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12. Mai 2006

Test: PowerColor Radeon X1900 GT (2/23)

Die preisbewusste High-End-Karte?
Autor: Wolfgang Andermahr

Technische Daten

Radeon
X1800 XL
Radeon
X1900 GT
Radeon
X1900 XT
GeForce
7900 GT
Logo
Radeon X1800 Series
Radeon X1900 GT
Radeon X1900 Series
GeForce 7900 GT
ChipR520R580R580G71
Transistorenca. 321 Mio.ca. 384 Mio.ca. 384 Mio.ca. 278 Mio.
Fertigung90 nm90 nm90 nm90 nm
Chiptakt500 MHz575 MHz625 MHz450 MHz
Pixel-Pipelines16121624
Shader-Einheiten
pro Pipeline (MADD)
1332
ROPs16121616
Pixelfüllrate8000 MPix/s6900 MPix/s10000 MPix/s7200 MPix/s
TMUs je Pixel-Pipeline1111
Texelfüllrate8000 MTex/s6900 MTex/s10000 MTex/s10800 MTex/s
Vertex-Shader8888
Dreiecksdurchsatz1000 MV/s1150 MV/s1250 MV/s940 MV/s
PixelshaderPS 3.0PS 3.0PS 3.0PS 3.0
VertexshaderVS 3.0VS 3.0VS 3.0VS 3.0
Speichermenge256 GDDR3256 GDDR3512 GDDR3256 GDDR3
Speichertakt500 MHz600 MHz725 MHz660
Speicherinterface256 Bit256 Bit256 Bit256 Bit
Speicherbandbreite32000 MB/s38400 MB/s46400 MB/s42240 MB/s
Präzision pro KanalFP32FP32FP32FP16/FP32
InterfacePCIePCIePCIePCIe
SLI/CF-UnterstützungJaJaJaJa

Für die ATi Radeon X1900 GT wird kein eigener Chip entwickelt, sondern auf die 384 Millionen Transistoren schwere R580-GPU zurückgegriffen, die bei allen derzeit erhältlichen X1900-Karten verwendet wird. Dementsprechend sind auf der GPU 16 Pixel-Pipelines mit je drei Shader-Einheiten verbaut. Allerdings wird auf der Radeon X1900 GT – ähnlich wie bei der Radeon X1800 GTO – ein Pixel-Quad deaktiviert. Somit stehen dem Kunden auf der neuen Grafikkarte insgesamt 12 Pixel-Pipelines mit 36 Shader-Einheiten zur Verfügung, welche jeweils ein MADD sowie ein ADD berechnen können. Ob dieser Pixelprozessor per Lasercut oder nur per BIOS deaktiviert worden ist, bleibt noch unbekannt. Wir gehen allerdings von letzterem aus, da ATi bereits auf der Radeon X1800 GTO ein Pixelquad per BIOS abgeschaltet hat.

Darüber hinaus sind auf der Radeon X1900 GT 12 Texture Mapping Units sowie 12 Raster Operation Processors vorhanden. Die Zahl der Vertex-Shader bleibt wie bei den größeren Brüdern mit acht Stück unverändert. Der Chip taktet mit einer recht hohen Frequenz von 575 MHz, während der GDDR3-Speicher mit 600 MHz betrieben wird. Dieser ist per 256-Bit-Speicherinterface an die GPU angebunden und 256 MB groß. Weitere Veränderungen an der Architektur hat ATi bei der Radeon X1900 GT nicht vorgenommen.

Im Vergleich zur Radeon X1800 XL fällt vor allem die geringere Füllrate auf, obwohl die Radeon X1900 GT sich vor dem R520-Chip-Design platzieren soll. ATi erhofft sich, dass dieser Nachteil durch die dreifache Anzahl der Shader-Einheiten wieder wett gemacht wird – bei dem Duell Radeon X1800 XT gegen die Radeon X1900 XT(X) hat dies bereits erfolgreich funktioniert. Zusätzlich kann die neue GPU auf eine größere Speicherbandbreite zurückgreifen, was vor allem beim Einsatz von Anti-Aliasing von Vorteil ist. Der höhere Dreiecksdurchsatz fällt dagegen kaum ins Gewicht.

Im Vergleich zur GeForce 7900 GT – der selbstauserkorenen Konkurrenz – fällt der Füllratenunterschied bereits sehr groß aus, da die GeForce-Karte über die doppelte Anzahl der Pixel-Pipelines verfügt. Auch bei der Speicherbandbreite muss ATi zurückstecken. Punkten kann die Radeon X1900 GT dagegen erneut bei der Rechenleistung von Shader-Operation. Ob dies zu einem Sieg ausreicht, werden die Benchmarks aber erst zeigen müssen.

R580-GPU