Nach High-End und Low-Cost kommt nun endlich dieser Tage die für die meisten User interessante Mid-Range Garde der GeForce FX in die Läden. Wir haben uns das preiswertere Modell FX5600 ohne "Ultra" von Inno3D näher angeschaut. Dieses verfügt neben 128MB Grafikspeicher noch über einen optionalen Video-Eingang, der bei unseren Exemplar vorhanden und über einen Philips SAA7114H-Chip realisiert war.
Dazu gibt es die nach wie vor interessante GeForce4 Ti4200-8X, in unserem Falle ein AGP8X-kompatibles Modell von ProCardex mit 128MB RAM. Da mittlerweile einige Spiele auf dem Markt sind, die durchaus von 128MB Grafikram profitieren können und darüberhinaus der Taktratennachteil der 128MB-Versionen der ersten Ti4200-Generation bei den aktuellen Karten nicht mehr vorhanden ist, kann die Karte eine interessante und preiswerte Alternative darstellen.
Beginnen wollen wir mit dem Produkt, was möglicherweise aufgrund seiner Aktualität die meisten ein wenig mehr interessieren könnte: Der "Inno3D Tornado GeForce FX 5600 ViVo".
Der Karton lehnt sich an das Inno3D-GeForceFX Einheitsdesign an und nur die kleinen Aufkleber auf der Seite und der Rückseite geben dem Kunden zu verstehen, daß er es hier nicht mit einer Standard-Grafikkarte, sondern einer ViVo-Edition (Video-In/Video-Out) zu tun hat. Die Karte an sich kommt mit hochwertig verarbeitetem PCB und 128MB DDR-Grafikspeicher daher, welcher in TSOP-Bauform in acht Chips gleichmäßig auf Vor- und Rückseite verteilt ist.
Der silbrige Kühler bietet einen transparenten Lüfter, der unter Last nicht ganz leise zu Werke geht. Die Chipkerntemperatur konnte dieses Gespann bei 325MHz Taktfrequenz konstant unter 75°C halten. nVidia hält es erst für nötig, den Chip künstlich zu verlangsamen, wenn er eine Temperatur von 134°C erreicht hat. Hier ist also für genügend Spielraum gesorgt.
Der RAM stammt von Samsung und ist mit einer spezifizierten Zugriffszeit von 3,6ns ausreichend für den vorbestimmten Speichertakt von 275MHz.
Da die GeForceFX über einen integrierten TV-Encoder für den TV-Output verfügt, kommt der SAA7114H-Chip von Philips nur für die Verarbeitung der über den Videoeingang kommenden Signale zum Einsatz.
Die Beigaben an Hard- und Software fallen umfangreich und vollständig aus. Einziger Kritikpunkt unsererseits, der allerdings nahezu allen Software-Bundles gemein ist, wäre, daß nur die Zweikanal-Version einer DVD-Abspielsoftware beigelegt ist.
Außer erwähntem SoftDVD-Player WinDVD von Intervideo gibt es vom gleichen Hersteller noch den WinDVD Creator, eine obligatorische Treiber-CD mit aktuellen Detonator-Treibern in Version 43.03, den für Video-In nötigen WDM-Treibern und DirectX9. Dazu gibt es eine CD mit der Trialversion vom 3DMark03 und einen Silberling, auf dem einige Demos von aktuellen 3D-Games (Black Hawk Down, Ghost Recon, Serious Sam SE und Vietcong) zu finden sind. Das auf der Packung vermerkte Red Faction Demo ist aufgrund der Indizierung hierzulande nicht enthalten.
Als einzige Vollversion gibt es die Action-Sim Comanche4 von Novalogic.
An Hardware liegt ein gedrucktes Handbüchlein in englischer Sprache bei, das Installation und erste Schritte bei der Konfiguration des Multi-Display-Managers nView erklärt. Ein DVI-DSub-Adapter ist mittlerweile ebenso selbstverständlich wie eine TV-out Verlängerung. Dazu erhält der Kunde ein Splitterkabel, welches Video-Ein- und Ausgang, die auf einer Buchse am Slotblech zusammengefasst sind, trennt.
Kommen wir nun zur erst auf den zweiten Blick interessanten "ProCardex GeForce4 Ti4200-8X 128MB".
Auf dem poppig designten Karton prangt unübersehbar der Aufkleber, der uns das genaue Modell verrät. Das hübsche, goldene PCB wird von einem ebenso goldenen Kühler beherrscht, der mit seinem transparenten, neunblättrigen Rotor den mit standardmäßigen 250MHz getakteten GeForce4-Chip recht unauffällig auf Temperatur hält.
Das Slotblech bietet mit DSub-, DVI- und TV-Ausgängen den Standard moderner Grafikkarten, den allerdings einige Billigmodelle manchmal doch nicht einhalten und beispielsweise den DVI einsparen.
An Beigaben erhält man ein recht kurzes TV-out Kabel, ein schwarz-weiss gedrucktes, englischsprachiges Handbuch und eine Treiber-CD. Auf dieser (bei uns in Version 1.1N) findet sich außer passenden Treibern für alle gängigen Windows-Betriebssysteme auch die auf der Packung angesprochene WinDVD-Version. Vorhanden sind Installationsverzeichnisse sowohl für die normale Zweikanal- als auch für eine 5.1-Mehrkanal-Version, die sich Intervideo sonst reichlich vergüten läßt. Der uns gelieferte Key funktionierte anstandslos auch für die Multi-Channel-Version. Derzeit warten wir noch auf eine Rückmeldung von ProCardex, ob das gewollt oder Zufall ist.
Ein weiteres kleines Highlight ist der verbaute RAM. In TSOP-Bauform mit einer nominellen Zugriffszeit von 250MHz (4ns) läuft er standardmäßig leicht übertaktet auf 263MHz, ein wenig mehr also, als es dem GeForce4-Ti4200-Standard entspricht.
Für den TV-output sorgt der SAA7104E von Philips. Nicht ganz so gelungen, wie ein bsw. ein Chip von Conexant, erfüllt er doch seine Funktion.
Die technischen Daten haben wir wie immer der Übersicht halber in einer kleinen Tabelle zusammengefasst.
| GFFX5600 | GF4 Ti4200-8X | GF3 Ti 500 | GF3 | R 9500 | R 9000 Pro | |
| Chip | nV31 | nV28 | nV20 | nV20 | R300 | RV250 |
| Herstellung in: | 0,13µ | 0,15µ | 0,15µ | 0,15µ | 0,15µ | 0,15µ |
| Transistoren | ~75M | ~63M | ~57M | ~57M | ~107M | ~40M |
| Chiptakt | 325MHz | 250MHz | 240MHz | 200MHz | 275MHz | 275MHz |
| Renderpipelines | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Pixelfüllrate | 1300MP/s | 1000MP/s | 960MP/s | 800MP/s | 1100MP/s | 1100MP/s |
| TMUs je Pipeline | 1 | 2 | 2 | 2 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 1300MT/s | 2000MT/s | 1920MT/s | 1600MT/s | 1100MT/s | 1100MT/s |
| realer Speichertakt | 275MHz | 263MHz | 250MHz | 230MHz | 270MHz | 275MHz |
| Speicheranbindung | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR | 128Bit DDR |
| Speicherbandbreite | 8800MB/s | 8416MB/s | 7680MB/s | 6400MB/s | 8640MB/s | 8800MB/s |
| Single-Pass Texturoperationen | 16(D3D) / 4(OGL) | 4(D3D) / 4(OGL) | 4(D3D) / 4(OGL) | 4(D3D) / 4(OGL) | 16(D3D) / 8(OGL) | 6(D3D) / 6(OGL) |
| Vertex-Durchsatz | ~82MV/s | ~113MV/s | ~60MV/s | ~50MV/s | ~275MV/s | ~43MV/s |
| Shader-Hardware | PS2.0+, VS2.0+ | PS1.3, VS1.1 | PS1.1, VS1.1 | PS1.1, VS1.1 | PS2.0, VS2.0 | PS1.4, VS1.1 |
Zunächst noch eine kleine Anmerkung: Die Werte für die Ti4200-8X beziehen sich, insbesondere was Speichertakt und Bandbreite angeht, auf unser Testexemplar von ProCardex. Andere Ti4200-Karten können davon abweichen.
Die reinen technischen Daten sehen die FX5600 nur in der Pixelfüllrate, die aufgrund des höchsten Kerntaktes im Testfeld erreicht wird vorn, während die Ti4200-8X in der Texelfüllrate knapp punkten kann.
Erstaunlich ist die relativ geringe Vertexleistung der FX5600 - hat nVidia in dieser Beziehung bislang doch immer geklotzt statt gekleckert. Nun jedoch sinkt die TnL-Leistung auf etwa zwei Drittel der Ti4200 und das bei einem knapp ein Drittel höheren Takt.
Wir werden sehen, ob und wie sich das auf die Leistung auswirken wird.
Zum Test kam ein mit 133MHz-FSB betriebener Pentium4 auf einem i845D-Mainboard mit 512MB PC2100-RAM zum Einsatz, welcher auch zukünftig die Basis für sämtliche Grafikkarten-Tests auf ComputerBase.de stellen wird. Wir testen unter WindowsXP, da es sich mittlerweile auf die eine oder andere Weise im Homebereich durchgesetzt hat und für viele mittlerweile auch zum Spielen die erste Wahl geworden ist.
Zur Geräuschuntermalung wurde der Onboard-Sound des Boards basierend auf dem C-Media CMI8738 mit Sechs-Kanal Unterstützung verwandt.
Wir verwendeten für den GeForce FX5800 aufgrund der noch nicht abschließend geklärten Optimierungsmöglichkeiten mit den kürzlich umbenannten Quality- und Performance-Settings primär den "Application"-Modus, der die beste Bildqualität analog zur GeForce3/4 Ti insbesondere beim Einsatz anisotroper Filterung garantieren sollte. Alternativ bieten wir auch noch die Leistung im "Balanced"-Modus (zu deutsch "Ausgeglichen"), die zumindest unter Direct3D auf den ersten Blick optisch kaum zurückliegt. Die genannten Modi werden wir im vollen Review später noch ausführlich miteinander vergleichen.
Gebenchte Modi: FX5600: Anwendung (App) und Ausgeglichen (Bal) durchgehend
GeForce4 Ti4200-8X u. beide GeForce3: Ausgeglichen
Bei den GeForce4-Karten wurde manuell das in den 43.45er unerklärlicherweise abgeschaltete Early-Z Occlusion Culling zur Entfernung verdeckter Oberflächen aktiviert. Ein ähnlicher Versuch, das Hierarchichal-Z der Radeon9500 zuzuschalten machten dadurch auftretende Bildfehler zunichte.
Für eine erste kleine Leistungsschau verwenden wir folgende Programme:
Benchmarks
Da der 3DMark 2001 wie der allseits bekannte 3DMark 2000 ein rein synthetischer Benchmark ist, kann er ein guter Anhaltspunkt für zukünftige Spiele sein, da er voll auf DirectX 8 aufbaut und sich dies nach anderthalb Jahren auch langsam im Spielebereich durchzusetzen beginnt. Unter anderem aufgrund des Nature-Tests, der intensiven Gebrauch von Pixelshader-Effekten macht, ist der 3DMark2001 SE nicht nur von CPU und Grafikkarten-RAM abhängig, sondern auch sehr vom Chiptakt der Grafikkarte. Zum Einsatz kam selbstverständlich die aktuelle Version 330.
3DMark2001 SE
Angaben in Punkten
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Trotz "Ausgeglichenem" Modus vermag die FX5600 hier nicht an die Ti4200-8X oder Radeon9500 heranzureichen. Letzere wird zumindest in 1280x1024 überholt. Im Quality-I Setting (2xFSAA und 4xAF) verkehrt sich die Situation nahezu ins Gegenteil. Die FX5600 kann in 1024 klar punkten, gibt sich aber in 1280 der Radeon9500 gegenüber eine Blöße.
Das Fazit ist klar: Ohne FSAA/AF ist die Ti4200-8X ungeschlagen, mit zugeschalteten Qualitätsoptionen gibt es ein Unentschieden zwischen Radeon9500 und FX5600 im Balanced-Modus.
Der kürzlich veröffentlichte 3DMark03 ist umstritten wie kein anderer. Nachdem in ersten Tests die Karten von nVIDIA nicht so gut aussahen wie die von Erzkonkurrent ATi, gab es heftige Kontroversen um diesen Benchmark, welche sogar so weit gingen, dass nVIDIA extra einen Treiber schrieb, der auf den 3DMark03 optimiert war, um zu zeigen, wie anfällig dieser Benchmark für speziell angepasste Treiber sei. Mit einem Performance-Gewinn von knapp 50% gegenüber den regulären Treibern gelang dies auch eindrucksvoll.
Trotzdem wird auch der 3DMark03 eine gewichtige Rolle bei den meisten Tests spielen, so dass auch wir uns dem nicht ganz verschließen wollen.
3DMark03
Angaben in Punkten
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Unter dem stark pixelshaderlastigen 3DMark03, der sich eher durch die Ausrichtung auf ein vollständiges DX8.1-Featureset auszeichnet, als durch viele DirectX9-Funktionen, kann die Ti4200-8X nicht mehr mithalten.
Die Radeon9500 hat mit ihren nur 64MB Speicher ein Problem mit dem Mother Nature Test in 1280x1024 und 2xFSAA. Es wird reproduzierbar ein "DrawIndexedPrimitve failed - Out of Video Memory"-Fehler vermeldet und der Test wird abgebrochen. Ohne die Punkte aus dem Mother Nature Test erreicht die Radeon9500 hier nur noch 658 3DMarks und kann die Ti4200-8X nur sehr knapp schlagen.
Aber der klare Sieg der beiden DX9-Karten FX5600 und mit Einschränkungen auch der Radeon9500 wird durch ein kleines, aber nicht zu vernachlässigendes Detail getrübt: Die Frameraten der schwerpunktmäßig in die Endwertung eingehenden Game-Tests 2-4 sind durchweg unterhalb der 15fps-Marke und sind somit zwar Punktelieferanten, sagen aber gleichzeitig eine Menge über den realen Nutzwert solch aufwendiger Shaderoperationen aus.
Der Fablemark wurde, wie auch der nachfolgende Templemark, von PowerVR entwickelt und dient trotz eines sehr hohen Anteils an Overdraw der Zurschaustellung der Stärken des Kyro-Chips was den Stencil-Buffer angeht.
Natürlich wird auch auf allen anderen Karten die Stencil-Performance stark gefordert, so dass dieser Test ein Indiz für kommende Spiele sein kann, die vor dem eigentlichen Rendering einen Z-/Stencil-only Pass einlegen, um vorab jeglichen Overdraw zu vermeiden. John Carmack z.B. von id-Software programmiert gerade so eine Engine für sein nächstes Spiel, welches noch dieses Jahr erscheinen soll.
FableMark
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Hier wiederholt sich das Bild aus dem 3DMark2001 SE, ausser, daß die Ti4200-8X auch mit aktiviertem 2xAA und 4xAF knapp das Hase-und-Schildkröte Rennen für sich entscheiden kann. Erstaunlich ist hier das starke Abschneiden der GeForce3, welche die Radeon9500 sogar teilweise abhängen kann.
Der Templemark ist, genau wie der vorhergehende Fablemark, ursprünglich ein Demonstrationsprogramm von PowerVR gewesen. Da er jedoch eine Menge aktuelle Features, wie Hardware-TnL, Bump Mapping und bis zu 6 Texturlagen in einem Durchgang unterstützt, eignet er sich auch gut als unabhängiger Benchmark, der garantiert nicht auf nVidia- oder ATi-Chips optimiert ist.
Templemark
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Das starke Abschneiden der Ti4200-8X gepaart mit einer Schwächeerscheinung der FX5600, die sich ohne FSAA und AF sogar einer Radeon9000 und GeForce3 Ti500 geschlagen geben muss, macht eine Ursachenforschung in diesem Multitexturing-Test schwierig.
Wahrscheinlich sind die Texturen, die der Templemark verwendet, nicht gut geeignet, um von der sog. Intellisample-Technologie der GeForce FX optimiert und beschleunigt verarbeitet zu werden. Das erklärt auch die so gut wie nicht vorhandenen Unterschiede zwischen dem anwendungsgesteuerten und dem ausgeglichenen Modus.
Mit Quality-I Settings sieht die Welt dagegen schon anders aus. Die Radeon9500 thront überlegen an erster Stelle und die FX5600 kann knapp den zweiten Platz erringen.
Comanche 4 ist ein ebenfalls recht neues Spiel, welches umfangreichen Einsatz von Pixelshadern und einer große Menge von Polygonen zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde, ein Fest für die TnL-Einheiten der Grafikchips.
Comanche4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Comanche4 stellt die TnL-Einheiten der Chips auf eine schwere Probe. In Verbindung mit detailierten Texturen und großflächigem Pixelshader-Einsatz kann sich die FX5600 hier nur von den beiden GeForce3 in die Zange nehmen lassen.
Selbst mit 2xAA und 4xAF kann die Ti4200-8X in diesem Falle ihren Nachfolger in Spe auf Distanz halten und das sogar in der höheren Auflösung.
Aufällig ist der große Rückstand, mit dem sämtliche 64MB-Karten den Quality-Test in 1280x1024 beenden, hier scheinen sich große lokale Speichermengen anscheinend doch auszuzahlen.
Max Payne nutzt die Max-FX Engine, wie sie auch schon im 3DMark2001 verwendet wurde. Es werden hohe Anforderungen an die Hardware gestellt, da sehr komplexe und aufwendige 3D Effekte verwendet werden. Trotz einiger verwendeter DirectX 8.0 Funktionen wird jedoch noch statisches T&L gemäß DirectX 7.0 genutzt. Zum Einsatz kam der PCGH-Benchmark Mod mit dem VGA Demo als Timedemo, gebencht wurde ausschließlich in 32 Bit Farbtiefe, mit 32 Bit Texturen und allen Settings auf "high". Mittlerweile sollten zumindest High-End Grafikkarten auch keinen Max Payne mehr in hohen und höchsten Auflösungen fürchten müssen. Erst das Zuschalten von FSAA und AF könnte einige Ruckler in den ansonsten flüssigen Spielverlauf zaubern.
Max Payne
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Max Payne bedeutet für die FX5600 wirklich maximalen Schmerz. Selbst in 1280x1024 kann sie sich wohl nur aufgrund des größeren Speichers mit FSAA und AF knapp vor den älteren 64MB-Karten halten.
Ob hier noch ein Fehlverhalten im Treiber vorliegt oder ob Max Payne den GeForce FX-Karten an sich nicht liegt, wird sich wohl erst später herausstellen.
Sämtliche anderen GeForces sehen dagegen sehr gut aus und die Ti4200-8X vermag sogar der Radeon9500 in 1280 mit Quality-I Settings auf den Fersen zu bleiben.
In diesem Test wollten wir wissen, wie sich nun die Verkaufsversion von Aquanox, die oftmals als Bundle aktuellen Grafikkarten beilag, auf eben diesen spielen lässt. Wie zu erwarten war, sind die durchschnittlichen fps deutlich höher als z.B. beim stark pixel- und vertexshaderlastigen Aquamark.
Getestet wurde die Magellan-Zwischensequenz nach den Einstellungen der Benchmark-Vorgabe des 3D-Center [4], d.h. mit vollen Details, die jeder Grafikkarte besonders durch die bis zu sechs Texturschichten auf dem Meeresboden das Äußerste abverlangen.
Aquanox
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Aquanox zwingt die FX5600 nur gegenüber der Ti4200-8X dazu, auf Tauchstation zu gehen. Ohne FSAA und AF ist gegen die überlegene Texelfüllrate der ProCardex-Karte kein Kraut gewachsen, so daß FX5600 und Radeon9500 sich um den zweiten Platz balgen.
Die Qualitätssettings entscheidet die Radeon für sich, ohne jedoch in 1280x1024 noch überzeugen zu können, denn sie liegt vor den nahezu gleichlangsamen Ti4200-8X und FX5600 nur knapp in Front.
Für diesen Benchmark stand uns nur die Demo des beliebten Ego-Shooters zur Verfügung, was den Vorteil hat, dass jeder auch ohne Erwerb des Vollpreisproduktes die Benchmarks nachvollziehen kann.
Obwohl erst im letzten Jahr erschienen und graphisch durchaus beeindruckend, zieht Unreal Tournament 2003 gerade einmal die DirectX7-Register. Es ist zwar durchaus richtig, dass Pixelshader DX8-kompatibler Grafikkarten Verwendung finden, jedoch geschieht dies ausschließlich zur Performance-Steigerung. Das Spiel sollte auf einer Hardware-TnL-fähigen DirectX7-Karte genauso aussehen, wie es das auf DirectX-8 Karten tut.
Der im Demo integrierte Benchmark besteht aus zwei, eigentlich eher vier Teilen. Es werden nacheinander, mit jeweils zwischenzeitlich erfolgendem Engine-Neustart der Außenlevel Antalus und der Innenlevel Asbestos zunächst ohne Feindeinwirkung im sogenannten Timedemo-Modus, also so schnell als möglich, durchflogen und der hieraus gebildete Mittelwert liefert den hier verwandten "FlyBy"-Score.
UT2003 Demo -FlyBy
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Ohne FSAA kann die Ti4200-8X noch absolut überzeugen, die FX5600 kann mit weitem Abstand die Radeon9500 in die Anwendungs- und Ausgeglichen-Zange nehmen.
Mit FSAA gelingt der FX5600 dasselbe Kunststück, nur, daß sich in dieser Zange nun auch die Ti4200-8X befindet.
Serious Sam ist ja schon aus vielen älteren Grafikkartentests hinlänglich bekannt. Da aber auch dort die Frameraten mittlerweile in schwindelerregende Höhen geschossen sind, und das trotz der sehr fordernden Qualitätseinstellungen, haben wir uns vor geraumer Zeit entschlossen, auf den Nachfolger umzusatteln. Zum Einsatz kamen dabei die Benchmarkscripte von 3D-Center [5], die der Grafikkarte das Äußerste abverlangen.
Serious Sam SE -OGL
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Die OpenGL-Treiber von nVidia scheinen sich Serious Sam besonders ernsthaft anzunehmen. So führt die Ti4200-8X noch vor dem fortschrittlicheren, aber offenbar nicht immer leistungsstärkeren FX5600 und wird erst in 1280x mit FSAA und AF überholt.
Die Radeon9500 läuft hier ein wenig unrund und kommt sowohl ohne als auch mit bildqualitätssteigernden Features auf das grobe Leistungsniveau einer GeForce3 Ti500.
Ein eher selten genutzer Test im Benchmarkparcours ist eigentlich ein alter Hut. American McGee's Alice, wie das Spiel mit vollem Namen heisst, basiert sowohl auf der Quake3-Engine als auch auf einer leicht psychedelischen Version von Alice im Wunderland. Sowohl Polygonzahl als auch Texturdetails wurden gegenüber der Quake3-Urversion erheblich gesteigert, so dass die graphischen Ansprüche für Alice schon ein ganzes Stückchen über dem Original liegen. Getestet wurde das in einem Aussenlevel ablaufende und damit aufgrund der Q3-Engine für besondere Schwierigkeiten sorgende Curiosity-Timedemo mit den maximalen Details, die im Spiel vorgesehen sind. Zusätzlich wurde noch per Konsole der trilineare Filter aktiviert, für den es im Spiel selber keinen Schalter gibt, mit dem Befehl r_texturemode GL_LINEAR_MIPMAP_LINEAR und einem folgenden vid_restart aktiviert.
Durch den Einsatz von zusätzlichen Detail-Texturen im Nahbereích ergibt sich eine optisch gelungene und aufgrund des eher ungewöhnlichen Settings ungewöhnliche Spieleerfahrung in diesem Third-Person Action-Adventure.
Alice -OGL
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Ti4200-8X und FX5600 sind hier nur als gleichwertig zu bezeichnen. Erst mit aktiviertem FSAA und AF kann die FX5600 der Ti4200-8X das Wasser abgraben. Abermals schneiden die beiden Radeons nicht sehr gut ab.
Das Fazit fällt für uns relativ eindeutig, aber doch differenziert aus: Wer mit aktuellen Titeln glücklich ist und auf FSAA und/oder AF verzichten kann (bzw. noch nichteinmal etwas davon gehört hat), der wird mit einer ProCardex Ti4200-8X und 128MB sicher ebenso glücklich, wie mit einer FX5600 und spart noch ca. 35€ dabei.
Wer allerdings Wert auf fortschrittlichere Grafikfunktionen legt und dabei die Titel von heute nur noch mit Kantenglättung und anisotrop gefilterten Texturen so richtig geniessen mag, für den wäre eine FX5600 eher die passende Wahl.
Die ProCardex GeForce4 Ti4200-8x 128MB gibt es ab einem Preis von ca. 145€ [6], die Inno3D Tornado GeForce FX5600 ViVo für etwa 190€ [7] oder für zehn Euro weniger, wenn man auf den Video-Eingang verzichten kann. Die Radeon 9500 mit 64MB kann dabei eine Alternative sein. Sie gibt es zu Preisen um 160€ in diversen Internet-Shops.
Ein außerordentlich gutes Preis-Leistungverhältnis hat außerdem noch die bei uns leider noch nicht getestete Radeon9500 Pro mit 128MB. Sie gibt es vereinzelt noch für etwa 200€ und ihre Leistung ist nocheinmal eine halbe Klasse höher einzustufen.