPD weist die Riegel als DDR400A Module mit den korrekten Timings von 2.5-3-3-8 aus. Kingmax hat sich also voll an die Vorgaben des JEDEC gehalten.
Kingmax - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Kingmax - 3DMark
Angaben in Punkten
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Bei den Timings des DDR400A Standards scheint Kingmax voll an die Grenzen der Module gegangen zu sein. Jedenfalls war es uns mit unseren Testsystem nicht vergönnt bei 200 MHz Speichertakt schnellere Timings als 2.5-3-3-8 stabil zu erreichen. Das Herabsetzen der CAS Latency auf DDR400B Timings ermöglicht dagegen sogar Taktraten von bis zu 216 MHz, mit DDR400C Timings waren sogar 230 MHz möglich.
Ein Speicherhersteller wie Kingston, der sich vor allem durch die Qualität seiner Server-Speichermodule einen Namen gemacht hat, der aber mit der Marke ValueRAM inzwischen sehr erfolgreich den Endkundenmarkt beliefert, möchte natürlich auch bei DDR400 mitmischen. Hierzu geht man mit Single Sided Modulen auf Basis einer Samsung Platine samt der passenden Samsung 256 MBit 5ns Chips an den Start.
Kingston steuert lediglich ein eigenes SPD bei, welches den Kingston ValueRAM DDR400 als DDR400B Module (3.0-3-3-8) ausweist. Interessanterweise sieht Kingston jedoch eine Speicherspannung von 2,5 und nicht die wie von der JEDEC vorgeschriebenen 2,6 Volt vor. Recht ungewöhnlich, dennoch bereiteten den Modulen die von uns gewählten 2,6 Volt keinerlei Probleme. Kingston gewährt eine Life-Time-Garantie auf die Module.
Etwas stutzig machte uns übrigens der Aufdruck "Evaluation" auf den Speicherriegeln. Sollte es sich hier etwa um handselektierte Module handeln, die ein besonderes Leistungspotential bieten?
Kingston Valueram - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Kingston Valueram - 3DMark
Angaben in Punkten
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Die DDR400 Module von Kingston starten nicht schlecht ins Rennen. Mit den Speichertimings von 3.0-3-3-8 (DDR400B) scheint Kingston eher auf Nummer sicher gegangen zu sein, denn bei DDR400 waren problemlos 2.5-3-3-7 Timings möglich. Den DDR400A Standard könnten die Module von Kingston also ohne Weiteres erfüllen. Von den Gedanken, es handele sich um handselektierte Module, sind wir in Anbetracht dieser Timings fast schon abgekommen, schließlich ließen sich die Corsair Twinix512-3200LL mit deutlich schärferen Timings (2.0-2-2-6) betreiben.
Allerdings machten uns die erreichten Taktraten dennoch stutzig. Bei 2.5-3-3-7 erreichten wir 215 MHz, bei 3.0-3-3-8 sogar atemberaubende 240 MHz. Dass ein im Handel erhältlich Kingston ValueRAM DDR400 Module diesen Takt im Dual Channel Modus erreichen soll, können wir kaum glauben.
Mit den DDR400 Modulen von takeMS, der Eigenmarke von MemorySolution [2], erreichte uns ein reinrassiges "Made in Germany" Produkt. Die Speicherchips kommen aus Deutschland, die Speicherplatine wurde hierzulande entwickelt und mit Speicherchips bestückt. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Platine, auf der die Speicherchips ein wirklich ansprechendes zu Hause gefunden haben, welches sich vom Aufbau stark von der Konkurrenz unterscheidet. Sehr ansprechend ist hierbei der goldene "Made in Germany"-Aufdruck auf der Rückseite der Single Sided Module.
Das SPD der takeMS Riegel identifiziert den Arbeitsspeicher als DDR400A Speicher, welcher stabil mit den Timings 2.5-3-3-8 betrieben werden kann. Man mutet den Modulen also einiges zu.
TakeMS - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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TakeMS - 3DMark03
Angaben in Punkten
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Obwohl takeMS mit 2.5-3-3-7 den Modulen per SPD bereits recht schnelle Timings zumutet, kann man aus dem Speicher noch etwas mehr herauskitzeln. Die CAS Latency ließ sich sogar ganz zu unserer Freude auch auf 2 Takte herabsetzen - dies allerdings nur bei 200 MHz und keinem MHz mehr. Mit schnellen Timings von 2.5-3-3-7 waren immerhin 220 MHz möglich, mit Timings nach DDR400C Standard konnten wir den Takt sogar bis 227 hinauftreiben.
Es gibt viele Speicherhersteller und Twinmos gehört sicherlich zu denjenigen, die sich erst in jüngster Zeit, insbesondere mit dem Aufkommen von DDR333-Modulen, hierzulande einen wirklich guten Namen gemacht haben. Es ist klar, dass man diesen auch mit den neuen DDR400-Riegeln nicht riskieren möchte. Bei den Twinmos DDR400 Modulen handelt es sich um Single Sided Arbeitsspeicher. Von den von Twinmos in Eigenregie produzierten 5ns 256 MBit Speicherchips haben insgesamt 8 Stück ihrer Art auf der Referenzplatine von Samsung ihre Heimat gefunden.
Das SPD der Twinmos-Riegel spricht von DDR400 Modulen nach dem schnellsten JEDEC DDR400A Standard. Damit haben sich zusammen mit den Kingmax und takeMS DDR400 insgesamt drei Riegel bei uns zum Test eingefunden, die mit einem auf DDR400A programmierten SPD daher kommen. Das SPD der Twinmos DDR400 Module verzichtet übrigens auf die Angabe der Modul-Bezeichnungs sowie -Seriennummer.
Twinmos - Durchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Twinmos - 3DMark
Angaben in Punkten
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Auch die Ergebnisse der Twinmos-Riegel können sich voll und ganz sehen lassen. Hier konnten wir mit flotter CAS Latency von 2 Takten bis zu einem Takt von 228 MHz augenscheinlich stabil arbeiten. Ein Ergebnis, das sich wirklich sehen lassen kann. Bei diesem Takt ist allerdings Schluss, durch das Herabsetzen der Speichertimings lassen sich keine höheren Taktregionen erreichen.
Update 20. Juni. 2003: Neuerdings bietet Twinmos, ähnlich wie beispielsweise Corsair, ein sogenanntes Dual-Channel Kit an, in dem sich ein Paar abgestimmter Module mit insgesamt 512 oder 1024 MB Speicherkapazit.
Um bei der Fülle an Testergebnissen nicht den Überblick zu verlieren, möchten wir an dieser Stelle die gewonnenen Ergebnisse bei 200 MHz Speichertakt (400 MHz DDR) mit Standard-Timings, sowie den im Test schnellst möglichen Einstellungen übersichtlich gegenüber stellen. Darüber hinaus möchten wir natürlich auch auf die Ergebnisse beim Overclocking näher eingehen.
Bei der Auswertung möchten wir mit den Ergebnisse bei 200 MHz Speichertakt und den im SPD einprogrammierten Timings beginnen
Gesamt - Durchsatz - DDR400 SPD
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Gesamt - 3DMark - DDR400 SPD
Angaben in Punkten
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Auch wenn die Leistung der verschiedenen Speichermodule doch recht eng beieinander liegt, so heben sich die Module von Corsair und Kingmax doch etwas vom Rest des Feldes ab. Bei den Twinx Riegeln von Corsair ist dieses Ergebnis ganz klar auf die deutlich schärferen Standard-Timings zurückzuführen, bei Kingmax liegt es an den vergleichsweise guten Timings und der Tatsache, dass es sich um Double Sided Riegel handelt.
Gesamt - Durchsatz - DDR400 Fastest
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Gesamt - 3DMark - DDR400 Fastest
Angaben in Punkten
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Auch bei den schnellsten Timings sind die Twinx-Module von Corsair das Maß aller Dinge. Als einzige Riegel dieses Vergleichs können sie mit den besonders schnellen Timings von 2.0-2-2-6 betrieben werden. Die Module von Twinmos und takeMS können jedoch sehr gut mithalten, schließlich ließ sich hier im Test ebenfalls die CAS Latency auf 2 Takte herabsetzen.
Während sich die Unterschiede beim Standard-Speichertakt von 200 MHz noch in Grenzen hielten, trennte sich beim Übertakten die Spreu vom Weizen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Module dabei klar außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben wurden. Der Hersteller garantiert selbstverständlich nur einen Betrieb bei 200 MHz und den im SPD vorgegebenen Speicher-Timings.
Gesamt - Durchsatz - DDR440 Fastest
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Gesamt - 3DMark - DDR440 Fastest
Angaben in Punkten
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Zu unserer Verwunderung, war es mit allen Teilnehmern dieses ersten Vergleichstests möglich, den Speichertakt auf 220 MHz anzuheben. Eine beeindruckende Steigerung von 10 Prozent! Auch hier gehen die Overclocking-Module von Corsair, wenn auch knapp, als Sieger hervor. Die DDR400 Riegel von Twinmos belegen hier den zweiten Platz vor Infineon, Kingston und takeMS, die sich den dritten Platz teilen. Die etwas schnelleren Timings waren jedoch nur bei Corsair und Twinmos möglich.
Gesamt - Durchsatz - Highest
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Gesamt - 3DMark - Highest
Angaben in Punkten
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Was den erreichten Höchsttakt betrifft, so können sich die DDR400 Module von Kingston klar als Sieger fühlen, wenngleich wir doch arg daran zweifeln, dass im Handel erhältliche Module von Kingston ebenfalls dieses Overclocking-Potential beherbergen. Letztendlich ist es in gewisser Weise auch eine Glückssache, wie hoch sich die Speichermodule übertakten lassen. Die Riegel von Twinmos belegen hier den zweiten Platz: Durch schnelle Timings bei 228 MHz konnten sie sogar an den Modulen von Kingmax und Infineon vorbei ziehen, welche einen Takt von 230 MHz bei schlechteren Speichertimings erreichten. Den Riegeln von Corsair ging bei 220 MHz und pfeilschnellen Timings die Puste aus. Uns war es hier leider nicht vergönnt, durch das Herabsetzen der Speichertimings höhere Taktraten zu erreichen. Allerdings muss man den Corsair Twinix512-3200LL zu Gute halten, dass sie weit mehr Betriebsstunden auf dem Buckel haben, als alle anderen Teilnehmer des Vergleichstests zusammen, da sie bei uns schon oft bei Prozessor- und Mainboardtests eingesetzt wurden.
Summa summarum konnten alle Module halten, was sie versprechen. Ein stabiler Betrieb bei 200 MHz Speichertakt mit den im SPD gespeicherten Timings war auf unserem Testsystem ohne Ausnahme möglich. Was die Leistung über die vom Hersteller garantierten Einstellungen hinaus betrifft, so konnten wir jedoch deutliche Unterschiede feststellen, welche sich nicht zuletzt im Preis wiederspiegeln, welcher letztendlich das entscheidende Kaufkriterium darstellt.
Das aufeinander abgestimmte Speicherpaar von Corsair, welches auf die Bezeichnung TWINX512-3200LL hört und aus 2x256MB Arbeitsspeicher besteht, wechselt ab 150 Euro den Besitzer. Für diesen Preis erhält man ausgezeichnete Module, die bei DDR400 die schnellsten Timings in diesem Testfeld zuließen und mit einem schicken Aluminium Heat-Spreader, über dessen Sinn oder Unsinn man sicherlich streiten kann, bestückt sind. Beim Übertakten kamen wir über 220 MHz Speichertakt bei unserem nForce 2 Testsystem nicht hinaus, was jedoch in den meisten Fällen mehr als ausreichend sein sollte.
Deutlich günstiger an DDR400 Arbeitsspeicher kommt man dagegen mit den Modulen von Infineon, wo ein 256 MB Riegel (CL3) schon ab ca. 38 Euro im Handel erhältlich ist. Für 76 Euro kann man sich also stolzer Besitzer von 2x256MB DDR400 Speicher nennen, welcher sich im guten Mittelfeld platziert. Beim besten Willen kann er mit Timings leicht unter dem DDR400A Standard (2.5-3-3-7) betrieben werden und macht dabei eine akzeptable Figur. Beim Übertakten erreichten wir mit den uns von Infineon freundlicherweise zur Verfügung gestellten Speicherpaar ausgezeichnete 230 MHz. Sicherlich eher eine Ausnahme.
Bei den Modulen von Kingmax scheint die Verfügbarkeit etwas eingeschränkt zu sein. Wir sind zumindest auf keinen Anbieter gestoßen, der diese Module im Programm hat. Auch wenn man hier kaum die schnellsten Speichertimings wird wählen können, so lassen sich mit langsamen Timings gute Overclocking-Ergebnisse erzielen. Die Module von Kingmax sind übrigens aufgrund der verbauten Speicherchips weniger hoch als die der Konkurrenz.
Die DDR400 Module von Kingston (ValueRAM) sind ab ca. 42 Euro für ein 256 MB und somit für 84 Euro für 2x256 MB im Handel erhältlich. Damit sind sie keinesfalls die billigsten Speicherriegel in diesem Vergleich. Bei DDR400 sind sie, selbst bei schnellsten Timings, etwas langsamer als die Konkurrenz, was jedoch mehr per Software messen, als man es während des Arbeitens spüren kann. Mit einem maximalen Speichertakt von 240 MHz gehen die Riegel jedoch klar als Taktsieger aus diesem Vergleich hervor. Ein Ergebnis, was sich zwar sehen lassen, aber vermutlich nicht auf alle Speicherriegel der Kingston ValueRAM DDR400 Serie übertragen werden kann.
Für ca. 71 Euro sind 2x256 MB Arbeitsspeicher (CL3) von takeMS erhältlich, welche ebenfalls einen Speichertakt von 200 MHz spielend erreichen. Die uns freundlicherweise von MemorySolutions zur Verfügung gestellten Module melden sich laut SPD als CL2.5 Speicher, wenngleich im Handel takeMS DDR400 Module nur als CL3 Riegel unters Volk gebracht werden. Der Speicher hebt sich sowohl mit seinem Platinenlayout, als auch von den erreichten Speichertimings von der Konkurrenz ab. Als eines von drei Modul-Paaren ließen sich die Riegel von takeMS bei DDR400 sogar mit CL2.0 betreiben. Beim Übertakten war der takeMS Speicher gut, aber keinesfalls überragend. In Anbetracht des Preises kann man hier wohl bedenkenlos zugreifen.
Als klarer Preis/Leistungs-Sieger dürfen sich die Module von Twinmos fühlen. Hier ist ein Paar aus 2x256MB DDR400 Speicher (CL2.5) ab ca. 70 Euro erhältlich. Die Module, welche uns freundlicherweise von Twinmos zur Verfügung gestellt wurden, ließen sich bis in hohe Taktregionen mit einer CAS Latency von 2 betreiben und fanden sich sowohl beim Standardtakt von 200 MHz, als auch beim Übertakten auf dem zweiten Platz wieder. Wie bei den Modulen von takeMS kann man hier ohne Bedenken zugreifen, wenn man Besitzer einer nForce 2 Platine ist.
Wem es dagegen einzig und allein auf die Leistung ankommt und der Preis keine Rolle spielt, der ist mit den Corsair TWINIX512-3200LL sehr gut beraten, muss dafür jedoch entsprechend viel Geld auf den Tisch legen.
Hinweis: An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die von uns auf einem A7N8X Deluxe Rev. 2.0 der Firma Asus erreichten Ergebnisse nicht ohne weiteres auf andere Platinen übertragen werden können. Darüber hinaus kann nicht garantiert werden, dass die im Handel erhältlichen Module ebenfalls die Leistung der Module bieten, die uns zum Test von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Das Übertakten von Komponenten kann zu Fehlern oder gar zur Beschädigung von Bauteilen führen. Nicht umsonst mussten für diesen Teiltest zwei nForce 2 Platinen von Asus ihr Leben lassen.