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20. März 2006

Bericht: RAM: Takt oder Timings? (3/6)

Was bringt's beim Athlon 64?
Autor: Boris Küntzler

Benchmarks

Nachfolgend die Übersicht der im Test verwendeten Software:

  1. SuperPi, 1M und 32M
  2. Everest, Lese- und Schreibdurchsatz
  3. SiSoft Sandra 2005, Speicherdurchsatz IntBuff und FloatBuff
  4. PCMark05, RAM (nicht mit der Freewareversion möglich)
  5. Aquamark, (Default)
  6. 3DMark01 SE und 3DMark05, (Default)
  7. Unreal Tournament 2004 Demo, mit BenchemAll gemessen (1280 x 1024, Rest Default)
  8. AoE III Demo, Intro, mit Fraps gemessen (1280 x 1024, Rest Default)
  9. F.E.A.R. Demo, Intro, mit Fraps gemessen (1024 x 768, Rest Default)
  10. WinRAR 3.51, packen von 231 MB und entpacken von 454 MB
  11. Lame 3.96, umwandeln einer 421 MB Wave- in ein 192 kbps MP3-Datei

Der Ablauf sah wie folgt aus: Zunächst wurden der Rechner gestartet und im BIOS die entsprechenden Einstellungen vorgenommen. Nach dem Neustart wurden die Benchmarks der Reihe nach durchgeführt. Cool'n'Quiet und eine eventuell lastabhängige CPU-Übertaktung waren deaktiviert. Lediglich die Werte von Age of Empires III und F.E.A.R. wurden später ermittelt – jeweils nach einem Neustart.

Synthetische Benchmarks

Beim reinen Speicherdurchsatz sind teils enorme Zuwächse durch Takterhöhungen zu verzeichnen – in der Spitze über 40%. Der Einfluss der Commandrate ist in Everest vernachlässigbar.

Everest

 schreiben:
200 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
2.016
200 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
2.370
200 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
2.518
250 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
3.108
300 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
2.761
300 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
3.321
 lesen:
200 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
5.512
200 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
5.605
200 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
5.954
250 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
7.055
300 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
7.745
300 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
7.798
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Bei SiSoft Sandra sind die Unterschiede im Vergleich zu Everest noch größer. Darüber hinaus ist ein circa 20 Prozent ausmachender Einfluss der Commandrate sowohl bei geringem als auch bei hohem Takt zu erkennen. Insgesamt bleibt jedoch ein Vorteil für den Takt.

SiSoftSandra – RAM

 IntBuff:
200 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
4.904
200 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
5.932
200 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
6.023
250 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
7.482
300 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
6.947
300 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
7.975
 FloatBuff:
200 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
4.906
200 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
5.932
200 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
6.049
250 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
7.409
300 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
6.956
300 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
7.876
Angaben in Punkten

Eine weitere Anwendung für RAM-Benchmarks ist die RAM-Testroutine des PCMark05 von Futuremark (nicht in der Freewareversion enthalten). In der Tendenz zeigt sich das gleiche Bild wie bei Sandra, allerdings mit geringeren Unterschiede.

PCMark05 – RAM

200 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
4.279
200 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
4.651
200 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
4.862
250 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
5.316
300 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
5.160
300 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
5.546
Angaben in Punkten

Nach den reinen Speicherbenchmarks kommen nun kombinierte Testszenarien zum Einsatz, bei denen das Zusammenspiel aus Speicher und dem restlichen System entscheidend ist. Durch gezieltes Tuning ist es auch hier möglich, etwa zehn Prozent bessere Ergebnisse im Vergleich zur langsamsten Einstellung zu erzielen – mit einem leichten Vorteil für die Kombination aus schnellen Timings und hohem Takt. Ein um 50 MHz höherer Takt kann die schnellen Timings nicht ausgleichen. Erstaunlicherweise brachte der 32M-Test in SuperPI mit der 300-MHz-Taktung und einer Commandrate von 2T eine Fehlermeldung. 1T lief problemlos durch.

SuperPi

 1M:
200 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
00:30
200 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
00:30
200 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
00:28
250 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
00:27
300 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
00:28
300 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
00:28
 32M:
200 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
27:31
200 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
26:41
200 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
25:24
250 MHz @ 2,0-2-2-5-1T
24:36
300 MHz @ 3,0-4-4-8-2T
00:00
Hinweis: Abbruch
300 MHz @ 3,0-4-4-8-1T
24:52
Angaben in Minuten, Sekunden

In Kooperation mit Lycos Europe Network