Höher, schneller, weiter - Dies scheint momentan das Motto der Grafikindustrie zu sein. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Produktzyklen immer kürzer und Grafikkarten derweil immer schneller und leistungsfähiger werden. Neueste Beispiele sind die bereits vorgestellt Radeon 9800XT aus dem Hause ATi und die bald erscheinende GeForce FX 5950 Ultra aus dem Hause nVidia. Doch leider haben diese Karten vor allem eines gemeinsam: den sehr hohen Preis, der viele Kunden von einem Kauf abschreckt. Aus diesem Grund haben die Hersteller den Midrange-Sektor erfunden und präsentieren in dessen Rahmen Pixelbeschleuniger für jedes auch noch so kleine Budget. Einer von diesen hat heute den Weg in unser "Testlabor" gefunden. Genauer gesagt handelt es sich um die V9560 VideoSuite von ASUS.
Auch ASUS hat sich mittlerweile im Grafikkartenmarkt durchaus einen Namen gemacht und gehört zu den führenden Herstellern, die natürlich neben einigen High-Performance-Karten auch den mittleren Preissektor bedienen. So glänzt die V9560 mit einer GeForce FX 5600-GPU, 128MB RAM und einer Ausstattung, die ihres Gleichen sucht. Mehr dazu jedoch in unserem nun folgenden Testbericht.
Zunächst wollen wir uns einmal die ASUS V9560 VideoSuite genauer angucken und auf die vielen Eigenarten dieser Karte genauer eingehen.
Im Gegensatz zu vielen Karten - egal ob auf der Basis von nVidia-Chips oder auf Basis von ATi-Chips - stattet ASUS unseren heutigen Testkandidaten nicht wie üblich mit einem D-Sub- und einem DVI-Ausgang aus, sondern spendiert der Karte ob ihres Namens gleich zwei von letzteren. Besitzer von zwei digitalen TFT-Monitoren werden sich über dieses nützliche Feature freuen, denn endlich kann man verlustfrei zwei Monitore an einer Consumer-Grafikkarte betreiben. Natürlich liefert ASUS entsprechende DVI-auf-D-Sub-Adapter mit. Ebenfalls bietet die V9560 einen TV-Ausgang, der zum Anschluss des mitgelieferten Multi-Video-Adapters dient.
Neben einem gelben PCB verpasste ASUS der V9560 VideoSuite einen aktiven Lüfter, der neben einer durchaus ausreichenden Kühlleistung auch ein schickes Äußeres mit sich bringt. Über den Sinn der verbauten Speicherkühler aus Aluminium lässt sich durchaus streiten, vor allem da ASUS diese nur auf der Vorderseite aber nicht auf der Rückseite angebracht hat. Verbaut werden 128MB DDRI-Speicher aus dem Hause Samsung mit 3.3ns. ASUS taktet die Karte übrigens von Haus aus etwas schneller. Mit 325 MHz für den Chip und 300 MHz (600 MHz DDR) für den RAM liegt letzter ganze 25 Megahertz über dem Standard-Takt einer GeForce FX 5600 anderer Hersteller.
Die Karte lieferte während unseres Tests stets ein einwandfreies und flimmerfreies Bild. An unserem Testmonitor, einem EIZO FlexScan L557 [1] hinterließ sie einen sehr guten Eindruck und konnte durch ein sehr gutes Bild unter Verwendung des DVI-Ausganges glänzen. Auch das vom verbauten Lüfter erzeugte Geräusch konnte uns durchaus überzeugen. Bei geschlossenem Gehäuse hörte man diesen so gut wie gar nicht und bei geöffneter Gehäusetür musste man sich schon anstrengen das leise Surren überhaupt wahrnehmen zu können. Einen kleinen visuellen Größenvergleich zwischen einer ASUS V8460 Ultra (GeForce 4 Ti4600) und der V9560 VideoSuite konnten wir uns nicht verkneifen.
Wie von ASUS bereits bekannt, können die Grafikkarten aus diesem Hause vor allem durch ihren exorbitanten Lieferumfang überzeugen. So präsentierte sich auch der Inhalt der Verpackung der V9560 VideoSuite in einem sehr guten Licht und kann durch seine Vielfalt überzeugen. Der Name ist hier quasi Programm, so dass auch viele Videobearbeitungsprogramme den Weg in den Pappkarton gefunden haben.
So fanden wir in der Packung neben dem Multi-Video-Adapter auch zwei weitere Adapter, die es ermöglicht an die beiden verbauten DVI-Ausgänge (einer von beiden leistet bis zu 1600x1200 UXGA) Monitore mit einem D-Sub-Eingang anzuschließen. Der Multi-Video-Adapter ermöglicht es dem Nutzer aus einem einzigen TV-Out eine ganze Reihe von weiteren Anschlüssen zu erlangen. So verfügt dieser separate Adapter über einen S-Video-Ein- und Ausgang, sowie über einen Composite-Ein- und Ausgang. Dem Vergnügen am heimischen Fernsehgerät steht also nichts mehr im Wege.
An Softwarebeigaben findet sich folgendes in der Packung:
Die technischen Daten haben wir wie immer der Übersicht halber in einer kleinen Tabelle zusammengefasst.
| GFFX 5600 | GFFX 5600u | GFFX 5200 | GFFX 5200u | GF4 Ti4200-8X | R 9500 | |
| Chip | nV31 | nV31 | nV34 | nV34 | nV28 | R300 |
| Herstellung in: | 0,13µ | 0,13µ | 0,15µ | 0,15µ | 0,15µ | 0,15µ |
| Transistoren | 75M | 75M | 47M | 47M | 63M | ~107M |
| Chiptakt | 325MHz | 350MHz | 250MHz | 325MHz | 250MHz | 275MHz |
| Renderpipelines | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Pixelfüllrate | 1300MP/s | 1400MP/s | 1000MP/s | 1300MP/s | 1000MP/s | 1100MP/s |
| TMUs je Pipeline | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | 1 |
| Texelfüllrate | 1300MT/s | 1400MT/s | 1000MT/s | 1300MT/s | 1000MT/s | 1100MT/s |
| realer Speichertakt | 275MHz | 350MHz | 200MHz | 325MHz | 263MHz | 270MHz |
| Speicheranbindung | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR |
| Speicherbandbreite | 8800MB/s | 11200MB/s | 6400MB/s | 10400MB/s | 8416MB/s | 8640MB/s |
| Single-Pass Texturoperationen | 16(D3D) 4(OGL) | 16(D3D) 4(OGL) | 16(D3D) 4(OGL) | 16(D3D) 4(OGL) | 4(D3D) 4(OGL) | 16(D3D) 8(OGL) |
| Vertex-Durchsatz | 81,25MV/s | 87,5MV/s | 62,5MV/s | 81,25MV/s | ~113MV/s | 275MV/s |
| Shader-Hardware | PS2.0+, VS2.0+ | PS2.0+, VS2.0+ | PS2.0+, VS2.0+ | PS2.0+, VS2.0+ | PS1.3, VS1.1 | PS2.0, VS2.0 |
Zunächst noch eine kleine Anmerkung: Die Werte für die Ti4200-8X beziehen sich, insbesondere was Speichertakt und Bandbreite angeht, auf unser Testexemplar von ProCardex. Andere Ti4200-Karten können davon abweichen.
Die Architektur der GeForce FX in den kleineren Varianten, also der FX 5200 (Ultra) und FX 5600 (Ultra), ist ein wenig ungewöhnlich, aber nicht unbekannt. nVidia selbst hüllt sich dahingehend in vornehmes Schweigen, aber es scheint so, als würde die 4 Pipelines x 1 TMU Auslegung nur bei Single-Texturing oder reinen Füllratenmessungen ohne Texturen zum Tragen kommen. Sobald jedoch Multitexturing ins Spiel kommt, werden, wie schon beim Urahn GeForce256, jeweils zwei Pipelines kombiniert, so dass sich der Chip wie eine 2x2-Architektur verhält.
Prinzipiell ist das keine große Sache, aber die volle Leistungsfähigkeit wird in diesem Modus nur bei Spielen oder Benchmarks erreicht, die eine gerade Anzahl von Texturen verwenden. Bei 3,5,7.. usw. Texturlagen wird jeweils eine der beiden virtuellen TMUs brachliegen und so die maximale Leistung um bis zu 25% schmälern.
Die reinen technischen Daten sehen die FX 5600 Ultra nur in der Pixelfüllrate, die aufgrund des höchsten Kerntaktes im Testfeld erreicht wird, vorn, während die Ti4200-8X in der Texelfüllrate knapp punkten kann.
Ebenfalls verwunderte uns die, von den reinen Leistungsdaten her gesehen, erstaunliche Nähe zwischen FX 5200 Ultra und FX 5600. Ob man sich hier nicht ungewollte Konkurrenz in den eigenen Reihen geschaffen hat, bleibt abzuwarten. Preislich unterscheiden sich diese beiden Varianten jedenfalls nicht sonderlich. Erstaunlich ist die relativ geringe Vertexleistung der gesamten GeForce FX-Reihe. nVidia war in dieser Beziehung bislang doch eher für klotzen statt kleckern bekannt. Nun jedoch sinkt die TnL-Leistung auf etwa zwei Drittel der Ti4200 und das bei einem knapp ein Drittel höheren Takt.
Wir werden sehen, ob und wie sich das auf die Leistung auswirken wird.
Für unsere kleine Leistungsschau verwenden wir folgende Programme:
3DMark 03
Angaben in Punkten
|
Zwar reicht es nicht für die Krone, dennoch präsentiert sich der GeForce FX 5600-Chip in der ASUS V9560 VideoSuite als eine durchaus leistungsstarke Variante für den DirectX 9-lastigen 3DMark 03. Der Rückstand auf die minimal höher getaktete GeForce FX 5600 Ultra beträgt lediglich 230 3DMarks, die Standard-FX 5600 liegt knapp 200 Punkte hinter der V9560. Sieger ist die Radeon 9500, die GeForce 4 Ti4600 kann aufgrund fehlender DirectX 9-Fähigkeiten nicht mit den Konkurrenten mithalten. Auch in Qualitätseinstellungen liefert die ASUS V9560 VideoSuite noch gute Ergebnisse ab. Die Fähigkeiten der ASUS V9560 VideoSuite in Sachen Anti-Aliasing und anisotropischer Filterung sind als gut zu bezeichnen. In 1280x960 gehen den 64MB Speicher der Radeon 9500 langsam die Puste aus, so dass sich die mit 128MB bestückte GeForce FX 5600 Ultra an die Spitze setzen kann.
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
|
Im 3DMark 2001SE ist die GeForce 4 Ti4600 wieder das Maß aller Dinge. Dies liegt größtenteils an der höheren Raw-Performance in DirectX 8-Umgebungen, wie wir sie in diesem Benchmark vorfinden, dieser Grafikkarte, bei der die GeForce FX-Reihe unterhalb der 5600 Ultra nicht mithalten kann. Unsere ASUS V9560 VideoSuite belegt einen respektablen dritten Platz in beiden Auflösungen und kann die Radeon 9500 hinter sich lassen.
Zieht man nun Anti-Aliasing und anisotropische Filterung hinzu, wendet sich das Blatt. Hier kann die V9560 weitaus bessere Werte als die GeForce 4 Ti4600 oder die Radeon 9500 erreichen. Die Ingenieure von nVidia leisteten offenbar in Sachen Bildoptimierung ganze Arbeit. Geschlagen geben muss sich unser Testkandidat nur der GeForce FX 5600 Ultra. Gegenüber einer normalen GeForce FX 5600 kann unser Testkandidat jeweils knapp einige hundert Punkte hinzugewinnen.
Templemark
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Im mittlerweile etwas betagten TempleMark treffen wir auf ein ähnliches Bild. Der TempleMark scheint den GeForce FX eher schlecht zu liegen. Seltsam, sollte doch gerade ihre, mit der Radeon 9500 gemeinsame Fähigkeit, alle 6 Texturen in einem Pass aufzutragen, ihr zu einem Vorteil zumindest der älteren GeForce3/4 Ti gereichen. Auch hier kommt es vielmehr auf die brachiale Performance der Grafikkarte an als auf Pixel- und Vertexshader der Version 2.0. Nicht weiter verwunderlich ist es also, dass sich die GeForce 4 Ti4600 wieder einmal an die Spitze setzt, dich gefolgt von der Radeon 9500 und der GeForce FX 5600 Ultra. Unser Testkandidat kann sich einen respektablen vierten Platz ergattern und gewinnt knapp 2 Frames per Second vor einer GeForce FX 5600 mit Standard-Taktraten.
Schaltet man AA und AF hinzu, zeigt sich ebenfalls das altbekannte Bild. Die GeForce FX-Serie kann sich mit Ausnahme der 5200 Ultra an die Spitze des Feldes setzen, aber auch die GeForce 4 Ti4600 kann noch gut mithalten und belegt einen hart erkämpften zweiten Platz. Die ASUS V9560 kommt an vierter Stelle ins Ziel und muss sich nur knapp einer Radeon 9500 geschlagen geben.
FableMark
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Nein, wir haben die Werte nicht vertauscht! Der Fablemark sieht die FX5200 Ultra tatsächlich an dritter Stelle des Feldes, nur geschlagen von einer GeForce 4 Ti4600 und der FX 5600 Ultra. Das Warum jedoch entzieht sich unserer Kenntnis. Ganz offensichtlich jedoch scheint hier die Radeon 9500 durch das Fehlen von Hierarchical-Z überdurchschnittlich gehandicapt zu sein, da ihre großen Geschwister in diesem Test eigentlich sehr gut aussehen. Die ASUS V9560 belegt jeweils einen guten vierten Platz und kann sich unter Verwendung der Qualitätseinstellungen auch einen guten Namen machen.
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Comanche4 scheint den GeForce FX eher weniger zu liegen. Den ersten Platz sichert sich wieder die GeForce Ti4600, dicht gefolgt von der ATi Radeon 9500 und der GeForce FX 5600 Ultra. Unsere ASUS V9560 belegt auch bei diesem Test einen beachtlichen vierten Platz und liefert durchweg sehr gut spielbare Framerates. Die Aktivierung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung zeigt ein ähnliches Bild. Der Radeon 9500, die in den Standardeinstellungen noch gut aussieht, geht mit ihren 64MB offenbar recht schnell die Puste aus, so dass sich die ASUS V9560 VideoSuite in 1280x1024x32 an ihr vorbeischieben kann.
Max Payne
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Max Payne und GeForce FX. Das einstige Vorzeigespiel für die GeForce 2/3 mutiert zum Albtraum für die FX-Reihe. Selbst von der Radeon 9500 mit nur 64MB Speicher wird die FX 5600 Ultra noch mit deutlichem Abstand vorgeführt. Unser Testkandidat belegt wieder einmal den vierten Platz und kann sich um knapp ein FPS von der Standardversion der GeForce FX 5600 absetzen. Ob es nun an den umfangreichen Partikeleffekten oder einem auf Fixed-Function-Berechnungen optimiertem Geometriemodell liegt, die GeForceFX kann bei diesem mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommenen Test nicht überzeugen.
Sogar der Rohmodus einer FX 5600 wird in 1024 von der GeForce 4 Ti4600 mit aktivem FSAA und AF noch knapp übertroffen.
UT 2003 Demo - Flyby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Einer der meistgespielten Multiplayer-Shooter jüngeren Datums und aus diesem Grunde sicherlich auch einer der meistbeachteten Benchmarks in vielen Reviews.
Ob man sich bei nVidia nun besondere Mühe mit den Optimierungen dieses Benchmarks gegeben hat, oder die Architektur der GeForce FX einfach gut mit den vielen Texturlagen und detaillierten Texturen zurechtkommt, Fakt ist, dass insbesondere im Qualitätsmodus die FX 5600 Ultra sehr gute Werte abliefert und auch die FX 5200 ultra kann hier noch gut mit der ASUS V9560 VideoSuite mithalten. Lediglich 20 FPS trennen die beiden Karten. Gegenüber der Standard-FX 5600 gewinnt unsere Testkarte knapp drei bis fünf Bilder pro Sekunde. Die Rohleistung geht allerdings unzweideutig an die GeForce 4 Ti4600, die trotz geringeren Chip- und Speichertaktes mit ihren beiden TMUs pro Pipeline hier gut punkten kann. Unter Verwendung der Qualitätseinstellungen belegt die ASUS V9560 sogar den zweiten Platz hinter der FX 5600 Ultra.
Aquanox
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Auch in Aquanox zeigte sich uns ein ähnliches Bild. Während die GeForce 4 Ti4600 aufgrund ihrer hohen Raw-Performance nahezu uneinholbar an der Spitze des Feldes liegt, streiten sich ASUS V9560 VideoSuite und GeForce FX 5600 Ultra um den zweiten Platz. Die 50 MHz mehr Speichertakt gegenüber der normalen FX 5600 tragen hier nicht so große Früchte wie in einigen Tests zuvor.
FSAA und AF sind für Karten dieser Leistungsklasse in Aquanox eher nicht anzuraten, drücken sie doch die Frameraten mit Werten z.T. deutlich unter 30fps. Hier streiten sich die Radeon 9500, GeForce 4 Ti4600 und die GeForce FX 5600 Ultra um die ersten Plätze, während letztere in beiden Auflösungen das Rennen für sich entscheiden kann, jeweils mit kleinem Vorsprung vor der Konkurrenz. Die ASUS V9560 belegt jeweils einen eher befriedigenden vierten Platz.
Alice - Open GL
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Die GeForce-Riege ist kaum zu knacken und hier können sich die GeForce 4 Ti4600 und GeForce FX 5600 Ultra in allen Modi deutlich an die Spitze setzen, während die die V9560 jeweils einen guten dritten Platz belegt und einige Bilder pro Sekunde gegenüber der Otto-Normal-FX 5600 gut machen kann. Im Quality-Modus mit zugeschaltetem Anti-Aliasing und anisotroper Filterung belegt die V9560 VideoSuite ebenfalls den dritten Platz, kann jedoch nahezu mit der GeForce 4 Ti4600 gleichziehen.
Serious Sam SE - Open GL
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
In dieser traditionellen Domäne der GeForce-Karten kann auch die FX-Reihe komplett überzeugen. Selbst mit einer FX5200 macht die Monsterhatz auch im Multiplayer-Gefecht und in 1280x960 noch Spaß, wenn man auf FSAA und AF verzichten kann.
Unsere ASUS V9560 belegt jeweils einen dritten und vierten Platz und kann dieses Ergebnis auch unter Einbeziehung der Qualitäts-Modi bestätigen.
Ein wirkliches eindeutiges Fazit am Ende dieses Testberichtes zu ziehen, fällt uns recht schwer. Nachdem wir die Grafikkarte nun seit einigen Tagen im Alltag erproben konnten und all ihre Stärken und Schwächen aufgedeckt haben, haben wir uns entschlossen, das Fazit zur ASUS V9560 VideoSuite in zwei separate Teile zu trennen. Einmal wollen wir uns der allgemeinen Performance widmen, das andere Mal der Karte an sich und dem gebotenen Lieferumfang, bzw. dem Preis-/Leistungsverhältnis.
Den Anfang macht unser Fazit über die gebotene Performance der ASUS V9560 in Sachen Spielen und synthetischen Benchmarks. Angesichts der gebotenen Ergebnisse, muss man leider feststellen, dass die Leistung für die Zielgruppe der Hardware-Enthusiasten nicht ausreicht. In den seltensten Fällen kann die Grafikkarte in der Raw-Performance mit einer mittlerweile schon betagten GeForce 4 Ti4600 gleichziehen und wird oftmals auch von einer ATi Radeon 9500 mit 64MB Speicher überholt. Einziger wirklicher Lichtblick war 3DMark 03, der viel kritisierte Benchmark aus dem Hause Futuremark, der vor allem die DirectX9-Fähigkeiten der Grafikkarten testet. Hier geriet nVidia jedoch in der Vergangenheit oftmals in Verruf, da man sich mit Treiberoptimierungen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen wollte. Um nicht zu negativ klingen zu wollen, müssen wir jedoch auch zugeben, dass die ASUS V9560 VideoSuite in jedem getesteten Spiel akzeptable Ergebnisse ablieferte und dem Spielspaß nicht im Wege stehen sollte. Die 50 MHz mehr Speichertakt gegenüber einer normalen GeForce FX 5600 fruchteten in allen Benchmarks und brachten nochmals einige Bilder pro Sekunde mehr auf das Konto der Karte.
Anders sieht die Situation aus, wenn man als Nutzer Gebrauch von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung macht. Schaltet man diese Features hinzu, ist die Grafikkarte in der Lage oftmals die GeForce 4 Ti4600 und die Radeon 9500 hinter sich zu lassen, an die Leistung einer GeForce FX 5600 Ultra kommt sie jedoch nicht heran.
Im zweiten Teil unseres Fazits wollen wir uns nun näher um den gebotenen Lieferumfang und das dadurch gebotene Preis-/Leistungsverhältnis Gedanken machen. So stellten wir fest, dass sich ASUS in Sachen gebotenen Features mal wieder mit Ruhm bekleckert. Selten haben wir so viel Ausstattung in einer Pappbox gesehen wie bei der V9560 VideoSuite. Wie der Name es schon suggerieren mag, liegt der Schwerpunkt natürlich auf der Videobearbeitung und anderen Features. So stechen vor allem die zwei DVI-Ausgänge und das Video-Modul aus der Masse hervor. Erstere sind besonders interessant, wenn man zwei TFT-Monitore, die über solch eine Schnittstelle verfügen, am PC betreiben will. Auch der restliche Lieferumfang wusste dabei zu überzeugen und hinterließ bei uns einen sehr positiven Eindruck und die Gewissheit, dass ASUS auch im mittleren Preissegment eine Menge zu bieten hat. Angesichts der durchaus guten Spieleleistung, der reichhaltigen Ausstattung und den vielen gebotenen Features sowie dem Preis von knapp 180 Euro fiel es uns auch nicht sonderlich schwer der ASUS V9560 VideoSuite eine Empfehlung auszusprechen. Jedoch gibt es schon GeForce FX 5600-Karten anderer Hersteller für unter 120 Euro. Bei diesen kann es sich jedoch auch um extrem ausgebremste Versionen mit nur 64Bit-Speicherinterface handeln, so daß solch niedrigen Preisen doch eher mit Vorsicht zu begegnen ist. Wer auf die umfangreiche Ausstattung und den Markennamen ASUS verzichten kann, ist vielleicht mit solch einer Karte besser bedient. Wer eine gute Grafikkarte mit viel Potential in Sachen Videobearbeitung sucht, kann jedoch bei der V9560 ohne Probleme zuschlagen.