Der US-amerikanische Hersteller OCZ Technology [1] dürfte den meisten Anwendern wohl durch seine hochwertigen, übertaktungsfreudigen Arbeitsspeicher bekannt sein. Doch wie so viele andere Unternehmen in der Computerbranche schaut auch Speicherspezialist OCZ gern über den eigenen Tellerrand hinaus und hält eine bedeutende Anzahl weiterer Produkte im Portfolio, die sich im Falle des kalifornischen Konzerns vermehrt an die PC-begeisterten Anwender richten. Allen voran sind hier die Flashspeicher- und Netzteilsparte zu nennen, doch auch vereinzelte Experimente wie Spielermäuse, Grafikkarten oder das NIA-Projekt [2] tragen das OCZ-Emblem. Ferner versucht man sich hin und wieder auch mit der Vermarktung von Kühlunghardware für den PC: Das jüngste Produkt wurde dabei in Zusammenarbeit mit dem aufstrebenden Hersteller Xigmatek, bekannt durch die Heatpipe-Direct-Touch-Technik, umgesetzt und hört auf den Namen „OCZ Vendetta 2“. Dabei handelt es sich um einen Tower-CPU-Kühler im 120-mm-Format mit leisem PWM-Serienlüfter und HDT-Technologie. Wir haben uns den Vendetta 2 ins Haus geholt und klären, ob OCZ derzeit eine Alternative zu den etablierten Kühlprodukten zu bieten hat.
Der Lieferumfang des Vendetta 2 deckt sich mit jenem der Xigmatek-Schwester HDT-S1283 [3]: Neben dem Prozessorkühlkörper liegen der passende 120-mm-Lüfter, das Montagematerial inklusive Anleitung, eine Tüte Wärmeleitpaste sowie ein Stromanschlussadapter bei. Der Anwender muss den Lüfter also noch selber am Kühlkörper montieren, was über vier Gummientkoppler geschieht. Dabei ist es ohne entsprechende Zange schon recht schwierig und kraftaufwändig, die vier Gummistränge durch die Rahmenbohrungen des Lüfters zu ziehen. Es wäre also durchaus angebracht, diese Befestigung bereits ab Werk umzusetzen, um dem Kunden eine lästige Arbeit zu ersparen.
Mit dem Vendetta 2 liefert OCZ den Nachfolger des 92-mm-Probanden Vendetta, der sich seit seiner Veröffentlichung, auf der Woge des Heatpipe-Direct-Touch-Erfolges schwimmend, äußerst gut am Markt platziert hat. Der Vendetta 2 stellt nun das 120-mm-Pendant zum kleinen Towerkühler dar, wobei am grundlegenden Layout bis auf die Abmessungen nichts geändert wurde.
Der Käufer erhält mit dem Vendetta 2 einen vergleichsweise unauffälligen Hybrid-Prozessorkühler im 120-mm-Towerformat. Er basiert auf der Wirkungsweise seiner drei U-förmig installierten 8-mm-Heatpipes, die an der direkten Auflage zur CPU abgeflacht wurden und die Wärme unmittelbar ohne weitere Materialübergänge aufnehmen. Die Wärme wird anschließend an den aus 51 Aluminiumeinheiten bestehenden Lamellenkörper weitergeleitet. Dabei ist zu bemerken, dass die Lamellen mit ihrem geringen Abstand von etwa 1,5 Millimetern naturgemäß eher auf die Belüftung von schnell drehenden Ventilatoren angewiesen sind, als mit sehr umschlagsschwachen Lüftern zu harmonieren.
Beim Lüfter setzt man auf ein 120-mm-Modell der Firma ADDA. Dieser verfügt über einen 4-Pin-PWM-Anschluss und lässt sich demnach über die beliebte Motherboardsteuerung in seiner Drehzahl regulieren. Der Lüfter dreht laut Werksangaben mit maximal 1500 U/min und lässt einen weiten Regelbereich zu. Seine Befestigung wird schwingungsentkoppelt per Gummiaufhängern realisiert.
Die Montage des Kühlers gelingt im Rahmen der AMD- und Intel-Standardverfahren ohne große Probleme. Ein Motherboardausbau ist in beiden Fällen nicht zwingend notwendig, erleichtert die Installation hinsichtlich der Platzverhältnisse aber maßgeblich. Für Intels Sockel 775 kommt die Push-Pin-Variante zum Einsatz, während die Montage auf den unterstützten AMD-Sockeln per eingelegtem 2-Punkt-Bügel umgesetzt wird.
Inkompatibilitäten sind bei flachen Gehäusen zu erwarten, die den Vendetta 2 mit seiner üppigen Bauhöhe von 159 mm nicht aufnehmen können. Hier sollte man sich auf jeden Fall vor dem Kauf informieren und gegebenenfalls ausmessen, ob das eigene Gehäuse für einen Kühler dieser Bauhöhe geeignet ist. Eine freie Ausrichtung des Kühlers in alle Himmelsrichtungen ist aus Symmetriegründen Intel-Systemen vorbehalten, während sich die möglichen Ausrichtungen im AMD-System nach der Platzierung des Sockels richten.
Heiz- und Herzstück unserer aktuellen Kühlertestplattform ist der mit einer spezifizierten Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt ausgezeichnet skalierende Intel Core 2 Extreme QX6700, eine imposant leistungsfähige Quad-Core-CPU im 65-nm-Design, deren vier Kerne mit jeweils 2,66 GHz bei 1,35 Volt Kernspannung betrieben werden.
Als weitere Schlüsselkomponente unserer auf einen möglichst leisen Betrieb ausgelegten Komposition vertrauen wir beim Netzteil auf das Be-Quiet Straight-Power mit 600 Watt, das uns mit freundlicher Unterstützung von Be-Quiet [6] zur Verfügung gestellt wurde und beispielsweise bei Caseking [7] erhältlich ist. Den temperaturgeregelten, sehr leisen Serienlüfter des hocheffizienten Netzteiles tauschen wir aus Gründen des fairen Kühlervergleiches gegen einen mit konstant 800 U/min drehenden Scythe S-Flex, der den Papst F2GLL als Referenzlüfter im neuen System ablöst. Ein weiterer S-Flex werkelt auch rückseitig auf Höhe des Prozessorsockels ausblasend als einziger Gehäuselüfter im neuen Testgehäuse, dem Coolermaster Stacker 830, das uns zu diesem Zweck von Caseking [8] zur Verfügung gestellt wurde. Das Stacker 830 als meistverkauftes High-End-Gehäuse Europas bietet die Annehmlichkeiten einer weit verbreiteten Innenraumaufteilung, großzügigen Platzverhältnissen und durch den üppigen Gebrauch von lochblechernen Seitenwänden gute Belüftungs- und Luftansaugmöglichkeiten für die verschiedenen Testkühlerkonzepte. Alle weiteren Komponenten sind folgender Zusammenstellung zu entnehmen:
Testverfahren: Wir gönnen dem frisch gestarteten System zunächst eine einstündige Aufwärmphase, in der Futuremarks „Ice Storm Fighter“-Demo (eine speziell auf die Leistungsfähigkeit von Quad-Core-Systemen abgestimmte, berechnungstechnisch in Threads aufgeteilte Grafikdemo, die das gesamte System entsprechend aufheizt) zum Einsatz kommt. Daran schließt sich der eigentliche Hitzetest für den Prozessor an, wobei wir uns dazu des kleinen, aber feinen Tools Core2MaxPerf 1.0 [9] bedienen, um die CPU-Auslastung aller vier Kerne über eine weitere Stunde konstant maximal zu halten. Core2MaxPerf 1.0 hat sich im Test gegen einige andere, potentielle Auslastungstools wie etwa Prime95, Intels Thermal Analysis Tool oder S&M aufgrund der besonders intensiven thermischen Beanspruchung aller vier Kerne durchgesetzt. Zum Abschluss der Testdurchläufe gewähren wir jedem Kühler noch eine Leerlaufphase von einer halben Stunde. Während des gesamten Szenarios werden die Temperaturverläufe mit der Everest-Ultimate-Software dokumentiert und die Maxima von uns zur Bewertung herangezogen. Wir testen jeden Kühler zunächst im 12-Volt-Modus, danach im 5-Volt-Betrieb.
Im Volllastbetrieb der CPU verbraucht unser System etwa 270 Watt, während im Leerlauf noch eine Leistungsaufnahme von 155 Watt zu verbuchen ist.
Achtung! Die Temperatur-Messergebnisse sind mitunter recht stark an die verwendete Testplattform geknüpft und können je nach Konfiguration erheblich abweichen. Sie sollten nur als Orientierung und grobe Tendenz, nicht allerdings als absolut angesehen werden.
Die Messung der Lautstärke erfolgt im Einzelbetrieb des jeweiligen Kühlers im 40-cm-Abstand mit einem Voltcraft-320-Schallpegelmessgerät, das die Geräuschemission nach den bekannten A-Bewertungskurven in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel interpretiert. Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiv empfundener Stille beträgt 30,4 dB(A). Ab dieser Schwelle kann das vom Kühler emittierte Geräusch nicht mehr vom Messgerät aufgelöst werden. Bis etwa 35 dB(A) kann je nach Sensibilität des Anwenders und Frequenzcharakter des Tons davon ausgegangen werden, dass die Lüftergeräusche bei geschlossenem Gehäuse nicht respektive kaum mehr wahrzunehmen sind. Ab 40 dB(A) unserer Skala sind die Geräusche deutlich zu hören, ab 50 dB(A) beginnt der sehr störende Bereich.
Als neuen Service bieten wir außerdem ab sofort MP3-Hörproben der Kühlcombos in den jeweiligen Betriebsmodi (5 Volt / 12 Volt) an, da die gemessenen Schalldruckwerte nur für wenige Leser wirklich greif- und vorstellbar sind. Außerdem kann man mit Hilfe dieser Aufnahmen, die im Abstand von 5 cm zum Objekt erfolgen, den Charakter des jeweiligen Lüftergeräusches besser erfassen und einschätzen.
Ferner werden von uns die vom Lüfter erzeugten Windgeschwindigkeiten mit einem Anemometer gemessen und die maximale Geschwindigkeit als Indikator für den Volumendurchsatz angegeben. Dieser lässt sich dann einfach per Multiplikation des von uns angegebenen Wertes mit dem jeweiligen Lüfterquerschnitt abschätzen. Dabei ist bei der Ermittlung der Querschnittsfläche darauf zu achten, dass der Rotorbereich nicht mit eingerechnet werden darf.
| Modus | Prozent | Drehzahl | Charakter |
| Hoch | 100% | 1350 U/min | Mittlerer Luftumschlag, tiefes Brummen, minimales Knistern |
| Mittel | 60% | 840 U/min | Leichter Luftumschlag, vereinzeltes Klackern |
| Niedrig | 40% | 540 U/min | Kein Luftumschlag, nahezu nebengeräuschsfrei |
OCZ kombiniert den Vendetta 2 mit einem umgelabelten 120-mm-PWM-Lüfter der Firma ADDA, der durchaus gefallen kann. Bei voller Drehzahl generiert er zwar ein hörbares Laufgeräusch, lässt sich aber per Software oder entsprechender Hardware auf ein minimales Betriebsgeräusch ohne störende Nebengeräusche trimmen, mit dem er durchaus Eignung für ein leises System beweist. Leider läuft er mit nur 5 Volt Betriebsspannung nicht an. Aufgrund des weiten Regelbereiches würde dies aber Drehzahlen von etwa 200 U/min bedeuten. Minimal sind mit dem ADDA-Lüfter etwa 300 bis 350 U/min möglich. Zur besseren Bewertung des Laufgeräusches verweisen wir an dieser Stelle wie gehabt auf unsere mp3-Hörproben.
Hinsichtlich seiner Kühlperformance bringt der Vendetta 2 auch keine Überraschungen, sondern reiht sich dort ein, wo man ihn aufgrund seines Layouts vermuten würde: in der erweiterten Spitzengruppe. Dabei platziert er sich leicht vor seiner Xigmatek-Schwester, dem Red Scorpion. Festzuhalten bleibt ferner, dass der Vendetta 2 sein bestes Lautstärke-Leistungsbild im mittleren Drehzahlbereich bei etwa 800 pro Minute abliefert. Darunter ist der Leistungsabfall recht deutlich, darüber fällt der Gewinn gering aus.
Vergleich mit Serienbelüftung
| Kühlercombo [Lüfter] | Drehzahl [U/min] | v(Luft) [km/h] | Last-Temp. Kerne* [°C] | Lärm [dB(A)] | Test [Datum] |
| ZEROtherm Nirvana NV120 120mm: Serie | 2450 (12V) | 18,4 | 61,25 | 45,7 | 08.11.07 [11] |
| Zalman CNPS 9700 110mm: Serie | 2250 (12V) | n.a. | 62,25 | 49,9 | 15.09.06 [12] |
| Enzotech Ultra-X 120mm: ADDA Serie | 2200 (12V) | n.a. | 62,75 | 52,3 | 01.11.07 [13] |
| Noctua NH-U12P 120mm: Noctua NF-P12 | 1320 (12V) | 9,7 | 63,25 | 35,6 | 01.02.08 [14] |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX | 2640 (12V) | 15,9 | 64,0 | 44,4 | 07.03.08 [15] |
| EKL Gletscherspalte 120mm: Alpenföhnserie | 1250 (12V) | 11,5 | 66,5 | 37,7 | 25.03.08 [16] |
| Enzotech Ultra-X 120mm: ADDA Serie | 1100 (5V) | n.a. | 66,5 | 35,5 | 01.11.07 [12] |
| OCZ Vendetta 2 120mm: Serie AD1212DX | 1350 (12V) | 11,9 | 67,0 | 36,0 | 07.05.08 |
| ZEROtherm Nirvana NV120 120mm: Serie | 1030 (5V) | 7,3 | 67,25 | 32,0 | 08.11.07 [10] |
| EKL Zugspitze 120x38mm: Serie | 1680 (12V) | 14,7 | 67,25 | 39,2 | 25.03.08 [15] |
| EKL Groß-Clock'ner 120mm: YS-Tech KM121225LS | 1110 (12V) | 8,6 | 68,25 | 32,5 | 25.03.08 [15] |
| Xigmatek Red Scorpion 120mm: Xigmatek Serie LED | 1280 (12V) | 9,2 | 68,75 | 32,7 | 07.03.08 [14] |
| Zalman CNPS 9700 110mm: Serie | 1250 (5V) | n.a. | 69,25 | 33,3 | 15.09.06 [11] |
| Zalman CNPS 9500 92mm: Serie | 2250 (12V) | n.a. | 69,5 | 47,1 | 16.09.05 [17] |
| Scythe Ninja CU 120mm: Scythe Slip Stream | 750 (12V) | 5,0 | 70,75 | <30,4 | 30.11.07 [18] |
| Scythe Orochi 140mm: Scythe SY1425SL12L | 460 (12V) | 3,0 | 71,0 | <30,4 | 28.02.08 [19] |
| Scythe Zipang 140mm: Scythe DFS132512L | 950 (12V) | 6,1 | 71,75 | 31,9 | 10.02.08 [20] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie | 1170 (12V) | 6,8 | 71,75 | 35,2 | 10.04.08 [21] |
| OCZ Vendetta 2 120mm: Serie AD1212DX | 840 (9V) | 6,4 | 72,5 | 31,1 | 07.05.08 |
| EKL Gletscherspalte 120mm: Alpenföhnserie | 720 (5V) | 6,1 | 73,0 | 31,4 | 25.03.08 [15] |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX | 1170 (7V) | n.a. | 74,0 | 32,4 | 07.03.08 [14] |
| Noctua NH-U12P 120mm: Noctua NF-P12 | 550 (5V) | 3,5 | 74,25 | <30,4 | 01.02.08 [13] |
| Xigmatek HDT-D1284 120mm: AD1212DX | 1240 (12V) | 9,4 | 74,25 | 33,0 | 07.03.08 [14] |
| Zalman CNPS 9500 92mm: Serie | 1400 (5V) | n.a. | 75,75 | 32,9 | 16.09.05 [16] |
| Scythe Orochi 140mm: Scythe SY1425SL12L | 220 (5V) | 0,5 | 77,0 | <30,4 | 28.02.08 [18] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie | 780 (8V) | 5,0 | 77,75 | 31,9 | 10.04.08 [20] |
| Scythe Ninja CU 120mm: Scythe Slip Stream | 440 (5V) | 2,1 | 79,75 | <30,4 | 30.11.07 [17] |
| EKL Groß-Clock'ner 120mm: YS-Tech KM121225LS | 530 (5V) | 3,3 | 80,75 | <30,4 | 25.03.08 [15] |
| OCZ Vendetta 2 120mm: Serie AD1212DX | 540 (7V) | 3,5 | 82,25 | <30,4 | 07.05.08 |
| Xigmatek Red Scorpion 120mm: Xigmatek Serie LED | 480 (5V) | 2,7 | 84,5 | 30,7 | 07.03.08 [14] |
| Scythe Zipang 140mm: Scythe DFS132512L | 450 (5V) | 2,0 | 87,75 | <30,4 | 10.02.08 [19] |
| Asus Triton 79 Amazing 120mm: Serie | 330 (5V) | 1,0 | >100 Absturz | <30,4 | 10.04.08 [20] |
| Xigmatek HDT-SD964 92mm: ADDA AD0912HX | 420 (5V) | 1,6 | >100 Absturz | <30,4 | 07.03.08 [14] |
| EKL Zugspitze 120x38mm: Serie | 315 (5V) | 1,5 | >100 Absturz | <30,4 | 25.03.08 [15] |
* Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.
Als ein wichtiges Kriterium für den Vergleich der Leistungsfähigkeit eines Kühlkörpers zählt die gegenüberstellende Messung mit gleichen Lüftern. Für 120-mm-Kühler und solche, die dazu kompatibel sind, setzen wir nach wie vor auf die tabellarisch näher charakterisierten drei Lüfterexemplare der verschiedenen Leistungsklassen.
| Scythe S-Flex | Papst F2GLL | Sharkoon Power |
| 750 U/min (12 Volt) | 1150 U/min (12 Volt) | 2100 U/min (12 Volt) |
| v(max)Luft = 4,7 km/h | v(max)Luft = 8,1 km/h | v(max)Luft = 17,3 km/h |
| unhörbar | minimal wahrnehmbar | aufdringlich laut |
| < 30,4 dB(A) | 31,5 dB(A) | 49,3 dB(A) |
| mp3-Hörprobe | mp3-Hörprobe | mp3-Hörprobe |
Der Test mit unseren Referenzventilatoren untermalt die vorherigen Ergebnisse des Serienlüftertests. Der OCZ Vendetta liegt auf gleicher Leistungshöhe mit den Xigmatek HDT-S Kühlern und dem EKL Groß-Clock'ner, den direkten Kontrahenten im Heatpipe-Direct-Touch-Geschäft. Die allgemeine Einordnung in unseren hochkarätigen Charts erfolgt im gehobeneren Mittelfeld, also durchaus passabel für einen Kühler dieser Preisklasse.
Kühlercharts mit Referenzlüftern
Kühlervergleich mit gleichen Lüftern
Angaben in °C
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Hierbei handelt es sich um das arithmetische Mittel der Kerntemperaturen der vier nativen Kerne unseres Testprozessors, die zur Generierung der Rangfolge in den Charts herangezogen werden.
OCZ hat gut daran getan, eine 120-mm-Variante des Vendetta nachfolgen zu lassen. Der unauffällige Towerkühler mit HDT-Konzept überzeugt mit seiner satten Kühlleistung auf Augenhöhe der Konkurrenz, einer ordentlichen Materialgüte und passablem Montagekonzept. Als brauchbar ist überdies das Serienlüftersetup zu bezeichnen, das mit PWM-Unterstützung und einem weiten Regelbereich punkten kann. Überdies überzeugt unser Modell durch einen nahezu nebengeräuschfreien Betrieb und Silenttauglichkeit. Dass der Lüfter nicht mit 5 Volt Spannung betrieben werden kann, fällt kaum negativ ins Gewicht, da der Regelbereich ohnehin Drehzahlen von deutlich unterhalb der magischen 600-U/min-Grenze abdeckt.
Angesichts dieser Tatsachen ist die Entscheidung, welcher HDT-Kühler es momentan denn sein soll, rein sympathieabhängig, denn auch preislich unterscheiden sich die HDT-Schwestern kaum. So kostet der OCZ Vendetta 2 aktuell etwa 30 Euro [4] und ist damit zu fairen Konditionen zu erwerben. Aufgrund des stimmigen Gesamtkonzeptes bleibt uns final nur der Ausspruch unserer ComputerBase-Empfehlung für den OCZ Vendetta 2.