Stets an vorderster Front, wenn es um Grafikkarten von nVidia geht, ist Inno3D schon seit langer Zeit einer der treuesten Partner des gelb-grünen Riesen aus den USA und versucht seine Position am Markt - und gerade in Deutschland - kontinuierlich auszubauen. Dass die Beziehung zu nVidia durchaus vital und freundschaftlich ist, beweist derweil allein schon die Tatsache, dass man als einer der ersten Hersteller Grafikkarten des Typs GeForce 6800 Ultra liefern konnte. In diesem Artikel wollen wir nun einen näheren Blick auf die neueste Grafikkarten-Generation von nVidia auf Basis des NV40-Chips werfen. Mit dabei sind neben der absoluten High-End-Karte GeForce 6800 Ultra auch die 6800 GT als neue Mittelklasse sowie die GeForce 6800, die als neuer Geheimtipp gelten könnte und zudem zu einem sehr fairen Preis den Besitzer wechselt. Was Inno3D zu den insgesamt drei Testkandidaten in die Kartons packt und wie man sich gegen die Konkurrenz von ATi schlägt, wollen wir auf den nun folgenden Seiten genauer unter die Lupe nehmen.
An dieser Stelle wollen wir nicht weiter auf die technischen Daten der GeForce-6800-Serie von nVidia eingehen und ihnen nur in eine kurze Tabelle widmen. Wer mehr wissen möchte, dem sei unser Launchartikel [1] zu diesen Pixelbeschleunigern ans Herz gelegt.
| Radeon X800 Pro | Radeon X800 XT „PE“ | GeForce 6800LE | GeForce 6800 | GeForce 6800 GT | GeForce 6800 Ultra | |
| Chip | R420 | R420 | NV40 | NV40 | NV40 | NV40 |
| Transistoren | 160 Mio. | 160 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. | ca. 222 Mio. |
| Fertigung | 0,13 µm lowK copper | 0,13 µm lowK copper | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm |
| Taktung (MHz) | 475 | 520 | 300 | 325 | 350 | 400 |
| Renderpipes | 12 | 16 | 8 | 12 | 16 | 16 |
| Pixelfüllrate | 5700 MPix/s | 8320 MPix/s | 2400 MPix/s | 3900 MPix/s | 5600 MPix/s | 6400 MPix/s |
| TMUs je Pipe | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Texelfüllrate | 5700 MTex/s | 8320 MTex/s | 2400 MTex/s | 3900 MTex/s | 5600 MTex/s | 6400 MTex/s |
| Vertexeinheit | DX9 VS 2.0 | DX9 VS 2.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 | DX9 VS3.0 |
| Vertexpipes | 6 | 6 | 5 | 6 | 6 | 6 |
| Dreiecksdurchsatz | ca. 712 MV/s | ca. 780 MV/s | ca. 450 MV/s | ca. 487 MV/s | ca. 525 MV/s | ca. 600 MV/s |
| Texturen pro Pass | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) | 8 (16) |
| Pixelshader | PS 2.0+ | PS 2.0+ | PS3.0 | PS3.0 | PS3.0 | PS 3.0 |
| FP-Einheiten | 3+1 ALU 3+1 Mini ALU 1TexOp | 3+1 ALU 3+1 Mini ALU 1TexOp | 2 (Shader-Unit 1 & 2)** | 2 (Shader-Unit 1 & 2)** | 2 (Shader-Unit 1 & 2)** | 2 (Shader-Unit 1 & 2)** |
| Speicher (MB) | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 128 MB DDR | 128 MB DDR | 256 GDDR3 | 256+ GDDR3 |
| Anbindung | 256 Bit GDDR3 | 256 Bit GDDR3 | 256 Bit DDR1 | 256 Bit DDR1 | 256 Bit GDDR3 | 256 Bit GDDR3 |
| Speichertakt (MHz) | 450 | 560 | 350 | 350 | 500 | 550 |
| Bandbreite (MB/s) | 28800 | 35840 | 22400 | 22400 | 32000 | 35200 |
| SinglePass Texturop. | 16 (D3D) / 8 (oGL) | 16 (D3D) / 8 (oGL) | 16 (D3D) / 4 (oGL) | 16 (D3D) / 4 (oGL) | 16 (D3D) / 4 (oGL) | 16 (D3D) / 4 (oGL) |
| RAMDAC | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz | 2x400 MHz |
| TV-Encoder | integriert | integriert | integriert | integriert | integriert | integriert |
| Sonstiges | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder | DVD MC/iDCT, MPEG2 En- / Decoder, MPEG4 En- / Decoder |
| Präz. pro Kanal | 24Bit (FP24) | 24Bit (FP24) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) | 32Bit (FP32) |
| * nVidias High-End GPU unterstützen seit dem NV30 ein Verfahren, bei dem in den ROPs am Ende der Pipeline jeweils zwei, anstatt der üblichen einen Z-/Stencilwerte verarbeitet werden können. Solange Pixel also ohne Farbwert auskommen und auch nicht texturiert sind (Stencilschatten und reine Z-Writes) bekommt man zwei Pixel pro Takt durch eine physikalische Pixelpipeline. | ||||||
| ** Wenn die vorliegenden Informationen korrekt sind, besitzt der NV40 zwei FP-Einheiten in jeder seiner 16 Pipelines. Allerdings scheint es ebenso vielfältige Möglichkeiten wie Einschränkungen zu geben, um diese gemeinsam zu nutzen. Nur die wenigsten der komplexeren Shader-Instruktionen können auf beiden wirklich parallel und ohne irgendwelche Abhängigkeiten laufen. Für detailliertere Informationen zur CineFX-Architektur der GeForceFX bietet 3DCenter.de einen passenden Artikel [2] an. | ||||||
Den Anfang macht die vermeintlich kleinste Karte der neuen GeForce-6800-Serie aus dem Hause nVidia. Trotz der nur zwölf aktiven Pipelines schickt Inno3D mit dieser Grafikkarte ein durchaus konkurrenzfähiges Produkt zu einem überaus fairen Preis ins Rennen. Zwar werden die aktuellsten Inno3D-Karten der 6. GeForce-Generation noch nicht bei Geizhals.at gelistet. Eigene Recherchen ergaben jedoch einen Preis bei knapp unter 300 Euro (Beispielsweise bei Netzladen24.de). Mit der Verfügbarkeit sieht es ebenfalls gut aus. So sind Grafikkarten des Typs GeForce 6800 allgemein recht weitläufig erhältlich und keine Geisterschiffe, die nur in irgendwelchen Listen von Händlern auftauchen, ohne real verfügbar zu sein.
Verlötet man auf der GeForce 6800 Ultra zwei DVI-Anschlüsse, muss man sich mit einem DVI- und einem DSub-Ausgang auf der GeForce 6800 begnügen. Auch ansonsten hält man sich an den von nVidia vorgegebenen Standard und setzt zusätzlich einen Video-Ausgang auf die Platine, der leider kein Video-In-Feature beherrscht. Auch bei der Inno3D GeForce 6800 fehlt natürlich der extra Stromanschluss zum Anschluss der Grafikkarte an das Netzteil des PCs nicht. Allerdings hat dieser Pixelbeschleuniger davon nur einen und nicht deren zwei, wie sie die 6800 Ultra aufweist.
Beim Design des PCBs geht Inno3D keine Kompromisse ein und setzt vollkommen auf das von nVidia entwickelte Referenzdesign. Dieses beschert der GeForce 6800 dann auch eine Länge, die drei cm über die der Radeon X800 Pro hinausragt - aber in kaum einem Barebone-System für akuten Platzmangel sorgen dürfte. Im Gegensatz zur GeForce 6800 Ultra setzt man bei der 6800er auch nur auf einen Kühler, der keinen weiteren Slot belegt. Einem Einsatz in einem beengten Barebone steht also nichts im Wege. Der Kühler verrichtet dann auch im Großen und Ganzen seinen Dienst recht effektiv. So ist er durchweg nicht als laut zu bezeichnen, erzeugt aber doch etwas mehr Lärm als der einer Radeon X800 Pro oder XT. Dies liegt wohl in erster Linie daran, dass der Lüfter nur einen Durchmesser von gut 4,5 cm hat und somit weniger Luft bewegen kann als der 6,5-cm-Lüfter der Radeon. Etwas irreführend erscheint die Aufschrift „The Ultimate Thermal Solution by Coolermaster“ prangt, denn obwohl beide Hersteller eine enge Zusammenarbeit angekündigt haben und Inno3D-Karten mit der von Coolermaster entwickelten Heatpipe im Programm hat, handelt es sich hier einwandfrei um den Referenzkühler.
Obwohl lediglich DDR1-Speicher verbaut ist, hat man sich trotzdem dazu entschlossen, diesen - wenn auch nur passiv - zu kühlen. Um die erzeugte Wärme abzuleiten, verbaute man eine Heatpipe, die parallel zu den Speicherchips verläuft und die Abwärme in Richtung des aktiv gekühlten Teiles der Kühlekonstruktion leitet. Das Ergebnis ist eine leise und kühle Grafikkarte, die sich wohl vor kaum einem Konkurrenten verstecken muss. Übrigens, auf der GeForce 6800 werden leider nur 128 MB Texturspeicher verbaut.
Wenn man Produkte von Asus oder MSI gewöhnt ist, könnte einem der Lieferumfang der Inno3D GeForce 6800 durchaus spärlich vorkommen. Folgende Sachen fanden wir im Karton der Grafikkarte:
Quasi die goldene Mitte bildet die GeForce 6800 GT von Inno3D. Sie stellt nicht nur preislich sondern auch von der Performance her die Mitte des neuen Trios dar. Gegenüber der GeForce 6800 kann sie mit vollen 16 Pipelines und schnellerem Speicher auftrumpfen. Allerdings lässt man sich dieses Mehr an Geschwindigkeit auch bezahlen. Rund 420 Euro sind derzeit für das Modell zu berappen.
Leider müssen sich zukünftige Besitzer einer GeForce 6800 GT weiterhin darauf einstellen, auf zwei DVI-Ausgänge zu verzichten. Dieses Feature bietet Inno3D nur bei der 6800 Ultra. Kaum verwunderlich, hält man sich doch fast gänzlich an nVidias Vorgaben und diese sehen keinen zweiten DVI-Ausgang bei der 6800 GT vor. Ebenfalls mit von der Partie ist ein TV-Anschluss mit Video-Out-Funktion sowie ein zusätzlicher Stromanschluss für die bitter nötige, zusätzliche Portion Strom direkt vom Netzteil. Die 50 MHz weniger Chiptakt gegenüber der 6800 Ultra reichen offenbar aus, die Karte nur mit einem Anschluss zu betreiben.
Wirft man einen näheren Blick auf das PCB der GeForce 6800 GT von Inno3D fällt schnell auf, dass dieses mit dem der 6800 Ultra nahezu identisch ist. Einziger Unterschied ist die etwas ausladendere Stromversorgung bei der Ultra-Karte, die durch den zweiten Stromanschluss zustande kommt. Weiterhin für gut befunden wurde das Design des Kühlers. Dieser beschränkt sich auf einen Slot und sollte somit mit fast jedem erhältlichen Barebone kompatibel sein. Dies kann man von der GeForce 6800 Ultra bekanntlich leider nicht behaupten.
Kam bei der GeForce 6800 noch guter, alter DDR1-Speicher zum Einsatz, muss man bei der 6800 GT schon zu größerem Kaliber greifen. Hier verbaut man 256 MB GDDR3-Speicher von Samsung mit einer minimalen Zugriffszeit von 2,0 ns. Luft nach oben ließ man hier also nicht, entsprechen die maximal 500 MHz des Speichers doch auch genau den Taktraten der GeForce 6800 GT. Der mit 16 aktiven Pipelines ausgestattete NV40-Chip taktet übrigens mit stolzen 350 MHz und produziert auch unter Last keine exorbitant große Hitze.
Wenn es um den Lieferumgang geht, hat man bei Inno3D leider noch nie gekleckert. Und so präsentiert sich der Lieferumfang der GeForce 6800 GT wie folgt:
Weiter geht es mit der Inno3D GeForce 6800 Ultra, die im Moment das Topmodell von nVidia und Inno3D darstellt. Einziger Haken an der Sache: Diese Grafikkarten sind nach wie vor nur schwer zu haben und werden oftmals nur in homöopathischen Dosen auf den Markt geworfen. Auch unser Referenz-Shop Netzladen24.de meldet zu einem Preis von 539,90 Euro: Ausverkauft! Gut, zumindest gab es schon einmal welche.
Da man sich auch bei der GeForce 6800 Ultra an das Referenzdesign hält, verpasste man dem PCB der Karte kurzerhand zwei DVI-Ausgänge, über die sich wohl besonders Besitzer von zwei TFT-Monitoren freuen werden. Das verlustfreie Ansteuern von zwei digitalen Displays wird somit zur Leichtigkeit. Weiterhin bietet natürlich auch die Inno3D GeForce 6800 Ultra einen Video-Ausgang mit Video-Out-Funktion. Essentiell für diese Grafikkarte sind wiederum die zwei Stromanschlüsse, die den NV40-Chip mit genug Saft versorgen sollen. Zwar arbeitet die Grafikkarte auch nur mit einem Anschluss, läuft dann allerdings nicht auf voller Leistung.
Wie wir bereits erwähnt haben, hält sich Inno3D bei der Produktion der GeForce 6800 Ultra strikt an das von nVidia entwickelte und vorgegebene Design. Dies hat zum einen den Vorteil, dass es weniger potenzielle Fehlerquellen gibt, da dieses Design schon oft erprobt worden ist. Zum anderen lassen sich somit Kosten sparen, da man kein Geld in eine Eigenentwicklung investieren muss. Die Nachteile dieser Lösung folgen allerdings auf dem Fuße. So ist der verbaute Kuhlkörper alles andere als klein und blockiert den PCI-Slot neben dem AGP-Port. Auf Desktopsystemen mag dies nicht so schlimm sein, Besitzern eines Barebones mit bescheidenen Platzverhältnissen könnte dies allerdings zum Verhängnis werden. Auch bei der Lautstärke macht das Kühlerdesign nur einen mittelmäßigen Eindruck. Besonders beim Booten des PCs macht sich der Radiallüfter lautstark bemerkbar und verstummt erst wieder, wenn die Windows-Treiber geladen worden sind. Im 2D-Betrieb ist die Karte hingegen recht leise, trotzdem aber lauter als eine ATi Radeon X800. Wird der NV40-Chip stark belastet, muss auch der Lüfter wieder stärker drehen und erzeugt somit wieder mehr Lärm, der irgendwo - rein subjektiv gesehen - zwischen einer X800 und einer 5950 Ultra liegt. In einem Silent-System wäre eine GeForce 6800 Ultra also fehl am Platz.
Während der Chip natürlich aktiv gekühlt wird, entschloss man sich, auch den RAM passiv zu kühlen. Hier bediente man sich erneut einer Heatpipe, die die von den Speicherchips erzeugte Wärme in Richtung des aktiv belüfteten Bereichs des Kühlers befördert. Das Resultat ist wieder einmal ein recht kühler Speicher und das trotz 550 MHz Taktfrequenz. Genau wie bei ATis Radeon X800 XT kommen auch auf der GeForce 6800 Ultra GDDR3-Module aus dem Hause Samsung mit einer minimalen Zugriffszeit von 1,6 ns zum Einsatz. Diese sind für einen Betrieb von bis zu 625 MHz spezifiziert und sollten somit noch für den einen oder anderen Overclocking-Erfolg zu haben sein.
Die Inno3D GeForce 6800 Ultra bewegt sich natürlich nicht zuletzt dank des Preises im absoluten High-End-Bereich. Folgende Sachen fanden wir neben der Grafikkarte vor:
Die Einstellungen in den Treibern der Grafikkarten nahmen wir wie folgt vor: Grundsätzlich versuchten wir die maximale Qualität zu erreichen und stellten bei allen Karten der GeForce-6800-Serie den IQ-Regler auf die Stufe „Quality“, so dass der optimierte trilineare Filter aktiviert ist, um nicht gegenüber den ATi-Karten ins Hintertreffen zu geraten. Alle anderen Einstellungen beließen wir beim Standard, der bei der Neuinstallation des Treibers aktiviert ist. Dass der aktuelle ForceWare-Treiber von nVidia schon das Shader-Model 3.0 unterstützt, ist durchaus wichtig, da FarCry dieses Feature in der nicht öffentlichen Version 1.2 schon bietet. Bei den ATi-Karten beließen wir die IQ-Einstellungen ebenfalls bei den Standardeinstellungen. Sowohl nVidia- wie auch ATi-Grafikkarten sollten so während des ganzen Tests eine annähernd vergleichbare Bildqualität liefern.
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests in der jeweils neuesten Version zum Einsatz:
Hart umstritten, aber dennoch interessiert sich das Gros unser Leser immer noch primär für 3DMark 03 aus dem Hause Futuremark. Dies veranlasste uns dazu, dieses Benchmarkprogramm doch noch in den Parcours zu integrieren, denn der Leser ist schließlich König. Alle Einstellungen zu Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht über den Treiber erzwungen.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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Im 3DMark 03 kann sich die Inno3D GeForce 6800 Ultra dicht hinter der Radeon X800 XT auf Platz zwei positionieren. Die GeForce 6800 GT nimmt wiederum den dritten Platz ein und liefert - gemessen am Preis - eine außerordentlich gute Leistung. Derweil schafft es die GeForce 6800 von Inno3D leider nicht ganz, die Radeon X800 Pro einzuholen. Kleiner Trost: Die 6800er ist eine ganze Ecke günstiger als eine X800 Pro jeglicher Couleur.
Weiter geht es mit dem AquaMark 3, welches von den Entwicklern weitestgehend als Alternative zum 3DMark 03 entworfen worden ist. Und so liegt auch diesem Benchmark eine Spieleengine zugrunde, die unter anderem auch in AquaNox 2 - Revelation Verwendung fand. Allerdings wurde diese für den AquaMark 3 nochmals auf den neuesten Stand gebracht und unterstützt nun sogar einige DirectX-9-Effekte. In AquaNox 2 wird man Szenen mit einer ähnlich hohen Poligonzahl wie im AquaMark auch sehr selten finden. Alle Einstellungen zum Anti-Aliasing und zur anisotropen Filterung wurden im Programm vorgenommen und nicht durch den Treiber erzwungen.
Aquamark 3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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AquaMark 3 zeigt ein sehr wechselhaftes Bild. So kann die Inno3D GeForce 6800 Ultra im Rohleistungs-Modus stets die erste Position einnehmen, fällt unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung aber hinter die Radeon X800 XT zurück. Im Qualitätsmodus muss die GeForce 6800 GT dann auch hart mit einer Radeon X800 Pro kämpfen und fällt leider hinter diese zurück. Allerdings liefern alle Grafikkarten von Inno3D durchweg gute Ergebnisse ab, so dass man hier keinesfalls in Panik verfallen sollte.
Über das Spiel FarCry muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Es gehört zu den grafisch eindrucksvollsten Titeln am Markt und macht z.B. Doom 3 harte Konkurrenz. Dank einer sehr flexiblen und fortschrittlichen Engine konnten die Entwickler durch den Patch zur Version 1.2 einige Neuerungen im Spiel integrieren. So beherrscht FarCry ab sofort das Shader-Model 3.0 [6] der GeForce-6800-Serie nVidias sowie das auf ATis Karten abgestimmte Shader-Model 2.0b [7]. Während ersteres nVidia-Karten zur einer weitaus effizienteren Verarbeitung der komplexen Shader durch das so genannte „Branching“ verhilft, nutzt ATi das Shader-Model 2.0b dazu, weitestgehend eine effizientere Berechnung der Lichtquellen zu erreichen. Zusätzlich beherrschen ATis R420-Karten das „Geometry Instancing“, welches eigentlich Teil des SM 3.0 ist und zu einer besseren Berechnung von Geometriedaten führt.
Um die Vorzüge der Cry-Engine zu nutzen, aktivierten wir auf allen nVidia-Karten der GeForce-6800-Serie das Shader-Model 3.0 sowie auf allen ATi X800-Karten das SM 2.0b. Die Qualitätseinstellungen im Spiel stellten wir auf das jeweilige Maximum und nahmen auch sämtliche Einstellungen bezüglich Anti-Aliasing und anisotroper Filterung im Spiel vor. Die von uns verwendete Demo wurde im Licht- und Shader-intensiven Research-Level aufgenommen.
Far Cry Version 1.2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In FarCry zeigt die Inno3D GeForce 6800 Ultra erstmals Nerven. Trotz der Verwendung des Shader-Model 3.0 kann man hier nicht die Radeon X800 XT einholen. Der Rückstand auf ATis Flaggschiff ist teilweise exorbitant hoch und bewegt sich zwischen zehn und 27 Bildern pro Sekunde. Doch Kommando zurück, denn auch in FarCry liefern alle Inno3D-Karten sehr gute und vor allem spielbare Ergebnisse. Die Radeon X800 XT bewegt sich hier allerdings in Sphären, von denen die GeForce-Karten nur träumen können. Hier zeigt ATi eindrucksvoll, dass man auch ohne das SM 3.0 und mit dem SM 2.0b sehr schnell FarCry spielen kann. Die Preis/Leistungskrone hat derweil wieder einmal die GeForce 6800 GT, die eine sehr überzeugende Leistung abgibt.
Weiter geht es mit Unreal Tournament 2004, einem recht aktuellen Multiplayer-Shooter. Dieser basiert weitestgehend auf der Engine, mit der auch schon der Vorgänger programmiert worden ist. Allerdings wurde diese um Effekte bereichert, so dass jetzt auch einige Partikeleffekte darstellbar sind. Um die von uns getesteten Grafikkarten zu belasten, wählten wir eine Flyby-Demo aus der Map „DM-Inferno“. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten über die Treiber erzwungen werden, da Unreal Tournament 2004 leider keine dementsprechende Funktion bietet.
Unreal Tournament 2004
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2004 zeigt uns ein ähnliches Bild, wie wir es schon im AquaMark 3 sehen konnten. Hier liegen die Inno3D-Karten - besonders natürlich die 6800 Ultra - vorne, wenn es um die reine Rohleistung geht. Aktiviert man hingegen AA und AF, übernimmt ATis Radeon X800 XT unangefochten die Spitze und dies mit einem Vorsprung, der sich gewaschen hat. Aber dies soll nicht heißen, dass alle Karten von Inno3D nicht eine sehr gute Leistung abliefern. UT 2004 kann man mit all diesen Pixelbeschleunigern sehr gut spielen.
Fast schon ein altes Eisen in unserem Benchmarkparcours ist „RtCW - Enemy Territory“, quasi der Multiplayerteil eines indizierten Shooters mit WW2-Thematik. Enemy Territory steht bei uns stellvertretend für eine ganze Reihe von Spielen, die auf der Quake-3-Engine entwickelt worden und in den vergangenen Jahren auf dem Markt erschienen sind. Die Spieldetails stellten wir aufs Maximum und testeten mit einer Demo, die auf der Map „Radar“ erstellt worden ist. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung mussten durch den Treiber erzwungen werden.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch in Enemy Territory können alle drei Inno3D-Karten mehr als überzeugen und belegen durchweg Spitzenpositionen. Einzig unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung fällt z.B. die GeForce 6800 leicht hinter die Radeon X800 Pro zurück, die allerdings schneller getaktet ist und mehr Speicher auf dem PCB hat. Die Inno3D GeForce 6800 Ultra kann derweil in drei von vier Tests die Spitzenposition halten, während die GeForce 6800 GT ihr durchweg auf den Fersen ist.
Doom 3 ist erst seit dem 12. August 2004 auf dem deutschen Markt erhältlich, gilt aber schon jetzt als ein Meilenstein in der Geschichte der PC-Spiele. Zwar basiert das Spiel auf der vermeintlich unterlegenen OpenGL-API, kann aber durch exzessiven Gebrauch von hochauflösenden Texturen und Bumpmapping grafisch mehr als überzeugen. Zusätzlich sorgen imposante Licht- und Schatteneffekte für die nötige Gruselstimmung. Alle unsere Messungen wurden im „High Quality“-Modus vollzogen, der automatisch achtfache anisotrope Filterung aktiviert. Zum Einsatz kam die von Entwickler id Software aufgenommen „Demo1“ und die im Spiel integrierte Timedemo-Funktion. Weitere Details zu Doom 3 gibt es in einem unser ausführlichen Artikel [8].
Doom 3 "High Detail"
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Da ist sie, nVidias/Inno3Ds Rache für FarCry. In Doom 3 schafft es die GeForce 6800 Ultra dank OpenGL- und Z-Buffer-Vorteil die Ergebnisse der Konkurrenz von ATi fast zu pulverisieren. Besonders im Modus mit AA kann die Karte von Inno3D mehr als überzeugen. Noch beeindruckender ist hingegen das, was die GeForce 6800 GT an Leistung bringt. Diese Grafikkarte ist gut 100 Euro günstiger als das Ultra-Modell, liefert aber annähernd gleich gute Bildraten. Aber auch die vermeintlich kleinste GeForce, die 6800, kann in Doom 3 mehr als überzeugen und jagt die Radeon X800 XT. So sieht es also aus, wenn Hardware-Entwickler einem Spieledesigner Grafikkarten auf den Leib schneidern.
Wenn der gemeine PC-Spieler an Tomb Raider denkt, kommt er wohl unweigerlich auf lustlose Rätsel, vollbusige Actionheldinnen und Clipping-Fehler. Dass „Tomb Raider - Angel of Darkness“ dennoch auf einer recht passablen Grafikengine basiert, vergessen viele dabei aber nur allzu oft. Diese zeichnet sich durch ihre große Variabilität aus, die wir uns hier zu Nutze machen wollen. Zudem unterstützt das Spiel bereits einige Effekte, die Pixel- und Vertex-Shader 2.0 voraussetzen. Zusammen mit dem Gebrauch von Bump Mapping und hochauflösenden Texturen wird das Spiel zwar nicht zum puren Augenschmaus wie z.B. FarCry, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Zum Messen benutzten wir das Programm „Bench'em'All“, das es uns erlaubt, komfortabel die eingebaute Timedemo-Funktion zu nutzen. Wir stellten die Texturqualität auf 32 Bit, aktivierten alle PS-2.0-Effekte und sollten somit auch moderne Grafikkarten in Bedrängnis bringen.
Tomb Raider - AoD v49
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch in Lara Crofts neuestem Abenteuer liefern alle Inno3D-Karten beachtliche Leistungen ab, müssen sich aber durchweg der ATi Radeon X800 XT geschlagen geben, die hier permanent den ersten Platz okkupiert.
* Tomb Raider verweigert leider strikt den Dienst in dieser Einstellung, wenn man eine Grafikkarte von nVidia mit 128 MB Speicher nutzt. Als wir das Spiel durch einige Tricks zum Laufen bekommen hatten, produzierte es leider schwere Bildfehler, so dass wir von einer Messung abgesehen haben.
Eigentlich sollte Half-Life 2 schon im September des Jahres 2003 erscheinen. Aus diesem Plan wurde allerdings nichts, denn ein Hacker [9] klaute Teile des Quellcodes, die nun überarbeitet werden mussten. Bis nun Half-Life 2 wirklich erscheint, hat Entwickler Valve Software allerdings schon eine Beta-Version des Multiplayer-Teils veröffentlicht. Dies ist eine Portierung des erfolgreichen Spieles „Counter-Strike“ und hört auf den Namen „Counter-Strike: Source“.
In dieser Version hat man - zur Freude der weltweiten Hardwaretester - auch eine Benchmarkfunktion integriert, die allerdings wenig mit Counter-Strike zu tun hat. Diese bietet vielmehr einen kleinen Überblick über die von der Source-Engine gebotenen Features und testet so die Performance der Grafikkarte. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung wurden im Spiel eingestellt und nicht durch den Treiber erzwungen. Verwendeten wir eine GeForce FX-Karte, zwang uns das Spiel den DirectX-8.1-Renderpfad auf, der weniger Details und keinen Pixel- und Vertexshader 2.0 beinhaltet. Zwar gibt es einen Konsolen-Befehl, mit dem man DirectX 9.0 auch auf FX-Karten erzwingen kann, allerdings zeigte dieser keinerlei Wirkung, da das Spiel immer noch auf den 8.1-Pfad zurückgriff, der doch wesentlich weniger Last auf die Grafikkarte legt. Die Werte der 5950 Ultra und der 5900 XT sind also durchaus mit Vorsicht zu genießen.
Half-Life 2 - Video Stress Test
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