Prestige und die Aufmerksamkeit der Kunden vereint man nicht nur bei Autos mit den Spitzenmodellen auf sich. Diese brechen gewöhnlich sämtliche Rekorde, was logischerweise reizvoller ist als ein Mittelklassewagen, der zwar nicht annähernd so gute Leistungsergebnisse zeigt, aber im Gegensatz dazu für viele potenzielle Kunden auch tatsächlich bezahlbar ist. Ähnlich, wenn auch nicht auf einem so hohen Preisniveau, läuft dasselbe Spiel auch bei den Grafikkarten für Spieler ab. Die Topmodelle sind ohne Zweifel faszinierend, sind bei den Karten doch Qualitätseinstellungen und Effekte möglich, die bis vor kurzem entweder noch gar nicht, oder nur sehr langsam darstellbar waren. Allerdings liegen die Kosten für einen aktuellen High-End-Beschleuniger bei mindestens 400 Euro und enden erst bei knapp 600 Euro – für die meisten Käufer zu viel Geld, bekommt man für diesen Preis immerhin schon einen annehmbaren Komplett-PC.
Günstiger platziert ist die neue Direct3D-10-Mittelklasse, wobei das Zugpferd eindeutig die GeForce 8600 GTS von Nvidia ist [1]. Zur Zeit gibt es keine schnellere Grafikkarte in dem Preissegment unter 200 Euro, falls man mit Direct3D 10 für die Zukunft gerüstet sein will. Wer auf dieses Feature verzichten möchte oder kann, dem können wir durchaus empfehlen, einen Blick in die „alte“ Garde der letzten Generation zu werfen. Vor allem die Radeon X1950 Pro sowie die Radeon X1950 XT bieten sehr viel Performance für das Geld. Während zur Vorstellung der Preis der GeForce 8600 GTS noch ein Hemmschuh gewesen ist, so ist er nach einigen Monaten doch deutlich gefallen. Aus den ursprünglichen 200 Euro sind jetzt 150 Euro geworden, was für die gezeigte Leistung akzeptabel ist.
Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, Herstellerkarten der GeForce 8600 GTS abseits des Referenzdesigns von Nvidia zu suchen und diese Modelle für ein RoundUp einzuladen. Denn nichts ist langweiliger als ein Vergleich quasi identischer Grafikkarten. Erfreulicherweise trauen sich bei der GeForce 8600 GTS erstaunlich viele Hersteller, von den Nvidia-Vorgaben abzuweichen. Seien es höhere Taktraten, ein anderes Kühlsystem (eventuell gar eine passive Kühlung) oder ein 512 MB großer VRAM – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Mit von der Partie sind Herstellerkarten von Asus, BFG, Gainward, Gigabyte, MSI und Zotac. Dabei erwarten wir nicht nur ein spannendes Duell der 3D-Beschleuniger untereinander, sondern stellen uns zudem die Frage, wie weit sich die von Haus aus übertakteten Modelle vom Referenzdesign absetzen können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ob es die passiv gekühlten Grafikkarten schaffen, in einem schlecht belüfteten Gehäuse ohne Probleme die Testreihen zu überstehen.
| GeForce 7600 GT | GeForce 8600 GTS | GeForce 8600 GT | Radeon X1650 XT | |
| Logo |
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| Chip | G73 | G84 | G84 | RV560 |
| Transistoren | ca. 178 Mio. | ca. 289 Mio. | ca. 289 Mio. | ca. 330 Mio. |
| Fertigung | 90 nm | 80 nm | 80 nm | 80 nm |
| Chiptakt | 560 MHz | 675MHz | 540 MHz | 575 MHz |
| Shadertakt | 560 MHz | 1450 MHz | 1190 MHz | 575 MHz |
| Pixel-Pipelines | 12 | X | X | 8 |
| Shader-Einheiten (MADD) | 24 (4D) | 32 (1D) | 32 (1D) | 24 (4D) |
| FLOPs (MADD/ADD) | 107 GFLOPs | 139 GFLOPs* | 114 GFLOPs* | 166 GFLOPs |
| ROPs | 8 | 8 | 8 | 8 |
| Pixelfüllrate | 4480 MPix/s | 5400 MPix/s | 4320 MPix/s | 4600 MPix/s |
| TMUs | 12 | 16 | 16 | 8 |
| TAUs | 12 | 16 | 16 | 8 |
| Texelfüllrate | 6720 MTex/s | 10800 MTex/s | 8640 MTex/s | 4600 MTex/s |
| Vertex-Shader | 8 | X | X | 5 |
| Unified-Shader in Hardware | X | √ | √ | X |
| Pixelshader | PS 3.0 | SM 4 | SM 4 | PS 3.0 |
| Vertexshader | VS 3.0 | SM 4 | SM 4 | VS 3.0 |
| Geometryshader | X | √ | √ | X |
| Speichermenge | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 | 256 GDDR3 |
| Speichertakt | 700 MHz | 1000 MHz | 700 MHz | 675 MHz |
| Speicherinterface | 128 Bit | 128 Bit | 128 Bit | 128 Bit |
| Speicherbandbreite | 22400 MB/s | 32000 MB/s | 22400 MB/s | 21600 MB/s |
Die Nvidia GeForce 8600 GTS basiert auf der von TSMC im 80-nm-Prozess gefertigten G84-GPU, die wiederum auf dem G80 basiert und 289 Millionen Transistoren beherbergt. Auf der GPU werden 32 skalare Shadereinheiten im Unified-Shader-Prinzip verbaut, die pro Takt eine Skalaranweisung durchführen können. Aus diesem Grund sind die ALUs des G84 sehr flexibel, da sie unabhängig von der Shaderoperation (1D, 2D, 3D, 4D, 5D) arbeiten können. Die Auslastung wird somit maximiert. Die ALUs besitzen auf dem G84 eine eigene Taktdomäne, die auf der GeForce 8600 GTS mit 1450 MHz operiert. Neben Vertex- und Pixelshaderbefehlen kann der G84 zudem Geometryshaderanweisungen durchführen, was eine Voraussetzung der Direct3D-10-Spezifikation ist.
Darüber hinaus verbaut Nvidia auf dem G84 16 Texture Mapping Units sowie 16 Texture Addressing Units, die selbst FP32-Texturen filtern können (aktuelles Format in Spielen ist maximal FP16 pro Farbkanal – 64 Bit Farbtiefe). Die Fähigkeit, eine trilineare oder bilinear anisotrope Filterung innerhalb eines Taktes durchzuführen, ist auf einem G84 im Gegensatz zum G80 also nicht mehr vorhanden. Auf dem G84 sind acht ROPs vorhanden, die bis hinauf zu „richtigem“ High Dynamic Range Rendering mit 128 Bit Farbtiefe arbeiten, falls dies von einer Applikation angefordert wird. Die GPU arbeitet (abgesehen von den Shadereinheiten) mit einer Frequenz von 675 MHz.
Auf der GeForce 8600 GTS wird je nach Wahl des Herstellers ein 256 MB oder 512 MB großer Speicher verbaut, der an einem 128 Bit breiten Speicherinterface angebunden ist. Dies wird erreicht, indem je zwei Speicherbausteine mit einem 64 Bit breiten Bus an die GPU angebunden werden. Die Referenztaktung des VRAMs beträgt nach Nvidia-Vorgaben 1000 MHz. Wer genaueres über die G8x-Architektur erfahren möchte, dem empfehlen wir unseren Launch-Artikel zur GeForce 8800 GTX. [3]
*Die von uns angegebenen GFLOP-Zahlen der G80-Grafikkarten entsprechen dem theoretisch maximalen Output, wenn alle ALUs auf die gesamte Kapazität der MADD- und MUL-Einheiten zurückgreifen können. Dies ist auf einem G80 allerdings praktisch nie der Fall. Während das MADD komplett für „General Shading“ genutzt werden kann, hat das zweite MUL meistens andere Aufgaben und kümmert sich um die Perspektivenkorrektur oder arbeitet als Attributinterpolator oder Special-Function-Unit (SFU). Mit dem ForceWare 158.19 (sowie dessen Windows-Vista-Ableger) kann das zweite MUL zwar auch für General Shading verwendet werden, anscheinend aber nicht vollständig, da weiterhin die „Sonderfunktionen“ ausgeführt werden müssen. Deswegen liegen die reellen GFLOP-Zahlen unter den theoretisch maximalen.
Der erste Testproband ist die GeForce 8600 GTS Silent von Asus, die dem Referenzdesign strotzt und mit einem eigenen Kühldesign, das ohne einen lärmenden Lüfter auskommt, ausgestattet ist. Die Karte ist bei allen namhaften Online-Shops gelistet und bei den meisten auch als lieferbar gekennzeichnet. Ab 175 Euro wechselt die Grafikkarte den Besitzer. Zu Lieferengpässen sollte es in absehbarer Zeit nicht kommen.
Die Taktraten entsprechen mit 675 MHz für die TMU-Domäne, 1458 MHz für den Shadertakt und 1000 MHz für den 256 MB großen GDDR3-Speicher den Referenzvorgaben von Nvidia. Der VRAM kommt mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns daher und wird von Samsung hergestellt. Das Kühlersystem hat Asus gegenüber dem Nvidia-Vorgaben ausgewechselt und verbaut auf der GeForce 8600 GTS Silent eine vollkommen passive Lösung, weswegen der 3D-Beschleuniger gerade zu prädestiniert für einen Silent-PC ist. Die Kühlung ist eine Dual-Slot-Variante mit einer massiven Aluminiumkühlplatte als Basis, die mit mehreren Kühllamellen verziert ist.
Direkt über der GPU kommt im Kühler ein eingelassener Kupferblock zum Einsatz, der wiederum durch zwei Heatpipes mit dem Alukühlblock verbunden ist. An diesem ist mit einer dritten Heatpipe eine weitere große Kühlfläche aus Aluminium befestigt, die ebenfalls mehrere Alulamellen aufweist. Anders als es bei früheren Kühllösungen von Asus der Fall war, kann man diese Kühlfläche allerdings nicht in Richtung CPU-Lüfter schwenken, damit dieser durch den produzierten Luftwirbel die Temperaturen weiter sinken lässt. Auch wenn bei der GeForce 8600 GTS Silent der optische Eindruck entsteht, dass dies möglich ist, so konnten wir die Kühlfläche leider nicht bewegen.
Aufgrund des Kühlsystems kann die Asus GeForce 8600 GTS Silent viele Pluspunkte einsammeln. Beim Zubehörpaket gibt es allerdings wieder ein paar Minuspunkte, da dieses identisch mit dem der Asus GeForce 8600 GTS TOP ausfällt: mager. Neben einer Treiber-CD, einem DVI-zu-D-SUB- sowie einem S-Video-zu-YUV-Adapter findet der Käufer einzig eine CD-Mappe in dem Karton vor. Hier wünschen wir uns in Zukunft von Asus eine bessere Ausstattung.
Der Hersteller BFG traut sich mit zwei von Haus aus übertakteten GeForce-8600-GTS-Grafikkarten, die beide darüber hinaus mit einem modifizierten Kühlsystem verkauft werden, auf den Markt. Die etwas günstigere Variante hört auf den Namen „GeForce 8600 GTS OC“, während die teurere und nochmals etwas schnellere Version den Namen „GeForce 8600 GTS OC2“ trägt. BFG hat uns letztere Karte für einen Test zur Verfügung gestellt. Obwohl BFG selber angibt, dass die OC2 ab sofort im Handel erhältlich ist, können wir dies zum aktuellen Zeitpunkt nicht bestätigen. In keinem Online-Shop ist die GeForce 8600 GTS OC2 erhältlich, lediglich die kleinere „OC“-Karte ist gut lieferbar. Als Preis gibt BFG für die OC2-Grafikkarte 229 Euro an.
Die TMU-Domäne der OC2 läuft mit 720 MHz, während der Shadertakt 1566 MHz beträgt. Der 256 MB große GDDR3-Speicher arbeitet mit einer Frequenz von 1107 MHz. Er wird, wie bei allen GeForce-8600-GTS-Modelle, von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns hergestellt. Als Kühlsystem kommt eine Single-Slot-Eigenentwicklung zum Einsatz, die auf den Namen „ThermoIntelligence“ hört. Bei diesem wird größtenteils Aluminium verwendet und der Radiallüfter befindet sich im Gegensatz zur Referenzdesign nicht im vorderen sondern im hinteren Teil des Kühlsystems. Welche Variante die bessere Lösung ist, werden die Lautstärke- und Temperaturmessungen zeigen.
Softwarebeilagen sind bei der BFG GeForce 8600 GTS OC2 spärlich gesät. Mehr als eine Treiber-CD gibt es nicht. Die Kabelausstattung fällt etwas besser aus, optimal ist das Zubehör aber noch lange nicht. Im Lieferumfang finden sich ein Stromkabel sowie zwei DVI-zu-D-SUB- und ein S-Video-auf-YUV-Adapter.
Gainward ist ein weiterer Hersteller unter vielen, dem das von Nvidia produzierte Referenzdesign nicht ausreichend ist und der daher im eigenen Portfolio einige Modifizierungen anbietet. So hat Gainward gleich drei GeForce-8600-GTS-Modelle im Angebot, unter ihnen die auf dieser Seite betrachtete Bliss 8600 GTS Golden Sample. Bei der Grafikkarte kommt nicht nur ein modifiziertes Kühlsystem zum Einsatz, darüber hinaus hebt der Hersteller die Taktfrequenzen an. Der 3D-Beschleuniger ist derzeit für 170 Euro bei vielen Händlern verfügbar.
Gainward taktet die TMU-Domäne der Bliss 8600 GTS GS mit 720 MHz, während die 32 Shader-ALUs mit 1566 MHz ihren Dienst verrichten. Der 256 MB große GDDR3-Speicher, der von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns hergestellt wird, arbeitet mit 1101 MHz. Das auf der Bliss 8600 GTS GS verbaute Kühlsystem hinterlässt optisch einen etwas ungewöhnlichen Eindruck. Ein recht klein gehaltener Aluminiumkühlkörper sitzt mittig auf der GPU, wobei diese im direkten Kontakt von einem eingelassenen Kupferkühlblock auf niedrigen Temperaturen gehalten werden soll.
Ein 70 mm großer Axiallüfter sorgt für die nötige Frischluft. Das wirklich Ungewöhnliche an der Bliss 8600 GTS GS ist die quasi aufgesetzte Haube, die in der typischen Gainward-Farbe Rot gehalten ist und über ein luftdurchlässiges Wabendesign verfügt. Wir vermuten allerdings, dass diese Haube größtenteils optisch für Aufsehen sorgen soll und nur gering mit einer verbesserten Kühlleistung zu tun hat.
Das Zubehörpaket der Bliss 8600 GTS GS ist durchschnittlich. Gainward legt der Grafikkarte eine Treiber-CD und die Software „DVD Solution“ von Cyberlink bei. Darüber hinaus findet der Käufer in dem Karton zwei rote DVI-zu-D-SUB- und einen Stromadapter vor. Ebenfalls vorhanden ist eine S-Video-auf-YUV/Composite-Kabelpeitsche.
Neben der Bliss 8600 GTS Golden Sample bietet Gainward die Bliss 8600 GTS 512 an. Als besonderes Schmankerl kommt diese Grafikkarte mit einem 512 MB großen Speicher daher, der auf der GeForce-8x00-Serie vor allem aufgrund des derzeit vorhandenen VRAM-Fehlers (der in absehbarer Zeit durch ein Treiberupdate behoben werden soll) von Vorteil ist. Die Grafikkarte wechselt für etwas weniger als 190 Euro den Besitzer. Die Verfügbarkeit ist gut.
Die Taktraten entsprechen mit 675 MHz für die TMU-Domäne, 1458 MHz für den Shadertakt und 1000 MHz für den Speicher den Referenzvorgaben von Nvidia. Der 512 MB große Speicher wird von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns hergestellt. Optisch entspricht die 512-MB-Version der 256-MB-Karte, wenn man davon absieht, dass eine andere Lüfterhalterung und passive Kühlkörper auf der Rückseite des PCBs für den zusätzlichen Speicher verwendet werden. Das Kühlsystem ist mit dem der kleineren Version ansonsten identisch. Auch das Zubehörpaket entspricht dem 256-MB-Geschwisterkind.
Der für Mainboards bekannte Hersteller Gigabyte liefert zwei verschiedene GeForce-8600-GTS-Karten an den Einzelhandel aus. Während sich die preisgünstige Variante an dem Referenzdesign von Nvidia orientiert, geht die Gigabyte GeForce 8600 GTS Silent-Pipe 3 einen anderen Weg und wird von einem eigens entwickelten, vollkommen lüfterlosen Kühlsystem auf Temperatur gehalten. Der Preis für die Silent-Pipe-3-Version, die wir testen, beträgt angemessene 165 Euro und die Grafikkarte ist weit verbreitet verfügbar.
Die Taktraten entsprechen dem Referenzdesign, was bei einer passiv gekühlten Grafikkarte aber kaum verwundert, denn übertaktete Modelle kann man ohne Lüfter oftmals nicht problemlos in Schach halten. Das Kühlsystem besteht aus zwei Teilen, die zusammen beinahe die gesamte Grafikkarte umfassen. Über der G84-GPU befindet sich ein massiver Aluminiumkühlblock mit einem eingelassenen Kupferblock. Der zweite Teil besteht aus eng aneinander liegenden Alulamellen, die die warme Luft mit Hilfe des Luftstroms der Gehäuselüfter aus dem Gehäuseinneren wieder hinaus leiten sollen. Verbunden sind die beiden Kühlelemente durch zwei Heatpipes. Auf der Silent-Pipe 3 wird ein 256 MB großer Speicher verbaut. Interessanterweise ist auf der Gigabyte-Karte kein separater Stromanschluss vorhanden, obwohl Nvidia dies eigentlich für eine GeForce 8600 GTS vorsieht. Die Funktionalität der Karte war dadurch aber nicht beeinflusst.
Das Zubehör ist Gigabyte bei der GeForce 8600 GTS Silent-Pipe 3 trotz des Preises gelungen. Neben einer Treiber-CD findet man im Karton das relativ neue Strategiespiel „Supreme Commander“. Ein Stromkabel, das jedoch nicht benötigt wird, sowie einen DVI-zu-D-SUB-Adapter und eine S-Video-auf-S-Video/YUV-Kabelpeitsche fehlen ebenso wenig im Lieferumfang.
MSI hat mit fünf verschiedenen GeForce-8600-GTS-Modellen ein sehr umfangreiches Portfolio im Angebot. Für beinahe jeden Geschmack ist etwas dabei. Modifizierte oder passive Kühlsysteme, übertaktete Varianten, 512-MB-Modelle und gar eine passiv gekühlte 512-MB-Version können käuflich erworben werden. Im unserem Test betrachten wir die „NX8600GTS-T2D256EZ-HD“, die mit einem passiven Kühler ausgestattet ist. Der Preis der Grafikkarte beträgt 160 Euro und eine gute Lieferbarkeit ist gewährleistet.
Die 256-MB-Karte von MSI bietet dem Käufer einen ausgefallenen Passivkühler, der sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des 3D-Beschleunigers montiert ist. Auf der Vorderseite befindet sich ein dünner Kupferkühlblock, der direkt auf der GPU montiert ist. Dieser wird von einem ebenfalls dünnen Aluminiumkühlblock bedeckt. Drei Heatpipes verbinden diesen Teil der Kühlung mit dem Herzstück auf der Rückseite, ein massiver Aluminiumkühlblock.
Durch die rückseitige Lage bekommt dieser Teil des Kühlers zusätzliche Frischluft vom CPU-Lüfter ab und kann sich so einen zumindest theoretischen Vorteil verschaffen. Vor dem Kauf sollte man jedoch überprüfen, ob sich auf dem Mainboard direkt über dem PCIe-Slot ein weitere Steckplatz oder ein anderes Bauteil befindet. Falls dies so ist, kann der Steckplatz nach dem Einbau der MSI-Grafikkarte nicht mehr genutzt werden. Die Taktraten entsprechen denen des Referenzdesign von Nvidia.
Die sonstige Ausstattung ist bei der MSI NX8600GTS-T2D256EZ-HD geradezu vorbildlich. Neben einer Treiber-CD stattet MSI die Grafikkarte mit dem Strategietitel „Company of Heroes“ aus. Darüber hinaus liegen zwei DVI-zu-D-SUB- und ein S-Video-auf-YUV-Adapter dem Karton bei. Ein Strom- sowie ein S-Video-Kabel fehlen ebenso wenig. Einzig eine DVD-Abspielsoftware vermissen wir, wobei man dies bei einem Preis von 160 Euro neben dem Spiel sicherlich nicht auch noch verlangen kann.
Zotac ist ein hierzulande noch recht unbekannter Grafikkartenhersteller, der in letzter Zeit verstärkt durch Modelle abseits des Referenzdesigns versucht, seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Und so ist es kein Zufall, dass Zotac zwei verschiedene GeForce-8600-GTS-Karten im Angebot hat, die beide unseren Testparcours meistern wollen. Der erste Kandidat ist die GeForce 8600 GTS AMP! Edition, die mit höheren Taktraten als eine herkömmliche GeForce 8600 GTS an den Start geht. Der Preis des 3D-Beschleunigers, der erstaunlich gut verfügbar ist, liegt bei etwa 170 Euro.
Die TMU-Domäne taktet bei der Zotac GeForce 8600 GTS AMP! Edition mit 720 MHz, während die Shaderdomäne mit 1512 MHz ihre Arbeit verrichtet. Interessanterweise ist Zotac damit einer der wenigen Hersteller, die das Verhältnis zwischen TMU- und Shaderdomäne verändert haben. Andere Herstellerkarten haben bei dieser TMU-Frequenz einen höheren Shadertakt als die Zotac-Karte. Der 256 MB große GDDR3-Speicher, der von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns produziert wird, agiert mit flotten 1101 MHz. Abgesehen von einer anderen Farbgestaltung setzt Zotac bei der Grafikkarte auf den Referenzkühler von Nvidia.
Erwähnenswert ist der verbaute SPDIF-Anschluss, mit dessen Hilfe die Grafikkarte HDCP-geschützte Audioinhalte verarbeiten kann. Dazu muss man mit einem beigelegten Kabel die GeForce-Karte mit der Soundkarte beziehungsweise dem Onboard-Sound verbinden. Bei den anderen GeForce-8600-GTS-Karten sind die Lötstellen zwar vorhanden, der Anschluss ist aber nicht verbaut. Damit die Grafikkarte den Ton auch wieder ausgeben kann, legt Zotac dem 3D-Beschleuniger einen angepassten DVI-auf-HDMI-Adapter bei – die Radeon-HD-2000-Serie von ATi lässt grüßen.
Die restliche Ausstattung fällt bei der Zotac GeForce 8600 GTS AMP! Edition durchschnittlich aus. Mehr als eine Treiber-CD findet der Käufer in dem Karton nicht vor. Darüber hinaus gibt es noch ein Stromkabel sowie einen DVI-auf-D-SUB-Adapter und eine S-Video-auf-YUV/S-Video-Kabelpeitsche.
Das zweite Zotac-Exemplar hört schlicht auf den Namen GeForce 8600 GTS 512 MB und ist genau das, nach dem es sich anhört: Eine GeForce 8600 GTS, die mit einem doppelt so großen VRAM als die herkömmlichen GeForce-8600-GTS-Karten ausgestattet ist. Der Preis eines Exemplar liegt derzeit bei knapp 195 Euro. Mehrere Online-Shops kennzeichnen den 3D-Beschleuniger als lieferbar.
Die Taktraten entsprechen mit 675 MHz für die TMU-Domäne, 1458 MHz für den Shadertakt und 1000 MHz für den Speicher den Referenzvorgaben von Nvidia. Der 512 MB große Speicher wird von Samsung mit einer Zugriffszeit von 1,0 ns hergestellt. Die zusätzlichen 256 MB, die sich aus vier 64-MB-Module zusammensetzen, befinden sich auf der Rückseite des PCBs. Das Kühlsystem der Zotac GeForce 8600 GTS 512 MB entspricht dem des Referenzdesigns von Nvidia. Einzig die Farbgestaltung hat man angepasst. Erwähnenswert ist auch hier der SPDIF-Anschluss. Der Lieferumfang entspricht dem AMP!-Modell.
Testsystem:
Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:
Alle Benchmarks werden mit maximalen Details ausgeführt, damit die Grafikkarte möglichst hoch belastet wird. Als Einstellungen haben wir uns dabei für 1280x1024 und 1600x1200 (sowie 2560x1600 bei Grafikkarten mit 512 MB oder mehr und einer entsprechenden Leistung) entschieden. Damit zollen wir den modernen High-End-Beschleuniger Tribut, die durch ihre Rechenkraft niedrigere Auflösungen als 1280x1024 CPU-limitiert werden lassen. Neben den reinen Auflösungen lassen wir den Benchmarkparcours auch mit 4-fachem (und falls möglich acht-fachem) Anti-Aliasing sowie 16-fachen anisotropen Filter durchlaufen. TSSAA (nVidia) oder AAA (ATi) zur Glättung von Alpha-Test-Texturen nutzen wir aufgrund von Kompatibilitätsproblemen nicht mehr in unserem Benchmarkparcours.
Achtung: Moderne SLI- und CrossFire-Systeme bieten dem Kunden eine dermaßen gewaltige Rechenleistung, dass selbst der schnellste Prozessor damit hoffnungslos überfordert ist und demzufolge beinahe alle Spiele CPU-limitiert sind, was bei immer schneller werdenden 3D-Beschleunigern ein großes Problem darstellt. Aus diesem Grund lassen wir Testläufe ohne Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter komplett weg, da diese Qualitätseinstellung für zwei Grafikkarten keine Herausforderung mehr ist. Somit werden die Tests ausschließlich mit 4xAA (beziehungsweise 8xAA) sowie 16xAF in 1280x1024, 1600x1200 und 2560x1600 durchgeführt.
Nach sorgfältiger Überlegung und mehrfacher Analyse selbst aufgenommener Spielesequenzen sind wir zu dem Schluss gekommen, im ForceWare-Treiber für nVidia-Karten die Qualitätseinstellungen auf High Quality anzuheben, da man nur mit diesem Setting das Texturflimmern effektiv bekämpfen kann – dies trifft aber nur auf die G7x-Generation zu, die G8x-GPUs werden mit den Standardeinstellungen des Treibers getestet, weil die Bildqualität stark zugenommen hat. Zudem ist dieser Modus vergleichbar mit der Einstellung „Catalyst A.I. Standard“ auf den ATi-Pendants, wodurch bei der Bildqualität größtenteils ein Gleichstand erreicht wird.
Treibereinstellungen: nVidia-Grafikkarten (G7x)
Treibereinstellungen: nVidia-Grafikkarten (G8x)
Treibereinstellungen: ATi-Grafikkarten (R(V)5x0)
Treibereinstellungen: ATi-Grafikkarten (R(V)6x0)
Auch wenn normalerweise First-Person-Shooter mit einer erstaunlichen Grafik glänzen können, so hat es sich das deutsche Entwicklerteam des Strategiespieles Anno 1701 nicht nehmen lassen, den Nachfolger der legendären Spiele Anno 1602 sowie Anno 1503 ebenfalls mit einer Grafikengine auszustatten, die sich vor der gesamten Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Das Auge bekommt praktisch alles geboten, was derzeit mit moderner Hardware möglich ist. Detaillierte Texturen, schön anzusehende Landschaften, nette Shadereffekte, wie Beispielsweise die Darstellung des Wassers inklusive der Brechung der Wellen und noch vieles mehr machen Anno 1701 zu einem wahren Augenschmaus. Aus diesem Grund eignet sich das Strategiespiel, als eines der wenigen seiner Art, für die Teilnahme an einem Grafikkarten-Review, da die GPU viel zu berechnen hat. Auf modernes FP16-HDRR verzichten Anno 1701 allerdings, stattdessen kommt nur ein simpler Bloom-Filter zum Einsatz.
Anno 1701 – 1280x1024
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Egal wohin man schaut, Spiele, bei denen das Szenario im Zeitraum des zweiten Weltkrieges angesiedelt ist, gibt es spätestens nach dem Erfolgshit „Call of Duty“ wohl wie Sand am Meer. Während einige dieser Spiele durchaus zu gefallen wissen, sind andere nur ein regelrechter Abklatsch, um auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen. Zu ersterer Gattung gehört zweifellos das Strategiespiel „Company of Heroes“, was sich im Jahre 2006 wohl zu einem kleinen Geheimtipp entwickelt hat. Ein Grund dafür ist eine sehr gute Grafik-Engine, die auch schwerste Geschütze auffährt, damit die Konkurrenztitel das Nachsehen haben. „Operation gelungen!“, ist das einzige, was man bei Company of Heroes diesbezüglich sagen kann. Das Spiel bietet eine Menge fürs Auge und vor allem in den Schlachtszenen passiert es des Öfteren, dass man vergisst, den eigenen Truppen Kommandos zu erteilen, und stattdessen das Spielgeschehen bewundert. Als Benchmark benutzen wir die einbaute Testsequenz.
Company of Heroes – 1280x1024
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Doom 3 bekommt Konkurrenz – und was für Eine! Die Programmierer des neue Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden mittlerweile für diese Zwecke die Vollversion, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt. Jene zeigt ein Gefecht sowie eine größere Explosion, die durch eine frei bewegende Kamera aufgenommen worden sind. Die Details sind, mit Ausnahme der Soft-Shadows, auf das Maximum gesetzt.
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Kinder in jungen Jahren verkleiden sich zu Karneval gerne als Indianer. Viele ältere Artgenossen spielen dagegen lieber den First-Person-Shooter Prey und helfen dem etwas mürrischen Indianerhelden Tommy, die Welt vor einer außerirdischen Macht zu retten. Dies tut Tommy nicht nur mit gefundenen beziehungsweise abgenommenen Alien-Waffen, sondern zusätzlich mit der altbewährten Doom-3-Engine, die für Prey aber kräftig aufgebohrt worden ist. Mit anderen Worten: Die Grafik ist kaum wieder zu erkennen. Hochauflösende Texturen, schicke Shader-Effekte, aufwendige Schattenberechnungen und noch vieles mehr machen das Spiel zu einem wahren Augenschmaus. Die selbst aufgenommene Timedemo zeigt sowohl einen Abschnitt innerhalb als auch außerhalb eines Gebäudes und deckt insgesamt einen Großteil des Spielgeschehens ab. Waffenfeuer, viele Gegner und Tommys Fähigkeit, sich außerhalb seines eigenen Körpers zu bewegen, fehlen nicht.
Prey – 1280x1024
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„Stalker“ – neben Duke Nukem Forever wohl der Inbegriff des Wartens. Nach einer langen Zeit hat es der ukrainische First-Person-Shooter aber dennoch in die Regale geschafft und weißt trotz der schier ewigen Entwicklungszeit zu gefallen. Nicht nur spielerich punktet das Spiel mit einigen netten Ideen, auch die Atmosphäre kann sich sehen beziehungsweise spüren lassen. Darüber hinaus ist die Grafikengine, die einen „Deffered Shadowing“-Algorithmus verwendet, gut gelungen. Das Spiel überzeugt vor allem mit schicken Wettereffekten und kann detaillierte Texturen aufweisen. Shader-Model-3.0-Effekte kommen zum Einsatz, ebenso hochwertiges FP16-HDR-Rendering, das für ein realitätsnahes Farbenspektrum sorgt. Ein weiteres Highlight sind die zahlreichen hochwertigen Licht- und Schatteneffekte, die man in dieser Form bis jetzt noch nicht zu sehen bekommen hat. Dies ist der Vorteil von Deffered Shadowing, da die Licht- und Schattenberechnungen sehr schnell ausgeführt werden können. Ein große Nachteil ist aber, dass Direct3D-9-Beschleuniger deswegen kein Multi-Sampling-Anti-Aliasing ausführen können. Dazu benötigt es nicht nur eine D3D10-Grafikkarte, auch das Spiel muss mit der neuen API ausgestattet sein.
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Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen.
Performancerating – 1280x1024
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Rating – 1280x1024 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
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Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird der 3DMark06 in der Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Um nur die Lautstärke der jeweiligen Grafikkarte messen zu können, wurden beim Test die Gehäuselüfter vom Netz getrennt. Die Messung erfolgt für das gesamte Testsystem.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Einen wirklichen Ausfall leistet sich in dieser Disziplin keiner der Testprobanden. Mit allen GeForce-8600-GTS-Karten ist ein ruhiges Arbeiten unter dem jeweiligen Betriebssystem möglich. Soll ein Silent-PC aufgebaut werden, dann können wir den geneigten Käufern dennoch (und logischerweise) nur die passiv gekühlten 3D-Beschleuniger von Asus, Gigabyte und MSI ans Herz legen. Da diese keinerlei Geräusche produzieren, wird der Geräuschfaktor Grafikkarte komplett eliminiert.
Unter Last, also in Spielen, machen die beiden Zotac-Probanden auf sich aufmerksam, wobei vor allem die Zotac GeForce 8600 GTS AMP! mit einem deutlichen Rauschen auffällt. Störend ist der Lärmpegel zwar noch nicht, allerdings ist der Lüfter gut hörbar. Die restlichen GeForce-8600-GTS-Modelle lassen es ruhiger angehen. Neben den lüfterlosen Grafikkarten macht vor allem die BFG GeForce 8600 GTS OC2 einen guten Eindruck.
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark06 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte. [[graph]7
[/graph] Während die Paradedisziplin der passiv gekühlten Grafikkarten die Lautstärke ist, haben sie bei den Temperaturmessungen schwer zu kämpfen – so auch dieses Mal. Während die aktiv gekühlten Grafikkarten allesamt im grünen Bereich liegen und mit bis zu 80 Grad Celsius zu keiner Zeit problematisch sind, knacken die lüfterlosen Testprobanden die magische 100-Grad-Grenze. Den besten Eindruck hinterlässt die Asus GeForce 8600 GTS Silent, wobei die Konkurrenz nicht weit entfernt ist. Unter Last erreicht die Asus-Karte 97 Grad Celsius, während die Gigabyte GeForce 8600 GTS Silent-Pipe 3 auf 100 Grad und die MSI GeForce 8600 GTS auf 104 Grad Celsius kommt. Diese Werte sind sehr hoch, jedoch für eine moderne GPU noch nicht kritisch. Wir empfehlen aber bei den passiv gekühlten Grafikkarten auf eine gute Gehäusekühlung zu achten. Ansonsten kann es vor allem im Sommer zu Abstürzen und mit der Zeit auch zu Schäden kommen.Für die Messungen der Leistungsaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Leistungsaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung des 3DMark06 unter der Auflösung 1600x1200 sowie 4-fachem Anti-Aliasing und 16-fachem anisotropen Filter simuliert.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
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Das Referenzmodell der GeForce 8600 GTS erzielt bei den Leistungsmessungen knapp das beste Ergebnis. Die Differenzen unter den GeForce-8600-GTS-Karten beträgt allerdings maximal fünf Prozent. Unter Windows benötigen vor allem die von Haus aus übertakteten Grafikkarten sowie die 512-MB-Modelle etwas mehr Leistung als das Referenzdesign. Der Unterschied ist allerdings nicht allzu hoch und sollte nicht als Kaufkriterium dienen. Dafür liegen alle GeForce-8600-GTS-Karten zu nahe beieinander.
Ähnliches gilt unter Last, wobei die Unterschiede etwas größer sind. Gleichauf mit dem Referenzmodell liegen die Asus GeForce 8600 GTS Silent sowie die MSI GeForce 8600 GTS. Die Gigabyte GeForce 8600 GTS Silent-Pipe 3 leistet sich einen kleinen Ausrutscher und setzt sich mit einer Leistungsaufnahme von 215 Watt an die Spitze des Testfeldes, obwohl die Gigabyte-Karte weder übertaktet ist, noch über einen 512 MB großen VRAM verfügt. Die echten 512-MB-Modelle sowie die übertakteten Grafikkarten liegen alle im Bereich von 211 Watt bis 215 Watt.
Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Company of Heroes, F.E.A.R und Prey. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.
Übertakten
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Das beste Übertaktungsergebnis konnten wir mit der BFG GeForce 8600 GTS OC2 erzielen. Die TMU-Domäne der G84-GPU ließ sich auf satte 792 MHz anheben, was in einer ALU-Frequenz von 1674 MHz resultiert. Der Speicher erwies sich als etwas widerspenstiger, aber auch hier lässt sich das Ergebnis sehen. 1172 MHz waren möglich, bevor erste Grafikfehler auftauchten. Die Leistungssteigerung durch die höheren Taktraten beträgt etwa 10 Prozent. Die restlichen GeForce-8600-GTS-Karten ließen sich unterschiedlich gut übertakten.
Das schlechteste Ergebnis erreicht die GeForce 8600 GTS von MSI, deren GPU kein einziges MHz mehr vertragen wollte. Wir vermuten, dass MSI zum Schutz des Rechenkerns eine Übertaktungssperre im BIOS eingebaut hat. Die Frequenz des Speichers kann man auf der MSI-Adaption aber ganz normal anheben.
Neben der Leistung, der Bildqualität und den sonstigen Eigenschaften einer modernen Grafikkarte spielt der Preis für die meisten Käufer eine entscheidende Rolle. Denn was nützt einem die schnellste GPU, wenn sie schlicht unbezahlbar ist? Aus diesem Grund haben wir ein Diagramm mit allen 3D-Beschleunigern aus dem Testparcours zusammengestellt und die günstigsten Preise bei Geizhals [11] herausgesucht. Dabei wird der Preisindex nicht nur nach dem günstigsten Preis erstellen, die Hardware muss auch erhältlich sein. Wir weisen darauf hin, dass sich der Preis der bevorzugten 3D-Karte täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 1.9.2007)
Preisliste
Angaben in Euro (aufsteigend)
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Die Preisspanne der GeForce-8600-GTS-Karten in unserem Testfeld reicht von 160 Euro bis 229 Euro, wobei man anmerken muss, dass die obere Grenze der offizielle Preis der BFG GeForce 8600 GTS OC2 ist. Diese ist bis jetzt noch nicht lieferbar und die Kosten werden voraussichtlich ein gutes Stück unter der offiziellen Preisempfehlung liegen. Die 512-MB-Karten sind mit 190 Euro (Gainward) beziehungsweise 195 Euro (Zotac) die teuersten Modelle im Testfeld. Für die übertaktete Gainward GeForce 8600 GTS GS muss der Käufer 170 Euro bezahlen.
Für denselben Preis bekommt man auch die Zotac GeForce 8600 GTS AMP! Edition, während die Asus GeForce 8600 GTS Silent mit 175 Euro minimal teurer ist. Die Gigabyte GeForce 8600 GTS Silent-Pipe 3 wechselt für 165 Euro den Besitzer. Die preisgünstigste Karte ist die MSI GeForce 8600 GTS, die für 160 Euro über die Ladentheke wandert.
Nachdem das Referenzdesign der GeForce 8600 GTS bereits vor einiger Zeit zeigen musste, ob sich der Kauf einer solchen Karte rechnet, folgen nun die bei den Taktraten von Werk ab modifizierten Karten sowie diejenigen, die mit einem anderen Kühlsystem oder einem 512 MB großen Speicher an den Start gehen. Die Abwechslung und die Unterschiede zwischen den Modellen sind dabei so groß wie schon lange nicht mehr. Wo normalerweise größtenteils Einheitsbrei herrscht, scheint eine GeForce 8600 GTS im Referenzdesign eher nur ein Lückenbüßer zu sein, bis eine verbesserte Version fertiggestellt ist.
Ohne Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter gibt es in der Auflösung 1280x1024 einen Unterschied von knapp zehn Prozent zwischen dem Referenzdesign der GeForce 8600 GTS sowie der schnellste Serienkarte, die in unserem Testfeld vertreten ist. Dies ist die BFG GeForce 8600 GTS OC2, die allerdings mit einem Vorsprung von 0,1 Prozent nur hauchdünn (und nicht spürbar, wenn überhaupt messbar) vor der Bliss 8600 GTS GS von Gainward liegt. Den dritten Platz erkämpft sich die Zotac GeForce 8600 GTS AMP! Edition, die sich um 7,5 Prozent von einer herkömmlichen GeForce 8600 GTS absetzen kann. Die 512-MB-Version der GeForce 8600 GTS, die aber ansonsten identisch mit dem Referenzdesign ist, rechnet schon unter 1280x1024 4,5 Prozent schneller als die 256-MB-Karte, obwohl die Kantenglättung noch deaktiviert ist. Hier macht sich der VRAM-Bug bemerkbar, der aber laut Nvidia in Kürze behoben sein sollte.
Mit den beiden qualitätssteigernden Features liegt der Spitzenreiter 111,4 Prozent vor der Standard-GeForce-8600-GTS. Dieser ist nun aber nicht mehr die BFG GeForce 8600 GTS OC2, die sich mit einer Differenz von 8,9 Prozent den zweiten Platz ergattern kann, sondern die GeForce 8600 GTS mit 512 MB – in unserem Testparcours vertreten durch die Gainward Bliss 8600 GTS 512 MB sowie die Zotac GeForce 8600 GTS 512 MB. Der VRAM-Bug ist in diesen Qualitätseinstellungen ein spürbar hindernder Faktor, mit dem die GeForce 8600 GTS 512 MB nicht zu kämpfen hat und dementsprechend zu profitieren weiß. Auf dem dritten Platz hält sich tapfer die Gainward Bliss 8600 GTS GS mit einem Vorsprung von 8,6 Prozent, während sich die Zotac GeForce 8600 GTS AMP! Edition den vierten Platz ergattert, mit einer 7,3 prozentigen Differenz zur Standardkarte.
Mehrere Gewinner gibt es in der Disziplin der Lautstärke. Dort können sich logischerweise die passiv gekühlten Grafikkarten von den aktiv gekühlten Kollegen absetzen und sind somit geradezu prädestiniert für den Einsatz in einem Silent-PC. Falls ein unhörbarer Rechner aufgebaut werden soll, führt wohl kaum ein Weg an der Asus GeForce 8600 GTS Silent, Gigabyte GeForce 8600 GTS Silent-Pipe 3 oder der MSI GeForce 8600 GTS vorbei. Aber auch bei den GeForce-8600-GTS-Modellen mit einem Lüfter gibt es angenehm leise Exemplare. Loben muss man vor allem BFG für die GeForce 8600 GTS OC2, die in allen Lebenslagen angenehm leise bleibt und den lüfterlosen Grafikkarten kaum nachsteht. Falls es nicht völlig geräuschlos sein muss, macht man mit dem BFG-Modell nichts falsch.
Nicht viel schlechter, aber nicht ganz so gut, agieren die beiden Gainward-Karten. Diese sind unter Windows angenehm leise und kaum aus einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören. Anders dagegen unter Last. Dort drehen die Lüfter etwas auf und sind bei genauem Hinhören aus den restlichen Komponenten auszumachen – im Spielealltag sollte dies aber wohl nur selten der Fall sein. Die letzten beiden Plätze werden von den GeForce-8600-GTS-Karten von Zotac belegt. Unter Windows sind die beiden 3D-Beschleuniger nur minimal lauter als die Konkurrenz und somit immer noch auf einem angenehmen Lautstärkeniveau. Unter Last kann man beide Modelle aber gut heraushören. Vor allem die Zotac GeForce 8600 GTS AMP! Edition fällt unangenehm auf und disqualifiziert sich direkt für den Betrieb in einem Silent-PC. Besser, wenn auch noch lange nicht optimal, verhält sich das 512-MB-Exemplar. Dieses ist leiser als die AMP! Edition, kommt aber an die anderen Serienkarten nicht heran.
Alle aktiv gekühlten GeForce-8600-GTS-Karten erzielen locker Temperaturwerte, die im grünen Bereich liegen. Zwar gibt es wärmere und kältere Karten, aber eine Kaufentscheidung sollte man deswegen nicht treffen. Einzig die passiv gekühlten 3D-Beschleuniger erreichen die magische 100-Grad-Grenze, agieren aber durchgehen absolut stabil. Auf eine gute Gehäusekühlung sollte man aber dennoch achten, ansonsten kann es schnell zu Problemen kommen. Bezüglich des Stromverbrauchs liegen alle Karten beinahe gleich auf. Auch hier empfehlen wir, die Kaufentscheidung nach anderen Kriterien zu treffen. Als Besonderheit, die wir erwähnen müssen, haben die Zotac-Karten einen montierten SPDIF-Anschluss auf der Grafikkarte, mit dessen Hilfe man HDCP-geschützte Audioinhalte von einer HD DVD oder Blu-ray über die Grafikkarte per HDMI (ein entsprechender DVI-zu-HDMI-Adapter wird mitgeliefert) wiedergeben kann. Die anderen GeForce-8600-GTS-Karten können dies nicht.
Preislich liegen alle GeForce-8600-GTS-Karten aus unserem Testfeld in einem Bereich von 160 Euro bis 229 Euro. Letztere ist die offizielle Preisangabe von der BFG GeForce 8600 GTS OC2, die bis jetzt aber noch nicht lieferbar ist. Die teuerste erhältliche Karte kostet 195 Euro und ist die Zotac GeForce 8600 GTS 512 MB, dicht gefolgt von der Gainward Bliss 8600 GTS 512 MB, die fünf Euro weniger kostet. Die restlichen Modelle liegen alle zwischen 160 Euro und 175 Euro, wobei die MSI-Adaption das Schlusslicht bildet.
Eine Kaufempfehlung für die beste erhältliche GeForce-8600-GTS-Karte auszusprechen fällt derzeit schwer oder unmöglich. Irgendeine Schwachstelle hat leider jedes Modell, auch wenn diese nicht gerade groß ist. Den insgesamt besten Eindruck hinterlässt die BFG GeForce 8600 GTS OC2. Die Karte ist schnell und dabei dennoch relativ leise, allerdings ist das Modell derzeit nicht lieferbar. Die passiv gekühlten Grafikkarten sind allesamt (logischerweise) unhörbar, dafür kommen die Grafikkarten aber alle nur mit den Referenztaktraten daher. Die 512-MB-Karten von Gainward und Zotac sind bei Einsatz von Anti-Aliasing der Konkurrenz überlegen, dafür kann sich dies in Kürze mit einem Treiberupdate, das den VRAM-Bug behebt, aber wieder ändern. Die Gainward Bliss 8600 GTS GS ist schnell, aber unter Last aus einem geschlossenen Gehäuse auszumachen. Die Zotac GeForce 8600 GTS AMP! Edition ist ebenfalls schnell und bietet vor allem als einziges Exemplar im Testfeld die Möglichkeit, nicht nur Video- sondern auch Audiosignale per HDMI-Adapter auszugeben, dafür ist der Lüfter störend laut.
Wie man sieht, muss man die Vor- und Nachteile gründlich abwägen und mit diesen selbst zurechtkommen. Wer es einfach nur leise haben möchte, dem raten wir zu der Asus GeForce 8600 GTS Silent. Das passive Kühlkonzept von Asus hinterlässt insgesamt den besten Eindruck. Falls eine höhere Performance gewünscht ist, empfehlen wir einen Blick auf die Gainward Bliss 8600 GTS GS oder alternativ auf die Gainward Bliss 8600 GTS 512 MB. Falls dagegen in Zukunft HD DVDs und Blu-ray Discs eine größere Rolle spielen, sollte man zur Zotac GeForce 8600 GTS 512 MB greifen. Eine eierlegende Wollmilchsau wird man bei der GeForce 8600 GTS wohl nie finden.