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Test: Scythe Ninja Cu Prozessorkühler

von Martin Eckardt

Einleitung

Mit dem Ninja landete das Japanische Unternehmen Scythe 2005 seinen ersten großen Coup. Nachdem man lange Zeit mit der komplett passiven NCU-Kühlerserie nur eine kleine Zahl lautstärkebewusster, interessierter Computerfreunde beglückte, fand man mit dem Ninja einen beispielhaften Spagat zwischen passiver und aktiver Kühlbarkeit, überflügelte im Vorbeigehen die komplette Konkurrenz des Marktes und war von da an nicht mehr aus der Topliga der Prozessorluftkühler und Empfehlungslisten zu vertreiben.

Quasi als Hommage an den erfolgreichen Ninja, der in einer leicht überarbeiteten B-Revision nach wie vor erhältlich ist und immer noch die erste Wahl darstellt, wenn es um passiven oder semipassiven Kühlbetrieb geht, schickt Scythe pünktlich zum Weihnachtsgeschäft eine limitierte Auflage einer komplett in Kupfer gefertigten Ninja-Version auf den Markt. Inwieweit der veredelte Klassiker noch den aktuellen Entwicklungen der Branche Paroli bieten kann, und wie groß der Leistungszuwachs durch das hochwertigere Material ausfällt, wollen wir in gewohnter Testmanier klären.

Lieferumfang

Lieferumfang mit neuem, leisen Lüfter

Die größte, positive Überraschung beim Lieferumfang stellt der Serienlüfter dar. Scythe packt dem Ninja Cu, wie mittlerweile üblich, die neuen Slip-Stream-Lüfter bei, vertraut bei der limitierten Kupferauflage des Ninja aber auf das superleise 800-rpm-Modell und besinnt sich damit auf die Firmenherkunft aus dem Super-Silent-Sektor. Ansonsten liegen dem goldbraun glänzenden Edelpross die bereits von der Revision B des herkömmlichen Ninja bekannten Montageutensilien für alle gängigen AMD- und Intel-Plattformen sowie eine knappe Montageanleitung bei. Zwei Drahtbügel zur Fixierung und eine Tüte Wärmeleitpaste auf – man höre und staune – Metalloxidbasis runden das Paket ab.

Technische Daten

Kühler im Detail

Auch die spezielle Kupferversion des Ninjas basiert auf den unverwechselbar imposanten Design der Serie und ist sofort als Ninja zu identifizieren. An den 23 hauchdünnen, etwas empfindlichen Lamellen mit ihrer fast quadratischen Grundfläche und ihrem relativ großen Abstand von ca. 4 mm zueinander hat sich dabei genauso wenig verändert, wie an der grundlegenden Symmetrie und am Einsatz der sechs sich am Boden trioweise überkreuzend angebrachten U-Heatpipes. Dennoch gibt es kleine Verbesserungen am teuren Exklusivkühler.

Makellose Qualität Vergleich: Ninja Hybrid in der Rev. A und Ninja Cu Leicht verbesserter Lamellenverlauf und höhere Güte

Hier ist allen voran die komplett vernickelte Bodenplatte als Gütemerkmal zu nennen. Scythe zeigt sich jüngst sehr darauf bedacht, das qualitative Erscheinungsbild seiner Produkte weiter zu steigern – der Ninja Cu dürfte dabei das aktuelle Sahnehäubchen der Japaner in Sachen Makellosigkeit sein.

Mittlerweile Scythe-Standard: Vernickelter Kühlerboden

Des Weiteren wurde der Heatpipeverlauf nun etwas erweitert, wodurch sich die transportierte thermische Energie gleichmäßiger über den weitläufigen Lamellenkörper verteilen soll, als dies noch bei den eng aneinander nach oben verlaufenden Kapillaren der Vorgängerversionen der Fall war.

Früher waren die Wärmeaufnahmen unbehandelt und kupfern Idealer Partner: Slip-Stream mit 800 U/min und sehr leisem Betriebsgeräusch Bequeme Drahtbügelhalterung des 120-mm-Lüfters

Der Lüfter wird nach wie vor mit Hilfe zweier Drahtbügel bequem an einer der vier Mantelflächen fixiert. Dabei vertraut Scythe, wie schon beim Mugen [4], auf seine neue Slip-Stream-Lüfterserie [5], deren Hauptaugenmerk durch das Neunblatt-Design auf hohe Förderleistung bei niedriger Drehzahl gelegt wurde. Der dabei verursachten, etwas höheren Lärmkulisse wirkt man beim Ninja Cu einfach damit entgegen, indem man mit dem 800-U/min-Modell serienmäßig einen sehr leisen Lüfter verwendet. Mit ihm gehört der Ninja Cu zu den derzeit leisesten Komplettkühlern des Marktes.

Montagebesonderheiten

Montageutensilien für alle wichtigen Sockel

Als eine der wenigen derzeitigen Kühlervorstellungen unterstützt der Ninja (Cu) noch die ausgelaufenen Intel Sockel 478 und AMD 754, 939, 940 neben den aktuellen AMD-AM2- und Intel-775-Plattformen. Dabei wird der Kühler per 2-Punkt-Klammer am Serien-Retentionmodul der AMD-Sockel fixiert, während Intel-Besitzer bei ausgebautem Mainboard ein beiliegendes Metall-Arretierungsmodul nachzurüsten haben und den Kühler dann ebenfalls per Ösenhalterung installieren.

Nachrüst-Retention-Modul zur Installation auf Intel Sockel 775 Montage aus Platzgründen fast nur bei ausgebautem Mainboard möglich Auf die Blasrichtung des Lüfters achten

Das Aufsetzen des Kolosses auf die mit Wärmeleitpaste benetzte CPU ist in jedem Fall bei ausgebautem Mainboard zu vollziehen, denn durch die enorme Größe der Lamellen-Konstruktion werden die Arretierungshebel des Ninjas fast vollständig überdeckt, sodass ein großer Handlungsspielraum von Vorteil ist. Außerdem ist mit viel Fingerspitzengefühl zu arbeiten, denn aufgrund ihrer Dünne weisen die 23 Kupferlamellen eine gewisse Scharfkantigkeit und Verformungsanfälligkeit auf.

Die Installation des Lüfters erfolgt im Nachhinein und sollte nach hinten ausblasend gerichtet erfolgen. Inkompatibilitäten sind vor allem aufgrund der Kühlerhöhe von 150 mm mit einigen Gehäusen zu erwarten. Hier sollten sich Interessenten in jedem Fall vor dem Kauf informieren.

Testsystem

Nach über einem Jahr weitgehend unverändert gestalteter Kühlertests ist es an der Zeit, gewisse Anpassungen an der Herangehensweise und der Greifbarkeit der Tests vorzunehmen. Im Fokus steht dabei zunächst das gänzlich neu gestaltete Testsystem, das die überaus zuverlässige, hitzköpfige Pentium-XE-840-Plattform ablöst. Heiz- und Herzstück der neuen, aktuellen Plattform ist der mit einer spezifizierten Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt ebenfalls ausgezeichnet skalierende Intel Core 2 Extreme QX6700, eine imposant leistungsfähige Quadcore-CPU im 65-nm-Design, deren vier Kerne mit jeweils 2,66 GHz bei 1,35 Volt Kernspannung betrieben werden.

Als weitere Schlüsselkomponente unserer auf einen möglichst leisen Betrieb ausgelegten Komposition vertrauen wir beim Netzteil auf das Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt, das uns mit freundlicher Unterstützung von Be-Quiet [6] zur Verfügung gestellt wurde und beispielsweise bei Caseking [7] erhältlich ist. Den temperaturgeregelten, sehr leisen Serienlüfter des hocheffizienten Netzteiles tauschten wir aus Gründen des fairen Kühlervergleiches gegen einen mit konstant 800 U/min drehenden Scythe S-Flex, der den Papst F2GLL als Referenzlüfter im neuen System ablöst. Ein weiterer S-Flex werkelt auch rückseitig auf Höhe des Prozessorsockels ausblasend als einziger Gehäuselüfter im neuen Testgehäuse, dem Coolermaster Stacker 830, das uns zu diesem Zweck von Caseking [8] zur Verfügung gestellt wurde. Das Stacker 830 als meistverkauftes High-End-Gehäuse Europas bietet die Annehmlichkeiten einer weit verbreiteten Innenraumaufteilung, großzügigen Platzverhältnissen und durch den üppigen Gebrauch von lochblechernen Seitenwänden gute Belüftungs- und Luftansaugmöglichkeiten für die verschiedenen Testkühlerkonzepte. Alle weiteren Komponenten sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen:

Großräumiges Testgehäuse mit vielen Lüftungsmöglichkeiten: Coolermaster Stacker 830 Hitzköpfige Infrastruktur: QX6700 Quadcore und Radeon X1900XTX
Scythe S-Flex SFF21D – unsere 120-mm-Lüfterreferenz mit 800 U/min Testnetzteil: Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt

Auch beim Testverfahren gibt es einige Veränderungen mit Blick auf die performante Vierkern-Rechenkunst. So gönnen wir dem frisch gestarteten System zunächst eine einstündige Aufwärmphase, in der Futuremarks „Ice Storm Fighter“-Demo (eine speziell auf die Leistungsfähigkeit von Quadcore-Systemen abgestimmte, berechnungstechnisch in Threads aufgeteilte Grafikdemo, die das gesamte System entsprechend aufheizt) zum Einsatz kommt. Daran schließt sich der eigentliche Hitzetest für den Prozessor an, wobei wir uns dazu des kleinen, aber feinen Tools Core2MaxPerf 1.0 [9] bedienen, um die CPU-Auslastung aller vier Kerne über eine weitere Stunde konstant maximal zu halten. Core2MaxPerf 1.0 hat sich im Test gegen einige andere, potentielle Auslastungstools wie etwa Prime95, Intels Thermal Analysis Tool oder S&M aufgrund der besonders intensiven thermischen Beanspruchung aller vier Kerne durchgesetzt. Zum Abschluss der Testdurchläufe gewähren wir jedem Kühler noch eine Leerlaufphase von einer halben Stunde. Während des gesamten Szenarios werden die Temperaturverläufe mit der Everest-Ultimate-Software dokumentiert und die Maxima von uns zur Bewertung herangezogen. Wir testen jeden Kühler zunächst im 12-Volt-Modus, danach im 5-Volt-Betrieb.

Im Volllastbetrieb der CPU verbraucht unser System etwa 270 Watt, während im Leerlauf noch eine Leistungsaufnahme von 155 Watt zu verbuchen ist.

Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.

Voltcraft Schallpegelmessgerät 320 Lüftergeräusche zum Reinhören: Samsons Q1U macht es möglich

Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.

Als neuen Service bieten wir außerdem ab sofort MP3-Hörproben der Kühlcombos in den jeweiligen Betriebsmodi (5 Volt / 12 Volt) an, da die gemessenen Schalldruckwerte nur für wenige Leser wirklich greif- und vorstellbar sind. Außerdem kann man mit Hilfe dieser Aufnahmen, die im Abstand von 5 cm zum Objekt erfolgen, den Charakter des jeweiligen Lüftergeräusches besser erfassen und einschätzen.

Performancevergleich

Mit der 800-rpm-Slip-Stream-Serienbelüftung gehört der Ninja Cu zu den leisesten Kühlercombos des Marktes. Bereits bei voller Drehzahl ist er damit nur noch bei direktem Ohranlegen wahrnehmbar, weshalb wir auf eine Hörprobe verzichten. Im gedrosselten Betrieb verstummt er gänzlich und stellt somit einen idealen Partner für Freunde des lautlosen PCs dar. Um allerdings die Leistung des Kupferboliden auch bei höheren Drehzahlen einschätzen und Quervergleiche zur Konkurrenz ziehen zu können, testen wir den Ninja parallel zur Serienbelüftung mit unseren drei Referenzlüftern:

Scythe S-FlexPapst F2GLLSharkoon Power
120-mm-Referenzlüfter mit niedriger Drehzahl: Scythe S-Flex SFF21D mit ~ 750 U/min
120-mm-Referenzlüfter mit mittlerer Drehzahl: Papst F2GLL mit ~ 1140 U/min
120-mm-Referenzlüfter mit hoher Drehzahl: Sharkoon Power mit ~ 2100 U/min
750 U/min (12 Volt)1150 U/min (12 Volt)2100 U/min (12 Volt)
unhörbarminimal wahrnehmbaraufdringlich laut
mp3-Hörprobemp3-Hörprobemp3-Hörprobe
Download: Lüfterhörprobe als mp3-Datei [10]
Download: Lüfterhörprobe als mp3-Datei [9]
Download: Lüfterhörprobe als mp3-Datei [9]

Die Performance der Ninja-Konstruktion dürfte mit der Vollkupfervariante nahezu ausgereizt sein. Dennoch spielt der Ninja Cu in den Charts, speziell bei niedrigen Lüfterdrehzahlen, ganz vorne mit und muss lediglich die Neulinge von Thermalright und ZEROtherm ziehen lassen. Im Vergleich zum hybriden Ur-Ninja steigert das hochwertigere Material die Leistung nochmals spürbar, das Niveau das Mugen wird ebenfalls leicht übertroffen.

Ergänzend zu den überzeugenden akustischen Eigenschaften des Slip-Stream-Serienlüfters sei auch noch dessen höhere Kühlleistung im Vergleich zu anderen Lüftern gleicher Drehzahl erwähnt. Diesen Charakter haben wir bereits beim Kurztest des Scythe Mugen [3] beobachten können. Dort kommt allerdings die 1200 U/min-Version des Lüfters zum Einsatz, die deutlich lauter agiert, als die Konkurrenz mit gleicher Drehzahl.

Super-Silent-Konfiguration [< 31 dB(A)]

Kühlercombo
[Lüfter]
Drehzahl
[U/min]
Last-Temp.
Kerne* [°C]
Schalldruck
[dB(A)]
Thermalright IFX-14
[2 x 120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
2x 75065,530,6
Thermalright IFX-14
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75069,030,4
Scythe Ninja Cu
[120-mm-Serie (Slip Stream)]
75070,7530,4
Scythe Ninja Cu
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75072,030,4
Thermalright Ultra-120 eXtr.
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75072,2530,4
Xigmatek HDT-S1283
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75072,530,4
Scythe Ninja Rev. A
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75073,030,4
Scythe Mugen Kühlkörper
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75073,530,4
Enzotech Ultra-X
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75074,2530,4
Thermalright Ultra-120
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75075,7530,4
Scythe Ninja Cu
[120-mm-Serie (Slip Stream)]
44079,7530,4
Scythe Andy Samurai
[120-mm-Scythe S-Flex SFF21D]
75080,030,4
Scythe Katana 2
[100-mm Serienlüfter]
83090,530,4

Leise bis mittellaute Konfiguration [< 40 dB(A)]

Kühlercombo
[Lüfter]
Drehzahl
[U/min]
Last-Temp.
Kerne* [°C]
Schalldruck
[dB(A)]
Thermalright IFX-14
[120-mm-Papst F2GLL]
115065,531,7
Enzotech Ultra-X
[120-mm-ADDA-Serie]
110066,535,5
Thermalright Ultra-120 eXtr.
[120-mm-Papst F2GLL]
115067,031,6
Xigmatek HDT-S1283
[120-mm-Papst F2GLL]
115067,2531,2
ZEROtherm Nirvana NV120
[120-mm-Serienlüfter]
103067,2532,0
Scythe Ninja Cu
[120-mm-Papst F2GLL]
115067,7531,5
Scythe Mugen Kühlkörper
[120-mm-Papst F2GLL]
115068,531,4
Zalman CNPS 9700 LED
[110-mm-Serienlüfter]
125069,2533,3
Scythe Ninja Rev. A
[120-mm-Papst F2GLL]
115069,531,5
Enzotech Ultra-X
[120-mm-Papst F2GLL]
115069,531,6
Thermalright Ultra-120
[120-mm-Papst F2GLL]
115070,7531,6
Scythe Andy Samurai
[120-mm-Papst F2GLL]
115071,7531,7
Zalman CNPS 9500 LED
[92-mm-Serienlüfter]
140075,7532,9
Scythe Katana 2
[100-mm Serienlüfter]
155078,534,6

Powerkonfiguration [> 40 dB(A)]

Kühlercombo
[Lüfter]
Drehzahl
[U/min]
Last-Temp.
Kerne* [°C]
Schalldruck
[dB(A)]
ZEROtherm Nirvana NV120
[120-mm-Serienlüfter]
245061,2545,7
Thermalright IFX-14
[120-mm-Sharkoon Power]
210062,2549,4
Zalman CNPS 9700 LED
[110-mm-Serienlüfter]
225062,2549,9
Thermalright Ultra-120 eXtr.
[120-mm-Sharkoon Power]
210062,549,2
Enzotech Ultra-X
[120-mm-ADDA-Serie]
220062,7552,3
Xigmatek HDT-S1283
[120-mm-Sharkoon Power]
210063,048,8
Scythe Ninja Cu
[120-mm-Sharkoon Power]
210063,2549,1
Scythe Mugen Kühlkörper
[120-mm-Sharkoon Power]
210063,7549,0
Scythe Ninja Rev. A
[120-mm-Sharkoon Power]
210066,049,1
Enzotech Ultra-X
[120-mm-Sharkoon Power]
210066,549,1
Scythe Andy Samurai
[120-mm-Sharkoon Power]
210066,2549,1
Thermalright Ultra-120
[120-mm-Sharkoon Power]
210066,2549,2
Zalman CNPS 9500 LED
[92-mm-Serienlüfter]
225069,547,1

* Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.

Fazit

Scythe bietet Liebhabern des Ninjas mit der vollkupfernen Version des Kühlers eine interessante Option in limitierter Auflage. Dabei besticht die Neufassung mit den Vorzügen der hybriden Vorversionen und legt überdies einige verbesserte Charakterzüge an den Tag. So konnte die ohnehin schon sehr gute Performance der imposanten Ninja-Konstruktion durch den Einsatz des hochwertigeren Materials noch weiter angehoben werden und muss sich trotz des stattlichen Alters der Bauart auch vor aktuellen Produkten des Marktes nicht verstecken. Dies gilt sowohl für den Betrieb mit starker als auch minimaler Belüftung, wodurch die Eignung des Ninja Cu als Grundlage für eine superleise PC-Kühlung unterstrichen wird. Nahtlos in dieses Konzept fügt sich der neue, 800-rpm-starke Slip-Stream-Serienlüfter ein, der selbst bei voller Drehzahl nur eine vernachlässigbare Lärmemission aufweist und überdies einen höheren Luftstrom generiert, als dies andere Lüfterserien bei gleicher Drehzahl tun. Qualitativ und optisch ist der Edelkühler Dank vernickelter Basis und Kupfergewand ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

Limitierte Auflage: Gelungene Exklusivversion des Klassikers

Das Pluspunkt-Konto des Ninja Cu ist also prall gefüllt, aber zumindest ein nennenswerter Schwachpunkt bleibt dennoch. So vereiteln die enorme Größe des Kühlers und die schlechten Hebel der Intel-Arretierungsvorrichtungen eine leichte Montage trotz des grundlegend einfachen Systems. Die hauchdünnen Lamellen des Kühlkörpers betteln dabei förmlich danach, leicht verbogen zu werden und rächen gern mit der ein oder anderen Schnittwunde. Das ist unschön, aber im wahrsten Wortsinne zu verschmerzen, denn ist der Ninja Cu einmal montiert, wird er seine Arbeit zuverlässig und sicher verrichten.

Empfehlung (11/07)

In der Summe überwiegen also eindeutig die positiven Eindrücke vom exotischen Japaner, der sich damit unsere ComputerBase-Empfehlung ergattert. Wer sich also einen dieser besonderen Kühler sichern möchte, sollte schnell agieren, denn nach aktuellen Informationen wird der Kühler in Deutschland nur in einer überschaubaren Auflage von ca. 600 Stück erscheinen. Entsprechend kostet der Kupferspross mit rund 60 Euro ein klein wenig mehr, als die massenproduzierte Konkurrenz und wird vorerst nur bei Alternate [2] und PC-Cooling [1] erhältlich sein.

Weitere Empfehlungen

Als Alternativen zum Ninja (Cu) können wir folgende Kühler empfehlen:

URL-Liste:

  1. http://www.scythe-eu.com
  2. http://www.pc-cooling.de
  3. http://www.alternate.de
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_scythe_mugen/
  5. http://www.computerbase.de/news/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/november/scythe_slip_stream-120-mm-luefter/
  6. http://www.be-quiet.net/
  7. http://www.caseking.de/shop/catalog/product_info.php?cPath=30_164&products_id=4823
  8. http://www.caseking.de
  9. http://www.withopf.com/tools/cputempwatch/
  10. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks/cpu-kuehler_hoerproben/
  11. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_xigmatek_hdt-s1283/
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_zerotherm_nirvana_nv120/
  13. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_thermalright_ifx-14/
  14. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/gehaeuse_kuehlung/2007/test_enzotech_ultra-x/
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