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Test: ATi Radeon 9800 Pro Roundup

von Christoph Becker

Einleitung

Während wir uns in unserem letzten Artikel über Grafikkarten aus dem Hause ATi eher mit dem leistungstechnischen Mittelfeld beschäftigt haben, machen wir nun pekuniär gesehen einen Schritt in die Oberklasse der aktuellen, in Stückzahlen erhältlichen Grafikkarten. Wir testen für euch sechs Radeon 9800 Pro-Karten verschiedener Hersteller auf Herz und Nieren und klären den Unterschied zwischen der Varianten mit einem Speicherausbau von 128 MB und 256 MB. Während die Radeon 9800 XT schon vor der Tür steht und wartet, dürften nach derem offiziellen Verkaufsstart die Preise für die mittlerweile schon etwas betagten 9800 Pro Karten etwas in Richtung Keller fallen und sie somit für manchen Käufer noch attraktiver machen. Im Vorfeld wollen wir uns schon einmal ganz herzlich bei den einzelnen Herstellern bedanken, die uns freundlicherweise die Grafikkarten zu Testzwecken überlassen haben.

Radeon 9800 Pro

Bei unserem Test legten wir weniger Wert auf die einzelnen Benchmarkergebnisse als auf die einzelnen Karten und den dazugehörigen Lieferumfang. Dennoch haben wir natürlich nicht auf einige Benchmarks verzichtet, die eindrucksvoll beweisen sollten, zu welcher Leistung die Radeon 9800 Pro mit 128 MB und 256 MB Texturspeicher in der Lage ist. Wer weitere Informationen zur hier ausführlich behandelten Radeon 9800 Pro oder zur Konkurrenz von nVidia haben möchte, dem seien unsere beiden Referenzartikel zur Radeon 9800 Pro [1] und zur GeForce FX 5900 Ultra [2] ans Herz gelegt. Ein ausführlicher Test der Radeon 9800 XT wird diesem abschließenden Review folgen.

Technische Daten

Selten war die momentane Spitze der Grafikkarten auf dem Papier so eng zusammen, wie wir es momentan bei der Radeon 9800 Pro und der GeForce FX 5900 Ultra sehen. Zur besseren Vergleichbarkeit der verschiedenen Chips aus den verschiedenen Häusern haben wir alle Features in einer Tabelle zusammengefasst.

Features der momentanen Oberklasse
FX 5900 UltraFX 5950 UltraRadeon 9800 XTRadeon 9800 Pro
ChipnV35nV38R360R350
Herstellungsprozess0,13µ0,13µ0,15µ0,15µ
Chiptakt in MHz (3D/2D)450/300475/300412/412380/380
Rendering Pipelines*4 (8)4 (8)88
Pixelfüllrate1800 MPix/s1900 MPix/s3296 MPix/s3040 MPix/s
TMUs je Pipeline2211
max. Texelfüllrate3600 MTex/s3800 MTex/s3296 MTex/s3040 MTex/s
realer Speichertakt (3D/2D)425MHz475MHz365MHz340MHz
Speicheranbindung/ -typ256Bit DDR256Bit DDR-II256Bit DDR256Bit DDR
Speicherbandbreite27200 MB/s30400 MB/s23280 MB/s21760 MB/s
unterstütze SpeicherstandardsDDR / DDR-IIDDR-IIDDR / DDR-IIDDR / DDR-II
ShaderhardwareVS/PS 2.0+VS/PS 2.0+VS/PS 2.0 (+)VS/PS 2.0 (+)
interne Genauigkeit128Bit (32Bit fp)128Bit (32Bit fp)96Bit (24Bit fp)96Bit (24Bit fp)
max. Vertexdurchsatz337 MVert/s375 MVert/s412 MVert/s380 MVert/s
Single-Pass Texturoperationen**16(D3D) / 4(oGL)16(D3D) / 4(oGL)16(D3D) / 8(oGL)16(D3D) / 8(oGL)
FSAA/AF-Technik°Intellisample HCTIntellisample HCTSmoothvision 2.1Smoothvision 2.1
RAMDAC2x400MHz2x400MHz2x400MHz2x400MHz
TV-Encoderintegriertintegriertintegriertintegriert
max. FP-Shaderops/s°°360038003296 (9888)3040 (9120)
* nVidia gibt zwar ein Maxium von 8 Pixeln pro Takt an, dies trifft aber nur für Z- und
Stenciloperationen zu. Ansonsten verhalten sich nV30, nV35 und auch der nV38 wie ein Design mit vier
Pipelines à zwei TMUs
** Stand: Detonator 52.16
° Hierbei handelt es sich um Marketingbezeichnungen für Multisampling-FSAA und
optimiertes AF. Bei nVidia kommt beim FSAA bis 2x ein gedrehtes Raster zum Einsatz,
ATi verwendet für 2x und 4x-FSAA ebenfalls ein solches, für 6x FSAA in
sparsely sampled Raster, bei dem pro Achse sechs Samples erzeugt werden, die
aber niemals Achsenkongruent sind. Das AF von nVidia ist nur sehr gering
winkelabhängig, ATi verwendet hier eine stärkere Optimierung, die bei geringem Verzicht
auf Bildqualität der Leistung zugute kommt. Zusätzlich bewirbt nVidia beim nV35 eine
Compressionstechnologie für hohe Auflösungen (HCT), was genau sich dahinter verbirgt,
bleibt allerdings im Dunkeln.
°° Diese Angaben stammen aus Marketingunterlagen von nVidia. FP-Shaderops sind dabei
sehr gedehnt definierbar, so daß ATi gemäß eigener Definition drei solcher Operation
pro Pipeline und pro Takt erreicht. Die Werte für den nV30 sind heruntergerechnet aus
den Angaben für den nV35

Radeon 9800 Pro Chip - R350 Radeon 9800 Pro Chip - R350

Daten hin oder her, vor allem die letzten Wochen haben uns gelehrt, dass es nicht immer nur auf eine gute Leistung auf dem Papier ankommt, sondern letztendlich auf die Real-World-Performance. Ein gutes Beispiel für dieses Phänomen ist Half-Life 2, dessen Benchmark vor einigen Wochen in der Presse seine Runden machte. Hier wurde offensichtlich, dass die von nVidia verwendeten Shader weitaus mehr Anpassung benötigen als die der Konkurrenz von ATi, die maßgeblich in der Schnittstelle DirectX 9 Verwendung finden. Das Resultat war ein vernichtendes Ergebnis für nVidia und ein ebenso triumphales für ATi. Kurz, die Radeon 9800 Pro konnte im Schnitt 60 bis 70% mehr FPS erreichen als eine GeForce FX 5900 Ultra. Man suchte und fand den Grund für diese Tatsache in der großen Rohleistung der von ATi verbauten Shader, die offensichtlich dem Pendant von nVidia haushoch überlegen sind. Ob die Grafikschmiede mit optimierten Treibern aufholen kann, steht noch in den Sternen. Mit dem nV40 wird man dieses Problem in Angriff nehmen und diesem heiß erwarteten Chip wohl ebenfalls eine höhere Shader-Rohleistung verpassen.

Betrachtet man diese Entwicklung genauer, so fällt vor allem eines auf: In modernen Spielen mit Shader-Effekten wird die reine Speicherbandbreite - früher Leistungsgarant Nummer Eins - immer unwichtiger, denn die Shaderleistung tritt in den Vordergrund und bestimmt letztendlich die resultierende Performance eines Grafikchips. Wirft man nun einen Blick in die Zukunft, so könnte dieser Schritt bedeuten, dass wir in Zukunft wohl Pixelbeschleuniger besitzen werden, die ganz ähnlich einer CPU aufgebaut sind und deren Speicherbandbreite für andere Opterationen, wie zum Beispiel Anti-Aliasing oder ansisotroper Filterung, verwendet werden kann. Wider der Utopie: Verlustfreies Anti-Aliasing und ebenso verlustfreie anisotroper Filterung. Keine reine Zukunftsmusik mehr, sondern vielmehr die Manifestierung einer aktuell stattfindenden Entwicklung auf dem Spiele- und Grafikmarkt.

Die Karten

PowerColor Radeon 9800 Pro

Den Anfang unseres großen Roundups macht PowerColors Standard-Radeon 9800 Pro mit einem Speicherausbau von 128 MB. Wie man es von diversen Radeons mittlerweile gewohnt ist, lassen sich auch bei dieser Grafikkarte kaum Unterschiede zum Referenzdesign aus dem Hause ATi ausmachen. Ein kurzer Preisvergleich auf Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von knapp 330 bis 340 Euro. Für eine Radeon 9800 Pro voll im Rahmen des Zumutbaren.

PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB

Nicht anders erwartet haben wir die Anschlüsse der PowerColor Radeon 9800 Pro. So bietet sie - wie all ihre anderen Kollegen auch - neben einem alt eingessenen D-Sub-Ausgang auch einen digitalen DVI-Anschluss und einen TV-Ausgang für die Wiedergabe von PC-Bildern am Fernseher. Der in der High-End-Klasse obligatorische vierpolige Stromanschluss fehlt natürlich auch hier nicht.

PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB

Wie bereits erwähnt, stößt man beim Vergleich mit der Referenzkarte kaum auf Differenzen. So fehlt lediglich der ATi-Aufkleber am Stromanschluss, der Rest der Karte ist auf den ersten Blick absolut identisch. So verwendet auch PowerColor den Referenzkühler aus Aluminium, und verzichtet sogar darauf einen, eigenen Aufkleber auf diesem zu platzieren. Hier thront - wie auch bei der Version mit 256 MB Speicher - das rote ATi-Logo auf weißem Grund. Während des Betriebes, besonders unter starker Belastung, wird dieser Kühlkörper sehr heiß. Hier zollt die Radeon 9800 Pro Tribut an die 0,15µm Technik in der der R350 Chip gefertigt wird. Der Speicher, der standardgemäß mit rund 340 MHz taktet, wird währenddessen nicht mehr als lauwarm. Während bei der Konkurrenz vornehmlich Samsung-Speicher verwendet wird, nutzt PowerColor den der Firma Hynix mit der Bezeichnung HY5DU283222 F-20. Die 2.0 ns des verbauten Speichers müssten also maximal eine reale Taktfrequenz von 500 MHz zulassen, satte 160 MHz mehr als der Referenztakt. Auf der Website von Hynix konnten wir allerdings keine weiteren Informationen zu diesen BGA-Modulen finden, da dort nur Module dieser Baureihe mit minimal 2.6 ns gelistet werden. Weitere Nachforschungen ergaben jedoch, dass es sich bei diesem Speicher einen ähnlich leistungsfähigen handelt, wie er auf der GeForce FX 5950 Ultra [3] von nVidia verbaut wird.

Da sich bei unseren Lesern einige Fragen bezüglich des auf der PowerColor Radeon 9800 Pro 128 MB verbauten Speichers von Hynix mit 2.0ns auftaten, nahmen wir nochmals telefonischen Kontakt mit PowerColor auf. So kam raus, dass es sich bei diesem Modell wohl nicht um ein Serien-Modell handelt. Diese Tatsache wird dadurch bekräftigt, dass auf der Karte jegliche Seriennummer fehlt. Unser Ansprechpartner konnte mir zur Verbreitung dieser Karte auf dem Markt so auch nichts weiteres sagen. Er vermutet, dass dies eine in China speziell hergestellte Karte ist, die ursprünglich eine PowerColor Radeon 9800 Pro Super Gold [4] werden sollte, jedoch einige Stabilitätstests nicht bestanden hat und kurzerhand zu einer normalen Radeon 9800 Pro degradiert worden ist.

PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB

Angesichts von x identischen Karten, versuchen viele Hersteller, sich über den Lieferumfang von der zahlreichen Konkurrenz abzusetzen. Folgendes platzierte die Firma PowerColor im sehr aufgeräumten Karton der Radeon 9800 Pro 128 MB.

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB

Nichts Besonderes aber dennoch ohne Fehl und Tadel. So präsentierte sich uns die PowerColor Radeon 9800 Pro mit einem ausgewogenen Lieferumfang, der mit Tomb Raider - Angel of Darkness ebenfalls noch einen recht aktuellen Spieletitel mit im Aufgebot hat. Auch WinDVD ist ein immer wieder gern gesehenes Programm. Das Handbuch ist sehr ausführlich, deutsch und wohl eher für Anfänger als für den eingefleischten Profi am PC gedacht. Den Rest könnte man als obligatorisch bezeichnen und so bedarf er keiner weiteren Erwähnung. Der Käufer erhält für den Kaufpreis also eine sehr leistungsstarke Grafikkarte mit einem guten Lieferumfang.

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Auch die zweite Grafikkarte unseres Vergleichstest kommt aus dem Hause PowerColor und gehört mit Sicherheit zu den Exoten unter den mittlerweile doch recht verbreiteten Radeon 9800 Pro-Karten. Und zwar handelt es sich bei dieser Karte um keine geringere als eine mit 256 MB Texturspeicher des Typs DDRII. Dementsprechend hoch ist leider auch der Preis, der mit durchschnittlich 480 Euro in Regionen vordringt, die sich wohl kaum jeder Otto-Normal-Verdiener leisten kann. Ob man für gut 100 Euro mehr auch dementsprechend mehr Leistung erhält, wollen wir noch im weiteren Verlauf dieses Artikels in einem extra Abschnitt klären.

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Auch die PowerColor Radeon 9800 Pro 256 MB kommt mit den mittlerweilen üblichen Anschlüssen daher. So verpasste man der Grafikkarte neben einem D-Sub-Ausgang für Röhrenmonitore auch einen digitalen DVI-Ausgang und einen TV-Ausgang, der bewegte Bilder vom PC auf den heimischen Fernseher bringen soll. Natürlich fehlt auch hier nicht der obligatorische vierpolige Stromanschluss.

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Als hätte man ein Duplikat in der Hand, fanden wir auch bei näherem Hinschauen keinerlei Unterschiede zwischen dem Referenzmodell von ATi und der uns vorliegenden Grafikkarte von PowerColor. In Zeiten, wo Markenidentifikation ganze Industriezweige beschäftigt, verwunderte es uns doch sehr, dass man auf den Referenzlüfter keinen eigenen Aufkleber platziert; hier thront das rote ATi-Logo. Unter den Speicherkühlern fanden wir Samsung DDRII-Speicher in pBGA-Bauweise mit der Bezeichnung K4N26323AE-GC22. Ein Blick auf die Website von Samsung Semiconductors verriet uns, dass dieser Speicher ursprünglich für eine Taktrate von realen 450 MHz (2,2 ns), also effektiven 900 MHz, konzipiert wurde. Hier hat man also noch rund 100 MHz Raum nach oben, denn der Speicher wird auf der Radeon 9800 Pro nur mit 350 MHz betrieben. Ein Fest für Overclocker, wäre da nicht die extreme Hitzeentwicklung, eine Eigenart des DDRII-Speichers, unter der auch schon die GeForce FX 5800 Ultra von nVidia leiden musste. Im unübertakteten Zustand wurden die kleinen Speicherkühler aus Aluminium schon so heiß, dass man sie kaum mehr berühren konnte. Übertaktete man die Karte, riskierte man eine leichte Verbrennung. Der Referenzkühler passte wohl nicht so ganz auf das Platinenlayout, denn er kommt einem der 16 Speichermodule so nahe, sodass man einen der passiven Speicherkühler kurzerhand absägen musste (siehe Bild).

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB
PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB Radeon 9800 Pro 256MB & 128MB

Hoher Preis, großer Lieferumfang? Diese Frage stellten wir uns auch, und stoßen auf exakt denselben Packungsinhalt wie bei der PowerColor Radeon 9800 Pro mit 128 MB Texturspeicher. Folgendes fanden wir im äußerst aufgeräumten Paket:

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB

Nicht berauschend, aber dennoch ausreichend. Wie so gut wie alle anderen Hersteller, liefert auch PowerColor seine Grafikkarten mit einem durchaus befriedigenden Softwarepaket aus, welches mit dem neuesten Titel der Tomb Raider-Reihe auch noch relativ aktuell ist. Das Handbuch ist sehr ausführlich, deutsch und wohl eher für Anfänger am PC gedacht. Leider werden die 100 Euro Aufpreis gegenüber der Variante mit 128 MB Speicher nicht durch weitere Beilagen versüßt.

Sapphire Radeon 9800 Pro

Die nächste Karte in unserem Vergleichstest kommt aus dem Hause Sapphire und trägt den schmucken Namen "Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro". Wie die meisten anderen Testkandidaten ist auch diese Grafikkarte mit insgesamt 128 MB Texturspeicher ausgestattet und wird auch dementsprechend im Preis angesetzt. Ein Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen Preis von gut und gerne 340 Euro im Durchschnitt. Sicherlich kein Schnäppchen, dennoch aber für eine Radeon 9800 Pro relativ günstig.

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro

Wie man es von allen neuen Grafikkarten mittlerweile gewohnt ist, wird auch die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro mit einem D-Sub- und einem DVI-Ausgang ausgeliefert. Ebenfalls mit an Board: ein TV-Ausgang. Natürlich hat auch diese Radeon 9800 Pro einen vierpoligen Stromanschluss.

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro

Vergleicht man die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro mit dem Referenzmodell aus dem Hause ATi oder mit den Grafikkarten anderer Hersteller, so fallen einem keine sonderlich großen Differenzen auf. So platzierte Sapphire zur Markenidentifikation lediglich einen Kühler nach eigenem Design auf dem R350-Chip. Dieser ist in titangrau gehalten, sieht aber leider nur besser aus als seine Standard-Kollegen, denn wirklich leiser oder leistungsfähiger ist er nicht. Ansonsten gleicht das PCB vollends dem Rest der 128 MB-Konkurrenz. Neben dem vierpoligen Stromstecker und weiteren, passiv gekühlten Bauteilen wurde auch hier Samsung pBGA-Speicher verbaut, der keiner Kühlung bedarf. Hier verbaute man RAM mit einer Zugriffszeit von 2,86ns und einer maximalen Taktfrequenz von 350 MHz. Hier ließ man also wieder einmal noch etwas Luft nach oben, denn offiziell taktet die Karte - wie alle anderen 128 MB 9800 Pros - nur mit 337 MHz. Der Speicher wurde in der 16. Kalenderwoche des Jahres 2003 gefertigt.

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro
Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro

Wenn die Karten ansich alle schon nahezu gleich sind, versuchen die Hersteller sich anderweitig von der Konkurrenz abzuheben. So präsentiert Sapphire folgenden Lieferumfang für ihre Atlantis Radeon 9800 Pro:

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro - Lieferumfang Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro - Verpackung

Auf der Packung der Sapphire Atlantis 9800 Pro prangten zwei Aufkleber, die besagten, dass in der wunderbar ausgepolsterten Packung noch zwei weiteren Spiele wären. Diese ließen sich aber leider nicht finden, so dass wir mit dem nicht auf der Packung verzeichneten Tomb Raider - Angel of Darkness zurechtkommen mussten. Ansonsten präsentierte Sapphire jedoch einen dem Preis angemessenen Lieferumfang, der dem Puristen keinerlei Wünsche offen lässt und alles beinhaltet, was man zur reibungslosen Inbetriebnahme der Grafikkarte braucht.

Update:
Rücksprachen mit Sapphire ergaben, dass in Zukunft Tomb Raider - Angel of Darkness die beiden auf der Packung verzeichneten Spiele ablösen wird. Des Weiteren ist die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro sowohl im von uns beschriebenen Layout als auch im Original-Design von ATi mit Referenzkühler erhältlich. Am Preis ändert sich natürlich nichts.

Sapphire Radeon 9800 Pro 256MB

Auch Sapphire bietet neben der normalen Radeon 9800 Pro mit 128 MB Texturspeicher eine ausgebaute Variante mit deren 256 MB zum Kauf an. Sie ist laut Geizhals.at schon ab knapp 450 Euro erhältlich und somit ein bißchen günstiger als der direkte Konkurrent von PowerColor. Sobald sich die Radeon 9800 XT am Markt etabliert hat, dürften jedoch bei beiden Modellen die Preise etwas sinken. Ob sich die knapp 100 Euro Mehrkosten wirklich lohnen, klären wir in einem separaten Abschnitt dieses Artikels.

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB

Keinerlei Differenzen konnten wir zum Modell der Firma PowerColor ausmachen, da auch die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB auf dem offiziellen Referenzdesign der Firma ATi aufbaut. Und so bietet auch diese Grafikkarte neben einem analogen D-Sub-Ausgang auch einen digitalen DVI-Anschluss und einen TV-Ausgang, der für die Bildübertragung zum Fernseher gedacht ist. Der vierpolige Stromanschluss im 3 1/2"-Format ist natürlich auch mit von der Partie.

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB

Und wieder hatten wir ein Deja-vú, als wir die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB in die Hand nahmen und sie direkt mit der des Konkurrenten PowerColor verglichen. Hatte man sich beim kleineren Modell mit 128 MB Texturspeicher noch dazu entschlossen, einen eigenen Kühler auf die Karte zu montieren, thront bei der großen Variante der Standard-Lüfter von ATi auf dem R350-Chip, der mit einem Spacer vor Beschädigung geschützt wird. Schade, denn zumindest der eigens designte Kühlkörper versprühte etwas Individualität in der doch so kargen Radeon 9800 Pro-Welt, in der ein eigener Markenaufkleber auf dem Lüfter schon viel zu bedeuten hat. Trotzalledem ist natürlich auch das Referenzdesign ohne Fehl und Tadel und überzeugt durch seine Kompaktheit, von der Karten aus dem Hause nVidia oftmals nur träumen können. Unter den Speicherkühlern fanden wir auch bei der Sapphire Atlantis Samsung DDRII-Speicher in pBGA-Bauweise mit der Bezeichnung K4N26323AE-GC22. Dieser wird mit 2,2 ns angesprochen und kann somit mit maximal 450 MHz betrieben werden. Der Standardtakt der Radeon 9800 pro mit 256 MB liegt hingegen nur bei 350 MHz. Natürlich entwickelte auch diese Karte, genau wie das Modell von PowerColor, unter Last eine enorme Hitze, der man mit Gehäuselüftern begegnen sollte, um eventuelle Hitzestaus im Gehäuse zu vermeiden. Gleiche Karte, gleiche Macken, denn der Referenzkühler passte wohl auch hier nicht so ganz auf das Platinenlayout, denn er kommt einem der 16 Speichermodule so nahe, dass man einen der passiven Speicherkühler kurzerhand absägen musste (siehe Bild).

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB
Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB

Hoher Preis = hoher Lieferumfang? Nachdem wir uns diese Frage bereits bei der Karte von PowerColor gestellt hatten, musste sie natürlich auch bei der Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB fallen. Sapphire bietet dem Kunden folgendes an:

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB

Hatten wir uns bei der kleineren Version mit 128 MB noch gefragt, wo denn die beiden auf der Packung angepriesenen Spiele geblieben sind, fanden wir sie beide nun in der Verpackung der Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB. Leider wohl auf Kosten von Tomb Raider - Angel of Darkness, denn dieses recht aktuelle Spiel befand sich bei dieser Karte nicht im Lieferumfang. Auch CyberLinks PowerDirector in der Version 2.55 war bei der kleinen Version nicht dabei. Allerdings sind wir uns nicht sicher, ob dies nur ein Versehen war, denn die uns vorliegenden Grafikkarten sind allesamt Presseexemplare, die vorher schon von diversen anderen Kollegen getestet worden sind. Ansonsten gleicht das Gebotene jedoch der Atlantis Radeon 9800 Pro 128 MB. Leider bekommt man also auch bei Sapphire für 100 Euro Aufpreis keinen erweiterten Lieferumfang, kann im Gegensatz zu PowerColor dennoch durch einen niedrigeren Grundpreis punkten.

Update:
Rücksprachen mit Sapphire ergaben, dass in Zukunft Tomb Raider - Angel of Darkness die beiden auf der Packung verzeichneten Spiele Tony Hawk's Pro Skater 3 und Medieval - Total War ablösen wird.

Tyan Tachyon G9800 Pro

Fernab der anderen Hersteller, die ihre vorgefertigten Karten meist direkt bei Sapphire oder ATi einkaufen, präsentierte Tyan mit der Tachyon G9800 Pro 128 MB eine Grafikkarte, die so gar nicht ins Bild der vom Referenzdesign dominierten Radeon-Welt passen will. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at erbrachte einen Straßenpreis von rund 369 Euro. Somit gehört sie zu den teureren Vertretern der Radeon 9800 Pro-Fraktion.

Tyan Tachyon G9800 Pro Tyan Tachyon G9800 Pro

Referenz-Design hin oder her, natürlich stattet auch Tyan ihr Produkt mit einem D-Sub- und einem digitalen DVI-Ausgang aus. Ein TV-Ausgang fehlt natürlich auch nicht und bringt bewegte Bilder mit einer maximalen Auflösung von 1024x768 Pixeln auf den Fernseher. Rein aus Platzgründen entschied man sich nicht für den vierpoligen 3 1/2" Stromstecker, sondern verbaute einen kleineren, ebenfalls vierpoligen Stromanschluss, der an den eines Diskettenlaufwerkes erinnert. Ein passender Adapter liegt der Tachyon G9800 Pro natürlich bei. Leider stellte sich die Demontage des Stromkabels als durchaus tückisch heraus, der eingebauten Widerhaken sei Dank.

Tyan Tachyon G9800 Pro Tyan Tachyon G9800 Pro

Wie bereits erwähnt, setzt Tyan entgegen des allgemeinen Trends nicht auf das Referenzdesign von ATi und spendiert der hauseigenen Radeon 9800 Pro kurzerhand ein anderes Layout, welches sich durchaus von der Konkurrenz abheben kann. Neben dem schicken, blauen PCB kommt auch eine ausladende Kühllösung aus Aluminium zum Einsatz. Diese bedeckt neben dem Chip auch den Speicher und ebenfalls auch die Rückseite der Karte. Lobenswert, denn vor allem die Stelle direkt unter dem R350-Chip auf der Rückseite wird bei den Radeon 9800 Pro Grafikkarten teilweise sehr heiß. Etwas zusätzliche Kühlung könnte hier in der Tat nicht schaden, denn bei vielen anderen Grafikchips ist sie mittlerweile Usus. Zur besseren Wärmeabgabe wurden die insgesamt acht Speicherchips mit einem Wärmeleitpad bestückt, welches eng am blauen Kühlkörper anliegt. Auch auf der bereits angesprochenen Chiprückseite wurde ein solches Pad platziert. Da sich der Kühlkörper nicht ohne Gewalt hätte entfernen lassen, verzichteten wir auf eine Demontage. Während des Betriebes unter Last bewährte sich diese Kühlmethode auch und führte vor allem von der Rückseite gut die Wärme ab.

Vergleicht man die Tyan Tachyon G9800 Pro mit dem Referenzdesign, so fällt auf, dass man ob des ausladenden Kühlers an einigen Stellen auf der Karte mehr Platz schaffen musste. So setzte Tyan einige Bauteile kurzerhand um oder ersetze sie durch andere. So gelangte man wohl auch zum etwas modifizierten Stromanschluss, der aus Platzgründen etwas kleiner ausfallen musste. Dennoch muss man Tyan ein Lob ausprechen, denn vor allem bei Radeon 9800 Pro Grafikkarten sah man bis jetzt kaum Eigenentwürfe der verschiedenen Hersteller. Wer also eine schnelle Radeon 9800 Pro sucht, die sich zusätzlich noch von der Masse abhebt, ist bei der Tyan Tachyon G9800 Pro an der richtigen Adresse.

Tyan Tachyon G9800 Pro Tyan Tachyon G9800 Pro Tyan Tachyon G9800 Pro
Tyan Tachyon G9800 Pro Tyan Tachyon G9800 Pro

Während sich die anderen Hersteller oftmals nur durch den unterschiedlichen Lieferumfang unterschieden, erledigte Tyan dies schon mit dem Layout der Grafikkarte und legt dieser folgende Artikel bei:

Tyan Tachyon G9800 Pro Tyan Tachyon G9800 Pro

Eigentlich ist alles dabei, dennoch vermissten wir etwas schmerzlich: ein Spiel. Zwar bietet Tyan mit dem mitgelieferten Hardware-Monitoring-Tool ein durchaus gutes Programm zur Überwachung diverser Parameter, für einen Kaufpreis von 369 Euro hätten wir uns dennoch etwas mehr Software gewünscht. Das Handbuch liegt leider nur in englischer Sprache vor, beinhaltet aber einen sehr ausführlichen Guide zur Bedienung der Catalyst-Treiber. Den gegenüber der Konkurrenz leicht höheren Preis legitimiert man offenbar ausschließlich durch das eigens entwickelte Layout. Hier scheiden sich die Geister, denn die Pfennigfuchser wird dies mit Sicherheit wenig interessieren, den ambitionierten Modder mit Fenster im Gehäuse jedoch schon.

Connect 3D Radeon 9800 Pro

In unserem ersten Review [5] zur Radeon 9800 Pro hatten wir sie bereits schon einmal vorgestellt. Die Rede ist von der Connect 3D Radeon 9800 Pro mit 128 MB Texturspeicher. Auch bei dieser Karte konnten wir keinerlei Unterschiede zum Referenzdesign aus dem Hause ATi ausmachen. Die Analyse der Seriennummer ergab sogar, dass diese Karte von ATi selbst produziert worden ist. Sie kostet rund 380 Euro.

Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB connnect 3D Radeon 9800 Pro 128MB

Da es sich auch bei dieser Radeon 9800 Pro um ein Duplikat des Referenzmodells handelt, wurde auch diese Karte mit einem D-Sub- und einem digitalen DVI-Ausgang ausgestattet. Auch der TV-Ausgang der Konkurrenz ist mit von der Partie und auch der obligatorische vierpolige Stromanschluss fehlt nicht auf dem roten PCB.

Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB

Auch die Firma Connect 3D verzichtet auf eigenen Aufkleber auf dem Lüfter der Radeon 9800 Pro. Markenidentifikation? Keine Spur, denn auch Connect 3D kalkuliert offensichtlich knallhart und versucht an jeder Stelle zu sparen, um die Karte dem Kunden möglichst günstig präsentieren zu können. Die eins zu eins Übernahme des Referenzdesignes impliziert natürlich auch die Verwendung des Aluminiumkühlers. Bei geschlossenem Gehäuse hört man diesen kaum und auch die Kühlleistung ist für den verbauten R350-Chip ausreichend. Lediglich die Rückseite der Karte, direkt unterhalb der GPU, wird während des Betriebes sehr warm. Verbaut wird der selbe Speicher, wie auch auf der Sapphire Radeon 9800 Pro 128 MB. Dieser kommt aus dem Hause Samsung, wird im BGA-Format gefertigt und mit 2,86 ns angesprochen. Dies ermöglicht eine maximale Taktfrequenz von 350 MHz, der Standardtakt der Radeon 9800 Pro liegt hingegen bei knapp 340 MHz. Der Speicher wurde in der zehnten Kalenderwoche des Jahres 2003 gefertigt.

Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB Connnect 3D Radeon 9800 Pro 128MB
Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB

Karte identisch, was bleibt einem da zur Wahrung der Individualität noch übrig? Richtig, ein exklusiver und ausladender Lieferumfang. Folgendes legt Connect 3D dem zugegeben recht kleinen Karton der Radeon 9800 Pro 128 MB bei:

Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB

Exklusiv? Leider nein, denn auch Connect 3D liefert zusammen mit der Radeon 9800 Pro nur das allernötigste aus und verzichtet ebenfalls auf die Beigabe eines Spieletitels. Von allen getesteten Grafikkarten hat die Connect 3D Radeon 9800 Pro 128 MB den spärlichsten Lieferumfang, unterscheidet sich dennoch nur marginal und in kleinen Details von der Konkurrenz, die oftmals nur ein Spiel oder ein Systemüberwachungstool mehr zu bieten hat. Für einen Preis von rund 380 Euro hätten wir dennoch etwas mehr von der Karte erwartet.

128MB vs. 256MB

Seit jeher gibt es die Radeon 9800 Pro aus dem Hause ATi in zwei verschiedenen Ausführungen. Nicht zuletzt um gegenüber der GeForce FX 5900 Ultra mit 256MB Speicherausbau ein Gegenstück präsentieren zu können, entschloss sich ATi vor dem Launch des R350 den Chip Kompatibel zu DDR-II-Speicher zu machen. Dieser wird auf der Variante mit einem Speicherausbau von 256MB verbaut und bringt einige Vor- aber auch einige Nachteile mit sich.

Radeon 9800 Pro 256MB & 128MB Radeon 9800 Pro 256MB & 128MB

In erster Linie wäre da der Preis zu nennen, denn DDR-II-Speicher hat nicht gerade den Ruf, günstig zu sein. So muss man für 128MB mehr Speicher gegenüber der Otto-Normal-Variante auch gut hundert Euro mehr zahlen. Als zweites Manko der Radeon 9800 Pro 256MB muss man die enorme Hitzeentwicklung nennen. Diese Eigenart des DDR-II-Speichers machte auch schon der GeForce FX 5800 Ultra gehörig zu schaffen und verhalf ihr bekanntlich nicht zu sonderlich großem Ruhm. Um dieser Temperatur Herr zu werden, verpasst ATi dem Referenzdesign der 256MB-Edition dann auch passive Kühlkörper aus Aluminium. Diese sind auch bitter nötig, denn während des Betriebes könnte man eben diese Bausteine kaum mehr anfassen.

Natürlich hat der größere Speicherausbau auch seine Vorteile; unter bestimmten Bedingungen. So muss die Grafikkarte wesentlich später beginnen, Texturen auszulagern und kann mehr im schnellen Zwischenspeicher direkt auf der Grafikkarte halten. Dies sollte der Karte vor allem in Datenintensiven Applikationen zu Gute kommen - jedoch auch erst in Auflösungen jenseits der 1600x1200 und dann auch nur mit aktiviertem Anti-Aliasing und anisotroper Filterung der jeweils höchsten Stufe. Ebenso gibt es bis jetzt wenige Spiele, dessen Texturen so groß sind, dass sie einen Speicherausbau von 256MB benötigen. Dazu jedoch später mehr.

Als Vorteil könnten sich ebenfalls 10 MHz mehr Speichertakt entpuppen; aber auch hier muss man etwas einschränken. So besitzt der DDR-II-Speicher schlechtere Latenzzeiten als der auf der kleineren Variante verbaute DDR-I-Speicher, der mit 337 MHz taktet. Unter realen Bedingungen könnte der vermeintliche Vorteil durch den erhöhten Speichertakt also schnell zu heißer Luft werden, die im Zuge des DDR-II-Standards schnell gen Himmel entweicht. Ebenfalls sagt man den Radeon 9800 Pro-Karten mit 256 MB Speicher eine gewisse Übertaktbarkeit nach, die aus einem Deal zwischen Samsung und ATi zurückzuführen sind. So sind die Speicherbausteine des Halbleiterherstellers Samsung offiziell bis 450 MHz (2,2 ns) zugelassen, also 100MHz mehr als die letztendliche Standardtaktung. Verwendet man jedoch diese Einstellungen, so sollte man den Speicherkühlern nicht näher als 5 cm kommen, denn aus "heiß" wird dann "brütend heiß" - so heiß, dass man ein Spiegelei auf den Kühlkörpern braten könnte. Leider konnten wir letztendlich auch nicht die vollen 100 MHz zusätzlich aus der Karte herausholen. Auf einen separaten Overclocking-Teil verzichteten wir, da man schnelle Hardware nicht noch schneller machen muss und die getesteten Grafikkarten auch schon bei normalen Taktraten sehr warm werden.

Anbei noch ein kleiner Vergleich zwischen einem Modell mit 128 MB und einem Modell mit 256 MB Speicher in Unreal Tournament 2003 in 1280x1024 mit aktiviertem Anti-Aliasing und anisotroper Filterung in der höchsten Stufe mit den jeweiligen Standard-Taktraten. Des Weiteren nahmen wir uns die jeweils aufwendigsten Tests aus den letzten beiden 3DMark-Benchmarks zur Brust und analysierten die Ergebnisse im Hinblick auf die verschiedene Performance.

Unreal Tournament 2003

 1280x960 6xAA/16xAF:
Radeon 9800 Pro 256MB
90,88
Hinweis: Flyby
Radeon 9800 Pro 128MB
87,51
Hinweis: Flyby
Radeon 9800 Pro 256MB
52,42
Hinweis: Botmatch
Radeon 9800 Pro 128MB
44,94
Hinweis: Botmatch
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)

3DMark 2001 - Nature Demo

 1280x1024 4xAA/16xAF:
Radeon 9800 Pro 256MB
35,9
Radeon 9800 Pro 128MB
35,0
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)

3DMark 03 - Mother Nature

 1280x1024 4xAA/16xAF:
Radeon 9800 Pro 256MB
20,0
Radeon 9800 Pro 128MB
18,7
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)

Auch unsere weiteren Benchmarks im Anhang zeigen einige marginale Unterschiede zwischen den beiden Modellen. So kann die Variante mit 256 MB Texturspeicher vor allem unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotropen Filtern Vorteile erarbeiten. Auf einen weiteren Vorteil der größeren Variante stößt man, wenn man sich die Catalyst-Treiber einmal genauer anschaut. Denn hat man eine 128er Radeon 9800 Pro verbaut, kann man Anti-Aliasing maximal bis zu einer Auflösung von 1600x1200 Pixeln hinzuschalten, bei der 256er sind es 1920x1200 in Direct3D und 2048x1536 in OpenGL. Diese Werte differieren hingegen vom eingestellten Niveau des Anti-Aliasings und der anisotrpen Filterung.

Fazit: Betrachtet man die Benchmarkergebnisse lohnt sich die Mehrinvestition nicht wirklich, zumal es kaum Spieletitel gibt, die wirklich diese große Menge Texturspeicher überhaupt brauchen. Auch die größere Hitzeentwicklung spricht nicht gerade für die große Version. Wer unbedingt 256 MB auf seiner Grafikkarte haben möchte, der kann seit Kurzem eine Radeon 9800 XT erstehen. Auf diesen Karten wird noch DDRI-Speicher verbaut, der zwar mit höherer Spannung betrieben wird, dennoch aber weitaus weniger heiß wird. Zudem bieten diese Karten eine höhere Leistung aufgrund des R360 Chips und sind zu ähnlichen Preisen erhältlich. Aber auch die Radeon 9800 Pro mit 256 MB Speicher dürfte zumindest preislich gesehen in der Zukunft attraktiver werden, denn die Präsenz der Radeon 9800 XT dürfte für fallende Preise sorgen. Auch eine brandneue nVidia GeForce FX 5950 Ultra hat in unserem Test [2] nicht beweisen können, dass sich die Investition von rund 500 Euro lohnt, denn wirklich viel Boden konnte auch diese Grafikkarte nicht gegenüber der Konkurrenz von ATi gutmachen.

Fazit

Natürlich darf bei einem solchen Vergleichstest ein entsprechendes Fazit nicht fehlen. So nahmen wir uns die einzelnen Grafikkarten ein weiteres Mal vor und verfassten zu jeder einzelnen ein separates Resumée, welches nochmals kurz auf die einzelnen Aspekte des jeweiligen Probanden eingeht.

PowerColor Radeon 9800 Pro 128MB Wie nicht anders erwartet, schickte PowerColor mit der Otto-Normal-Radeon 9800 Pro mit 128 MB Texturspeicher eine sehr gute Grafikkarte ins Rennen. In Sachen Performance unterschied sich dieses Modell kaum von der übrigen Konkurrenz mit ebenfalls 128 MB. Aufgrund der immer gleichen Taktfrequenzen, waren hier Differenzen auch kaum zu erwarten. Da man auf das kostengünstige Referenzdesign setzt, erhält man die PowerColor Radeon 9800 Pro 128 MB schon zu einem Preis von gerade einal 340 Euro. Angesichts des gegenüber der Konkurrenz guten Lieferumfanges, können wir jedem diese Karte ans Herz legen. Die PowerColor Radeon 9800 Pro 128 MB überzeugt durch den Preis und durch die gute Leistung. Auch der verbaute Hynix-Speicher mit 2.0 ns (reale 500 MHz) dürfte den einen oder anderen Overclocker ansprechen.

PowerColor Radeon 9800 Pro 256MB Leistung Auch der zweite Testkandidat aus dem Hause PowerColor konnte auf eine ganz besondere Art und Weise überzeugen. So war die PowerColor Radeon 9800 Pro mit 256 MB Texturspeicher neben der ebenbürtigen Konkurrenz von Sapphire die schnellste Grafikkarte in unserem Test und konnte vor allem unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung Land gegenüber den Versionen mit 128 MB gewinnen. Leider kostet diese Mehrleistung mehr als 100 Euro zusätzlich, denn der durchschnittliche Straßenpreis liegt bei happigen 480 Euro. Ein weiterer Nachteil der PowerColor Radeon 9800 Pro 256 MB ist die große Hitzeentwicklung des verbauten DDRII-Speichers, der in schlecht belüfteten Gehäusen zum Problem werden könnte. Dennoch hat die PowerColor Radeon 9800 Pro 256 MB in Sachen Performance klar die Nase vorn. Top-Leistung hat immer schon etwas mehr gekostet.

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro Die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 128 MB sollte ebenfalls gelobt werden. Neben den Benchmarkergebnissen, die sich mit der Konkurrenz auf einer Linie bewegen, erregte diese Grafikkarte vor allem durch den schicken und effektiven Lüfter Aufsehen. Auch sie ist bereits für 340 Euro Straßenpreis zu haben und kostet somit exakt den selben Preis wie die Konkurrenz von PowerColor. Auch beim Lieferumfang unterscheidet man sich kaum, denn neben nahezu der selben Kabellage schickt man mit Tomb Raider - Angel of Darkness auch exakt das selbe Spiel mit ins Rennen. Auch die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 128 MB können wir jedem interessierten Kunden ans Herz legen und sprechen hiermit ebenfalls eine Empfehlung aus. Die Karte überzeugte uns sowohl durch den Lieferumfang, den Preis und die Leistung.

Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB Leistung Die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB beeindruckte uns während unseres Testes - genau wie die PowerColor Radeon 9800 Pro 256 MB - vollends durch ihre ausgesprochen gute Leistung. Leider gelten auch die selben negativen Aspekte, wie wir sie schon beim Konkurrenten bemängelt hatten. So entwickelte auch die Atlantis durch den verbauten DDRII-Speicher eine enorme Hitze, kann aber mit dem niedrigeren Straßenpreis von rund 450 Euro gegenüber dem unmittelbaren Konkurrenten punkten. So hat auch, wie nicht anders erwartet, die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro 256 MB zusammen mit der PowerColor-Karte die Nase in Sachen Performance vorn und überzeugte vor allem durch eine verbesserte Leistung bei Anti-Aliasing und anisotroper Filterung. Auch hier gilt natürlich: Top-Leistung hat immer schon etwas mehr gekostet.

Tyan Tachyon G9800 Pro Die Tyan Tachyon G9800 Pro 128 MB brachte einen Hauch von Individualität in unseren Test. So lagen auch - wie nicht anders erwartet - die Benchmarkwerte auf einer Ebene mit den Konkurrenten. Positiv anrechnen muss man Tyan, dass man ein eigenes Design entwickelt hat und dieses mit einem äußerst effektiven Kühler ausstattet, der erfolgreichen Overclockingversuchen mit Sicherheit nicht im Wege stehen sollte. Vor allem die Kühlung der Kartenrückseite bedarf einer Lobpreisung, denn genau an dieser Stelle sahen wir eine (Hitze-)Schwachstelle des Referenzmodells, auf das die Konkurrenz setzt. Zwei Wehrmutstropfen haben wir dennoch. So fügt Tyan leider kein Spiel der Tachyon G9800 Pro bei und auch der Preis ist mit knapp 370 Euro rund 30 Euro höher als der der Konkurrenten. Das schicke Design rechtfertigt wohl in mancher Augen den erhöhten Grundpreis. Empfehlen können wir natürlich auch diese Karte, denn auch sie unterschied sich kaum von den übrigen Testkandidaten.

Connect 3D Radeon 9800 Pro 128MB Die Connect 3D Radeon 9800 Pro 128 MB konnte, wie auch die übrige Konkurrenz, durchaus in all unseren Tests ordentlich ihren Mann stehen. Die Leistung entspricht - wie auch hier nicht anders zu erwarten - ebenfalls der der Konkurrenz und auch der gebotene Lieferumfang kann mit den übrigen Testkandidaten mithalten. Leider bietet auch Connect 3D kein Spiel und verlässt sich somit voll und ganz auf die beigelegten Kabel, Adapter und die Treiber-CD. Mit gut 380 Euro Straßenpreis ist sie eine der teuersten Karten in unserem Test, bietet dafür aber leider keinen erweiterten Lieferumfang oder ein individuelles Design.

Schlusswort:
Da wären wir nun. Tage des Testens liegen hinter uns und der zuständige Redakteur fragt sich nach der Moral von der Geschicht. So können wir auch in Zeiten einer Radeon 9800 XT auch noch den Kauf einer mittlerweile doch etwas betagten Radeon 9800 Pro mit 128 MB Speicher empfehlen. So profitieren die meisten Anwendungen nur unter Anwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung von dem Mehr an Texturspeicher. Ob dies in Relation zum erhöhten Kaufpreis liegt, muss jeder für sich selbst klären. Angesichts der Tatsache, dass die ATi Radeon 9800 XT standardmäßig 256 MB Speicher an Board hat, dürften die equivalenten Radeon 9800 Pro-Platinen jedoch etwas im Preis fallen und so wohl auch für den Endanwender interessanter werden.

Des Weiteren scheinen viele Hersteller durchaus einen guten Dienst am Kunden zu leisten. So minimieren sie Kosten durch die Abnahme der Referenzmodelle von Sapphire oder direkt von ATi. Zwar bleibt so die Markenidentifikation und das individuelle Design auf der Strecke, der Preis wird jedoch nach unten gedrückt und dies freut wiederum den Kunden, der weniger Wert auf das Aussehen der Grafikkarte legt, sondern vielmehr nur auf die exzellente Leistung schaut. Auch an dieser Stelle nocheinmal Dank an Sapphire, PowerColor, Tyan und Connect 3D, die uns für unseren Artikel die dementsprechenden Karten zur Verfügung stellten. Radeon 9800 Pro ist und bleibt auch in den nächsten Monaten Trumpf!

Wirkliche Unterschiede zwischen einzelnen Karten in diesem Artikel konnten wir nicht festellten, so dass der Kunde letztendlich wieder die Qual der Wahl hat. Ohne große Skrupel kann er jedoch rein den Preis entscheiden lassen, denn auch der Lieferumfang der einzelnen Karten unterschied sich kaum voneinander. Empfehlen können wir aus unserer Sicht die Sapphire Atlantis Radeon 9800 Pro mit 128 MB Texturspeicher. Sie kostet verhältnismäßig wenige 340 Euro und bietet im Vergleich mit den größten Lieferumfang. In Zukunft wird aber auch Sapphire das Spiel Tomb Raider - Angel of Darkness mit den eigenen Grafikkarten vermarkten. Ebenfalls gut ist die PowerColor Radeon 9800 Pro mit 128 MB. Sie kostet genauso viel wie der Konkurrent von Sapphire, bietet jedoch mit Tomb Raider - Angel of Darkness das neuere Spiel und einen schnelleren Speicher. Ebenfalls besitzt sie - wie bereits erwähnt - Speicher von Hynix mit 2.0 ns, der theoretisch eine maximale Taktfrequenz von effektiven 1000 MHz zulässt. Für Overclocker sicher eine Herausforderung.

Appendix

Testsystem

Abit IC7-G Samsung DDR400-CCC Samsung DDR400-CCC

Benchmarks

Kleines Vorwort zu den Benchmarks: Da es sich bei diesem Artikel in erster Linie um einen Vergleich zwischen verschiedenen Herstellern handelt, legten wir dieses Mal keinen besonders großen Schwerpunkt auf die Benchmarks, da alle Testkarten mit einem Radeon 9800 Pro-Chip (R350) ausgerüstet sind und keine großen Performanceschwankungen zu erwarten sind. Auch der Unterschied zwischen einer solchen Grafikkarte mit 128MB Texturspeicher und 256MB dürfte zu vernachlässigen sein, da die 10MHz mehr Speichertakt bei den 256er-Modellen durch die schlechteren Latenzzeiten des verbauten Speichers wieder wettgemacht werden dürften. Auf den Unterschied zwischen diesen beiden Speicherausbaustufen sind ja bereits näher eingegangen. Als Referenzwert für die nVidia-Fraktion zogen wir noch eine GeForce FX 5900 Ultra von der Firma InnoVision heran.

Wirft man einen Blick auf die Seitenabrufzahlen unserer Artikel, so fällt auf, dass trotz einiger Kontroversen die Produkte aus dem Hause Futuremark stets großen Anklang bei unseren Lesern finden. Diese Tatsache im Hinterkopf, beschlossen wir auch in diesem Artikel 3DMark 2001 SE und 3DMark 03 zum Zuge kommen zu lassen. Bei der Auswahl der Spiele griffen wir auf Altbewährtes zurück und nahmen gleichzeitig mit Enemy Territory einen relativ neuen Vertreter der OpenGL-Fraktion auf Basis der Quake 3-Engine mit ins Programm. AquaNox 2 - Reveltation ist sogar seit dem neuesten Patch um einige DirectX 9-Effekte reicher und unterstützt ebenso Intels HyperThreading-Technologie.

Synthetische Benchmarks

3DMark 2001 SE

3DMark 2001 SE

 1024x768x32:
PowerColor 128MB
16.221
PowerColor 256MB
16.193
Sapphire 9800 Pro 256MB
16.146
Tyan G9800 Pro
16.111
Sapphire 9800 Pro
16.105
Connect 3D 9800 Pro
16.074
Inno3D FX 5900 Ultra
14.676
 1024x768x32 2xAA/4xAF:
Sapphire 9800 Pro 256MB
14.709
PowerColor 256MB
14.663
Sapphire 9800 Pro
14.582
Connect 3D 9800 Pro
14.582
PowerColor 128MB
14.579
Tyan G9800 Pro
14.557
Inno3D FX 5900 Ultra
12.522
 1280x1024x32:
PowerColor 256MB
14.462
Sapphire 9800 Pro 256MB
14.451
Connect 3D 9800 Pro
14.408
PowerColor 128MB
14.401
Sapphire 9800 Pro
14.391
Tyan G9800 Pro
14.333
Inno3D FX 5900 Ultra
12.811
 1280x1024x32 2xAA/4xAF:
Sapphire 9800 Pro 256MB
12.053
PowerColor 256MB
12.048
Connect 3D 9800 Pro
11.918
PowerColor 128MB
11.901
Tyan G9800 Pro
11.881
Sapphire 9800 Pro
11.864
Inno3D FX 5900 Ultra
10.896
Angaben in Punkten

3DMark 03


3DMark 03

 1024x768x32:
Inno3D FX 5900 Ultra
5.926
Sapphire 9800 Pro 256MB
5.712
PowerColor 256MB
5.702
PowerColor 128MB
5.687
Connect 3D 9800 Pro
5.671
Tyan G9800 Pro
5.670
Sapphire 9800 Pro
5.663
 1024x768x32 2xAA/4xAF:
PowerColor 256MB
4.575
Sapphire 9800 Pro 256MB
4.565
Connect 3D 9800 Pro
4.499
Sapphire 9800 Pro
4.496
PowerColor 128MB
4.495
Tyan G9800 Pro
4.494
Inno3D FX 5900 Ultra
4.412
 1280x1024x32:
Inno3D FX 5900 Ultra
4.589
PowerColor 256MB
4.302
Sapphire 9800 Pro 256MB
4.296
Connect 3D 9800 Pro
4.267
Tyan G9800 Pro
4.265
PowerColor 128MB
4.264
Sapphire 9800 Pro
4.262
 1280x1024x32 2xAA/4xAF:
PowerColor 256MB
3.390
Sapphire 9800 Pro 256MB
3.387
Connect 3D 9800 Pro
3.322
Tyan G9800 Pro
3.320
PowerColor 128MB
3.319
Sapphire 9800 Pro
3.317
Inno3D FX 5900 Ultra
3.217
Angaben in Punkten

Spielebenchmarks

Unreal Tournament 2003

Unreal Tournament 2003 Flyby

 1024x768x32:
Connect 3D 9800 Pro
203,21
Tyan G9800 Pro
202,98
PowerColor 128MB
202,61
PowerColor 256MB
202,59
Sapphire 9800 Pro 256MB
202,30
Sapphire 9800 Pro
201,71
Inno3D FX 5900 Ultra
186,73
 1024x768x32 2xAA/4xAF:
Sapphire 9800 Pro 256MB
194,05
PowerColor 256MB
193,83
Tyan G9800 Pro
193,60
PowerColor 128MB
193,54
Sapphire 9800 Pro
193,21
Connect 3D 9800 Pro
193,02
Inno3D FX 5900 Ultra
175,39
 1280x960x32:
Inno3D FX 5900 Ultra
184,75
PowerColor 256MB
178,42
Sapphire 9800 Pro 256MB
178,41
Connect 3D 9800 Pro
178,13
PowerColor 128MB
178,10
Sapphire 9800 Pro
178,07
Tyan G9800 Pro
178,01
 1280x960x32 2xAA/4xAF:
Inno3D FX 5900 Ultra
163,81
PowerColor 256MB
152,72
Sapphire 9800 Pro 256MB
152,71
PowerColor 128MB
150,17
Tyan G9800 Pro
150,16
Sapphire 9800 Pro
150,13
Connect 3D 9800 Pro
150,12
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)

Unreal Tournament 2003 Botmatch

 1024x768x32:
Connect 3D 9800 Pro
63,52
PowerColor 128MB
63,45
Sapphire 9800 Pro
63,41
PowerColor 256MB
63,38
Tyan G9800 Pro
63,37
Sapphire 9800 Pro 256MB
63,27
Inno3D FX 5900 Ultra
59,74
 1024x768x32 2xAA/4xAF:
Connect 3D 9800 Pro
63,41
Sapphire 9800 Pro
63,39
PowerColor 256MB
63,37
PowerColor 128MB
63,36
Tyan G9800 Pro
63,35
Sapphire 9800 Pro 256MB
63,27
Inno3D FX 5900 Ultra
58,30
 1280x960x32:
Sapphire 9800 Pro
63,39
PowerColor 256MB
63,34
Tyan G9800 Pro
63,34
PowerColor 128MB
63,34
Connect 3D 9800 Pro
63,33
Sapphire 9800 Pro 256MB
63,26
Inno3D FX 5900 Ultra
59,67
 1280x960x32 2xAA/4xAF:
PowerColor 256MB
63,32
Sapphire 9800 Pro 256MB
63,12
Sapphire 9800 Pro
62,70
PowerColor 128MB
62,66
Connect 3D 9800 Pro
62,65
Tyan G9800 Pro
62,65
Inno3D FX 5900 Ultra
58,22
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)

RtCW Enemy Territory


RtCW Enemy Territory

 1024x768x32:
Inno3D FX 5900 Ultra
68,2
Sapphire 9800 Pro 256MB
60,9
PowerColor 256MB
60,8
Tyan G9800 Pro
60,8
Sapphire 9800 Pro
60,7
PowerColor 128MB
60,7
Connect 3D 9800 Pro
60,3
 1024x768x32 2xAA/4xAF:
Inno3D FX 5900 Ultra
66,8
Sapphire 9800 Pro 256MB
60,5
PowerColor 256MB
60,4
Tyan G9800 Pro
60,2
Sapphire 9800 Pro
60,1
PowerColor 128MB
60,1
Connect 3D 9800 Pro
59,8
 1280x1024x32:
Inno3D FX 5900 Ultra
65,1
Sapphire 9800 Pro 256MB
60,4
PowerColor 256MB
60,3
Sapphire 9800 Pro
60,3
Tyan G9800 Pro
60,2
PowerColor 128MB
60,2
Connect 3D 9800 Pro
59,8
 1280x1024x32 2xAA/4xAF:
Inno3D FX 5900 Ultra
60,3
Sapphire 9800 Pro 256MB
57,8
PowerColor 256MB
57,7
Sapphire 9800 Pro
57,2
Tyan G9800 Pro
57,2
PowerColor 128MB
57,2
Connect 3D 9800 Pro
57,1
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)

AquaNox 2 - Revelation

AquaNox 2 - Revelation

 1024x768x32:
Sapphire 9800 Pro
103,9
Sapphire 9800 Pro 256MB
103,8
PowerColor 256MB
103,7
Connect 3D 9800 Pro
103,6
PowerColor 128MB
103,5
Tyan G9800 Pro
103,4
Inno3D FX 5900 Ultra
96,1
 1024x768x32 2xAA/4xAF:
Sapphire 9800 Pro 256MB
99,7
PowerColor 256MB
99,6
Connect 3D 9800 Pro
99,4
PowerColor 128MB