Weihnachten steht vor der Tür, die Kinder schreiben fleißig Wunschzettel, der Weihnachtsmann holt seine Rentiere aus dem Sommerurlaub in der Tundra zurück und seit einigen Jahren nutzen dies die beiden großen Grafikchip-Hersteller ATi und nVidia traditionell aus, um der Weltöffentlichkeit eine Reihe neuer Produkte zu präsentieren. Anders geschah es natürlich auch in diesem Jahr nicht, so dass nVidia und ATi jeweils gleich zwei neue Chips ins Rennen schickten. Während nVidia mit dem nV38 die Enthusiasten ansprechen und mit dem nV36 endlich wieder auf die Konkurrenz im Mittelklassesegment aufholen möchte, präsentiert ATi mit dem R360 eine optimierte Variante der Radeon 9800 Pro und mit dem RV360 die generalüberholte Mainstreamvariante der Radeon 9600 Pro.
Wie sich die neue Herbstkollektion der Grafikkartenhersteller gegenüber dem alten Eisen schlägt und wo nun genau die Unterschiede zu den Vorgängern liegt, wollen wir in unserem heutigen Artikel genauer klären. Interessant dürfte neben dem Kampf zwischen Radeon 9800 XT und GeForce FX 5950 Ultra an der Spitze auch der neu ausgebrochene Wettstreit im Mainstream-Markt zwischen Radeon 9600 XT und der brandneuen GeForce FX 5700 Ultra sein. Diesem wollen wir dann auch nochmals einen separaten Teil widmen. Am Ende weiß man dann vielleicht doch, welche der Grafikkarten auf dem diesjährigen Wunschzettel stehen wird.
Bis jetzt eher von unseren Prozessor- und TFT-Artikeln bekannt, wollen wir in Zukunft unser wohl bekanntes Lesezeichen auch in unseren Grafikkartentests etablieren. Wir verzichten hier jedoch auf eine chronologische Anordnung und legen vielmehr Wert auf Hintergrundinformationen zu unserem jeweiligen Artikel.
Jede Menge Material, um sich bereits vorher weiterzubilden, denn im heutigen Artikel wollen wir nur oberflächlich auf die einzelnen Chips und ihre Technik eingehen; schließlich wurden so gut wie alle schon mal von uns ausführlicher behandelt und so bedarf es keiner weiteren Erklärung.
Den Anfang machen in diesem Artikel die Grafikchips aus dem Hause nVidia. In der nachfolgenden Tabelle wollen wir einmal genauer auf die Unterschiede der einzelnen Chips eingehen.
| FX5950 Ultra | FX5900 Ultra | FX5800 Ultra | FX5700 Ultra | FX5600 Ultra | |
| Chip | nV38 | nV35 | nV30 | nV36 | nV31 |
| Taktung (MHz) | 475 | 450 | 500 | 475 | 400 |
| Renderpipelines* | 4(8) | 4(8) | 4(8) | 4 | 4 |
| Pixelfüllrate | 1900MPix/s | 1800MPix/s | 2000MPix/s | 1900MPix/s | 1600MPix/s |
| TMUs je Pipe | 2 | 2 | 2 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 3800 MTex/s | 3600 MTex/s | 4000 MTex/s | 1900MTex/s | 1600MTex/s |
| Vertexshader | DX9 VS2.0+ | ||||
| Vertexpipes | (3) | (3) | (3) | (3) | (1) |
| Dreiecksdurchsatz | ~356MT/s | ~337MT/s | ~375MT/s | ~356MT/s | ~100MT/s |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | ||||
| Pixelshader | PS 2.0+ | ||||
| Speicher | 256MB | 256MB | 128MB | 128MB | 128MB |
| Anbindung | 256Bit DDR | 256Bit DDR | 128Bit DDR-II | 128Bit DDR-II | 128Bit DDR |
| Speichertakt (MHz) | 475 | 425 | 500 | 450 | 400 |
| Bandbreite | 30400 MB/s | 27200 MB/s | 16000 MB/s | 14400 MB/s | 12800 MB/s |
| Single-Pass Texturop.** | 16(D3D) / 4(oGL) | ||||
| FSAA/AF-Technik° | IntelliSample HCT | IntelliSample | IntelliSample HCT | IntelliSample | |
| RAMDAC | 2x400MHz | ||||
| TV-Encoder | integriert | ||||
| Genauigkeit pro Kanal°° | 128Bit (FP32) | ||||
| FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°°° | |||||
| Min. Instr./s | 0+3800M | 0+3600M | 0+2000M | 0+1900M | 0+800 |
| Max. Instr./s | 3800+1900M | 3600+1800M | 4000+0M | 1900+950M | 1600+0 |
| Peak Instr./s | 5700M | 5400M | 4000 | 2850M | 1600M |
| *
nVidia gibt zwar ein Maximum von 8 Pixeln pro Takt an, dies trifft aber nur für Z- und Stenciloperationen zu. Ansonsten verhalten sich nV30, nV35 und auch der nV38 wie ein Design mit vier Pipelines à zwei TMUs | |||||
| ** Stand: Detonator 52.16 | |||||
| °
Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. Bei nVidia kommt beim FSAA bis 2x ein gedrehtes Raster zum Einsatz. Das AF von nVidia ist nur sehr gering winkelabhängig. Zusätzlich bewirbt nVidia beim nV35, nV36 und nV38 eine Kompressionstechnologie für hohe Auflösungen (HCT), die verlustbehaftet, aber laut nVidia, nicht sichtbar, den gesamten Content komprimiert. | |||||
| °°
Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann. Es gibt bei nVidia zusätzlich noch FP16 (64Bit) und FX12 (altes Integer-Format). | |||||
| °°°
Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [8] dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisungen pro Takt und Pipeline verarbeiten, der nV30 kann bis zu acht Texturanweisungen verarbeiten und dabei je zwei Texturanweisungen gegen eine Arithmetik-Op eintauschen und nV35 und nV38 können ebenfalls acht Textur-Ops plus vier Arithmetik-Ops pro Takt und Pipeline ausführen und sind zu demselben Tauschgeschäft, wie der nV30 in der Lage. | |||||
Eklatante Unterschiede zwischen GeForce FX 5900 und 5950 Ultra? Fehlanzeige, denn letztendlich handelt es sich beim nV38 nur um eine aufgebohrte Version des nV35, die dann auch nur 25 MHz mehr Chiptakt garantiert. Offensichtlich ist auch hier die Architektur bereits weitestgehend ausgereizt, so dass nVidia wohl keinen Nachfolger mehr auf Basis des nV35 präsentieren können wird.
Die wirkliche Neuentwicklung erwartet uns dann doch erst im Mainstream-Segment mit dem nV36, besser bekannt als GeForce FX 5700 Ultra. So ist dies die erste Grafikkarte von nVidia für den mittleren Preissektor, die nicht mehr auf der berühmt berüchtigten Architektur des nV30 (GeForce FX 5800 Ultra) basiert. Vorteile: Neben drei Vertexpipes bietet die GeForce FX 5700 Ultra auch die Intellisample HCT-Technik, produziert weniger Hitze und kann dank 0,13µm breiten Strukturen mit einem Takt von 475 MHz betrieben werden. Wie sich dieser Chip gegenüber der Konkurrenz schlägt, klären wir später noch in den Benchmarks.
Die Firma InnoVision [9] schickte eine GeForce-Grafikkarte der neuesten Generation ins Rennen. Die unter dem Namen "Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra" vertriebene Karte gehört sicherlich zu den schnellsten momentan erhältlichen Pixelbeschleunigern und hat auch sonst einiges zu bieten. So setzt InnoVision auf das sehr opulente Referenzdesign von nVidia und bewegt sich somit auf einem schmalen Grat zwischen gutem Aussehen und Funktionalität. Ein kurzer Preisvergleich auf Geizhals.at ergab leider kein Ergebnis. Auf dieser Preisvergleichs-Website wurde die Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra schlichtweg nicht gelistet.
Wie alle anderen neuen Grafikkarten der GeForce FX-Serie ab der Versionsnummer 5700 kommt auch die brandneue 5950 Ultra mit einem sehr langen PCB daher, das unter Umständen in einigen Gehäusen durchaus für Probleme sorgen könnte. Wie bereits erwähnt, vertraut InnoVision voll und ganz dem Referenzdesign von nVidia und verbaut daher auch die üblichen Anschlüsse. So schmücken die Platine neben einem D-Sub-Anschluss für analoge Monitore auch ein DVI-Ausgang für digitale TFT-Displays und ein TV-Ausgang mit der immer wieder gern gesehenen VIVO-Funktion. Der Stromanschluss für das Extra an Leistung wurde nach oben hin weggeführt.
Während das durchweg grüne PCB keinerlei Sensation darstellt - andere Hersteller setzen hier auf weitaus auffälligere Farben - steckt das wahre Tüpfelchen auf dem i vielmehr in der von nVidia entwickelten Kühlapparatur, die in ihrer Größe sicherlich so schnell nicht getoppt wird. Unweigerlich erinnert die FlowFX II getaufte Kühllösung an die GeForce FX 5800 Ultra, die vor einigen Monaten nicht umsonst den Beinamen "Fön" erhielt. Obwohl Ähnlichkeiten nicht zu leugnen sind, muss man jedoch von vorne herein Entwarnung geben: einen neuen Fön hat man bei nVidia, Gott sei Dank, nicht entwickelt. Anstatt die Luft aus dem Gehäuse heraus zu befördern, wird nun Frischluft von außen nach innen geführt. Dies hat den klaren Vorteil, dass ein eventueller Hitzestau im Gehäuse nicht die Kühlleistung hemmt. Um die 475 MHz Taktfrequenz des nV38-Chips zu zügeln, wird die Luft durch einen Kanal über eine Vielzahl an Kühlrippen geblasen, die sich unmittelbar über der GPU befinden. Diese Aufgabe übernimmt ein geregelter Radiallüfter, der leider dafür sorgt, dass bei diesem Design immer noch der erste PCI-Slot blockiert wird. Der Einsatz der Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra in einem Barebone-System fällt damit wohl oder übel flach.
Ein weiterer Nachteil dieser durchaus effektiven Konstruktion: Der schnelle und ebenso heiße DDRII-Speicher bekommt leider keine aktive Kühlung. Auf der Vorderseite muss so aus Platzmangel eine schlichte, vom Rest entkoppelte Aluminiumplatte als Passivkühler herhalten. Diese hat unter Dauerlast dann auch ihre Probleme, die 475 MHz des Speichers thermisch unter Kontrolle zu halten. Auch der Speicherkühler auf der Rückseite wird während des Betriebes sehr heiß, so dass diese Grafikkarte nur in einem gut belüfteten Gehäuse betrieben werden sollte. Alles in allem hält sich die Effizienz aber auch die Lautstärke der FlowFX II in Grenzen. Dass es auch anders geht, beweisen zur Zeit Firmen wie MSI und Asus, die ihre Grafikkarten mit einem eigenen, platzsparenden und ebenso effektiven Kühlsystem ausstatten. Während die transparente Plastikabdeckung doch etwas billig wirkt, setzt man bei der Arretierung auf Qualität und verschraubt alle Bauteile feinsäuberlich miteinander.
Nachdem man den Speicherkühler beidseitig entfernt hat, kommen darunter DDRII-Module aus dem Hause Hynix zum Vorschein, die auch schon im Referenzdesign von nVidia verbaut worden sind. Diese haben eine minimale Zugriffszeit von 2 ns und erlauben somit eine maximale Taktfrequenz von 500 MHz.
Neben einer besonders schnellen Grafikkarten möchte die Firma InnoVision mit der Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra wohl auch einen durchaus guten Lieferumfang an den Mann bringen. Folgendes fanden wir im Karton der Grafikkarte:
Neben einem bekannten Referenzdesign und der zwiespältigen Kühllösung bleibt eine sehr gute Leistung und ein durchaus überzeugender Lieferumfang. Dieser kommt leider nicht an die Konkurrenz von MSI heran, schlägt sich aber auch nicht weiter tragisch im Preis nieder.
Auch Leadtek, seit geraumer Zeit aktiv auf dem Grafikkarten-Markt vertreten, schickt eine neue Produktreihe auf Basis der nVidia-Chips ins Rennen. Für unseren Artikel bekamen wir mit der WinFast A380 Ultra 256 MB das momentane Flaggschiff der Firma Leadtek, ausgerüstet mit einem GeForce FX 5950 Ultra-Chip und 256 MB Texturspeicher. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von rund 440 Euro.
Neben dem sehr langen PCB hielt sich Leadtek auch weiterhin an den allgemeinen Standard, der mittlerweile seit einiger Zeit von vielen Grafikkartenherstellern geteilt wird. So finden sich auf der WinFast A380 Ultra neben einem D-Sub- auch ein DVI-Ausgang sowie ein TV-Ausgang. Letzterer wurde zusätzlich mit der funktionalen VIVO-Funktion ausgestattet. Auch der zusätzliche Stromanschluss fehlt natürlich nicht. Dieser wird nach hinten weggeführt und könnte somit unter Umständen in ohnehin engen Gehäusen für weitere Probleme sorgen.
Während man sich bei der Anordnung der Bauteile und der grünen Farbe des PCBs noch strikt an die Vorgaben nVidias hielt, setzte Leadtek beim Kühler auf eine Eigenentwicklung. Als Basis dient ein Lüfter mit einem Durchmesser von rund 6 cm. Dieser ist aufgrund seiner Größe nicht nur in der Lage, verhältnismäßig viel Luft zu bewegen, er ist zudem auch noch sehr leise. Mit dem neuesten, von Leadtek bereitgestellten Bios brachte es der Lüfter nicht einmal mehr auf 30 db; nahezu unhörbar. Selbst ein geschultes Ohr vermag die WinFast A380 Ultra so nicht mehr von den Umgebungsgeräuschen zu unterscheiden. Hier leisteten die Ingenieure ganze Arbeit, ist das entwickelte Kühlsystem zudem noch recht effektiv. So saugt der Lüfter von oben durch einen Staubfilter kühle Luft an und transportiert diese auf der Vorderseite an insgesamt drei Öffnungen wieder hinaus. Zuvor muss die Luft neben der Kühlfläche für den nV38-Chip auch noch die Speicherkühler aus Kupfer passieren. Um zudem noch die Rückseite der Grafikkarte mit Frischluft zu versorgen, platzierte Leadtek an den oberen Rand der WinFast A380 Ultra eine Art Windkanal, der die heranströmende Luft nach hinten zur Rückseite ableitet, wo sie über einen opulenten Speicherkühler aus Aluminium strömt. Darüber hinaus verpasste man der Rückseite des Chips ein Wärmeleitpad, das zusätzliche Wärme abführt und diese an den Speicherkühler abgibt. Selten zuvor haben wir ein solch durchdachtes und intelligentes Kühlsystem angetroffen und ziehen so demonstrativ vor den Designern bei Leadtek den Hut. Für ein Silentsystem könnte die Leadtek A380 Ultra TDH also genau die richtige Wahl sein, wenn es um eine nVidia-Karte mit GeForce FX 5950 Ultra-Chip geht.
Natürlich möchte auch Leadtek ihren Kunden etwas bieten und dimensionierte den Lieferumfang dementsprechend ansprechend. Folgendes fanden wir im Karton der WinFast A380 TDH:
Mit der WinFast A380 Ultra TDH scheint Leadtek der große Wurf gelungen zu sein. Neben einer sehr guten Performance bietet diese Grafikkarte ein sehr einfallsreiches und ebenso effektives Kühlsystem und einen nahezu unschlagbaren Preis. Im Gegensatz zu allen anderen ebenbürtigen Testkandidaten mit einem nV38-Chip ist die WinFast A380 Ultra TDH schon fast als günstig zu bezeichnen und hat dennoch einen sehr ansprechenden Lieferumfang, der neben allen nötigen Kabeln auch zwei gute Spiele und jede Menge andere nützliche Software beinhaltet. Der niedrige Geräuschpegel von gerade einmal knapp 30 db prädestiniert die Karte geradezu für einen Einsatz in einem durchweg auf niedrige Geräuschbelastungen getrimmten System.
Auch MSI hat die neuen Grafikchips von nVidia im Portfolio und ließ das momentane Topmodell, die GeForce FX 5950 Ultra VTD256, in unserem Roundup gegen die Konkurrenz antreten. Da Top-Leistung schon immer recht teuer war, ist der von uns bei Geizhals.at ermittelte Preis von rund 520 bis 550 Euro nicht weiter verwunderlich. Gerade gegenüber der Karte von Leadtek jedoch deutlich in der Geldbörse zu spüren. Die Konkurrenz aus dem Hause ATi ist jedoch auch nicht viel günstiger.
Seit einer ganzen Weile präsentieren sich die Top-Modelle aus dem Hause nVidia nun schon in einer ganz beachtlichen Größe. Mittlerweile ist man bei diesen Superlativen auch schon im Mittelklasse-Segment angelangt, denn auch die GeForce FX 5700 Ultra hat eine stattliche PCB-Länge. Die MSI GeForce FX 5950 Ultra macht da natürlich keine Ausnahme, basiert ihr PCB doch auch größtenteils auf dem Referenzdesign von nVidia. Natürlich bietet auch MSI dem Käufer neben einem altbekannten D-Sub-Ausgang einen DVI-Anschluss, passend zur steigenden Verbreitung digitaler TFT-Monitore. Der ebenfalls präsente TV-Ausgang bietet die immer wieder gern gesehenen VIVO-Funktionen, der Stromanschluss wurde nach oben ausgerichtet. Bei der Länge des PCBs auch durchaus angebracht, denn in unserem Testgehäuse kam die Grafikkarte der Festplatte gefährlich nahe.
Während das Referenzdesign von nVidia wohl keinen Preis für das beste Aussehen gewinnen würde, stattete MSI die GeForce FX 5950 Ultra mit einem eigenen Kühler aus. Dieser bedeckt auf der Vorderseite sowohl den nV38-Chip als auch den schnellen DDRII-Speicher, der bei solch hohen Taktraten durchaus Kühlung benötigt. Der Lüfter ist so gestaltet worden, dass er während des Betriebes auch Luft über die Speichermodule scheffelt. Da es sich bei unserer Grafikkarte um ein Modell der TwinFlow-Serie handelt, wird auch die Rückseite der Grafikkarte aktiv gekühlt. Natürlich haben auch die rückseitigen Speichermodule einen passiven Kühlkörper verpasst bekommen. Rechnet man beide Lüfter samt PCB zusammen, so kommt die MSI GeForce FX 5950 Ultra auf eine Tiefe von rund 3,5 cm. Ein PCI-Slot wird nicht blockiert. Dafür bereitete der Kühler auf der Rückseite uns einige Kopfschmerzen. So war eine Montage auf unserem Abit IC7-G nicht möglich, da der Kühler der Northbridge im Weg war. Allerdings handelt es sich bei diesem um einen der neuesten Revision, der gegenüber der alten Kühllösung beachtlich an Höhe gewonnen hat. Der selbe Kühlkörper wird auch auf dem Abit IC7-MAX3 verbaut. Dieses Problem konnten wir jedoch durch eine Demontage des hinteren Lüfters der Grafikkarte lösen. Als hätte man solche Probleme erahnt, legt MSI für diesen Fall sogar eine detaillierte Anleitung bei, die anhand von Bildern die Demontage des Lüfters erklärt. Inwiefern dies die Übertaktbarkeit der MSI GeForce FX 5950 Ultra einschränkt, wollen wir später klären.
Bei den Taktraten hält man sich strikt an die Vorgaben nVidias. Neben einem Chiptakt von 475 MHz bietet die MSI GeForce FX 5950 Ultra eine Speicherbestückung mit effektiven 950 MHz und einem 256 Bit breiten Bus. Des Weiteren ermöglicht MSI auch bei dieser Grafikkarte die produktübergreifende D.O.T.-Technologie, die in diesem Fall eine Übertaktung der Grafikkarte unter Volllast zulässt. Hierzu hält MSI insgesamt sechs verschiedene Modi parat, die Speicher und Chip zwischen zwei und zehn Prozent übertakten. In unseren Benchmarks wollen wir die schnellste Stufe, "Commander", berücksichtigen. MSI garantiert dem Käufer derweil Stabilität bei allen Übertaktungsstufen.
Neben Asus gehört sicherlich auch MSI zu den Firmen, die ihren Produkten eine ganze Reihe Extras mit auf den Weg zum Kunden geben. Die GeForce FX 5950 Ultra fällt als momentanes Top-Produkt hier nicht aus der Reihe und so enthält der sehr große Karton folgende Dinge:
Vom Umfang her nahezu uneinholbar, so präsentierte sich uns der Packungsinhalt der MSI GeForce FX 5950 Ultra. Neben der äußerst opulenten und schnellen Grafikkarte fanden sich auch solch nützliche Dinge wie diverse Kabel, ein gut illustriertes Handbuch und ein ganzer Haufen an Software wieder. Frei nach dem Motto "die Mischung macht's" präsentiert MSI mit der GeForce FX 5950 Ultra wieder einmal das Optimum und bietet dem Käufer eine Vielzahl an Software, die neben insgesamt drei Spiele-Vollversionen auch eine Reihe an Demos und anderen Tools umfasst. Hut ab, MSI, denn auch dank des hervorragenden Lieferumfanges spielt man mit der GeForce FX 5950 Ultra im Konzert der Großen ganz vorne mit. Der Preis unterstreicht dieses Vorhaben auch auf dem Kassenbon.
AOpen schickt mit der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra die erste Karte aus nVidias neuem Mittelklassesegment ins Rennen. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von rund 210 Euro. Sicherlich kein Schnäppchen, kostet die direkte Konkurrenz von ATi doch eine ganze Menge weniger. Was die GeForce FX 5700 Ultra von AOpen im Stande ist zu leisten, wollen wir jedoch erst in den Benchmarks klären.
Fast schon selbstverständlich setzt auch AOpen auf das von nVidia etablierte Standard-Design und verbaut so auf der Platine der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra neben einem D-Sub-Anschluss auch einen DVI-Ausgang für digitale TFT-Monitore und einen TV-Ausgang für die Wiedergabe von bewegten Bildern auf dem heimischen Fernseher. Mittlerweile hat er auch schon bei nVidias Mittelklasse Einzug gehalten, der zusätzliche Stromanschluss, der den nV36 mit dem Extra an Strom versorgt. Leider führte man diesen nach hinten weg, so dass es in engen Gehäusen eventuell zu Komplikationen kommen könnte. Barebone-Besitzer könnten hier jedoch das Rettende Ufer sehen. Dort macht oft der nach oben gerichtete Anschluss Probleme.
Auch beim Kühler vertraut AOpen den Vorgaben des Chipproduzenten. Nicht weiter verwerflich, liefert dieser doch recht gute Leistungen in Sachen Kühlung. Die Lautstärke hielt sich ebenfalls in Grenzen und bewegt sich auf dem Niveau des Durchschnitts. Eine solche gute Kühlung ist derweil auch bitter nötig, verbaut AOpen auf der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra schnellen DDR2-Speicher mit einer Zugriffszeit von 2,2 ns. Dieser kommt von Samsung, trägt die Kennnummer K4N26323AE-GC22 und ist für eine maximale Taktfrequenz von 450 MHz zertifiziert. Leider ließ man hier für eventuelle Overclockingversuche keinen sonderlich großen Spielraum nach oben. Während des Betriebes erzeugen diese Module extrem viel Hitze, die nur mit passiven Speicherkühlkörpern unter Kontrolle zu bekommen ist. Auf eine passive Kühlung der Rückseite des Chips verzichtete nVidia bei der Entwicklung des Referenzdesign. Offensichtlich entwickelt der nV36, besser bekannt als GeForce FX 5700 Ultra, nicht sonderlich viel Verlustwärme und dies trotz gleichen Taktraten wie beim großen Bruder, dem nV38 der GeForce FX 5950 Ultra, der einer weitaus aufwendigeren Kühlung bedarf.
In der Mittelklasse ist der Preiskampf besonders hart. Diesem musste offensichtlich auch AOpen Tribut zollen und legte folgendes der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra bei:
Leider gestaltete AOpen den Lieferumfang der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra recht spärlich. Für einen Kaufpreis von rund 210 Euro bekommt der Käufer letztendlich fast nur die eigentliche Grafikkarte und InterVideos WinDVD. Für unseren Geschmack zu wenig, bietet doch die Konkurrenz oftmals mehr. Verglichen mit anderen 5700 Ultras ist die Karte von AOpen dafür recht günstig und nicht jeder benötigt neben der eigentlichen Hardware eine softe Beilage.
Gainward offerierte schon in den vergangenen Jahren oftmals bereits vom Hersteller übertaktete Karten, die garantiert außerhalb der Serienspezifikationen liefen. Die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 "Golden Sample" ist eine davon. Gut 220 Euro muss man für solch eine Grafikkarte laut Geizhals.at berappen, etwas mehr als die direkte Konkurrenz in Form der AOpen Aeolus und ATis Radeon 9600 XT. Wie sich die beiden Kontrahenten in den Benchmarks schlagen und welche Auswirkungen die erhöhten Taktraten haben, wollen wir später klären.
Ziemlich groß kommt sie daher, die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960. Um genau zu sein fast 4,5 cm länger als eine vergleichbare Radeon 9600 XT. So erreicht sie dann auch die beachtliche Größe einer GeForce FX 5950 Ultra und beansprucht eine ganze Menge Platz im Gehäuse. Entgegen des allgemeinen Trends spendiert Gainward der Karte zwei DVI-Ausgänge, die den Anschluss zweier digitaler TFT-Monitore ermöglichen. Lobenswert, denn die Konkurrenz verbaut so gut wie ausschließlich noch die alten D-Sub-Ausgänge in Zusammenarbeit mit einem einzigen DVI-Ausgang. Bei der GeForce FX 5600 Ultra noch abstinent, musste man offensichtlich der Nähe zum nV38 und den 500 MHz Chiptakt Tribut zollen und verpasste so auch der Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 einen extra Stromanschluss.
Wie man es bereits von Gainward gewohnt ist, stattete man die hauseigene GeForce FX 5700 Ultra mit dem feuerroten PCB aus. Während sich der Referenztakt bei 475 MHz für den Chip und 450 MHz für den Speicher bewegt, legte Gainward noch eine Schippe nach und spendierte der Karte kurzerhand einen Chiptakt von 500 MHz und einen RAM-Takt von ebenfalls 500 MHz (effektiv 1000 MHz). Aufgrund des 128 Bit breiten Speicherinterfaces kommt man dank der brutalen MHz-Power auf einen maximalen Speicherdurchsatz von 16,0 GB/s - Rekord in der Mittelklasse. Dass der DDR-II-Speicher bei diesen Geschwindigkeiten eine ganze Menge Wärme erzeugen wird, dürfte eigentlich klar sein. Um diesem Problem Herr zu werden, installierte Gainward kurzerhand passive Kühlkörper auf Vorder- und Rückseite. Offensichtlich braucht der nV36 architekturbedingt weniger aufwendige Kühlung als der große Bruder nV38, denn die Kühlapparatur für den Chip fiel trotz höherer Taktfrequenz wesentlich kleiner aus. Gegenüber dem Referenzdesign der GeForce FX 5950 Ultra ist der hier verbaute Kühler sogar recht leise. Auch er bewegt sich größtenteils auf durchschnittlichen Niveau, dürfte jedoch keinerlei Kopfzerbrechen bereiten. Um dem feurigen Image gerecht zu werden, ziert eine Aluminiumabdeckung in Form einer Flamme den Kühlkörper, der von einem recht kleinen Lüfter mit Frischluft versorgt wird. Die Verarbeitungsqualität ist ohne Fehl und Tadel.
Natürlich ist auch Gainward nicht von gestern und versucht sich in erster Linie mit den erhöhten Taktraten von der Einheits-Konkurrenz abzusetzen. Ob ihnen dies gelingt, klären wir später in den Benchmarks. Folgendermaßen sieht der Lieferumfang der Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 aus:
Gainward wird auch mit dem FX PowerPack! Model Ultra/960 dem eigenen Ruf einmal mehr gerecht. Diese GeForce FX 5700 Ultra präsentierte sich nicht nur in einem äußerst feurigen Gewand, sondern konnte auch durch ihre Leistung überzeugen. Gegenüber dem Standard-Modell kann sie einige Prozentpunkte gutmachen und bewahrt dem Käufer die Garantie innerhalb des angegebenen Übertaktungsmaximums von 500 MHz für den Chip und 1000 MHz für den Speicher. Leider präsentierte sich der gebotene Lieferumfang weniger bravourös. So legte Gainward dem FX PowerPack! Model Ultra/960 leider kein Spiel bei und belässt es bei InterVideos WinDVD 4. Hier hätten wir gerne mehr gesehen, kostet diese GeForce FX 5700 Ultra doch mehr als die Konkurrenz. Sehr lobenswert fanden wir jedoch die Implementierung zweier DVI-Ausgänge, die Besitzer zweier TFT-Displays mit Sicherheit zu schätzen wissen.
Auch ATi hat in diesem Herbst seine neuen Produkte vorgestellt, die wir im Rahmen dieser Tabelle nochmals mit den Vorgängern vergleichen wollen.
| Radeon 9800 Pro | Radeon 9800 XT | Radeon 9600 Pro | Radeon 9600 XT | |
| Chip | R350 | R360 | RV350 | RV360 |
| Taktung (MHz) | 380 | 412 | 400 | 500 |
| Renderpipelines | 8 | 8 | 4 | 4 |
| Füllrate (Pixel=Texel) | 3040MPix/s | 3296MPix/s | 1600MPix/s | 2000MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | |||
| Vertexshader | DX9 VS2.0 | |||
| Vertexpipes | 4 | 4 | 2 | 2 |
| Dreiecksdurchsatz | ~380MT/s | ~412MT/s | ~200MT/s | ~250MT/s |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | |||
| Pixelshader | PS 2.0 | |||
| Speicher | 256MB | 256MB | 128MB | 128MB |
| Anbindung | 256Bit DDR-II | 256Bit DDR-II | 128Bit DDR | 128Bit DDR(-II) |
| Speichertakt (MHz) | 350 | 365 | 300 | 300 |
| Bandbreite | 22400 MB/s | 23360 MB/s | 9600 MB/s | 9600 MB/s |
| Single-Pass Texturops | 16(D3D) / 8(oGL) mit Catalyst 3.8 | |||
| FSAA/AF-Technik** | SmoothVision 2.1 | |||
| RAMDAC | 2x400MHz | |||
| TV-Encoder | integriert | |||
| Genauigkeit pro Kanal° | 96Bit (FP24) | |||
| FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°° | ||||
| Min. Instr./s | 3040M+3040M | 3296M+3296M | 1600+1600M | 2000+2000M |
| Max. Instr./s | 3040M+3040M | 3296M+3296M | 1600+1600M | 2000+2000M |
| Peak Instr./s | 6080M | 6592M | 3200M | 4000M |
| **
Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. ATi verwendet für 2x und 4x-FSAA ein gedrehtes, für 6x FSAA ein sparsely sampled Raster, bei dem pro Achse sechs Samples erzeugt werden, die aber niemals Achsenkongruent sind. Das AF von ATi verwendet hier eine relativ starke Winkeloptimierung, die bei geringem Verzicht auf Bildqualität der Leistung zugute kommt. | ||||
| ° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann. | ||||
| °°
Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [7] dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisung pro Takt und Pipeline verarbeiten. | ||||
Richtig Neues gibt es auch bei ATi nicht zu berichten. So sind auch Radeon 9600 XT und 9800 XT nichts anderes als aufgebohrte Versionen der Vorgängerchips. So wird der R360 weiterhin von TSMC in 0,15µm breiten Strukturen gefertigt, während man im Mittelklassesegment mittlerweile seit einiger Zeit auch auf die 0,13µm-Fertigung vertraut. Dieser ist es wohl auch zu verdanken, dass der RV360 mit brachialen 500 MHz ans Werk geht, dennoch aber immer noch mit den alten 300 MHz Speichertakt daherkommt. Vorteile? Neben einer erhöhten Füllrate kann die Radeon 9600 XT nun auch mehr Shaderopterationen ausführen. Die demnächst kommende Spielegeneration auf Basis von DirectX 9 wird sich freuen. Ein weiteres neues Feature beider Chips ist die integrierte Hardwareüberwachung, die es vormals nur bei Konkurrent nVidia gab. Diese ist dann auch Grundlage für die neue Overdrive-Funktion des Catalyst 3.8, die eine dynamische, temperaturgesteuerte Übertaktung des Grafikchips erlaubt.
Ein neuer Stern am Himmel war geboren, als Asus vor einigen Wochen bekannt gab, dass man von nun an auch Grafikkarten auf Basis von ATi-Chips produzieren wird. Die allgemeine Euphorie war groß, denn schließlich gehört die Firma zu den renommiertesten der Welt und ist für die besonders umfangreiche Ausstattung der hauseigenen Produkte bekannt. So gehört die Asus Radeon 9800 XT zu den teuersten Grafikkarten ihrer Klasse und kostet laut Geizhals.at durchschnittlich saftige 530 Euro.
Wie man es von Asus ja bereits hinlänglich gewohnt ist, verzichtet man auch bei den neuen Radeon-Karten auf eine Adaption des Referenzdesigns von ATi und verpasst den Pixelbeschleunigern einen eigens hergestellten und einfach wunderbar anzusehenden Kühler. Natürlich verzichtete auch Asus nicht auf den D-Sub- und DVI-Ausgang. Auch ein TV-Ausgang ist vorhanden, der durch den beigelegten Adapter diverse Ausgabesignale unterstützt.
Neben einem eigenen Kühlsystem wurde auch die Farbe des PCB angepasst und ist nun anstatt in Rot in einem schicken Orange gehalten - die Anordnung der einzelnen Bauteil wurde vom Referenzdesign übernommen. Allerdings verwendet man zum Hardware-Monitoring einen Winbond-Chip, der vom Catalyst-Treiber nicht erkannt wird und somit das Overdrive-Feature über diesen Weg nicht aktivierbar ist. Asus half hier jedoch nach und präsentierte einen eigenen Treiber mit einer ähnlichen Funktion. Unter der massiven Kühllösung bleibt hingegen alles beim alten. So verbaut auch Asus DDR-II-Speicher mit einer Taktfrequenz von 365 MHz und auch der R360-Chip von ATi findet sich in Wärmeleitpaste eingehüllt wieder. Der Speicher kommt von Hynix ist hat eine Zugriffszeit von 2,5 ns, die eine maximale Taktfrequenz von 400 MHz erlauben. Hier ließ man also etwas Raum nach oben, um auch Overclockern einen gewissen Handlungsspielraum gewährleisten zu können. Gekühlt wird der RAM beidseitig von massiven Kupferplatten, die letztendlich auch für das Gesamtgewicht der Karte von fast 500 Gramm verantwortlich sind. Sowohl das Referenzdesign als auch die Lösung von Asus sind beide sehr effizient. Asus verbaut zwei kleine Lüfter mit einem Durchmesser von 4 cm, Sapphire und PowerColor hingegen einen mit einem Durchmesser von 6,5 cm. Dennoch sind auch die der Asus Radeon 9800 XT sehr leise und lassen sich mit dem Tool SmartDoctor noch zusätzlich der Temperaturentwicklung der GPU anpassen. Die Verwendung des ATi Rage Theater-Chips sollte ebenfalls erwähnt werden.
Wie man es von einer solch teuren Grafikkarte wohl auch erwarten kann, hinterließ die Verarbeitungsqualität einen sehr guten Eindruck. Das hohe Gewicht der Asus Radeon 9800 XT macht es dann wohl auch notwendig, alle Komponenten fein säuberlich zu verschrauben. Während der AGP-Port unter dem Gewicht ächzt und stöhnt, freut sich der Hardware-Redakteur über eine leichte Demontage. Hat man die Asus Radeon 9800 XT einmal eingebaut, so fällt beim ersten Blick in die Treibermenüs auf, dass ein Eintrag fehlt. So lässt sich die relativ neue Overdrive-Funktion - wie bereits erwähnt - nicht treiberseitig nutzen und kann nur durch den Asus-eigenen Treiber aktiviert werden.
Für einen so hohen Kaufpreis, kann man dann durchaus auch einige Erwartungen an den Lieferumfang stellen. Und, was sollen wir sagen, Asus erfüllt sie voll und ganz. Folgende Dinge fanden sich im größten Grafikkarten-Karton der Welt:
Angesichts anderer Hersteller muss man Asus geradezu huldigen, denn selten fand man soviel Zubehör bei einer ATi-Grafikkarte. Die letzten Jahre ließen einen Hersteller wie Asus, der viel Wert auf Qualität legt, vermissen. Begeisterung ist das was uns bleibt, jedoch leider mit einem nicht ganz unerheblichen Nachteil: der Preis. Wer nicht auf den Euro achten muss, der sollte nach der Asus Radeon 9800 XT Ausschau halten, denn besser geht es wohl im Moment nicht mehr. Die wohl größte Grafikkarten-Verpackung der Welt versprach nicht zu viel, denn sie beherbergte neben der wohl schwersten Grafikkarte der Welt auch den größten Lieferumfang der Welt. Letzteren Titel muss man sich wohl leider mit der MSI GeForce FX 5950 Ultra teilen, denn auch diese Grafikkarte bietet einen ähnlich ausladenden Lieferumfang.
Auch die Radeon 9600 XT ist brandneu und wird natürlich auch von Asus vertrieben. Neben der großen Radeon 9800 XT ist dies das zweite neue Produkt im Portfolio. Da sie hauptsächlich für das mittlere Preissegment entwickelt wurde, kostet sie laut einem Preisvergleich bei Geizhals.at dennoch stolze 220 Euro und gesellt sich somit genau zwischen Radeon 9600 Pro und Radeon 9800 Pro, die die jeweils vorige Chipgeneration verwenden. Auf den Vergleich mit dem RV350 werden wir später nochmals genauer eingehen.
Sieht man einmal vom orangen PCB ab, so setzt auch Asus bei der Radeon 9600 XT auf das Referenzplatinenlayout und verpasst diesem lediglich einen individuellen Kühlkörper. Neben dem alt eingesessenen D-Sub-Ausgang findet sich natürlich auch ein digitaler DVI-Ausgang für TFT-Monitore und ein TV-Ausgang wieder, der über einen mitgelieferten Adapter diverse Signale ausgeben kann. Zur Unterstützung steht ihm der ATi Rage Theater Chip zur Seite.
Natürlich möchte Asus auch mit der kleinen XT einen Hauch von Individualität verbreiten und stattet diese mit einer doch recht außergewöhnlichen Kühllösung aus. Während man den RV360-Chips mit einem aktiven Lüfter kühlt, verpasste man auch dem Speicher auf der Vorderseite passiven Kühlelemente aus Aluminium. Der eine der beiden wurde so gefräst, dass er bei der Seitenansicht den Asus-Schriftzug darstellt. Sicherlich nicht alltäglich, brachte es uns auf den ersten Blick doch zum Schmunzeln. Der Nutzen dieser Kühler sei dagegen dahingestellt, da der Speicher auf der Rückseite nicht weiter passiv gekühlt wird. Verbaut werden acht Module im FBGA-Format der Firma Samsung mit einer maximalen Taktfrequenz von 350 MHz und einer Zugriffszeit von 2,8 ns. Angesichts der Referenzkonformen Taktung von 300 MHz wird hier eine passive Kühlung auch gar nicht benötigt, denn selbst unter Last werden die Speicherbausteine nur lauwarm. Auch der verbaute Lüfter mit einem Durchmesser von geradezu niedlich wirkenden 3,5 cm kommt gut mit der vom RV360 produzierten Wärme zurecht und verkraftet die 500 MHz Taktfrequenz ohne weitere Komplikationen. Zu einer alten Radeon 9600 Pro sind kaum äußerliche Unterschiede zu erkennen. Allerdings verwendet man zum Hardware-Monitoring einen Winbond-Chip, der vom Catalyst-Treiber nicht erkannt wird und somit das Overdrive-Feature nicht aktivierbar ist. Asus half hier jedoch nach und präsentiert einen eigenen Treiber mit einer ähnlichen Funktion, dessen Funktionstüchtigkeit wird später in den Benchmarks nochmals überprüfen wollen.
Natürlich möchte sich Asus auch mit der Radeon 9600 XT von der Konkurrenz absetzen und präsentiert diese Grafikkarte mit dem gewohnt umfangreichen Lieferumfang.
Hatte man es bei der Radeon 9800 XT bereits vorgemacht, versagte Asus auch bei der kleineren Radeon natürlich nicht. Sieht man einmal von der anderen Grafikkarte ab, so unterscheidet sich der Lieferumfang der Asus Radeon 9600 XT nicht von dem des großen Bruders. Besonders die mitgelieferte Software kann dabei auf ganzer Linie überzeugen. Neben zwei Spiele-Vollversionen bietet Asus seinen Kunden auch eine Spiele-Compilation und diverse andere Helferleinchen, die das Leben am PC vereinfachen sollten. So kann man zum Beispiel mit SmartDoctor die Lüfterdrehzahl der Grafikkarte regulieren und mit Digital VCR beliebige Video-Files aufzeichnen. Alles in allem bietet Asus auch mit der Radeon 9600 XT ein abgerundetes Paket an, das so schnell keine Wünschen offen lassen sollte.
Auch PowerColor bietet im Rahmen des eigenen Produktportfolios ATis neues Top-Modell an. Die PowerColor Radeon 9800 XT sollte also Top-Performance bieten; leider auch zu einem sehr hohen Preis. Denn laut Geizhals.at muss der geneigte Käufer rund 520 Euro auf den Tisch legen, um eine solche Grafikkarte zu erstehen.
Während Asus ein eigenes Design entwickelt hat, setzt PowerColor auf das von ATi entwickelte Referenzdesign. Dies ist nicht weiter verwerflich, liefert es doch eine tadellose Kühlleistung bei sehr geringer Geräuschkulisse ab. Wie auch der Rest der Konkurrenz bietet PowerColor natürlich neben einem altbekannten D-Sub-Ausgang einen mittlerweile obligatorischen DVI-Ausgang, der Besitzer von digitalen TFT-Displays freudig stimmen wird. Ein TV-Ausgang sowie der extra Stromanschluss, der den R360-Chip mit der Extraportion Strom versorgt, dürfen natürlich nicht fehlen.
Im Gegensatz zu den nVidia-Karten der GeForce FX 5950 Ultra-Serie, die leider wenig durch Schönheit glänzen kann, schuf ATi ein sehr ansprechendes Design, welches von vielen Grafikkartenherstellern adaptiert wird und auch bei den Konsumenten großen Anklang findet. Leider verpasste PowerColor der Abdeckung des Speicherkühlkörpers keinen eigenen Aufkleber. Was wir bei der Radeon 9800 Pro schon gerne hätten gesehen, wurde bei der Radeon 9800 XT endlich eingeführt: eine passive Kühlung für die Kartenrückseite, explizit für die Rückseite des Grafikchips, die unter Last doch recht heiß wird. Auch die Kühlung auf der Vorderseite hat beachtlich an Größe zugelegt, wird der R360 doch immer noch im 0,15µm-Verfahren gefertigt und erzeugt somit eine ganze Menge Abwärme, die gebändigt werden will. Der verbaute Lüfter mit einem Durchmesser von rund 6,5 cm bewältigt diese Aufgabe jedoch mit Bravour und ist dabei sogar noch sehr leise. Auch die Verarbeitungsqualität verdient zusätzliches Lob. Feinsäuberlich verschraubt wird die Kühllösung der PowerColor Radeon 9800 XT zum Traum eines jeden Hardwareredakteurs, der aus purer Neugier einen Blick drunter werfen möchte.
Während Sapphire auf Speicher aus dem Hause Samsung setzt, verbaut PowerColor Module von Hynix im BGA-Format. Diese haben eine Zugriffszeit von 2,5 ns und sind somit für eine maximale Taktrate von 400 MHz zugelassen. Hier ließ man also für Overclocker ein gutes Stück Raum nach oben, denn standardmäßig taktet die Karte nur mit 365 MHz.
Während sich die Ausstattung vieler Radeon 9800 Pro-Karten eher spärlich gestaltete, fangen die vielen Hersteller bei den 9800 XTs langsam wieder mit dem Kleckern an. Den Kunden wird's freuen, denn der bekommt "Gratis"-Spiele und andere Software. Der Lieferumfang der PowerColor Radeon 9800 XT sieht wie folgt aus:
Für den Kaufpreis von rund 520 Euro erhält der Kunde also neben einer außerordentlich guten Performance auch einen guten Lieferumfang, der zwar nicht ganz an die Konkurrenz von Asus oder MSI herankommt, sich aber dennoch positiv im niedrigeren Preis niederschlägt. Der für XT-Karten typische Gutschein für das heiß erwartete Half-Life 2 fehlt natürlich auch bei der PowerColor Radeon 9800 XT nicht und die übrigen Spiele sind immer wieder gern gesehene Beilagen. Vergleicht man diese Grafikkarten mit der Konkurrenz, so bietet sie für den zweithöchsten Preis den zweitbesten Lieferumfang. Wer mehr möchte, der soll zur Asus Radeon 9800 XT greifen. Minimalisten und Puristen greifen hingegen zur aktuellsten Radeon aus dem Hause Sapphire; der Rest kaufe bitte die PowerColor Radeon 9800 XT ;-)
Natürlich bietet auch Sapphire eine Radeon 9800 XT an und rundet somit das hauseigene Produktportfolio nach oben hin ab. Selbstverständlich hat diese Leistung ihren Preis. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Preis von rund 500 Euro für dieses Prunkstück. Sicherlich kein Schnäppchen, dennoch erhält der Käufer für sein Geld auch eine ganze Menge Features und eine Performance, die momentan ihres Gleichen sucht.
Vergleicht man die Karte mit dem Modell der Firma PowerColor, so fallen auf den ersten Blick nur wenig Differenzen auf. Natürlich platziert auch Sapphire auf ihrer Radeon 9800 XT neben einem D-Sub-Ausgang für analoge Monitore auch einen digitalen DVI-Ausgang. Der TV-Ausgang fehlt ebenso wenig wie der in der Oberklasse obligatorische Stromanschluss.
Um sich von der zahlreichen Konkurrenz zu distanzieren, verpasst Sapphire der Plastik-Abdeckung der Kühlkonstruktion einen eigenen Aufkleber, der das Firmenlogo und das firmeneigene Alien zeigt. Unter dem Kühlkörper befinden sich jeweils vier Speicherchips, die von Samsung im BGA-Faktor hergestellt werden und den Spezifikationen des DDR-II-Standards entsprechen. Sie besitzen eine Zugriffszeit von 2,26 ns und können somit maximal 440 MHz verkraften, takten jedoch nur mit 365 MHz. Hier ließ man also für Overclocker Raum nach oben, den es gilt auszunutzen. Nach der doch schon sehr heißen Radeon 9800 Pro, hat sich ATi nun bekanntlich auch entschlossen die Rückseite der Platine mit einem passiven Kühlkörper aus Kupfer zu versehen. Auch die Grundplatte der vorderen Kühleinheit besteht aus massiven Kupfer und verhilft der Karte zu einem Gesamtgewicht von fast 500 Gramm. Angesichts der 412 MHz Taktfrequenz des R360-Chips sind diese Kühlmethoden allerdings auch bitter nötig, denn der in 0,15µm breiten Strukturen produzierte Grafik-Chip entwickelt während des Betriebes eine beachtliche Wärmemenge.
Die verbaute Kühllösung verdient zusätzliches Lob. Man entschied sich für einen relativ großen Lüfter mit 6,5 cm Durchmesser, der dank seiner niedrigen Drehzahl so gut wie gar nicht zu hören ist, dennoch aber genug Luft fördert, um den Chip und den Speicher auf der Vorderseite auf erträglicher Temperatur zu halten. Auch die Verarbeitungsqualität ist ohne Fehl und Tadel. Während bei der Konkurrenz oftmals billiges Plastik vorherrscht, wird bei den Radeon 9800 XT-Karten alles feinsäuberlich verschraubt. Den Hardware-Redakteur freut“s, denn selten zuvor konnte man eine Kühlapparatur so einfach demontieren. Der AGP-Port wird allerdings ächzen und stöhnen.
Für einen Kaufpreis von immerhin rund 550 Euro kann der Käufer natürlich auch etwas erwarten. So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass Sapphire die Radeon 9800 XT in einem sehr schicken Karton mit Sichtfenster auf der Rückseite ausliefert. Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:
Ausgewogen, so präsentierte sich uns der gebotene Lieferumfang der Sapphire Radeon 9800 XT. Neben den zum guten Ton gehörenden Kabeln und Adaptern liefert Sapphire das mittlerweile altbekannte Tomb Raider - The Angel of Darkness aus, welches eines der ersten Spiele ist, die wirklich Shader nach den DirectX 9-Spezifikationen nutzt. Ein weiteres Highlight ist natürlich der beigelegte Gutschein für Half-Life 2, welcher nach Erscheinen des Spieles eine Kopie für den Käufer sichert. Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns die schicke und vor allem sehr aufgeräumte Verpackung, die auffallend klein ist, dennoch aber frei nach dem Motto "klein, aber fein" viel in sich verbirgt. Ob das Paket dann knapp 500 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst klären. In unserem Test war die Sapphire Atlantis Radeon 9800 XT die günstigste Karte ihrer Klasse, bietet jedoch aber auch den kleinsten Lieferumfang.
Nachdem Sapphire bereits mit der Atlantis Radeon 9800 XT ein neues Top-Produkt auf den Markt gebracht hat, verpasst man auch der hauseigenen Mittelklasse einen Neuanstrich und veröffentlicht eine Radeon 9600 XT in der schnelleren Fireblade Edition. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von etwas mehr als 170 Euro. Für eine Grafikkarte mit solch einer guten Leistung kann der angegebene Preis schon durchaus als Schnäppchen geltend gemacht werden.
Auch Sapphire fällt mit der Radeon 9600 XT nicht aus dem Rahmen und verbaute auf dem PCB neben einem altbewährten D-Sub-Ausgang einen solchen digitalen DVI-Anschluss und den wohl mittlerweile obligatorischen TV-Ausgang. Während Asus noch zusätzlich einen Rage Theater Chip verbaut, verzichtete Sapphire leider auf dieses immer wieder gern gesehene Feature.
Wie schon von der alten Atlantis Radeon 9600 Pro bekannt, setzt Sapphire bei der Fireblade Edition nicht auf das Standard-Design von ATi. Während das Built-by-ATi-Modell durchweg rot daherkommt, setzt man bei Sapphire auf ein schickes Schwarz, behält ansonsten die Anordnung der einzelnen Bauteile aber bei. Um sich weiterhin von der Masse der Mitbewerber abzuheben, verpasste man auch der 9600 XT den bekannten Kühlkörper, der zwar besser aussieht als das Pendant von ATi, dennoch aber nicht viel leiser ist und auch nicht viel mehr Leistung erbringt. Auf weitere passive Speicherkühler verzichtete man. Waren diese bei einer GeForce FX 5700 Ultra noch bitter nötig, kommt auch die Radeon 9600 XT weiterhin ohne diese aus. Dies liegt in erster Linie wohl an dem verhältnismäßig geringen Speichertakt von rund 325 MHz (effektiv 650 MHz). Wie von Sapphire bereits bekannt, verbaute man auch in diesem Fall Speicher aus dem Hause Samsung im FBGA-Format. Dieser trägt die Seriennummer K4D263238E-GC2A und ist für eine maximale Taktfrequenz von 350 MHz ausgelegt. Da die Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT in der Fireblade Edition mit 325 MHz Taktfrequenz ausgestattet ist, ließ man hier insgesamt 25 MHz Raum nach oben für weitere Übertaktungsversuche. So muss man Sapphire also durchweg Lob für die Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition aussprechen.
Vor allem in der grafischen Mitteklasse setzten die meisten Hersteller in erster Linie vor allem auf eine Kostenersparnis, denn besonders der Markt der Grafikkarten zwischen 100 und 200 Euro ist heftig umkämpft. Folgendes präsentiert Sapphire dem Käufer einer Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition:
Mit einem durchschnittlichen Straßenpreis von rund 170 Euro war die Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT Fireblade Edition mit die günstigste aller getesteten 9600 XTs. Für einen solch niedrig angesetzten Preis sollte man dann auch keine Weltwunder vom Lieferumfang erwarten. Dennoch wird der durchschnittliche Käufer vom Gebotenen sicherlich nicht enttäuscht sein. So sind neben allen nötigen und nützlichen Kabeln auch mit Tomb Raider - Angel of Darkness und einem Gutschein für Half-Life 2 noch zwei weitere Extras mit von der Partie. Entgegen der Einheitstristesse setzt Sapphire auf ein Eigendesign beim Kühlkörper und spendierte dem Speicher zusätzlich effektiv 50 MHz mehr Takt. Wer eine günstige und schnelle Grafikkarte sucht, der könnte mit der Sapphire Atlantis Radeon 9600 XT am Ziel angelangt sein.
Doch nicht nur die brandneuen Grafikkarten des Herbstes fanden den Weg in unseren Artikel. Nein, denn auch ein altbekanntes Gesicht fand sich erneut im Aufgebot dieses Tests wieder: die Radeon 9600 Pro. Dieses Mal in persona der Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro mit 128 MB Speicher. Nachdem wir bereits in einem früheren Artikel die etwas ausgebohrte Fireblade Edition [10] begutachten konnten, folgt nun die normale Variante. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Preis von knapp 145 Euro.
Wie man es mittlerweile von so gut wie allen Grafikkarten gewohnt ist, bietet natürlich auch Sapphire an der Atlantis Radeon 9600 Pro eine Reihe von Anschlussmöglichkeiten, die sicherlich keine Wünschen offen lassen sollten. So bietet die Karte neben dem altgedienten D-Sub-Ausgang für analoge TFT- oder CRT-Monitore auch den digitalen DVI-Ausgang zum Anschluss eines digitalen Flat-Panels. Ebenfalls mit von der Partie ist der TV-Ausgang, der bewegte Bilder vom PC auf den Fernseher transportiert. Aufgrund des verhältnismäßig niedrigen Stromverbrauches konnte man bei den Radeon 9600 Pro-Karten auf einen Stromanschluss verzichten.
Sapphire vertraut bei der Produktion der Atlantis Radeon 9600 Pro auf das bewährte Referenzdesign und liefert dies mit einem schicken, schwarzen PCB aus. Im Sinne der Markenidentifikation verbaut man einen hübsch anzusehenden Lüfter, der zudem noch sehr leise zu Werke geht und gegenüber dem Modell der Radeon 9800 Pro noch etwas kleiner ist. Dies liegt in erster Linie am allgemein kleineren RV350 Chip, der bereits in 0,13µm breiten Strukturen bei TSMC gefertigt wird. Der R350 der Radeon 9800 Pro wird derweil noch in 0,15µm produziert. Beim Speicher vertraut Sapphire auf acht Speicherchips mit einer Gesamtdichte von 128 MB. Dieser besitzt eine Zugriffszeit von 3,3ns und ist somit für Taktraten von bis zu 300 MHz geeignet; gefertigt wird er im TSOP-II Package. Leider ließ man hier keinen Spielraum für Übertaktungsversuche, denn der Speicher wird auf einer Radeon 9600 Pro standardgemäß mit eben diesen 300 MHz betrieben. Während des Betriebes unter Last wurde der verbaute DDR1-Speicher nur lauwarm. Der Chiptakt beträgt 400 MHz.
Was Sapphire mit der Atlantis Radeon 9600 Pro in Sachen Performance zu bieten hat, klären wir später. Doch wie sieht es mit dem Lieferumfang aus? Folgendes legt Sapphire der Karte bei:
Nichts Berauschendes aber dennoch für den gebotenen Kaufpreis eine solide Leistung. Neben der guten Performance bietet die Sapphire Atlantis Radeon 9600 Pro einen als gut zu bezeichnenden Lieferumfang, der zwar nicht an die Konkurrenz von Asus heranreicht, jedoch auch preislich auch nicht so stark ins Gewicht fällt. Wer eine gute und günstige Grafikkarte sucht, der könnte hier an der richtigen Stelle sein.
Nachdem wir bereits im Vorfeld genauer auf die einzelnen Karten und die Features der darauf verbauten Grafikchips eingegangen sind, wollen wir nun nochmals die aktuellen Top-Modelle der beiden Kontrahenten gegenüberstellen und ihre Stärken und Schwächen hervorheben.
| FX5950 Ultra | FX5700 Ultra | Radeon 9800XT | Radeon 9600XT | ||
| Chip | nV38 | nV36 | R360 | RV360 | |
| Taktung (MHz) | 475 | 475 | 412 | 500 | |
| Renderpipelines* | 4(8) | 4 | 8 | 4 | |
| Pixelfüllrate | 1900MPix/s | 1900MPix/s | 3296MPix/s | 2000MPix/s | |
| TMUs je Pipe | 2 | 1 | 1 | 1 | |
| Texelfüllrate | 3800 MTex/s | 1900MTex/s | 3296MTex/s | 2000MTex/s | |
| Vertexshader | DX9 VS2.0+ | ||||
| Vertexpipes | (3) | (3) | 4 | 2 | |
| Dreiecksdurchsatz | ~356MT/s | ~356MT/s | ~412MT/s | ~250MT/s | |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | ||||
| Pixelshader | PS 2.0+ | ||||
| Speicher | 256MB | 128MB | 256MB | 128MB | |
| Anbindung | 256Bit DDR | 128Bit DDR-II | 256Bit DDR-II | 128Bit DDR(-II) | |
| Speichertakt (MHz) | 475 | 450 | 365 | 300 | |
| Bandbreite | 30400 MB/s | 14400 MB/s | 23360 MB/s | 9600 MB/s | |
| Single-Pass Texturop.** | 16(D3D) / 4(oGL) | 16(D3D) / 8(oGL) | |||
| FSAA/AF-Technik | IntelliSample HCT° | SmoothVision 2.1°° | |||
| RAMDAC | 2x400MHz | ||||
| TV-Encoder | integriert | ||||
| Genauigkeit pro Kanal°°° | 128Bit (FP32) | 96Bit (FP24) | |||
| FP-Shaderops/s (Textur- + Arithmetik-Ops)°°°° | |||||
| Min. Instr./s | 0+3800M | 0+1900M | 3296M+3296M | 2000+2000M | |
| Max. Instr./s | 3800+1900M | 1900+950M | 3296M+3296M | 2000+2000M | |
| Peak Instr./s | 5700M | 2850M | 6592M | 4000M | |
| *
nVidia gibt zwar ein Maxium von 8 Pixeln pro Takt an, dies trifft aber nur für Z- und Stenciloperationen zu. Ansonsten verhalten sich nV30, nV35 und auch der nV38 wie ein Design mit vier Pipelines à zwei TMUs | |||||
| ** Stand: ForceWare 52.16 und Catalyst 3.8 | |||||
| °
Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. Bei nVidia kommt beim FSAA bis 2x ein gedrehtes Raster zum Einsatz. Das AF von nVidia ist nur sehr gering winkelabhängig. Zusätzlich bewirbt nVidia beim nV35, nV36 und nV38 eine Kompressionstechnologie für hohe Auflösungen (HCT), die verlustbehaftet, aber laut nVidia, nicht sichtbar, den gesamten Content komprimiert. | |||||
| °°
Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und optimiertes AF. ATi verwendet für 2x und 4x-FSAA ein gedrehtes, für 6x FSAA ein sparsely sampled Raster, bei dem pro Achse sechs Samples erzeugt werden, die aber niemals Achsenkongruent sind. Das AF von ATi verwendet hier eine relativ starke Winkeloptimierung, die bei geringem Verzicht auf Bildqualität der Leistung zugute kommt. | |||||
| °°° Angegeben ist die maximale interne Genauigkeit, mit der die gesamte Pipeline durchlaufen werden kann. | |||||
| °°°°
Für genauere Erklärungen mag der sehr technische Artikel von 3DCenter.de über die nV3x-Architektur [7] dienen. Kurz gesagt können die R3xx-Chips eine Textur plus eine Arithmetikanweisungen pro Takt und Pipeline verarbeiten, der nV30 kann bis zu acht Texturanweisungen verarbeiten und dabei je zwei Texturanweisungen gegen eine Arithmetik-Op eintauschen und nV35 und nV38 können ebenfalls acht Textur-Ops plus vier Arithmetik-Ops pro Takt und Pipeline ausführen und sind zu demselben Tauschgeschäft, wie der nV30 in der Lage. | |||||
Betrachtet man diese Daten genauer, so fällt schnell auf, dass sowohl die Produkte von nVidia als auch von ATi ihre Vorteile haben. So kann nVidia vor allem durch eine hohe Speicherbandbreite glänzen, die bei der GeForce FX 5950 Ultra rekordverdächtige 30400 MB/s erreicht. ATis Top-Produkt, die Radeon 9800 XT, bringt es gerade einmal auf 23360 MB/s. Wie sich dieser vermeintliche Nachteil in der Praxis auswirkt, wollen wir später in den Benchmarks nochmals ausführlich klären. Eine Stärke beider Chips von ATi ist hingegen die Shaderleistung, die die Konkurrenz von nVidia jeweils übertrumpft. Dies wird wohl vor allem im Hinblick auf shaderlastige DirectX 9-Spiele immer wichtiger werden, so dass die Chips aus Kanada hier einen leichten Vorteil verbuchen können. Auch bei der Qualität des Anti-Aliasing und der anisotropen Filterung hat ATi mit der SmoothVision 2.1-Technik die Nase vorn; hier kann nVidia leider nicht mithalten. So kann man als kleine Zusammenfassung feststellen, dass GeForce FX 5950 und 5700 Ultra in erster Linie durch ihre hohen Taktraten glänzen können, während ATi mehr auf Effizienz baut und ihren Chips durch mehr Renderingpipelines einen Vorteil verschafft.
Gerade in den vergangenen Monaten war es vielerseits und vielerorts eines der Top-Gesprächsthemen, wenn es um aktuelle Grafikprozessoren ging. Die Rede ist natürlich von der Shader-Leistung der Sprösslinge der beiden Marktanteilsriesen ATi und nVidia. Alles fing mit den ersten Benchmarkwerten von Half-Life 2 an und gipfelte kurze Zeit später in Tomb Raider - Angel of Darkness. Während man bei Lara Crofts neuestem Abenteuer Shader und DirectX 9-Effekte eher sporadisch einsetzt, basiert die Source-Engine von Half-Life 2 zu einem sehr großen Teil auf modernen Shadern und sieht auch dementsprechend atemberaubend aus. Doch diese Shader, egal ob Version 1, 1.4 oder 2.0, stellen hohe Anforderungen an die Hardware, so dass die Grafikkarten der Zukunft vor allem hier an Leistung gewinnen müssen.
Erste Vergleiche der zwei großen Konkurrenten ergaben ein für nVidia erschreckendes Bild. Das damalige Spitzen-Produkt, die GeForce FX 5900 Ultra, musste sich selbst einer vermeintlich schwachen Radeon 9600 Pro geschlagen geben und wurde von der Radeon 9800 Pro ungeahnt krass deklassiert. Viele suchten den Sündenbock in einer Optimierung für ATi-Karten, andere aber tauchten tiefer in die Materie ein und kamen zu dem Schluss, dass nVidias Shader-Hardware der von Erzkonkurrent ATi in vielerlei Hinsicht unterlegen sei. Während dieser Diskussion kam vor allem die Rohleistung, die sogenannte Raw-Performance, der nVidia-Karten unter die Räder. Hier hatte man offensichtlich erhebliche Defizite gegenüber ATi und versucht seitdem durch neue Treiber diesem ingenieur'schen Fauxpas entgegen zu wirken. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in einem Artikel der Kollegen vom 3DCenter, die der Architektur [7] des nV3x einmal genauer auf den Zahn gefühlt haben, sowie in unserer Kolumne CineFX - Fehlschlag oder Fiasko [11].
Auch wir wollen zu diesem Thema ein wenig Licht ins Dunkel bringen und der Shader-Leistung der vier neuen Grafikchips beider großen Hersteller auf die Finger schauen. Zu diesem Zweck nutzen wir mit ShaderMark 2.0 ein aktuelles Direct X9-Benchmarkprogramm, welches anhand von insgesamt 22 verschiedenen Tests die Shader-Leistung von Grafikkarten ermittelt. Natürlich sind diese Shader konform den Normen von Microsofts DirectX 9 und sollten somit besonders interessant im Hinblick auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Shadern der Version 2.0 sein.
ShaderMark 2.0
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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ShaderMark 2.0
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