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Test: Scythe Katana 2 und Kama-Cross

von Martin Eckardt

Einleitung

Prozessorkühler von Scythe erfreuen sich ungebremster Beliebtheit. Die vergleichsweise günstigen Japaner sind enorm leistungsstark, von hoher qualitativer Güte und bisweilen mit angenehm leisen Lüftern ausgestattet und treffen so genau den Nerv der Kundschaft. Das Viergestirn Infinity, Ninja, Mine und Andy Samurai bildet dabei die erfolgreiche Speerspitze des Unternehmens und deckt in einem Preisbereich von etwa 30 bis 40 Euro das Gros der Anwenderwünsche ab. Im günstigeren Mittelklassesegement hält man derzeit allerdings kaum heiße Eisen im Feuer.

Neue Mittelklasse: Scythe Katana 2 und Kama-Cross

Dieser Umstand soll sich mit den beiden heute vorgestellten Kühlern ändern. Mit dem Katana 2 und dem Kama-Cross präsentiert Scythe zwei neue Prozessorkühler im Preisbereich unter 30 Euro und hofft, durch die Kombination aus Bewährtem und Extravagantem auf positive Resonanz zu stoßen. So ist der Katana 2 als vergrößerte Neuauflage des 92-mm-Towerkühlers Katana zu sehen, dessen Besonderheit die schräge Anstellung der Heatpipes und Lamellen zur besseren Mitbelüftung der Mainboardperipherie war. Der Kama-Cross ist eine komplette Neuentwicklung und zeichnet sich durch die besondere Heatpipeführung und Lamellenkörperanordnung in X-Form aus.

Typischer Verpackungsstil der Japaner

Beide Kühler sind mit leisem 100-mm-Lüfter ausgestattet und eignen sich für aktuelle sowie vergangene Sockelgenerationen. Wir betrachten im Folgenden, wie sich die günstigen Neulinge im Vergleich zur etablierten Kühlerriege schlagen können.

Scythe Katana 2

Katana 2 Lieferumfang

Bei den Lieferbeigaben beschränkt man sich auf den komplett vormontierten Katana-2-Kühler, die Montageklammern für die unterstützten AMD- und Intel-Sockel, eine mehrsprachige (auch Deutsch) Montageanleitung mit Schemazeichnungen sowie eine kleine Tüte Silikonwärmeleitpaste.

Steckbrief

Besonderheiten

Der Katana 2 ist ein schmaler, kompakter Towerkühler, trendgemäß gefertigt aus Aluminiumlamellen und Kupferbasis, mit dreifacher U-Heatpipe und seitlich befestigtem 100-mm-Scythelüfter. Charakteristisch sind die schräg angestellten Kühllamellen, die den Luftstrom zum Mainboard hin lenken und so wichtige Peripheriebauelemente mitkühlen sollen. Beim kleineren Katana (1) war noch der gesamte Aufbau inklusive Heatpipes gekippt, was aufgrund der Layoutvergrößerung beim Katana 2 nicht mehr machbar war.

Hybrid-Tower im 100-mm-Design Ungewöhnlich, aber typisch Katana: Steiler Anstellwinkel der Lamellen

Qualitativ macht der etwa 25 Euro teure und komplett etwas über 500 Gramm wiegende Bolide eine gute Figur. Die Materialien sind sauber eingesetzt und verarbeitet. Lediglich die unbehandelte, kupferne Bodenplatte weist einige Verfärbungen, aber keine Riefen auf. Besonders gut gefallen die mittlerweile obligatorischen, glänzenden Heatpipekappen, welche die unschönen Abtrennstellen der Wärmeleitrohre stilvoll verschwinden lassen, sowie das eingeprägte Scythe-Logo in den matten Aluminiumlamellen.

Lüfterhalterung auch für andere 25 mm breite Lüfter nutzbar Kupferne Bodenplatte mit leichten Verfärbungen und Bearbeitungsspuren

Beim Lüfter setzt Scythe standesgemäß auf hauseigene Güte und verbaut mit dem Kaze Jyu Fan – 1500 ein bei Bedarf sehr leises, nebengeräuscharmes Modell im 100-mm-Format. Mit einem Drehbereich von etwa 800 bis 1500 U/min stellt der Scythe-Fan einen nahezu ideal gewählten Kompromiss aus Leistung und Lautstärke dar. Wer sich dennoch nicht mit der Lüftervorgabe anzufreunden weiß, kann Dank der flexiblen Klammerhalterung, die wir in ähnlicher Form bereits vom Scythe Mine kennen, für den Lüfter auch beliebig andere Modelle mit 25 mm Breite einsetzen.

Scythe Kama Cross

Kama-Cross Lieferumfang

Der Lieferumfang des Kama-Cross gleicht dem des Katana 2. Neben dem Kühler finden wir eine schemenhaft unterlegte Installationsanleitung, die Montageutensilien für die unterstützten Sockel sowie eine Tüte Wärmeleitpaste auf Silikonbasis, die für einige Anwendungen ausreicht.

Steckbrief

Besonderheiten

Der knapp 30 Euro teure Kama-Cross gehört wahrlich zu den extravaganteren Erscheinungen am Kühlermarkt. Mit mainboardparalleler Belüftung, aber diagonal angestellten Lamellentürmen kann er weder der herkömmlichen, noch der Towerbauart zugeordnet werden. Charakteristisch für den hybriden, ebenfalls gut ein Pfund wiegenden Spross ist die kreuzende Formierung der drei U-Heatpipes, die bis auf eine Stabilisierung der Konstruktion wohl keinen praktischen Nutzen hat.

Extravagantes X-Design der Lamellen und Heatpipes Dreifach U-Heatpipe mit besonderer Führung

Insgesamt scheint das Design des Kühlers eher auf schnelldrehende Lüfter abgestimmt zu sein, wie der vergleichsweise geringe Lamellenabstand und die teilweise große Distanz von Lüfter und Lamellenkörper durch deren gewinkelte Position vermuten lassen. Leise Kühlercombos, die gut mit langsam drehenden Lüftern harmonieren, zeichnen sich derweil eher durch große Lamellenabstände und eng anliegende Lüfter aus.

Unterdessen gibt es qualitativ nichts zu meckern. Die Materialauswahl ist dem Preis angepasst, die Verarbeitung ordnungsgemäß. Für den Feinschliff hat man die hauchdünne Kupferbodenplatte mit einem Nickelüberzug veredelt.

Vernickelte, ulradünne Bodenplatte als Besonderheit Ultraleiser 100-mm-Scythelüfter, aber auch 120-mm-Modell nachrüstbar

Die Belüftung erfolgt, wie beim Katana 2, durch den 100-mm-Kaze-Jyu-Scythe-Lüfter mit 1500 Maximalumdrehungen und 3-Pin-Anschluss. Die auf die Lamellenkörper aufgesteckten Kunststoffhauben zur geschraubten Lüfterfixierung weisen allerdings auch Bohrungen für Ventilatoren mit 120-mm-Kantenlänge auf, sodass bei Bedarf und Wunsch der leise Serienlüfter gegen ein größeres Modell getauscht werden kann.

Montage

Hinsichtlich der Montage unterscheiden sich beide Kühler nur unwesentlich, weshalb wir diese Betrachtung nicht getrennt vornehmen wollen. Zunächst ist auffällig, dass Scythe auf den Einsatz seines bei den Top-Kühlern Mine, Ninja Rev. B, Andy Samurai und Infinity mittlerweile etablierten VTMS-Clipmontagesystem verzichtet. Offenbar war das werkzeuglose, bequeme und aufgrund seiner Einfachheit sehr beliebte System für die Layout-Konzepte vom Katana 2 und Kama-Cross ungeeignet.

Spezifische Montagekammern für AMD und Intel, sogar für Sockel 478

Stattdessen vertraut man auf die oben abgebildeten Bügel, die mit Hilfe der beiliegenden Schrauben mit der Bodenplatte der Scythe-Kühlboliden verschraubt werden. Großer Vorteil: Aus Symmetriegründen der Anordnung ist die Installation des Kühlers in der Himmelsrichtung variabel und nicht von etwaigen Sockelausrichtungen auf dem Mainboard abhängig. Das birgt hinsichtlich maximaler Leistungsentfaltung und -Optimierung von System zu System etwas Spielraum zum Experimentieren.

Beide Kühler sind sowohl für aktuelle als auch frühere Sockelgenerationen bestimmt. AMDs und Intels ältere Sockel 939 / 754 sowie 478 werden genauso unterstützt wie AM2 und LGA775. Gerade der Support des ausgelaufenen Intel Sockel 478 mit dem Standardretentionmodul ermöglicht den Einsatz so genannter Nachrüst-Montagemodule auch auf dem Sockel 775, sodass fernab der ungeliebten Push-Pins auch eine alternative Verschraubmontage realisierbar ist.

Katana 2: Unbehandeltes Kupfer als Kontaktfläche (Kama-Cross: Vernickelter Boden) Mntagerichtung variabel, um maximale Leistung zu erfahren Leichte Montage ohne Mainboadausbau

Zum Montageakt muss unterdessen nicht viel gesagt werden. Nachdem die entsprechende Befestigungklammer angeschraubt und etwas der beiligenden Wärmeleitpaste auf die CPU-Oberfläche aufgetragen wurde, erfolgt das Aufsetzen des Kühlers und das Einhaken der Klammern respektive Push-Pins ohne vorherigen Mainboardausbau. Aufgrund der Größe des Kama-Cross' könnte das verdeckte Arbeiten etwas Gelduld fordern – im Allgemeinen geht das Prozedere für die geübte Hand aber schnell vonstatten.

Testsystem

Auch im Jahr 2007 bleibt unser Kühlertestsystem zunächst unangetastet, denn trotz neuer Core-2-Duo-Prozessoren hat sich der 3,2 GHz starke Pentium XE 840 mit einer von Intel spezifizierten TDP von 135 Watt als gut skalierende Doppelherz-CPU etabliert. Als weitere Schlüsselkomponente unseres auf den möglichst leisen, aber dennoch gut gekühlten Betrieb ausgerichteten Systems vertrauen wir beim Netzteil auf ein 600 Watt starkes Silverstone Strider ST06F. Für einen unbeeinflussten Testverlauf unter Silent-System-Bedingungen musste allerdings dessen temperaturgeregelter 120-mm-Bodenventilator der Serie einem laufruhigen und leisen Papst F2GLL weichen, der mit konstanten 1200 U/min rotiert. Ein eben solcher werkelt auch ausblasend als einziger Gehäuselüfter im komplett schallgedämmten Thermaltake Shark Fullsize-Aluminiumtower. Alle übrigen Komponenten sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen:

Kühlertestsystem im TT Shark Dual-Core Heizkraftwerk Pentium XE 840 auf Intel D955XBK

Zur Bestimmung der jeweiligen Kühlerleistungen wird das System in der Aufwärmphase zunächst zwei Stunden im 3DMark05-Loop ausgelastet. Daran schließt sich eine einstündige Beanspruchungsphase an, in der mit dem in vier Instanzen laufenden Tweakers4u-Toaster besonderes Augenmerk auf die konstant maximale Prozessorauslastung gelegt wird. Die weiterhin zugeschalteten 3DMark05-Gametest-Durchläufe sichern unterdessen eine gleichbleibende Hochbelastung für das komplette System. Zum Abschluss gewähren wir jedem Kühler noch eine Leerlaufphase von einer halben Stunde. Während dieser Szenarien werden die Temperaturverläufe mit der SpeedFan-Software dokumentiert und die Maxima entsprechend von uns zur Bewertung herangezogen. Im Volllastbetrieb verbraucht das System dabei etwa 260 Watt, während im Leerlauf noch eine Leistungsaufnahme von 140 Watt zu verbuchen ist.

Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.

Die Messung der Lautstärke erfolgt derweil im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers mit einem Voltcraft 320 Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der störende Bereich. Zur besseren Übersichtlichkeit fließen die Angaben zur Lüfterlautstärke mit in die Temperaturdiagramme ein.

Performancevergleich

In unserer – zur besseren Übersicht um die wenig aussagekräftigen Leerlauftemperaturen kastrierten Zusammenstellung –, die auf Wunsch einiger Leser obendrein um die Leistungserfassung von Scythe Ninja und Infinity mit einem etwas stärkeren / lauteren 120-mm-Lüfter ergänzt wurde, reihen sich die getesteten Mittelklasse-Japaner eher im hinteren Drittel ein. Dabei ist zu beachten, dass die Abstände zwischen den einzelnen Kühlern speziell im Mittelfeld sehr eng beieinander liegen, sodass die final ausgegebene, hintere Position im durchweg hochklassigen Testfeld zu keinen voreiligen Schlüssen verleiten sollte.

Fest steht, dass sowohl der Kama-Cross als auch der Katana 2 (mit dem gleichen, sehr guten und leisen Lüftermodell ausgestattet) in derselben Leistungsregion rangieren und ausreichend Reserven für anspruchsvolle Mainstream-CPUs aufweisen. Im ähnlichen Kühleistungs-/Lautstärkebereich sind Kühler vom Schlage eines Thermalright Ultra 90, SI-120, Zalman CNPS 9500 oder Asus Silent Square Pro einzuordnen. Etwas besser schneiden die Modelle aus eigenem Hause, Scythe Mine, Andy Samurai oder auch Coolermasters Hyper TX, ab.

Zu beachten ist ferner, dass der Katana 2 aufgrund seines Tower-Layouts tendenziell einen stabileren Leistungscharakter bei sinkenden Drehzahlen bis zum superleisen 5-Volt-Modus, bei dem der verbaute Scythe-Lüfter ab etwa 20 cm Abstand bei gängiger Raumruhe absolut nicht mehr wahrnehmbar ist, aufweist. Im Gegensatz dazu unterscheiden sich beide Kühlleistungen bei voller Drehzahl im Rahmen der Toleranzen nicht. Weiterhin sei erwähnt, dass durch die optionale Verwendung eines 120-mm-Lüfters keine weiteren Verbesserungen des jeweiligen Leistungs-Lautstärke-Index' der beiden Kühler erzielt werden konnten.

CPU-Kühler im Performancevergleich

  •  Lasttemperaturen
  •  Lautstärke in dB(A)
Scythe Infinity
[Sharkoon 2150 U/min]
58,0
50,7
Zalman CNPS 9700 LED
[Serie 2584 U/min]
59,0
54,1
Scythe Ninja
[Sharkoon 2150 U/min]
60,0
50,6
Xigmatek HDT-S963
[Serie 2648 U/min]
61,0
51,4
Scythe Infinity
[Serie 1121 U/min]
62,0
36,5
Scythe Ninja
[Coolink 1556 U/min]
63,0
44,2
Asus Silent Knight
[Serie 2004 U/min]
63,0
46,6
Xigmatek HDT-S963
[Serie 1740 U/min]
64,0
44,1
Scythe Infinity
[Serie 565 U/min]
65,0
30,4
Cooler Master Gemin II
[2xNB SX2 1530 U/min]
65,0
46,9
Zalman CNPS 9700 LED
[Serie 1264 U/min]
66,0
34,6
Scythe Ninja
[Papst 1187 U/min]
66,0
36,7
Thermalright Ultra-120
[Papst 1187 U/min]
66,0
36,8
Cooler Master Hyper TX
[Serie 1731 U/min]
66,0
42,6
Thermalright SI-128
[Coolink 1532 U/min]
66,0
44,1
Asus Silent-Square Pro
[Serie 2369 U/min]
66,0
50,1
Scythe Ninja
[Papst 542 U/min]
68,0
30,8
Scythe Andy Samurai Master
[Serie 1160 U/min]
69,0
35,0
Scythe Mine
[Papst 1175 U/min]
69,0
36,9
Thermalright SI-128
[Papst 1145 U/min]
70,0
36,6
Scythe Mine
[Serie 1358 U/min]
70,0
39,4
Thermalright Ultra-90
[Papst N2GL 1699 U/min]
70,0
42,2
Thermalright SI-120
[Coolink 1532 U/min]
70,0
44,1
Zalman CNPS 9500 LED
[2451 U/min]
70,0
52,9
Cooler Master Mars
[Serie 2651 U/min]
70,0
56,6
Thermalright Ultra-120
[Papst 542 U/min]
71,0
30,9
Asus Silent Knight
[Serie 1085 U/min]
71,0
33,3
Cooler Master Gemin II
[2xNB SX2 748 U/min]
71,0
33,7
Scythe Kama-Cross
[100-mm-Serie 1531 U/min]
71,0
39,3
Zalman CNPS 9500 LED
[1365 U/min]
72,0
36,2
Scythe Katana 2
[100-mm-Serie 1434 U/min]
72,0
38,6
Thermalright Ultra-90
[Papst N2GLLE 1035 U/min]
73,0
34,5
Cooler Master Hyper TX
[Serie 753 U/min]
74,0
30,4
Asus Silent-Square Pro
[Serie 1176 U/min]
74,0
34,1
Thermalright SI-120
[Papst 1145 U/min]
74,0
36,6
Scythe Andy Samurai Master
[Serie 588 U/min]
75,0
30,7
Scythe Mine
[Papst 531 U/min]
75,0
31,0
Thermalright SI-128
[Papst 496 U/min]
76,0
30,7
Thermalright Ultra-90
[Papst N2GL 525 U/min]
76,0
30,8
Scythe Katana 2
[100-mm-Serie 811 U/min]
77,0
30,8
Scythe Mine
[Serie 662 U/min]
77,0
30,9
Intel Boxed ohne PWM
[2325 U/min]
77,0
49,5
Thermalright SI-120
[Papst 496 U/min]
78,0
30,7
Cooler Master Mars
[Serie 1531 U/min]
79,0
38,6
Scythe Kama-Cross
[100-mm-Serie 855 U/min]
81,0
31,0
Xigmatek HDT-S963
[Serie 444 U/min]
82,0
30,5
Intel Boxed ohne PWM
[1604 U/min]
84,0
37,9
Thermalright Ultra-90
[Papst N2GLLE 265 U/min]
91,0
Hinweis: Thermal-Throttling
30,5
Angaben in °C

Fazit

Scythe erweitert mit dem Katana 2 und dem Kama-Cross eine Produktpalette an ausgezeichneten Prozessorkühlern, die eigentlich keiner wirklichen Erweiterung bedurft hätte. Mit den „fantastischen Vier“ Mine, Ninja, Andy Samurai und Infinity hat man ein souveränes Quartett aufgestellt, das allen Kundenwünschen gerecht werden dürfte. Zumal die genannten Hochkaräter mit Komplettpreisen von etwa 30 bis 40 Euro im Vergleich zur Konkurrenz auch nicht übermäßig preisintensiv daher kommen. Nichts desto trotz hielten es die Japaner für angebracht, mit den hier gezeigten Entwicklungen ihr Mittelklassesegment aufzustocken, ohne dabei den etablierten Größen den Rang abzulaufen.

Günstige Mittelklasse von Scythe

Qualitativ bieten beide Protagonisten gewohnte Scythe-Güte mit ordentlicher Materialwahl sowie stimmiger Verarbeitung und Optik. Die einfache, selbsterklärende Montage mit der Unterstützung der wichtigsten Sockelformate hat sich seit einigen Kühlerauflagen zum Scythe-Steckenpferd gemausert und überzeugt sowohl beim Katana 2 als auch beim Kama-Cross. Als weiteres großes Plus sei die 100-mm-Serienbelüftung genannt. Die Japaner haben sich mittlerweile einen beachtlichen Ruf erarbeitet, wenn es um leise, nebengeräuschsarme PC-Lüfter geht und treiben, auf der Erfolgswoge schwimmend, auch die Entwicklungen in diesem Bereich immer weiter voran, wovon der Kunde beim Kauf der Kühlercombo natürlich profitiert.

Allerdings liegen die Kühlleistungen des Duos leider deutlich hinter denen der hauseigenen Topkühler zurück, wobei im Zweifelsfall eher noch der Katana 2 mit seiner Konstanz auch bei sinkenden Drehzahlen und somit sehr leisen Betriebsmodi überzeugt, während dem Kama-Cross vergleichsweise schnell die Puste ausgeht.

Alles in allem können die beiden Scythe-Neulinge als nette Portfolio-Ergänzung aufgefasst werden. Wir tendieren aus Sicht der Ergonomie und der besseren Preis-Leistung eher zum etwa 25 Euro teuren Katana 2, wobei beim Kama-Cross, der mit etwa 30 Euro zu Buche schlägt, wohl eher die Exravaganz als Kaufkriterium im Vordergrund steht. Beide Querkühler können beispielsweise über HPM-Computer [1] bezogen werden.

URL-Liste:

  1. http://www.scythe-eu.com/produkte/cpu-kuehler/katana-2.html
  2. http://www.hpm-computer.de/
  3. http://www.scythe-eu.com/produkte/cpu-kuehler/kama-cross.html
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