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2. Januar 2006

Test: nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI (2/24)

Schneller gehts nicht!
Autor: Wolfgang Andermahr

Technische Daten

GeForce
7800 GT
GeForce
7800 GTX
GeForce
7800 GTX 512
Radeon
X1800 XL
Radeon
X1800 XT
Logo
GeForce 7 Series
GeForce 7 Series
Radeon X1800 Series
ChipG70G70G70R520R520
Transistorenca. 303 Mio.ca. 303 Mio.ca. 303 Mio.ca. 321 Mio.ca. 321 Mio.
Fertigung0,11 µm0,11 µm0,11 µm0,09 µm0,09 µm
Chiptakt400 MHz430 MHz550 MHz500625 MHz
Pixel-Pipelines2024241616
ROPs1616161616
Pixelfüllrate6400 MPix/s6880 MPix/s8800 MPix/s8000 MPix/s10000 MPix/s
TMUs je Pixel-Pipeline11111
Texelfüllrate8000 MTex/s10320 MTex/s13200 MTex/s8000 MTex/s10000 MTex/s
Vertex-Pipelines78888
Dreiecksdurchsatz700 MV/s860 MV/s1100 MV/s1000 MV/s1250 MV/s
PixelshaderPS 3.0PS 3.0PS 3.0PS 3.0PS 3.0
VertexshaderVS 3.0VS 3.0VS 3.0VS 3.0VS 3.0
Speichermenge256 GDDR3
256 GDDR3512 GDDR3256 GDDR3512 GDDR3
Speichertakt500 MHz600 MHz850 MHz500 MHz750 MHz
Speicherinterface256 Bit256 Bit256 Bit256 Bit256 Bit
Speicherbandbreite32000 MB/S38400 MB/s54400 MB/s32000 MB/s48000 MB/s
Präzision pro KanalFP32/FP16FP32/FP16FP32/FP16FP32FP32
InterfacePCIePCIePCIePCIePCIe
SLI/CF-UnterstützungJaJaJaJaJa

Bei den technischen Spezifikationen gibt es mit der GeForce 7800 GTX 512 einige nennenswerte Unterschiede, auch wenn die eigentliche Architektur vollkommen identisch zur GeForce 7800 GTX sowie 7800 GT geblieben ist. So verwendet nVidia – trotz der deutlich höheren Chiptaktraten – immer noch den altgedienten G70-Chip. Jedoch mussten die Ingenieure das PCB modifizieren und den Fertigungsprozess (110 Nanometer bei TSMC) optimieren, um die höheren Taktraten zu ermöglichen.

Die GeForce 7800 GTX 512 verfügt wie die kleinere 7800-GTX-Version über insgesamt 24 Pixel-Pipelines, in denen je zwei ALUs enthalten sind, die unter anderem für MADD-Operationen (Multiplikation und Addition) zuständig sind. Jene takten auf dem neuen Chip mit satten 550 MHz, was im Vergleich zur Radeon X1800 XT, die mit 625 MHz arbeitet, zwar wenig erscheint, jedoch eine deutlich höhere Texelfüllrate bedeutet. Grund dafür ist die Anzahl der Pixel-Prozessoren, von denen die ATi-Karte zwei weniger als der G70 bietet. Ebenso bleibt es insgesamt bei den 16 Raster Operationseinheiten, was für heutige Anwendungen vollkommen ausreichend ist.

Die ROPs limitieren nur in 3D-Anwendungen mit einer Texturschicht und bei gleichzeitiger Nutzung des bilinearen Filters; diese Kombination ist in aktuellen Spielen nicht mehr vorzufinden. In diesem Fall könnte jede „Texture-Mapping-Unit“ in den Pixel-Pipelines pro Takt einen Pixel fertig stellen und diesen an das Ende der Pipeline – die ROPs – zur Weiterverarbeitung schicken. Somit würden die ROPs einen „Stau“ verursachen und einen Flaschenhals darstellen.

Weiterhin werden auf der GeForce 7800 GTX 512 acht Vertex-Shader verbaut, die aufgrund des Taktes eine hohe Geometrieleistung aufbringen können. Nur einer Radeon X1800 XT muss man sich geschlagen geben. Allerdings stellt der niedrigere Dreiecksdurchsatz keinerlei Nachteil in Spielen dar, da es – vom 3DMark05 einmal abgesehen – kaum 3D-Anwendungen gibt, in denen eine dermaßen hohe Geometrieleistung von Nöten ist. Eine wichtige Änderung bei der neuen nVidia-Hardware stellt der 512 MB große Framebuffer dar, der bei bisherigen Grafikkarten nur halb so groß war. Damit reagiert man auf die Radeon X1800 XT, hält aber noch einen wichtigen Trumpf in der Hand: die Taktrate. Jene fällt mit 850 MHz extrem hoch aus und ergibt in Verbindung mit dem 256 Bit breiten Speicherinterface eine gewaltige Speicherbandbreite, die man bis jetzt auf keiner Grafikkarte bestaunen konnte.