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9. August 2006

Test: nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI (24/27)

3D-Beschleunigung, unendliche Weiten...
Autor: Wolfgang Andermahr

Sonstiges

Lautstärke

Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark06 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt. Die Messung erfolgt für das gesamte Testsystem.

Lautstärke SLI/CF

 Windows:
nVidia GeForce 7950 GX2
48,0
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
49,0
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
49,5
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
50,5
ATi Radeon X1900 XT CF
52,0
nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI
54,4
nVidia GeForce 7800 GT SLI
59,0
nVidia GeForce 7900 GT SLI
61,0
ATi Radeon X1600 XT CF
65,0
 Last:
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
54,5
nVidia GeForce 7950 GX2
56,0
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
57,0
nVidia GeForce 7800 GT SLI
59,0
nVidia GeForce 7900 GT SLI
61,0
ATi Radeon X1900 XT CF
62,0
nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI
62,0
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
63,5
ATi Radeon X1600 XT CF
65,0
Angaben in Dezibel

Bereits unter Windows kann man das Quad-SLI-Gespann aus einem geschlossenen Gehäuse heraushören, allerdings ist der Geräuschpegel nicht störend. Die Grafikkarten fallen eher durch ein angenehmes „Brummen“ auf, weswegen der Rechner nicht andauernd die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Anders sieht es dagegen unter Last aus, wo die vier GeForce-7950-GX2-GPUs mit mehr Radau zur Sache gehen. Bereits nach wenigen Sekunden drehen die Lüfter um einiges schneller. Eine einzelne GeForce 7950 GX2 arbeitet in dieser Disziplin leiser.

Temperatur

Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark06 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.

Temperatur SLI/CF

 Idle - Windows:
nVidia GeForce 7800 GT SLI
44
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
48
ATi Radeon X1600 XT CF
48
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
50
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
52
nVidia GeForce 7900 GT SLI
52
ATi Radeon X1900 XT CF
56
nVidia GeForce 7950 GX2
59
nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI
79
 Last - Chip:
nVidia GeForce 7800 GT SLI
62
ATi Radeon X1600 XT CF
77
nVidia GeForce 7900 GT SLI
78
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
81
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
83
nVidia GeForce 7950 GX2
88
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
92
ATi Radeon X1900 XT CF
97
nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI
106
 Last - Chiprückseite:
nVidia GeForce 7800 GT SLI
63
ATi Radeon X1600 XT CF
67
nVidia GeForce 7900 GT SLI
69
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
76
ATi Radeon X1900 XT CF
81
nVidia GeForce 7950 GX2
82
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
85
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
86
nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI
92
Angaben in °C

Wir staunten nicht schlecht, als wir unter Windows die Chiptemperatur gemessen haben – 79 Grad lautet das Ergebnis, was exakt 20 Grad über den Werten einer einzelnen GeForce 7950 GX2 liegt. Die beiden Doppelgrafikkarten haben für niedrigere Temperaturen schlicht und ergreifend zu wenig Freiraum. Unter Last konnte man bereits ahnen, dass die magische 100-Grad-Grenze überschritten wird. Tatsächlich liegen wir mit 106 Grad darüber. Trotz der sehr hohen Werte gab es mit der Stabilität jedoch keine Probleme. Eine gute Gehäusebelüftung ist jedoch Pflicht für Quad-SLI.

Auch bei den Messungen auf der Chiprückseite übernahm Quad-SLI die „Führung“ und setzt sich mit 92 Grad an die Spitze des Testfeldes. Bei den Temperaturmessungen ergab sich übrigens ein Problem, welches wir allerdings mit dem Tool „Everest Home“ umgehen konnten. So zeigt sowohl das Treibermenü als auch die herkömmlichen Grafikkartentools nur die Temperatur von einer GPU an. Everest Home stellt dagegen die Werte aller vier GPUs dar, was einem einen besseren Überblick gewährt.

Stromverbrauch

Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung des 3DMark06 unter der Auflösung 1600x1200 sowie 4-fachem Anti-Aliasing und 16-fachem anisotropen Filter simuliert.

Stromverbrauch SLI/CF

 Windows:
ATi Radeon X1600 XT CF
132
ATi Radeon X1900 XT CF
160
nVidia GeForce 7600 GT SLI
169
nVidia GeForce 7800 GT SLI
179
nVidia GeForce 7900 GT SLI
183
nVidia GeForce 7950 GX2
191
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
199
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
207
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
215
nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI
261
 Last:
ATi Radeon X1600 XT CF
226
nVidia GeForce 7600 GT SLI
239
nVidia GeForce 7900 GT SLI
268
nVidia GeForce 7950 GX2
281
nVidia GeForce 7800 GT SLI
289
nVidia GeForce 7900 GTX SLI
343
nVidia GeForce 7800 GTX SLI
352
nVidia GeForce 7800 GTX 512 SLI
400
ATi Radeon X1900 XT CF
402
nVidia GeForce 7950 GX2 Quad-SLI
414
Angaben in Watt (W)

Für Stromsparer ist Quad-SLI nicht geeignet, allerdings wird damit wohl auch kaum einer gerechnet haben. Die vier G71-GPUs ziehen unter Windows 261 Watt aus der Stromleitung, etwa 50 Watt mehr als ein GeForce-7900-GTX-SLI-Gespann. Dies konnte man durch reines Hochrechnen allerdings bereits vermuten, da eine einzelne GPU im Durchschnitt etwa 35 Watt benötigt. Unter Last stellen wir mit 414 Watt einen neuen Rekordwert auf. Ein CrossFire-Gespann bestehend aus zwei „Radeon X1900 XT“-Karten ist zwölf Watt genügsamer, ebenso das SLI-Duo der GeForce 7800 GTX 512.