Mittlerweile ist eine Vielzahl der neuen Grafikkarten von ATi und nVidia in mehr oder weniger großen Stückzahlen in den Handel gelangt und erfreut Kunden auf der ganzen Welt mit einer bisher nie da gewesenen Leistung in Spielen. Auch dieses Mal ist Asus als einer der größten Hersteller von Grafikkarten weltweit mit an vorderster Front und präsentiert zwei neue Grafikkarten auf Basis von ATis R420-Chip. Und während die Asus AX 800 Pro schon von vielen als absolutes High-End-Produkt angesehen wird, setzt man mit der AX 800 XT noch einmal einen drauf und präsentiert neben der GeForce 6800 Ultra von nVidia die derzeit schnellste Consumer-Grafikkarte.
Wir werfen in diesem Artikel einen investigativen Blick auf Asus“ neue Flaggschiffe in Sachen ATi und berichten, was diese beiden Grafikkarten an Stärken und Schwächen zum Kunden bringen.
An dieser Stelle wollen wir nicht weiter auf die technischen Daten der Radeon-X800-Serie von ATi eingehen und nur in einer Tabelle kurz auf die wichtigsten technischen Daten verweisen. Wer mehr wissen möchte, dem sei unser Launchartikel [1] zu diesen Pixelbeschleunigern ans Herz gelegt.
| Radeon X800 Pro | Radeon X800 XT „PE“ | GeForce 6800 | GeForce 6800 GT | GeForce 6800 Ultra | |
| Chip | R420 | R420 | NV40 | NV40 | NV40 |
| Transistoren | 160 Mio. | 160 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. |
| Fertigung | 0,13 µm lowK copper | 0,13 µm lowK copper | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm |
| Taktung (MHz) | 475 | 520 | 325 | 350 | 400 |
| Renderpipes | 12 | 16 | 12 | 16 | 16 |
| Pixelfüllrate | 5700 MPix/s | 8320 MPix/s | 4800 MPix/s | 5600 MPix/s | 6400 MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 5700 MTex/s | 8320 MTex/s | 4800 MTex/s | 5600 MTex/s | 6400 MTex/s |
| Vertexeinheit | DX9 VS 2.0 | DX9 VS 2.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 |
| Vertexpipes | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 |
| Dreiecksdurchsatz | ca. 712 MV/s | ca. 780 MV/s | ca. 450 MV/s | ca. 525 MV/s | ca. 600 MV/s |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) |
| Pixelshader | PS 2.0+ | PS 2.0+ | PS3.0 | PS3.0 | PS 3.0 |
| FP-Einheiten | 3+1 ALU 3+1 Mini ALU 1TexOp | 3+1 ALU 3+1 Mini ALU 1TexOp | 2 (Shader-Unit 1 & 2)** | 2 (Shader-Unit 1 & 2)** | 2 (Shader-Unit 1 & 2)** |
| Speicher (MB) | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 128 MB DDR | 256 GDDR3 | 256+ GDDR3 |
| Anbindung | 256 Bit GDDR3 | 256 Bit GDDR3 | 256 Bit DDR1 | 256 Bit GDDR3 | 256 Bit GDDR3 |
| Speichertakt (MHz) | 450 | 560 | 350 | 500 | 550 |
| Bandbreite (MB/s) | 28800 | 35840 | 22400 | 32000 | 35200 |
| SinglePass Texturop. | 16 (D3D) / 8 (oGL) | 16 (D3D) / 8 (oGL) | 16 (D3D) / 4 (oGL) | 16 (D3D) / 4 (oGL) | |
| RAMDAC | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz |
| TV-Encoder | integriert | integriert | integriert | integriert | integriert |
| Sonstiges | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder |
| Präz. pro Kanal | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) |
| * nVidias High-End GPU unterstützen seit dem NV30 ein Verfahren, bei dem in den ROPs am Ende der Pipeline jeweils zwei, anstatt der üblichen einen Z-/Stencilwerte verarbeitet werden können. Solange Pixel also ohne Farbwert auskommen und auch nicht texturiert sind (Stencilschatten und reine Z-Writes) bekommt man zwei Pixel pro Takt durch eine physikalische Pixelpipeline. | |||||
| ** Wenn die vorliegenden Informationen korrekt sind, besitzt der NV40 zwei FP-Einheiten in jeder seiner 16 Pipelines. Allerdings scheint es ebenso vielfältige Möglichkeiten wie Einschränkungen zu geben, um diese gemeinsam zu nutzen. Nur die wenigsten der komplexeren Shader-Instruktionen können auf beiden wirklich parallel und ohne irgendwelche Abhängigkeiten laufen. Für detailliertere Informationen zur CineFX-Architektur der GeForceFX bietet 3DCenter.de einen passenden Artikel [2] an. | |||||
Den Anfang macht die vermeintlich kleinste Grafikkarte der Radeon-X800-Serie aus dem Hause Asus. Mit der AX 800 Pro schickt man eine durchaus konkurrenzfähige Grafikkarte mit zwölf aktiven Renderingpipelines ins Rennen. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergab einen durchschnittlichen Straßenpreis von rund 450 Euro.
Entgegen nVidias Entscheidung der GeForce 6800 Ultra zwei DVI-Ausgänge zu verpassen, setzt Asus bei der Radeon X800 Pro weiterhin auf die Kombination aus einem DVI- und einem DSub-Ausgang. Ebenfalls mit an Board ist der separate Stromanschluss zum Anschluss des Pixelbeschleunigers an das Netzteil. Dank einer optimierten Architektur verbraucht die Radeon X800 Pro etwas weniger Strom als das Vorgängermodell, die Radeon 9800 XT. Zusätzlich verpasste man der Grafikkarte den mittlerweile obligatorischen Video-Ausgang, der bei Asus sogar mit ViVo-Funktionen ausgerüstet ist.
Beim Design des PCBs hält sich Asus bei der Radeon-X800-Serie neuerdings größtenteils an die Vorgaben von ATi, setzt aber weiterhin auf den Orange-Ton, den man auch schon bei Asus' ersten Radeon-Karten finden konnte. Bei der Radeon 9800 XT ging man bezüglich des PCBs noch eigene Wege, so dass es durchaus zu einigen (Kompatibilitäts-)Problemen kommen konnte. Die Länge des PCBs ist gegenüber dem Vorgänger unverändert geblieben und die Karte sollte somit auch weiterhin einwandfrei in Barebone-Systemen einsetzbar sein. Die GeForce 6800 Ultra von nVidia könnte da schon eher Probleme bereiten, da diese größtenteils auf ein Zwei-Slot-Kühlsystem setzt. Der Kühler, den Asus auf der AX 800 Pro verbaut, erinnert größtenteils an das von ATi gefertigte Referenzdesign der Radeon 9800 XT. Gegenüber dem Standardkühler der X800 Pro zeichnet sich dieser durch eine etwas größere Fläche aus, so dass auch die Speicherchips auf der Vorderseite überdeckt werden. Allerdings haben diesen keinen Kontakt zur Kupferplatte. Als kleines Gimmick verbaut Asus im Lüfter, der einen Durchmesser von 6,5 cm hat, eine blaue LED, die besonders Case-Modder erfreuen sollte. Dieser Lüfter verrichtet seinen Dienst äußerst leise und konnte im Betrieb vom Tester trotz einem sehr leisen Gesamtsystem kaum wahrgenommen werden. Auch unter Last wird er nicht lauter und bewegt sich in einem Rahmen, der auch eines Silent-Systems durchaus würdig wäre. Beim Speicher setzt man auf GDDR3-Module aus dem Hause Samsung, die eine minimale Zugriffszeit von 2.0 ns besitzen und somit für einen Betrieb von bis zu 500 MHz ausgelegt sind. Für Übertakter ist also noch etwas Luft nach oben gegeben, taktet die AX 800 Pro standardkonform doch nur mit 450 MHz für den Speicher.
Da sich die ATi Radeon X800 Pro durchaus im High-End-Sektor aktueller Grafikkarten bewegt und man bei Asus dort traditionell nicht am Lieferumfang spart, platzierte man folgende Extras im ansehnlichen Karton der AX 800 Pro:
Gespart hat Asus hier also offensichtlich nicht. Zwar sind die beigelegten Spiele nicht mehr die neuesten, dafür kann jedoch die Webcam einiges wieder gutmachen. Diese kann man z.B. zur Videotelefonie nutzen. Aber auch für Asus' GameFace-Software, die es Anwendern erlaubt, während einer Onlinepartie mit anderen Spielern via Video zu kommunizieren, bietet sie sich an. Alles in allem kann sich die Asus AX 800 Pro für den Preis also sehen lassen.
Asus' derzeitiges Spitzenmodell im Bereich ATi hört auf den Namen AX 800 XT und gehört ob der theoretisch möglichen Leistung wohl zur Creme de la Creme der aktuell erhältlichen Grafikkarten. Leider steht es derzeit um die Verfügbarkeit dieser Grafikkarte etwas schlecht, so dass dieses Produkt nur eher schleppend in den Einzelhandel gelangt. Bei Geizhals.at ergab ein Preisvergleich einen Preis von rund 530 Euro.
Auch bei der Radeon X800 XT verbaut Asus leider keine zwei DVI-Anschlüsse. Im Moment bieten so etwas nur nVidia mit der GeForce 6800 Ultra, Gainward auf einigen auserwählten Karten sowie Sapphire. Auf dem professionellen Sektor gibt es dies natürlich zuhauf. Und so muss man sich bei der Asus AX 800 XT mit einem DVI- und einem DSub-Ausgang begnügen. Derweil fehlt natürlich der separate Stromanschluss genauso wenig wie der Video-Ausgang mit ViVo-Funktionen. Zusätzlich bietet die AX 800 XT aber noch die Möglichkeit, den Video-Ausgang intern an die Gehäusefront zu leiten. Zu diesem Zweck verpasste Asus der Karte einen extra Anschluss unterhalb des Stromsteckers.
Auch beim PCB-Design der AX 800 XT orientiert sich Asus mehr am von ATi definierten Standard als jemals zuvor. Würde man nur einen kurzen, schnellen Blick riskieren, könnte man rein äußerlich die Radeon X800 XT von der X800 Pro kaum unterscheiden. Den kleinen aber feinen Unterschied von vier zusätzlichen Pipelines und einem höheren Speicher- und Chiptakt erkennt man fast ausschließlich an den Typ-Aufklebern an der Rückseite der Grafikkarte sowie am zusätzlichen Video-Anschluss auf der Vorderseite unterhalb des Stromanschlusses. Der verbaute Kühler gleicht dem der AX 800 Pro übrigens ebenfalls wie ein Ei dem anderen. So besitzt auch dieser einen äußerst geräuscharmen Lüfter mit einem Durchmesser von knapp 6,5 cm sowie eine blaue LED, deren Nutzen sich selbstverständlich hinterfragen lässt.
Bei den Taktraten schöpft Asus aus dem Vollen und taktet die Grafikkarte konform den Spezifikationen einer Radeon X800 XT in der Platinum Edition. So taktet der R420-Chip mit 520 MHz, der GDDR3-Speicher mit 560 MHz. Von letzterem werden natürlich 256 MB verbaut, die eine minimale Zugriffszeit von 1,6 ns besitzen und bei Samsung in Taiwan gefertigt werden. Kluge Köpfe werden natürlich schon gerechnet und festgestellt haben, dass Asus somit noch ein ganzes Stück Luft nach oben zum Übertakten lässt, sind die einzelnen Module doch für einen Betrieb bei 625 MHz spezifiziert worden. Hat man den Speicher so übertaktet, hätte man die nahezu gewaltig anmutende Zahl von 40.000 MB/s Speicherbandbreite zur Verfügung.
Mit der AX 800 XT bewegt sich Asus natürlich im Bereich der absoluten High-End-Grafikkarten und sparte auch hier nicht am Lieferumfang, der dem der AX 800 Pro gleicht. Folgende Beilagen fanden wir im Karton der Asus AX 800 XT:
Bei dem wirklich happigen Verkaufspreis von knapp 530 Euro kann man die gebotene Leistung dann allerdings auch erwarten. Wer eine absolute High-End-Karte sucht, könnte bei Asus' AX 800 XT dennoch an der richtigen Stelle sein.
Die Einstellungen in den Treibern der Grafikkarten nahmen wir wie folgt vor: Grundsätzlich versuchten wir die maximale Qualität zu erreichen und stellten z.B. bei allen Karten der GeForce-6800-Serie den IQ-Regler auf die Stufe „Quality“, so dass der optimierte trilineare Filter zwar noch aktiviert ist, um die GeForce-Karten nicht gegenüber den ATi-Karten zu benachteiligen. Alle anderen Einstellungen beließen wir beim Standard, der bei der Neuinstallation des Treibers aktiviert ist. Dass der aktuelle ForceWare-Treiber von nVidia schon das Shader-Model 3.0 unterstützt. Bei den ATi-Karten beließen wir ebenfalls die IQ-Einstellungen in den Standardeinstellungen. Sowohl nVidia- wie auch ATi-Grafikkarten sollten so während des ganzen Tests eine vergleichbare Bildqualität liefern.
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests in der jeweils neuesten Version zum Einsatz:
Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark 03 aus dem Hause Futuremark. Dies veranlasste uns dazu, dieses Benchmarkprogramm doch noch in den Parcours zu integrieren, denn der Leser ist schließlich König. Alle Einstellungen zu Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht über den Treiber erzwungen.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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Wie unsere Ergebnisse recht eindrucksvoll zeigen, hat die Asus AX 800 XT hier die Nase vorn. Ihr Vorsprung bewegt sich konstant bei über 500 Punkten gegenüber der GeForce 6800 Ultra, die sich durchweg den zweiten Platz sichern kann. Die AX 800 Pro positioniert sich derweil zwischen GeForce 6800 GT und GeForce 6800 und belegt einen guten vierten Platz.
Weiter geht es mit dem AquaMark 3, welcher von den Entwicklern weitestgehend als Alternative zum 3DMark 03 designt worden ist. Und so liegt auch diesem Benchmark eine Spieleengine zugrunde, die unter anderem auch in AquaNox 2 - Revelation Verwendung fand. Allerdings wurde diese für das AquaMark 3 nochmals auf den neuesten Stand gebracht und unterstützt nun sogar einige DirectX-9-Effekte. In AquaNox 2 wird man Szenen mit einer ähnlich hohen Poligonzahl wie im AquaMark auch sehr selten finden. Alle Einstellungen zum Anti-Aliasing und zur anisotropen Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht durch den Treiber erzwungen.
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In diesem Benchmark wechselt die Führung quasi ständig zwischen der GeForce 6800 Ultra und der Asus AX 800 XT, die vor allem im Qualitätsmodus die Spitze für sich behaupten kann. Hier scheint im Allgemeinen eine Stärke der beiden Radeon-Karten von Asus zu liegen, kann die AX 800 Pro in der höchsten von uns getesteten Auflösung doch alle GeForce-6800-Karten hinter sich lassen. Geht es um reine Rohleistung, haben meist die nVidia-Karten den ersten Platz gepachtet, allerdings dicht gefolgt von den Asus-Produkten, die durchweg eine gute Figur machen.
Über das Spiel FarCry muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Dank einer sehr flexiblen und fortschrittlichen Engine, konnten die Entwickler durch den Patch zur Version 1.2 einige Neuerungen im Spiel integrieren. So beherrscht FarCry ab sofort das Shader-Model 3.0 [6] der GeForce-6800-Serie nVidias sowie das auf ATis Karten abgestimmte Shader-Model 2.0b [7]. Während ersteres nVidia-Karten zur einer weitaus effizienteren Verarbeitung der komplexen Shader durch das so genannte „Branching“ verhilft, nutzt ATi das Shader-Model 2.0b dazu, weitestgehend eine effizientere Berechnung der Lichtquellen zu erreichen. Zusätzlich beherrschen ATis R420-Karten das „Geometry Instancing“, welches eigentlich Teil des SM 3.0 ist und zu einer besseren Berechnung von Geometriedaten führt.
Um die Vorzüge der Cry-Engine zu nutzen, aktivierten wir auf allen nVidia-Karten der GeForce-6800-Serie das Shader-Model 3.0 sowie auf allen ATi X800-Karten das SM 2.0b. Die Qualitätseinstellungen im Spiel stellten wir auf das jeweilige Maximum und nahmen auch sämtliche Einstellungen bezüglich Anti-Aliasing und anisotroper Filterung im Spiel vor. Die von uns verwendete Demo wurde im Licht- und Shaderintensive Research-Level aufgenommen.
Far Cry Version 1.2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Salopp gesagt, macht die Asus AX 800 XT nVidias GeForce 6800 Ultra in FarCry richtig nass. Anders kann man es wohl nicht deuten, dass diese Grafikkarte konstant mindestens zehn Bilder pro Sekunde Vorsprung besitzt. Aber auch Asus' AX 800 Pro schlägt sich wacker, ist der GeForce 6800 GT stets auf den Fersen und kann diese in der 1024-Auflösung sogar überholen. Gegenüber der GeForce 6800 hat man derweil des Öfteren einen komfortablen Vorsprung. Wenn Doom 3 für nVidia-Karten entwickelt worden ist, ist FarCry wohl das Pendant für ATi. Ach ja, FarCry gewinnt auf ATi-Karten durch SM 2.0b mehr Performance als die GeForce-6800-Karten von nVidia durch SM 3.0. Etwas verwunderlich war außerdem das Abschneiden der alten GeForce-FX-Karten, die mit FarCry in der Version 1.2 wohl gar nicht zurechtkommen und keine akzeptable Performance lieferten.
Weiter geht es mit Unreal Tournament 2004, einem recht aktuellen Multiplayer-Shooter. Dieser basiert weitestgehend auf der Engine, mit der auch schon der Vorgänger programmiert worden ist. Allerdings wurde diese um einige Effekte bereichert, so dass jetzt auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. Ansonsten hat sich aber gegenüber UT 2003 nicht viel geändert. Um die von uns getesteten Grafikkarten zu belasten, wählten wir eine Flyby-Demo aus der Map „DM-Inferno“. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten über die Treiber erzwungen werden, da Unreal Tournament 2004 leider keine dementsprechende Funktion bietet.
Unreal Tournament 2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2004 zeigt ein ähnliches Ergebnis wie zuvor AquaMark 3. Geht es um die pure Rohleistung, hat die GeForce 6800 Ultra die Nase vorn. Schaltet man allerdings AA und AF hinzu, wendet sich das Blatt rapide und die Asus AX 800 XT nimmt den Platz an der Sonne ein. In diesem Modus kann die Asus AX 800 Pro sogar einer GeForce 6800 GT gefährlich werden, muss sich im Rohleistungs-Modus allerdings von einer GeForce 6800 jagen lassen.
Fast schon ein altes Eisen in unserem Benchmarkparcours ist „RtCW - Enemy Territory“, quasi der Multiplayerteil eines indizierten Shooter mit WW2-Thematik. Enemy Territory steht bei uns stellvertretend für eine ganze Reihe von Spielen, die auf der Quake-3-Engine entwickelt worden und in den vergangenen Jahren auf dem Markt erschienen sind. Die Spieldetails stellten wir auf“s Maximum und testeten mit einer Demo, die auf der Map „Radar“ erstellt worden ist. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten durch den Treiber erzwungen werden.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In der niedrigsten 1024-Auflösung ist Enemy Territory ganz klar CPU-limitiert. Hier schafft es keiner der Kontrahenten sich gravierend abzusetzen. Erst im Qualitätsmodus sondiert sich das Feld etwas und die Grafikkarten der neuesten Generation übernehmen die Spitze. Die Asus AX 800 XT belegt hier einen guten dritten Platz, direkt hinter der GeForce 6800 Ultra und der GT. Die Asus AX 800 Pro folgt ihr auf dem Fuße und kann die GeForce 6800 distanzieren. Erst in der letzten Auflösung kann die AX 800 XT die GeForce 6800 Ultra hinter sich lassen.
Doom 3 ist erst seit dem 12. August 2004 auf dem deutschen Markt erhältlich, gilt aber schon jetzt als ein Meilenstein in der Geschichte der PC-Spiele. Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegenen OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Zusätzlich sorgen imposante Licht- und Schatteneffekte für die nötige Gruselstimmung. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert. Zum Einsatz kam die von Entwickler id Software aufgenommen „Demo1“ und die im Spiel integrierte Timedemo-Funktion. Weitere Details zu Doom 3 gibt es in einem unser ausführlichen Artikel [8].
Doom 3 "High Detail"
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Das Postulat, Doom 3 wurde für nVidia-Karten entwickelt, scheint sich in der Tat zu bewahrheiten. Düpierte Asus' AX 800 XT in FarCry noch die Konkurrenz, diffamiert in Doom 3 die GeForce-6800-Serie die restlichen Mitstreiter. Die AX 800 XT kann zwar durchweg einen dritten Platz erreichen, liegt aber oftmals weit hinter der GeForce 6800 Ultra und der 6800 GT. Dies soll allerdings nicht heißen, dass die Asus AX 800 eine schlechte Grafikkarte für Doom 3 ist. Ganz im Gegenteil, denn auch sie biete durchweg spielbare Ergebnisse und die Performancevorteile einer 6800 Ultra sollte man im heißen Kampf mit Zombies und Monstern aus den Tiefen der Hölle kaum bis gar nicht merken. Die Revanche für FarCry ist nVidia dennoch mehr als gelungen.
Wenn der gemeine PC-Spieler an Tomb Raider denkt, kommt er wohl unweigerlich auf lustlose Rätsel, vollbusige Actionheldinnen und Clipping-Fehler. Dass „Tomb Raider - Angel of Darkness“ dennoch auf einer recht passablen Grafikengine basiert, vergessen viele dabei aber nur allzu oft. Diese zeichnet sich durch ihre große Variabilität aus, die wir uns hier zu Nutze machen wollen. Zudem unterstützt das Spiel bereits einige Effekte, die Pixel- und Vertex-Shader 2.0 voraussetzen. Zusammen mit dem Gebrauch von Bump Mapping und hochauflösenden Texturen wird das Spiel zwar nicht zum puren Augenschmaus wie z.B. FarCry, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Zum Messen benutzten wir das Programm „Bench'em'All“, das es uns erlaubt, komfortabel die eingebaute Timedemo-Funktion zu nutzen. Wir stellten die Texturqualität auf 32 Bit, aktivierten alle PS-2.0-Effekte und sollten somit auch moderne Grafikkarten in Bedrängnis bringen.
Tomb Raider - AoD v49
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In diesem Spiel hat die Asus AX 800 XT klar die Nase vorn. Der GeForce 6800 Ultra und der 6800 GT bleiben nichts anderes als die Plätze zwei und drei übrig - dicht gefolgt von der Asus AX 800 Pro, die auch in diesem Spiel eine sehr gute Leistung zeigt. Auffällig ist wiederum der rapide Performanceeinbruch der GeForce-FX-Karten, der wohl durch die eher schlechte Shader-Verarbeitung zu erklären ist.
* Tomb Raider verweigert leider strikt den Dienst in dieser Einstellung, wenn man eine Grafikkarte von nVidia mit 128 MB Speicher nutzt. Als wir das Spiel durch einige Tricks zum Laufen bekommen hatten, produzierte es leider schwere Bildfehler, so dass wir von einer Messung abgesehen haben.
Zum Schluss wollen wir nochmals auf das durchaus beliebte Performancerating zurückkommen und einen genaueren Blick darauf werfen.
Performancerating 1024x768
Angaben in Prozent
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In der 1024er-Auflösung kann die AX 800 XT von Asus die Spitzenposition einnehmen. Allerdings folgt ihr die GeForce 6800 Ultra auf dem Fuße, so dass man diesen beiden Grafikkarten eine nahezu identischen Leistung attestieren kann. Die „kleine“ Asus AX 800 Pro sortiert sich derweil - wie erwartet - zwischen der GeForce 6800 GT und der GeForce 6800 ein.
Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
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Auch in der nächst höheren Auflösung sind AX 800 XT und GeForce 6800 Ultra nahezu gleich schnell. Die Asus AX 800 pro belegt immer noch den vierten Platz, verliert allerdings etwas Boden gegenüber der GeForce 6800 GT, die von ihren 16 Pipelines profitieren kann. Der Abstand zur ebenfalls mit zwölf Pipes ausgestatteten GeForce 6800 wird derweil kleiner.
Performancerating AA & AF
Angaben in Prozent
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Wirft man einen Blick auf das letzte Rating, wird schnell klar, dass die AX 800 XT von Asus ihre Stärken vor allem unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung hat. Hier kann sie zum ersten Mal die GeForce 6800 Ultra etwas distanzieren und die Asus AX 800 Pro nähert sich zumindest etwas der GeForce 6800 GT. Die GeForce 6800 wird derweil links liegen gelassen. Wer also gerne mit hoher Bildqualität spielt, der ist mit beiden Asus-Karten sehr gut bedient.
Wieder einmal neigt sich ein Artikel dem Ende entgegen und so resümieren wir, dass es sich bei beiden heute getesteten Asus-Karten um sehr gute Grafikkarten handelt, die sich eine überaus überzeugende Leistung in unseren Benchmarks geliefert haben. Allerdings hat die ganze Sache auch einen Haken:
Asus AX 800 Pro:
So kostet die Asus AX 800 Pro in etwa so viel wie eine GeForce 6800 GT. Das Problem daran ist nur, dass die GeForce dank ihrer 16 Pipelines teilweise weitaus schneller ist als das Pro-Modell von Asus. Eine Kaufentscheidung hängt hier also größtenteils von persönlichen Präferenzen ab. Falls man in der nächsten Zeit eine solche Grafikkarte kaufen möchte, sollte man also lieber noch etwas warten, bis sich die Preise stabilisiert haben, denn wir glauben nicht, dass die Asus AX 800 Pro lange auf dem Preisniveau einer GeForce 6800 GT verweilen wird. Hier rechnen wir mit einem relativ hohen Preisverfall, der der Leistung der beiden Grafikkarten konform ist. Falls es dennoch unbedingt eine Radeon X800 Pro sein soll, ist man mit dem Modell von Asus wohl trotzdem gut bedient. Der Kühler ist leise, die Karte ist schnell und der Lieferumfang ist üppig. Fazit: Eine sehr gute Grafikkarte mit wenig Schwächen zu einem - leider - recht hohen Preis.
Asus AX 800 XT:
Weiter geht es mit der Asus AX 800 XT, die das momentane Flaggschiff in Asus' Portfolio darstellt. Und so präsentierte sich diese Grafikkarte dann auch außerordentlich performant. Sie lieferte sich in nahezu allen Benchmarks ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen mit nVidias GeForce 6800 Ultra und musste nur in Doom 3 eine Niederlage hinnehmen. Allerdings macht die Asus-Karte das in FarCry wieder wett. Hier konnte man die Konkurrenz von nVidia nahezu düpieren und belegte einsam und allein den Platz an der Sonne. Eine weitere Stärke der Asus AX 800 XT ist Anti-Aliasing und die anisotrope Filterung, da man sich so doch recht deutlich von der GeForce 6800 Ultra absetzen kann. Einen Haken hat das ganze - wie bereits angekündigt - allerdings ebenfalls. So ist die Asus AX 800 XT - wie fast alle Radeon X800 XT-Karten - so gut wie gar nicht erhältlich und entwickelt sich mehr und mehr zu einem Papiertiger. Trotzdem und mit Hoffnung auf eine baldige Markteinführung hat sich diese Grafikkarte dank ihrer exorbitant guten Leistung den Hardware-Hammer dennoch redlich verdient. Fazit: Extrem schnelle Grafikkarte mit großem Lieferumfang und keinen nennenswerten Schwächen, die leider kaum erhältlich ist.